Bin ich etwa ein schlechter Mensch, weil ich Fleisch esse?

28 Antworten

Auch wenn sich der Trend vom Vegetarischen/Veganen immer mehr ausbreitet wird es meiner Meinung nach niemals dazu kommen, dass jeder auf Fleisch verzichten. Muss auch nicht sein. Aber unser momentaner Fleischkonsum sprengt alle Grenzen. Du solltest dir auch keinen Vorwurf machen, solange du versuchst das Gleichgewicht zu halten und darauf achtest, wo das Fleisch herkommt... und das tust du ja bereits ;) Ich selbst habe mindestens 2 Jahre gebraucht, um komplett vegetarisch zu werden.. mittlerweile bin ich vegan. Ich habe mir Zeit gelassen und nichts erzwungen :) Es kam irgendwann von allein. Deshalb mach dich nicht verrückt...dass du überhaupt über das Thema nachdenkst ehrt dich sehr und damit bist du weiter als so mach einer sonst ! 

Nein bist du nicht!

Jeder Mensch kann nur auf der Entwicklungsstufe leben und auch denken, auf der er sich befindet das kann man ihm nicht vorhalten.

Aber Menschen entwickeln sich weiter – sollten sie zumindest. Aber
es  gibt auch die ewig gestrigen sie bleiben beharrlich auf ihrer Stufe stehen und umgeben sich mit den Floskeln wie z.B. „haben wir schon immer so gemacht“ , „der Mensch ist ein Allesfresser “u.s.w.  So zu argumentieren ist ja so bequem denn ich brauch nichts an meinem Verhalten ändern.

Wenn man aber darüber nachdenkt so wie du, wird man auf
Dinge stoßen die einem zeigen dass wir Menschen, so wie wir jetzt mit der Natur und den Tieren umgehen auf keinen Fall  auf dem richtigen Weg sind.

Weist Du als ich Kind war lebten auf dieser Erde knapp 3 Milliarden Menschen, heute sind es über 7 Milliarden. Aber wir leben heute so als wenn wir nur eine Handvoll Menschen wären darüber hinaus hat sich der pro Kopf Verbrauch an Fleisch allein in Deutschland seit dieser Zeit mehr als verdoppelt.

Im vergangenen Jahr ist so viel Fleisch produziert wurden
wie noch nie. Oder anders ausgedrückt noch niemals mussten so viele Tiere für unseren Genuss elendlich leben, leiden und sterben.

Und was die Tiere beim Bio Bauern angeht, sie leben vielleicht ihr kurzes Leben besser aber am Ende erwartet sie das gleiche grausame Schicksal.

Für jeden normal logisch denkenden Menschen stellt sich die
Frage wo führt das hin? Wie soll es weitergehen? Wir können einfach nicht so
wie in den Fünfzigern aus dem Vollen schöpfen irgendwann kommt man am Boden anund wenn wir so weitermachen wird es ein harter Aufschlag.

Hey du :)

Also ich lebe jetzt seit einem Jahr Vegetarisch, und komme ganz gut damit klar, aber ich kann  mir vorstellen, dass das nicht jedem so geht.

Dass du bei einem Bio-Bauern einkaufst, empfinde ich auch als sehr gut, weil die Tiere dort, wie gesagt, ein glückliches Leben haben. Würde ich Fleisch essen, hätte ich meine Lebensmittel auch am liebsten vom Bio-Bauern.

Also, mach dir keinen Kopf, denn du bist besser als die meisten anderen, die Fleisch essen, und lass dir von den anderen nichts sagen, denn du kümmerst dich schließlich darum, dass deine Produkte von guten Herstellern stammen!^^

Honigfarn ;)

Viele Vegetarier und sehr viele Veganer haben ein geradezu religionsähnliches Verhältnis zu ihrer Ernährung.

Und  je extremer die "Sekte" ist, desto wichtiger werden Feindbilder. Sie dienen dazu, dass man sich mindestens "moralisch" besser fühlen kann, wenn schon die eigene Ernährung nicht gesund ist.

Zumindest sagt eine große Studie, dass Vegetarier sich sowohl körperlich als auch psychisch schlechter fühlen als Allesesser. http://www.medunigraz.at/cms/cms.php?pageName=301&newsId=31372 Veganer wurden in der Studie nicht gesondert untersucht, da es kaum Veganer gab.

Viele Vegetarier und sehr viele Veganer haben ein geradezu religionsähnliches Verhältnis zu ihrer Ernährung

Das könnte man genauso über die meisten Allesesser behaupten. Denn der Großteil der hier lebenden Menschen hintefragt die eigene Ernährung kaum. Für die meisten ist es selbstverständlich, dass Fleisch ein besonders gesundes und nötiges Nahrungsmittel ist. Diese Selbstverständlichkeit ist vielleicht dieselbe, wie die Selbstverständlichkeit der Existenz Gottes für einen Anhänger einer monotheistischen Religion? Warum wird der Fleischkonsum von vielen so vehement verteidigt? Manche sind nicht einmal bereit, darüber zu diskutieren. Ein Zeichen einer dogmatischen Einstellung oder gar Ideologie?

Und: Kann es sein, dass es nicht nur immer mehr Vegetarier/ Veganer gibt, sondern auch das Feindbild des Vegetariers/ Veganers einen Aufschwung erlebt?

Wie du siehst, man kann deine Aussage einfach spiegeln und genau das Gegenteil behaupten. Daher: vergiss diesen Religions-Quatsch lieber und denk dir richtige Argumente aus...

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Ich würde sagen: nein. Fleischessen ist an sich nichts schlechtes.

Schlecht finde ich aber zum Beispiel die heuchlerische Art, wie manche Fleischesser sich die oft sehr schlechten Lebensbedingungen der Nutztiere oder die Auswirkungen der industriellen Tierproduktion auf die Umwelt schönreden. Manche tun so, als sei alles in Butter und jeder selbstkritische Gedanke wäre ein nicht zumutbarer Verlust an Lebensqualität.

Schlecht finde ich auch die Art, wie manche Fleischverzichter ihre Einstellung einfach nicht nachvollziehbar "argumentieren". Oft nur mit der Moral-Keule á la "ihr bösen Tier-Mörder". Oder sich so garnicht mir der Ökologie des Fleischkonsums beschäftigt haben.

Am schlechtesten finde ich jedoch, dass so viele nicht bereit sind, dem anderen zuzuhören. Viele Menschen siechen in ihrem eigenen Brei dahin, verrennen sich total in ihrem ignoranten Tunnelblick und merken garnicht, wie sie sich selbst dadurch beschränken.

sehr richtig! dh

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