Wie viel kostet es einmal quer durch Amerika zu fahren?

6 Antworten

Hallo,

da kann ich Dir nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

2007 bin ich von Oktober bis November allein quer durch die USA gereist, 6 Wochen. In dieser zeit habe ich 12846km zurück gelegt. Gestartet in New York, hoch nach Neuengland, runter bis zu den Keys, am Golf entlang bis nach Texas, von dort zum Glen Canyon und dann ab nach Los Angeles, mit einem kleinen Abstecher in Morro Bay!

Die Kosten: Flug Frankfurt-New York - LA-Frankfurt = 699€ Mietwagen Jeep Grand Cherokee für 38 Tage = 1348€ 39 Übernachtungen in Motels + Hotels = 1687€ Benzin für die 12846km, ganze 1350 Liter = 643€ Essen, Unkosten = 600€

Alles zusammen = 4977€

2008 bin ich dann allein von Boston nach Seattle in 10 Wochen durch die USA gereist. Von Boston nach Neuengland, runter nach Virginia und dort für 4 Wochen bei neuen Freunden gelebt! Danach ging es durch die Mitte der USA, wieder bis zum Glen Canyon und von dort aus nach Salt Lake City und weiter über Boise vorbei am Mt. Rainier nach Seattle. Zurückgelegt wurden dieses mal nur 8412km.

Die Kosten: Flug Frankfurt-Boston - Seattle-Frankfurt = 949€ Mietwagen Chevrolet Tahoe für 56 Tage = 1966€ 43 Übernachtungen in Motels + Hotels = 1872€ Benzin für die 8412km, ganze 1350 Liter = 612€ Essen, Unkosten = 600€

Alles zusammen = 5999€

Du kannst Dir das ja selbst mal ausrechnen, schau mal hier:

http://www.usa-reisen.de/

und dann melde dich im reisedurchamerika . net forum an

Wie viel so eine Reise kostet, ist von unheimlich vielen Dingen abhängig und nicht pauschal zu beantworten.

Es gibt billige Motels in den USA, die meisten befinden sich in schlechten (kriminellen) Gegenden oder sind irgendwo in der Pampa (was sich aber wegen Auto besser macht).

Spritkosten kann ich nicht sagen, die ändern sich ständig, und mein letzter USA-Aufenthalt ist auch schon eine Weile her.

Aber rein aus Erfahrung würde ich sagen, dass 3000€ für so eine Reise ziemlich knapp bemessen sind.

Ich hab jetzt mal ein günstiges Flugticket Anfang Juni gesucht, Gabelflug Hin Frankfurt-JFK, Rück LAX-Frankfurt. Das geht so bei 800 Euro los. Das sind allerdings Rückflüge mit Umsteigen in Paris Charles De Gaulle, und diesen unerträglich schrecklichen Flughafen zu vermeiden sollte einem etliche hundert Euro wert sein ;-) (ab davon ist die Flugpreiskalkulation immer mit Unwägbarkeiten behaftet und es können auf dem Weg zum bezahlten Ticket ganz schnell noch ein paar hundert Euro draufkommen, ohne dass man unbedingt letztlich nachvollziehen kann, wieso.)

Fahrtstrecke sind grob 4600 km.

Günstigster Mietwagen so etwa 260 bis 300 Dollar, inklusive Vollkasko ohne Selbstbeiteiligung, ab NYC JFK mit Rückgabe am LAX. Ich hab da jetzt spontan keine versteckten Kosten gefunden, allerdings wirst du eine Kreditkarte benötigen, ohne die gibt es höchstens unter extremen Schwierigkeiten einen Mietwagen.

Das ist dann so was wie ein Kia Rio Automatik. Der lässt sich mit um die 8,5 Litern fahren. In Deutschland. Im gemächlichen US-Verkehr und mit viel Interstate dazwischen wird es vermutlich eher weniger sein, aber kalkulieren wir lieber etwas Reserve ein und sagen neun Liter.

Die Fahrstrecke beträgt ohne große Umwege um die 4600 km, wenn man sich nicht allzu oft verfährt. Das macht also etwa 414 Liter oder 110 Gallonen Sprit, aktuell zu zwei Dollar die Gallone => $220 Spritkosten, beim aktuellen Dollarkurs also 250 Euro.

Es sind Minimum so etwa 40 Stunden reine Fahrzeit, im Schnitt acht Stunden am Tag, sagen wir mit Übermüdungsreserve so sechs Übernachtungen. Motelzimmer gibt es draußen auf dem Land so ab je nachdem 30, 40 Dollar aufwärts - je mehr Wert du auf Hygiene und je weniger du auf Überraschungen legst, desto größeren Abstand vom unteren Ende der Preisskala halten. Die Preise in gefragten Touristenzielen sind natürlich höher bis wesentlich höher, in Manhattan ist das unterste Ende so etwa 130, 150 Dollar. Also sagen wir im Schnitt so 90 Dollar, sind wir bei 540 Dollar für Übernachtungen => 612 Euro.

Dann musst du noch ab und zu was essen, sagen wir nen Zehner am Tag für Burger, Fries & Coke plus alle zwei Tage eine Gallone Wasser und Kleinigkeiten wie Kaffee und Donut morgens, wäre noch mal ein grober Hunni oder so. Ein weiterer für Dinge wie Maut, die 4600 km sind natürlich über den Pennsylvania Turnpike, der ist halt nicht gratis, ebenso wie zahlreiche andere Straßen und Brücken in den USA.

Komme ich summa summarum auf ein absolutes Minimum von exakt 2122 Euro. Auslands-Krankenversicherung nicht vergessen, sind wir bei glatten 2200.

