Wieso stirbt das Auto beim (Berg)Anfahren mit Handbremse nicht ab?

5 Antworten

Eine Kupplung besteht aus zwei Scheiben, die Motor und Getriebe miteinander verbinden. Zwischen komplett auseinander und kraftschlüssig liegt aber viel Raum mit verschiedenen Zuständen.

Um es mal anschaulich selbst zu erleben, schnapp dir mal dein Fahrrad und stell es auf den Kopf, so dass du die Räder drehen kannst. Deine Hand und die Lauffläche der Reifen spielen jetzt mal die beiden Kupplungsscheiben.

Jetzt probier mal folgende Zustände aus, erst mal bei gelöster Bremse für den Zustand ohne Handbremse Um etwas Widerstand zu erzeugen, klapp den Dynamo (wenn du noch einen Seitenläufer hast) an oder zieh leicht an der Bremse:

  • Das Kupplungspedal ist durchgetreten. Zwischen den beiden Kupplungsscheiben, also deiner Hand und dem Rad ist Luft. Bewegst du jetzt die Hand als wolltest du das Rad drehen, passiert nichts. Selbst wenn die Bremse gelöst ist.
  • Lass das Kupplungspedal kommen. Deine Hand liegt nun lose auf dem Reifenfläche auf, sprich die Kupplungsscheiben berühren sich leicht. Streiche mit der Hand über die Lauffläche als würdest du jemanden streicheln. Hast du etwas Widerstand (den, den auch ein Auto überwunden muss), also z.B. einen angeklappten Dynamo oder eine leicht gezogene Bremse merkst du, dass du mit der Hand über die Lauffläche rutschst, das Rad sich aber leicht bewegt.
  • Lasse das Kupplungspedal ganz los. Die Scheiben berühren sich nun kraftschlüssig. Das ist als würdest du den Fahrradreifen fest umklammern. Jede Bewegung wird gleich 1:1 umgesetzt.

Jetzt mach das gleiche mit angezogener Handbremse, also auch gezogener Bremse beim Rad

  • Zustand getretenes Kupplungspedal - es ändert sich, oh Überraschung, nichts.
  • Zustand lass die Kupplung kommen: Die Scheiben reiben nun, aber das Rad dreht sich nicht. Der Widerstand durch die Bremse ist zu hoch. Lässt du die Bremse aber nun los, passiert wieder das gleiche wie oben: Es ist zwar Widerstand da und reibt, aber das Rad bewegt sich.
  • Zustand lass die Kupplung ganz los. Du umklammerst das Rad, kriegst es wegen der gezogenen Bremse aber nicht gedreht. Dein Arm kann sich also genauo nicht mit bewegen. Für den Motor heißt das, er kann nicht mehr drehen und geht aus.

Wie du bei dem Versuch vielleicht merkst, ist allzu oftes Streichen über das blockierte Rad nicht gerade angenehm für deine Hand. So ist es auch für die Kupplung. Deshalb sollte man auch nicht ewig mit schleifender Kupplung stehen. Für den Moment des Anfahrens ist das okay. Eine solche Reibung entsteht immer beim Anfahren. Spielst du aber Fahrschule wo dein Fahrlehrer dir evtl die Möglichkeit gibt, die Kupplung mehrfach bis zum Schleifpunkt kommen zu lassen und ggf. da eine halbe Minute zu verharren, um ein Gefühl dazu zu kriegen, nutzt du damit die Kupplung übermäßig stark ab. Genauso ist aber zu schnelles Kommenlassen und Abwürgen nicht gut, hau doch einfach mal fest ein paar mal auf das mit der Bremse blockierte Rad deines Fahrrades. Dann weißt du, was ich meine. Du brauchst dir aber auch keine Sorgen zu machen, wenn es am Anfang nicht so gut klappt, Kupplungen verzeihen vieles, aber eben nicht Monate lang. Deshalb solltest du schnell an den Punkt kommen, wo du beim Anfahren und Schalten sanft einkuppelst.

Ganz heikel wird es, wenn der Motor nach dem Einkuppeln im Stand bei angezogener Handbremse weiterläuft. Für deine Hand beim Fahrrad-Vergleich heißt das, sie liegt zwar fest auf, klammert aber nicht mehr. Das heißt dass die Kupplung abgenutzt ist und rutscht. Es wird zwar viel Kraft übertragen, aber nicht alle und das Rutschen erzeugt mehr Abnutzung. Im ersten Gang ist das eher unüblich, im zweiten Gang kann das bei älteren Autos schon mal passieren (ist ein, wenn auch für die Kupplung nicht gerade lebensverlängernder, Trick bei alten Gebrauchtwagen: 2. Gang, Handbremse, Kupplung kommen lassen - läuft der Motor noch, ist die Kupplung hin, geht er aus, ist alles okay). Nicht aus Spaß an der Freud nachmachen, das nutzt die Kupplung schon stark ab.

Die Handbremse wird genutzt damit das Auto während dem Anfahrversuch nicht durch die Erdanziehung zurückrollt. Zum Anfahren ist dann der rechte Fuss frei um den Motor in einen kraftvolleren Zustand versetzen zu können (man kann Gas geben), mehr Kraft braucht der weil es bergan schwerer ist anzufahren.

Sobald man anfährt muss man ja die Handbremse lösen, sonst würde der Motor auch absterben (oder man fährt voll auf Verschleiss gegen die Handbremse los). Ist es evtl so, dass Du in einer Fahrschule bist dessen Wagen die beim Anfahren automatisch löst weshalb Du danach frägst?

Der rest "verpufft" in Wärme bzw in reibung in der Kupplung.

das sind zwei scheiben die aneinander gepresst sind und wenn du die kupplung drückst, bewegst du die scheiben auseinander. und ja weiter du die kupplung los lässt, umso stärker pressen die scheiben aneinander, umso mehr reibung entsteht und umso anstrengender wird es für den motor. Wenn du ganz loslässt (mit handbremse) stirbt der motor ab (falls er trotzdem weiter dreht, rutscht die kupplung durch und muss gewechselt werden)

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