War Hitler Christ?

Das Ergebnis basiert auf 22 Abstimmungen

Nein, er war kein Christ. 63%
Ja, er war Christ. 36%

26 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nein, er war kein Christ.

Hallo danhof,

Adolf Hitler war eindeutig kein Christ! Ich Gegenteil, er bekämpfte sogar diejenigen, die sich im Dritten Reich christlich verhielten und ließ sie z.T. in KZs umbringen.

Natürlich reicht allein die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft nicht aus, um sich mit Recht Christ nennen zu können und auch alle Deine Fragen sind mit einem eindeutigen "Nein" zu beantworten. Die Bibel macht deutlich, worin wahres Christentum besteht und woran man diejenigen erkennt, die es wirklich praktizieren.

Um nicht zu weitschweifig zu werden, will ich nur einige der wesentlichsten Punkte herausgreifen. Das wohl herausragendste Erkennungsmerkmal für einen Christen ist zweifellos die Liebe. Jesus brachte das mit den deutlichen Worten zum Ausdruck: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:35). Diese Art von Liebe auszuleben schließt natürlich vieles ein.

Wie weit diese Liebe geht und wie umfassend sie sein sollte, bracht Jesus einmal wie folgt zum Ausdruck: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.  Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe" (Johannes 15:12,13). Jesus hatte seinen Jüngern vorgelebt, was wahre Liebe bedeutet, ja dass sie sogar einschließen muss, für seine Brüder zu sterben. Wenn jemandes Liebe also so groß ist, für seinen Glaubensbruder zu sterben, ist er dann nicht auch zu allem anderen bereit?

Liebe darf sich nicht allein in Worten oder in Mitleid erschöpfen. Sie zeigt sich vor allem durch selbstlose Taten. Die Bibel sagt: "Wer immer aber die Mittel dieser Welt zum Lebensunterhalt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und dennoch die Tür seiner [Gefühle] innigen Erbarmens vor ihm verschließt, wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm? Kindlein, lasst uns lieben, nicht mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit" (1. Johannes 3:17,18). Wie dieser Text zeigt, ist die Liebe zu Gott unabdingbar mit der Liebe zu den Menschen verknüpft. Wenn also jemand behauptet, er liebe Gott und Jesus Christus, und es fehlt ihm an echter Nächstenliebe, dann sind seine Reden in Wirklichkeit hohl und leer. Demnach steht und fällt alles mit tätiger Liebe.

Außer den Liebe gibt es noch etwas, was jemanden als echten Christen kennzeichnet. Dazu möchte ich noch einmal eine wichtige Aussage Jesu zitieren, der zu seinen Jüngern sagte: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete" (Johannes 15:14). Ein wesentlicher Punkt ist, wie gerade besprochen, die Liebe zum Nächsten und seinen Brüdern. Doch Jesus misst jemanden, der sein Nachfolger zu sein behauptet auch daran, ob er sich auch an alle anderen Gebote hält. Eines dieser wichtigen Gebote ist das, was Jesus kurz vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern als eine Art Vermächtnis hinterließ, als er ihnen gebot: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20).

Das Christlichste am Christentum ist demnach das Verkünden des Evangeliums (oder der "guten Botschaft"). Das Predigen und Lehren war auch im Leben Jesu sehr wichtig, denn er predigte unermüdlich landauf und landab Gottes Königreich, ja selbst in den schwersten und letzten Stunden seines irdischen Lebens. Wenn jemand ein echter Nachfolger Jesu sein möchte, dann gehört auch die Verkündigung des Wortes Gottes dazu. Eifriges Predigen und Lehren ist demnach untrennbar mit dem Christentum verbunden.

Als letzten Punkt möchte ich das erwähnen, was eigentlich alles andere, auch die bereits erwähnten Dinge mit einschließt. Als man Jesus einmal fragte, welches das wichtigste Gebot im Gesetz sei, nannte er das erstes Gebot, nämlich Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Sinn und ganzer Kraft zu lieben (siehe Matthäus 22:37,38). Somit ist die bedingungslose Liebe zu Gott, die Hingabe an ihn, das, was alles andere noch überragt. Gott zu lieben schließt ein, sich an alle seine Gebote zu halten, die in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, niedergelegt sind. Tut das jemand nicht oder ist sehr nachlässig damit, dann straft ihn seine Behauptung, Christ zu sein, Lügen.

Wie Du also siehst, schließt Christ zu sein, vieles mit ein. Dabei bin ich noch nicht einmal auf die Glaubensinhalte und Lehren wahren Christentums eingegangen. Mir ging es hier nur darum, die wichtigsten Handlungsweisen eines Christen aufzuzeigen: Liebe zu Gott, zu seinem Sohn und dem Nächsten. Um auch all die anderen Merkmale eines echten Christen zu entwickeln, kommt man nicht umhin, sich eingehend mit Gottes Wort zu beschäftigen. Dadurch erfährt man, welche Erwartungen Gott und Christus an einen stellen, und man erlangt im Laufe der Zeit die Motivation, entsprechend zu leben und zu handeln.

LG Philipp

Sehr schön ausgedrückt. Vielen Dank!

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@Philipp59

Ja. Den Fehlschluss des "Kein-Wahrer-Schotte" ist hier sehr schön ausgedrückt. Inhaltlich freilich danebengeschossen, da eben Fehlschluss, aber schön geschrieben. Stimmt.

