Hallo Doodlebug007,

Sport ist sicher gut und vermittelt Dir wahrscheinlich ein gutes Körpergefühl. Doch reicht das allein nicht aus, um Dein Selbstbewusstsein zu steigern. Hier sind ein paar konkrete Tipps.

Ein Schlüssel zu mehr Selbstwertgefühl ist eine realistische Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung. Das bedeutet zum Beispiel, dass Du Dir darüber klar wirst, über welche Fähigkeiten und Stärken Du eigentlich verfügst, die Du vielleicht bisher völlig aus dem Blick verloren hast.

Wenn man wenig Selbstvertrauen besitzt, neigt man dazu, seine guten Seiten entweder herunterzuspielen oder sie überhaupt nicht wahrzunehmen. Dadurch entsteht ein Denkmuster, das irgendwie alles in eine negative Richtung verschiebt. Wie kannst Du hier gegensteuern?

Denke immer wieder bewusst darüber nach, wo Deine besonderen Fähigkeiten und Stärken liegen und baue diese weiter aus! Ein Beispiel: Angenommen, Du kennst Dich auf einem Gebiet besonders gut aus. Vertiefe hier Deine Kenntnisse und werde ein Spezialist auf Deinem persönlichen Fachgebiet! Das hebt Dich in gewisser Weise von der übrigen Masse der Menschen ab und macht Dich zu jemand Besonderen. Das Gleiche gilt natürlich auch für bestimmte Hobbys oder irgendwelche besonderen Fertigkeiten oder Fähigkeiten.

Was Selbstzweifeln ebenfalls entgegenwirkt ist, wenn Du auf Deine bisherigen Erfolge zurückschaust. Vielleicht denkst Du, dass Du bisher nichts besonderes in Deinem Leben geleistet hast. Bestimmt fallen Dir aber bei längerem Nachdenken immer mehr Dinge ein, bei denen du besonders gut warst oder wo Du schon einmal gelobt worden bist.

Natürlich ist es nicht damit getan, sich auf den Lorbeeren von früher auszuruhen. Wenn Du Dir realistische, erreichbare Ziele setzt und diese auch verfolgst, kannst Du bald weitere Erfolge erzielen. Und denke daran: Erfolge machen Dich stärker und sicherer!

Hier noch ein letzter Gedanke: Wenn Du an Gott glaubst – immerhin tun das noch einige – dann denke bitte daran, dass Du für ihn sehr wertvoll bist! Du magst Dich nun fragen: „Warum sollte ich für Gott wichtig und wertvoll sein?“

Nun, ein Schreiber der Bibel drückte das einmal so aus: „ Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau“ (Psalm 139:1, Neue Genfer Übersetzung). Das sagt folgendes aus: Wenn Gott uns durchforscht und uns genau kennt, dann muss er sich doch für uns interessieren! Daher weiß er ganz genau, wie Du Dich fühlst und was in Dir vorgeht, und er möchte Dir helfen. Wie er das tut, steht auch in der Bibel, was ein Grund mehr ist, sich mit ihr zu beschäftigen!

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du einen Weg findest, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Allerdings braucht eben alles seine Zeit! Du wirst also nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch sein. Bleibe am Ball und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass sich mit der Zeit Veränderungen einstellen werden!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo BuddyRitchie,

leider leben wir in einer Ellenbogengesellschaft! Und das fängt, wie Duja schon seit längerem gemerkt hast, bereits in der Schule an. Wichtig ist, dass Du Dich selbst soweit stärkst, dass Du dem Druck besser standhalten kannst und Deine Freude nicht ganz verlierst! Eine entscheidende Rolle spielt das Selbstwertgefühl, das man in Deinem Fall offenbar öfter mit Füßen getreten hast. Was kannst Du tun, um es Stück für Stück wieder aufzubauen?

Bei einem gesunden Selbstbewusstsein geht es darum, sich einerseits realistisch einschätzen zu können, was das eigene Können und die Fähigkeiten betrifft, andererseits sich aber auch seines Wertes bewusst zu sein, ganz unabhängig von irgendwelchen Leistungen.

Bedenke bitte: Jeder Mensch ist wertvoll und braucht nichts Besonderes leisten, um vor anderen zu glänzen! Das, was wirklich zählt, ist sein Wert als Mensch. Bitte präge Dir das ganz tief ein!

Ein Mangel an Selbstwertgefühl beruht nach meiner Beobachtung hauptsächlich auf einem verkehrten Denken. Was kann dazu geführt haben? Nun, viele wachsen auf, ohne wirklich Liebe und Wertschätzung erfahren zu haben. Auch mögen sie selten, wenn überhaupt, jemals ein Wort des Lobes bekommen haben. Wer unter solch ungünstigen Bedingungen groß geworden ist, kann kaum erwarten, ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu haben.

Es wäre allerdings nicht richtig, den Glauben an sich aufzugeben oder ausschließlich auf das Mitgefühl und die Hilfe anderer zu hoffen. Auch wenn Du es nur schwer glauben kannst: Du hast immer noch die Möglichkeit, durch eigene Anstrengungen Deine Situation von Grund auf zu verbessern! Du fragst Dich vielleicht, wie das funktionieren soll. Hierzu ein paar Tipps, die Dir vielleicht weiterhelfen werden.

Du selbst magst Dich zwar für klein und schwach halten, doch ruht in Dir ein großes Potential, an das Du nur glauben musst. Damit Du besser verstehst, was ich meine, hier eine Veranschaulichung: Du hast ja sicher schon mal etwas von den Paralympics gehört. Daran nehmen Sportler teil, die auf die eine oder andere Weise körperlich behindert sind. Manche von ihnen sitzen vielleicht wegen einer Querschnittslähmung im Rollstuhl, andere haben gar keine Beine mehr. Umso erstaunter ist man, wenn man sieht, welche außergewöhnlichen Leistungen sie vollbringen. Wie und warum schaffen die das, fragt sich so mancher!

Einige der behinderten Sportler mögen nicht unbedingt von Geburt an die Behinderung haben. Nehmen wir einmal an, jemand hat durch einen Unfall beide Beine verloren. Wahrscheinlich ist er zunächst völlig am Boden zerstört und denkt, sein Leben sei zu Ende. Dennoch steht er vor einer Wahl: Entweder er gibt sich auf oder er fängt an zu kämpfen. Die Sportler, die bei den Paralympics teilnehmen, sind der lebende Beweis, wie weit jemand kommen kann, der sein Potential erkennt, das trotz seiner Behinderung in ihm steckt, und der dieses Potential auch nutzt.

Warum machst Du es nicht genauso, wie die Sportler bei den Paralympics? Erkenne Dein inneres Potential und mache es Dir zunutze! Fange an, an Dich und Deine Möglichkeiten zu glauben, statt Dich der Traurigkeit und der Resignation hinzugeben!

