Arbeitgeber verweigert Kündigung. Was tun?

5 Antworten

Kann mein Arbeitgeber die Kündigung einfach verweigern?

Nein.

Was ist wenn er sein Exemplar einfach wegschmeißt und mein Exemplar nicht unterschreibt?

Er muss den Empfang Deiner Kündigung nicht durch Unterschrift bestätigen; sie ist wirksam auch dann, wenn er sie zerreißt - vorausgesetzt, Du hast einen Beweis (z.B. einen Zeugen) für die Übergabe. Am sichersten ist der Einwurf in den Firmenbriefkasten mit einem Zeugen (auch für den Inhalt des Briefes).

Kann ich in der Probezeit zu einem Datum außerhalb der Probezeit kündigen?

Ja.

Du kannst noch am letzten Werk- oder Arbeitstag der Probezeit mit der für die Probezeit vereinbarten oder gesetzlichen Frist (oder auch einer längeren Frist) kündigen. Wenn du mit einer längeren als der gesetzlichen oder vertraglichen Frist kündigst, kann der Arbeitgeber allerdings (sofern die von ihm einzuhaltende Frist das zulässt) zu einem früheren Zeitpunkt als Du selbst kündigen.

Kann man einen Vertrag machen, dass man fristlos kündigen kann obwohl man nicht mehr in der Probezeit ist?

Eine fristlose Kündigung ist im Arbeitsverhältnis - gleichgültig, ob in oder nach der Probezeit - immer nur erlaubt, wenn es einen so wichtigen Grund für die Kündigung gibt, dass die Fortsetzung selbst für die Frist bei einer ordentlichen Kündigung nicht mehr zumutbar ist.

Eine kürzere als die gesetzliche Frist darf nur über einen Tarifvertrag vereinbart werden; einzelvertraglich ist das nicht erlaubt.

Aber im Fall des Falles können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über einen Aufhebungs-/Auflösungsvertrag über eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu einem beliebigen Zeitpunkt (also auch zu sofort) einigen; das setzt aber die Bereitschaft beider Seiten zu einem solchen Vertrag voraus.

Wenn Du vertragswidrig kündigst (also z.B. fristlos, ohne dass ein berechtigender Grund vorliegt oder ohne dass ein Tarifvertrag eine fristlose Kündigung ohne berechtigenden Grund zulassen würde), kann der Arbeitgeber Schadenersatz fordern, sofern er einen durch Deine vertragswidrige Kündigung entstandenen Schaden tatsächlich nachweisen in in der Höhe konkret belegen kann (in der Regel ist einem Arbeitgeber das meist kaum möglich).

Und muss man wenn man jetzt zu einem zukünftigen Datum kündigt noch die Schule besuchen? (bei einer Ausbildung)

Das hängt davon ab, ob Du noch schulpflichtig bist und wie die genauen Bestimmungen in Deinem Bundesland sind.

Wenn Du nicht übergangsweise (z.B. bei einem Wechsel des Ausbildungsbetriebs ohne nahtlosen Übergang) weiterhin die Berufsschule besuchen kannst, musst bei bei noch bestehender Schulpflicht eine Vollzeitschule besuchen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Beruf/Ehrenamt, lange private Beschäftigung mit Arbeitsrecht

in der Probezeit gibt es sehr kurzfristige Kündigungsmöglichkeit. Zur Wahrnehmung reicht auch ein Brief mit Einschreiben.

Wie beim Arbeitnehmer sind fristlose Kündigungen nur in wenigen Fällen möglich. Wer dies macht, ohne die erforderlichen Gründe, macht sich schadenersatzpflichtig.

Der Arbeitgeber muss die Kündigung weder unterschreiben, noch ihr zustimmen. Wichtig ist, dass sie ihm fristgerecht zugeht. Das ist passiert, indem du sie persönlich abgegeben hast.

Für einen eventuellen Rechtsstreit wäre es gut, wenn du Zeugen beim Abgeben gehabt hättest. Hat es jemand mitbekommen, wie du ihm die Kündigung übergeben hast? Wenn nicht und wenn das von der Frist immer noch passt, mach es am Montag erneut und nimm einen Zeugen mit!

So kann der Arbeitgeber das nicht machen schreibe ihn per einschreiben und Rückschein nochmal eine Kündigung! Dagegen kann er Dan nichts machen!

Wen du in der ausbildung bist kanst du in der Probezeit jederzeit kündigen! Nur danach nicht mehr fristlos ohne gute gründe sondern nur fristgerecht!

Das er dich braucht ist kein Grund dich nicht kündigen zu Lassen!

Kläre vorher ab ob du wirklich fristlos kündigen kannst den in anderen bereichen des Berufes geht das meistens nur mit 14 tage oder 4 Wochen Kündigungsfrist schaue mal in deinem Vertrag nach!

Eine Kündigung ist eine lediglich Zustellung benötigende Willenserklärung. Zeuge wäre nicht schlecht.

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