Actio Reactio und Kräftegleichgewicht?

3 Antworten

Statische Gleichgewichtsbedingungen sind:

- die Summe aller Kräfte in x-Richtung sind gleich Null

-           "                 Kräfte in y-Richtung   "       "      Null

-            "                 Kräfte in z-Richtung   "      "      Null

- die Summe aller Momente sind in jeden belibigen Punkt gleich Null

Beispiel : einfacher Träger mit mittiger Last auf 2 Stützen ,A und B

Kraft Stütze A : FA= F/2

   "        "       B  FB=F/2

Summe aller Kräfte in y-Richtung : F+FA+FB=0 ergibt F=-FA - FB

Dies sind Vektoren und können ein positives Vorzeichen oder ein negatives Vorzeichen haben.

also bedeutet  - FA und - FB ,das die Wirkrichtung entgegengesetzt von der Kraft +F ist

An diesen beispiel sieht man,dass das prinzip "Actio"="Reactio" gilt

bei der Fliehkraft gilt das ja auch.

Beispiel : Satelit Die Fliehkraft zeigt von der Erde weg und die Zentripetalkraft (massenanziehung) zeigt auf den Erdmittelpunkt.Beide Kräfte stehen im Gleichgewicht.Wäre das nun nicht so,dann würde ja der Satelit davon fliegen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – hab Maschinenbau an einer Fachhochschule studiert

Eben nicht. Wikipedia sagt, dass Zentrifug- und petalkraft nicht Actio und Reactio sind, sondern ein Kräftegleichgewicht bilden

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@Zoroastres

Aus den Physik-Formelbuch:

Zentripetalkraft (Radialkraft) Fr= m *v^2/r zeigt zum Erdmittelpunkt

Zentrifugalkraft Fz=m*v^2/r zeigt vom Erdmittelpunkt weg

Natürlich ist dies ein "Kräftegleichgewicht".

Ob dies nun exakt zu Actio=Reactio gehört , kann ich hier nicht sagen.Auf jeden Fall sind beide Kräfte vom Betrag her gleich groß und zeigen in entgegengesetzter Richtung, wie beim Beispiel mit den Träger mit mittiger Einzellast.

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Mit der Bezeichnung "Scheinkraft" hab ich schon immer mein Problem gehabt. Warum? wiel sie z.B. für eine Person im rotierenden System real vorhanden ist. Ja, es ist eine Trägheitskraft und Trägheitskräfte werden gern als Scheinkräfte bezeichnet.

Stellen wir uns reibungsfrei auf einen Drehteller, dann wird sich dieser unter unseren Füßen weg bewegen. Haben wir eine genügende Reibung, werden wir mit gedreht. Da unser Körper aufgrund der Trägheit, im Raum dort bleiben will, wo er sich befindet, zerrt unter unseren Füßen eine Kraft, welche ihn auf die Kreisbahn zwingt. Wir selbst verspüren, dass an unserem Körper eine Kraft zerrt, weche uns dort lassen will, wo wir uns befinden.

Man mal ja auch gerne das Bildchen mit der Hilfskraft von d'Alembert. Diese führt eine dynamisches Problem zumindes gedanklich auf ein statisches zurück.

Für mich als Mensch der Anwendung ist es egal, ob Kreisbewegung oder lineare Beschleunigung: beschleunigen wir einen Körper (actio) dann antwortet er mit seiner Trägkeitskraft bzw. der Kraft von d'Alembert (reactio).

Diese Kraftpfeile kann man malen. Sie sind entgegen gerichtet  und haben actio-reactio Charakter.... auch wenn es vielleicht nicht der "wahren" Lehre entspricht

Naja, woher soll die Kraft denn kommen? In der Realität schiebt beispielsweise jemand den Klotz und dann ist die Kraft, die auf die Klotzwand wirkt gleich die der Kraft, die den Klotz verschiebt.

Das "Eine Kraft greift am Klotz an" ist ja auch kein funktionierendes Beispiel, sondern nur zur Verdeutlichung.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Masterstudium Elektrotechnik, Schwerpunkt Embedded Systems

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