Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Kind zum Islam konvertieren möchte?

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39 Antworten

Da es sich idR um den Sunniten-Islam handelt, wenn eine Christin zum Islam konvertieren will, wäre ich sogar als Muslim alarmiert.

Die Gründe für eine solche Konversion sind üblicherweise

  • ein muslimischer Traummann
  • pubertierendes Verhalten und die Absicht, die Eltern konfrontieren zu wollen
  • ein gestörtes Verhältnis zu Männern
  • ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Frau-Sein
  • manipulative Gespräche mit sunnitischen Missionaren
  • Perspektivlosigkeit
  • "Verzweiflung" angesichts der weltpolitischen Lage
  • u.ä.

Ich behaupte nicht, dass einer der oben genannten Gründe auf Dich zutrifft, aber es ist recht wahrscheinlich. UND: Keiner der obigen Gründe ist ein guter.

Natürlich kannst Du Deinen Eltern mitteilen, welche Vorzüge Du Dir vom Islam versprichst. Nur halten diese Vorzüge keiner Untersuchung stand. Es gibt sie nicht; es handelt sich bei den vermeintlichen Vorzügen des Sunniten-Islam lediglich und ausnahmslos um Gehirnwäsche der geistigen Führerschaft, die wie im Schneeballsystem über die Welt verbreitet werden soll.

Klar, würden sich alle Menschen an einen friedlichen und liebevollen Islam halten, dann sähe die Welt besser aus. Stimmt.

  1. Das könnte man auch über das Christentum oder andere Religionen sagen. Oder über den Atheismus.
  2. Der Sunniten-Islam ist NICHT friedlich und liebevoll. 

Ja, es gibt Millionen von friedfertigen Sunniten, das will ich nicht
leugnen. Es gibt aber hunderte Millionen von Sunniten, die sich im Recht
wähnen, Andersgläubige zur Konversion zu bewegen - mit allen Mitteln,
die der Quran hierfür anbietet. Und diese sind absolut kriegerisch.

Vielleicht hast Du schon ein wenig im Quran geblättert?! Ich hoffe es sehr. Vor einer Konversion solltest Du ihn vollständig lesen. Jeden einzelnen Vers und dabei nichts querlesen oder überfliegen. Hierbei wäre es wichtig, dass Du Dir vorab die Suren in ihre chronologische Reihenfolge sortierst (siehe meinen Anhang) und Dich ausserdem über das Stichwort "Abrogation im Islam" schlau machst.

Dann wirst Du dahinterkommen, dass die gemäßigten früheren Suren durch die späteren kriegerischen abrogiert wurden und keine Gültigkeit mehr haben. Und genau daher nehmen sich z.B. der IS die islamische Legitimation für ihren Krieg. Mit Recht. Denn das ist der Konsens der Rechtsgelehrten, der hier in Deutschland lediglich nicht publiziert wird, um das Deutsche Volk nicht gegen den Islam aufzubringen. Soviel zur Medienmanipulation; diese ist fast immer äusserst islam-freundlich. Ansonsten könnten hier nämlich bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen.

Die einzig aufrichtige Art und Weise, in nicht-islamischen Ländern als Muslim zu leben, ist die, dass man den Quran als Sammlung von Geschichten und Metaphern versteht, nicht als Gesetzbuch. Der Sunniten-Islam lässt das jedoch nicht zu. Alle anderen betreiben Rosinenpickerei; sie picken sich die ihnen passenden Verse raus und ignorieren die anderen. Kann man machen. Ist aber äusserst fragwürdig, nech?

In schā'a llāh

Quran chronologisch - (Kultur, Toleranz)
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Kommentar von DottorePsycho
28.02.2017, 20:24

Von der Rolle der Frau im Sunniten-Islam habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen.

Ja, es gibt viele Muslima, die als "Mama" von ihrer Familie verehrt werden. Und so manche Muslima lebt ein glückliches Leben, teils weil sie ein freies Leben führen darf, teils weil sie es nicht anders kennt und denkt, das Leben müsse so sein.

Es gibt aber eben auch sehr sehr viele Muslima, die die Welt anders erleben. Regelmäßig habe ich vornehmlich junge Muslima in meiner Praxis, die in erheblichem Maße unter dem Druck und der Erwartungshaltung der Familie oder der umma leiden und daran zu zerbrechen drohen. Hierbei muss klar sein, dass nur ein Bruchteil der Betroffenen den Weg in eine psychotherapeutische Praxis findet.