Zum Schluss habe ich noch einen ermutigenden Gedanken für Dich, sofern Du an Gott glaubst. Gott sieht uns ganz anders als das die Menschen im allgemeinen tun. Er achtet nicht auf besondere Leistungen oder Begabungen und auch nicht auf Äußerlichkeiten. Das, was einzig und allein für ihn zählt, ist unser innerstes Wesen, also unser sinnbildliches Herz.

Das ist nicht mein Gedanke, denn in der Bibel steht: „Denn Gott sieht die Dinge nicht so wie der Mensch, weil der Mensch nur das sieht, was vor den Augen erscheint, doch [Gott] sieht ins Herz“ (1. Samuel 16:7). Er weiß also ganz genau, was für ein Mensch Du tatsächlich bist, auch wenn das viele andere nicht erkennen. Und wenn Du ihn liebst, bist Du in seinen Augen sehr wertvoll, und er hilft Dir dann auch bei allen Deinem Problemen!

Ich würde mich freuen, wenn Dir diese Gedanken ein wenig Mut gemacht haben und Dich nach vorn bringen! Denke bitte daran: Jeder Weg hat einen Anfang und ein Ziel. Um irgendwann ans Ziel zu gelangen, muss man sich an die Startlinie begeben und loslaufen!

LG Philipp

...zur Antwort
Satan hat sich selber Böse gemacht

Hallo kracker1999,

Gott hat seinem Engel, aus dem dann später der Teufel wurde, ganz sicher nicht die "Option zum Bösen" gegeben! Das würde ja bedeuten, dass es eigentlich Gottes Wunsch war, dass sich dieser Engel für das Böse entscheiden würde! Das steht aber in krassem Widerspruch zur Persönlichkeit Gottes, wie sie z.B. in dem folgenden Bibeltext beschrieben wird:

"Der Fels, was er tut, ist vollkommen, denn alle seine Wege sind gerecht. Ein treuer Gott, der nie ungerecht ist, gerecht und aufrichtig ist er" (5. Mose 32:4).

Derjenige, der zu Satan wurde, war ursprünglich einer der vielen treuen Engel Gottes. Wie alle intelligenten Geschöpfe, besitzen natürlich auch Engel einen freien Willen, was natürlich auch die Möglichkeit einschließt, sich gegen Gott zu stellen. Das tat auch einer dieser Engel, der in seinem Herzen den Wunsch aufkommen ließ, selbst angebetet zu werden.

Er setzte diesen Wunsch in die Tat um, als er die ersten Menschen dazu verleitete, auf ihn zu hören, statt auf Gott. Dadurch machte er sich selbst zu Satan, denn dieser Name bedeutet in Wirklichkeit "Widersacher". Auf all das, was durch dieses Vorgehen Satans dann auf die Menschheit zukommen sollte, reagierte Gott sofort mit einem Plan, der einen künftigen Retter, den Messias, vorsah.

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Ls830,

ich frage mich, was Du unter einem "strengen christlichen Glauben" verstehst. Im Grunde gibt es nur einen wahren christlichen Glauben: den, der in der Bibel gelehrt wird. Und wie sieht dieser aus?

Man könnte natürlich vieles aufzählen, was das Christentum ausmacht, z.B. die verschiedenen Lehren und Handlungsweisen, doch darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen. In der Hauptsache geht es ja darum, an Jesus Christus als dem Sohn Gottes zu glauben, seinem Beispiel genau nachzufolgen und ein Leben zu führen, das sich durch Liebe und Hingabe an Gott auszeichnet.

Das schließt natürlich vieles ein, was ich an dieser Stelle im Einzelnen gar nicht aufzählen kann. Die Bibel enthält dennoch kein umfangreiches und kompliziertes Regelwerk. Ein paar grundsätzliche Dinge möchte ich aber nachfolgend kurz erwähnen.

Zum Beispiel zeichnet sich ein echter Christ dadurch aus, dass er seinen Glauben nicht für sich behält, sondern gern mit anderen darüber spricht. Wenn wir an Jesu Leben denken, dann fällt auf, dass er hauptsächlich mit der Verkündigung der guten Botschaft (oder dem Evangelium) beschäftigt war. Will jemand sein Nachfolger sein, dann sollte die Verkündigung ebenfalls einen wichtigen Platz in seinem Leben einnehmen.

Das betonte Jesus, als er seinen Jüngern den so wichtigen Auftrag gab: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20).

Es gibt natürlich vieles Weiteres, das zum Leben eines Christen gehört, wie z.B. Gott und seinen Nächsten zu lieben, anderen Gutes zu tun, friedliebend zu sein, nicht zu lügen oder zu stehlen etc. Wer Jesus nachfolgt, ist genauso wie er darum bemüht, Gottes Willen zu tun und ihn an die erste Stelle in seinem Leben zu setzen. Er sieht das nicht als eine Last an, sondern tut das voller Freude!

Das Leben eines Christen kann auch gewisse Härten mit sich bringen. Jesus machte mit folgenden Worten darauf aufmerksam: "Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24). Sich selbst zu "verleugnen" kann z.B. heißen, eigene Wünsche und Interessen hintenan zu stellen. Und der sinnbildliche "Marterpfahl" kann Verfolgung, Leiden und sogar den Tod mit einschließen!

Bevor sich daher jemand entschließt, Christ zu werden, sollte er das machen, was Jesus einmal gleichnishaft beschrieb, als er sagte:"Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden? Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen" (Lukas 14:28-30).

Dazu, "die Kosten zu berechnen" gehört es eben auch, sich zu fragen: "Bin ich bereit, alles zu halten, was Jesus Christus geboten hat oder ist mir einiges davon zu schwer?" Wer verstanden hat, was wahres Christentum alles einschließt, ist auch dazu bereit die Worte zu bedenken, die Jesus in dem vorangehenden Vers sagte: "Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein" (Lukas 14:27).

Wenngleich der Weg eines Christen also nicht unbedingt der einfachste ist, so ist er dennoch nach der Überzeugung vieler der beste Lebensweg und der einzige, der zu wahrem und dauerhaftem Glück führt!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Neopiz,

wichtig ist vor allem, dass Du weiter an Dich glaubst und Dein Ziel nicht aufgibst! Vielleicht bist Du künftig etwas vorsichtiger, wenn es darum geht, mit wem Du über Deine beruflichen Ziele sprichst. Solche Dinge werden oft als Aufhänger benutzt, um den Betreffenden zu mobben und schlecht über ihn zu sprechen.

Was Dir sicher guttun würde wäre, wenn Du an Deinem Selbstwertgefühl Stück für Stück arbeitest. Was kannst Du konkret tun?

