Wann und warum wird man beschnitten?

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Die Gründe sind:

  • oft aus Unwissenheit bzw. aufgrund schlechter Informationen
  • womöglich aus Profitsucht
  • seltener medizinischer Notwendigkeit 

Eine Beschneidung sollte jedoch nur dann erfolgen, wenn diese medizinisch unbedingt erforderlich ist. Ansonsten ist sie mit zu vielen Risiken und Nachteilen verbunden. Bei einer Phimose gibt es andere Behandlungsmethoden, angefangen mit der Dehn-Therapie die zunächst durchgeführt werden sollten.

Die Vorhaut hat eine Aufgabe und es hat auch einen Sinn das diese vorhanden ist. Die Eichel wird normalerweise durch die Vorhaut geschützt und ist nur beim Wasserlassen oder Sex im "freien". Nach der Beschneidung wird die Eichel nicht mehr durch die Vorhaut geschützt, sie liegt dann immer frei. Dies hat natürlich auch entsprechende Folgen. Da die Eichel von Natur aus sehr empfindlich ist, kann es sogar zu Schmerzen kommen wenn nur die Unterhose an der Eichel reibt. Später bildet sich eine Schicht auf der Eichel und damit wird dieses unangenehme Gefühl weniger. Damit verliert die Eichel dann auch ihre Empfindlichkeit (Nachteil beim Sex). Nach der Beschneidung können sich auch Narben auf der Eichel bilden. Des weiteren bedeutet die Beschneidung den Verlust von tausenden erotogener Nervenenden, es wird der empfindlichste Teil des Penis durch die Beschneidung entfernt bzw. freigelegt..

Die Bewegung der Vorhaut vor und zurück , verbunden mit dem Gleitmechanismus ist sehr angenehm und auch erregend bei einem nicht beschnittenen Mann. Nach der Beschneidung ist dies aber nicht mehr der Fall. Dadurch wird die Möglichkeit der Masturbation deutlich eingeschränkt, da diese normalerweise durch Bewegung der Vorhaut vor- und zurück erfolgt. Bei einem beschnittenen Penis ist somit die normale Masturbation nicht mehr möglich, es sei denn mit Hilfsmitteln.

Jaja die Ärzte schieben es ewig heraus. Ich weiß wovon ich spreche. Bin dann nach dem abi hin und hab mich beschneiden lassen. 

Gibt sich schon, Blabla, in jungen Jahren harmlos, am besten Kleinkind, in alter echt übel...

Hab nicht alles gelesen....was ist da mit der masturbation? Bin ich hier im falschen Film.....so einen Schwachsinn hab ich noch nie gehört.

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Hallo, 

meist werden Jungen aus religiösen Gründen beschnitten, zum Beispiel im Judentum ist es Brauch. In diesem Fall erfolgt die Beschneidung sehr früh - in der Tora, dem heiligen Buch des Judentums, ist sie 8 Tage nach der Geburt vorgesehen.

Eine Beschneidung kann aber auch medizinische Gründe haben (bsp. Vorhautverengung) oder vorsorglich durchgeführt werden, beispielsweise aus hygienischen Gründen, da sich unter der Vorhaut leicht Bakterien sammeln können. Letzteres kommt aber seltener vor.

Im frühen Alter, bei den Juden war es glaube ich der achte Tag nach der Geburt, bei Muslimen in der Regel im ersten Monat, bei den Christen gar nicht (mehr).

Eine Erklärung dafür gibt es im Islam nicht, steht auch nicht da, wieso die Achselbehaarung entfernt werden muss und auch nicht wieso die Intimbehaarung entfernt werden muss.

Zu sagen "die Lust vom Sex zu mindern" ist schon auf einem geistig behinderten Level und solche Menschen sollten nicht ernst genommen werden. Du hast ja mehrere Beispiele, wo es gemacht wurde, nicht aus religiösen Gründen und da findest du niemanden der sagt, dass das ein Nachteil ist, in egal welcher Hinsicht.

