Woher will man Wissen, dass das Universum sich ausdehnt?

10 Antworten

Hallo asdasdasdas2d,

Hubble hat in den 1920ern die überraschende Entdeckung gemacht, dass sich (fast) alle anderen Galaxien von der Milchstraße wegbewegen. Und zwar umso schneller wegbewegen, je weiter sie schon weg sind. Er hat einen richtig linearen Zusammenhang von Geschwindigkeit und Abstand zu uns gefunden:

https://heise.cloudimg.io/width/926/q50.png-lossy-50.webp-lossy-50.foil1/_www-heise-de_/tp/imgs/89/2/3/6/6/4/8/5/f2cebf0a59b9dfd1.png

Diese Entdeckung lief über die Rotverschiebung im Licht dieser Galaxien. Rotverschiebung bedeutet, dass wir im Spektrum der Sterne dort zwar die Spektrallinien der uns hier bekannten Elemente sehen... aber systematisch zu längeren Wellenlängen hin verschoben. Ganz so, wie wir es vom Dopplereffekt kennen.

Anders als der normale Dopplereffekt, passiert die Rotverschiebung der Galaxien aber nicht durch die Bewegung der Lichtquelle durch den Raum, sondern passiert unterwegs durch die Ausdehnung des Raumes.

Das wissen wir heute unter anderem deshalb, weil weit entfernte Galaxien sehr hohe Rotverschiebung haben - Werte, für die sich die Galaxie mit mehr als Lichtgeschwindigkeit bewegen müsste. Und das geht halt nicht. Über kosmologische Ausdehnungseffekte lassen sich solche enormen Werte auf sehr große Entfernungen aber sehr gut verstehen:

Das Universum dehnt sich mit einer bestimmten __Rate__ aus. Wie schnell sich eine Galaxie von uns weg bewegt, hängt dagegen von deren Entfernung ab: Eine konstante Geschwindigkeit ist also nicht angebbar.

Diese Rate ist der Hubble-Parameter, in der älteren Literatur oft als Hubble-Konstante bezeichnet, von etwa 67 Kilometer pro Sekunde und Megaparsec. Das bedeutet, dass so viel neuer Raum im Universum entsteht, dassauf eine Entfernung von 1 Megaparsec (das sind etwas über 3 Millionen Lichtjahre, also etwas weiter als bis zur Andromedagalaxie) pro Sekunde die Entfernung um 1 Kilometer größer wurde.

Und das addiert sich eben auf auf große Entfernungen: Pro Sekunde gibt es etwa 140 km Zuwachs auf 2 Megaparsec und etwa 210 km auf 3 Megaparsec... usw. Hast Du ein paar tausend Megaparsec, addiert sich das zu Zunahmen der Entfernung pro Sekunde, die über der Lichtgeschwindigkeit liegen.

Das bedeutet aber eben nicht, dass sich weit entfernte Galaxien mit Überlichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegen. Es ist vielmehr ein Additionseffekt einer Ausdehnungsrate, die zu den hohen Rotverschiebungswerten führt, die zu Werten passen, die weit höher als Lichtgeschwindigkeit sind.

Vielleicht sind wir ja genau im Mittelpunkt des Universums

Man hat ja historisch schon mal gedacht, dass die Erde der Mittelpunkt ist... und musste erst die Sonne ins Zentrum setzen... dann das Zentrum der Milchstraße... und dann hat man sogar noch erkannt, dass es Milliarden von Galaxien gibt.

Wir sind der Mittelpunkt des __beobachtbaren Universums__.

Das ist tatsächlich der Bereich des Universums, aus dem uns das Licht seit dem Urknall erreicht hat. Das bedeutet aber gar nichts: Jeder Beobachter in einer beliebigen anderen der Milliarden Galaxien wird exakt dasselbe beobachten: Dass sich alle Galaxien von ihm wegbewegen... umso schneller, je weiter sie weg sind... und dass er scheinbar der Mittelpunkt seines beobachtbaren Universums ist.

