Warum lässt Gott Tierleid zu?

19 Antworten

Nehmen wir einmal an es gäbe einen Gott oder etwas Ähnliches oder mehrere davon. Dann gibt es trotzdem eigentlich keinen besonderen Grund, warum dieser ein vollständig "liebender Gott" sein sollte, der für alle Lebewesen das Beste möchte. Außer natürlich, dass die Menschen sich einen solchen erschaffen, weil es natürlich eine schöne Vorstellung ist. Gründe gibt es nicht wirklich dafür, oder sagen wir wenigstens, dass es genug dagegen gäbe, wenn man sich die Welt und die Prozesse die auf ihr ablaufen genauer anschaut.

Ich finde es immer sehr interessant, wie in jeder Religion, Gott immer mit einer absoluten Selbstverständlichkeit "gut" ist. Das liegt ja fast schon in der Definition einer Gottheit. Es werden daher immer die Fragen gestellt "Wieso lässt ein liebender Gott so etwas zu" und nie "Ist Gott eigentlich liebend". Ist doch witzig.

Um diese Gott-Sache schnell abzuhaken: Alles spricht dafür, dass es so etwas wie Götter und Wunder nicht gibt. Der Mensch ist ganz allein dafür verantwortlich was er tut. Ich würde auch an keinen Gott glauben wollen, der all das zulässt, was täglich schlimmes geschieht, denn dieser Gott wäre entweder ein Sadist oder einfach nur gleichgültig.

Bezüglich des Tierleids gibt es da mehrere sehr widersprüchliche Dinge.

Die meisten Menschen würden sich wohl als tierlieb oder "Tierfreund" bezeichnen. Sie sagen sie "lieben" Tiere und viele haben auch Haustiere wie Hunde, Katzen, oder verschiedene Nagetiere.

Was nun dazu nicht passt, ist, dass sich 98% der Menschen in Deutschland einen Scheißdreck darum kümmern wie erbärmlich das Leben der Tiere in der industriellen Tierhaltung ist. Gekauft wird praktisch immer das billigste. Den Menschen ist es heutzutage weder bewusst, noch schätzen sie das Stück Fleisch auf dem Teller wert. Dieses Fleisch hat mal gelebt, hatte Gefühle und wollte ebenfalls nur leben.

Die Esskultur in Deutschland und in vielen Teilen der westlichen Welt ist einfach nur ekelhaft. Weder Umwelt - noch Tierschutz gibt es, weil es die Leute nicht kümmert. Es zählt nur "billig, sofort und viel".

Die Moral und Empathie hört immer dann auf, wenn der Geldbeutel geöffnet werden muss oder wenn man seine eigene Bequemlichkeit aufgeben müsste. Es wird lieber weggesehen und so getan als würde das Billgfleisch einfach im Supermarkt wachsen, bevor man sich mit diesen unschönen Dingen der Haltung auseinandersetzen muss. Da könnte man sonst ja glatt ein schlechtes Gewissen bekommen. Auch das Argument "Vegetarische Lebensweise ist ja so teuer" zieht nicht wirklich, denn für den neuen Leasing-Wagen oder das neuste Smartphone ist immer genügend Geld da merkwürdigerweise.

Das ganze ist einfach widerlich. Man kann sich nur selbst nicht an dieser Perversion beteiligen die heutige Landwirtschaft nun einmal ist.

Dass viele so extrem aggressiv auf Vegetarier und Veganer reagieren ist klar: Die Leute wissen in ihrem tiefesten Inneren, dass sie Umweltschäden und massives Leid verursachen, weil sie sich nicht beherrschen können und nicht in der Lage sind ihre Lebensweise umzustellen. Da ist immer untergründig Neid dabei und das führt zu Wut und Hass.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Tiere fressen sich nunmal gegenseitig, das ist der Lauf der Welt. Ob da irgendeine Form vom Gott (welcher denn von den hunderten die es gab und gibt?) dran beteiligt ist darf wohl bezweifelt werden. Ob es ein Leben danach gibt oder das nur eine Geschichte ist um uns Menschen die Angst zu nehmen / Angst zu machen kann niemand sagen, es ist noch keiner zurückgekommen der wirklich ganz und gar tot war.

es ist kein töten aus leidenschaft, sondern weil deren/ unser körper es braucht. dies verstösst gegen kein gebot! tiere besitzen nicht die nötigen körperlichen voraussetzungen, um vegetarier zu sein.

Tiere töten nicht aus Leidenschaft oder aus Sport, sondern um überleben zu können.

Was die Menschen machen, ist weitaus schlimmer und niemand zwingt Sie dazu, so zu handeln.

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