Ein erster Schritt könnte sein, wenn Du versuchst, Deine wertvollen Eigenschaften und Fähigkeiten besser wahrzunehmen! Es mag sein, dass es Dir nicht so leicht fällt, Deine Vorzüge zu entdecken. Doch ich bin mir sicher, dass es auch bei Dir ein paar Dinge gibt, die Dich zu einem besonderen Menschen machen!

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl liegt auch darin, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Könnte vielleicht genau das Dein Problem sein? Frage Dich einmal, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Deiner Fähigkeiten kritisierst und runter machst. Tu das nicht weiter! Selbstkritik kann zwar grundsätzlich hilfreich sein, doch wenn man wie Du wenig Selbstvertrauen hat, sollte man damit erst einmal sehr zurückhaltend sein.

Viele haben diesen ständigen inneren Kritiker in sich, doch kann man letztendlich selbst bestimmen, wie groß man ihn werden lässt. Es bringt einen nämlich nicht weiter, sich selbst immer wieder schlechtzumachen. Im Gegenteil: Man beraubt sich mehr und mehr seiner Selbstachtung und das Selbstwertgefühl rutscht in den Keller!

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dir wegen Kleinigkeiten Vorwürfe zu machen, wäre es dagegen viel besser, wenn Du auf Deine Fehler verständnisvoll und wohlwollend reagierst. Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto mehr Selbstvertrauen wirst Du aufbauen können! Wenn Du aber mehr auf Deine Fehler und Unzulänglichkeiten schaust, fällt es Dir sehr schwer, Dich in einem ausgeglichenen Licht zu sehen.

Lässt Du Dich durch das, was andere über Dich sagen, leicht verunsichern? Dagegen kannst Du etwas tun: Wenn Dich z.B. jemand heruntermacht oder sonst wie respektlos behandelt, brauchst Du das nicht einfach so hinnehmen. Du kannst demjenigen in sachlichem aber bestimmtem Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten oder seinem Reden nicht gefällt.

Ein guter Schritt in Richtung zu mehr Selbstvertrauen wäre auch, wenn Du in Dir selbst, statt in anderen Sicherheit suchst. Ansonsten machst Du Dich sehr leicht von dem Urteil anderer abhängig. Denke immer daran, dass Deine Meinung genauso viel zählt wie die der anderen! Und wenn Du meinst, alle anderen seien besser als Du, dann stelle gedanklich eine Weiche, die Dein Denken in eine andere Richtung lenkt!

Besser wäre es, wenn Du lernst, auf Dein eigenes Können und auf Dein eigenes Urteilsvermögen zu vertrauen und eigenständige Entscheidungen triffst. Bleibe aber dennoch offen für Kritik und sei bereit, Dich nötigenfalls zu korrigieren. So übernimmst Du mehr Eigenverantwortung, was sich wiederum positiv auf Dein Selbstbewusstsein auswirken kann.

Kommen wir noch einmal auf die Kritik anderer zu sprechen, was ja an Deinem Selbstwertgefühl ziemlich kratzen kann. Sofern es um sachliche Kritik geht, brauchst Du Dich nicht als ganzer Mensch verurteilt zu fühlen! Denke stattdessen darüber nach, wie Dich die Kritik nach vorn bringen kann.

Und sollte Dich jemand wegen Deines Aussehens oder Deines Verhaltens kritisieren, dann sieh das als seine persönliche Meinung, nicht mehr und nicht weniger! Andere Menschen mögen die Sache schon wieder ganz anders sehen. Es gibt keinen Grund, sich wegen irgendwelcher dummen Sprüche verunsichern zu lassen!

Ein weiterer Tipp, um Dein Selbstbewusstsein zu stärken ist es, den Mut aufzubringen, auch einmal nein zu sagen. Manchmal verlangen andere von einem Dinge, wovon man genau weiß, dass sie einem entweder nicht guttun oder einen überfordern könnten. Hier ist dann ein klares Nein angebracht. Denke daran: Du selbst kannst entscheiden, ob und wieweit Du auf die Wünsche und Forderungen anderer eingehst! Wenn Du versuchst, es allen Recht zu machen, bleibst Du am Ende selbst auf der Strecke!

Dann möchte ich noch einen wichtigen Punkt anführen, der eng mit dem Selbstbewusstsein in Verbindung steht. Es geht um die persönliche Ausstrahlung, also wie Du auf Deine Umgebung wirkst. Das fängt z. B. damit an, welche Körperhaltung Du einnimmst oder auch, was Du anderen gegenüber durch Deine Mimik und Gestik zum Ausdruck bringst.

Wenn Du zum Beispiel Deinen Körper aufrichtest, strahlst Du mehr Selbstbewusstsein aus, was wiederum Rückwirkungen auf Deine Gefühle hat. Auch das Sprechen kann ausschlaggebend sein. Versuche Dir durch ausreichend lautes und deutliches Sprechen bei anderen Gehör zu verschaffen. Halte das, was Du zu sagen hast, nicht für unwichtig oder unbedeutend! Auch Deine Meinung zählt, nicht nur die der anderen!

Du siehst also, es gibt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten, an seinem Selbstvertrauen gezielt zu arbeiten. Sei nicht entmutigt, wenn sich Fortschritte nicht so schnell einstellen, wie Du es Dir wünschst. Mehr Selbstvertrauen zu entwickeln gleicht einem Dauertraining. Und wenn Du nicht aufgibst, wirst Du immer mehr positive Veränderungen an Dir wahrnehmen können.

Und noch ein letztes Wort: Falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott hält Dich persönlich für wichtig! Ja, jeder Einzelne bedeutet ihm etwas und er nimmt sich gern der Menschen an, die niedergeschlagen und bedrückt sind. Das wird an einigen Stellen in der Bibel sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Hier heißt es z.B.: "Ich, der Hohe und Erhabene...wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung“ (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle). Tut es nicht gut, zu wissen, dass sich Gott um diejenigen kümmert, die aufgrund verschiedener Lebensumstände niedergedrückt sind? Eine Hilfe kann für Dich sein, wenn Du ihm im Gebet alles sagst, was Dir auf dem Herzen ist!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit Hilfe dieser Tipps gelingt, nach und nach mehr Selbstwertgefühl aufzubauen! Setze Dich nicht unter Druck, da eben alles eine bestimmte Zeit braucht, besonders wenn es ums Denken und Fühlen geht!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Nico,

auf jeden Fall gibt es einiges, was Du tun kannst, um mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln! Du könntest zuerst einmal überlegen, wie Deine Selbstzweifel überhaupt entstehen und dann die richtigen Schritte in Richtung mehr Selbstwertgefühl tun. Was könnte Dir dabei helfen?

Eines solltest Du auf keinen Fall tun: Dich mit anderen vergleichen! Das kann nämlich sehr leicht zu Unzufriedenheit und Frustration führen. Bedenke bitte: Bestimme Persönlichkeitsmerkmale und auch das Aussehen hängen zum großen Teil von Vererbung ab. Dennoch bleibt noch immer genug Spielraum für Verbesserungen!