Alles was darüber hinaus geht, ist dann Luxus wie zusätzliche Übernachtungen zum Sightseeing, Umwege zum Sightseeing, Eintritt beim Sightseeing, lecker Essen nach dem Sightseeing, paar Tage legales Kiffen in Colorado und dergleichen.

Um diese Überschlagsrechnung anzustellen, habe ich exakt acht Websites und eine Taschenrechner-App benutzt. Unter den Websites sind teils super extrem bekannte wie Google und Wikipedia. Nun hab ich den Vorteil, solche Trips schon mehrmals selbst in echt gemacht zu haben, was einen gewissen Erfahrungsvorsprung mit sich bringt. Aber falls Du tatsächlich nicht nur aus reiner Faulheit ;-) hier gefragt hast, sondern das wirklich nicht allein hättest kalkulieren können, dann könnte es sich als gute Idee erweisen, das Reisen vielleicht erst mal noch auf ein paar anderen Roadtrips zu üben, die dich nicht gar so weit weg von zu Hause führen. Ich sag's nur.

Die Websites sind unter anderem Routenplaner von Google Maps, Flugpreise: matrix.itasoftware.com, Spritpreise: gasbuddy, Mietwagen: kayak, Durchschnittsverbräuche: spritmonitor.de, Motelpreise: Orbitz.

Eine der besten Antworten, die ich je auf dieser Plattform gelesene habe! Respekt! Daumen hoch (Y)

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ob man das so genau sagen kann ? aber 300euro sind da etwas knapp angenommen du fährst die route 66 die ist ca 4000km lang + 1000km bis nach new york also sagen wir mal grob 5000km dafür brauchst du gute 2-3 wochen weil du willst ja auch noch was besichtigen etc.. mit hotel kommst du locker auf 100 euro am tag ohne eintritte etc... dann brachst du benzin ( musst mal ausrechnen wie viel du verbrauchst bei den preisen der usa) dann kostet der mitwagen sicherlich auch paar hundert euro. udn dann kommt natürlich noch der hin und rückflug

Hi!

Ich werde dir leider nicht so eine detaillierte Auflistung geben können wie mein Vorreiter, allerdings habe ich bereits eine ähnliche Tour gemacht und kann dir ein paar Tipps aus Erfahrung geben.

Die 3000,- € können natürlich reichen, müssen sie aber auch nicht. Es kommt vor allem darauf an, wie du unterwegs sein wirst und wie lange.

Wenn du in NY ein Auto anmietest, du über 25 bist. Dann kostet das Auto bei einer längeren Anmietung (über 2 Wochen idR) circa 20 US$ per Tag. Kommt natürlich wieder auf das Auto an. Dann haben uns erfahrungsgemäß Motels so um die 80 US$. Das sind schon einmal 100. Plus Essen kommst du pro Tag locker auf 130-140 $ (natürlich nicht, wenn du den ganzen Tag nur McD ist). Dann Sprit. Ist im Moment natürlich echt günstig, darf man aber nicht unterschätzen. Wir mussten zum Teil schon 2-3 am Tag tanken, da wir auch mit dem Wohnwagen unterwegs waren.

Die Alternative dazu ist, sich ein Auto zu kaufen und es am Ende wieder zu verkaufen. Das haben wir damals in Kanada gemacht. Da konnte man sich günstig ein Wohnmobil an der Westküste kaufen und es sogar mit Gewinn an der Ostküste verkaufen. Da hatten wir aber auch den Vorteil, dass die Autos an der Westküste güstiger sind. In NY wird es wahrscheinlich schwer ein günstiges zu finden.

Solltest du Geld sparen wollen, kann sich das also lohnen. Campingplätze sind sehr viel günstiger. Weiterhin kannst du auch darin kochen. Außerdem ist es auch möglich einfach im Auto auf dem Parkplatz von Walmart zu schlafen. Da sieht man wirklich immer dutzende Campervans. Die verfolgen die Idee, dass wenn man da übernachtet, man oft auch morgens oder abends dort einkaufen geht.

Wenn man sich in den USA ein Auto kauft, wird es vor allem problematisch, das auch zugelassen zu bekommen. Selbst bei mehrmonatigen Aufenthalten spielt sich da in Bundesstaaten wie New York soweit ich weiß wenig ab, da die Zulassungsstelle (DMV) auf einem festen Wohnsitz besteht, will sagen: wo man schon drei Monate oder länger wohnt.

Meldebehörden gibt es da ja übrigens nicht, also muss man den Nachweis über Stromrechnungen und dergleichen führen. Wurde mir jedenfalls 2008 von Einheimischen so gesagt. Mehr als drei Monate darf man aber mit dem normalen Visa Waiver Programm sowieso nicht im Land bleiben.

Ich hatte damals das Glück, einen deutschen Expat zu finden, der durch Heirat an eine Green Card gekommen war und in Oklahoma lebte. Bei dem auf dem Land im Wilden Westen war das alles sehr viel entspannter. Aber selbst dort hätte ich kein Kennzeichen bekommen, wenn der mir nicht erlaubt hätte, SEINE Adresse anzugeben.

Ein gescheites Auto findet sich auch nicht von jetzt auf gleich, vor allem bei kleinem Budget. Und beim Verkauf darf dann am Ende wirklich absolut nix schief gehen. Man wird den Wagen meist bei Ebay ab 1 Dollar reinsetzen und verschleudern müssen.

Mit anderen Worten: Ich lasse mich gern korrigieren, aber für einen halbwegs "normalen" Roadtrip ohne vorhandene Kontakte im Zielland halte ich einen Autokauf für eine wenig realistische Alternative.

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