Wie Verhalten wenn der Hund angegriffen wird?

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der größte Fehler war, dass Du Deinen Hund angeleint hast, denn so hat er ja keine Fluchtmöglichkeit mehr! In dem Fall hat der andere Hundebesitzer schon richtig gehandelt. Grundregel Nummer 1 ist in der Tat nicht eingreifen! So schlimm das für den Halter auch ist, aber die Hunde beißen wild um sich, da ist die Verletzungsgefahr einfach zu groß! Ich finde es von dem andern Hundebesitzer ehrlich gesagt unverantwortlich einen Hund rumlaufen zu lassen, welcher offenbar unverträglich ist mit anderen Hunden. Ist Dein Hund verletzt worden? Wenn ja, hoffe ich für Dich, dass Du die Daten des Hundebesitzers hast und Anzeige erstattest, denn sonst bleibst Du auf den ganzen Tierarztkosten sitzen!

Mein Hund hat zum Glück auf den ersten Biss nur kleiner Bisswunden allerdings war er gestern ziemlich schwach unterwegs konnte nach dem Kampf kaum laufen vor Erschöpfung. Heute scheints ihm zum Glück wieder gut zu gehen :) Und die zwei bösartigen Boxer haben auch nicht das erste mal einen Hund angefallen kam schon öfter vor.

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Unglaublich was Du hier schreibst! Die Verletzungsgefahr ist gross? Das sollte wohl das Problem des anderen Hundebesitzers sein. Lieber werde ich verletzt als mein Hund. Aber das verstehen ja Leute wie Du nicht. Wenn mein Hund wirklich angegeriffen wird(zugegeben manchmal wollen die grossen Hunde nur spielen auf ihre Art. Das muss man auch erkennen können) dann gehe ich sofort dazwischen und der andere Hundebesitzer sollte lieber eine gute Hundehaftpflicht haben, wenn ich oder mein Hund verletzt werden.

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@aptem

sag mal, wieso greifst Du mich hier eigentlich so an! Ich selbst bin mit Hunden groß geworden und weiß sehr wohl was ich da schreibe! Abgesehen davon hatt sie 2 Kinder mit dabei! Meinst Du dass dann dazwischen gehen eine gute Lösung ist?! Also bei allem Respekt, überlege lieber mal Du, was Du da schreibst! Natürlich kann ich Dich verstehen, dass Du angst um Deinen Hund hast in so einem Moment, aber wenn einer einen kühlen Kopf bewahren muss, dann der Besitzer! Man muss bei solch Kämpfen den geeigneten Moment abwarten und sich nicht einfach wahllos auf die Hunde stürzen!

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@Diana77

wenn der andere hundebesitzer so ruhig geblieben ist war vielleicht wenig gefahr gegeben durch seine hunde? ich weiß auch nicht aber ich hätte meinen hund von vornherein niemals angeleint wenn ein anderer freilaufender hund kommt. warum auch! siehste ja was da passiert. oft spielen die fremden hunde sehr laut und es hört sich manchmal so an als würden sie raufen? und die panik der kinder und der großmutter stachelte die fremden hunde an?!?

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@omnia

@omina... ich kann durchaus einschätzen bzw unterscheiden ob das eine harmlose Rangelei oder Spielverhalten ist oder ein Angriff... Wenn der Hund sich von hinten anschleicht den anderen Hund weder beschnüffelt noch abwartet wie er sich verhält sondern unvermittelt auf ihn zu springt und in den Kopf beisst halte ich das nicht für einen Spieltrieb, wäre dem so gewesen hätte der Halter als alle Hunde wieder unter Kontrolle waren seine Hunde a) nicht sofort angeleint b) ausreden erfunden warum die Hude nicht angeleint waren und c) sich nicht 5 mal entschuldigt und sich um die Gesundheit meines Hundes gesorgt. Wie schon gesagt die beiden waren schon öfterr auffällig und haben kleinere Hunde schon schwer verletzt!

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Sorry, Diana, das ist TOTALER Unsinn!!!!! Hunde, die derart angreifen, sind nicht sozialisiert und wenn man nicht eingreift, beißen sie den anderen Hund durchaus tot! Und Fluchtmöglichkeit würde bedeuten, daß der unterlegene Hund das Revier räumt - kann er aber wohl kaum oder soll er kilometerweit abhauen?

