Woran liegt es, dass Schüler heutzutage so viel Hilfestellung benötigen?

Das Ergebnis basiert auf 42 Abstimmungen

Von allem ein bisschen 43%
Die Schüler scheinen zu "verblöden" (gewisse Freizeitbeschäftigungen etc.?) 17%
Sonstiges... (bitte erläutern) 14%
Der Schulstoff wird schwieriger 7%
Die Schüler werden immer fauler/ gleichgültiger 7%
Die Lehrer vermitteln den Stoff immer unangemessener 7%
Die Eltern unterstützen ihre Kinder nicht mehr ausreichend 5%

22 Antworten

Von allem ein bisschen

Viele Kinder sind es heute gewöhnt, alles fix und fertig vorgesetzt zu bekommen. Sie müssen sich für gar nichts ein bisschen anstrengen: Überreichliche Mengen an Spielzeug, überreichliches Angebot an Nahrung, Zugeständnisse bei Markenklamotten, Freizeitverhalten: das Fernsehen ist nur Konsumieren/Berieseln. Sie erfahren überhaupt nicht mehr, was es heißt, etwas zu tun, um einen Profit zu haben. Und so setzen eine ganze Menge Kinder einfach voraus, dass sie sich ihr Wissen nicht erarbeiten müssen. Sie meinen, wenn der Lehrer ihnen vormittags versucht, den Stoff zu vermitteln, reicht das aus, und nun wissen sie ja alles. In der Grundschule ist der Stoff nicht schwieriger als vor 50 Jahren. Danach allerdings wächst die Wissensvermittlung rapide an gegenüber früher. Außer Farbe blau meine ich, von allem trifft etwas zu. Deshalb:

Deinen Ausführungen kann ich in einiger Hinsicht voll zustimmen. Viele Kinder scheinen wohl zu sehr verwöhnt zu werden. Aber es trifft ja Gott sei Dank nicht alle! :)

DH für die Beteiligung an der Umfrage! ;-)

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Die Eltern unterstützen ihre Kinder nicht mehr ausreichend

Die Eltern sind selbst nicht willens oder in der Lage, ihrem Kind zu helfen. Diese Gleichgültigkeit geht sogar in den Freizeitbereich über: Es ist doch viel bequemer, das Kind vor die Glotze zu setzen als es durch Aktivitäten zu fördern. Ab einem bestimmten Alter setzt sich diese Einstellung dann auch in den Köpfen der Kinder fest, die es dann wiederum an die nächste Generation weitergeben. Schöne Aussichten!!

Ja, aber WIESO müssen Eltern/ Nachhilfe-Menschen denn überhaupt helfen? Ich bekam vor 15 Jahren weder durch Nachhilfe noch durch meine Eltern Hilfestellung. Und ich schloss mein Abi sehr gut ab. ;-) Liegt es an der Grundeinstellung der Schüler? Wird der Stoff doch schwieriger (angeblich nicht!)?

DH für die Beteiligung an der Umfrage! ;-)

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@user1175

Ich denke, es ist für ein Kind schon wichtig, wenn man sich grundsätzlich für das interessiert, was in der Schule läuft. Die Lehrer an unserer Grundschule weisen die Eltern in letzter Zeit auch verstärkt darauf hin. Man kann ja von elterlichen "Tränentieren" wohl kaum aufgeweckte Kinder erwarten.

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Von allem ein bisschen

Der Druck fällt nach unten... zuerst der Pisa-Aufschrei. Dann die Straffung des Gymnasiums. Außerdem die tägliche Verunsicherung aller Leute wegen des Arbeitmarktes... alles Faktoren, die unglaublichen Druck auf die Schule, die Lehrer, die Eltern machen, und unmittelbar bei den Kindern landen.Der Druck pflanzt sich fort bis ins schwächste Glied, auch ohne viele Worte, das ist schon die allgemeine gesellschaftliche Stimmung, die all das so aufheizt.

