Der 8. Mai wird in vielen europäischen Staaten als "Tag der Befreiung" angesehen, weil mit diesem Datum, 8. Mai 1945, die letzten deutschen Streitkräfte bedingungslos kapitulierten und somit der Krieg in Europa und auch das nationalsozialistische Regime in Deutschland endgültig beendet waren. Da die Kapitulation gegenüber der Sowjetunion erst nach 23 Uhr des 8. Mai in Kraft trat und es zu diesem Zeitpunkt in Moskau bereits der 9. Mai war, wurde in der SU und ihren Satellitenstaaten immer der 9. Mai als "Tag des Sieges" und damit der Befreiung gefeiert. Im Italien gilt hingegen der 25. April 1945 als Tag der Befreiung. Die deutschen Streitkräfte verhandelten in Italien auf Druck der SS-Führer, die den Krieg unbedingt beenden wollte, um ihre eigene Haut zu retten (Operation Sunrise), bereits mit den Alliierten über eine Kapitulation und zogen sich aus Italien zurück. Am 25. April erklärte die Führung der italienischen Partisanen in Mailand den allgemeinen Aufstand, um noch rechtzeitig vor Einmarsch der Alliierten nach dem Abzug der Deutschen die Macht zu übernehmen und so den Mythos verbreiten zu können, dass Italien sich selbst vom Faschismus befreit habe. Auf diese Weise konnten auch zahlreiche ehemalige Faschisten in die neue "demokratische" Verwaltung Italiens geschmuggelt werden. Am 2. Mai trat dann die deutsche Kapitulation für Italien in Kraft, am 5. Mai folgte die Teilkapitulation der deutschen Streitkräfte für Nordwestdeutschland, Dänemark und einen Teil der Niederlande, am 6. Mai für den Rest der Niederlande (Reichskommissariat) und für Süddeutschland, am 8. Mai wie gesagt für den Rest des Gebietes, das noch unter Nazi-Herrschaft stand.

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Es hat im Ersten Weltkrieg ganz verschiedene Fronten gegeben. Die Front im Westen ist recht schnell von einem Bewegungskrieg zu einem Stellungskrieg geworden. Die Soldaten vegetierten unter schrecklichen Umständen in den Gräben. Die Überlebenszeit an der Front war gering. Im Osten und im Südosten herrschte Bewegungskrieg mit recht unterschiedlichen Verhältnissen. Es kam vor, dass ein ganzes Regiment in einer Woche zu beinahe 100 Prozent ausgelöscht wurde, weil es im offenen Feld in eine gut ausgebaute Stellung lief, während andere verhältnismäßig gut davonkamen. An der Südostfront (Serbien) sind sehr viele Soldaten an Cholera gestorben. An der Isonzo-Front war Stellungskrieg mit sehr hohen Verlusten auf beiden Seiten, weil die Granaten nicht wie im Westen im Schlamm explodierten, sondern im karstigen Gelände, so dass zu den Granatsplittern auch noch die Gesteinssplitter kamen. An der Tiroler Front herrschte Stellungskrieg, wobei die Soldaten mehr unter den Gefahren der Natur als unter den Waffen der Gegner litten. Zwei Drittel der Todesfälle an dieser Front sind durch Unfälle (Lawinen, Abstürze usw.) und durch Krankheiten verursacht worden. Sehr viele Soldaten sind erfroren. Giftgaseinsatz hat an allen Fronten für Angst gesorgt, doch gehen nur etwa 0,1 Prozent der Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf das Konto von Giftgas. Im Krieg Italien-Äthiopien (1935-36) waren es dann schon mehr als 1 Prozent, also im Verhältnis zehn Mal so viel.

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Ein Nationalteam kann man überall gründen. Ob es an internationalen Wettbewerben teilnehmen kann, hängt vom jeweiligen internationalen Verband bzw. für die Olympischen Spiele vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ab. Das IOC ist dabei wesentlich strenger als zum Beispiel der internatioale Fußballverband (FIFA), der auch mehrere "Nationalteams" aus dem gleichen Staat akzeptiert (Z.B. England, Schottland, Wales, alle aus dem gleichen Staat Großbritannien.) Das IOC akzeptiert meist nur ein Team aus einem Staat.

