Beweise für Schöpfung?

31 Antworten

Wenn das eine Facharbeit mit wissenschaftlichem Anspruch werden soll, solltest du auch mit den korrekten Begriffen aus der Wissenschaft arbeiten und diese vielleicht auch erklären.

Wenn ein Wissenschaftler eine Beobachtung macht und daraus etwas schlussfolgert, so postuliert er zunächst eine HYPOTHESE. Es ist umgangssprachlich gleichbedeutend mit einer Annahme, einer Vermutung und eine Schlussfolgerung, für die es aber noch keine messbaren Daten und Fakten als Belege ("Beleg" ist das wissenschaftlich richtige Wort für "Beweis") gibt.

Werden durch den Wissenschaftler anschließend ebensolche Daten und Fakten gemessen und empirisch ermittelt, welche die Annahme nun unterfüttern, also mit Belegen sichern, so darf der Wissenschaftler nun von einer THEORIE sprechen. Das Wort "Theorie" ist in der Wissenschaft also weit über seine umgangssprachliche Bezeichnung hinaus, denn es kann nicht nur "theoretisch" sein, dass der Wissenschaftler richtig liegt, sondern er hat auch stichhaltige Beweise dafür. Den Umstand, den seine Theorie beschreibt, muss man also als Fakt betrachten - doch kann an einer Theorie natürlich jederzeit weiter geforscht werden. Die Wissenschaft sucht nämlich immer nach einem Näherungswert für die Wahrheit, aber sie behauptet niemals, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein.

Das unterscheidet die Wissenschaft von religiösen Dogmen. Fundamentalisten und Fanatiker erkennen keine Wahrheit als die Lehrmeinungen ihrer Religion an und verweigern es wo es nur geht, nach Belegen für diese zu suchen. Diese "Friss-oder-stirb"-Taktik ist natürlich keine Wissenschaft, und jeder sogenannte "Beleg", den ein Schöpfungsgläubiger anführt, hat wissenschaftlich überhaupt keinen ernstzunehmenden Wert: keiner dieser Scheinbelege konnte jemals verifiziert werden, sondern ist ganz und gar wissenschaftlich absurd und sehr leicht zu widerlegen. Was bleibt, sind Zirkelschlüsse und bloße Behauptungen, sodass es nicht einmal für eine Hypothese reicht.

Aus diesem Grund können und dürfen Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte aus wissenschaftlicher Sicht nicht gleichwertig behandelt werden. Die Schöpfungsgeschichte ist nämlich schlicht und ergreifend keine Theorie, weil sie nicht belegt werden kann. Dies solltest du in deiner Facharbeit unbedingt bedenken.

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich werde darauf achten, in meiner Arbeit die korrekten Begriffe zu gebrauchen. 

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Gut gesagt.

@sophia388 Unabhängig davon, dass es schon einigermaßen lächerlich ist, Evolution und Kreationismus als gleichwertige Ideen zu betrachten, folgender Punkt, welcher sich konkret auf deine Arbeit bezieht:

Eine wissenschaftliche Arbeit zu Glaubensfragen kann nicht existieren.

Da solche Probleme allgemein weder beweis- noch widerlegbar sind, weden sie von Beginn an aus dem Begriff des wissenschaftlichen Arbeitens ausgeschlossen.

Für den Kreationismus als Konzept ließen sich natürlich Außerirdische und ähnliche Ursachen diskutieren. Der wissenschaftliche Wert einer solchen Arbeit könnte wohl trotzdem bezweifelt werden.
Allein aufgrund der Frage, wie denn das offenbar noch komplexere Alien seinerseits entstanden ist...

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@Lolligerhans

Nunja man kann schon wissenschaftliche Arbeiten mit religiösen Themen schreiben. Das was die Fagestellerin vorhat, ginge in Richtung der Rezeptionsgeschichte. Man könnte aber auch eine psychologische Arbeit darüber schreiben und die Beweggründe erforschen, die Menschen im 21. Jahrhundert verbinden, welche die Evolution leugnen. Geisteswissenschaftlich kann man also sehr gut mit diesem Thema arbeiten, zumal es eine Facharbeit in Philosophie sein soll. Allenfalls in den Naturwissenschaften erübrigt sich das Thema Religion. Und man kann beides auch nicht miteinander verbinden.