Dass Du Dich von anderen unterscheidest, zeigt erst einmal, dass Du einzigartig bist! Um Dich wohl zu fühlen, brauchst Du keine Kopie von jemand anderem sein! Stehe daher zu Dir, zu Deinem Wesen, Deiner Persönlichkeit und Deinem Aussehen! Das fällt Dir wahrscheinlich am Anfang schwer, doch je öfter Du das tust, umso selbstverständlicher wird es Dir werden!

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt in der Regel von den Eltern oder auch von anderen, die Einfluss auf Dich ausgeübt haben.

Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren?

Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst.

Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag mich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen.

Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du eben nicht perfekt bist!

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind, wie bereits erwähnt, Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du sofern Du an Gott glaubst - auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren: Du bist wertvoll in seinen Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, wie wertvoll sie für Gott waren.

Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7).

Die Wendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeutet, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er sozusagen die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Ist das nicht ein sehr schöner Gedanke, der Dir helfen kann, Dich in einem besseren Licht zu sehen?

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Dein mangelndes Selbstwertgefühl zu tun. Du kannst jederzeit damit anfangen! Mit der Zeit wirst Du Veränderungen in Deinem Denken und Fühlen feststellen und Dich in eine positive Richtung entwickeln!

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesen Tipps und hoffe, dass sie Dich etwas weiterbringen!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Maja,

ganz bestimmt kannst Du einiges tun, um Deine Situation zu verbessern! Bei einem gesunden Selbstbewusstsein geht es darum, sich einerseits realistisch einschätzen zu können, was das eigene Können und die Fähigkeiten betrifft, andererseits sich aber auch seines Wertes bewusst zu sein, ganz unabhängig von irgendwelchen Leistungen.

Bedenke bitte: Jeder Mensch ist wertvoll und braucht nichts Besonderes leisten, um vor anderen zu glänzen! Das, was wirklich zählt, ist sein Wert als Mensch. Bitte präge Dir das ganz tief ein!

Ein Mangel an Selbstwertgefühl beruht nach meiner Beobachtung hauptsächlich auf einem verkehrten Denken. Was kann dazu geführt haben? Nun, viele wachsen auf, ohne wirklich Liebe und Wertschätzung erfahren zu haben. Auch mögen sie selten, wenn überhaupt, jemals ein Wort des Lobes bekommen haben. Wer unter solch ungünstigen Bedingungen groß geworden ist, kann kaum erwarten, ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu haben.

Es wäre allerdings nicht richtig, den Glauben an sich aufzugeben oder ausschließlich auf das Mitgefühl und die Hilfe anderer zu hoffen. Auch wenn Du es nur schwer glauben kannst: Du hast immer noch die Möglichkeit, durch eigene Anstrengungen Deine Situation von Grund auf zu verbessern! Du fragst Dich vielleicht, wie das funktionieren soll. Hierzu ein paar Tipps, die Dir vielleicht weiterhelfen werden.

Du selbst magst Dich zwar für klein und schwach halten, doch ruht in Dir ein großes Potential, an das Du nur glauben musst. Damit Du besser verstehst, was ich meine, hier eine Veranschaulichung: Du hast ja sicher schon mal etwas von den Paralympics gehört. Daran nehmen Sportler teil, die auf die eine oder andere Weise körperlich behindert sind. Manche von ihnen sitzen vielleicht wegen einer Querschnittslähmung im Rollstuhl, andere haben gar keine Beine mehr. Umso erstaunter ist man, wenn man sieht, welche außergewöhnlichen Leistungen sie vollbringen. Wie und warum schaffen die das, fragt sich so mancher!

Einige der behinderten Sportler mögen nicht unbedingt von Geburt an die Behinderung haben. Nehmen wir einmal an, jemand hat durch einen Unfall beide Beine verloren. Wahrscheinlich ist er zunächst völlig am Boden zerstört und denkt, sein Leben sei zu Ende. Dennoch steht er vor einer Wahl: Entweder er gibt sich auf oder er fängt an zu kämpfen. Die Sportler, die bei den Paralympics teilnehmen, sind der lebende Beweis, wie weit jemand kommen kann, der sein Potential erkennt, das trotz seiner Behinderung in ihm steckt, und der dieses Potential auch nutzt.

Warum machst Du es nicht genauso, wie die Sportler bei den Paralympics? Erkenne Dein inneres Potential und mache es Dir zunutze! Fange an, an Dich und Deine Möglichkeiten zu glauben, statt Dich der Traurigkeit und der Resignation hinzugeben!

Zum Schluss habe ich noch einen ermutigenden Gedanken für Dich, sofern Du an Gott glaubst. Gott sieht uns ganz anders als das die Menschen im allgemeinen tun. Er achtet nicht auf besondere Leistungen oder Begabungen und auch nicht auf Äußerlichkeiten. Das, was einzig und allein für ihn zählt, ist unser innerstes Wesen, also unser sinnbildliches Herz.

Das ist nicht mein Gedanke, denn in der Bibel steht: „Denn Gott sieht die Dinge nicht so wie der Mensch, weil der Mensch nur das sieht, was vor den Augen erscheint, doch [Gott] sieht ins Herz“ (1. Samuel 16:7). Er weiß also ganz genau, was für ein Mensch Du tatsächlich bist, auch wenn das viele andere nicht erkennen. Und wenn Du ihn liebst, bist Du in seinen Augen sehr wertvoll, und er hilft Dir dann auch bei allen Deinem Problemen!

Ich würde mich freuen, wenn Dir diese Gedanken ein wenig Mut gemacht haben und Dich nach vorn bringen! Denke bitte daran: Jeder Weg hat einen Anfang und ein Ziel. Um irgendwann ans Ziel zu gelangen, muss man sich an die Startlinie begeben und loslaufen!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo forever291,

auf jeden Fall gibt es einiges, was Du tun kannst, um mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln! Du könntest zuerst einmal überlegen, wie Deine Selbstzweifel überhaupt entstehen und dann die richtigen Schritte in Richtung mehr Selbstwertgefühl tun. Was könnte Dir dabei helfen?

Eines solltest Du auf keinen Fall tun: Dich mit anderen vergleichen! Das kann nämlich sehr leicht zu Unzufriedenheit und Frustration führen. Bedenke bitte: Bestimme Persönlichkeitsmerkmale und auch das Aussehen hängen zum großen Teil von Vererbung ab. Dennoch bleibt noch immer genug Spielraum für Verbesserungen!

