Findet ihr es überraschend, dass es ,,Deutsch" eigentlich nicht gibt?
19 Stimmen
10 Antworten
Wenn man Ahnung von Geschichte hat nein, "Deutsche" gibt's wirklich erst seit dem Wartburgfest im frühen 19ten Jahrhundert
Das stimmt s o nicht!
Deutsch, d.h. die deutsche Sprache, gibt es seit der Bibelübersetzung Martin Luthers auf der Wartburg und seit der anschließen ersten Buchveröffentlichung seiner Bibel durch Lukas Cranach! Bis dahin existierte in Deutschland", das es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab, eine Vielzahl von Dialekten und Unterdia-lekten, die auf die verschiedenen Gruppierungen der Germanen zurückgehen. Und die sich mehrere Tausende Jahre unverändert hielten. Was heute kein Mensch mehr weiß: Der Stauferkaiser Barbarossa, der ein Schwabe war, sprach kein Deutsch, was es ja damals im 12. Jh.gar nicht gab, sondern Schwäbisch! Und Luther selbst sprach einen sächsisch gefärbten Dialekt! Und ebenfalls kein Deutsch, weil dies zu Luthers Zeiten noch gar nicht existierte!
D a s was Du mit "Deutsch" beschreibst, im Gegensatz zu den Germeranen, ist der deutsche Staat. Diesen gibt es seit der Gründung des deutschen Staates durch den damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahr 1871. Erst seit 154 Jahren gibt es Deutschland! Zuvor existierten unzählige eigenständige staatliche autonome kleine bis große politische Gebilde, an die 2000! Es war Napoleon, der ihre Zahl erstmals reduzierte! Auch mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation am 6. August 1806 durch Kaiser Franz II. wurde dieser Prozess forciert, indem die Existenz der Freien Reichsstädte, die als solche direkt dem Kaiser unverstanden, aufhörte.
Ich wohne z.B. in einem Stauferrstädtle 5 km von der ehemals Freien Reichsstadt Schwäbisch Gmünd entfernt, die von den.Staufern gegründet war. Mein Städtle unterstand dem württembergischen Landesherrn und war um160 n. Chr. als Römerkastell, am Limes gelegen, entstanden, an 1102 wurde unser Stauferkloster zur Grablege der Staufer gegründet, 1525 erf8lgte die Reformation und brachte dem Städtle den Protestantismus ein. Schwäbisch Gmünd war bis 1806 Freie Reichsstadt. Dies machte sich auch sprachlich bemerkbar. Der Vater meiner Grmünder Jugend-freundin Gudrun bezeichnete mich immer als "Lutherbälle", da ich aus einem protestantischen Städtle stamme und er, ein Katholik aus Schwäbisch. GD, wo die Menschen über Jahrhunderte, seit der Stadtgründung im 12. Jh. stockkatholisch waren, da ja der vom Papst gekrönte Kaiser, dem Gmünd unterstand, auch der römisch-katholischen Kirche angehörte! Auch dialektal merkte man im Schwäbisch den Unterschied und die Eigenheiten!
Und so setzte sich das durch Deutschland hidurch fort, von Ort zu Ort! Über Jahrhun-derte. Erst durch die sogenannten Gastarbeiter ab den 50er und60er Jahren des letzten Jh.s begann sich dies zu ändern und heute ist es so, dass die Kinder im Gegensatz zu uns Älteren kaum mehr Dialekt sprechen, sondern nur noch Deutsch. Ich alls Kind binzweisprachig aufgewachsen. Meine liebe Mama sprach als Schwäbin mit mir Schwäbisch, ebenso meine Altersgenossen unddie Bürger unseres Städtles, mein Vater, ein Schlesier, sprach als Heimatvertriebener Hochdeutsch. Im Gegensatz zu meinen Kameraden hatte ich es in der Schule in Deutsch einfach, denn dies machte mir keine Schwierigkeiten, aber meinen Klassenkameraden, die sich als schwäbische Kinder schwertaten, da sie vor der Schulen och nie mit dem Deutschen in Berührung waren hatten es echt schwer.
So habe ich, auch schon als Kind, nie Schwäbisch gedacht, sondern ich denke, im Gegensatz zu meinen Altersgenossen, bis auf den heutigen Tag hochdeutsch!