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@MarkusPK

Stimmt; natürlich kann man über die Religion als Phänomen schreiben. Lediglich deren Inhalt, also Konkret den Glauben, kann man nicht behandeln.

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@Lolligerhans

Auch das würde gehen, aber dann in einer theologischen Facharbeit zum Thema Dogmatik. Es ginbt so viele verschiedene wissenschaftliche Disziplinen, da kann man zu beinahe jedem Thema wissenschaftlich arbeiten. An manchen Universitäten gibt es heutzutage sogar Lehrstühle für elbisch, klingonisch und Heavy Metal und es sind tatsächlich Fachbereiche, in denen man auch promovieren kann.

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Hallo sophia388,

ja, die gibt es! Man könnte sich z.B. fragen: Wenn man die Werke der Natur betrachtet, deuten diese dann mehr auf eine intelligente Planung als auf die Entstehung durch ungerichtete Prozesse hin? Eine Antwort auf die Frage nach Gott findet man nämlich nur dann, wenn man diese "Werke" näher in Augenschein nimmt. Hierzu eine kleine Veranschaulichung: Wenn ein Archäologe bei seinen Ausgrabungen auf einige wenige primitive Steinwerkzeuge trifft, ohne dabei auch auf menschliche Überreste zu stoßen, schließt er dennoch daraus, dass bei der Herstellung dieser Werkzeuge Intelligenz im Spiel war. Er würde niemals glauben, dass natürliche Kräfte dafür verantwortlich waren, dass diese Werkzeuge entstanden sind. Niemand würde seinen Schlussfolgerungen widersprechen. Warum nicht? Weil Intelligenz immer auf einen Designer oder Konstrukteur hinweist. Wenn also bereits einfache Steinwerkzeuge auf einen intelligenten Hersteller hinweisen, wie steht es dann mit den Dingen in der Natur? Zeugen sie ebenfalls von intelligenter Planung? Hier ein paar Beispiele:

Es gibt einen eigenen Wissenschaftszweig, die sogenannte Biomimetik. Diese beschäftigt sich mit den Formen und Strukturen verschiedener Lebewesen und versucht diese zu imitieren und für industrielle Produkte verwertbar zu machen.

Da gibt es z. B. Drohnen, die ihre Konstruktion der Seemöwe verdanken. Die Seemöwe wurde so erschaffen, dass sie aufgrund ihrer besonderen Flügelkonstruktion in der Lage ist, akrobatische Flugmanöver zu vollbringen. Diese besonderen Konstruktionsmerkmale der Möwen wurden auf die Drohnen übertragen, so dass diese in der Lage sind, schnelle Gleit- und Sturzflüge auszuführen.

Ein anderes Beispiel sind die Möwenbeine. Möwen können sehr lange auf dem Eis stehen, ohne dass ihre Füße frieren oder sie dadurch Körperwärme verliert. Das ist nur deshalb möglich, weil das Möwenbein fazinierend konstruiert ist. Es funktioniert nach dem Prinzip eines Gegenstromwärmetauschers. Durch diesen Wärmetauscher wird das Blut, das von den kalten Füßen in den Körper zurückkehrt, erwärmt. Ein Ingenieur beschrieb diese Prinzip als "eine der effektivsten Methoden zur Wärmerückgewinnung. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele genialer Konstruktionen aus der Natur, die Wissenschaftler und Ingenieure nachzuahmen versuchen. Forscher bezeichnen sie als "biologische Patente".
Welche Schlussfolgerungen kann man aus diesen Beispielen ziehen? Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, dass Design einen Designer und wohldurchdachte Konstruktionen einen Konstrukteur benötigen. Wenn es hochgebildeten Forschern nicht einmal gelingt, das "Original" auch nur nachzuahmen, wie viel intelligenter muss dann derjenige sein, der diese Originale erdacht und erfunden hat?

