Status alleinerziehender Eltern?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Das ist heute sicher viel besser wie früher, die Reaktionen sind durchaus unterschiedlich. Klar gibt es Menschen, die sich für was besseres halten und von oben auf einem herabschauen, als wäre man deshalb weniger wert. Aber es gibt auch genügend Leute, die doch auch bewundern, wie man alles so alleine meistert und die einem sehr viel Hochachtung deswegen entgegen bringen.

Und ich selbst bin auch stolz darauf, dass ich meine Kinder alleine gross bekommen habe, ohne Unterhalt und mit Vollzeitarbeit und trotzdem ist was Anständiges aus ihnen geworden. Und das sage ich dann auch, wenn mal wieder jemand an einem rummäkelt, weil man nicht perfekt ist.

Vielen ist es auch erst mal etwas peinlich, wenn man sagt, dass es keinen Vater gibt. Sie haben dann Angst, in ein Fettnäpfchen getreten zu sein. Aber wenn sie merken, dass man selbst nicht bemitleidet werden will und muss, dann ist es meist gut. Manche bemitleiden aber die Kinder, was ich persönlich nicht mag, denn ich denke, dass das den Kindern nicht wirklich gut tut. Es gibt ihnen immer eine Entschuldigung, nichts erreichen zu können/müssen.

Es gibt in Deutschland so viele Kinder, die geschlagen, missbraucht und vernachläßigt werden, da sind meine Kinder mit Sicherheit nicht arm dran, nur weil sie nur eine Mutter haben. Klar wäre es schöner, wenn sie einen Vater hätten, aber niemand kann im Leben alles haben und vieles kann man sich nun mal nicht aussuchen und muss trotzdem damit klar kommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vermutlich ist das eine subjektive Bewertung, die jeder anders sehen möchte. Ich persönlich denke, dass sich keiner bewusst ausgesucht hat alleinerziehend zu sein, sondern das gewisse Umstände dies verursachen. Ich weiß, dass Alleinerziehende eine ganze Menge stemmen müssen, Beruf, Haushalt und Kinder, da kommen das persönliche Wohlbefinden und eigene Interessen oft zu kurz. Ja, ich bewundere die Alleinerziehenden, die es gut hinbekommen und den Anforderungen gerecht werden. Für mich haben sie keinen schwächeren Status als andere. Ich möchte sogar behaupten, dass es auch Alleinerziehende gibt, die es besser machen, als manche Paare. Für die Kinder ist es schade, dass der Gegenpart in der Erziehung fehlt. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Kinder sich oft nach dem anderen Geschlecht sehnen und es brauchen, um sich zu reiben, auszuprobieren und um ihre Erfahrunge zu machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von fremdgebinde
10.01.2016, 11:22

Ich bin selbst ohne Vater aufgewachsen und habe ihn nie vermisst.

0
Kommentar von fremdgebinde
10.01.2016, 13:30

Ja, bin ich

0

Hallo!

Ich versuche dir mal so zu antworten: Das kommt immer auf den Ort an, an dem Alleinerziehende leben & auf deren allgemeines Umfeld, wie ihnen begegnet wird.

Auch hängt viel an der Zeit: Zu meiner Realschulzeit (2001-2007) war es für viele Eltern schon ein Thema, dass z.B. meine "Kindergartenfreundin" als Scheidungskind bei ihrer Mutter großwird oder dass ich wg. familiären Problemen meiner Eltern eben bei meinem Opa & meinem Onkel aufwachse.. da haben andere schonmal getuschelt oder gelästert.. weil es eben "nicht normal" war (Kleinstadt, 15.000 Einwohner) & das klassische Familienbild mit Einfamilienhaus, zwei Autos, zwei arbeitenden Eltern, eigenem Hund, jährlich mehreren Urlaubsfahrten usw. überwiegend vorherrschte. 

