Ab wie viel Grad abwärts wird Radfahren gefährlich?

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

Anderes 44%
Ab 7 Grad abwärts 33%
Ab 0 Grad abwärts 22%

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Anderes
Autos sollen ab 7 Grad abwärts mit Winterreifen ausgestattet werden.

...weil in den Jahreszeiten, in denen regelmäßig solche Temperaturen vorkommen, es auch jederzeit mal sein kann, dass man nur 50 km von zuhause entfernt ist und die Straßen vereist sind.

Das passiert beim Fahrrad eher nicht, weil man damit keine solchen Strecken zurücklegt. Sondern wenn's am Startort keinen Frost gibt, ist am Zielort auch eher nicht mit Frost zu rechnen.

Ab wie viel Grad abwärts wird Radfahren gefährlich?

In meinen Augen kann man das gar nicht von der Temperatur abhängig machen.

Während -20°C bei trockenem Asphalt vollkommen unproblematisch sein können, weil es ohne Wasser schlichtweg kein Eis geben kann, kann Regen bei +5°C höllisch gefährlich sein, wenn er auf durchgefrorenen Boden trifft und dort zu Blitzeis gefriert.

Dies aus der Erfahrung heraus einzuschätzen und sich daran anzupassen, ist in meinen Augen die Aufgabe des Fahrers und nicht der Technik. Sowohl beim Fahrrad, als auch beim Auto.

Gleichsam ist man beim Fahrradfahren daran gewöhnt, dass auch bei +10°C im Herbst in manchen Kurven Vorsicht geboten ist, wenn gewisse Asphaltsorten oder Pflastersteine nass sind oder wenn nasses Lauf auf der Straße liegt. Das ist allemal gefährlicher als ein Bisschen Raureif auf dem Weg. Somit ist letzterer beherrschbar für diejenigen, die mit ersterem umgehen können.

Wenn es draußen tatsächlich winterliche Bedingungen sind, ist der normale Fahrradreifen aber recht schnell am Ende. Gegen etwas Schneematsch oder eine dünne Schneedecke mag ein gröber profilierter Reifen noch helfen, aber bei einer nenneswerten Eisdecke ist es vorbei mit dem Fahren. Dann ist das Fahren nicht gefährlich, sondern unmöglich und das Fahrrad bleibt stehen.

Aber es gibt eine Option. Fahrradreifen mit Spikes. Funktionieren super, damit kann man auf Blitzeis fahren wie auf normalem Asphalt. Die will man aber wirklich nicht am Fahrrad haben, wenn sie nicht gebraucht werden, weil sie einen hohen Rollwiderstand und viel Lärm produzieren.

Ich persönlich halte es deshalb jetzt im Winter so:

  • Grundsätzlich sind die normalen Reifen montiert und insbesondere wenn es trocken ist, schaue ich auch gar nicht aufs Thermometer.
  • Wenn beim Blick aus dem Fenster ernsthaft mit Eis zu rechnen ist, wechsle ich kurz die Laufräder. Keine 5 Minuten, schon steht das Fahrrad auf Spikes und das Eis kann mir egal sein.
  • Sich durch ernsthaft Neuschnee zu wühlen, ist müßig und tue ich mir auf meiner Streckenlänge nicht an. An so einem Tag nehme ich dann eben das Auto.

Bei dieser Vorgehensweise wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wieso das Radfahren im Winter gefährlich werden sollte.

Ja, das nasse Laub ist nicht zu unterschätzen. Das ist wie Bananenschale für den Fußgänger. Spikes kann ich leider nicht montieren, denn ich nehme immer die Leihräder von nextbike. Selber besitze ich weder Fahrrad noch Auto.

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Anderes

Unabhängig von diversen Profilen bis zu Spikes.

Für Fahrräder gibt es tatsächlich keine als solche gedachten Winterreifen. Es gibt allerdings auch wie bei Autoreifen Unterschiede in der Gummihärte.

Billige, schwarze Reifen sind meist besonders hart. Hart heißt rutschig, aber länger haltbar.

Besonders weich sind in der Regel nichtschwarze Reifen. Durch den geringeren Russanteil wird der Reifen weniger hart, aber auch weniger haltbar.

Bei hochwertigeren Reifen, spätestens, wenn die auch im Radrennsport gefahren werden, wird der beste Kompromiss gesucht, und weitere Zusätze oder Ersatzstoffe verwendet. Solche und die weichen Reifen haben nach meiner Erfahrung noch Grip, wenn ich auch in Handschuhen den Lenker vor Kälte nicht mehr halten kann. -20°C?!

Eine Kombination aus 2,2-er MTB-Blockprofilreifen mit hellgrauem Gummi bei wenig Luftdruck, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Damit konnte man sogar bei -5°C auf Eis!, noch vernünftig bremsen und lenken.

Ab 7 Grad abwärts

Hallo

Der Reifen ist Deine Verbindung zur Straße.

Grüß

Ab 0 Grad abwärts

Wasser gefriert ab 0 Grad also 0.

Bin aber damals sogar durch den Schnee gefahren.

Ab 7 Grad abwärts

Wird halt rutschig glatt.

Hm. In meiner Region waren diesen Herbst schon einige Male die Wiesen weiß-glitzrig vom Raureif. Aber mangels Feuchtigkeit gab es kein Eis auf den Radwegen und dementsprechend war auch nichts rutschig.

Was mache ich falsch, wenn ich finde dass das Radfahren da vollkommen sicher war?

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