Dass Du Dich von anderen unterscheidest, zeigt erst einmal, dass Du einzigartig bist! Um Dich wohl zu fühlen, brauchst Du keine Kopie von jemand anderem sein! Stehe daher zu Dir, zu Deinem Wesen, Deiner Persönlichkeit und Deinem Aussehen! Das fällt Dir wahrscheinlich am Anfang schwer, doch je öfter Du das tust, umso selbstverständlicher wird es Dir werden!

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt in der Regel von den Eltern oder auch von anderen, die Einfluss auf Dich ausgeübt haben.

Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren?

Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst.

Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag mich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen.

Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du eben nicht perfekt bist!

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind, wie bereits erwähnt, Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du sofern Du an Gott glaubst - auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren: Du bist wertvoll in seinen Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, wie wertvoll sie für Gott waren.

Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7).

Die Wendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeutet, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er sozusagen die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Ist das nicht ein sehr schöner Gedanke, der Dir helfen kann, Dich in einem besseren Licht zu sehen?

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Dein mangelndes Selbstwertgefühl zu tun. Du kannst jederzeit damit anfangen! Mit der Zeit wirst Du Veränderungen in Deinem Denken und Fühlen feststellen und Dich in eine positive Richtung entwickeln!

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesen Tipps und hoffe, dass sie Dich etwas weiterbringen!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Jonas,

es würde Dir nicht viel bringen, Deine Minderwertigkeitsgefühle lediglich unterdrücken zu wollen! Wie wäre es denn, wenn Du versuchst, Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück aufbaust? Aber wie?

Oft ist es ja so, dass der Feind eines natürlichen Selbstwertgefühls eigentlich in uns selbst selbst zu finden ist. Gemeint ist die innere Stimme, die uns immer wieder verurteilt und kritisiert. Wir tun uns also selbst keinen Gefallen, wenn wir es zulassen, dass dieser innere Kritiker uns niedermacht und uns unsere Selbstachtung nimmt.

Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn man diesen Kritiker nicht über seinen Selbstwert bestimmen lässt, sondern sozusagen wieder selbst die Regie übernimmt! Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie aber kann das gelingen?

Wenn Dich wieder einmal Deine innere Stimme verurteilt, warum dies dann widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen bzw. infrage zu stellen?

Statt Dir beispielsweise zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "Ich bin nicht gut genug", könntest Du Dir klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, sich schlecht zu fühlen oder sich zu verurteilen. Denke bitte daran: Jeder macht Fehler, niemand ist perfekt! Viel besser ist es, wenn Du für Deine Fehler und Schwächen Verständnis aufbringst!

Wenn Du Deine Selbstachtung aufbauen willst, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein! Versuche immer so mit Dir umzugehen, wie mit einem guten Freund: liebevoll, geduldig und verständnisvoll!

Solltest Du jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machen und zu kritisch mit Dir umgehen, streust Du sozusagen Salz in Deine Wunden! Ohne es zu wollen, machst Du es Dir nur selbst das Leben schwer! Besser ist es, wenn Du Deinen inneren Kritiker möglichst klein hältst und Dich nicht von unerbittlicher Selbstkritik herunterziehen lässt!

Was ebenfalls einer gesunden Selbstachtung entgegen läuft, ist, wenn Du Dich immer wieder mit anderen vergleichst, oder Dich an dem Idealbild misst, das Du vor Augen hast. Dieses Idealbild stammt meistens nicht von einem selbst, sondern von Menschen, die einen im Laufe des Lebens geformt haben: z.B. die Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige. Also haben sich wahrscheinlich andere das Bild, dem Du möglicherweise hinterherläufst, für Dich ausgedacht. Wäre es nicht viel besser, zu der Person zu werden, die Du sein möchtest?

Es können aber auch recht kleine und einfache Dinge zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen: Du kannst z. B. mit einem Lächeln innerhalb kürzester Zeit Deine Gefühle positiv beeinflussen. Das funktioniert selbst dann, wenn Dir überhaupt nicht nach Lachen zumute ist. Das kommt daher, da unsere Gefühle sehr eng mit unserem Körper verbunden sind!

Daher kann auch die Körperhaltung mitbestimmend dafür sein, ob Du Dich klein und mickrig oder selbstbewusst fühlst. Eine aufrechte, gerade Haltung z.B. vermittelt ein anders Gefühl, als wenn Du mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern umherläufst.

Ein weiterer Tipp ist die richtige Atemtechnik. Sobald Du hektisch und aufgeregt bist, wird Deine Atmung automatisch flacher. Wenn Du ganz bewusst darauf achtest, immer dann, wenn Du erregt bist, langsam tief ein- und auszuatmen, wirst gelassener und damit auch sicherer werden.

Falls Du mal wieder in einem seelischen Tief steckst, kann körperliche Bewegung wahre Wunder wirken! Fahre Fahrrad, gehe joggen oder mache einfach nur einen Spaziergang! Ganz bestimmt wirst Du Dich hinterher besser und ausgeglichener fühlen. Es bringt Dich nicht weiter, wenn Du Dich verkriechst und negativen, selbstzerstörerischen Gedanken nachhängst! Werde aktiv und setze Dich in Bewegung!

Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Für andere da zu sein und sich selbstlos für jemanden einzusetzen, erzeugt ein positives Lebensgefühl und lenkt einen von schlechten Gedanken ab! Das Bewusstsein, etwas Wertvolles und Sinnvolles geleistet zu haben, macht Dich zufrieden und hebt letztendlich auch Dein Selbstbewusstsein!

Wenn Du an Gott glaubst, dann denke daran, dass die Bibel in vielem, was sie uns sagt, ebenfalls zu einem ausgeglichenerem Selbstwertgefühl beiträgt. Du kennst doch sicher das Gebot: " Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Wie dieser Text zeigt, brauchen wir ein gewisses Maß an Eigenliebe, um psychisch gesund und stabil sein! Wenn man sich selbst liebt, wird man dadurch noch lange nicht zu einem Egoisten! Es kommt hier auf Ausgeglichenheit an.

Ist es nicht außerdem ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält? Der berühmte biblische König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du weißt, wann ich mich setze und wann ich aufstehe. Aus der Ferne erkennst du meine Gedanken. Ob ich unterwegs bin oder mich hinlege, du beobachtest mich. Mit allen meinen Wegen bist du vertraut." (Psalm 139:2,3).Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Und genauso interessiert sich Gott auch heute ganz persönlich für uns!

Wie Du siehst, kann man einiges dafür tun, um richtig und ausgeglichen über sich zu denken! Du kannst sicher nicht von heute auf morgen gleich alles eins zu eins umsetzen. Doch je mehr Du an Dir arbeitest, desto eher wirst Du Dich in eine positive Richtung verändern. Viel Kraft und Erfolg dabei!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo hxsxnsa,

die Gefühle, die man nach einer Trennung hat, können wirklich sehr, sehr schlimm sein! Der Schmerz kann so groß sein, dass man glaubt, es nicht aushalten zu können. So hat Dich der Verlust Deines Freundes zweifellos total aus der Bahn geworfen. Nichts ist mehr so wie vorher und Du denkst vielleicht, es habe keinen Sinn, weiterzuleben. Obwohl Dich all das in eine schwere seelische Krise gebracht hat, besteht die Aussicht, dass Du Dein inneres Gleichgewicht wiedererlangst! Aber wie?

