Leben buddhistische Mönche im Zölibat?

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10 Antworten

Definitiv leben buddhistische Mönche und Nonnen im Zölibat, wenn sie das nicht tun, sind sie keine buddhistischen Mönche oder Nonnen.

Ein Mönch oder Nonne, der oder die sexuellen Verkehr durch eines der drei Tore mit einem Mensch oder Tier hat oder hatte, ist de facto kein Mönch oder Nonne mehr, da er oder sie ein Parajika oder Wurzelfehltritt beging.

Dies gilt in allen buddhistischen Schulen, egal ob Theravada oder Mahayana.

Es gibt noch drei existierende Vinaya-Linien, nach der buddhistische Mönche oder Nonnen ordiniert werden: die Dharmagupta, Mulasarvastavadin und Theravada Linie. Jemand der nicht innerhalb einer dieser drei Linien ordiniert wurde mag sich Mönch oder Nonne nennen, ist es aber nicht. Nur diese drei Linien sind Ordenslinien, die direkt auf den Buddha zurück gehen und noch existieren.

Die ersten beiden Vinaya-Linien werden eher in Mahayana Traditionen wie Chinesischer Buddhismus und Tibetischer Buddhismus gegeben, die letztere im Theravada.

Die Regeln für buddhistische Mönche und Nonnen in den drei existenten Vinaya Linien sind im Wesentlichen gleich, sie unterscheiden sich nur durch feinere Unterscheidungen, die dann z.B. zu 227 Gelübden für vollordinierte Mönche im Theravada oder 253 für Mönche in der Mulasarvastavadin Tradition führen.

In Deutschland haben sich viele buddhistische Mönche und Nonnen in einer Dachorganisation zusammengeschlossen. Dort kannst Du Details erfragen: http://dbo.de/

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Wikipedia nur mit Vorsicht zu genießen ist. Es ist keine verlässliche Quelle, wenn auch mitunter hilfreich.

Sehr ausführlich und hilfreich. Danke!

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@evalindner

Eine Besonderheit ist außerdem, das Mönche und Nonnen ihr Gelübde unbeschädigt zurück geben können. Das heißt, wenn sie das Gelübde nicht gebrochen haben können sie es dem Abt "zurückgeben" und weltlich leben. Zu einem späteren Zeitpunkt können sie wieder ordiniert werden.

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Grundsätzlich leben buddhistische Mönche (und Nonnen) während sie die Gelübde genommen haben streng enthaltsam. In der traditionellen Theravada Tradition ist nicht einmal die Berührung einer Frau (eines Mannes) erlaubt. Zen-Mönche hingegen können u. U. heiraten.

Ordinierte Mönche und Nonnen leben zölibatär. Insgesamt müssen Mönche 227 und Nonnen mindestens 311 Regeln einhalten. Diese Regeln sind im Vinaya Pitaka aufgelistet und erklärt. Die Ordensregeln für Mönche findest Du hier:

http://www.satinanda.de/thema-03/patimokkha.htm

Eine solche ist im Buddhismus nur für Mönche und Nonnen während der Zeit ihrer monastischen Laufbahn gefordert und gilt nicht auch für Laienanhänger. Der Zölibat wird vor allem im Theravâda ( Theravada), der ältesten buddhistischen Tradition, beachtet. In einigen Richtungen des Mahâyâna ( Mahayana-Buddhismus) ist der Zölibat nicht zwingend. Kopiert: http://www.relilex.de/artikel.php?id=7699

wie ich unten sagte leben alle buddhistischen Mönche und Nonnen im Zölibat. Wenn sie das nicht tun sind sie keine Mönche oder Nonnen, das gilt auch für den Mahayana Buddhismus. Für Laien ist prinzipiell kein Zölibat zwingend, egal ob Theravada oder Mahayana. Francesco Ficicchia sollte diesen Eintrag korrigieren. Was auch immer seine Quelle sein mag, sein Eintrag ist schlicht falsch.

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Ja, leben sie. Sie dürfen eine Frau nicht einmal berühren.

es gibt eine gruppe mönche,die nicht im zölibat leben. manche davon lassen auch die haare wachsen

(ich hab sie kennengelernt)

und nonnen

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Eindeutig ja, und zwar strenger als manche katholische Priester.

das tun sie zwar, aber nur mit einschränkung. Zenmönche z.B. können auch heiraten und die nennt man dann 'priest'. Eigentlich gibt es nur im Theravada - Buddhismus, der sich auf die ursprüngliche Lehre Buddhas bezieht, das Zölibat, was ein wichtiger !!! und fester Bestandteil der Gelübde ist. Nachzulesen im Vinaya - der Codex für Mönche und Nonnen.

Mit Sicherheit. Da sie ja das Kloster nie verlassen dürfen!!

Das stimmt nicht ganz. Sie verlassen täglich das Kloster, um z. B. in aller Frühe sich das Essen zusammenzubetteln.

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Also bei uns gehen die Moenche jeden Tag durchs Dorf und geben den Menschen die Moeglichkeit zu einer "guten Tat", indem sie Spenden annehmen (normalerweise Nahrungsmittel). Ab Mittag sind sie dann aber im Kloster. Dann haben wir hier noch die Wandermoenche. Die sind den ganzen Tag ueber unterwegs. Zu besonderen Anlaessen besuchen Moenche auch mal ihre Familien. Natuerlich duerfen die die Kloester verlassen, sie muessen es sogar (u.a. wegen der Spenden).

Waehrend der Moenchszeit, die in der Regel ja zeitlich begrenzt ist, leben sie jedoch sehr wohl im Zoelibat (sie sollten es zumindest).

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