Bedrohung durch Atheismus und Säkularisierung
Wie sehr schätzt du den Verlust des Glaubens durch den Atheismus und die Säkularisierung in westlichen Ländern ein? Wird das Christentum unbedeutsam und geht verloren?
12 Stimmen
3 Antworten
Nicht der Atheismus, sondern andere Faktoren hätten einen negativen Einfluss auf den Ruf des Christentums und damit auf die Basis ob man es glauben kann.
Zum Beispiel Desinformation, einseitige negative Darstellungen, priming als uncool...
Doch wer glauben kann wird weiterhin gläubig sein und wer es nicht kann dann halt nicht. Hat was mit Können zu tun. Mit Atheismus hat es eher weniger zu tun, mehr mit der Basis es zu können oder nicht.
Viele werden nicht glauben, sagt die Bibel und es wird auch so kommen. Ich gebe dir Recht. Desinformationen sind ja auch inerhalb des Christentums groß durch Tiktok etc. Danke für deinen Beitrag.
Es besteht zumindest der Eindruck, dass das orthodoxe Christentum eher mystisch veranlagt ist, v.a. von westlicher Seite aus, vielleicht wegen der Liturgie, der dunklen Kirche usw.
Das bedeutet aber nicht, dass Kontemplation dort einen Stellenwert hat, scheint mir. In Osteuropa in Klöstern vielleicht, aber in der dortigen Gesellschaft gar nicht, so mein Eindruck. Das ist sehr schade, und wäre m.A. nach die einzige Möglichkeit, das Ganze substanziell wieder auf die Beine zu stellen, weil man in der Kontemplation Erfahrungen machen kann, die weit über das volksfrömmige Sicherheit und Trost aus dem mentalen Glauben hinausgehen.
Bereits Cassian berichtet davon in den 9./10. Unterredungen, wann war das, 400 n. Chr.? Kontemplative Strömungen hat es also immer schon gegeben. Dann hat einer den Namen Jesu hinzugefügt, ich glaube J. Klimakos den Atem, dann gelangte es zum Athos, von dort nach Russland, und dort hatte es der "Pilger" bekommen...
Heute befindet sich die "Speerspitze" der christlichen Kontemplation tatsächlich in Deutschland, das Haus Gries (10-tägige Schweigeexerzitien mit dem Herzensgebet). Speziell orthodox kenne ich hier nur die Benediktinerabeit Niederalteich in Niederbayern, dort findet man die byzantinische Liturgie, und auch Kurse zum Herzensgebet...
Aber insgesamt passiert leider viel zu wenig in diese Richtung, und so verliert das traditionelle Christentum immer weiter an Bedeutung.
Wird das Christentum unbedeutsam und geht verloren?
Zwar sind in Deutschland immer weniger Menschen religiös, weltweit steigt jedoch die Anzahl der gläubigen Christen.
Ich finde es schön, wenn Menschen aus ihrem Glauben Hoffnung, Trost und Kraft schöpfen können. Ein solcher Glaube kann das Leben meiner Meinung nach sehr bereichern.
Ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.