Habe sicher noch eine Menge vergessen, aber daß die Kinder heutzutage blöder sein sollen als wir damals - echt nicht.

Ja, das könnte ein guter Ansatz sein.

DH für die Beteiligung an der Umfrage! ;-)

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Von allem ein bisschen

Für die zunehmenden Probleme von Schülern gibt es mehrere Gründe, wobei diese nicht für alle oder immer gleichartig gelten.

Der Schulstoff wird nicht immer größer und schwieriger. In Teilbereichen kommen mehr neue Sachverhalte und mehr Wissen hinzu. Dies kann aber oft auch leichter recherchiert werden. Umfangreicher wird der Lernstoff pro Zeit im Zusammenhang mit dem Abitur nach 12 Schuljahren.

Bei einem Teil der Schüler(innen) ist wohl eine Berieselung mit anspruchsloser Unterhaltung, Beschäftigung mit schnell wechselnden Oberflächenreizen und ein entsprechender Medienkonsum abträglich für die Konzentrationsfähigkeit und die Entwicklung eines vertiefenden selbständigen Denkens.

Manche sehen Wissensaneignung und die Ausbildung von Lernfähigkeit in keinem engen Verhältnis zu Möglichkeiten im späteren Leben, auch wenn dies oft eine wesentliche Voraussetzung (wenngleich keine hinreichende Bedingung) ist und Erfolg ohne Talent und Anstrengung nicht die Regel ist.

Die Aufgabe der Lehrer(innen) ist unter den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen und zum Teil auch wegen eines durch die Bildungspoltik geschaffenen Rahmens schwieriger geworden. Sie müssen in stärkerem Ausmaß sozialen Defiziten gegensteuern und sich für ein gutes Arbeitsklima mit Motivation und ausreichender Disziplin anstrengen. Zu Vermittlungsmöglichkeiten unter diesen Bedingungen (weniger der reinen sachbezogenen Aufbereitung) kann eine Unterstützung für viele wohl auch nützlich sein.

Eltern haben zum Teil nicht viel Zeit für eine starke persönliche Unterstützung ihrer Kinder oder fühlen sich überfordert, manchmal haben sie anscheinend auch wenig Lust dazu.

Schöner, differenzierter Beitrag. :) Und stimmt, das ist mir vorhin glatt entfallen, wir (ich) hatten damals noch KEIN INTERNETZUGANG!

Wenn wir etwas nicht verstanden haben, wurde untereinander gepaukt und diskutiert. Man hat sich wahrlich mehr mit dem Stoff auseinandergesetzt und gelernt. Die mediale Berieselung von heute gab es nicht.

DH für die Beteiligung an der Umfrage! ;-)

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@user1175

Mist, ich meinte: "keinen Internetzugang" ;-) (hatte erst nur "Internet" geschrieben)

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Von allem ein bisschen

Heißes und sehr aktuelles Thema gerade... Auch hinsichtlich der sog. "G8-Diskussion". Ich meine, dass grundlegend etwas nicht in Ordnung sein kann, wenn Schüler nur noch mit Not und permanenter Nachhilfe über die Runden kommen. Entweder ist die Schulform falsch gewählt, oder die Lehrpläne zu voll, die Lehrer ihren Anforderungen nicht gewachsen, die Kinder zu "problembeladen" (kann vieles sein) oder, oder... Aber wie so oft kann man wohl auch hier nicht von Monokausalität sprechen. Ich denke, dass in der Bildungspolitik viel zu oft irgendwelche "Schnellschüsse" abgegeben werden in Form von irgendwelchen Neuerungen, die zwar gut gemeint, aber ebenso wenig gut durchdacht sind, leider. Auszubaden haben das schlussendlich immer die Kinder...

Ein differenzierter Beitrag! :)

DH für die Beteiligung an der Umfrage! ;-)

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Hinzu kommt, daß die politischen "Schnellschüsse" möglichst nichts kosten dürfen! Und schon deshalb meistens nichts bringen...

DH, Mia!

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