Beruf Pferdewirt?

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Hallo!

Nein ich bin kein Pferdewirt, aber ich habe über 20 Jahre im Stall "verbracht" und einige Fachleute kennen gelernt. Daher mal meine Einschätzung:

Zunächst mal zur Kindererziehung. Wenn es sich um Kleinkinder handelt würde ich sagen, das ist kaum zu meistern. Man hat sehr lange, sehr unregelmäßige Arbeitszeiten. In dem Beruf geht auch schonmal ein Wochenende, eine Nacht oder ein Feiertag flöten, Pferde (vor allem ein ganzer Stall voll) fragen eben nicht nach unserem Feierabend, wenn sie krank werden oder irgendwas kaputt geht, die Wasserleitungen im Winter zum Beispiel.

Da geraten die Kinder leider sehr ins Hintertreffen. Wer passt auf, wenn nachts mal ein Notfall ist? Was wenn du mal etwas versprochen hast und es nicht halten kannst? Kindergeburtstag oder Ausflüge usw? Es kann immer passieren, dass dir ein Pferd die Tagesplanung zunichte macht. Kinder sind dann sehr enttäuscht und verlieren das Vertrauen.

Aufstiegschancen sehe ich vom Angestellten Pferdewirt zum selbständigen Pferdewirt mit eigenem Betrieb, z.B. eigener Pferdezucht. Das ist natürlich auch eine finanzielle Frage.

DA könnte ich mir schon eher eine Alleinerziehende vorstellen, wenn es denn möglich ist, Pferdepfleger einzustellen die einen mit der täglichen Arbeit so entlasten, dass genug Zeit für die Kinder bleibt.

Wenn die Kinder schon älter sind ist das etwas unproblematischer, sie werden ja zunehmend selbständig. Aber man muss drauf achten, dass man trotzdem Zeit für sie nimmt, gemeinsam was unternimmt und auch mal ausserhalb vom Stall unterwegs ist.

Also zumindest bis in das Alter von ca. 50 Jahren sind mir Pferdewirte bekannt, die keine körperlichen Probleme haben. Im höheren Alter könnte sich das vllt ändern, man weiß ja nie. Das gilt aber auch allgemein für körperliche Gebrechen (Bandscheibe etc.) die man sich auch schon in jüngeren Jahren holen kann und die einem den Beruf unmöglich machen. Das kann einem aber in jedem Beruf passieren in dem man körperlich arbeiten muss. Der Umgang mit Pferden ist natürlich an sich auch schon risikoreicher, man sollte auf jeden Fall entsprechend gut versichert sein, damit man z.B. nach einem Unfall mit einem Pferd gut versorgt ist.

du muss mindestens bis L Turniererfolge haben sonst bringt dir das alles eh nix da die meisten ställe die so ausbilden ,dies verlangen. Bei ner 60std woche wirds schwer bei ner alleierziehnden kindern und 60std können durchaus der fall sein. Wird schlecht bezahlt und die meisten brechen nachm 1 ausbildungsjahr ab weils so angstrengend ist. überlegs dir. Viel zeit für kinder und freizeit bleibt nich und am wochenende müssen die pferde auch versorgt werden. ;) kenne viele pferdwirte die mir dies sagen ;)

Als Pferdewirt kann man die verschiedendsten Jobs machen, bzw. sich spezialisieren. Das geht von einfachem Pferdepfleger über Jockey, Bereiter, Trabrennfahrer, Reitlehrer bis Reittherapeut... Da man die Pferde meistens auch versorgen muss, ist es körperlich schwere Arbeit, wirkliche Aufstiegsschancen vor allem in den Renn- und Reitberufen haben meist nur Männer. Wegen sehr unregelmäßiger Arbeitszeiten oft mit Kindern allein erziehend gar nicht machbar.

Nach Unfällen oder Verletzungen droht Berufsunfähigkeit.

Meine Schwester war Trabrennfahrerin. Direkt nach Ende der Ausbildung bekam sie kaum Rennen (und so bessere Verdienstmöglichkeiten durch Siegprämien etc.), hatte dann einen Unfall und das war's. Schwere Rückenprobleme, Hand kompliziert gebrochen...

Also muss man als Frau schon echt Glück haben...

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