Natürlich kann man die Gefühle, die man für den anderen nach einer Trennung immer noch hat, nicht so einfach abschütteln. Daher gibt es auch kein Patentrezept gegen Liebeskummer. Die gute Nachricht ist jedoch: Der ganz große Schmerz bleibt, wenn man einige grundsätzliche Dinge beachtet, nicht für immer! Damit Du über diese schwierige Zeit besser hinwegkommst, wäre es jedoch gut, einiges besser nicht zu tun, um nicht Dein Leid nicht noch zu vergrößern.

Was in der Regel nicht ratsam ist, wenn man Anstrengungen unternimmt, denjenigen, der sich von einem getrennt hat, wieder zurückgewinnen zu wollen oder den Kontakt zu ihm auf irgendeine Weise aufrechtzuerhalten (was natürlich nur dann gilt, wenn die Beziehung unwiederbringlich verloren ist). Dadurch zieht man sein Leid nur unnötig in die Länge.

Andererseits solltest Du auch keinen Hass entwickeln und ihn bei anderen schlechtmachen. Liebe kann nämlich leider sehr schnell in Hass umschlagen; dieser würde Dich jedoch eher zerfressen, statt Dir zu helfen.

Was auch nicht funktioniert ist, wenn Du versuchst, einfach zur Tagesordnung überzugehen und so zu tun, als wäre nichts geschehen. Habe Verständnis für Deine schlimmen Gefühle und lasse sie zu! Trauer braucht Zeit und am besten ist es, sie zu durchleben.

Dazu gehört auch, sich so richtig auszuweinen. Durch Weinen lösen sich innere Spannungen und es mag Dir wieder ein wenig leichter ums Herz werden. Den Liebesschmerz ganz bewusst zuzulassen, tut zwar weh, ist jedoch Teil Deiner Trauer und führt letztendlich dazu, ihn zu überwinden.

Andererseits wäre es auch nicht hilfreich, wenn Du in Deiner Wohnung Gegenstände aufheben würdest, die Dich immer wieder an Deinen Exfreund erinnern. Am besten ist es, sie einzusammeln, in eine Kiste zu packen und weit weg zu stellen.

Je mehr es gibt, was Dich an ihn erinnert, desto länger wird die Leidenszeit andauern. Erinnerungen an Deinen Ex-Partner wachzuhalten wäre so wie das Stochern in einer alten Wunde. Zum einen kann dann die Wunde nicht zuheilen und zum anderen wird immer wieder neuer Schmerz hervorgerufen.

Die Erfahrung zeigt, dass es nicht weiterhilft, wieder Kontakt zu seinem früheren Partner aufzunehmen. Denn wenn Du Deinen Freund wieder triffst, können nämlich sehr leicht die alten Gefühle zurückkehren und Du magst Dir Hoffnungen machen, die sehr wahrscheinlich nicht erfüllt werden.

Doch selbst wenn Du den Kontakt zwar meidest, könntest Du jedoch in alten Erinnerungen an Eure gemeinsame Zeit schwelgen. Das wäre nicht gut, da alte Gefühle wieder aufflammen könnten und Du nicht zur Ruhe kommen kannst!

Am besten ist es, die Sache so gut wie möglich abzuschließen. Innerlich Abstand zu nehmen ist sicher nicht einfach und es mag auch eine ganze Weile dauern, bis Du es geschafft hast. Dieser Schritt ist jedoch in der Regel unumgänglich, um innerlich wieder ausgeglichen werden zu können. Dann ist zu hoffen, dass Deine Gefühle allmählich wieder zur Ruhe kommen und der Schmerz irgendwann nachlässt.

Auch wenn Dir in Deiner jetzigen Situation nicht danach ist und Du Dich schwach und kraftlos fühlst: Tue etwas, um Dich abzulenken und werde aktiv! Das mag Dir besonders am Anfang sehr schwerfallen, doch im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass es funktioniert. Dich in Dein Schneckenhaus zurückzuziehen kann am Anfang vielleicht ganz hilfreich sein, doch sollte es nicht zur Gewohnheit werden.

Versuche, Neues zu erleben und triff Dich mit Bekannten und Freunden. Das bringt Dich auf andere Gedanken und mildert den Schmerz ab. Und vor allem bringt es Deinem Herzen Erleichterung, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, über Deine Gefühle sprichst. Wenn man am Boden ist, dann braucht man einfach jemanden, bei dem man sich so richtig ausheulen kann. Wenn man dann merkt, dass der andere mit einem mitfühlt und einen ernst nimmt, ist alles schon nicht mehr ganz so schlimm.

Zum Schluss möchte ich noch auf einen Aspekt hinweisen, der von vielen, die in ernsten Schwierigkeiten sind, heutzutage übersehen wird. Ich weiß ja nicht, ob Du an Gott glaubst. Doch falls ja, denkst Du nicht, dass er Deine Gefühle versteht und Dir gern helfen möchte?

Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der mir sehr zu Herzen gegangen ist. Er lautet: "Er [Gott] heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden" (Psalm 147:3, Hoffnung für alle). Fühlst Du Dich nicht gerade so, wie hier beschrieben, "innerlich zerbrochen" und voll emotionaler "Wunden"? Wäre es nicht schön, von Gott Erleichterung zu bekommen?

Du kannst ihm alles sagen, was Dich bewegt, denn in den Psalmen steht: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8). Ja, Du kannst zu Gott so reden, wie zu einem guten Freund und Du kannst sicher sein, dass er Dich hört!

Ich hoffe, dass Dir die genannten Tipps ein wenig dabei helfen, Deinen Liebeskummer nach und nach in den Griff zu bekommen! Denke vor allem daran: Die schlimmen Gefühle, die Du im Moment hast, bleiben nicht für immer so stark! Der Schmerz lässt irgendwann nach und die Freude kehrt allmählich wieder in Dein Herz zurück. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo tigergirl123,

möglicherweise denkst Du, dass Du immer in Deiner Schüchternheit gefangen sein wirst. Das muss aber nicht der Fall sein! Grundsätzlich ist es so, dass man oft mehr erreichen und verändern kann, als man glaubt. Auch wenn Du noch verhältnismäßig jung bist, und Du Dir nicht viel zutraust, kannst Du möglicherweise Kräfte in Dir wecken, die Dich wirklich nach vorn bringen und Dir helfen können, Deine Gedanken und Gefühle in eine andere Richtung zu lenken.

