Wie würdet ihr Gott beschreiben?


18.02.2021, 05:01

Nur, damit keine Missverständnisse entstehen: Ich beziehe mich dabei auf sein Wesen, keineswegs Aussehen oder so...

12 Antworten

Gott ist erst einmal keine person sondern nur ein titel.

Für mich ist er der geist der liebe.

Also die göttliche liebe agape.

Jeder hat wohl so seine eigene Vorstellung von der liebe aber für mich ist sie etwas 100%es.

Er ist gütig verständnisvoll loyal immer bei mir erleuchtend kreativ führend nie böse tröstend aufbauend sinnstiftend mitfühlend nicht verurteilen nicht strafend eben herzlich.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Gott ist erst einmal keine person sondern nur ein titel.
Für mich ist er der geist der liebe.

Wen meinst du dann mit "er"?

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Wenn Gott mit unseren Mittel, Sinnen, Eigenschaften, Möglichkeiten zum Charakterisieren und Definieren, "beschreibbar" wäre, wäre "er" kein Gott mehr.

Davon lebt auch die oft zu hörende, süffisant vorgetragene Aufforderung "Beweise doch, dass es ihn nicht gibt!"

Jeder echte Gottesknecht freut sich darüber, das "er" nachvollziehbar, verständlich und rational nicht beschrieben und definiert werden kann - und pflegt diese "Wahrheit" durch Zuordnung phantastischer Eigenschaften an seinen Obermacker!

Wäre "er" definierbar, würde er auch sofort an Nimbus und "Herrlichkeit" verlieren!

Ich kann dir sowohl zum Wesen, als auch zum Aussehen etwas erzählen:

Es ist ein junger Mann von ansehnlicher Statur mit dunkler Haut und dunklem Haar. Er ist ein sehr freundliches Wesen, das gern sein Wissen weitergibt, um den Menschen zu helfen. Er liebt das Gute, den Frieden und die Gerechtigkeit, und er verachtet das Böse, den Egoismus und den Hass. Er mag auch schöne junge Frauen und spielt hobbymäßig Flöte. Beruflich war er einst Kuhhirte.

Du meintest doch bestimmt Krishna, den bekanntesten Avatar des Hindu-"Gottes" Vishnu, nicht wahr? Oder bezieht sich deine Frage vielleicht auf Horus, den altägyptischen Falken-"Gott"? Du könntest natürlich auch Bondye, den "Gott" des Voodoo und Herrn der Geister meinen.

Präzisiere deine Frage in Zukunft doch bitte etwas mehr. Bei der Masse an "Göttern", die der Mensch in den letzten Jahrtausenden erschuf, ist es bisweilen nicht so einfach, zu erraten, wer heute wieder gemeint ist.

Wie ein Vater dem man alles erzählen kann also alles : Liebeskummer , wie der Tag war, wie du dich fühlst, was dich bedrückt , usw

wie ein guten Vater halt dem man Respekt zuweist ^^

Eine höchste Wesenheit ist ein Sein ohne Form. Ein selbst formloses, jedoch dem Sein formgebendes Prinzip. Da alles, was ist, in etwas ist, ist das göttliche Prinzip allumfassend. Sein Wesen ist umfassend, durchdringend, überall wirkend, unerkennbar: Gemäss dem Zweiten Unvollständigkeitssatz von Kurt Gödel für formale Systeme kann das System SEIN nicht aus sich selbst heraus erkannt/abgeleitet werden. Was heisst: Wir müssten ausserhalb und über einer göttlichen Wesenheit stehen, sie in uns einschliessen, um sie anschauen und sehen zu können.

Gödels "Lehre" würde denselben Gödel heute nur zum Lachen anregen!

Seine Thesen, vor allem deren Bezug auf irgendeinen "Gottesbeweis", wurden inzwischen dermaßen oft widerlegt, dass es immer wieder verwundert, dass einige hardcore-Gottesknechte diese Widerlegungen offensichtlich noch nie wahrgenommen haben.

Nur ein einziges Beispiel:

https://de.richarddawkins.net/articles/warum-der-gottesbeweis-kurt-godels-falsch-ist

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@666Phoenix

Super, danke. Aber ich finde, man kann seinen Beweis dennoch als mathematisches Beispiel systemimmanenter Gefangenheit ansehen. In dem wunderbaren Film "Matrix" wurde das hervorragend veranschaulicht: Um das eigene System als Ganzes zu erkennen, muss man es verlassen. Auch der ganze Streit um die möglichen Folgen von Funkstrahlung ist so ein Beispiel: Da es keine Wohnung mehr ohne Strahlung gibt, wissen die jungen Leute nicht mehr, wie es sich anfühlt, ohne HF-Felder gross zu werden, und meinen, ihr Lebensgefühl sei der Normalzustand. Wir älteren kennen aber den Unterschied noch. Aber er ist nicht vermittelbar. Meine Aquarienfische erleben das übrigens auch so: Für sie bin ich Gott, das Wesen ausserhalb der Glasmauern, das Futter in ihre Welt streut. Aber dass ich nachts die Sterne anschaue, und selbst Gott suche, ich denke, dass wissen sie nicht ...

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@JWDHF

Woher weißt du, was deine Fische empfinden? Du kannst das nur "wissen", wenn du dich in deinem Verhältnis zu deinem Gott auf die gleiche Stufe wie sie stellst:

Gefängnis (zwar schön nach außen, aber eng und ohne Ausweg; keine Chance, es mitzugestalten außer es vollzukacken), abhängig von der Laune ihres "Gottes", sie zu füttern oder eben nicht; "Gott" legt Fortpflanzungszyklus und -partner fest; er entscheidet, ob du im Dunkeln lebst oder beleuchtet wirst; ...über das Hirnvolumen schweigen wir mal lieber!

  • Aber dass ich nachts die Sterne anschaue, und selbst Gott suche, ich denke, dass wissen sie nicht 

Ich denke, das interessiert sie auch nicht wirklich, denn sie haben genug damit zu tun, auf deine gnädige Freigiebigkeit hinsichtlich Vergabe von Futter und "Liebe" zu hoffen!

Es sei denn, du machst es wie die Menschen: du hämmerst den kleinen Hirnen deiner Untertanen ein, was du unter "Gott" verstehst - und erklärst ihnen, dass sie kein Futter mehr bekommen, wenn sie eine andere Meinung haben!

Wenn dich dieses Fisch-Dasein befriedigt...!

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