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Kommentar von justAnna123
28.02.2017, 22:26

Die Muslime, welche Koran und Sunnah folgen, bilden doch mit Abstand die größten Gruppe im Islam...

Sie unterstellen damit also (Ihrer Listung zufolge) nicht nur Leuten, die zum Islam konvertieren möchten, einen äußerst labilen bzw. naiven Charakter; Sie kriminalisieren damit mehr oder weniger auch den Islam als Religion...?

Und bevor ich eine solche Frage stelle und ernsthaft mit dem Gedanken spiele, diese Religion anzunehmen, habe ich mich natürlich auch mit dem Islam auseinandergesetzt d.h. auch den Koran gelesen - somit stehe ich aus Überzeugung hinter meinem Vorhaben, welches rein gar nichts mit den von Ihnen erwähnten 'Gründen' zu tun hat...

Aber die Korrektheit des Islam an sich war ja auch gar nicht meine Frage; ich denke, dass viele Eltern nicht ganz mit den Wegen ihrer Kinder einverstanden sind & erwarte mir auch nicht, dass meine den Islam selbst befürworten; ich möchte, dass sie damit zurechtkommen, ohne dass es zu Streitereien kommt - eben weil mir die Beziehung zu meiner Familie insgesamt wichtig ist - und daher ging es mir in erster Linie darum, zu erfahren, wie andere Eltern dies aufnehmen würden & dann, was ich tun kann, um diese Entscheidung für sie leichter zu machen, mehr nicht und nicht weniger...

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Kommentar von cocie14
24.03.2017, 14:36

@dottorePsycho:bitte rede nicht über zeugs von denen du ka hast, ja?

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Ich würde wohl fragen, woher dieser Sinneswandel kommt und ein Auge darauf haben ob es um die gemässigte  Form des Islams oder in Richtung Fanatismus pur geht.

Wenn eines meiner Kinder Halt und Sicherheit im moslimischen Glauben finden würde also ohne sektirischen Hintergrund, dann würde ich dies akzeptieren...  

So wie ich auch Homosexualität akzeptieren würde, da die Ausrichtung meiner Kinder, ihren eigenen und nicht meinen Bedürfnissen entsprechen sollten.

Aber wie gesagt, alles was radikal, fundamentalistisch ist, da würde ich meine ganze Kraft einsetzen um ihnen die Augen zu öffnen, wie sehr sie manipuliert werden.

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Kommentar von justAnna123
28.02.2017, 22:10

Danke für Ihre Antwort! (:

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Ich mit 17 Jahren bin noch weit davon entfernt, Vater zu werden. Ich kann nur aus meinem jetzigen Denken sprechen, wie ich in der Paparolle handeln würde, steht in den Sternen.

Wenn mein Kind sich nicht, wie meine Familie, zum Christentum hingezogen fühlt und einen anderen Weg gehen möchte, so muss und habe ich das zu akzeptieren. Meine "Bedenken" würde ich dem Kind mitteilen, damit es sich nicht in dieser Religion und seinem Glauben allzu verliert und es als allumfassend darstellt. Aber die Gefahr könnte natürlich bei jeder anderen Religion genauso vorhanden sein.

Ich würde es akzeptieren, ich wäre interessiert an diesem Glauben (Bin ich derzeit schon!) und würde es ziehen lassen. Und vor allem würde ich es nicht allzu sehr gewichten, am Ende ist es auch nur eine Religion.

LG

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Kommentar von jerkfun
02.03.2017, 08:12

Ist Dir überhaupt klar was Du da von Dir gibst? Weisst du was abgeht in Ländern mit hohem Islamisierungsgrad?!

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Ich bin zwar kein Elternteil, aber:

Wie würde ich darauf reagieren. Vmtl. genauso wie wenn mein Kind mir sagen würde, dass es irgendeiner Glaubensrichtung (christlich z.B.) folgen will. Solange es nicht in eine Sekte geht ist alles in Ordnung.

Allerdings würde ich dennoch fragen, was ihm am Glauben gefällt, wie er dazu gefunden hat usw. (natürliche Neugier meinerseits).

Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen, wie hier Leute davon schreiben können, dass sie ihr Kind quasi als missraten bezeichnen könnten oder sich in psychatrische Behandlung geben wöllten. Sie tun damit doch genau das, was sie dem Islam vorwerfen. Sie sind intolerant und können/wollen nicht akzeptieren, dass ihr Kind andere Wege geht, wogegen nichts einzuwenden ist, solange es nicht schädlich ist.