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@Chevelchen

Hallo Chevelchen, ich gebe Diana im Großen und Ganzen Recht. Und ob die Hunde wirklich so schlecht sozialisiert waren, können wir nicht einschätzen. Ich fürchte, die Fragestellerin konnte nicht wirklich gut das Verhalten bzw. die Körpersprache der anderen Hunde 'lesen', und ich glaube auch, dass sie einfach panisch und gestresst war und das alles dadurch vielleicht noch dramatischer erlebt hat, als es in Wirklichkeit war. Und was das Fluchtergreifen angeht: nach meinen Beobachtungen muss der Unterlegene nicht weit laufen, zumal er währenddessen den anderen permanent Beschwichtigungssignale gibt, so dass sie in der Regel schnell ablassen. Denn es ist ja für alle nicht das angestammte Revier, das verteidigt werden muss. Gruß, Kerstin

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@bignose

NÖ! Mit dem Ableinen hat Diana KEIN RECHT..wenn es um die Rechtsprechung geht auch nicht..denn dann tragen beide Seiten die Kosten zu gleichen Teilen...da ja alle Hunde abgeleint waren! Betreffs der An und Abbleinung, es ist wohl niemannden abzuverlangen seinen Hund in ein aufgezwungenes Hundetreffen zu lassen welchen schon zu Anfang offensichtlich zeigt daß es 2. auf 1.en heißt und der einzelne oedentlich Streß bekommt.Und überhaupt....man muß doch nicht mit jedem Hund der daherkommt einverstandne sein...warum seid ihr so verbissen mit dme Thema LEINE LOS????? ICH entscheide wem ich mit meinem Hund toben oder raufen lasse....nicht der Gegenüber! Oder laßt ihr euch alle überrumpeln? Es gibt Situationen in welchen ich aus dem Bauch heraus schon ein flaues Gefühl habe. Da schicke ich doch meine HUnd enicht in ein offensichtliches Gezänke.... Dann mach ich 'nen Bogen oder fordere den Gegenüber auf seine Tiere abzurufen. Sehe ich daß dies nicht parieren,naja, ich bin zu allem bereit.Aber meine Hunde werden von mir beschützt.Obwohl sie mit 28. und 36. Kg durchaus nicht unscheinbar sind.Ich sehe daß Problem bei den Menchen...nicht alle mögen sich...warum müssen aber die Hunde in Begegnungen gezwungen werden?

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@Fellbatz

Hallo Fellbatz, es geht nicht um Toben und Raufen. Das steuere ich auch, und zwar indem ich von Weitem mit dem anderen Halter kläre, ob gewünscht, und erst dann leinen beide Seiten im Normalfall ihre Hunde wieder ab (wobei ich wie bereits erwähnt nicht der Meinung bin, dass Hunde immer und mit jedem spielen müssen). Hier geht es um freilaufende Hunde, die auf einen angeleinten losgehen (zumindest wurde das hier so dargestellt), da war nix mit vorsorglich einen Bogen laufen. Und wenn ich da zu spät reagiert habe und nicht mehr mit meinem Körper splitten kann, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen, dann gebe ich zumindest meinem Hund die Freiheit, selber zu agieren. Das hat nichts damit zu tun, dass ich ihn 'schicke', sondern damit, dass ich ihm überhaupt die Möglichkeit gebe, in einem Radius > Leinenlänge zu handeln, sprich sich zu verteidigen (vorausgesetzt, die Größenverhältnisse passen) oder sich in Sicherheit zu bringen. Im übrigen wird einem kein Richter der Welt eine Mitschuld anhängen, wenn man in so einer Situation die Leine loslässt - ich rede also nicht von 'in Ruhe den Karabiner aufmachen'. Gruß, Kerstin

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@bignose

Recht hast Du. Außerdem können Hunde - vielleicht nicht in allen Situationen , aber mit Chancen - tatsächlich auch die Flucht ergreifen und z.B. nach Hause laufen. Natürlich kommt es immer darauf an, wie die Situation ist. Bin ich nicht in der näheren Umgebung des eigenen Zuhause, funktioniert das natürlich nicht. Aber wenn die Hunde wirklich kämpfen, nicht Rangordnung ausmache, würde ich auf jeden Fall nicht dazwischen gehen. In der Nachbarschaft wurde einer Frau so zahlreiche Nerven und Sehenen durch Hundebisse getrennt. Es bedurfte mehrerer OPs und die Hand ist dauerhaft in ihrer Funktion eingeschränkt. Kann der eigene Hund flüchten, oder sich distanzieren, geht es zumindest häufiger glimpflich ab. Übrigens kann hier jeder doch nur schreiben, wie er reagieren würde und tut mal alle nicht so, als seit ihr die reinsten Hundepropheten !

