Wird man in 20 Jahren noch Lehrer brauchen?


14.05.2022, 09:44

Noch

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das System der Schule in Deutschland hat sich seit etwa 120 Jahren relativ wenig verändert.

Klar, es gab zeitliche Anpassungen wie etwa Digitalisierung oder pädagogische Ansätze.

Allerdings besteht der Großteil des Unterrichts noch immer aus zeitlich festgelegtem Frontalunterricht. Es gibt Hausaufgaben, es gibt Noten für Leistung oder Verhalten aus der Sicht der Lehrkraft. Sportunterricht, Religionsunterricht.

Es wäre sehr schön, würde sich daran bald etwas ändern.

Die Schule kann so ein hilfreicher Ort für Kinder und Jugendlighe sein. Denn eigentlich will man ja lernen.

Allerdings halte ich Menschen in diesem Zusammenhang für unersetzlich. Und ich denke auch nicht, dass sich in naher Zukunft so viel ändern wird.

Da Roboter kein Einfühlungsvermögen haben und auch immer nur die selbe Antwort auf eine Frage geben und sich auch nicht auf das Lernvermögen des Kindes einlassen können, werden auch in der Zukunft Lehrer benötigt werden.

Um gewisse Dinge zu erklären, reicht es manchmal nicht, einfach nur eine Antwort aus einem Lehrbuch zu bekommen, sondern da hilft oft eine anschauliche Erklärung mit Praxisbeispiel. Beispiel Physik und Lastenverteilung, da ist eine theoretische Antwort nicht für jeden verständlich, aber ein Beispiel mit einem Lkw, bei dem die Last auf die Achsen und Räder verteilt wird, ist besser verständlich.

Ein gutes Beispiel, warum Roboter oder Software nicht immer bzw. nicht komplett umfänglich geeignet sind, ist beim Online-Banking bzw. Online-Aktiendepot. Ja, ich kann diesem System Fragen stellen und es antwortet mir, aber oft genug nicht das, was ich wirklich wissen will. Also brauche ich einen Mitarbeiter am Telefon.

"Richtige" Lehrer (durchaus doppeldeutig gemeint) vermitteln soziale Kompetenz, ob Roboter das vielleicht können, wird sich zeigen.

Alles was digital abläuft, ist doch nur ein mehr oder weniger geringer Teil dessen, was bei direktem Kontakt abläuft. Auch Wissensaustausch, Schule, ... ist weit mehr als Worte austauschen, Gesichter ruckelnd per Video sehen usw.

Aus heutiger Sicht hoffe ich sehr, dass es auch in zwanzig Jahren noch (richtige, tolle) Lehrende (hihi) gibt, im Interesse einer funktionierenden Gesellschaft.

Stichwort hatespeech: Wo wird das mehr praktiziert? Im Netz oder real? Man denke mal darüber bez. Ursachen nach...

Ich glaube die Coronakrise hat deutlich gezeigt dass Homeschooling weniger gut als frontaler Unterricht ist. Aber vermutlich wird es in der Zukunft hybrid laufen - einige Sachen ueber Zoom, die meisten frontal.

Roboter waren prima wenn der Sinn von Bildung waere, Wissen einzutrichtern, aber das ist zum Glueck nicht alles was Bildung ausmacht (auch wenn es den Schuelern oft anders erscheint LOL).

Wer kennt schon die Zukunft? Not macht erfinderisch und so konnte das Homeschooling überhaupt ins Leben gerufen werden: Durch die "Not" Corona. Hätte es das Virus nicht gegeben, würde auch keiner was mit dem Wort "Homeschooling" anfangen können.

Welche Nöte wir noch in der Zukunft haben werden - welche Erfindungen und Erleichterungen, Errungeschaften - weiß doch keiner. Es bleibt spannend. Einfach abwarten.

So um 1700 wusste auch noch keiner, dass mal Menschen zum Mond fliegen würden!

Dass keiner 100% weiß, wie die Zukunft aussehen wird, weiß jeder.

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@AriZona04

Nein, denn jeder mit einem gesunden Menschenverstand weiß, dass man hier einfach nur seine Theorien teilt. Schau dir die Antworten mal an, viele haben es nämlich geschafft.

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@NFSMostWanted29

Ich stelle mir keine Theorie vor. Ich muss nicht. Es kommt eh, was kommt. Da habe ich doch gar kein Mitspracherecht. Es sind alles nur Fiktionen - Theorien eben. Ich wies in meiner Antwort darauf hin, dass sich Dinge entwickeln. Das ist nicht falsch!

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