Wenn einem bereits nach einem Bier übel wird, dann dürfte wohl eine Unverträglichkeit vorliegen. Aber gegen was? Bier nach bayerischem Reinheitsgebot besteht ja nur aus Malz (Gerste, ev. auch Weizen, Dinkel, Roggen), Hopfen, Wasser und Hefe. Bei ausländischen Bieren, die nicht nach dem Reinheitsgebot gebraut werden, können auch Mais, Reis, Hirse und Kastanien als Stärkelieferenten sowie verschiedene Kräuter als Aromastoffe verwendet werden, ebenso Konservierungsmittel, vorwiegend die eher unbedenkliche Ascorbinsäure. Ich würde es daher zunächst einmal mit einem garantiert nach dem Reinheitsgebot, am besten in Bioqualität, gebrauten Bier versuchen. Wenn das nicht funktioniert, dann ist wirklich Hopfen und Malz verloren.

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Die Verwendung von geriebenem Hartkäse auf Nudeln ist keineswegs eine italienische Erfindung. Das wird überall so praktiziert, wo man einen für diesen Zweck brauchbaren Hartkäse hat. In Tirol ist es z. B. seit jeher üblich, auf Schlutzkrapfen, das sind gefüllte Teigtaschen, einen einheimischen Hartkäse zu reiben und viel braune Butter darüber zu gießen. Auch bei verschiedenen Knödelsorten (z.B. Käseknödel, Pilzknödel, Ronenknödel) wird das so gemacht. Wer den Geschmack mag, gibt auch zerbröselten Graukäse, das ist ein extrem magerer Sauermilchkäse, auf seine Teigwaren. In Italien hat sich für diesen Zweck der sogenannte Grana in seinen verschiedenen Varianten (Parmigiano ist der bekannteste) durchgesetzt, es gibt aber auch verschiedene andere Hartkäsesorten. Und wer keinen Käse mag (ich habe einen italienischen Bekannten, dem schon beim Geruch von Käse übel wird), der nimmt eben keinen Käse.

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Die vor allem in Deutschland so beliebte "italienische Küche" hat mit der echten italienischen Küche nicht viel zu tun. Pizza ist ein typisch süditalienisches Gericht, das erst seit dem Zweiten Weltkrieg auch in Mittel- und Norditalien bekannt wurde. Heute isst man in Deutschland mehr Pizza als in Italien, allerdings eine ganz andere Pizza. Solche Gerichte neigen dazu, ein Eigenleben zu entwickeln. Ähnlich ist es mit den Nudeln. In Süditalien gibt es die Tradition der nur aus Hartweizengrieß und Wasser gefertigten und dann getrockneten Nudeln, in Mittelitalien hat man früher ausschließlich Nudeln mit Eiern gemacht und möglichst frisch verzehrt. In Norditalien waren Nudeln eher unbekannt. In Deutschland hat man die verschiedenen italienischen Nudeltraditionen durcheinandergemischt und neue Gerichte geschaffen wie z.B. Spaghetti Bolognese. In Bologna hat man seit jeher nur Tagliatelle, also Eierbandnudeln, mit dem Ragù alla Bolognese gegessen, aber die meisten Deutschen halten Spaghetti Bolognese für typisch italienisch. Inzwischen wird dieses deutsche Gericht sogar in Italien angeboten, weil die deutschen Touristen es verlangen.

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Ungekocht esse ich keine Nudeln. Mich interessiert auch nicht, wie viel Nudeln ich essen könnte, sondern nur wie viele ich essen will. Ich wiege 65 Gramm Nudeln ab, koche sie und esse sie, z. B. morgen mit einer Tomaten-Specksoße. Ich will ja auch noch andere Sachen außer Nudeln essen.de

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Wenn mit "Asti" der Schaumwein "Asti Spumante" gemeint sein sollte, der aus den Reben des Weißen Muskatellers gewonnen wird, dann kann man den natürlich auch im Kühlschrank aufbewahren, aber nur gut verschlossen und nur für wenige Tage, da er sonst seine Perlage (das sind die aufsteigenden Bläschen) verliert und recht schal wird. Es gibt aus der gleichen Rebsorte auch den "Asti fermo", also einen nicht perlenden Weißwein aus der Gegend von Asti, der im Kühlschrank etwas länger hält, aber immer gut verschlossen. Als Tischwein wird in der Provinz Asti vor allem der Granella prodiziert, ein angenehmer, leichter Weißwein, der sich im Kühlschrank geöffnet mehrere Tage hält. Bei den Rotweinen überwiegt aus der Gegend von Asti der Barbera, der nach dem Öffnen, aber gut verschlossen nicht im Kühlschrank, aber kühl und lichtgeschützt gelagert, bis zu einer Woche genießbar bleibt.

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Ob ich Wein oder Bier zum Essen trinke, hängt vom Essen und auch von der Jahreszeit ab. Zu Fisch trinke ich Weißwein, zu geräuchertem Fisch aber auch gerne ein Pils, zu Rindfleisch einen schweren Rotwein, zu Geflügel Rosé-Wein, zum Schweinsbraten im Sommer Bier, im Winter einen leichten Rotwein, zu Weißwürsten Weizenbier usw., zu Käse je nach Käseart leichten bis schweren Rotwein.