Es war der Autor S. Fischer- Fabian, der ein bemerkenswertes Buch über die Deutschen und über die Geschichte der Germanen schrieb: "Siegfried Fischer- Fabian: Die ersten Deutschen. Über das rätselhafte Volk der Germanen". Ein sehr gutes Buch. Das die Geschichte der Germanen beleuchtet und beschreibt. Es enthält alles Wesent-liche und Wichtige. Ich kann es nur empfehlen!
So schließe ich meine Antwort, die ich um Mitternacht niederschrieb, aber zu müde war, um sie nochmals korrekturlesen, was ich soeben getan habe.
Ich danke vielmals für die gute Frage und wünsche Dir eine schöne Zeit, dialektal und auch sozial in Germanien- Deutschland.
Übrigens: Wenn ich mich von meiner Haustüre auf meinem Haldenberg zum Waldlauf in meinen nahen Wald aufmache, so komme ich bei mener16 km Runde im er an zwei römischen Wachttürmen vorbei und gelange dann ins freie Germanien. Jedesmal denke ich dann, ich binein freier Germane und habe mit den römischen Wachtposten im kleinen Grenzverkehr Handel betrieben, was damals wirklich der Fall war! In meinem Städtle ist das wektnatzrerbe des Limes und das "Limesknie, wo der römischen in den obergermanischen Limes übergeht! Die alten Römer und die Staufer sind bei uns anwesend als alte Freunde, zumal der Hohenstaufen, der Stammsitz der Staufer, von meinem Städtle nur einen Katzensprung entfernt ist!
Ade-le und alles Liebe und Gute!
Regilindis
Naja, "deutsch" gibt es schon, nur eben sind nicht alle Deutschen "Germanen", und umgekehrt gilt ebenso "nicht alle (früheren) Germanen sind nun Deutsche".
Im heutigen Kontext macht das Adjektiv germanisch am meisten Sinn in Bezug auf die germanischen Sprachen (Niederländisch, Englisch, Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch...). Hinzu kommt, dass auch Römer, Kelten, Slawen und andere zu Deutschen wurden im langen Laufe der Geschichte.
du hast die Frage falsch verfasst- zu den Bildern
Wenn du schon auf Historisch gehst- dann müsste da auch Germane sehen und nciht Deutsch.
Deutsch ist in der heutigen Zeit- Deutschland - deutsche Sprache- ist doch alles da.
Aber stimmt, die Germanen sind weg- aufgegangen in Deutsche, niederländer, polen, litaun, estland- ja sogar in der Ukraine haben sich damals Germanen angesiedelt.
Aber das alles ist doch nicht neu oder eine plötzliche Entdeckung! Sollte mit etwas Bildung in der Schule jeder wissen ?
Moin, nein finde ich nicht überraschend. Wieso sollte das auch überraschen, es ist aus der Geschichte der Menschheit entstanden.
Deutsch bedeutet einfach nur Volk oder zum Volk gehörig. Ist also eher ein Sammelbegriff, wenn man so will. Hier mal eine Quelle über die Namensentstehung: https://www.leemeta-uebersetzungen.de/blog/interessantes/woher-kommt-das-wort-deutsch
Davon zu reden, dass es "Deutsch" >>eigentlich<< nicht gibt, ist irgendwie ironisch. Das Internet gibt es >>eigentlich<< auch nicht, es ist ja nicht natürlich entstanden, dennoch kennst du es, dennoch nutzt du es. Da frage ich mich, wieso du überhaupt auf diese Fragestellung kommst.
Und noch was, vielleicht solltest du dich nicht nur auf die Aussagen der KI stützen. KI halluziniert auch gerne mal.
Wenn du grundphilosophisch diskutieren bist, bin gerne bereit dazu.
Die Menschen haben in den letzten zwei Millionen Jahren alles erfunden, was wir heute haben oder mal gehabt haben und kennen. Faustkeile, Bögen, Feuer gebändigt, Hütten gebaut etc etc. Aber nur, weil wir heute keine scharfen Steine mehr zum Schneiden benutzen, heißt das nicht, dass es nicht doch zu unser aller Geschichte gehört.
Über den Begriff "deutsch" oder "das Deutsch sein" zu diskutieren, ist wie über schwarze Löcher zu diskutieren. Man weiß nicht, was da drin ist, man weiß nur, was rein geht und raus kommt.
Stimmt :) steht aber auch in Quellen die von Menschen verfasst wurden :)