Heute ist das anders & will sagen "liberaler".. da gibt es mehr Alleinerziehende, Patchworkfamilien usw. ------> und umso weniger sehen andere einen Grund sich drüber lustigzumachen bzw. es zu ächten.. weil der Mensch sich gern an Dingen festhakt, die gegen den gesellschaftlichen Strom gehen. Und heute ist es so dass Patchworkfamilien und Alleinerziehende kaum mehr von Interesse sind weil es einfach "dazugehört". Zumindest in einem weniger ländlichen Umfeld!

Auf dem Land bzw. in kleineren Gemeinden werden sie tatsächlich vllt. immer noch eher "gedisst" oder verächtlich angesehen, wenn man z.B. in einem Ort wohnt wo jetzt 9 von 10 Kindern mit beiden Elternteilen aufwachsen & jeder jeden kennt, die Gerüchteküche brodelt & alles was nicht so ist wie es schon immer war "unnormal" ist & ein Grund für mehr oder weniger in die Richtung "Mobbing" gehendes Verhalten der Mehrheit. Aber auch das ist nicht immer der Fall.. es kommt auf den Einzelfall an!

In der Stadt hingegen ist es völlig normal & nicht der Rede wert, wenn Kinder nur bei ihrer Mutter oder nur bei ihrem Vater aufwachsen oder Patchworkfamilien bestehen.. da redet KEINER davon, das interessiert niemanden ---------> soweit meine Beobachtung! 

Manche bewundern Alleinerziehende, die zudem berufstätig sind und/oder sogar noch 'nen Nebenjob haben, sicherlich für ihre Kraft und ihre Aufopferung.. erst recht wenn ggf. mehr Kinder da sind, aber das ist auch subjektiv!

Hoffe, dass ich dir helfen konnte!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich war alleinerziehener Vater.

Die meisten waren überrascht und ich wurde bewundert dass ich nebenbei zum Studium auch noch meine Tochter Aufzog. 

Am Schluss vom Studium haben wir dann noch zusammen ein Haus gebaut (innenausbau)  

Auch hierbei wurde meine Tochter und ich sehr bewundert

Ich weiß aber das das keine noreale Situation war, und weiß nicht wie die Leute reagiert hatten wenn ich damals einfach nur gearbeitet hätte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei mir ist das definitiv nicht so, dann sind Eltern halt getrennt na und ?!
Ich lebe bei meiner Mutter und bin jedes 2te Wochenende bei meinem Papa die beiden verstehen sich super also sind sehr gut befreundet und jeder in meinem Umfeld bewundert sie dafür dass sie das so gut gemeistert haben.
Und der Status ist dadurch genau so gut wie bei einer Familie wo 2 Eltern das Kind/er aufziehen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

status? sowas gibts in deutschland nicht. ein alleinerziehender vollbringt nun keine unglaubliche leistung, sondern lebt einfach nur mit einem kind oder mehreren allein. dazu benötigt man keine spezielle kraft oder stärke, man erzieht einfach nur kinder zur selbständigkeit und bezieht sie sehr früh in die arbeit tgl. mit ein. mehr ist es garnicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der gesellschaftliche Status ist sicher um einiges geringer, das kann man sehr gut beobachten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe das Gefühl, dass sie eher einen geringeren Status haben, als ein Elternpaar. Es wird weniger gesehen, dass sie alleine die Arbeit von zweien meistern, sondern dass sie bereits daran gescheitert sind, eine Beziehung zu führen (wie sollen sie da ein Kind vernünftig groß ziehen können...). Und es wird sicher auch viel daran gedacht, dass es einem Kind schaden kann, wenn sich die Eltern trennen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von fremdgebinde
10.01.2016, 11:26

Ich denke, wenn das Kind von Anfang an nur mit einem Elternteil aufwächst, vermisst es das andere Elternteil nicht, weil es es nicht kennt, mit zwei Bezugspersonen zu leben.

1

Was möchtest Du wissen?