1 Pferd 2 Besitzer was meint ihr dazu kann das Funktonieren?

14 Antworten

Wenn ich bedenke, wie viel Zündstoff manchmal schon zwischen Pferdebesitzer und Reitbeteiligung entsteht, liegt der Gedanke nahe, dass es auch mit 2 Besitzern nicht immer reibungslos funktioniert.

Ich erinnere mich an ein Pferd bei uns am Stall, das hatte auch 2 Besitzerinnen, die beide reiterlich ambitioniert waren, jenseits der 40 und sehr klare Absprachen getroffen hatten. Bei den beiden Damen funktionierte das erstaunlich gut. Sie hatten klar geregelte Tage und liefen sich dadurch auch nicht ständig über den Weg. War was mit dem Pferd, haben sie sich ausgetauscht und gemeinsam entscheiden. Natürlich gab es auch dort hier und da mal Animositäten, doch es klappte viele Jahre wirklich gut. Eine von beiden wurden später sehr krank und schlussendlich kaufte ihr die andere dann ihren Anteil ab und übernahm das Pferd ganz. Nachdem die Erkrankte dann aber wieder gesunder war, kaufte sie sich wieder ein Pferd - dieses Mal alleine. Von daher gehe ich davon aus, dass es nach außen hin, vielleicht besser ausgesehen hat, als es nach innen hin tatsächlich war. 

Ich denke, dass sich tiefe Freundschaften durch ein gemeinsames Pferd auch komplett erledigen können. Man ist nicht immer gleicher Meinung und vielleicht ist da auch immer ein wenig Konkurrenz mit im Boot - wen das Pferd lieber mag, bei wem es besser läuft, oder schlechter, wem es mehr vertraut, etc. Und dann noch die Kleinigkeiten, wenn der andere schlampig mit Ausrüstungsteilen umgeht, weniger lange oder weniger gründlich irgendwelche Sachen macht und einer von beiden sich übervorteilt fühlt.....

das geht zu 99% schief. Der Grund: 2 Menschen - 2 Meinungen.
Was ist wenn der eine die teure, riskante OP will - der andere aber nicht. Wird das Pferd nun operiert oder nicht? Selbst wenn der eine , der die OP wollte, die kompletten Kosten dafür trägt - er darf sie nicht durchführen wenn der andere dagegen ist.

Was ist wenn du meinst, dass der andere das Pferd verreitet - eine RB kannst du kündigen, einen zweiten Besitzer nicht. 

Es fängt auch schon bei total simplen Sachen wie Behandlung der Ausrüstung an. Auch hier besteht streitpotenzial.

Ihr werdet euch wahrscheinlich sehr oft streiten und oft wird es sehr schwer werden eine Lösung zu finden. Wenn dann wäre es sinnvoll, wenn einer der Besitzer ist und der 2. eine Art RB auf dem Pferd nimmt (mit vielen Rechten und Pflichten - bei Streitfragen entscheidet aber IMMER der Besitzer)

erstaunlicherweise hat es trotz all der gegenteiligen Meinungen bei uns gut geklappt, obwohl oder vielleicht gerade weil wir so grundverschiedene Wünsche an das Pferd hatten:

er:SpringTurnier- und Jagdreiter

ich: Freizeitreiterin und Schwerpunkt Dressur

Wir hatten das Pferd gemeinsam mit allem Zubehör gekauft, weil es "alles" konnte, was wir uns wünschten und wir einzeln nicht da geld hatten; es war aber angedacxht, daß, wenn der parplan nausgezahlt würde, (2 Jahre) ich meinen Anteil abgeben würde und nur noch als RB fungieren würde, was auch klappte

als es krank bzw tragend war, habe ich es oft ohne Sattel geritten/bewegt; der 2. besitzer kam aber auch jeden Tag  in den Stall

wir hatten eine Kranken-, Lebens- und unbrauchbarkeitsversicherung abgeschlossen, was ich als sehr sinnvoll herausstellte

die Stute mußte 2 JAhre später getötet werden und nahezu zeitgleich fanden wir jeder ein gut passendes eigenes Pferd bzw ich erstmal ne RB, die ich 3 Monate später kaufen konnte (da andere Pferd hab ich manchmal noch mit in der aUSBILDUNGSABTEILUNG FÜR JUNGE pFERDE MIT GERITTEN, wenn der besi keine Zeit hatte, oder etwas wichtiges wiederholt werden sollte

reiterlich komplett getrennt haben wir uns 2 JAhre später, weil ich in einen reinen Freizeitreiterstall umziehen wollte mit super Ausreitgelände

außer dem finanziellen hatten wir keinen Vertrag

ob das so mit ner Frau geklappt hätte? wer weiß....

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