Wieso eignet sich Glykol besser als Frostschutzmittel als Ethanol & Propan-1-ol?

3 Antworten

Glykol wurde vor dem 2ten Weltkrieg für Flugzeuge/KFZ von der Firma Prestone USA erfunden. Es war ein Gemisch aus Alkohol und Glyzerin (alcohol/glycerin). Daher der Name Glycol. Die Mischung + andere Zusätze waren perfekt, denn Glyzerin hat die begehrte Eigenschaft auch eine Schmierwirkung zu haben, also für die Schläuche, Pumpen und Turbinen und greift Gummi, Metall und Plastik nicht an. Es wird, wie fast jeder weiß, auch medizinisch verwendet. Es schmeckt süßlich, ist aber in größeren Mengen toxisch. Daher auch beim Weinpanschen (Glykolwein). In USA ist das allgemein gebrauchte Wort für "Frostschutzmittel" heute immer noch Prestone.

Fazit: Glycol ist das optimale Gemisch für dein Auto.

Die spezifische Wärmekapazität von Wasser liegt bei 4,2 KJ/dm³, bei Glycol sind das nur 2,5 KJ/dm³. Bei Ethanol wird das auch schon weniger und der Siedepunkt liegt tiefer.

Das Kühlwasser sollte also nach Möglichkeit eine hohe Wärmekapazität haben und dabei einen möglichst hohen Siedepunkt.

Warum sollte es eine hohe Wärmekapazität haben?

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@yunalessa

Na ja... fast 50% der im Kraftstoff enthaltenen Energie geht als Abwärme verloren. Hauptsächlich durch Abgase und Motorkühlung.

Würde man zB reines Glykol einfüllen, könnte es sein, daß dieses nicht genügend Wärme über den Kühler abführen kann und so, trotz vollem Kühler, der Motor überhitzen würde.

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Ethanol und Isopropanol greifen Kunststoffe viel stärker an als Glykol.

Glykol hat zudem einen wesentlich höheren Siedepunkt und verdampft nicht so schnell, was gerade bei oberflächlichen Enteisungen wie Windschutzscheibe sehr vorteilhaft ist.

Schüttest Du Kühlerfrostschutz auf die Scheibe?

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