bareknuckle fight, hände

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Es wurden schon einige Punkte genannt, was man bei so etwas "Einfachem" wie einem Fausthieb alles falsch machen kann.

Das Abknicken des Handgelenks kann aber auch bei geübten Kämpfern passieren, wenn es dumm läuft. Genau dafür haben die Bareknucklekämpfer die Bandagen. Die sollen nämlich nicht dazu dienen die Knöchel zu schützen, sondern dienen zur Stabilisierung der Handgelenke. Aber du kannst so viel trainieren wie du willst, wenn dein Gegner voll in einen Hieb von dir reinspringt, droht auch nach jahrelangem Training noch ein verstauchtes Handgelenk. Unangenehm aber nicht kritisch.

In den häufigsten Fällen ist es aber eine Kombination aus Unerfahrenheit und nicht vorhandener Abhärtung, die zu einem Bruch führt. Je nach Kampfsportart und -technik gibt es unterschiedliche Ansichten, mit welchen Knöcheln man beim Schlag treffen sollte. Ich habe es so gelernt, dass es die Knöchel von Zeige- und Mittelfinger sind und dass die Faust absolut gerade im Handgelenk stehen soll, damit nichts passiert. Ich habe aber auch schon von Kampfstilen gehört, bei denen auch noch der Knöchel des Ringfingers dazu genommen wird und einmal (das fand ich recht seltsam, aber wenn es funktioniert - warum nicht?), dass mit den Knöcheln von Mittel- und Ringfinger getroffen werden soll.

In den meisten Fällen wird vom Amateur die Faust nicht wirklich gerade im Gelenk gehalten und Knöchel von Ring- und (noch schlimmer!) kleinem Finger bekommen viel von der Schlagwucht ab. Ohne Training und Abhärtung zerbröselt es die Knöchel dann. Denn egal, welche Technik im Detail in einer Kampfart verwendet wird, es wird auch entsprechend daraufhin trainiert. Die Knöchel werden abgehärtet und dadurch auch stabiler. Und zwar sehr viel stabiler, als es ohne Training der Fall ist. Ein Laie hat so eine Abhärtung nicht und dem zerlegt es die Knöchel deswegen ziemlich schnell.

Ich habe auch sehr häufig davon gehört, dass bei Selbstverteidigungskursen den Teilnehmern dringendst davon abgeraten wird, einem Gegner mit Fäusten gegen den Kopf zu schlagen, da die Gefahr einer gebrochenen Hand sehr hoch ist, da der Schädelknochen aufgrund seiner runden Form äußerst stabil ist. Stimmt prinzipiell, da die Teilnehmer an solchen Kursen häufig unerfahrene und untrainierte Anfänger sind. Aus eigener Erfahrung (sowohl als Schlagender als auch als Ziel ;) ) kann ich dir aber sagen, dass es für jemanden mit abgehärteten Fäusten überhaupt kein Problem darstellt, mit seinen Fäusten auch in ein wirklich massives Ziel zu schlagen, ohne sich die Hand kaputt zu machen. Maximal gibt das kleine Prellungen an den Knöcheln, mehr nicht.

Und hier für den vorsichtigen(!) und eigenverantwortlichen(!) Selbstversuch:

Mach einfach mal normale Liegestütze. 5 Stück reichen schon.

Danach balle deine Fäuste und stütze dich auf den Knöcheln von Zeige- und Ringfinger ab. Der Daumen wird nicht noch zusätzlich am Boden abgestellt sondern brav eingeklappt - aber nicht IN die Faust reinnehmen! Jetzt mache mit den Fäusten 5 Liegestütze. Du wirst einen großen Unterschied feststellen - auch in den Handgelenken! Die werden nämlich ziemlich wackeln. Sollten sie aber nicht. Weswegen du üben solltest, deine Fäuste stabiler zu halten. Und an den Knöcheln wird es auch etwas bis ziemlich weh tun. Das aber nur am Anfang. Nach den ersten 3000 - 4000 Liegestützen wirst du es nicht mehr wirklich spüren.

Soll es noch etwas knackiger sein?

Dann wieder Liegestütz auf den Fäusten, nur dass die Fäuste diesmal nicht auf Schulterhöhe aufgestützt werden sondern auf Hüfthöhe. Aber Vorsicht! Bei diesen Liegestützen können dir die Fäuste echt schnell wegknicken und du sie dir verstauchen! Also nur probieren, wenn normale Liegestütze ein Klacks sind.

Das regelmässig gemacht und du wirst nach wenigen Wochen feststellen, dass die Stabilität deiner Fäuste stark zugenommen hat.

Noch eher daran dass sie ihre Handgelenke locker lassen/ die Faust schief halten, so dass sie beim Schlag zur Seite wegknickt.

Wenn die Faust nicht richtig geschlossen ist tut das zwar auch weh, ist aber nicht so dramatisch solange man richtig (mit den Knöcheln) schlägt.

Das sich Leute beim Zuschlagen die Hand brechen ist nicht verwunderlich, da es meistens keinerlei Technik oder Training gibt und trotzdem mit voller Kraft ein hartes Hindernis getroffen wird.

Sich 10 Minuten bareknuckle auf die 13 zu geben, ist sicher nicht optimale Arthroseprävention, aber ist auch nicht zwingend mit einer kaputten Hand verbunden.

weil die boxer trainiert sind und wissen wie man eine faust hält- die meisten machen den fehler und nehmen die Daumen mit in die hand-dieser aber dann bricht

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