Hallo EliteHighSchool,

leider gibt es sehr viele "Gründe", warum Eltern ihre Söhne beschneiden lassen. Man beachte dabei die "".

Ich persönlich bin der Meinung, der einzige legitime Grund, warum man seinen Sohne beschneiden lasse sollte, ist eine eindeutige medizinische Indikation.

Aber leider gibt es da auch noch religiöse, hygienische und optische Gründe, und wahrscheinlich noch viele weitere.

Auch gibt es Erwachsene, die sich freiwillig beschneiden lassen. Auch hier sind es oft angebliche hygienische Gründe, oder auch, weil sie es einfach wollen.

Beschneidungen sind eigentlich in jedem Alter möglich.

LG Sascha

Es geht bei den Beschneidungen schlicht und einfach darum die Lust am Sex zu nehmen oder zumindest zu vermindern. Deshalb schneidet man die berührungsempfindlichsten Teile (Vorhaut, Bändchen) weg und zugleich führt es in der Folge dazu, daß auch die Eichel völlig unempfindlich wird.

Es funktioniert zwar weiterhin aber es macht einfach weniger Spaß, das paßt natürlich zur Lehre von Religionen die ohnehin meinen jede Form von Sex, die nicht das Zeugen von Nachwuchs zum Ziel hat ist Sünde.

Vor hundert Jahren wurde das in den USA groß propagiert als "Heilmittel gegen die Masturbationskrankheit". Nachdem man sich das heute nicht mehr so sagen traut wird stattdessen behauptet es wäre "hygienischer" was vollkommener Quatsch ist weil eher das Gegenteil der Fall ist. Ohne die schützende Haut darüber fängt man sich leichter div. Erkrankungen der Eichel ein, von den Risiken der Operation ganz abgesehen.

Dieser sicherlich gut gemeinte Beitrag beantwortet nicht die gestellte Frage, sondern argumentiert unnötiger Weise nur gegen eine Beschneidung, was außerdem so auch nicht stimmt.

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@Matzko

Ich habe direkt darauf geantwortet WARUM es gemacht wird. Wie schon geschrieben geht es darum das Lustempfinden einzuschränken. Einerseits zur Einhaltung der religiösen Regeln und andererseits weil man sich davon eine bessere Arbeitsmoral und generell gehorsamere Untertanen erhoffte (od. immer noch erhofft?).

Zudem ist es eine Unterwerfungsgeste unter die Religion und Obrigkeit. Die ältesten bekannten Beschneidungen wurden im alten Ägypten an Sklaven durchgeführt aus den genannten Gründen und zusätzlich um sie einfach als Sklaven dauerhaft zu kennzeichnen.

Die Juden haben diese Praxis vermutlich von den Ägyptern übernommen und machen sich damit selbst symbolisch zu Sklaven ihres Gottes. Richtig durchgesetzt dürfte sich das vor ca. 2500 Jahren im babylonischen Exil haben was wohl auch einen frauenfeindlichen Hintergrund hat. Die Stammesführer und Hohepriester hatten Angst die Kontrolle über ihr Volk zu verlieren und brauchten dringend ein Identitätsmerkmal damit sich ihre Untertanen nicht im babylonischen Vielvölkerstaat integrierten.

Die größte Bedrohung sah man dabei in den selbstbewußten und selbstbestimmten babylonischen Frauen, die so fürchtete man die israelitischen Männer verrückt machten und von ihrem Stamm und Glauben abbrachten. Daher auch die Gleichsetzung ganz Babylons mit der "H*re". Die Beschneidung sollte hier die Männer auch davor retten diesen Frauen zu verfallen. Weniger Lustempfinden führt zu weniger Hingabe und Abhängigkeit gegenüber der Frau. Der Mann hat damit die alleinige Kontrolle in der Beziehung. Zumindest dürfte das der Plan gewesen sein und wenn wir uns heute anschauen wie das Zusammenleben in den Familien dort funktioniert scheint das wohl tatsächlich funktioniert zu haben.

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