Ist mir wohl einfach zu hoch.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass deine Eltern mehr Verständnis haben.

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Kommentar von justAnna123
01.03.2017, 17:43

Vielen Dank für Ihre Antwort; schön so etwas zu lesen (:

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Ich bin kein Elternteil, jedoch Tante eines Teenagers. Ich wäre wahrscheinlich äußerst geschockt und wüsste erstmal nicht, wie man sich als westlich erzogener Mensch, noch dazu als junge Frau, so stark mit einer patriarchalischen Religion identifizieren kann.

Dann würde mir einfallen, dass ich mit 16 plötzlich sehr stark für das Christentum interessiert habe. Ich ging in die junge Gemeinde und stand kurz davor mich taufen zu lassen. Mein Hauptbeweggrund war das Gefühl mich völlig verloren zu fühlen, Angst vor der Zukunft usw. 

Im Nachhinein (die Phase dauerte etwa 3 Jahre) wurde mir klar, dass ich nur eine Art Verantwortungsflucht begangen habe. Ich fand das Gefühl schön, dass ich mein Leben nun in die Hände einer höheren Instanz legen konnte und mich von dieser "leiten lassen". 

Mit der Zeit wurde ich reifer, lernte hinzu und mir wurde bewusst, was ich fast für eine dumme Entscheidung getroffen hätte. Ich allein bin für mein Leben verantwortlich, niemand sonst. Kein Gott, keine Geister, kein Schicksal, allein ich.

Zurück zu meiner Nichte: Ich würde ihre Gründe hinterfragen, sie wirklich zu dieser Religion befragen. Wie gründlich hat sie sich wirklich damit beschäftigt? Weiß sie, was das für sie bedeutet? Ich persönlich würde schon sagen, dass ich mich sehr wohl mit der Bibel und dem Koran auskenne, habe beides gelesen, verfolge live-Diskussionen dazu und kenne einige Exgläubige. Diese würde ich ihr im nächsten Schritt vorstellen. Alle vier weiblich, haben das typische Klischee einer Muslima durchgemacht. Kopftuchzwang durch die Familie, eine zwangsverheiratet, die anderen von ihrer Familie geschlagen wenn sie sich mal nicht den Wünschen entsprechend verhalten haben, nichts zu melden...

Dies sozusagen als abschreckendes Beispiel. Sollte sie sich das dann immer noch antun wollen, bitte sehr. Ich werde ihr nicht im Wege stehen, würde allerdings meinen Umgang mit ihr erheblich einschränken, gerade weil ich Angst um meine zukünftigen Kinder haben müsste, dass sie diese irgendwie beeinflusst. 

Wie du bereits merkst, halte ich nicht allzu viel von Religion, dem Islam ganz besonders. Vllt würde ich mich meinem eigenen Kind anders gegenüber verhalten, aber ich glaube es um ehrlich zu sein nicht

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Ich würde mich zunächst fragen, was ich falsch gemacht habe, wenn mein Sohn mich mit einem solchen Wunsch konfrontieren würde.

Ich würde seinen Wunsch sehr ernst nehmen.

Dann würde ich ihn fragen, welche Gründe ihn dazu bewogen haben, einen solch gravierenden Schritt (von dem es nach sunnitischer Lehre kein Zurück gibt) ins Auge zu fassen.

Ich würde ihn auch - natürlich nicht mit diesen Worten - fragen, ob er Opfer salafistischer Propaganda wurde.

Ich würde ihn fragen, ob es vielleicht etwas damit zu tun haben könnte, dass er möglicherweise eine Muslima kennengelernt hat.

Dann würde ich lange nachdenken. Und vielleicht zu dem Schluss kommen, ihn möglichst ALLE "Islamfragen" bei GF sorgfältig durchzulesen zu lassen. Einschließlich der Antworten und Kommentare, die hier von Sunniten und von eifrigen Konvertiten verfasst wurden. Einschließlich all der aggressiven Beleidigungen und Verunglimpfungen von "Ungläubigen", die dort zu lesen sind.

(Deine freundliche und höfliche Frage, dein Umgangsstil, Anna, ist hier die ganz große Ausnahme...)

Wenn er danach immer noch konvertieren möchte, dann bliebe mir nichts anderes übrig, als ihm viel Glück zu wünschen. Ich würde meinem Sohn anbieten, als Vater und Gesprächspartner jederzeit zur Verfügung zu stehen, komme, was da wolle.

Aber ich wäre der wohl unglücklichste Vater, der ich je war...

