Sich anpassen? Vorteile und Nachteile

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Hey

Ich bin auch bei vielen Dingen irgendwie anders. Ich finde man braucht sich nicht anzupassen. Jeder Mensch ist anders und man sollte sich selber treu bleiben. Ich finde es sogar sehr gut, wenn man keinen Alkohol trinkt. Schließlich bringt Alkohol viele Folgen mit sich:

  • Gesundheitsschädlich
  • Suchtwirkung
  • Verlust an Hemmungen
  • Kann viel Geld kosten
  • In der falschen Menge konsumiert tödlich
  • In zu hoher Intensität über einen langen Zeitraum konsomiert = sinkende Lebenserwartung
  • höhere Anfälligkeit für Krankheiten (Immunschwäche, Krebs, Organversagen)

Ich werde niemals Alkohol trinken und mich auch von niemanden dazu zwingen lassen. Auch bei anderen Dingen, gehe ich meinen Weg und mache das was ich für Richtig halte ohne dass mich andere zu irgendetwas zwingen.

Man hat keinen Vorteil davon, wenn man Alkohol trinkt - finde ich. Natürlich muss das jeder selber entscheiden und in Maßen ist es auch in Ordnung. Aber man braucht es nicht um "dazu zugehören". Schließlich ist auch jeder Mensch anders und man sollte so bleiben wie man ist und sich nicht anderen anpassen.

Das ist mir auch so ähnlich passiert :/ Ich war Silvester bei einer Freundin und wollte eigentlich nichts trinken (hat keinen Nutzen, schmeckt nicht, etc.). Ihr zuliebe habe ich dann einen Schluck probiert, aber sie hat mich nicht dazu gezwungen es auszutrinken. Aber auch im Ganzen sind wir uns glaube ich relativ ähnlich... Mathe- und Informatik-Leistungskurs (als einziges Mädchen unserer Schule mit dieser Fächerkombination!), Atheist, introvertiert und dazu noch angetan von Manga und Anime und auch gegen klassische Musik habe ich nichts einzuwenden; spiele sie sogar sehr gerne. Von mir denken auch alle, dass ich merkwürdig bin - ja, im Vergleich zu den Massen bin ich seeeeehr "anders", aber das ist ja nichts Schlechtes, oder?

Meine Eltern meinen auch ich solle mal mehr herauskommen und zum Beispiel mal Feiern gehen oder vielleicht auch mal einen Sekt mit trinken. Aber ich denke einfach, dass sie so versuchen, mich ein Stück "normaler" zu machen. Klar, das ist nicht gerade angenehm, aber ich glaube, wir "Komischen" müssen da halt durch.

Und was das Anpassen angeht: Bleib dir einfach selbst treu! Solange du niemandem mit deinen Einstellungen und Interessen schadest, ist doch alles in Ordnung!

Wenn man sich ansieht, was die Mehrheit täglich so treibt, so ist es besser, nicht zur Mehrheit zu gehören. Bezüglich Alkohol gibt es verschiedene Aspekte: Die Leber wird sich wohl nie über Alkohol freuen, andererseits scheinen positive Auswirkungen auf Herz und Kreislauf zu existieren. An dem Punkt muss man selbst entscheiden, ob man ganz auf Alkohol verzichten oder auch wegen eines bestimmten Genusssinns nachgeben möchte. Allgemein kann man nur sagen, dass grundsätzlich viel zu viel Alkohol getrunken wird. Von daher hat jeder deine Entscheidung zu akzeptieren. Gut möglich, dass du dich dadurch wirklich etwas von den Mitmenschen abschottest (Sorge des Vaters), aber wenn dir das nichts ausmacht, ist alles in bester Ordnung.

Außerdem schottest du dich durch dein Mathematikstudium ohnehin von den meisten Menschen ab, und das im positiven Sinn. In manchen Studiengängen gibt es einen kleinen, aber eingeschworenen Haufen, der nichts mit dem simplen Gerede der Leute über das Wetter oder über das aktuelle Dschungelcamp anfangen kann. Wenn du also ein paar Leute um dich sammeln kannst, die in etwa deinen Einstellungen entsprechen und unter denen du dich aufgehoben fühlst, kann es dir letztlich egal sein, was alle anderen von dir halten. Wichtig scheint mir nur zu erwähnen, dass du dir in jedem Fall Offenheit behalten solltest: Es kann passieren, dass du mit 60 Jahren täglich ein Gläschen Rotwein genießt, zu einem Rock-Konzert gehst oder sogar an einen Gott glaubst. ;-) Was ich damit sagen will: Niemand weiß, wie sich das Leben entwickelt, und durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse ergeben sich oftmals neue Perspektiven. Wer dann stur auf alten Verhaltensmustern verharrt, macht sich das Leben oft schwerer als nötig. Diese Art von Anpassung ist für den eigenen Lebensweg wohl wichtiger als die an bestimmte Erwartungen der Gesellschaft.