Du kannst das ausprobieren, indem Du ein paar Punkte auf ein Blatt malst. Ein Punkt für eine Galaxie. Dann vergrößerst Du das Bild, zum Beispiel mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Und wenn Du beide Bilder ausdruckst und gegen das Licht aufeinanderlegst, so dass einer der Punkte mit seinem Gegenstück zur Deckung kommt, hast Du den Eindruck, dass alle anderen Punkte sich von dem wegbewegen... nur: das klappt bei jedem Punkt.

Das beobachtbare Universum "endet" für jeden Beobachter mit der Hintergrundstrahlung - dem ersten und ältesten Licht, das sich nach dem Urknall im Universum ausbreiten konnte. Und dahinter sind die Teile des Universums, die für diesen Beobachter unbeobachtbar sind.

Ob das Universum als Ganzes endlich oder unendlich groß ist, das wissen wir nicht. Es "erscheint" also mitnichten unendlich groß, auch wenn man das in der Presse manchmal liest.

https://www.youtube.com/watch?v=5NU2t5zlxQQ

Grüße

"Diese Rate ist der Hubble-Parameter, in der älteren Literatur oft als Hubble-Konstante bezeichnet, von etwa 67 Kilometer pro Sekunde und Megaparsec. Das bedeutet, dass so viel neuer Raum im Universum entsteht, dassauf eine Entfernung von 1 Megaparsec (das sind etwas über 3 Millionen Lichtjahre, also etwas weiter als bis zur Andromedagalaxie) pro Sekunde die Entfernung um 1 Kilometer größer wurde."

Da sollte es anstatt 1 Kilometer auch 67 Kilometer heißen.

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@uteausmuenchen

Darüber habe ich auch gerade nachgedacht. Nur kam mir nicht die Idee, dass, bzw. warum Du 67 mit 1 verwechseln konntest...

Außerdem verstehe ich nicht, warum der Raum bei

  • 1 Megaparsec 67 km wächst,
  • 2 Megaparsec 140 km,
  • 3 Megaparsec 210 km;

Müsste das nicht so sein?:

  • 1 Megaparsec 67 km,
  • 2 Megaparsec 134 km,
  • 3 Megaparsec 201 km;
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@uteausmuenchen

Es ist also wirklich eine lineare Funktion, richtig?

Raumzuwachs bei 5672 Megaparsec = 5672 mal 67 km. (?)

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@Mannimanaste

Wenn Die Rate konstant ist über die Zeit... ja.

Aber an der Stelle kommt die Beschleunigung der Expansion ins Spiel. Sehr weit entfernte Galaxien sind bissi näher dran an uns als man über die aus relativ nahen Galaxien bestimmte Rate erwarten würde. Das bedeutet, dass die Rate heute bissi größer ist als vor ein oder zwei Milliarden Jahren.

Das war die überraschende Entdeckung, die in den 1990er und den "0er" Jahren 2 Forschungsgruppen unabhängig und gegen die Erwartung gemessen haben. Gab dann 2011 den Nobelpreis.

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Durch die Rotverschiebung bei weit entfernten Galaxien weiß man das.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotverschiebung

Das sichtbare Universum erscheint btw nicht unendlich, sondern hat einen Durchmesser von etwa 93 Milliarden Lichtjahren, dahinter ist genau das der Fall, was du erwähntest, es ist so weit weg, dass es noch nicht bei uns angekommen sein kann (dass das bei über 46 Milliarden Lichtjahren möglich ist liegt an der Phase der Inflation, in der sich die Raumzeit deutlich schneller als das Licht ausgedehnt hat).

Endlich mal ne vernünftige Antwort.

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Ich bitte Sie um Beantwortung eines (relativ) wissenschaftlichen Laien dazu:

Wie kann innerhalb dieser offenbar seriös annehmbaren, geschwindigkeits-inflationären räumlichen Ausdehnung des Universums von mega-gigantischen 93 Milliarden Lichtjahren überhaupt (bekannte) Energie bzw. Materie (bekannte Atomstruktur) entstehen bzw. existent sein ?

