unmengen an ampullen endeckt, midazolam,diazepam aber auch Tavor und ich habe Angst das die diese alle nimmt denn sie leidet an Depressionen?

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5 Antworten

Midazolam (Dormicum), Diazepam (Valium) und Lorazepam (Tavor) sind alles Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine.

Sie wirken angstlösend, beruhigend, schlafanstossend bzw. Midazolam sogar schlaferzwingend, antiepileptisch und muskelrelaxierend.

Diese Medikamente sind vor allem bei Angststörungen als Notfall Arzneimittel alternativlos. Sie werden jedoch auch zur Behandlung von Schlafstörungen, inneren Unruhezuständen, akuten Verzweiflungszustände (z.B. bei Depressionen) etc. gebraucht.

Benzodiazepine sind nur als Notfallmedikamente geeignet, da sie bei längerem und regelmässigem Gebrauch stark abhängig machen (körperlich wie psychisch). Der Entzug gleicht einem durchschnittlichen Rauschmittelentzug und wird von den Betroffenen oft als Hölle beschrieben.

Ein weiteres Problem ist die Toleranzentwicklung. Man braucht immer mehr bzw. eine immer höhere Dosis um den gleichen Effekt wie zu Beginn der Therapie zu erzielen. Dies kann soweit gehen, dass die Medikamente irgendwann gar nicht mehr wirken.

Je höher die Dosis und je häufiger die Einnahme, desto schneller ergibt sich eine Toleranz sowie eine Abhängigkeit.

Jetzt zu deiner Konkreten Frage: Benzodiazepine wirken auf die GABA-Rezeptoren im Gehirn. GABA ist jener Botenstoff, der für die Beruhigung des Menschen zuständig ist. Zudem wirken Benzodiazepine stark dämpfend auf das zentrale Nervensystem. Dies kann bei einer Überdosierung zu einer Atemdepression und im schlimmsten Fall zu einem Atemstillstand führen. Ersticken ist ein sehr grausamer Tod.

An deiner Stelle wäre ich also auch besorgt. Sprich mit deinen Eltern darüber. Diese Medikamente sind gefährlich. Wer so viele Benzodiazepine zuhause hat will sich entweder etwas antun oder verkauft diese auf dem Schwarzmarkt. Die Frage ist auch, woher sie diese Medikamente hat. Ärzte sind sehr zurückhaltend mit dem Verschreiben von Benzodiazepinen bzw. verschreiben diese nur, wenn eine klinisch relevante psychische Erkrankung vorliegt. Und dann auch nur in kleinen Mengen.

Mehr zu Benzodiazepinen hier: http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/

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Kommentar von 2016november
27.01.2017, 19:18

Ich konnte sie ihr weg nehmen ohne Diskussionen doch ihr Verhalten hat sich extrem in den letzten 2 Monaten extrem verändert, keine Briefe mehr geöffnet, Haushalt und Freunde sind ihr ebenso egal und bei Nachfrage blockt sie nur ab.  Gestern ist ihr peinlicher Weise eine Ampulle  aus der Tasche gefallen ( Haloperidol,an die sie leicht auf Arbeit ran kommt), ich glaub es dauert nicht mehr lang das sie sich was antut 

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Das sind alles starke Beruhigungsmittel welche z.B. vor OP´s den Patienten gegeben werden. Da bleibt die Frage ob die Depression schon vorher war oder ob die Person depressiv wirkt eben weil sie dieses Zeug konsumiert. Wer depressiv ist braucht definitiv was anderes.

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Kommentar von 2016november
29.01.2017, 00:37

Ich weiß von ein Kindheitstrauma bei ihr und das sie einmal mit 15 Jahren versucht hat sich umzubringen doch das ging gerade noch gut aber nur weil man sie nach 10 std gefunden hatte. Diese befürchtung hab ich auch so stark diesmal weil auch Medikamente wie Neostigmin dabei sind und ähnliches die nix mit beruhigung zu tun haben für mich sieht das aus ein Mix aus allen 

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Ampullen oder Tabletten?

So leicht wird doch kein Patient an Ampullen für Injektionen kommen? 😯

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Kommentar von 2016november
27.01.2017, 19:19

Sie arbeitet im Kkh das erleichtert ihr die ganze sache 

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Sprich mit jemandem, der dir helfen kann!

Das musst du nicht allein machen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

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Kommentar von 2016november
28.01.2017, 16:36

Aber mit wem soll ich darüber reden, sie selber reagiert nicht weiter drauf und mit ihren Eltern ist ganz schlecht denn durch den hat sie ein schlimmes Kindheitstrauma 

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Kommentar von Pinkpingu11
28.01.2017, 17:44

Gehst du noch zur schule?
Dann rede mit einem Vertrauenslehrer. Das würde mir im Moment einfallen...

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Kommentar von Pinkpingu11
29.01.2017, 00:45

Es gibt auch kirchliche oder städtische Drogenberatungsstellen...
Oder sprich mit deinem Hausarzt darüber.

Weil gleich an die Polizei gehen, weiß ich nicht, ob das sinnvoll ist.
Eigendlich wäre das der erste Weg, weil sie gegen das Gesetz verstößt, indem sie diese Medikamente von der Arbeit mitbimmt.
Ich kenn nur eure Situation nicht und kann dir da schlecht raten. Sondern nur Anlaufstellen nennen...

Wie gesagt, ich wünsche dir ganz viel Kraft!

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Wissen ihr Eltern das? Sprich offen mit ihr darüber. Woher stammt denn das ganze Zeug?

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Kommentar von 2016november
27.01.2017, 19:25

Das mit ihren Eltern wäre das schlimmste denn das was sie die Kindheit durchgemacht haben ihre Eltern zu vetantworten 

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