woher kommt der ausdruck: schimpfen wie die kesselflicker?

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Kesselflicker hatten keine feste Werkstatt, sie arbeiteten unter freim Himmel. Ihre Aufträge suchten sie sich durch Nachfrage von Haus zu Haus. Sie wurden als Störenfriede angesehen, als auskundschaftende Diebe und mit verletzenden Worten verjagt. Sie wehrten sich dann durch Beschimpfungen und benutzten dabei viele Fremdworte, die Ungeheuerlichkeiten vermuten ließen. So wie sie, konnten einheimische Handwerker nicht schimpfen!

Wie die Kesselflicker...fluchen, zanken, saufen oder schlagen sich Leute, die wir als besonders laut, vulgär oder exzessiv empfinden. Kesselflicker, eine Art Kupferschmiede, zogen einst als »fahrendes Volk« von Haus zu Haus, sammelten kaputte Töpfe und Pfannen ein und löteten Löcher wieder zu, dickten die Böden wieder auf oder verzinnten die Kessel neu. Allzu viele Aufträge gab es nicht, sie hatten keine feste Werkstatt, arbeiteten unter freiem Himmel und wurden so als Störenfriede angesehen und verjagt. Dagegen wehrten sie sich bisweilen mit handfesten Beschimpfungen in allen Sprachen, die oft Ungeheuerliches vermuten ließen.

http://etymologie.tantalosz.de/w.php

Die Kesselflicker mussten sich wegen der lauten Hämmerei, entsprechend lauter verständigen, was nach außen hin den falschen akkustischen Eindruck erweckte, dass sie sich gerade oder ständig streiten würden.

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