Zudem ist das Universum durch den (angeblichen) Urknall als mutmaßlichen Anfang (angeblich) erst ca. 13,8 Milliarden Jahre alt. Was natürlich nur eine Zeiteinheit ist. Ohne Maßangabe der Geschwindigkeit der Ausdehnung, ohne Maßangabe der reine Raum-Ausdehnung.

Bedeutet das, dass die inflationäre Raum-Zeit einen Ereignishorizont - als den Anfang von was (?) - sozusagen mit steigender Geschwindigkeit (steigender Über-LG) immerzu vor sich her schieben müsste und demnach eigentlich gar keine (bekannte) Energie/Materie innerhalb der Raum-Zeit existent sein kann bzw. es nach den physikalischen Gesetzen so nicht dazu kommen könnte ?

Weil - es heißt doch so meine ich physik-wissenschaftlich, dass (angeblich) innerhalb des Raum-Zeit-Gefüges nichts schneller sein kann als das Licht ?

Für eine Beantwortung wäre ich dankbar.

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@AllesLiebe12
Weil - es heißt doch so meine ich physik-wissenschaftlich, dass (angeblich) innerhalb des Raum-Zeit-Gefüges nichts schneller sein kann als das Licht ?

Nein. Das heißt es nicht.

Nur Materie und Information kann sich nicht schneller als mit Vakuumlichtgeschwindigkeit durch den Raum bewegen.

Bei der Expansion des Universums bewegt sich aber nichts schneller als Licht durch den Raum; die überlichtschnelle Ausdehnung ergibt sich durch Aufaddieren einer Rate über sehr große Entfernungen.

Hier habe ich das mal erklärt:

https://www.gutefrage.net/frage/universum-expandiert-mit-ueberlichtgeschwindigkeit#answer-294400140

Bedeutet das, dass (...) demnach eigentlich gar keine (bekannte) Energie/Materie innerhalb der Raum-Zeit existent sein kann bzw. es nach den physikalischen Gesetzen so nicht dazu kommen könnte ?

Klares Nein. Was ja eigentlich offensichtlich ist, wenn man sich umschaut... ;-)

Grüße

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@uteausmuenchen

Danke für die Info. Ich möchte für einen evtl. weiteren Kommentar von mir dazu gerne noch die gewünschte (hoffentliche) Antwort von "Mastema666" abwarten.

Zum von Dir am Schluß erwähnten "Klaren Nein" aber schon mal - das weiß ich anders. Alles scheinbar reale Äußere "um uns herum" wird nur projeziert - im Gehirn. Wir hatten dazu bekanntlich schon mal mehr als ausgiebig diskutiert...

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@AllesLiebe12

Wieso sollte da denn keine Energie oder Materie existieren können? Da spricht doch imho gar nichts dagegen.

Es gibt da nichts wie einen "Ereignishorizont", der irgendetwas "vor sich her schiebt", denn es ist ja die Raumzeit selbst, die sich ausdehnt, zusammen mit allem, was sich in ihr befindet. Ob es ein "außerhalb" gibt bzw was das sein könnte wissen wir nicht (und werden wir vielleicht nie herausfinden).

Dass das Universum trotz seines scheinbar "jungen" Alters einen Durchmesser von 93 Milliarden Lichtjahren haben kann (bzw ist das ja sogar "nur" das beobachtbare Universum, ob es ggf dahinter nicht noch sehr viel weiter geht wissen wir nicht, weil das Licht von dort vielleicht einfach nur noch nicht bei uns angekommen ist) erklärt man sich eben u.a. durch die Phase der Inflation sehr kurz nach dem Urknall, da hat sich die Raumzeit kurzfristig sehr viel schneller als mit Lichtgeschwindigkeit ausgedehnt.