Was sind das für Kräfte, die in Dir und eigentlich auch in jedem anderen Menschen stecken? Ich denke da hauptsächlich an zwei Dinge: Dein Wille und Deine Gedanken. Beide stehen in enger Beziehung zueinander, denn durch Deinen Willen kannst Du Deine Gedanken ganz bewusst so steuern, dass sie letztendlich auch Deine Gefühle in eine positive Richtung beeinflussen.

Viele sind sich darüber aber gar nicht im klaren. Sie lassen sich so dahintreiben und warten darauf, dass jemand kommt und ihnen hilft. Es ist natürlich schön, wenn jemand da ist, der einen unterstützt und bei dem man seine Sorgen abladen kann. Doch nicht immer hat man einen lieben und verständnisvollen Menschen an seiner Seite. Das heißt aber nicht, dass man dann verloren wäre!

Was ist also zu tun? Erst einmal ist wichtig, dass Du verstehst, wie Du Deinen Willen und Deine Gedanken richtig kontrollieren und einsetzen kannst. Dein Wille ist wie das Lenkrad bei einem Auto, mit dem Du in die eine und auch in die andere Richtung steuern kannst.

Frage Dich einmal: "Habe ich das Steuer tatsächlich fest in der Hand und lenke meine Gedanken, oder lasse ich mich umgekehrt von meinen Gefühlen und Gedanken steuern?"

Vielen geht es so, dass ihnen gar nicht bewusst ist, dass sie schon längst die Kontrolle verloren haben. Daher fühlen sie sich hilflos und hoffen, dass irgendwann jemand kommt, der sie aus ihrer Lage befreit. Dabei vergessen sie, dass sie selbst dazu durchaus in der Lage sind!

Sei Dir auch bewusst, dass Du in Wirklichkeit keine schwache Person bist, sondern über eine ganze Menge an Kraft in Dir verfügst! Setzte zum Beispiel Deinen Willen so ein, dass Du negative Gedanken, die Du Dir evtl. immer wieder über Dich machst, vertreibst und durch positive Gedanken ersetzt.

Und wenn Du irgend etwas an Dir hasst, dann frage Dich: "Was kann ich tun, um es zu ändern oder zu verbessern?" Sollte das nicht möglich sein, dann finde Dich erst einmal damit ab und rede Dir nicht ein, dass Du nichts wert bist!

Lerne Dich so zu akzeptieren, wie Du bist und Dich selbst zu mögen. Tu Dir öfter mal etwas Gutes und sei zu Dir selbst so, wie zu einem guten Freund! Und noch etwas: Erwarte niemals Perfektion von Dir und verzeih Dir selbst, wenn Du hier und da Fehler machst. Fehler zu machen ist menschlich, und andere machen ebenso Fehler wie Du!

Bestimmt kennst Du den Satz, der in der Bibel steht: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (Matthäus 22:39). Ist Dir aufgefallen, dass hier steht, dass man auch sich selbst lieben sollte?

Natürlich heißt dass nicht, dass man nur an sich denken sollte. Nein, es geht darum, ausgeglichen zu sein. Denke daran: Nicht nur die anderen sind wichtig, sondern auch Du!

Diejenigen, die kein oder nur wenig Selbstvertrauen haben, haben einfach vergessen, sich selbst zu sehen! Doch das kann man lernen! Vergiss bitte nicht: Du bist es wert, geliebt zu werden, und es gibt ganz sicher eine ganze Menge Gutes, das in Dir steckt! Du hast es wahrscheinlich nur noch nicht entdeckt!

Und was noch wichtig ist: Niemand schafft es, von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch zu werden. Du wirst besonders am Anfang immer wieder merken, dass Deine alten Denkmuster hoch kommen und der Eindruck entstehen könnte, Du seist nicht viel weiter gekommen. Doch lasse Dich von Rückschlägen nicht entmutigen, sondern arbeite weiter an Dir! Im Laufe der Zeit wirst Du feststellen, dass Du Dich in eine positive Richtung entwickelt hast.

Und wenn Du an Gott glaubst, dann denke daran, dass er Dich sieht und dass Du ihm wichtig bist! Es gibt viele Stellen in der Bibel, die das sehr schön zeigen. Ein Beispiel ist ein Schreiber der Bibel, der König David. In einem Gebet sagte er einmal: „Du hast mich durchforscht und du kennst mich. Du weißt, wann ich mich setze und wann ich aufstehe. Aus der Ferne erkennst du meine Gedanken“ (Psalm 139:1,2).

Denke einmal kurz darüber nach! David schreibt, dass Gott ihn durchforscht habe und ihn genau kenne. Hätte Gott das getan, wenn er sich für diesen Mann nicht interessiert hätte? Und dann spricht er zum Schluss davon, dass Gott seine Gedanken kenne. Sind das nicht alles Beweise, dass Gott Anteil an unserem Leben nimmt und wir ihm nicht egal sind?

Ich wünsche Dir, dass Dir der eine oder andere Tipp etwas weiterhilft!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Vegadiaz,

hier sind einige Merkmale, die echte von Scheinchristen unterscheiden:

(Johannes 13:35) "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

Die Liebe, von der Jesus hier sprach, geht weit über reine Menschenfreundlichkeit hinaus. Wie weit diese Liebe gehen sollte, beschrieb es einmal so: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe" (Johannes 15:12,13). Das Band der Liebe sollte also unter den Christen so stark sein, dass jeder bereit ist, für den anderen zu sterben. Dadurch entsteht eine multinationale Familie, ja eine weltweite Bruderschaft, in der einer für den anderen da ist und die fest zusammenhält.

(Johannes 17:17) " Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

Für Jesus war also das geschriebene Wort Gottes von Anfang bis Ende die Wahrheit. Daher stützt sich das wahre Christentum weder auf Philosophien noch auf Traditionen, sondern auf die Lehren der Bibel. Jesus selbst brachte den heiligen Schriften immer wieder große Achtung entgegen, indem er entweder direkt daraus zitierte, oder sie anführte.

Oftmals leitete er seine Ausführungen damit ein, das er sagte: "Es steht geschrieben ..." oder "Habt ihr nicht gelesen..." Für ihn waren die bis dahin veröffentlichten Schriften des sogenannten "Alten Testaments" maßgebliche Autorität. Er verurteilte diejenigen (wie beispielsweise die Pharisäer und Schriftgelehrten), die das Wort Gottes um ihrer Überlieferungen willen verwässerten.

(Johannes 17:6) "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten."

Jesus machte aus dem Namen Gottes kein Geheimnis. Auch folgte er nicht der jüdischen Tradition, die Aussprache des Namens Gottes für zu heilig zu halten. Jesus gebrauchte bei seinem täglichen Lehren stets Gottes Wort. Die wahre Religion ist also auch dadurch gekennzeichnet, dass sie den Namen Gottes kennt und gebraucht.