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Die meisten Italiener sprechen im Alltag ihren lokalen Dialekt. Viele von ihnen beherrschen aber auch die italienische Standardsprache, wenn auch meistens mit deutlichem Akzent. So kann man immer erkennen, ob jemand aus dem Süden, aus Mittelitalien oder aus Norditalien kommt, auch wenn er sich bemüht, Standarditalienisch zu reden. In Italien werden auch noch verschiedene andere romanische Sprachen gesprochen, so das Sardische, das in Sardinien gesprochen wird, das Furlan in Friaul, die verschiedenen Varianten des Ladinischen in den Provinzen Bozen/Südtirol, Trient und Belluno, sowie das Franco-Provenzalische, eine Variante des Französischen, in Aosta und Teilen von Piemont. Auf Sardinien wird außerdem in der Stadt Alghero Katalanisch gesprochen. Es gibt außerdem in Süditalien Sprachinseln, in denen Griechisch, Albanisch und Kroatisch gesprochen wird. In der Region Friaul-Julisch-Venetien wird außer Furlan auch Slowenisch gesprochen. Deutsch wird in verschiedenen Dialektvarianten des Südbairischen in Südtirol, im Kanaltal und in den Sprachinseln Tischlwang/Timau, Zahre/Sauris, Pladen/Sappada gesprochen sowie in einer altertümlichen Version des Mittelbairischen im Fersental und in der Ortschaft Lusern in der Provinz Trient sowie noch ein wenig in den ehemals deutschsprachigen "13 Gemeinden" in der Provinz Verona (Früher Welsch-Bern) und in den Sieben Gemeinden in der Provinz Vicenza (früher Wiesenthein).

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Als Palio bezeichnet man in Italien einen Wettbewerb zwischen Stadtvierteln oder benachbarten Dörfern. Der Name Palio kommt vom lateinischen "pallium" (Fahne), womit die den Siegern überreichte Wander-Standarte gemeint ist. Der Wettbewerb wird als Rennen mit Pferden oder anderen Tieren, zu Fuß, mit Booten oder auch als Schießwettbewerb, z.B. mit Armbrüsten, ausgetragen. Palio-Veranstaltungen mit Tradition, die großteils in das Mittelalter zurückreicht, gibt es in 14 der 20 italienischen Regionen, wobei die Toskana mit 21 traditionellen Palio-Wettbewerben an erster Stelle steht. In der toskanischen Stadt Siena wird auch der berühmteste Palio abgehalten. Inzwischen werden auch in zahlreichen weiteren italienischen Städten neuzeitliche Palio-Wettbewerbe veranstaltet.

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Pizza mit Artischockenherzen ist eine wunderbare Sache, da sollte man sich mit anderen Zutaten zurückhalten, um den delikaten Artischocken-Geschmack nicht zu übertönen. Kapern passen wunderbar auf eine Pizza mit Sardellen. Das ist ein ganz anderer Geschmack. Da kann man auch rote Zwiebeln dazugeben. Creme double ist eher für Flammkuchen geeignet. Auf eine Pizza würde ich nur Käse geben, am besten natürlich Büffel-Mozzarella.

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Ja

Ich mache den Pizzarand gerne gefüllt. Da schmeckt er mir besonders gut. Aber auch ein normaler, knuspriger Rand ist hervorragend, wenn man die richtige Teigmischung gemacht hat, wozu es auch die richtige Hefe braucht. Die übliche Supermarkt-Hefe ist dafür nicht gerade ideal, ich habe zum Glück eine Quelle für hervorragende Naturhefe. Man muss den Teig natürlich auch lange gehen lassen, dann wird das Ergebnis sensationell.

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Wenn ein Rezept für 750 ml ausgelegt ist, dann wird es nicht dadurch bitter, dass man fünf Liter macht, wenn die Mengenverhältnisse gleichbleiben. Ich würde mich eher mit den Gewürznelken zurückhalten und dafür etwas Sternanis (ist ganz etwas anderes) verwenden. Wenn man das Ganze abmildern will, kann man auch etwas naturtrüben Apfelsaft dazumischen.

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Ich esse gerne Rührei mit Croutons, Zwiebeln und Speck. Da kann man natürlich auch noch Tomatenstücke hineintun. Auch ein geeigneter Käse (z.B. Gruyere), klein gewürfelt, passt gut dazu. Wenn man genügend Croutons dazugibt, braucht man kein Toastbrot.

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Das meiste, was in Deutschland als Volksmusik präsentiert wird, ist in Wirklichkeit keine Volksmusik, sondern höchstens volkstümliche (man kann auch sagen volksdümmliche) Schlagermusik. Echte Volksmusik ist auch in Deutschland seriös, aber man bekommt sie fast nie zu hören. Viele echte Volksmusiker wollen auch gar nicht ins Fernsehen, weil sie Angst haben, dass sie und ihre Musik dort vollkommen vereinnahmt und verfälscht werden. Diese Befürchtung ist nicht unbegründet.

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Bei meinem Metzger sage ich ganz selbstverständlich immer deka (z.B. 20 deka Schinken), aber den Begriff dag kenne ich natürlich auch, vor allem aus meinen Kochbüchern. Ich lebe allerdings weder in der BRD noch in Österreich, sondern im südlichen Teil Tirols.

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Andere (Dürfen auch Außerhalb von Europa sein)

Meine Lieblingssänger singen Afrikaans. Von den europäischen Sprachen finde ich Slowenisch am schönsten. Ich selbst singe am liebsten Deutsch, weil ich da am meisten verstehen und daher der Ausdruck passt.

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