Wie das zu verstehen ist sieht man imho ja auch sehr gut an der üblichen Darstellung der Expansion des Universums: https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall#/media/Datei:Expansion_des_Universums.png

Dort sieht man, wie sich das Universum am Anfang vorübergehend sehr schnell ausdehnt bevor sich die Kurve dann stark abflacht. In "letzter Zeit" (mehrere Milliarden Jahre) beschleunigt sich die Ausdehnung allerdings wieder, warum das so ist weiß afaik aber bisher noch niemand.

Die Beschränkung auf die Lichtgeschwindigkeit bezieht sich, wie du ja auch selbst gesagt hast, nur auf Bewegungen innerhalb der Raumzeit, die Raumzeit selbst kann sich schneller ausdehnen, so kann es auch so erscheinen, als wenn sich 2 Objekte an dem jeweils anderen Ende des (bekannten) Universums schneller als mit Lichtgeschwindigkeit voneinander weg bewegen würden obwohl das tatsächlich nicht nur echte Bewegung ist, sondern sozusagen einfach neuer Raum zwischen diesen Orten entsteht, so erhöht sich deren Entfernung ohne dass sie sich bewegen müssen.

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@AllesLiebe12
Zum von Dir am Schluß erwähnten "Klaren Nein" aber schon mal - das weiß ich anders.

Auf die Quelle, die das belegt, bin ich echt neugierig. Vor allem, ob sie an Wissenschaftlichkeit mit der Physik mithalten kann.

Wir hatten dazu bekanntlich schon mal mehr als ausgiebig diskutiert...

Verwechsle ich das jetzt oder war das die Diskussion, in der mein Gesprächspartner eingeräumt hat, sein "Wissen" aus Astralreisen zu gewinnen. Bin mir echt nicht mehr sicher und will Dir da nix unterstellen.

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@uteausmuenchen

Nein, das mit "Wissen aus Astralreisen" war ich nicht. Wobei ich selbst auch Erfahrungen dazu besitze, welche nicht einfach von der Hand zu weisen sind. Dazu zählt auch das "Luzide (Klar-)Träumen", welches einen guten Einstieg für sogen. "Astralreisen" bilden kann. Es bildet sich so eine objektive Bewusstheit, welche sehr hilfreich sein kann, um so auch erkenntnisgewinnend "über den Tellerrand" hinauszublicken.

Du beugst schon mal vor, indem Du ein "Mithalten mit der Wissenschaftlichkeit von Physik" als allgemeinen Masstab ansetzt. Dem kann so aber nicht sein...

Nachstehender Link zeigt die Projektion des Äußeren stichhaltig auf. Alles sich abbildende Äußere ist im Inneren - im Gehirn. Das ab und zu darin auftauchende "Allah" kann man vernachlässigen. Es geht primär um die sachlichen Aspekte.

https://de.harun-yahya.net/de/Bucher/855/materie-ein-anderer-name-fur

Ob etwas "an Wissenschaftlichkeit mit der Physik mithalten kann" (oder eben nicht), das ist doch gar nicht entscheidend. Wissenschaftlichkeit oder Physik besitzt zudem auch keinerlei Alleinrecht auf Wahrheitsfindung. Solange diese Institutionen der Menschheit, Umwelt und der Natur einen gemeinschaftlich sinnvollen Nutzen erbringt, solange ist es hilfreich, gut und OK. Dabei sollten sie es aber belassen.

Auch wenn sog. "wissenschaftliches Wissen" immer gern genannter seriöser Beobachtung unterliegt, was nützt es, wenn unsere (begrenzte) Wahrnehmung bzw. Beobachtung im Detail und im Ganzen einer offenbaren Illusion unterliegt.

D.h. diese Wissenschaft gelangt nicht und niemals auf den wahren (Ur-)Grund. Diese arbeitet innerhalb eines selbst konstruierten Schein-Feldes, worin diese sich immer mehr verliert wie in einer Sackgasse. Das Schein-Feld zerbröselt...

