Verjährung von Ansprüchen aus Versicherungsvertrag auf Grund Erkrankung aushebeln?

Hallo, 

ich habe am 12. Juni 2007 kurz nach meiner Ausbildung eine BU abgeschlossen, die ich nun in Anspruch nehmen muss. Ich kenne mich mit Versicherungen überhaupt nicht aus und bat meinen damaligen Freund (Versicherungsvertreter) um ein gutes Angebot zur Absicherung meiner Arbeitskraft und Vorsorge. Leider war mir beim Unterzeichnen nicht klar, dass diese meine Versorgungslücke nicht schließt. Es wurde lediglich eine Arbeitskraft i.H.v. 600€ versichert, obwohl lt. einer Nachberechnung nach der Ausbildung mind. 1.200€ hätten versichert werden müssen. Die BU läuft nur bis zum 60. Lebensjahr. Außerdem wurde mir in Verbindung der BU eine fondsgebundene Rentenversicherung angeboten, die ich auch unterschrieb. Auf dem Beratungsprotokoll wurde nicht vermerkt, warum die BU trotz allg. Empfehlung niedriger abgeschlossen wurde.

Nun wollte ich anwaltlich gegen meinen damaligen Berater vorgehen, da offensichtlich eine Falschberatung vorliegt. Die allg.Verjährungsfrist bei Versicherungsgeschäften ist jedoch bei 10 Jahre.

Am 16. Juni 2017 wurden bei mir erstmals klinisch die ersten Anzeichen einer unheilbar chronischen Krankheit festgestellt, die nachweislich bereits vor Ablauf der Verjährungsfrist bestanden haben muss. Die Diagnose wurde im Dezember 2017 gesichert, seither bin ich arbeitsunfähig. Meine Denkfähigkeit wird durch die Erkrankung sehr verlangsamt, Entscheidungen kann ich erst nach langem Durchdenken treffen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine schwere gesundheitliche Beeinträchtigung die gesetzliche Verjährungsfrist rückwirkend aushebelt? Was müsste in einem solchen Fall vorliegen? 

Danke für die Antworten.

Recht, berufsunfaehigkeit, Versicherungsrecht, Verjährungsfrist, Falschberatung, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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Krankenkasse oder ich in der Nachweispflicht?

Und zwar folgendes ich warte derzeit eigentlich auf Rückzahlung von teilübernahme der Stromkosten zwecks der Hilfsmittel von der Krankenkasse. Es hieß jetzt nun mehrere Wochen schon es wird ausgerechnet und überwiesen gestern rief ich dort an und plötzlich hieß es das angeblich von 2011, 2012 und 2013 insgesamt eine Zuzahlungs Forderung von 170 € offen wäre zu dieser Zeit bezog ich Grundsicherung und Co da ich eine starke Erkrankung schon hatte ( dies wurde aber vor über 4 Jahren bereits gezahlt von meinem Vater ( er sagte sogar am Telefon die Summe obwohl ich es vorher nicht erwähnt hatte und dies hatte er noch im Kopf) das weiß ich leider weil ich ca eine Woche darauf einen schwerwiegenden Unfall hatte wodurch ich eine Schwerbehinderung erlitten habe).

Jetzt meinte er ich soll nachweisen dass es damals bezahlt wurde oder ich könnte eine Ratenzahlung ja machen und zuvor bekomme ich die Stromübernahme Zahlungen nicht von ü 400 €.

Aber er hatte noch selbst erwähnt dass er nicht versteht warum die letzten Jahre kein Schreiben rausgegangen ist wegen dieser Forderung , da in den Jahren jetzt auch Mahngebühren drauf gegangen sind( und das nicht gerade wenig)..

Bin ich jetzt in der Nachweispflicht zu beweisen dass ich das vor über 4 Jahren gezahlt habe ? WIe soll ich das denn machen , die Kontoauszüge habe ich ja nicht mehr :(

Recht, Krankenkasse, Zuzahlung, Verjährungsfrist
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Kann Diebstahl verjähren?

Hallo,

Vorab: Ich hoffe dieser Beitrag ist okei wenn nicht bitte einfach löschen. Ich hoffe einfach nur hier jemanden zu finden der sich mit Verjährung auskennt.

Es ist etwas kompliziert aber ich versuche jetzt einfach mal einigermaßen genau zu schildern was passiert ist.

Person A lebte mit Person B in einer WG. Sie waren befreundet.

