Warum nehmen die meisten Erwachsenen das Leben so ernst?
Als kleine Kinder haben wir noch jede Menge Spaß. Alles ist für uns ein Wunder und bewirkt großes Staunen und Freude.
Als Erwachsene besteht das Leben für viele nur noch aus ernsthaften Dingen und der Spaß in den kleinen Dingen wird gar nicht mehr gesehen.
Was denkt ihr über diese Ernsthaftigkeit? Ist das gesund? Notwendig?
Ich bin der Meinung, dass Leben jeden Tag viel Spaß und Freude enthalten sollte. Nur so kommt mir Leben lebendig und sinnvoll vor.
Alles andere ist ein Absitzen und Vergeuden der geschenkten Zeit, die wir hier haben...
28 Antworten
Ja und dann kommt das Finanzamt und verdirbt dir alle Freude.
...so denkt man allerdings auch nur, wenn man es mit Ämtern und Behörden wie eben auch das Finanzamt noch nichts zu tun hat.
Ich habe als 53jährige sehr viel Spaß und Freude im Leben, das habe ich mir so eingerichtet. Mein Beruf ist toll und meine Hobbys auch. Außerdem habe ich mir die richtigen Menschen dazu "gesucht".
Die Verantwortung ist allerdings da (für meine Tochter und unsere zwei Pferde).
Fazit: Ein erwachsener Mensch muss eine gesunde Balance finden. Man lebt eben nicht mehr wie ein sorgloses Kind, sondern muss eigene Entscheidungen treffen und sein Leben gestalten. Man hat Rechte, aber eben auch Pflichten. Das ist großartig, aber eben auch anstrengend (manchmal).
Auch als Erwachsene kann man fantasievoll und neugierig durchs Leben gehen.
Es gibt allerdings mehr Dinge, die sehr ernst sind und die entsprechend ernsthaft behandelt werden müssen.
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Den Kindern wird das spätestens in der Schule und im ersten Sportverein eingeimpft und das prägt dann den Charakter. Je älter du wirst desto schlechter kommst du davon los. Es gibt Menschen die davon frei sind weil sie eine andere Erziehung genossen haben oder sich dem Leistungsdruck einfach verweigern. Man nennt sie Bürgergeldempfänger. Man muss sich aber klar darüber sein, dass der Sozialstaat nicht mehr funktioniert wenn es gar keine Leistungsträger mehr gibt. Deshalb ist diese ernste Einstellung zum Leben grundsätzlich etwas notwendiges. Im Urlaub kannst du es dann ja krachen lassen.
...diesen Verweigerern, sollte man allerdings auch derartig Sozialleistungen verweigern, mal sehen wie schnell sich dann deren Einstellung zur Sache ändert 😉
Ich glaube, dass diese "Verweigerer", wie du sie nennst, zum größten Teil nicht freiwillig in dieser Lage sind. Ihnen ihren Lebensunterhalt zu verweigern, weil sie keine Arbeit finden (es ist eine Tatsache, dass es zu viele Menschen und zu wenig Arbeit im herkömmlichen Sinn gibt), finde ich grausam und unangemessen. Vielmehr könnte man sie fördern an ihr wahres Potential zu kommen und sich dann evt. mit ihren Begabungen selbständig zu machen.
Realitätsfern und Luftschlösser..., setz deine rosa Brille ab und lass dich vom wahren Leben knallhart konfrontieren. Wir sind hier nicht auf dem Ponyhof ☝️
Das klingt logisch, ich sehe es aber ein bisschen anders. Wenn jede/r seinem Herzen folgen würde und das tun würde, was ihm Spaß und Freude bringt (ja, auch Arbeiten kann sehr viel Spaß machen, wenn man es mit Leichtigkeit angeht), dann würde Vieles vielleicht anders, aber weiterhin sehr gut, vielleicht sogar besser funktionieren.
Das stimmt. Sicherlich gibt es Leute, die ihre Erfüllung darin sehen alte Menschen zu pflegen, Zimmer zu reinigen und auf dem Bau Steine zu schleppen. Aber kaum genug um den Bedarf auf diesen Arbeitsmarktfeldern zu decken. Nicht jeder hat auch die Qualifikation erfolgreich als Webdesigner, Künstler, Schriftsteller, Profisportler tätig zu sein und sein Hobby zum Beruf zu machen. Auch für die weniger beliebten Jobs muss es einen Anreiz geben. Das können nette Kollegen oder Kontakte mit Menschen sein, ja. Aber die finanzielle Notwendigkeit ist nun einmal der größte Antrieb. Und wenn der nicht da ist wirst du als alter Mensch Probleme haben im Pflegeheim gut versorgt zu werden.
Da ist was dran. Schade, dass unsere Gesellschaft rein leistungsmäßig und auf Geld=gutes Leben aufbaut. Es gibt doch noch so viele andere Werte, für die es kein Geld gibt, die aber unsere Gesellschaft auch im Innersten stützen und zusammen halten (Mütter, die sich Zeit für ihre Kinder nehmen, Menschen, die ihr Umfeld durch ihre Herzlichkeit bereichern, tiefe ehrliche Freundschaften, Angehörige pflegen aus Liebe uvm. ).
Ich bin ein Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens. Jeder bekommt das Lebensminimum vom Staat. Egal ob Tellerwäscher oder Millionär. Und jeder kann unbegrenzt hinzuverdienen. Mit den Jobs die ihm Erfüllung bringen. Oder sich anderen wichtigen Dingen die du beschreibst widmen. Weniger auf Geld mehr auf Erfüllung und Lebensqualität und -freude achten. Ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Die Leute können sich selbst um ihre alten Angehörigen kümmern da ihre Existenz gesichert ist. Ich bin davon überzeugt dass das auch bezahlbar ist. Die ganzen Beamten in den Jobcentern oder Arbeitsagenturen, Sozialämtern, die die Bedürftigkeit prüfen müssen kann man sich dann sparen. Denn jeder bekommt einfach das gleiche Geld überwiesen und kann entscheiden wie er sein Leben plant. Leider ein schöner Traum, mehr nicht. Unsere Gesellschaft ist noch nicht bereit dafür.
Ich habe diesen Traum schon sehr lange und viele in meiner Umgebung leben schon so (meist Rentner/EU-Rentner).
Weil viele Erwachsene in ihren Leben nun mal "ernste Angelegenheiten" abzuarbeiten haben. "Always look on the bright side of life" funzt halt nicht immer, besonders wenn das Leben dir eben nicht jeden Tag strahlenden Sonnenschein präsentiert...
"Always look on the bright side of life" funzt halt nicht immer,
das funzt auch bei Kindern nicht immer-
Vielleicht ist es ja gerade die Kunst des Lebens auch bei Wolken und "ernsten Angelegenheiten" die Leichtigkeit zu behalten und das Ganze nicht so überernst zu nehmen.
Wenn etwas wie Sch..ße aussieht, wie Sch..ße riecht, wie Sch..ße schmeckt, sollte mensch sich klar sein, es mit Sch..ße zu tun zu haben! Meint, respektiere Probleme und/oder Downphasen in deinem Leben und wische sie nicht mit "Leichtigkeit" beiseite, sonst läuft mensch Gefahr von ihnen fett in den A.... gebissen zu werden.
Wenn ich das Finanzamt und seine Bedingungen sehr ernst nehme, ja. Aber das Leben ist doch ein Spiel. Das Finanzamt ist nur eine Facette davon...