Zudem - was wir als bewusstes "ICH-BIN" sind, dieses kann seine Körperhülle innerhalb der Existenz nicht nach außen hin verlassen und die nur scheinbare äußere Welt (welche es als real eben nicht gibt) daher nicht wirklich berühren.

Die äußere Welt der 4-D-Projektion wird im ICH-BIN-Bewusstsein sozusagen vor uns hergeschoben.

D.h. das bewusste "ICH-BIN" in allen Körperhüllen kann seine nur scheinbare Raum-Zeit-Position innerhalb des sog. "Universums" niemals aktiv verändern.

Um es noch präziser zu sagen, das ICH-BIN-Bewusstsein nimmt überhaupt keine raum-zeitliche Position ein. ALLES zieht im Bewusstsein drin vorbei !

Z.B. die Dimension der Tiefe ist nur simuliert. Ich bin davon überzeugt, dass zumindest das mit der Tiefe die Physik-Wissenschaft auch längst so weiß.

Ob ALLES die eine illusionäre Gesamt-Projektion darstellt und/oder jedes mit einem Gehirn ausgestattete "Bewusstseins-Individuum" seine getrennt eigene Projektion (= als jeweils eigenes Universum) im Bewusstsein wahrnimmt, das lasse ich erstmal dahingestellt. Vermutlich trifft sogar beides "gekoppelt" zu.

Du magst jetzt vermutlich wieder argumentieren, dass meine Ausführungen nicht mit den beleghaft-wissenschaftlichen Beobachtungen übereinstimmen.

Das mag so (wieder) der Fall sein. Ich kann damit leben und benötige keine "Beweise", um auch das Besondere "darüber hinaus" - zumindest mehr oder weniger richtungsweisend - zu erkennen. ES klart in mir immer mehr auf...

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@AllesLiebe12
Alles sich abbildende Äußere ist im Inneren - im Gehirn.

Was für ein Gehirn denn bitte? Ein Gehirn ist doch ganz klar existierende Materie. Und dieser sprichst Du ja ihre reale Existenz gerade ab.

Also wenn alle Materie nur eine Projektion ist ("holografisches Universum"), dann gilt dies natürlich auch für jedes Gehirn, und diese Projektion ist somit völlig unabhängig irgendwelcher (ebenfalls projezierten) Gehirne.

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@Mannimanaste

Weiterhin:

Zudem - was wir als bewusstes "ICH-BIN" sind, dieses kann seine Körperhülle innerhalb der Existenz nicht nach außen hin verlassen und die nur scheinbare äußere Welt (welche es als real eben nicht gibt) daher nicht wirklich berühren.

Hier haben wir den gleichen Widerspruch:

Deinen Worten nach gibt es eine tatsächliche materielle Körperhülle, und eine nur scheinbare äußere Welt.

Das passt so nicht zusammen. Entweder ist alles Materielle - also auch inklusive unserer materiellen Körper - nur scheinbar und eine Art Projektion, oder es gibt unsere materiellen Körper - dann aber auch inkl. der restlichen materiellen Welt - tatsächlich.

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@mastema666

Danke für Deine Bemühungen. Die fundamentalen Fragen bleiben - zumindest rein wissenschaftlich - leider unbeantwortet, so wie Du es ja auch ausdrückst.

"Ob es ein "außerhalb" gibt bzw was das sein könnte wissen wir nicht (und werden wir vielleicht nie herausfinden)"

"...warum das so ist weiß afaik aber bisher noch niemand"

Ein "Knackpunkt" dabei bleibt das nicht erklärbare "Außerhalb", in welches sich die ausdehnende "Raum-Zeit" - rein physik-wissenschaftlich bewegen müsste, welches man sich als WIE und WAS - nicht erklären kann. Ein einziges Rätsel.

Die übliche Darstellung s. im Link ist mir auch bekannt, aber es ist eben nur die dem Raum-Zeit- Modell entsprechende Darstellung theor. betrachtet von außen. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass die Physik-Wissenschaft nicht auch andere Betrachtungsmodelle versucht erklärbar zu machen. Nur ohne wirklich erkennbares Resultat.