Der Wissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, der bereits viele Jahre am Max-Planck-Institut in der Züchtungsforschung tätig ist, sagte dazu:

"Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten  — einen intelligenten Ursprung haben müssen.

Der Wissenschaftsgemeinde ist die Komplexität der Lebewesen wohl bekannt. Allerdings werden diese hochinteressanten Fakten allgemein in streng evolutionistischem Zusammenhang abgehandelt. Meiner Ansicht nach fallen die Argumente gegen den biblischen Schöpfungsbericht in sich zusammen, sobald sie einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen werden. Ich befasse mich seit Jahrzehnten eingehend mit solchen Argumenten. Nach dem gründlichen Studium der Lebensformen und der Betrachtung der im Universum geltenden Gesetze, die offenbar perfekt aufeinander abgestimmt sind, damit Leben auf der Erde existieren kann, ist es für mich zwingend, an einen Schöpfer zu glauben".

Eine zunehmende Anzahl Wissenschaftler teilt inzwischen den Standpunkt Lönnigs in der Frage, ob es einen Schöpfer gibt. Wenn es um die Frage geht, ob Gott existiert, dann wird oft nach wissenschaftlichen Beweisen gefragt. Diese gibt es tatsächlich zuhauf, wie das am Beispiel der Biomimetik zu erkennen ist. Es geht also nicht um einen Mangel an Beweisen, sondern darum, ob der Einzelne dazu bereit ist, diese Beweise gelten zu lassen.

LG Philipp

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Wird ja ein prima Referat: "Hej Leute, es gibt sehr viele Belege für eine Schöpfung, aber die Wissenschaftsgemeinde ist dogmatisch und will das nicht anerkennen. Zum Glück fand ich einen religiösen, aber überraschenderweise völlig undogmatischen Wissenschaftler, der im Alleingang alles richtig stellte."

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@DarkSepia

Diese Antwort zeugt von sehr dogmatischem Glauben ohne jegliches Verständnis von Wissenschaft oder Realität. 

Es werden nur Zirkelschlüsse und Suggestivfragen gestellt. Mehr nicht. Inhaltlich ist dieser Beitrag so hilfreich wie eine leere Flasche für einen Durstigen. 

Außerdem lügst du! Es gibt nicht einen einzigen Wissenschaflter der die Evolution anzweifelt und die Schöpfungsmythen für Beachtenswerten Ersatz hält. 

Es gibt nur Pseudo-Wissenschaflter, die eigentlich Gläubige sind und egoistischerweise völlig unwissenschaftlich ihre "Kollegen" widerlegen wollen. Diese Personen wenden Wissenschaft falsch an: Sie nutzen nicht vorhandene Informationen, um daraus Schlüsse zu ziehen, sondern sie haben ein Vorurteil und basteln sich ihre "Beweise" drum herum.

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Ja. Die Schöpfungsgeschichte wurde ja zunächst für die Juden geschrieben. Auf Hebräisch heißt das Wort "yom" Tag oder Zeitraum. Wenn ein Wort wie abend oder morgen oder eine Ordnungszahl dabeisteht, bedeutet es einen 24-Stunden-Zeitraum, also Tag.

Lies den Anfang vom 1. Mosebuch, dann wirst Du bei jedem einzelnen Schöpfungstag finden, daß 3 dieser Wörter dabeistehen. Für Juden muß alles "auf zwei oder drei Zeugen hin" bestätigt werden.

Bei jedem einzelnen Tag stehen hier nicht nur zwei, sondern drei Zeugen. Für die Junden war also absolut klar, daß das genau 24 Stunden waren. Hier war also eindeutig ein Schöpfer am Werk.

Wenn Du mal ein bißchen in die Biologie hineintauchst, wirst Du auch merken, daß alles sinnvoll und zielstrebig geschaffen worden ist. Da ist nichts durch Zufall entstanden.

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Dagegen hat ein anderer Wissenschaftler ausgerechnet, dass es unendlich viele Universums von der Größen unseres geben müssten, damit einmal aus eine einzigen Spezies ein anderer wird. Viele andere Forschungsergebnisse zeigen dass die Makro-Evolution nur eine Theorie ist !!!

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