Wie verarbeite ich den Tod meines Opas?

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6 Antworten

Hallo Felix,

einen lieben Menschen zu verlieren stürzt fast jeden in tiefe Trauer. Manche sagen zwar, der Tod gehöre zum Leben dazu, dennoch empfinden ihn die meisten als einen schrecklichen Feind. In einer solchen Situation kann man mit Worten oft gar nicht beschreiben, was man wirklich fühlt. Manchen geht es so, dass sie sich mit dem Geschehen gar nicht abfinden wollen, oder sie können nicht realisieren, was da eigentlich passiert ist. Viele empfinden, dass das Leben nun nicht mehr so ist, wie vorher. Nach dem Tod eines lieben Menschen beginnt ein langer Weg der Trauer. Die Frage ist, wie es einem gelingen kann, die Trauer gut zu verarbeiten.

Für viele gehört Weinen mit zur Trauer. Dass Tränen sinnvoll und nützlich sein können, bestätigen auch Psychologen. Gefühle hingegen zu unterdrücken, schadet mehr als es nützt. Wenn Dir also danach ist, zu weinen, dann lasse deinen Tränen einfach freien Lauf. Hinterher wirst Du sicher merken, dass es Dir wieder besser geht.

Es könnte jedoch auch sein, dass Gefühle der Wut in Dir aufsteigen. Das kann z. B. dann passieren, wenn jemand etwas Gedankenloses oder Falsches sagt. Oder man ist wütend auf den Toten, weil er einen im Stich gelassen hat. Auf keinen Fall wäre es richtig, diese Gefühle zu verdrängen. Es wäre hilfreich, wenn Du Dich einem guten Freund anvertraust, der Dir gut zuhört und in der Lage ist, auf Deine Gefühle richtig zu reagieren.

Falls Du an Gott glaubst, dann kann es Dich sehr erleichtern, wenn Du ihm im Gebet Dein Herz ausschüttest. Das mag dazu führen, dass sich Deine Gedanken und Gefühle wieder beruhigen, denn die Bibel verspricht: "Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten" (Philipper 4:6, 7).

Der größte Trost für einen Trauernden ist, daran zu denken, dass Gott verheißen hat, die Toten eines Tages wieder aufzuerwecken. Von der künftigen Auferstehung sprach auch Jesus Christus, als er folgendes verhieß: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28, 29).

Damit ist nicht gemeint, dass wir unsere Angehörigen und Freunde eines Tages im Himmel wiedersehen werden. Die Bibel spricht von einer Auferstehung hier auf der Erde, bei der die Toten wieder einen Leib aus Fleisch und Blut erhalten, der dem gleicht, den sie vor ihrem Tod hatten, allerdings ohne Krankheiten und Gebrechen. Wir werden die Verstorbenen also so sehen, wie wir sie gekannt haben! Kannst Du Dir vorstellen, wie unbeschreiblich groß die Freude sein wird, wenn die Toten zum Leben zurückkehren werden? Wie schön wird es dann sein, all die Lieben, die man bis dahin durch den Tod verloren hat, wieder in die Arme schließen zu können!

Der Tod ist heute zwar noch, wie eingangs gesagt, ein schrecklicher Feind, doch verheißt die Bibel, dass dieser Feind eines Tages "zunichte gemacht" werden wird, und zwar für immer (1. Korinther 15:26)! Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Deinen Schmerz und Deine Trauer nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Mein herzliches Beileid erstmal... :(

Es ist vollkommen normal, dass du jetzt dehr traurig bist und es dir ziemlich schlecht geht. Du wirst jetzt eigendlich nicht wirklich viel machen können ausser abzuwarten, denn die Zeit heilt alle Wunden. Ich weiß, das ist nicht das was du hören willst, aber lass die Trauer zu und sie wird bald vergehen... 

Nach ner Zeit kannst du versuchen dich abzulenken :) Kopf hoch ! Das Leben geht weiter...

Vampyra 22.08.2017, 11:40

Auch wenn es länger her ist, alles kommt zu seiner Zeit..

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Hallo,

Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge. Falls Du noch zur Schule gehst: Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn
Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein
Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein
Profil gehen.

Alles Gute

Hallo Felix,

kannst du beschreiben, warum der Tod deines Opas so schwer für dich zu verarbeiten ist? Hattest du eine besonders enge Beziehung zu deinem Opa? Waren es die Umstände, wie er gestorben ist? Ist es der Tod generell, der für dich problematisch ist? Oder etwas ganz anderes?

LG

yolopopojunge12 22.08.2017, 11:49

Naja, ne besondere Beziehung hatte ich zu ihm, er ist an Krebs erkrankt, die Ärzte haben es aber nicht erkannt, zumindest zu spät :(, hätten is den Krebs früher erkannt wäre er jetzt noch da :(

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Grundula 22.08.2017, 11:57
@yolopopojunge12

(Ich hab nur wegen der Beziehung gefragt, weil ich z.B. keine enge Beziehung zu meinen Großeltern hatte und deren Tod deshalb nicht so traurig für mich war. Ich war nur traurig darüber, dass ich nicht traurig war.)

Ist es das, was dich so umtreibt: dass der Tod deines Opas zu verhindern gewesen wäre, wenn die Ärzte ihn früher erkannt hätten?

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yolopopojunge12 22.08.2017, 12:02

Ja, das regt mich auch auf, aber der Tod ist aber für mich generell so ein Thema :(

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Grundula 22.08.2017, 12:25
@yolopopojunge12

Ja, der Tod ist ein unangenehmes Thema. Hast du noch andere Erfahrungen mit dem Tod gemacht?

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yolopopojunge12 22.08.2017, 14:59

Nein, nur mit 3 Haustieren, sonst aber keine

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geh ab und zu auf den Friedhof und sprich (in Gedanken) mit ihm. Das hilft etwas.

Hallo Felix,

Erstmals mein Beileid.

Das ist ne schwierige Frage denn jeder geht anders mit dem Tod um.

Wenn du gläubig bist findest du dort den Abschluss, deinen frieden...

Ich selbst habe auch meinen Grossvater vor einigen Jahren verloren...

Der Gedanke daran dass ich ihn vielleicht wiedersehen werde tröstet mich...

Auch meine freundin hatte mir damals sehr viel geholfen und freunden

Was mir am meisten half waren die positiven Erinnerungen an ihn und dass ich heute seinen Namen aller Ehre bereiten kann, dass ich über ihn reden kann als seie er ein Held. Für mich war er das auch :-) 

Du selbst kannst über ihn weiterreden ihn für dich unsterblich machen. 

Ich glaube das lieben Grossväter.

(Dass sie nicht vergessen werden)

Über ihn in seinem Namen in Ehre weiter reden. 

Das half mir mal :-) 

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