Gruß, earnest

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Kommentar von justAnna123
28.02.2017, 23:36

Danke für Ihre Antwort (; Um ehrlich zu sein, stimmt es mich sehr traurig zu lesen, wie viele hier schreiben, sie würden es als ein Zeichen werten, etwas in der Erziehung ihres Kindes falsch gemacht zu haben...

Darf ich Sie fragen, ob Sie dies beim Christentum, Judentum oder irgendeiner anderen Religion auch so sehen würden?

Mir ist natürlich bewusst, dass der Islam nicht den besten Ruf genießt und auch in den Medien ein Bild vermittelt wird, welches teils viele Ängste und Vorurteile bestätigt - es ist nicht so, als würde ich mich dieser Realität verschließen, daher ja auch meine Frage...

Aber als Elternteil muss man sein Kind doch besser kennen; was ist es, dass so schlimm daran ist, wenn der Sohn / die Tochter das Glück im Islam findet?

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Kommentar von Succcer
03.03.2017, 21:45

earnest ich dachte du bist tolerant :D, gilt wohl nicht für deinen sohn?

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Ich halte das für höchst unwahrscheinlich. Aber wenn kommt das ziemlich aufs Alter und die Gründe an. Ich würde mich damit nicht anfreunden, ganz einfach. Wenn es das unbedingt will werd' ichs nicht abhalten, kann ich auch gar nicht. Aber das Verhältnis zueinander würde sich grundlegend verändern, davon gehe ich aus. Und einen muslimischen Partner werde ich ebenso nicht gutheißen. Man muss nicht alles toll finden was sein Kind tut, man kann es so hinnehmen, aber alles im Leben hat nun einmal seine Auswirkungen.

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Ich wäre entsetzt, wenn sich ein Kind einer Religion mit starren Regeln unterwerfen wollte.

Eigentlich heisst es ja nichts anderes als  dass, das Kind sich verloren fühlt und ihm Regeln, Führung und Bindung fehlen.

Die neue Vernetzung der Nervenbahnen im Gehirn während der Pubertät hat viel damit zu tun.

Ich würde das Umfeld des Kindes ändern und die Probleme angehen.

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Ich würde meinen Sohn fragen "Warum willst du das machen?" und versuchen das was er sagt mit Argumenten zu widerlegen. Vermutlich würde ich mit ihm gemeinsam den Koran durch lesen und ihn immer wieder fragen, ob er hinter allen Aussagen in diesem Buch stehen kann.

Am Ende ist es seine Entscheidung. Glücklich wäre ich als Atheist darüber nicht, aber er wäre nach wie vor mein Sohn und ich würde mein Verhalten ihm gegenüber nicht verändern.

Probleme könnte es zwischen uns nur geben, wenn er penetrant versuchen würde mich zu bekehren oder wenn er extrem fundamentalistisch werden würde.

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Kommentar von DottorePsycho
01.03.2017, 11:20

Du wärest dann ein kafir - in seinen Augen. Eine respektlosere Sichtweise - insbesondere gegenüber den eigenen Eltern - ist kaum denkbar.

Wäre nicht das schon ein Problem? Ich unterstelle, dass Du grob weisst, was im Quran über kuffar geschrieben steht.

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Ich würde mit meinem Kind darüber ins Gespräch gehen. Würde mir die Argumente anhören, würde auch ausloten, wie weit sich mein Kind über den Islam informiert hat, würde auch fragen, ob mein Kind auch dann, wenn ich selbst meinen Glauben nicht ändert, mit mir zusammenleben könnte (weil Du unterstellst, es wäre noch nicht erwachsen). Schließlich würde ich es respektieren, weil lt. Grundgesetz bei uns Religionsfreiheit herrscht und weil Religion eine ureigene Sache ist, mit der mein Junge / meine Tochter schließlich und endlich zu leben und zu sterben hätte.

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Wie würden sie sich verhalten

Dem Kind was zu lesen geben (am besten schon vorher).

Hamed Abdel-Samad zunächst und dann eine Zusammenstellung von brutalen Koran - und Hadithen, in denen aufgefordert wird, zu töten und zu metzeln.

was könnte ihr Kind tun bzw. sagen, um sie zu beruhigen

Überhaupt gar nichts.

sich damit anzufreunden...?