Für mich persönlich ist die richtungsweisende und auch logische Lösung dabei, dass es ein reales, raum-zeitliches Universum so definitiv gar nicht geben kann.

Alles raum-zeitlich und energetisch-materielle scheinbare Äußere befindet sich nicht in einem beobachtbaren Außen, sondern ALLES ist im Inneren (im Gehirn).

D.h. dort - im "Projektor" Gehirn - benötigen wir als Erklärung kein modellhaftes unerklärbares Äußeres, wohin sich etwas als sogen. "Raum-Zeit" hin ausdehnt.

Dort - im Gehirn - bildet sich alles sogen. Raum-Zeitliche "nur" als 4-D-ILLUSION ab.

Z.B. das Atommodell des zu ca. 99,999 % materiell nicht fassbaren Anteils in allen aneinandergereihten Atomen spricht klar dafür.

ALLES, was sich als in uns Lebewesen (mit Gehirn) als bewusst wahrnehmend auf allen Atomhüllen abbildet dürfte aufgespaltenes LICHT sein (Annahme lt. Quantenphysiker David Bohm), welches von innerhalb des Gehirns zugeführt wird (durch vermutlich extremst schnell rotierende Energieverwirbelungen). Für mich macht es - im Wesentlichen jedenfalls - durchaus erkennbaren Sinn.

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@Mannimanaste

Nein. Der materielle (stoffliche) Körper, alle energetisch-materiellen Gegenstände und damit auch das Gehirn selbst - alles uns Bewusste gehört demnach mit zur Bewusstseins-Illusion. Das wird auch im angegebenen Link so ersichtlich erklärt.

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@Mannimanaste

Nein. Ich spreche dem Gehirn als "nasser Fleischklumpen" nicht die Existenz hat.

Auch die Gehirnmasse selbst ist Materie als Form von Bewusstsein und gehört mit zur Illusion. D.h. die komplette Körperhülle inkl. Sämtlichem darin. (dass wird so auch in dem von mir angegebenen Link stichhaltig und anschaulich erklärt).

Alles was "nur" existiert ist nicht wirklich real. Es bildet nur "Input" - im Gehirn. Nur die "Hardware" = "außerexistent" - können wir als uns bewusst nicht hier erkennen.

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@AllesLiebe12

Im von Dir verlinkten Text ist diese Stelle zu finden, die Deinem hier geschilderten Verständnis widerspricht:

... Materie als eine Illusion zu beschreiben, heißt nicht, dass sie nicht existiert. Ganz im Gegenteil: Ob wir die physikalische Welt wahrnehmen oder nicht, sie existiert gleichwohl. Doch wir sehen Sie als Kopie in unserem Gehirn, als eine Interpretation der Welt durch unsere Sinne.

Das ist auch Stand heutigen Wissens:
Es gibt die Außenwelt, aber was wir davon erkennen können, ist das, was von unseren Sinnesorganen davon aufgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und vom Gehirn in entsprechende Wahrnehmungserlebnisse umgewandelt wird.

Wir können also festhalten: Es gibt die materielle Welt außerhalb jedes Einzelnen und inklusive jedes Einzelnen durchaus real und materiell, nur können wir mit unseren Sinnen nur Bruchteile davon erfassen, und diese Signale werden dann von unserem Gehirn interpretiert und zu Wahrnehmungserlebnissen verarbeiten, welche eben dies sind - Wahrnehmungserlebnisse aufgrund lückenhafter Input-Nervensignale, nicht aber die Außenwelt, wie sie tatsächlich ist.

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@Mannimanaste

Ich kenne diese Textstelle natürlich. Mit dem angeblichen Widerspruch - das sehe ich anders.

