Alu-Haustür aus ca. Anfang 80er nachträglich dämmen

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5 Antworten

Hallo TBNetwork,

zu Beginn der 80er Jahre hatte ich noch Fenster und Türen gebaut. Die Alu Profile die damals verwendet wurden hatten nur eine, eventuell 2 Kammern. Das Problem ist, dass es keine thermische Trennung zwischen den Kammern gab, so dass die Außentemperatur schnell über das Profil nach innen geleitet wurde. Selber wenn du die Profile ausschäumst oder anderweitig mit Isoliermaterial füllst, hast du immer eine Kältebrücke und wirst über Kondenswasser auf der Innenseite klagen.

Das 2. Problem ist, dass es auch damals die verschiedensten Hersteller gab, die alle unterschiedliche System verwendeten. Wenn du also die Einfachverglasung gegen eine Isolierverglasung austauschen willst, bezweifle ich, dass es überhaupt die passenden, entsprechend schmaleren Glasleisten und die dazugehörigen Dichtungen noch gibt.

Ganz ehrlich, jede Investition in eine nachträgliche Isolierung ist "raus geschmissenes Geld", im Verhältnis zum Erfolg.

Deine Preisvorstellung ist durchaus realistisch, bis 2400,00 Euro, doch nicht für ein Flickwerk, sondern auch für eine neue Kunststofftür mit einem passenden Seitenelement. Ich füge dir mal einen Link bei, den ich auf die schnelle gefunden habe:

http://www.haustuerenwelt-shop.de/kunststoff-haustueren-koemmerling/haustueren-mit-seitenteil/haustuer-mit-seitenteil-classic-5202.php

Die Maße er angebotenen Tür sind passend, bzw, werden passend gemacht. Dann hast du die nächsten 20 Jahre Ruhe. ;-)

Der von dir genannte Preis für eine neue Tür erscheint mir doch sehr hoch. Du kannst gerne in diese Richtung weiter recherchieren, dann erhältst du auch weitere gute Angebote für neue Türen.

Ich wünsche dir gutes Gelingen!

EF2

Danke für die Antwort. Nicht die Haustür an sich ist das Problem beim Preis. Ich rechne halt immer noch die Einbaukosten dabei die schnell mal so hoch sind wie die Tür selber. (Weil die komplette Tür Neu einbauen und so... ne das schaff ich nicht bzw. kann ich auch nicht)

Aber das Argument mit den dann neuen Leisten zieht. Und auch das die Kälte dennoch geleitet wird kann ich so verstehen. Dann lege ich diese Planung ad acta und versuche doch iwie noch ein paar Mücken zu sparen. Ich werde wohl nicht drum herum kommen.

Danke dir EF2.

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@TBNetwork

Gern geschehen.

Die Einbaukosten werden sich auf 400 - 600 Euro belaufen, inkl. Material. Das ist doch ein überschaubarer Preis. So eine Tür setze ich dir in 4 Stunden alleine ein. Lass dich nicht über den Tisch ziehen und hole dir für die Montage mehrere Angebote ein. Du wirst dich wundern, wie sich die Preise voneinander unterscheiden.

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einfachste methode tür und rahmen gleichmäßig anbohren,mit bauschaum füllen,bohrungen mit passenden stopfen verschließen,gibts im fachhandel.bei den glasflächen würde ich passende plexischeibenkaufen mit so 5mm abstand zu glas anbringen und fuge mit silikon ausspritzen,wirkt dann fast wie isolierglas.hab das bei meinen kellerfenstern gemacht und macht sich sehr gut bemerkbar wärmemäßig

Problem hier dürfte aber eine Kondenswasser Entwicklung sein nehme ich an?! Immerhin ist ein Keller (idR) ungeheizt so das es hier kaum zu sowas kommt. Oder nicht? Danke aber für den Tipp mit dem Anbohren und Bauschaum füllen. Das hört sich so erstmal gut an.

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@TBNetwork

bei den scheiben unten ein paar kleine stellen offen lassen,da könnte kondenswasser auslaufen,bei meinen kellerscheiben die sind komplett zu bildet sich keines

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Du kannst die Hohlräume mit ISOFLOCk o.ä. dämmen, dazu müsstest du in jedem Hohlraum zwei Bohrungen machen, um die Flocken einzufüllen (blasen). Dadurch wird allerdings die Wärmeleitung der Profile selbst nicht besser. Doppelglas kannst Du einbauen, wenn die Tür das zusöätzliche Gewicht tragen kann und Du die Klemmprofile für die neue Glasstärke bekommen kannst. Ansonsten die Doppelscheibe mit Montagekleber einsetzen und von innen mit Silikon abdichten. Dabei musst Du beachten, daß bei einer Tür mit grosser Scheibe sich die Türprofile an der Scheibe abstützen, die Tür also bei nicht fachgerechtem Einbau hängt und sich nicht schliessen lässt. Frage ist, ob es sich lohnt. Evtl. wäre eine einfache Tür mit festem Element und ein freistehender Briefkasten die bessere Wahl.

Würde die Frage bleiben: Bauschaum oder Isoflock? Hört sich beides gut an wobei Isoflock nat. weniger Bohrungen bedeuten würde. Du meinst sicher die Wärmeleitung von Alu an sich? Die Tür an sich ist so Massiv das die das Gewicht von Doppelglas halten müsste. Aber das Argument habe ich vorher nicht bedacht. Hier würde ich den Glaser dann doch mal fragen müssen.

Auch die Einfache Variante haben wir schon mal bedacht... aber wir sind hier eines von 8 Reihenhäusern. Eine solche Maßnahme könnte vill. Konsequenzen haben weil es dann doch ein ziemlicher Unterschied ist vom aussehen. Der freistehende Briefkasten soll def. kommen. Wir planen zumindest einen einfachen (überdachten) Vorraum sozusagen als "Windfang" damit der Wind nicht mehr ungehindert durch die Tür ins Haus ziehen kann.

Lohnen würde es sich def. da der jetzige Zustand (Einfach Glas vor allem!) absolut unbefriedigend ist und einfach viel Geld kostet. (Vorhang macht viel aus aber es geht eben noch mehr)

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Ich würde mir mal nen Fachplaner für Haustechnik in deinem Ort googlen. Der kann sich das doch mal ansehen und dir richtig raten. Frag einfach vorher nach dem Preis, was so eine Beratung kosten würde. Aber eine Beratung ist eigentlich nicht soooo teuer, wenn es überhaupt was kostet. Dann beauftragst du den, und dir wird der Beratungspreis evtl. verrechnet. Aber grundsätzlich kann man diese Türen auch verbessern. Führt hier leider nur zu weit, ins Detail zu gehen.

Naja, nicht gerade den Schornsteinfeger fragen ;-), die dürfen das heutzutage nämlich auch mit sehr viel weniger Ahnung.

Ja, Du kannst für ALLES Elemente erwerben, die die Tür dann systematisch aufbauen.

Das Glas kann auch ein Thermopen werden...

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