Nie im Leben werde ich zulassen, dass meine Tochter sich diesen brutalen (keine Beleidigung, das Ding strotzt vor Brutalität, Inhumaität und Menschenrechtsfeindlichkeit) Erfindungen (keine Beleidigung, es bestehen keinerlei Belege auch für nur eine Äußerung darin) eines pädophilen Kameltreibers (keine Beleidigung, der war pädophil und er war Kameltreiber) unterwirft, keine Sekunde!

Wenn es sein muss, ziehe ich mit Kind um, nach Kanada in die Berge, wo ihre Einflüsterer plötzlich fehlen, denn von alleine kommt kein Kind auf solch komische Ideen.

Aber keine Sorge, ich zeige ihr jetzt bereits, was Islam bedeutet und was es heißt, selbst und vor allem kritisch zu denken, nur so als Vorsorge, das verhindert zumeist, dass man auf Märchenerzähler reinfällt.

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Hängt davon ab, ob das Kind in der Pubertät ist. Dann wäre es besonders anfällig für Maniplulationen und Radikalisierung, weshalb ab hier das Kind besser beobachtet werden sollte. 

Ich persönlich lehne aber Religionen ab, wenn diese z.T. unpassendes Gedankengut mitschleppt. Das ist dennoch aber Ihre Entscheidung.

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Ich wäre am Boden zerstört.

Die wichtigsten Werte in meinen Augen sind: 1. Individuelle Freiheit. 2. Menschenrechte (das wichtigste: körperliche Unversehrtheit). Und das würde ich meinem Kind so vermitteln. Auch das grosse Glück, das wir haben, in einer Zeit und an einem Ort zu leben, in denen wir diese Rechte genießen, die unseren Vorfahren verwehrt waren.

Das schlimmste, was mein Kind mir antun könnte, wäre es, diese Werte zu verwerfen. Ein Kind, das diesen menschenfeindlichen Gott mit seinem Gewissen vereinbaren kann und seinen opportunistschen Propheten als Vorbild betrachtet - das kann nicht das Kind sein,  das ich aufgezogen habe. 

Dazu käme noch die Sorge: Ich habe einige Berichte von Eltern gelesen, deren Kinder in Syrien landeten oder sich sonst einer Terrororganisation anschlossen - es fing immer so an: Konversion zum "moderaten" Islam - "Mama, Papa, macht euch keine Sorgen, Islam ist Frieden, ich bin glücklich" - worauf die Eltern meist mit Verständnis und Toleranz reagierten. Und dann die Schock, der sie völlig unvorbereitet traf - nichts im Verhalten ihres Kindes hatte sie vorgewarnt. 

Du wirst sagen, dies ende in den meisten Fällen nicht so, und sei auch nicht deine Absicht. Mag sein, aber woher sollen Eltern das wissen? Die Kinder, die sich radikalisiert haben, haben ihren Eltern ja auch einen harmlosen Islam vorgespielt.

Was ich tun würde? Meinem Kind ganz ehrlich sagen, was ich empfinde, und es dann weitgehend in Ruhe lassen, denn ich weiss, dass ständiges Drangsalieren kontraproduktiv wäre. Jugendliche suhlen sich ja gerne in der Opferrolle  ("niemand versteht mich") und nehmen dann erst recht eine Trotzhaltung ein. Ich war ja selber so. Ich würde mir aber bei entsprechenden Organisationen Rat holen und ein wachsames Auge auf mein Kind werfen. Und es würde wohl sehen, dass ich meine Lebensfreude verloren hätte, obwohl ich es ihm nicht provokant vor Augen halten würde, um es unter Druck zu setzen und ihm Schuldgefühle zu machen. Aber krampfhaft verbergen würde ich es auch nicht, ich bin für Offenheit.

Wenn es dann erwachsen wäre, würde ich auch nicht ausschließen, den Kontakt abzubrechen. Nicht im Bösen, sondern weil es für mich einfach zu schmerzhaft wäre, mit meinem fremden Kind konfrontiert zu sein. Das würde ich ihm auch so sagen, sowie, dass die Tür offensteht, wenn es mal Hilfe braucht oder wieder zu einer Einstellung kommt, die eine gemeinsame Basis ermöglicht. Ob ich dann die Trennung konkret fertigbrächte, kann ich so aus der Theorie heraus nicht sagen. Jedenfalls wäre unsere Beziehung nachhaltig gestört.

Ich wäre mir aber im Grunde meiner Ohnmacht bewusst. Und mir ginge es damit wie earnest: ich wäre die unglücklichste Mutter der Welt.

