Wie war die Meinung von den jugendlichen in der NS-Zeit gegenüber Hitler bzw. wie standen sie Hitlers reden gegenüber?

11 Antworten

das kann man so pauschal nicht beantworten. manche fanden es toll zu so eine gemeinschaft zu gehören, andere waren dagegen. (z.b. papst benedikt XVI.)

Sie standen eher Positiv dazu. Es gab ja auch die Hitler Jugend bzw. eben die HJ und 98 Prozent aller deutschen Jugendlichen waren Mitglied. Du kannst dir das ganze wie Art Pfadfinder mit anderen Idealen vorstellen. Im zweiten WK wurden diese dann mit Polizeilichen oder Militärischen Hilfsdiensten beauftragt. Kannst dich gerne mehr zur HJ informieren aber grundsätzlich war der Großteil der Jugendlichen gleich wie der Großteil der Deutschen pro Hitler. Die ganze Jugend wurde natürlich zum einen von den Eltern zum anderen bei der HJ manipuliert und die Deutschen Idealien wurden ihnen eingetrichtert und da man als Jugendlicher sowieso weniger hinterfragt und nachdenkt war es natürlich umso leichter.

Unterschiedlich. Meine Oma fand es damals total spannend beim BDM zu sein, es gab Tagesausflüge, Lagerfeuer, eine Wanderung mit Zelten und Übernachtung auf einer Burg, Abwechslung zum arbeitsreichen Alltag zwischen Schule und elterlichem Bauernhof.

Ihre Eltern waren eher kritisch, haben aber aus persönlichen (Uromas sehr verdächtige Herkunft) und beruflichen (Uropa war Bahnhofsvorsteher) Gründen die Füße still gehalten und haben ihre Kinder lediglich vor Übereifer gewarnt.
Als schließlich der Krieg ausbrach haben die Eltern ihren Kindern erklärt das das absolut kein Grund zur Freude wäre sondern etwas Furchtbares von dem sie gehoft hatten das es nie wieder passieren würde. Uropa war an der Somme und hat das bis zu seinem Tod nie wirklich verkraftet.
Nach dem Überfall auf Polen ist ein Onkel meiner Oma aus der SS desertiert und hat seinem Bruder geschildert was da getan wurde, danach gab es keine Hitler-Verehrer mehr in der Familie.

Darauf gibt es keine pauschale Antwort, was DIE Jugendlichen betrifft.

Es ist wohl davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Betroffenen, männlich wie weiblich, bei der Hitlerjugend mitgemacht hat, ohne dagegen aufzumucken.

Wie denn auch anders, angesichts der allgegenwärtigen Nazipropaganda...

Gruß, earnest

Einige haben sicher bei der HJ oder dem BDM nur mitgemacht, nur um nicht groß aufzufallen. Zum Beispiel bei meiner Mutter oder meiner Tante war das so.

Der Vater meiner Mutter war ein Jude, wurde aber allein von seinem Aussehen her, gar nicht als Jude erkannt. Er war groß und blond, wurde also allein deshalb als Arier angesehen!

Wahrscheinlich hatte er auch einen etwas "geschönten" Pass oder auch nur so einen Postausweis (googelt mal danach!), der Viele davor bewahrte, deportiert zu werden.

שלום

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Sie wurden ja indoktriniert. Also bis auf einige, die vielleicht kritisch darüber nachgedacht haben, werden das viele wohl toll gefunden haben. Sie hatten ja in der HJ oder beim BDM eine Anlaufstelle. Das wird für Zusammengehörigkeit gesorgt haben.

Ist das gleiche Prinzip gewesen, das alle Religionen seit Urzeiten bis heute praktizieren. Gehirnwäsche von frühester Jugend an, da kommt man als pubertierender Mensch nicht mehr raus, und schon gar nicht, wenn die meisten Erwachsenen durch dieselbe Gehirnwäsche einer falschen Ideologie folgen.

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