Meiner Ansicht nach bilden die Illusion der Existenz (erwähnte Kopie im Gehirn) und die einzig wahre Realität grundlegend verschiedene Bewusstseins-Ebenen. Dieser einzig wahren (annehmbaren) Realität können wir uns "hier" in der Existenz nicht bewusst sein.

OK. Elektrische Signale werden im Gehirn zur Bewusstwerdung umgewandelt.

Alle InFORMation (= Formen von erfülltem Bewusstsein) wird nur im Gehirn bewusst und kann daher nicht im Gehirn nochmal wie als eine perfekte Kopie reproduziert werden. Genau das weiß übrigens die Wissenschaft sehr genau !

D.h. die Zuführung, Umwandlung, Projektion aller elektrischen Signale - alles geschieht einzig nur im "Wunderwerk" Gehirn. Wobei das Gehirn selbst seine gegenständlich bewusste Form ebenfalls - nach außen hin - "nur" projeziert.

Beispiel: Du schaust Dir 1 Spielfilm - scheinbar - im TV im Raum - vor Dir an. Nach 1 Jahr schaust Du Dir den Film nochmal an. Gewisse Inhalte aus dem Film werden Dir im Gehirn wieder bewusst. Man nennt es dann "Erinnerung".

Nur eine Annahme - Die Information wäre in einem räumlich-realen Raum. Wie soll eine von Deinem Bewusstsein (im Gehirn) räumlich-real getrennte und somit unbewusste Information Dir im Bewusstsein bewusst werden geschweige wieder - zumindest teilweise - nochmal "erinnert" werden ?

Die einzige und durchaus logisch erkennbare Wahrheit dazu ist: Der 3-D-Raum, die Gegenstände im Raum, der TV, der Film, Dein Körper (inkl. der "Gehirnmasse") - Alles existiert als bewusste InFORMationen im Gehirn.

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@AllesLiebe12

Nachtrag:

Die Zuführung der elektrischen Signale zur Umwandlung und Projektion im Gehirn - also die Quelle dessen - können wir Menschen hier nicht bewusst wahrnehmen bzw. erkennen.

Es mag als sog. "Äther" oder mystisch "Atem Gottes" oder "Od" bezeichnet werden.

Oder es handelt sich "nur" um ein komplexes Programm. Das ist gar nicht so abwegig.

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Man weiß es durch die Rotverschiebung der SternenSpektren! Je weiter sie weg sind, desto schneller bewegen sie sich von uns weg!

Wir sind im Zentrum des von uns beobachtbaren Universums! Die Objekte am Rand entfernen sich mit ÜberlichtGeschwindigikeit von uns, weshalb man annehmen kann, dass sich schon Objekte jenseits der für uns sichtbaren Grenze befinden!

Alles was darüber hinaus geht, ist Spekulation!

Aber letztlich mussten wir in den letzten 100 bis 500 Jahren akzeptieren, dass unsere Position nichts besonderes für das Universum ist, sondern rein zufällig! Da weder die Erde, noch die Sonne still stehen, müsste schon die Milchstraße das 'Zentrum' bilden und DAS wäre ein ziemlicher und unwahrscheinlicher Zufall!

Ich stimme Dir zu. Nur kurz zur Milchstraße: Die bewegt sich in Richtung des 'großen Attraktors' während sie und die Andromedagalaxie sich einander nähern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Attraktor

https://de.wikipedia.org/wiki/Andromeda-Milchstra%C3%9Fen-Kollision

Im Grunde genommen ist im Universum alles in Bewegung ;)

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@GunnarHeinrich

ja, weiß ich eigentlich auch...bzw. ich war mir nur nicht zu 100 % ob das 'nur' eine Theorie ist, oder auf harten Fakten beruht!

Zumindest ist ja 'der große Attraktor' auch nur eine Umschreibung der (bisher) unbekannte Grund, eines doch sicher beobachtbaren Phänomens, wie zB dunkle Materie, oder dunkle Energie!

Streng genommen könnte man sich noch hinstellen und sagen: ODER Eure Theorie ist nicht ganz richtig!

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