Nach einigen Monaten ohne besonderen Grund verschwand Person B plötzlich. Person A merkte einige Tage später das fehlen seiner Bankkarte und dem Brief mit dem PIN, woraufhin er natürlich sofort seinen Kontostand bei der Bank am Schalter erfragte. Er erfuhr das 1000 € abgehoben wurden und das Konto jetzt 1000 € im Minus ist. Da er noch nicht sehr lange in Deutschland lebte,sich mit den Rechten nicht auskannte und schlecht Deutsch sprach ging er nicht zur Polizei sondern hoffte darauf das Person B ihm das Geld zurückgeben würde.Er versuchte Person B zu finden, am Anfang ohne Erfolg. Nach einigen Wochen stellte sich heraus das Person B abwechselnd zwischen den Niederlanden (Wohnsitz des Onkels von Person B) und Polen (Wohnsitz der Eltern von Person B) pendelte. Monatelang versuchte Person A das Geld auf friedlichem außergerichtlichem Wege zurückzubekommen, jedoch ohne Erfolg. Person B behauptete sogar zeitweise sie hätte eine Kind von Person A obwohl dies überhaupt nicht möglich war, außerdem würde sie an einer schrecklichen Krankheit leiden und wäre deshalb mit dem Geld abgehauen. Über gewisse soziale Netzwerke und Telefon ging das dann monatelang hin und her bis bewiesen war das dies alles nur Lügen waren. Person A war mittlerweile psychisch total fertig und immernoch verschuldet. Dies ist jetzt genau 1 Jahr und 11 Monate her, Person A ist immernoch verschuldet und Person B möchte das Geld einfach nicht herausrücken, deshalb hat sich Person A entschlossen mithilfe von Zeugen Person B jetzt endlich anzuzeigen. 

Frage: Ist das jetzt überhaupt noch möglich? Und wie findet die Polizei Person B wenn diese sich ins Ausland abgesetzt hat?

Danke im vorraus. :)

Anzeige, Diebstahl, Girokonto, Strafrecht, Straftat, verjährt, Verjährung, Verjährungsfrist
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Muss ich eine Handwerkrechnung bezahlen, wenn die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind?

Guten Tag, ich habe folgendes Problem. Der Schornsteinfeger hatte im letzten Jahr die Abgasmessung meiner Therme durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass die CO-Werte viel zu hoch waren. Er empfahl darauf eine Wartung durchführen zu lassen. Ich beauftragte somit eine Heizungsfirma damit. Die führten auch eine Wartung durch, konnten den zu hohen CO-Wert aber nicht beseitigen. Der Monteur meinte darauf, dass die Fehlerquelle nur das Abgasrohr sein könnte. Es wurde darauf ein Kostenvoranschlag in Höhe von 1300€ für den Austausch des Abgasrohrs gestellt. Ich rief dann bei der Firma an und wollte wissen, ob das wirklich der Grund für den hohen CO-Wert sei. Die Dame bestätigte mir das am Telefon unter Rücksprache mit einem Mitarbeiter. Ich stimmte dann dem Austausch zu. Darauf wurde dann im November letzten Jahres das Abgasrohr komplett erneuert. Die Therme hatte darauf noch schlechtere Werte. Der Monteur meinte dann, er müsse das mit seinem Chef klären. Ich unterschrieb den Arbeitszettel, in dem vermerkt war, dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen waren. Bis zum heutigen Tag wurden keine weiteren Maßnahmen seitens des Betriebs durchgeführt. Auch habe ich bislang keine Rechnung erhalten. Ich habe mehrfach bei der Firma angerufen, um zu wissen, wie es denn nun weitergeht. Die meinten dann "Jetzt kann es nur noch der Brenner sein". Ich akzeptierte diesen Lösungsvorschlag nicht, da ja im Vorfeld das Abgasrohr als Verursacher ausgemacht wurde. Ich schlug daher vor, dass der Installateur ein Gebrauchtteil besorgt, um das zu testen. Ich habe dann aber immer noch nichts mehr gehört. Wie soll ich mich nun verhalten? Meine Therme läuft noch bis zur nächsten Schornsteinfegermessung im Sommer 2019. Wenn der Betrieb sich nicht mehr meldet, kann ich dann eine andere Firma beauftragen? Muss ich eine kommende Rechnung vom bisherigen Betrieb bezahlen, obwohl die Arbeiten nicht abgeschlossen sind? Muss ich den Betrieb nochmals auffordern? Ich hoffe, mir kann da jemand weiter helfen. Besten Dank schon mal...

Arbeit, Recht, schornsteinfeger, Handwerkerrechnung, Verjährungsfrist
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Trunkenheitsfahrt als Radfahrer, Führerschein Ersterteilung, MPU, Verjährungsfrist, Bremen?

