Wieso hat Gott mich verlassen?

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Hallo thomasdermann80,

es ist tatsächlich so, dass wenn man Schlimmes durchmacht, sehr schnell das Gefühl aufkommen kann, Gott habe einen verlassen. Das erging auch einigen treuen Dienern Gottes aus alter Zeit so. Beispielsweise schrieb der in der Bibel erwähnte König David einmal in einem seiner Psalmen: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? [Warum bist du] fern davon, mich zu retten?[Fern von] den Worten meines Schreiens?" (Psalm 22:1).

Doch David blieb in diesem Gefühl nicht für immer stecken. Er machte in seinem Leben immer wieder die Erfahrung, dass sein Gott ihn aus all seinen Bedrängnissen befreite. Denn gleich in dem nächsten von König David verfassten Psalm bezeichnet er Gott als seinen "Hirten" und sagt dann: "Auch wenn ich im Tal tiefen Schattens wanderte, fürchte ich nichts Böses, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich" (Psalm 23:4).

Manchmal ist es in unserem Leben so dunkel wie in einem "Tal tiefen Schattens". Vor allem Menschen mit Gemütskrankheiten wissen ein Lied davon zu singen. Wenn Dich Selbstmordgedanken quälen, dann denke bitte daran, dass diese ganz bestimmt nicht von Gott kommen! Selbstmordgedanken können Ausdruck einer schweren Depression sein. Doch nicht Gott legt einem irgendeine schwere Krankheit auf, denn in der Bibel heißt es über ihn: "Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst irgend jemand" (Jakobus 1:13). Wenn wir krank werden, dann hat das oft mit Einflüssen von außen und unserer eigenen Unvollkommenheit zu tun.

Da Du offenbar ein tiefgläubiger Mensch bist, fragst Du Dich verständlicherweise, warum Gott dich noch nicht von Deinen trüben Gedanken befreit hat. "Hilft mir denn Gott gar nicht?" magst Du denken. Es kommt jetzt jedoch darauf an, dass Du Deinen Glauben an ihn nicht vorschnell aufgibst und Dich von ihm abwendest. Denke doch bitte einmal über folgende Aussagen der Bibel nach, die zeigen, dass Gott sehr wohl Interesse an denen hat, die sich niedergedrückt und verlassen fühlen:

"Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater inniger Erbarmungen und der Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Drangsal, damit wir die, die in allerlei Drangsal sind, zu trösten vermögen durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden."(2. Korinther 1:3, 4)

Hört sich das nach einem Gott an, dem wir gleichgültig sind? Doch Gott schaut nicht nur passiv aus der Ferne zu. Wenn er als "der Gott allen Trostes" bezeichnet wird, dann muss er aktiv werden. Ja, dieser Gott wird für Dich aktiv, wenn Du Dich ihm zuwendest!

" Ich aber bin niedergedrückt und arm. Jehova selbst beachtet mich. Du bist mein Beistand und der für mein Entrinnen Sorgende. O mein Gott, verspäte dich nicht."(Psalm 40:17)

Diese Worte stammen von dem berühmten König David. Auch er machte in seinem Leben schlimme Phasen durch und fühlte sich oft sehr niedergedrückt. Doch dabei blieb es nicht. David, der schon von seiner Jugend an ein enges Verhältnis zu Gott hatte, verspürte immer wieder die Hilfe und den Beistand Gottes. Wenn David hier davon sprach, dass Gott sogar für sein Entrinnen (manchmal aus Todesgefahr) sorgte, dann machte er die Erfahrung, dass Gott für ihn ganz persönlich da war und ihm half.
Diese Hilfe steht auch uns heute zur Verfügung, wenn wir uns in allerlei Drangsal befinden. Ist das nicht ein großer Trost?

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, Und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen".(Psalm 72:12-14)

Auch in diesem Text wird deutlich, dass sich Gott den Benachteiligten zuwendet, wie es hier heißt den "Armen", "Niedergedrückten" und den "Geringen". Gott hat also tiefes Mitgefühl für diese Menschen und somit auch für Dich! Wie hier beschrieben, sieht Gott nicht nur die Bedrückung, sondern er unternimmt auch etwas dagegen: Er wird "befreien", "retten" und "erlösen".


Gemäß der Bibel wird Gott in naher Zukunft etwas Wunderbares für die körperlich und auch psychisch Kranken tun: Er wird sie vollständig heilen und von jeglichen Beschwerden befreien. In der Prophezeiung Jesajas heißt es: "Und kein Bewohner wird sagen: Ich bin krank" (Jesaja 33:24). Bis es jedoch so weit ist, sichert er denen, die auf ihn vertrauen, zu: "Gott aber ist treu, und er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausweg schaffen, damit ihr sie ertragen könnt" (1. Korinther 10:13). Um dieses Vertrauen zu Gott entwickeln zu können, wäre es gut, wenn Du Dich noch eingehender mit Gottes Wort beschäftigen würdest. Je mehr Du Gott kennenlernst, umso besser verstehst Du sein Handeln.

