Wie versteuere ich Einnahmen aus designenlassen.de ohne Gewerbe?

5 Antworten

Grundsätzlich sind alle Einnahmen, die einem Steuerpflichtigen in einem Jahr zufließen, zu versteuern. Ob man sich auf einer Internetseite als "Privatperson" anmelden kann, interessiert das Steuerrecht nicht.

Je nachdem, womit du deine Einnahmen über die Seite erzielst, handelt es sich um selbständige Arbeit oder um ein Gewerbe. Steht die künstlerische, intellektuelle Entwicklungstätigkeit im Vordergrund, zählt ein Designer als Freiberufler. Das hat zur Folge, dass er nicht gewerbesteuerpflichtig ist und den Gewinn mittels einer Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln kann (nicht bilanzierungspflichtig). Werden die Einnahmen aber durch Werbung auf der Internetseite generiert, handelt es sich klar um ein Gewerbe.

Du kannst so viele selbständige Tätigkeiten aufnehmen, wie du möchtest - musst dir aber über die Folgen (steuerrechtlicher und sozialversicherungsrechtlicher Natur) im Klaren sein. Ein Kleingewerbe gibt es übrigens nicht - das Steuer- und Gewerberecht kennt nur ein Gewerbe, dass man anmelden kann. Was du meinst ist, vielleicht die Kleinunternehmerregelung, aber diese betrifft nur die Umsatzsteuer.

Zum einen bist du verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Dies ergibt sich aus § 46 (2) Nr. 1 EStG. Dieser besagt, dass Arbeitnehmer, mit Nebenjobs, bei denen kein automatischer Steuerabzug erfolgt (wie z.B. selbständige Tätigkeiten), zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, wenn der Gewinn 410 € im Jahr übersteigt.

Zum anderen solltest du deinen sozialversicherungsrechtlichen Status bei deiner Krankenkasse klären lassen. Ich weiß nicht, wie du zur Zeit versichert bist, aber bei den vielen nebenberuflichen Tätigkeiten, wird die Grenze von 20 Stunden, die für die studentische KV gilt, sehr wahrscheinlich überschritten sein.

Da ein ernsthaft betriebenes Gewerbe viel an Wissen erfordert und man auch etliche Pflichten (z.B. Gewährleistung) eingeht, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, ein Existenzgründerseminar zu besuchen und die für steuerrechtlcihe Fragen Hilfe von Experten (Steuerberater) zu holen, denn schnell passieren aus Unenntnis fatale Fehler, die oftmals nicht mehr zu korrigeren sind.

Natürlich müssen die versteuert werden. Und das sind auch schon gewerbliche Einkünfte - ob du das da nun schon angemeldet hattest oder nicht ist vollkommen egal!

Hi,
Vielen Dank!
Aber ich kann die einkünfte bis Juni ja schlecht in dem Gewerbe ab Juli angeben, oder funktioniert das?

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@ErsterSchnee

Hmmm.. okay. Aber beschwert sich da keiner, wenn die sehen, dass Einnahmen vor Gewerbeaufnahme erzielt wurden?

Kann ich mir irgendwie schwer vorstellen..

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@Yuekoxxx

Dem Finanzamt ist es egal, da Finanzämter nur von den tatächlichen Verhältnissen ausgehen. Außerdem sind sowohl Einkommen- als auch Umsatzsteuer Jahressteuer, es ist daher für die Besteuerung irrelevant, in welchem Monat eines Jahrs die Einnahmen angefallen sind.

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Es ist ein Gewerbe, was man anmelden muss.  Wenn man es verspätet anmeldet, bekommt man eventuell ein Ordnungsgeld aufgebrummt. Von den Einnahmen kann man die Ausgaben abziehen, das ist der Gewinn.

Was wird mit als Kleinunternehmer bei der steuererklärung abgezogen bzw was muss ich zahlen?

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