Aus dieser Frage schließe ich übrigens, dass deine Frage bzgl. Authentizität des Korans nur eine Scheinfrage war. Für jemand, der vor einer Woche noch dabei war, eine Koranübersetzung zu lesen, um sich ein Bild zu machen, bist du ja wahnsinnig schnell zu einer felsenfesten Überzeugung gekommen. Vor allem angesichts der Tatsache, dass du viele gut fundamentierte Argumente und Belege bekamst, die gegen die Authentizität des Korans sprechen. Während die Argumente dafür sich unter dem Satz "Klar, wenn es doch der Koran selbst behauptet" zusammenfassen lassen. 

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Kommentar von earnest
01.03.2017, 16:47

Zunächst einmal: Dies empfinde ich als eine nachdenkliche und bewegende Auseinandersetzung mit dem Thema.

Zum anderen: Ich hatte die Koranfrage der Userin nicht mehr auf dem Schirm.

Vor dem Hintergrund jener Frage finde ich allerdings auch, dass beide Beiträge nun in einem anderen Licht erscheinen könnten. Es lässt sich nun nicht mehr ausschließen, dass die Frage nach der Authentizität des Korans nur eine Scheinfrage war. 

Und es liesse sich nun auch nicht mehr ausschließen, dass es bei DIESER Frage darum gehen könnte, bestimmte sehr islamkritische Reaktionen zu "triggern", gegen die die Fragestellerin dann wieder argumentativ vorgehen konnte - was sie ja getan hat.

So gesehen, könnte es sich bei dieser Frage, deren Freundlichkeit und Höflichkeit durchaus bestechend ist, um eine besonders subtile, sanfte Form "islamischer Öffentlichkeitsarbeit" durch eine Konvertitin handeln.

Und wenn das tatsächlich so sein sollte, dann war all die ernsthafte Beschäftigung mit dieser Frage im Grunde Zeitverschwendung.

Hoffen wir, dass es anders war...

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Kommentar von justAnna123
01.03.2017, 17:25

Ich habe damals meine Frage, die Authentizität des Korans betreffend, gestellt, ohne Hintergedanken & einfach, um mir möglichst verschiedene Meinungen einzuholen, woraus ich mir dann ein eigenes Bild machen kann...

Ich habe mir allerdings zuvor auch schon auf anderen Seiten und durch Videos etwas über den Islam angehört und mich nicht erst seit einer Woche damit beschäftigt; für mich kommen viele Antworten auf islamische Fragen eher sehr aggressiv statt gut fundamentiert vor; aber nur weil Sie eine Auffassung vertreten, kann ich doch trotzdem zu dem Entschluss kommen, dass der Koran für mich überzeugend ist.

Sie wissen nichts über meine Beweggründe hier Fragen zu stellen, nichts über meine Person und meine Kenntnisse über den Islam - wobei ich gerne zugebe, dass diese noch sehr gering sind - aber unterstellen mir trotzdem, ich würde sonst was erfinden, um hier irgendwelche Fragen zu stellen? Weshalb? Weil es nicht in das allgemeine Bild passt, dass es auch Menschen gibt, die den Islam schön finden und sich dafür begeistern..?

Nun, im Grunde spielt es ja auch keine Rolle; ich möchte Ihnen trotzdem für Ihre Antwort danken; mir ging es ausschließlich darum, zu erfahren, wie Eltern reagieren würden; und dies haben Sie ja auch beschrieben.. Danke für Ihre Mühe!

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genau die gleiche frage habe ich auch meinen eltern gestellt. aber halt nur, wenn ich zum beispiel i-eine religion nehmen würde. meine mutter hat mir die frage so beanzwortet, dass sie es nicht so toll finden würde und das ich es ja nicht tuen soll. mein vater jedoch hat eine sehr interessante antwort gegeben. zunächst meinte er, das die religion nicht so wichtig ist wie wir denken. ALS ERSTES SOLLTE MAN EIN MENSCH SEIN. die entscheidung ist jedem selbst überlassen. wenn ich es für richtig halten würde meine religion zu wechseln, dann heißt es für mich das ich etwas über die religion erfahren habe die meine sicht verändert hat. 

bin zwar selbst noch ein kind aber egal :)

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Ein Moslem würde sein eigenes Kind töten (oder falls es einen Bruder hat würde der das übernehmen) wenn es dem Islam den Rücken kehrt. Das ist leider wirklich so. Es gibt keine schonende Weise einem beizubringen sich so einer Ideologie anzuschließen, für mich persönlich wäre das das Schlimmste was mein Kind mir antun kann. Du hast ja gar keine Ahnung, was für ein Leben dich als Muslima erwartet... Überleg dir das doch noch mal, weil das ist eine Entscheidung, bei der es kein zurück und keine zweite Chance gibt.