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@ Diana,du schreibst :"der größte Fehler war, dass Du Deinen Hund angeleint hast, denn so hat er ja keine Fluchtmöglichkeit mehr" So ein Unfug....ehrlich.....wo leben wir denn? Wenn ich mich mit meinem Hund wo auch immer aufhalte und ihn in einer , für mich offensichtlichen, Gefahrensituation anleine ist es völlig rechtens.Denn bei einer Beisserei haften bei unangeleinten Hunden stets beide Halter......egal wer angegriffen hat! Und überhaupt.....läßt du dir die Entscheidung abnehmen weil ein agresiver Hund auf deinen zurennt und leinst ihn darum einfach ab? Was wenn dein Hund in Panik auf eine stark befahrene Straße rennt? Oder in ein Fahrad und der Radler schwer stürzt und ins KH muß? Denkt doch mal weiter.....es ist partout nicht okey wenn unangeleinte Hunde ohne vorherige Absprache "beider" Halter einfach auf einen Hund losgehen.....und dann auch noch offensichtlich agressiv!

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anleinen finde ich nicht grundsätzlich falsch. dass die tiere dann in den strassenverehr flüchten und überfahren werden oder einen schaden verursachen, ist keine alternative. allerdings stimmt es schon, dass einerseits ein angeleinter hund vor einem angreifer nicht flüchten kann. ausserdem verhält sich ein angeleinter hund meist anders als ohne leine. er meint, dann mehr verteidigen zu müssen.

Auch kleinere Bisswunden können gefährlich werden, weil sich die Zähne des angreifenden Hundes unter der Haut des angegriffenen Hundes einhaken und ziehen - wodurch sich die Haut in einem weiteren umkreis um die Bisswunde abhebt. Wenn dort Schmutz oder Speichel des anderen Hundes eindringt kann das eine riesen Eiterbeule werden. Ich habe das selber bei meinem letzten Hund erlebt. Dem hat sich die ganze Schulter entzündet - war ne riesen Sache und gefährlich noch dazu weil es am Gelenk war. Sowas sollte man lieber nachsehen lassen zumal man es nicht selber bezahlen muss. Solche Leute brauchen so viele teure Tierarztrechnungen bis sie sich mal Gedanken machen wie sie ihren Hund richtig sozialisieren. Bei meinem Hund damals ist der Besitzer von seinen Hunden vom Fahrrad gezogen worden und hat sich verletzt und wenn er nicht wieder aufgestanden wäre und geholfen hätte die Hunde zu trennen, hätten die meinen tot gebissen (es waren zwei Ridgebacks also riesen Viecher mit viel Kraft). Daher finde ich nicht, dass man einfach zusehen sollte. Ich finde es außerdem wichtig den eigenen Hund zu verteidigen sonst schwächt man die Bindung zum Hund. Natürlich sollte man nicht leichtsinnig sein. Ich dresche entweder auf den fremden Hund ein mit egal was ich in die Hand bekomme - Stock, Leine, Einkaufstasche - hatte auch schon mal einen Metallmülleimer in der Hand - oder ich packe den fremden Hund im Genick und ziehe ihn weg - das ist am effektivsten und damit hatte ich bisher immer Erfolg ohne dass mir oder meinem Hund was passiert ist (das muss man aber sofort machen - bevor die Beisserei sich richtig hochschaukelt). Als meiner noch klein war habe ich ihn gepackt und hockgehoben denn Welpen sollten ja keine schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden machen. Meine Freundin zieht den anderen Hund immer am Schwanz aus dem Gemenge ;) das geht bei Boxern natürlich nicht... Du solltest unbedingt den Hundehalter anzeigen - denn durch solche unverantwortlichen Leute kommen Hundehalter wieder allgemein in ein schlechtes Licht und dann hagelt es irgendwann noch mehr Verbote und Leinenzwänge und was nicht sonst noch alles... Solche Hunde gehören nur mit Maulkorb vor die Tür, so schade es für die beiden auch ist!

