11 Monate altes Baby möchte Abends nicht mehr schlafen

7 Antworten

Wir hatten auch so eine Phase mit unserem Sohn. Ich hab ihn dann oft einfach im Bett rum turnen lassen und bin nach dem Vorlesen dann raus. Rein bin ich erst wieder, wenn er angefangen hat zu weinen. Nicht nur motzen. Oft hat er sich dann irgendwann mal einfach hingelegt und ist eingeschlafen. Wenn nicht, bin ich einfach bei ihm geblieben. Aber ruhig und ohne ihn hoch zu nehmen. Ausser er weint doll. Dazu hat mir die Mütterberatung geraten. So konnte ich es für mich auch etwas entstressen. Er solle sich ruhig noch austoben im Bett. Solange er sich nicht weh tun kann, ist doch alles ok.

Ich hab ausserdem ne Weile Protokoll geführt, wieviel er innerhalb 24 Stunden schläft. Ich hab dann auch eins seiner Nickerchen gestrichen und ihn dafür einfach gut beschäftigt, damit er nicht so müde wird. (Er hat immer 3-4 Mal ne halbe Stunde geschlafen, jetzt noch 2 mal). Seitdem schläft er Abends viel besser ein. Ich muss einfach darauf achten, dass er nach 16.00 nicht mehr schläft. Besser noch 15.00. Dann klappts um 20.00 dann auch prima mit einschlafen.

Aber ich kann dir sagen, es geht vorbei. Und je ruhiger du bleibst, desto eher. Seit mir mehr oder weniger egal ist, ob er dann einschläft, ist es viel besser für alle :)

Falsch! Er will nicht nicht, sondern er kann nicht!

Versuche es mal mit

  • körperlicher Nähe
  • Einschlafbegleitung wenn ER müde wird und nicht, weil eine bestimmte Uhrzeit angezeigt wird
  • evtl. Tragen im Tuch / Manduca / Ergo
  • dort schlafen lassen, wo er vorher gespielt hat - selbst wenn er dabei auf dem Wohnzimmerteppich einschläft. Kein Baby braucht zwingend ein Bett, um schlafen zu können

Ich würde ihn nicht in sein Bett umlegen. Lieber ein Matratzenlager errichtet auf dem alle Platz haben.

Übrigens finde ich es dem Kind gegenüber ungerecht, dass die Eltern zusammen schlafen dürfen und er ins eigene Bett (bevor er die nötige Reife dazu hat) zum alleine Schlafen verfrachtet wird.

Ein so kleines Kind sollte gerade vorm Schlafengehen kein Fernsehen schauen. Das sind viel zu viele Informationen, die ein so kleines Kind noch gar nicht verarbeiten kann. Auch das Baden vorm Schlafengehen wirkt eher anregend als beruhigend und sollte nicht vorm Schlafengehen erfolgen. Besser ist, gegen Abend nur noch ruhige Spiele zu machen, ruhige Musik zu hören und evtl. jetzt schon mit dem Erzählen von Geschichten anzufangen. Auch sollte die Beleuchtung bereits vorm Schlafengehen gedrosselt werden, Ihr solltet Eure Stimme drosseln, nur noch leise sprechen und einen noch besseren Effekt bekommt Ihr, wenn Ihr Euch mit dem Kleinen ins Bett legt.

Der Kleine nimmt jetzt, da er krabbeln kann, wesentlich mehr Informationen auf, die er offensichtlich in der Art und Weise noch gar nicht verarbeiten kann. Wer kann es ihm dann verdenken, dass er abends noch viel zu fit ist und nicht zur Ruhe kommt. Um so wichtiger ist es, dass die Abendrituale wirklich sehr ruhig sind und ihn nicht mehr mit Informationen erfüllen.

Verlegt das Baden unbedingt auf eine andere Zeit und Fernsehen sollte ein Kind unter 3 Jahren schon überhaupt nicht. Wie Ihr bemerkt, sind das zu viele Informationen, die ein so kleines Kind noch gar nicht verarbeiten kann. Auch wird die Gefahr größer, dass Ihr später wirklich mal einen kleinen Fernsehhocker habt, anstatt dass der Kleine den Tag draußen an der frischen Luft verbringt.

Geht abends nach dem Abendessen noch eine kleine Weile mit dem Kleinen an die frische Luft, aber so, dass er im Kinderwagen sitzt und nicht noch ein Aktionpaket bekommt. Danach solltet Ihr dann langsam und ruhig in Richtung Bettchen wechseln, legt Euch dazu und erzählt nach Möglichkeit immer wiederkehrende Geschichten, so dass abends nicht noch wieder neue Informationen dazu kommen. Und wenn es jeden Abend das gleiche Märchen ist ... völlig egal. Hauptsache der Kleine kommt zur Ruhe. Ihm ist letztendlich völlig egal, was Ihr ihm da vorlest. Für ihn ist nur die Hauptsache, dass es ein ruhiges Ritual gibt, was von Euch ausgeht.

Viel Glück und dem Kleinen auch eine glückliche Kindheit wünsche ich Euch

Versucht Euch die Welt so vorzustellen, wie Euer Sohn sie gerade erlebt. Für ihn ist alles neu. Er hat auf einmal, da er krabbeln kann, viel mehr zu entdecken und somit eine totale Reizüberflutung im Gehirn. Wenn Ihr es schafft, Euch in seine Lage zu versetzen, schafft Ihr es auch, das richtige Ritual zum Schlafengehen zu finden.

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@Sternenmami

Eigentlich sorgen mehr Eindrücke und baden vor dem Schlafen für Müdigkeit. Man darf nur nicht den Zeitpunkt verpassen.

Jeden Tag baden muss man übrigens nicht.

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@Sternenmami

Hallo sternenmami,

Danke für deine Tipps, wir schauen Abends ja keine Stunden lang Fernsehen. Er schaut gar kein Fernsehen. Außer den Vorspann vom Kikaninchen. Also das Lied am Anfang und nicht die ganze Serie. Und das geht eine Minute. Wir wollen auch nicht das er Fernsehen sieht. Er soll sich selber Beschäftigen und spielen und nicht vorm Fernsehen sitzen. Deine Tipps sind gut. Und wir versuchen mal einige davon umzusetzen.

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@touchyourheart

Mehr Eindrücke und Baden sorgen bei einem Kleinkind garantiert NICHT für Müdigkeit, zumindest nicht direkt vorm Schlafengehen. Das Gehirn läuft noch auf Hochtouren, wenn das Kind dann ins Bett gebracht wird und es ist dem Kind dann nicht möglich, von jetzt auf gleich abzuschalten. Insbesondere jetzt ist die Phase, wo sowieso schon durch die räumliche Erweiterung wegen dem Krabbeln wesentlich mehr Eindrücke auf das Kind einprasseln und dann sollte man dafür sorgen, dass es nicht zu einer Reizüberflutung kommt.

Das ist selbst bei einem Erwachsenen so, dass man, wenn man abends noch Programm hatte, danach nicht schlafen kann. Weshalb sollte das bei einem Kind anders sein?

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@Shabbyxxl

Na gut ... die eine Minute ist okay. Da will ich mal nichts sagen. ;-)

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