Wiedervereinigung mit Österreich?

15 Antworten

Freut euch ueber die Einheit Oesterreich`s. Dieses Ergebnis war nicht selbstverstaendlich, denn DE brauchte dazu noch 45 Jahre.

In eurer Verfassung ist das verankert, oder willst du diese jetzt wieder verwaessern, wie Trump es mit dem Iranischen A-Abkommen vorhat. Man sollte solche Vereinbarungen, nicht ausser Not, zur Disposition stellen.


Österreich hat seit 950 zum ersten Deutschen Reich gehört, seit 1815 zum Deutschen Bund. 1866  hat das zu einem Drittel polnische Preußen gemeinsam mit dem Königreich Italien einen Angriffskrieg gegen den Deutschen Bund geführt und diesen damit zerstört. Damit wollten Preußen und Italien Österreich aus Deutschland verdrängen, was zwar politisch, aber nicht in den Köpfen der Menschen gelang. Dann hat das preußisch regierte zweite Deutsche Kaiserreich Österreich in den Ersten Weltkrieg getrieben. Dass die Österreicher dennoch nach dem Weltkrieg dem immer noch preußisch geführten  Deutschen Reich beitreten wollten, das dieses Unheil zu verantworten hatte, ist zwar gefühlsmäßig zu verstehen, weil Österreich ja immer der wichtigste Teil Deutschlands gewesen war, verstandesmäßig aber nicht., denn die Preußen waren immer das Unglück Deutschlands, sie haben den Begriff Deutschland für sich monopolisiert und die deutschen Österreicher ganz bewusst ausgegrenzt.

Bist du ein Besucher von Hippodromen oder sonstwie Sterndeuterriegen? Interessant was du schreibst, aber woher hast du das. Ich würde dir raten, kauf dir ein gutes Geschichtsbuch, lies es und versuche es zu verstehen .Dann, aber erst dann-wenn du es verstanden hast, schreib hier. Die "Deutsche" sprache zu verwenden ist nicht gleich mit "Deutsch"- aber das verstehst du nicht wie man hier sieht.

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@WDHWDH

Ich besuche keine Hippodrome, weil ich vom Pferdesport nichts halte. Ich habe Geschichte studiert und verfüge über eine reiche historische Bibliothek. Was ich kurz zusammengefasst habe, entspricht dem Inhalt mehrerer historischer Standardwerke. Vielleicht solltest auch due einmal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen.

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@Ruenbezahl

Hab ich auf der Uni, aber auch gelesen und, wesentlich, verstanden.

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@WDHWDH

Rüebezahl     Ich empfehle dir den "Ricket- Österreich"  Uniliteratur und auch mit 2000 Jahren Geschichte-auch für Bildungsresistente lesbar.

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Österreich hatte nie zu Deutschland gehört, von 1938 - 1945 mal abgesehen, denn Deutschland gibt es erst seit 1871. Zu der Zeit war die Alpenrepublik schon längst ein eigener Staat. (ab 1848)  Was manche meinen ist vielmehr das hl. röm. Reich deutscher Nation, das nicht mit Deutschl. gleichzusetzen ist. Ginge man übrigens davon aus, dann müßte die Hauptstadt allerdings Wien sein und nicht berlin, denn dort saß der Kaiser.

Für eine Wiedervereinigung gibt es übrigens keinerlei Grund, denn wozu sollte das gut sein?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

Ab 1848 ein eigener Staat. ?Das Babenbergerreich ab dem  976 "Ostmark" (Austria) 996 Ostarrichi in einer Schenkungsurkunde Otto III.1273 Graf Rudolf von HABSBURG wird in Aachen zum Deutschen König gekrönt.......................................

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@WDHWDH

Nun, über Jahrhunderte residierte jedenfalls der Kaiser in Österreich.

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Hallo.

Zu den rechtlichen Fragen kann ich nichts sagen. Würde mich aber mal interessieren.


" 3. Wäre es nicht so oder so sinnvoll Österreich und Deutschland
wiederzuvereinigen weil es die längste Zeit der Geschichte eine Einheit
war (siehe Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, Deutscher Bund)? "

Österreich und Deutschland waren nur von 1938 bis 1945 eine nationale Einheit.


Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war kein Nationalstaat bzw. Territorialstaat im modernen Sinne. Die Staaten des Mittelalters basierten weder auf territorialer und schon gar nicht auf kultureller Einheitlichkeit, sondern waren Personenverbandsstaaten.
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation bestand, von ein paar freien Städten mit organisierten Bürgerschaften, sowie den zahlreichen Klöstern abgesehen, überwiegen aus leibeigenen Bauern, die kleineren Fürsten dienen mussten. Diese waren wiederum durch Lehnseide an höher gestellte geistliche oder weltliche Fürsten gebunden, die dann wiederum durch Eide an den Kaiser gebunden waren. Zu welchem Herrschaftsgebiet jemand gehörte, hatte nichts mit kultureller oder nationaler Identität zu tun, sondern hing davon ab, welchem Herren er dienen musste.
Das Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erstreckte sich auch nicht nur auf das Gebiet der heutige Bundesrepublik Deutschland und Österreich, sondern auch auf die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Teile des heutigen Frankreichs, die Schweiz, teile des heutigen Italiens, Tschechien und Teile des heutigen Polens.
Da wären jetzt ein paar Beispiele, um die Anachronismen der Argumentation aufzuzeigen. Jedenfalls macht das deutlich, warum ich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation nicht wirklich für ein überzeugendes Argument für eine Vereinigung Österreichs und Deutschland sich zusammenschließen sollten.

Der Deutsche Bund war ein Bund autonomer Staaten. Vor der Gründung des Deutschen Zollvereins und tlw. auch noch danach musste man sogar an den Staatsgrenzen Zölle entrichten. Insofern überbietet selbst die EU schon das, was der Deutsche Bund geleistet hat.


"4. Hätte es nicht große wirtschaftliche und kulturelle Vorteile und keine Nachteile?"

wirtschaftlich:

Eine Vereinigung der BRD mit Österreich dürfte volkswirtschaftlich gesehen vor allem Nachteile haben. So eine "Wiedervereinigung" kostet eine ganze Menge Geld.

Auf der anderen Seite kann ich auch keine wirtschaftlichen Vorteile sehen, welche eine solche Vereinigung noch bringen könnte. Deutschland und Österreich gehören durch die EU bereits einem gemeinsamen Wirtschaftsraum mit freiem Waarenverkehr und ohne Binnenzölle an. Durch den Euro gibt es eine gemeinsame Währung. Innerhalb des Schengenraumes gibt es normalerweise auch keine Grenzkontrollen (zur Zeit aufgrund der Terrorgefahr schon).

kulturell:

Ich kann jetzt nicht erkennen, warum eine nationale Vereinigung Deutschlands und Österreichs Formen der Kultur (wie z.B. Wissenschaft, Literatur, Musik, Film, Technologie, Küche, Religion) besonders fördern sollte.

Zudem spielen nationale Grenzen in einer zunehmend globalisierten Welt für die kulturelle Entwicklung ohnehin eine schwindende Rolle. Natürlich gibt es auch regionalspezifische Kulturgüter (z.B. das Schafkopfspiel in Bayern, die Kaffeehäuser in Wien oder die Highland Bagpipes in Schottland), aber die bestehen ja ohnehin größtenteils auf subnationaler Ebene.


Das war jetzt mal interessant über die beiden Punkte deiner Frage nach zu denken... Scheint mir aber nicht sehr sinnvoll.

1. Ja. Österreich hat sich vertraglich dazu verpflichtet, sich mit niemandem mehr staatlich zusammenzuschließen.

2. Das Völkerrecht kennt keine "Grundrechte" und es ist egal, wie es einen Zusammenschluss Österreichs mit einem anderen Land sehen würde, da Österreich auf diese Option vertraglich verbindlich ja verzichtet hat.

3. Das Heilige Römische Rech war ein loser Verbund regionaler Feudalherren ohne großen identitätsstiftenden Sinn. Schon weit vor seiner offiziellen Beerdigung auf dem nachnapoleonischen Wiener Kongress wurde es durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Österreich-Ungarn und Preußen um die Vormachtstellung in Mitteleuropa ad absurdum geführt. Insofern kann man aus der Geschichte keinen "Sinn" einer Vereinigung herleiten.

4. Wirtschaftliche Nachteile würde eine Vereinigung nicht bringen - Vorteile aber im Rahmen des EU-Binnenmarktes auch nicht. Der Kultur wiederum sind "Vor- und Nachteile" ohnehin wesensfremd. Allenfalls drohte die Originalität des österreichischen Deutsch unter die Räder zu geraten...

5. In Deutschland gibt es weder politische Kräfte noch irgendein Bevölkerungsinteresse an einer Vereinigung mit Össterreich.

6. Von Österreich ist das eigentlich auch nicht bekannt.

7. Die beschäftigen sich erst gar nicht damit, weil Deutschland und Österreich das auch nicht tun.

ad 3: Mich würde interessieren, welche "kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Österreich Ungarn und Preußen um die Vormachtstellung in Mitteleuropa" "schon weit vor seiner (des Heiligen Römischen Reiches) offiziellen Beerdigung auf dem nachnapoleonischen Wiener Kongress" dem Herrn "Experten" bekannt sind. Ich habe davon jedenfalls noch nie gehört, aber ich bin ja auch kein "Experte".

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