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Man muss unterscheiden zwischen Blindgängern, also nicht explodierten Bomben oder Artilleriemunition, die überall dort im Boden stecken, wo bombardiert oder gekämpft wurde. Man schätzt, dass etwa zehn Prozent der Bomben und Granaten nicht explodiert sind. Gegen Kriegsende wurden zudem große Mengen an nicht mehr gebrauchter Munition zumeist in stehenden Gewässer, teilweise auch in Flüssen, entsorgt. Die trifft auch für Munition aus dem Ersten Weltkrieg zu. Von der Gewehrgranate bis zu den rund 1000 kg schweren Granaten der 40-cm-Mörser ist alles noch tonnenweise in manchen Teichen oder Seen unter einer Schlammschicht verborgen. Auch die Munition aus dem Ersten Weltkrieg ist großteils noch gefährlich.

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Vor der Sesshaftigkeit waren die Menschen als Jäger und Sammler unterwegs. Es gab schon damals gute (edle) , weniger gute und ausgesprochen böse Menschen. Wilderer gibt es erst, seitdem es Jagdgesetze gibt.

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Wenn der Speck angeschnitten ist, was ich wohl vermute, da man selten eine ganze Speckseite kauft, dann ist es am besten, ihn mit einem entsprechenden Gerät zu vakumieren und dann im Kühlschrank zu lagern. Die Kaminwurzen kann man ebenfalls vakumieren oder, wenn man sie härter liebt, in kühler, trockener Luft hängen lassen, z. B. in einer ungeheizten Speisekammer.

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Damals ist ein sehr weiter Begriff. Vor der Entdeckung Amerikas gab es im deutschen Osten (ich denke dass der gemeint ist) mit Sicherheit keine Tomaten, danach sehr wohl. Ich habe jedenfalls in der damaligen DDR sehr gute Tomaten bekommen und meine Bekannten haben sich in ihrem Gärtchen sogar mehrere Sorten gepflanzt. Notfalls konnte man in den Plattenbauten auch am Balkon Tomaten im Topf pflanzen.

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Die Leber leicht mehlieren und pfeffern, aber nicht salzen (erst zum Schluss). In Butterschmalz mit reichlich Zwiebeln und Speck anbraten. Als Gewürz nehme ich immer Salbei (nur frische Blätter). Wenn die Kalbsleber gebraten ist (sie sollte innen noch leicht rosa sein) ein Stück Butter und ein wenig Obstbrand (vorzugsweise von Gravensteiner-Äpfeln) in die Pfanne geben, um aus dem Bratenfonds eine Soße zu machen. Die Leber erst beim Servieren salzen. Als Beilage empfiehlt sich Reis, aber auch Kartoffeln

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Am sichersten ist man, wenn man selber bäckt. Die Rezepte sehen zwar vor, die Rosinen in Rum einzuweichen. Das macht man teilweise wegen des Geschmacks, aber auch damit die Rosinen nicht zusammenkleben, sondern sich gut im Teig verteilen. Den gleichen Effekt erzielt man auch, indem man sie kurz in heißes Wasser taucht. Marzipan enthält normalerweise, wenn nicht anders angegeben, keinen Alkohol, da Rosenwasser nicht alkoholhaltig ist. Bei gefüllten, nicht selbst gebackenen Lebkuchen wäre ich vorsichtig, da sie in geringen Mengen Alkohol enthalten können.

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Bei einem alten Kachelofen macht man Feuer mit dem pyramidenförmig im Feuerraum gestapelten Holz. Das Anzünden sollte im oberen Teil dieser Pyramide mit einer geeigneten Anzündhilfe geschehen. Die Tür wird dann so weit zugemacht, dass noch guter Zug herrscht. Wenn das Holz verbrannt ist und keine Flammen, sondern nur noch Glut zu sehen ist, dann wird die Tür geschlossen.

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Offiziell hießen die Wohnungen "Gemeindewohnungen", und so steht es auch im Text. Umgangssprachlich heißt es aber immer "Gemeindebau". Man sagt "ich wohne im Gemeindebau".

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