Guten Tag,ich wende mich mit dieser Frage an euch weil ich im Internet leider keine Antwort herausfinden kann. Ich schildere den Sachverhalt:Vor ziemlich genau 8,5 Jahren wurde ich bei einer Trunkenheitsfahrt als Fahrradfahrer mit 3.09‰ erwischt. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt, so wie auch bis zum heutigen Tag keinen Führerschein. Nun habe ich vor im Bundesland Bremen einen Führerschein der Klasse B zu machen und musste deshalb eine Ersterteilung der Fahrerlaubnis beantragen. Beim Bürgeramt wurde mir diese nicht ausgestellt, da ein Eintrag in Flensburg besteht. Dieser wurde jetzt von der Sachbearbeiterin zur Einsicht beantragt. In 4 Wochen werde ich erneut vorsprechen müssen, da er dann vorliegt. Da ich mir sicher bin, dass es sich um die Trunkenheitsfahrt handelt, gehe ich davon aus, eine MPU angeordnet zu bekommen. Zudem muss ich mitteilen, dass ich vor einem Jahr erfolgreich eine Langzeittherapie (6Monate) abgeschlossen habe und immer noch gefestigt, stabil und trocken lebe. Ich kann also verstehen, dass es Gesetze gibt, die sich zum Schutz der Allgemeinheit gestalten, jedoch fühle ich mich in der Lage einen Führerschein machen zu können.Jedoch habe ich nun die folgenden Fragen :Gibt es dabei eine Verjährungsfrist? Wenn diese vorüber ist, ist die MPU dann umgänglich?Kann ich sonst irgendwie die Sachbearbeiterin überzeugen ohne MPU den Führerschein beginnen zu dürfen? Vielen Dank :-) Kevin

MPU, Recht, Verjährungsfrist, Auto und Motorrad
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Wie lange nach einem KFZ Schaden kann ich mir Zeit lassen, den Schaden regulieren zu lassen??

Hallo, mir fiel im Juni letzten Jahres ein schwerer Ast auf mein Fahrzeug. Da ich es umgehend der Versicherung meldete, schickten diese einen Gutachter. Gott sei Dank fehlte mir die Zeit, um auf mein Auto verzichten zu können. Kurze Zeit später (im Oktober letzten Jahres) hatte ich einen Verkehrsunfall und konnte freudigerweise den einen "freien Autobums" , der mich NICHT hochstuft angeben und beide Schäden wollte ich nun zusammen reparieren lassen, mir fehlte aber stets der Luxus auf mein Auto auch nur eine Nacht verzichten zu können. Also erklärte mein Nachbar (gelernter Karosserie Bauer) sich bereit, den Schaden zu reparieren und bekam selbstverständlich von mir den Arbeitslohn und die Neuteile bezahlt. Nun ist mein Fz.aber ein Leasing-Fahrzeug - heißt: Die Versicherung würde das Geld ausschließlich an die LeasingGesellschaft zahlen. Jetzt ergab sich ein kleines Erbe und ich werde demnächst mein Auto (von der LeasingBank) "freikaufen". Jetzt sind da aber immer noch die Schäden, die von denen bezahlt werden wollten. Wenn ich nach dem Abkaufen meines Autos mit dem Regulieren der Schäden komme und sage, dass sie es nun an mich auszahlen sollen, hab ich wenigstens das Geld der Reparatur (sowie einen kleinen Obolus) wieder drinnen. Kann die Versicherung nun mit "zu spät" argumentieren? Und, obwohl sie bereits auf meine Freigabe der LeasingBank warteten, werde ich denen dann sagen, dass es nun aber zwischenzeitlich mein Fz. wurde und sie nun an mich überweisen sollen?? Ist das so einfach? Dank Euch jetzt schon mal :)

Versicherung, Verjährungsfrist, KFZ Unfall
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Geforderte Einkommensteuer / NV-Bescheinigung ist Rechtmäßig nach so einem langen Zeitraum?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe eine Frage zum Thema: Verjährungsfrist.

Zu Beginn möchte ich Ihnen gerne ein Brief von Techniker Krankenkasse vom 17.07.2013 zitieren:

„Vom 01.03.08 bis 24.03.08 waren Sie als Selbstständiger bei uns versichert. Für diesen Zeitraum haben wir Ihre Beiträge unter Vorbehalt anhand Ihrer geschätzten Einnahmen ermittelt. Damit wir nun tatsächlich zu zahlenden Beiträge festlegen können, brauchen wir eine Kopie aller Seiten Ihres Einkommensteuerbescheides für das Jahr 2008. Selbstverständlich können Sie die Daten, die nicht Ihre Einnahmen betreffen, schwärzen. Wichtig: Bitte senden Sie uns Ihre Unterlagen so schnell wie möglich zu, damit Ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen. Denn der Gesetzgeber sieht vor, dass Selbstständige, die ihre Einnahmen nicht nachweisen, pauschal Höchstbeiträge nach der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze (zurzeit 3.937,50 Euro) zahlen (gemäß § 240 Absatz 1 und 4 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch in Verbindung mit § 6 Absatz 5 der Beitragsverfahrensgrundsätze für Selbstzahler). Wenn Sie den Einkommensteuerbescheid noch nicht erhalten haben, vermerken Sie dies bitte in unserem Fragebogen.“

Ich habe an TK zurück angerufen um zu klären, was sollte ich tun, wenn ich keine Einkommensteuerbescheinigung für das Jahr 2008 gemacht. In diesem Fall, wurde ich gebeten eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) zurücksenden.

Frage zum Thema Verjährungsfrist: Also, geforderte Einkommensteuerbescheinigung / NV-Bescheinigung ist Rechtmäßig nach so einem langen Zeitraum?

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Antwort!

selbstständig, Krankenkasse, Sozialgesetzbuch, Verjährungsfrist
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