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass ein persönliches Verhältnis zu Gott das Beste ist, was man im Leben überhaupt erlangen kann. Man hat dann einen Helfer und Tröster an seiner Seite, der einem weitaus mehr geben kann als jeder Mensch. Gerade in Krisenzeiten, wie Du sie ja momentan erlebst, ist dies besonders wichtig. Ihn als einen Freund kennenzulernen setzt jedoch den inneren Wunsch voraus, mehr über ihn und seine Gedanken zu erfahren.

LG Philipp

Hier ein paar Verse, für deine innere Befriedigung:

1) Diesseits ist nicht das Paradies. Hier ist alles eine Prüfung.

Und gewiß werden Wir euch prüfen durch etwas Angst, Hunger und Minderung an Besitz, Menschenleben und Früchten. Doch verkünde den Geduldigen eine frohe Botschaft ,die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: ""Wir gehören Gott und zu Ihm kehren wir zurück." Auf diese läßt ihr Herr Segnungen und Barmherzigkeit herab und diese werden rechtgeleitet sein.

"Oder meint ihr etwa, ihr würdet ins Paradies eingehen, ohne (daß etwas) Ähnliches über euch gekommen sei wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Unheil erfaßte sie, und sie sind erschüttert worden, bis der Gesandte und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, sagten: ""Wann kommt die Hilfe Gottes?"" Doch wahrlich, Gottes Hilfe ist nahe.""

Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten: ""Wir glauben"", und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt? Und Wir stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Allah gewiß die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiß wird Er die Lügner erkennen. Oder meinen die Übeltäter etwa, daß sie Uns zuvorkommen und der Vergeltung entweichen können? Wie falsch sie urteilen!

Sei also standhaft und zweifle nicht an Gott. Genau das ist, was der Teufel in dir einflüstert. Bete stets an Gott. Aber bete nicht an Jesus. Wenn du Jesus anbetest, so ist dies verkehrt. Und wenn du Selbstmord begehst, so hat der Teufel gewonnen. Zweifle nie an Gott, und recherchiere mal das Leben der Gesandten Gottes, wie Noah, Abraham, Moses, Isaaq etc. und schau mal, wie sie bei schweren Zeiten sich benommen haben. Die haben nie verzweifelt. Also tue du es auch nicht.

Es ist immer wieder interessant zu lesen, welche Vorstellungen viele Menschen betreffend Gott, Gebete, Lebenswege usw. usf. besitzen, um nicht zu schreiben: Naive Vorstellungen

Wenn Du an Gott glaubst, weshalb glaubst Du dann, dass Gott Dir Dein Leben zerstört? Solltest Du wirklich glauben, dass Gott Dein Leben zerstört, weshalb glaubst Du dann noch an Gott? Das ist doch ein schizophrenes Verhaltensmuster, welchs Du hier beschreibst...

Viele Menschen meinen, dass sie durch das Befolgen bestimmter Rituale, welche zudem von den Kirchen bzw. religiöse Institutionen vorgeschrieben wurden, Gottes Gehör finden könnten. Aber dieses Verhalten ist ja ein eigennütziges Verhalten, denn hier ist das Motto gegeben: Geb' ich Dir was, dann gib Du mir auch was...

Wenn ich jemanden aus tiefstem Herzen liebe, dann gebe / schenke ich doch ohne Hintergedanken, uneigennützig, bedingungslos, aus Freude, aus Liebe, ohne Erwartung und Forderung...

Gott hat keinen Plan für Dich, sonst wärst Du nur eine Marionette. Wäre dies so, dann dürftest Du Dich nicht beklagen, wenn Gott mit Dir spielte, denn schließlich läge dies ja dann in Gottes Plan...

Da aber jeder Mensch / jede Seele einen von Gott gegebenen freien Willen besitzt, ist der einzige Lebensplan jener, den der Mensch sich selbst gibt, sprich auch Du Dir selber...

Gott kann man nicht mit dem Verstand, mit der Ratio erfassen; das ist nicht möglich. Hier muss man in sich gehen, sich selbst erfahren, auf die emotionale Ebene und Gefühlsebene sich begeben. Gott ist nur mit dem Herzen erfass- und wahrnehmbar, auch wenn sich dies nach einer Gefühslduselei anhört..

Versuche Dich mal von diesem das Leben einengenden Ritual zu befreien, sondern Gott mehr als ständig begleitenden Freund zu betrachten und wahrzunehmen, mit dem man diskutieren, streiten, unterhalten, um Rat fragen etc. pp. kann wie einem 'realen' Freund...

Denke nicht Gott - Fühle wie Gott; Ritualisiere nicht Gott - Sei wie Gott

Gruß Fantho

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