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Male den Teufel nicht an die Wand! - Wenn so etwas geschehen würde, dann hätte meine ganze Erziehung und Aufklärung, welche auch Religionen mit einbezieht, versagt. Zudem hätte unsere Gesellschaft in ihrer manchmal unnatürlichen Toleranz gegenüber üblen Religionen, wie dem Islam und ihren ausgemachten Zielen, ebenfalls versagt.

Ich wäre also tief betrübt und würde mein Kind fragen, was es nicht oder falsch verstanden hat, um sich für ein rückwärtsorientiertes Leben eines Betrügers, welchen ich in Mohammed sehe, zu entscheiden.

Und dann würde ich in Liebe bei Lektion 1 meiner Aufklärung wieder anfangen und hoffen, dass bei Söhnchen oder Töchterchen endlich der Groschen der Weisheit fällt. Schließlich können meine Kinder doch geistig nicht so verarmt sein, um trotz Intelligenz und Bildung ein völlig falsches Lebenskonzept anzustreben.

Halt, vergessen habe ich ganz, dass ich natürlich auch noch zu meinem Gott beten würde, mir Weisheit in der Belehrung meiner Kinder zu schenken und ihnen umgekehrt das Verständnis meiner Worte und Argumente.    

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Kommentar von justAnna123
28.02.2017, 22:02

Glückwunsch! Sie haben es tatsächlich geschafft in einer Antwort mehr 1,5 Milliarden Menschen anzugreifen.

Ich jedenfalls habe weder eine rückwärtsgewandte noch eine in irgendeiner Weise 'üble' Religion kennengelernt, sondern einen wunderschönen Glauben mit einem edlen Propheten.

Ihre Antwort spiegelt jedoch sicherlich nicht die christlichen Werte der Nächstenliebe und Toleranz wieder, welche von Christen doch eigentlich vertreten werden sollten.. 

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Ich wäre erstmal enttäuscht. Der Islam, so wie jede andere Religion, bietet keinen Grund dazu glaubhaft zu sein. Gerade die großen monotheistischen Religionen hierzulande scheinen mir sogar mit relativ wenig mitdenken und geringer Bildung problemlos widerlegbar.

Insofern hätte ich das Gefühl meine kinder hätten nicht vernünftig auf Herz und nieren geprüft was sie da annehmen wollen.

Dazu würde ich mir Vorwürfe machen, meinen Kindern nicht genug erklärt zu haben wie man Fakt von Fiktion trennt.

Die Alternative wäre natürlich das der Nachwuchs einen plausiblen Grund vorbringen könnte den ich nicht widerlegen kann, dann werd ich auch Moslem. Das wäre allerdings extrem überraschend. Nach Jahren der religiösen Debatten und Beschäftigung mit Religion sehe ich da eigentlich für den Glauben keine Hoffnung mich noch zu überzeugen.

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Kommentar von hummelhubert
01.03.2017, 18:50

"mit relativ wenig mitdenken und geringer Bildung"

Mit wenig denken und geringer Bildung kann man so ziemlich alles widerlegen.

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Kommentar von Schneemann000
30.05.2017, 18:22

Deine Reaktion ist interessant, denn sie gleicht auf's Haar der Reaktion streng religiöser Eltern, wenn ihre Kinder ihre Religion über Bord werfen.

Du wärest enttäuscht, du würdest dir Vorwürfe machen, du würdest dich fragen, was du bei deiner Erziehung falsch gemacht hast, du würdest probieren, sie von der Richtigkeit deines Nicht-Glaubens und von der Falschheit ihres Glaubens zu überzeugen...

Das ist genau analog.

Vielleicht suchen deine hypothetischen Kinder was ganz anderes in der Religion? Transzendenz? Emotionale Erfüllung? Menschliche Wärme in der Herde? Schöne Feiertage? Exotische Bräuche? Nähe zu einer anderen Kultur?

Wenn du diesen Aspekt nicht erkennst, würdest du mit rationalen Argumenten einfach an deinen hypothetischen Kindern vorbei reden.

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Hallo Anna,

ich würde gerne wissen, was Dich dazu bewegt, zum Islam konvertieren zu wollen.

Hast Du bisher keine oder negative Erfahrungen mit dem Christentum?