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@HumanistHeart

Mit meiner Ausdrucksweise "echter" oder "wahrer" Christ habe ich Christsein nicht neu definiert, da in der Bibel die grundlegenden Merkmale eines Christen bereits festgelegt sind.

Das Problem ist eben nur, dass sich viele den Anschein geben, Christen zu sein, jedoch durch ein Nichterfüllen dieser Merkmale eine Unterscheidung zu denen getroffen werden muss, die es in Wirklichkeit sind.

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@Philipp59

ok, so sehe ich es auch, er war zwar ein Katholik der italienisch/römischen Gruppe, aber noch lange kann man durch diese Kirchenzugehörigkeit NICHT sagen dass dies Christen seien.Gerade diese Katholiken stellten das gesamte System der Nazizeit. Jeder Ortsgruppenleiter bis zu Göring und hitler ..auch die KZ kommandanten (wie Koch) von Ausschwitz waren ? Katholisch

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ja du hast dir viel Arbeit gemacht und das hier ausgeführt. Ich bin 100 % bei dir und somit bei Gott.

Manchmal wäre nur kürzer besser, denn derjenige der glaubt weiss dies alles schon.

diejeneigen die glauben wollen lesen solange Beiträge in der Regel nicht.

nix für ungut !

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Nein, er war kein Christ.

Jesus ist in der Bergpredigt sehr eindeutig dazu: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!" (Mat. 07:20-23) Der Maßstab ist also nicht die Mitgliedschaft in einer Kirche, damals gab es noch keine Kirche aber selbst zu den inneren Kreis der Jünger zu zählen reichte nicht aus, Judas einer der zwölf beging Selbstmord. Und zu Petrus, auf dem sich die katholische Kirche als Gründer stützt, sagte Jesus: "Hebe dich, Satan, von mir! du bist mir ärgerlich; denn du meinst nicht was göttlich, sondern was menschlich ist." (Mat. 16:23) 

Jesus warnte: "Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden." (Mat. 07:13-14) und weiter sagt er "Meine Lehre ist nicht mein, sondern des, der mich gesandt hat. So jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von Gott sei, oder ob ich von mir selbst rede." (Joh. 07:16-17) also: "Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden." (Mat. 12:50)

Hitler war nicht nur Katholik bis zu seinem Lebensende sondern auch engster Freund von Kardinal Eugenio Pacelli dem späteren Papst Pius XII. dessen Willen er eisern umsetzte. "Pacelli-Vorgänger Pius XI. starb auch "rechtzeitig" am 10.2.1939 einen mysteriösen Tod; sein Vorgänger Benedikt XV. starb 1922 auch schon an Vergiftung. "Hitler, Mussolini und Franco wurden als Verteidiger des römisch-katholischen Glaubens auserkoren." "Hitler-Freund Pacelli und späterer Papst Pius XII. verführte über Hirtenbriefe und Priester die Katholiken und gewann für Hitler die "katholische Wahl" 1933." "Schon 1212 wurden Juden durch einen päpstlichen Erlaß dazu aufgefordert, ein bestimmtes Abzeichen zu tragen. Außerdem durften sie kein öffentliches Amt innehaben." "Das 1933 unterzeichnete und noch heute gültige Konkordat zwischen dem Vatikan und dem NS-Regime gab Hitler das römisch-katholische Recht, Juden wie Nicht-Katholiken gleichermaßen umzubringen und das Land von "Ketzern" zu säubern." "Praktiziert wurden die römisch-katholischen Inquisitionsgesetze, die im Konzil zu Trient unter Papst Paul III. 1545 beschlossen wurden und noch heute gelten (!), wie Papst Johannes XXIII. auf dem 2. Vatikanischen Konzil 1963 erklärte und Johannes Paul II. bekräftigte." Zitiert aus:  http://www.offenbarung.de/papsttum-pontifex-maximus.php

Vielen Dank für Deine Antwort.

Wenn man das so liest, schämt man sich noch 70 Jahre später :-(

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Eine Kirchenmitgliedschaft besagt noch gar nichts. Wenn man in der Garage geboren wird, ist man ja auch kein Auto! Lippenbekenntnisse müssen auch nicht immer mit dem übereinstimmen, was man tatsächlich denkt und meint. Und das betrifft jeden Menschen. Christ ist man laut Bibel (und nur das ist entscheidend, keine Kirche) wenn man an Jesus Christus als seinen persönlichen Erlöser und Heiland glaubt. Daß ER nämlich Gottes Sohn war und ist, und zur Vergebung der Sünden am Kreuz sein Leben freiwillig hingegeben hat und danach von den Toten auferstanden ist.

Wer mit seinem Mund das bekennt und daran glaubt, die geistliche Neugeburt erfahren hat, der ist ein Christ! So jemand ist durch den Glauben mitgekreuzigt und mitauferstanden. Im Evangelium werden wir frei, gerecht und tauglich für den Himmel - allein durch den stellvertretenden Tod am Kreuz durch Gottes Sohn (Johannes 3,16 und 14,6). Danach lebt so ein Mensch seinen Glauben auch praktisch. Ob Hitler in dem Sinne ein Christ war, wage ich zu bezweifeln. Aber letztlich schaut allein Gott in die Herzen der Menschen.

Vielen Dank für diese Antwort!

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