Zeitarbeit, Abmahnung wegen "Arbeitsverweigerung"

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ihren Schilderungen zufolge hat Ihr Bekannter mit diesem Arbeitgeber nicht das große Los gezogen. Das ist gleich ein ganzes Bündel an Entgleisungen von Seiten des "Arbeitgebers".

Arbeitsstelle in 250 KM Entfernung:

Es kommt darauf an was im Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Wenn ein Einsatz in größerer Entfernung vertraglich vereinbart wurde ist der Arbeitgeber im Recht.

Wenn der Arbeitsvertrag nicht hergibt dass Ihr Bekannter in 250 Kilometer Entfernung arbeiten muss, benötigt der Arbeitgeber das Einverständnis des Arbeitnehmers. Eine Ablehnung wäre dann auch nicht legal abzumahnen.

Arbeitsunfähigkeit:

Wenn ein Arbeitnehmer krankgeschrieben ist, hat er gemäß Entgeltfortzahlungsgesetz Anspruch auf Lohnfortzahlung, egal wie sehr der Arbeitgeber tobt. Keinesfalls ist es zulässig anzukündigen den Arbeitnehmer ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu bezahlen.

Kündigung:

Mit welcher Begründung wurde Ihr Bekannter gekündigt. Wenn seit Zugang der Kündigung noch keine 3 Wochen vergangen sind und der Kündigungsschutz greift

  1. mehr als 10 Arbeitnehmer im Betrieb und

  2. Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens 6 Monaten

dann sollte Ihr Bekannter Kündigungsschutzklage einreichen.

Weiteres Vorgehen:

Es ist löblich dass Sie Ihren Bekannten unterstützen. Ihr Bekannter sollte schnellstmöglich zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht damit dieser ihn zu nachfolgenden Punkten rechtlich berät und gegebenenfalls vor dem Arbeitsgericht vertritt.

  1. Beratung hinsichtlich Kündigungsklage

  2. Prüfung Arbeitsvertrag hinsichtlich Einsetzbarkeit.

  3. Zulässigkeit der Abmahnung wegen arbeitsverweigerung

Wie die Chancen Ihres Bekannten stehen ist mit den gegebenen Informationen leider nicht sicher vorherzusagen.

Wehren Sie sich, ich wünsche Ihrem Bekannten viel Erfolg!

Peter Kleinsorge

Wie immer eine gute und hilfreiche Antwort :) DH

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Sehr gute Antwort!

Noch zur Ergänzung:

  • Wenn eine Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit von einem Arzt vorliegt, dann hat die Abmahnung keinen Bestand.
  • Der Anwalt wird wahrscheinlich gegen die Kündigung klagen. Theoretisch ist Ihr Bekannter im Erfolgsfall dann wieder eingestellt. Praktisch einigt man sich meistens vor Gericht auf eine Abfindung. Bei drei Jahren sind das mindestens ca. 1,5 Monatsgehälter, wenn die Gründe des Arbeitgebers wirklich so schlecht sind wie hier dargestellt, dann wird das Gericht sogar etwas mehr vorschlagen.
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Eigentlich gehört ja bei der Anstellung in einer Zeitarbeitsfirma von vorne herein eine Rechtsschutzversicherung. Die kostet natürlich. Es bleibt ihm jetzt gar nichts übrig, als gegen diese Abmahnung Klage zu erheben, Das geht am Arbeitsgericht kostenlos. Hingehen und zur Niederschrift klagen.

Rechtsschutz ist vorhanden. Was bedeutet " zur Niederschrift klagen"?

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