Was ich als Christ als positiv erkennen kann, ist der starke Familienzusammenhalt im Islam. Das funktioniert in meinen Augen aber nur so lange, wie alle der gleichen Auffassung sind, wie das Familienoberhaupt.

Den großen Vorteil unserer abendländischen Kultur sehe ich darin, daß jeder Mensch individuell die Dinge für sein Leben wählen kann, die er oder sie als für sich bereichernd empfindet.

Wenn Du glaubst, daß Du als Muslima glücklich wirst, gönne ich Dir dies von Herzen.

Ich persönlich hätte als Frau Probleme damit, mich einem Mann unterzuordnen. Jesus hat ja auch mit Frauen auf Augenhöhe gesprochen, auch wenn sich dies bisher nicht in allen Kirchen durchgesetzt hat.

Und wie Du die Gebote Gottes für Dich persönlich umsetzt und was Du mit Deinem eigenen Gewissen ausmachst, ist auch Deine Entscheidung.

Wenn gegenseitige Toleranz vorhanden ist, können die unterschiedlichen Religionen friedlich nebeneinander existieren. Was ich nicht verwinden kann ist, wenn Menschen zu einer bestimmten Überzeugung gezwungen werden sollen.

Wenn ein Mensch versucht, anständig zu leben, ist es Gott egal, zu welcher Religion er oder sie sich bekennt. 

Ich denke, Du bist alt genug, um zu wissen, was Du möchtest.

Alles Gute für Dich,

Giwalato 

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Kommentar von justAnna123
28.02.2017, 21:49

Ich habe sowohl im alten als auch im neuen Testament gelesen, aber finde es persönlich nicht wirklich überzeugend.

Es ist nicht so, als würde ich etwas außergewöhnlich negatives mit dem Christentum verbinden, nur könnte ich mich nicht auf die Bibel als Botschaft Gottes beziehen; und ich denke, so gut wie kein Christ betrachtet die Bibel als tatsächliche, authentische Offenbarung...

Beim Islam spüre ich im Vergleich dazu einfach einen gewaltigen Unterschied - was jetzt keineswegs abwertend oder beleidigend rüberkommen sollte!

Jedenfalls danke ich Ihnen für Ihre Antwort; es ist wirklich aufbauend zu sehen, dass hier doch auch sehr tolerant geantwortet wird (:

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Ich wäre ziemlich enttäuscht und würde mich fragen was ich falsch gemacht habe, dass mein Kind sowas macht.

Dann wäre ich noch enntäuschter und würde erkennen, dass ich darauf vermutlich keinen steuerbaren Einfluss hatte und ich mich vermutlich nicht so viel Schuld trifft.

Wenn ich mein KInd mögen würde (was wahrscheinlich ist), würde ich es akzeptieren und mir halt denken shit happens.

Ich würde sehr intensive Gespräche führen um zu schauen, ob ich wenigsten bei meiner Erziehung in puncto Rationalität halbwegs richtig gearbeitet habe und mein Kind einfach andere Gefühle hat als ich und daher gewisse Schlüss anders zieht, weil es die Wahrheit nicht ertragen kann.

Wenn mein Kind in diesem Punkt empfindlich wäre, würde ich wohl irgndwann damit aufhören und akzepieren, dass es gefühlsmäßig nicht dazu in der lage ist die harte Wahrheit zu ertragen und ich würde ihm helfen mit seiner neuen Krücke ein glückliches Leben zu führen.

Mein voller ernst. Wenn es beleidigend ist, dann hättest du es nicht lesen sollen ;-)

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Kommentar von Rocker73
02.03.2017, 14:09

"Wenn es beleidigend ist, dann hättest du es nicht lesen sollen ;-)"

soll das ein Witz sein?

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Ich würde mir Sorgen um mein Kind machen. Mich fragen, was ich falsch gemacht habe in der Vergangenheit. Warum habe ich meinem Kind nicht von Jesus erzählt? Wer hat mein Kind beeinflusst und auf den falschen Weg gebracht? Will es jetzt Kopftuch tragen oder fünfmal am Tag einen Gebetsteppich auslegen? Will es sich gar dem IS anschließen, den Terroristen? Habe ich meinem Kind nicht genug Liebe gegeben? Wo ist sein Verstand geblieben? Will es nun arabisch lernen? Es wird sicher unglücklich werden. Es kennt die Freiheit nicht. Austreten aus dem Islam darf es auch nicht, ihm wird sonst mit dem Tod gedroht. Ist mein Kind in Lebensgefahr? Ich habe als Mutter/Vater versagt!

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