Könnte die Substrat und Wirkungspezifität der Alkohol-Dehydrogenase beschreiben?

1 Antwort

wurden früher behandelt, in dem man den Patienten große Mengen Ethanol (Trinkalkohol) zuführte

Das macht man auch heute noch so. Zusätzlich steht ein weiterer Wirkstoff, Fomepizol, zur Verfügung.

Fomepizol hat in vitro eine 8.000fach höhere Affinität zur Alkoholdehydrogenase als Ethanol und daher eine bessere Wirksamkeit bei weniger unerwünschten Wirkungen, als sie unter Ethylalkoholgabe zu beobachten sind. Durch rechtzeitige Gabe von Fomepizol kann besonders die Nierenschädigung vermieden werden. [ DocCheck Flexikon]

Fomepizol selbst ist kein Alkohol. Das Enzym wird einfach gehemmt, setzt aber (wie ich vermute) nichts um.

Zur Frage:

Alkoholdehydrogenase kann als Substrat sowohl Ethanol als auch Methanol umsetzen, d.h. sie ist nicht nur auf ein Substrat spezifiziert. Auch kann sie verschiedene Reaktionen katalysieren: Die Reaktion von Ethanol zu Ethanal und die Reaktion von Methanol zu Methanal. D.h. auch in der Wirkungsspezifität ist die Alkoholdehydrogenase nicht nur auf eine Reaktion beschränkt. Beide Reaktionen sind jedoch Oxidationsprozesse. [ Link zur Quelle (bio11ef.files.wordpress)]

Vielen Dank

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