Wonach streben eigentlich buddhistische Mönche?

7 Antworten

Einfach ausgedrückt: Ich habe es so gelernt, dass es für einen normalen Menschen mit den täglichen Sorgen und Nöten, Familie und Arbeit eigentlich unmöglich ist, sich so auf seine Erleuchtung zu konzentrieren, dass man den Weg ins Nirvana schaffen kann, denn das Karma lauert da quasi überall. Ein Mönch hat weniger weltliche Ablenkungen (Anhaftungen) und kann deshalb deutlich besser an seiner Erleuchtung arbeiten.

Der Buddhismus bestand zunächst nur aus dem Buddha und seinen ersten Schülern, heute würden wir dabei von Mönchen sprechen, da sie ohne Bindung an Familien zusammenlebten.

Das Mönchtum ist also ein sehr alter Teil der buddhistischen Tradition. Gerade im Theravada-Buddhismus haben die Mönche besonderen Stellenwert, da sie ihr Leben eben ganz der Meditation und den buddhistischen Schriften gewidmet haben.

Da meines Wissens nach im Theravada das Leben als Mönch eine Voraussetzung für das Nirvana ist, ist die Verehrung der Bevölkerung in den Ländern Südostasiens, wo das Theravada vorherrscht durchaus verständlich

Eventuell notwendige Korrektur willkommen, ich bin kein Theravada-Experte.

Im Mahayana-Buddhismus ist die "Erleuchtung" nicht auf Mönche beschränkt,

Mönche: Letztlich handelt es sich bei Mönchen um einen Haufen Leute die zusammen leben und ihre Zeit mit Meditation, Arbeit und Schriftenstudium verbringen, anstatt einem Beruf nachzugehen und Familie zu haben - ähnlich dem Motto des christlichen Benediktiner-Ordens "ora et labora" (bete und arbeite).

Priester: Eine Ausnahme davon sind die "Tempelpriester", wie es sie in Japan gibt. Die leiten einen Tempel, der zu einer Gemeinde gehört und wo sich der Priester um die Belange der Einwohner kümmert, Beerdigungen organisiert - und selbst oft Familie hat, da das Amt des Tempelpriesters oft vererbt wird.

Meditation: Buddhistische Meditation kann jeder üben, dazu muss man nicht Mönch oder Buddhist sein. Selbst wenn man kein "spirituelles Ziel" hat, kann sie dabei helfen, bewusster, achtsamer und entspannter zu werden.

Das ganze lässt sich übrigens ziemlich einfach ergoogeln.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit mehr als 30 Jahren praktizierender Buddhist

Buddha war kein Buddhist!

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@gottesanbeterin

Hat das jemand behauptet?

Das eine Lehre mit ihrem Lehrer beginnt, der ursprünglich einer anderen Religion angehörte, ist eigentlich nachvollziehbar.

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@Enzylexikon

Buddhismus ist eine Lebensphilosophie mit praktischen Methoden.

Da der Buddhismus sich nicht mit Gott beschäftigt, sondern mit dem Menschen und zudem kein Glaube sondern eine praktische Erfahrung ist. Buddhismus hat sich in animistisch geprägten Regionen verbreitet, Animismus ist Religion.

Religion hat die Eigenschaft den Dienst an Gott zu definieren und anzuwenden.

Buddhismus hat die Eigenschaft, den Dienst an seiner eigenen Seele/seinem Selbst zu erforschen und anzuwenden.

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Ihr Ziel ist es die Erleuchtung zu erlangen und aus dem ewigen Kreislauf rauszukommen. Auf diesem Weg müssen sie sich nach einigen Sachen richten und auch befolgen wie zum Beispiel die Meditation. Aber das eigentliche hauptziel aller Buddhisten ist ein Leben ohne Leid und mit viel Glück , Freude und Liebe.

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

"Freiheit ist nicht die Freiheit von den Umständen, sondern die Freiheit von den Fesseln, mit denen wir uns an die Umstände binden." - Wenn Du so willst, so ist es eben diese Freiheit nach der die Mönche streben.

Das theoretische Ziel ist:

Nichts

Sie nennen es halt Nirwana.

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