Hallo, "normale" Hunde sind ohne Leine ziemlich entspannt, deshalb mache ich meinen von der Leine los, wenn ich einen ohne Leine angerannt kommen sehe (ich habe eine ziemlich friedliche aber sehr grosse Dogge, und irgendwann würde auch ihr der Kragen platzen). In unserem Ort haben wir aber einen Hund, der auf alles losgeht und beisst, und das ist eigentlich so ein Winz-Cocker/Schnauzer-Mischling. Vorgestern ging ich mit meinem Huntili angeleint, da im Ort, Richtung Spielwiese, da kommt das "Mistvieh" vom Hof über die Strasse und will meinem an die Kehle. Meiner hätte bestimmt gebissen, wenn ich ihn von der Leine gemacht hätte. Das wäre dann das Aus für den kleinen Großkotz gewesen. Ich habe den kleinen Hund angeschrien, nach den Besitzern gerufen - ich dachte, es wären Stunden, bis die sich bequemt haben, diese aggressive Töle wieder einzufangen. Die ganze Zeit habe ich meinen Hund zurückgehalten, hinterher auch Riesenlob, dass er nicht "nach vorn" gegangen ist. Er hat mir vertraut (Ich wiege 42 kg, mein Huntili 50 kg!). Und ich will auch nicht, dass meiner mal einen, auch wenn berechtigt, alle macht. Normalerweise kennen sich doch die Hundebesitzer untereinander und man geht sich notfalls aus dem Weg. Aber im Prinzip hatte der Mann Recht, den Hund von der Leine zu lassen, wenn seine Hunde "nur spielen". Von diesem kleinen Mistköter wusste ich allerdings, dass der nicht spielen will, weil er schon mehrmals Kinder und Hunde gebissen hatte. Gg

ANLEINEN IST NICHT FALSCH! Ich leine meinen Hund ebenfalls an, wenn Hunde kommen, die dominant auftreten und mein Weichei Angst bekommt. Er ist schon zweimal weggelaufen - und dann über die Straße gerannt. Ohne Leine beißen solche Hunde übrigens genauso zu, es hilft nicht, den eigenen Hund bei solchen aggressiven Hunden abzuleinen.

Was die anderen zwei Hunde angeht: Du schreibst nicht wo du wohnst, in Hamburg gibt es ein Gesetz, das für Hunde, die nicht sicher geführt werden können, eine Anleinpflicht vorschreibt: (2) An einer höchstens 2 m langen geeigneten, insbesondere reißfesten Leine zu führen sind 1. Hunde, die bereits mehrfach Menschen oder Tiere verfolgt, anhaltend angebellt oder sie sonst erheblich belästigt haben.

Das Beißen ist deutlich ernster zu nehmen als eine bloße Belästigung.

Es gibt hier eine Gehorsamsprüfung für die Leinenbefreiung, in der man nachweisen muss, dass man den Hund im Alltag unter Kontrolle hat und so halten und führen kann, dass von ihm voraussichtlich keine Gefahren oder erheblichen Belästigungen für Menschen, Tiere oder Sachen ausgehen.

Wenn ein Hund allerdings einen anderen Hund angreift, so erlischt diese Befreiung mit dem Vorfal und es besteht Anleinpflicht. Insofern ist der andere Halter verpflichtet, seine Hunde an der Leine zu halten und hätte sie spätestens vor der Begegnung an die Leine nehmen müssen, um die Situation zu vermeiden.

Das Einzige, was du tun kannst ist, den Halter um seine Personalien zu bitten und den Vorfall beim Ordnungsamt anzuzeigen. Des Weiteren muss der Halter die Tierarztkosten übernehmen. Ich hätte meinen Hund auf jeden Fall untersuchen lassen, gerade wenn er solche Schmerzen hat, sind tiefe Wunden und Folgen wie Entzündungen nicht auszuschließen.

Hoffe deinem Wuffi geht es inzwischen wieder besser. Aber solchen Hundehaltern muss das Handwerk gelegt werden, denn sonst geht das immer so weiter und es leiden noch andere Hunde und Hundebesitzer unter deren Verhalten.

Viele Grüße und alles Gute!

Katja

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