An alle Experten, Wie groß ist der Leistungsunterschied zwischen 2400 und 3200 Ram?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

mehr als 30% 55%
5-10% 18%
20-25& 18%
10-15% 9%
weniger als 5% 0%
15-20% 0%
25-30% 0%

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

An Deiner Abstimmung kann ich leider nicht teilnehmen , weil ich dazu dann eine Wahloption wie "das hängt ab von..." haben müßte.

Wo es sich indes nach wie vor teilweise sehr stark bemerkbar machen kann , sind weitgehend insgesamt Prozessoren oder SoC mit integrierter Grafiklösung , wo keine dedizierte PCIe - Grafikkarte zur Nutzung kommt / kommen soll .

Ein weiterer Leistungsaspekt für direkten Performance-Nutzen schnellen Memorys kommt immer dann mit zum tragen , wenn einige Funktionsbereiche des Zentralprozessors direkt mit der Arbeitsgeschwindigkeit ( DDR - Taktrate ) des Speichers gekoppelt sind , was z.B. aktuell wieder AMDs Ryzen - Prozessoren der Fall ist . Dort sind mehrere CCX ( CPU-Core-Complexes mit jeweils bis zu 4 Cores ) über den sogenannten Infinity-Fabric miteinander verknüpft .

Da der I.F. bei Ryzen 1 : 1 an den Speichertakt gekoppelt ist , kann sich schneller RAM hier insbesondere dann teils spürbar bemerkbar machen , wenn komplexere Berechnungen auf der CPU von den Ergebnissen verschiedener CCX zueinander abhängig sind.

Soweit mal die momentan wichtigsten Zusammenhänge , auf die einige Softwareentwicklungen / Spiele / Anwendungen tatsächlich relevant reagieren können .

mehr als 30%

Kommt drauf an für was und mit welchem Prozessor, aber guter RAM gepaart mit einem Ryzen kann schon einen großen Unterschied zu niedrig taktenden RAM machen.

10-15%

Ich habe da selbst kaum was erlebt, weder bei Kunden mit 3200er noch bei Kunden mit 2400er. Der Unterschied ist relativ klein.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – 10 Jahre Hardwarehilfe und eine Menge Eigenerfahrung

Das lässt sich nicht pauschal sagen, außer du möchtest wissen wie hoch der Unterschied in der burst Datentransferrate liegt (das wären genau 33,3%).

Wenn du eine IGP nutzt ist für die Bildberechnung die Latenz völlig egal, da hier stark paralellisiert und es tatsächlich nur auf die Transferrate ankommt, deshalb hier immer möglichst hohe Frequenz und beide Speicherkanäle nutzen.

Wenn du einen Multichip wie Zen nutzt ist der Takt des Speichercontroller ebenfalls enorm wichtig. Bei Ryzen hast du je zwei CCX Kerne mit bis zu vier physikalischen Kernen verbaut (bei Matisse zu vier CCX cores bei Threadripper und Epyc sogar noch mehr). Die CCX cores sind untereinander über ein Interposer angebunden, den AMD infinity fabric nennt. Der Takt dieses Interposer wird vom Speichercontroller der CPU gesteuert und skaliert bei Matisse z.B. 1:1 bis 1,8GHz, was einer DDR Speicherfrequenz von 3,6GHz entspricht, d.h. je schneller der Speicher, desto niedriger ist die Latenz der einzelnen Kerne auf den verschiedenen CCX cores untereinander und d.h. deutlich mehr Leistung.

Aber auch hier ist es entscheidend welche Anwendung gerade genutzt wird. Läuft das Programm z.B. nur in einem Thread, müssen die CCX cores gar nicht miteinander kommunizieren, also hilft auch der höhere Takt nicht...

Zudem wird die Geschwindigkeit des Speichers nicht nur von der Frequenz sondern auch von der Latenz bestimmt. Ein Programm läuft linear ab, bei jeder Berechnung, die im Programmablauf durchgeführt werden muss, sofern der Cache nicht reicht und für Daten im RAM ausgelagert werden müssen, also auf den Speicher zugegriffen werden. Eine hohe Datentransferrate ist zwar was schönes, hilft aber nicht wenn deswegen die Latenzen ansteigen und den Programmablauf behindern.

Also, je nach Anwendung ist der Unterschied nicht bemerkbar (z.B. Monolithischer Chip, dezidierter Grafik) über deutlich bemerkbar (z.B. bei Ryzen & stark parallelisierender Software) bis hin zu nahe der exakten Steigerung der Datentransferrate (bei Nutzung einer IGP).

Kommt drauf an. Auf den Prozessor und das Szenario. Wenn die Datenrate zum RAM der limitierende Faktor ist, dann kannst du ungefähr mit einem Drittel an Mehrleistung rechnen. Nur so ein Szenario musst du erstmal finden. Da denke ich in erster Linie an die Verwendung einer iGPU.

Wenn die Datenrate eher irrelevant ist und auch anderweitige Vorteile (Latenz von einem CCX zum anderen bei Ryzen z.B.) nicht ins Gewicht fallen, dann liegt der Leistungsunterschied ziemlich bei null. Da denke ich z.B. an Encoding mit x264.


mike1074 
Fragesteller
 23.02.2020, 17:53

Ja mir ist das ja klar. Ich ghe aber von der Praxis aus. Und ich denke mal, dass über 95% aller PC-Gamer nicht im CPU Limit spielen. Ich entschuldige mich, dass nicht erwähnt zu haben. Aber ich dachte, dass gerade die Experten, sich das denken können.

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Parhalia2  23.02.2020, 18:07
@mike1074

Die Nutzung eines PC-Systems beschränkt sich nicht einzig auf die Nutzung für Gaming-Zwecke, und einige Spiele werden nicht nur von einigen Usern dennoch bewußt im CPU-Limit für maximale FPS gespielt , sonder gleichermaßen gibt es auch tatsächlich Spiele , die je nach CPU tatsächlich teilweise fast 1:1 mit erhöhter Memory-Transferrate skalieren .

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Saftsack19  23.02.2020, 18:10
@mike1074

Du hast ja nichtmal "Spiele und Gaming" in den Tags, wie soll man dann darauf kommen, dass du von Gaming sprichst?^^

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