Aber wenn ich deine Zeilen so lese, bist du ohnehin auf der Siegerstraße. Zieh dein Studium durch, verbinde dein theoretisches Wissen mit der alltäglichen Praxis im Beruf und du schon gehörst zu den auffallend positiven Erscheinungen der Gesellschaft. Spätestens da endet auch alle Aufregung deines Vaters. Wenn du zusätzlich deinem kritischen Geist vertraust und dich nicht von irgendwelchen Meinungsmachern mitreißen lässt (Alkohol, Politik etc.), die wenig Sinn für vernünftiges Abwägen von Argumenten besitzen, darf sich die Gesellschaft wieder über einen Bürger mehr freuen, der dank seiner Bildung dem Weg der Vernunft folgt. Was kann man mehr wollen? ;-)

Zusammen mit deinen Kommentaren ergibt sich bei mir der Verdacht, dass es deinem Vater weniger um das Gläschen Sekt ging als darum, dass er sich von deiner strikten Absage vorgeführt und gemaßregelt fühlte. Es geht ihm wohl weniger darum, dass du generell keinen Alkohol trinkst, sondern darum, dass du generell Alkohol und alle die ihn, wenn auch nur gelegentlich und in Maßen, trinken verurteilst. Er fühlte wohl, dass du dich damit von ihm und deiner Familie abgrenzen willst. Natürlich hat ihn das verletzt, dazu kam noch die Sorge, dass du dir mit diesem Verhalten später mal viele Chancen verbauen wirst. Wer was werden will braucht auch heute noch wenigstens ein Minimum an diplomatischem Geschick. Spätestens wenn du mal einen Menschen gefunden haben wirst der dir wichtig ist wirst du das nachvollziehen können.

Man muss sich ganz sicher nicht immer und überall anpassen aber es ist ein großer Unterschied ob man entrüstet ausruft ''so ein xxx trink ich nicht'', einen Vortrag über Suchtproblematiken hält oder ob man sich einfach lächelnd nen Saft ins Sektglas gießt und damit anstößt, ganz ohne großes Federlesen.

Ich liebe auch Mathematik und ich hatte auch schon Zeiten in denen ich keinen Alkohol trinken wollte aber da habe ich mir einfach vorab mein (Sekt-)Glas alkoholfrei gefüllt. Warum ein ''Sekt''glas? Na weil das einfach am besten zum anstoßen geeignet ist und was drin ist, bestimme ich, doch wer sagt das ich darüber viele Worte verlieren muss. Was sollte es mir bringen meinem Umfeld den Abend zu vermiesen?

Ich verurteile niemanden, ich trinke auch mal einen alkoholfreien Sekt bei Verwandten mit, das stört mich nicht. Ich habe früher sogar selber Alkohol getrunken, jedoch nur selten und nie mehr als ein Radler.

Du hast einen falschen Eindruck von mir, glaube ich.

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ergibt sich bei mir der Verdacht, dass es deinem Vater weniger um das Gläschen Sekt ging als darum, dass er sich von deiner strikten Absage vorgeführt und gemaßregelt fühlte.

Sollte deine Interpretaion stimmen, dann ist es wohl der Vater selbst, der sich an die eigenen Nase fassen sollte.

Nur weil jmd für sich selbst keinen Alkohol trinken mag, bedeutet es nicht parallel, anderen den 'Genuss' abzusprechen. Wer sich selbst aber dabei als minderwertig, anders oä fühlt, der hat- wenn nicht zwingend mit dem Alkohol,- jedoch mit sich selbst ein Problem.

Natürlich hat ihn das verletzt, dazu kam noch die Sorge, dass du dir mit diesem Verhalten später mal viele Chancen verbauen wirst.

Natürlich? Wieso bitte natürlich? Leg das mal auf andere Drogen um, oder Essen, was man nicht mag- sagst du dann auch, natürlich verbaust du dir Zukunfts-Chancen, wenn du nicht mitmachst bzw es nicht zu dir nimmst?

Alkoholkonsum hat nichts- aber auch gar nichts mit Anpassen- geschweige mit Chancen verbauen zu tun.

wer sagt das ich darüber viele Worte verlieren muss. Was sollte es mir bringen meinem Umfeld den Abend zu vermiesen?

So wie die FS es geschildert hat- hat nicht sie den Abend verdorben- sondern eindeutig ihr Vater, der patout seinen Standpunkt aufzwingen und durchsetzen wollte.

Er hätte es wortlos hinnehmen können und schon wäre die Sache niemandem wirklich aufgefallen.

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@KittyCat2909

Danke für deine Kommentare KittyCat2909.

Der FS :)

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Hallo gemige, als allgemeine Philosophie:

Extreme sind nie gut. Prinzipielle Anpassung und grundsätzliches Gegen-den Strom-Schwimmen daher auch nicht.

Auch Mittelmaß oder Kompromiss wären keine Kriterien. Das würde bedeuten, dass jede Seite etwas aufgibt, was ihr wichtig ist.

Es ist gut, wenn du deine eigenen Entscheidungen triffst und das verwirklichst, was du vor deinem Gewissen verantworten kannst. Das bedeutet in manchen Gebieten Anpassung, in anderen wiederum die Verweigerung der Anpassung.

Wärest du kein Atheist, könnte ich dir zwei Dinge empfehlen:

Altes Testament: "Der Wein erfreut des Menschen Herz." (Gemeint ist das rechte Maß!!!)

Neues Testament: "Püft alles, und behaltet das Gute."

Danke für die Antwort.

Das Schöne an der Bibel ist ja, dass man für alles den passenden Vers finden kann. :)

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Auch als Atheist schadet es nicht, sich Lehren zu eigen zu machen die in der Bibel zu finden sind! Die Religionsstifter hatten nämlich in erster Linie die Absicht, eine allgemein gültige Sittenlehre zu verbreiten, ohne die eine Gemeinschaft nicht auskomm!

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@Kuppelwieser

Schon, aber die Bibel ist einfach nicht aktuell . Es gibt viele Verse, die man einfach nicht beachtet, weil sie nicht (mehr) in unser Weltbild passen.

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@Kuppelwieser

Genau. Die Bibel wurde ja nicht von Gott geschrieben, sondern von Menschen die noch nicht die Messmethoden und Vorstellungen von Heute und der Welt hatten und deshalb alles auf Gott geschoben haben. Darum geht es alle Menschen etwas an.

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@Juili

Dann eine Frage: Ist es nicht vollkommen willkürlich, welchen Vers man ignoriert und welchen man als Richtlinie nimmt? Das gleiche Problem gibt es beim Koran.

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