Schließlich kommt der Name Gottes in den Urschriften der Bibel etwa 7.000 mal in Form der vier hebräischen Konsonanten "JHWH" vor. Die genaue Aussprache des göttlichen Namens ist zwar im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, doch im Deutschen ist die Form "Jehova" oder "Jahwe" bekannt. So heißt es in Psalm 83:18: " Damit man erkenne, dass du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde."

(Matthäus 10:7) "Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘

Die wahre Religion zeichnet sich also auch dadurch aus, dass sie dasselbe predigt, was auch Jesus damals landauf und landab verkündigte: Die Botschaft vom Königreich Gottes. Jesus maß dem Predigen dieser Botschaft eine große Bedeutung bei, da er mit Blick auf unsere Zeit voraussagte: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen" (Matthäus 24:14). Gemäß der Bibel ist dieses Königreich die von Gott eingesetzte Regierung, die der Erde echten Frieden und Sicherheit bringen wird.

(Johannes 17:14) "Ich habe ihnen dein Wort gegeben, doch die Welt hat sie gehasst, weil sie kein Teil der Welt sind, so wie ich kein Teil der Welt bin."

Kein Teil der Welt zu sein bedeutet, sich aus den politischen Angelegenheiten und jeglichen militärischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Das trägt wahren Christen zwar immer wieder den Hass der Welt ein, doch folgen sie dadurch dem Beispiel Ihres Herren und Meister.

Jesus Christus ließ sich zu keiner Zeit in irgendwelche weltlichen Auseinandersetzungen verwickeln und schloss sich auch keiner politischen Gruppierung seiner Tage an. Selbst als man ihn zum König machen wollte, lehnte er ab, weil seine Zeit dafür noch nicht gekommen war. Als Fußstapfennachfolger verhalten sich auch seine Jünger ebenso strikt neutral.

Das sind nur einige wenige Punkte, die deutlich machen, was die wahre Religion ausmacht und wie man diese identifizieren kann. Es gibt noch viele weitere, die jedoch den Rahmen meiner Antwort sprengen würde.

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo NeukkMann985,

Zeugen Jehovas sind in der Tat in einer Hinsicht "streng": Sie halten sich in jedem Lebensreich an die Gesetze und Grundsätze der Bibel. Ansonsten sind sie aber ganz normale Menschen.

Manche sehen die Zeugen daher als etwas sonderbar und weltfremd an, vor allem, da sie nicht bei allem mitmachen (z.B. Weihnachten und Geburtstag). Diese Andersartigkeit führt bei einigen zu Ablehnung und sie reden schlecht über uns. Auch wird in den Medien nicht immer sehr sachlich über uns berichtet, was zu vielen falschen Vorstellungen über uns und unsere Tätigkeit beigetragen hat.

Was macht uns als Zeugen Jehovas noch aus? Zum Beispiel legen wir neben Beruf und Familie auch großen Wert auf die Verkündigung des Wortes Gottes. Dass wir mit unserem Glauben an die Öffentlichkeit herantreten, gefällt nicht allen und ruft bei einigen Unmut hervor. Dabei ahmen wir nur Jesus Christus nach, der selbst viel mit anderen über Gottes Wort gesprochen hat und seinen Jüngern geboten hat, das Gleiche zu tun.

Auch wenn man uns vielfach beim Predigen von Haus-zu-Haus oder anderswo sieht, heißt das nicht, dass in unserem Leben Spiel und Spaß keine Rolle spielen würde. Ebenso wie die meisten anderen, versuchen wir auch die schönen Seiten des Lebens wahrzunehmen und machen in unserer Freizeit viel mit der Familie und mit Freunden.

Vieles, was bei uns abläuft, hat eine Parallele zu dem, was die ersten Christen taten. Wir treffen uns zum Beispiel regelmäßig zu unseren Zusammenkünften in unseren Versammlungsstätten, um etwas aus der Bibel zu lernen, Lieder zu singen und Gemeinschaft zu pflegen. Alle Zusammenkünfte sind öffentlich und somit für jedermann zugänglich.

Die einzelnen Versammlung (oder Gemeinden) werden von sog. "Ältesten" geleitet. Diese sind aber keine Gruppe von Geistlichen, sondern üben so wie alle anderen ihren Beruf aus und haben in der Regel eine Familie. Sie organisieren die Zusammenkünfte, sind am Programm beteiligt und fungieren als geistige Hirten der Versammlung. So kümmern sie sich um die Bedürfnisse jedes Einzelnen und helfen wo immer nötig.

Wir bemühen uns auch um ein gutes Verhältnis untereinander und zu unseren Mitmenschen. Wir versuchen, jedem gegenüber freundlich, mitfühlend und hilfsbereit zu sein. Weltweit bilden wir eine große Familie, die sich gegenseitig hilft und unterstützt. Wenn es z.B. zu Naturkatastrophen oder ähnlichem kommt, dann organisieren wir schnell und unbürokratisch Hilfsmaßnahmen und wir sind oft unter den Ersten, die vor Ort Hilfe leisten.

Wir bemühen uns, im praktischen Leben das umzusetzen, was Jesus Christus einmal als das Hauptkennzeichen eines Christen nannte. Er sagte zu seinen Jüngern: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:35). Dieser Grundsatz hält uns davon ab, uns an irgendwelchen kriegerischen Auseinandersetzungen oder Konflikten zu beteiligen. Auch in politischen Angelegenheiten verhalten uns strikt neutral.

Das sind nur einige wenige Punkte, die deutlich machen sollten, was für Menschen wir eigentlich sind. Es gibt leider vieles, was im Umlauf über uns ist, das aber einfach nicht den Tatsachen entspricht oder aus Halbwahrheiten besteht. Daher ist es immer gut, wenn man sich aus erster Hand informiert oder noch besser, einen Zeugen Jehovas persönlich befragt.

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Vio,

die meisten Menschen haben von Zeit zu Zeit mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Wenn diese jedoch anhaltend sind und regelrecht Dein Leben bestimmen, ist es sicher an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Aber was?

Eine Hilfe kann sein, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast und der eine gewisse Reife besitzt, offen sprichst. Sage ihm, was Du über Dich selbst denkst und wie Du fühlst. Allein dadurch, dass Du Dich jemandem mitteilst, kann schon eine große Last von Deinen Schultern genommen werden.

Vielleicht kann Dir Dein Gesprächspartner ja helfen, Dich selbst in einem besseren Licht zu sehen. Es kann nämlich sehr leicht passieren, dass wir mit uns viel zu streng und unbarmherzig sind. Wir nehmen uns jeden kleinsten Fehler übel und bestrafen uns durch harte Selbstkritik. Wenn ein Außenstehender darauf blickt und seine Sicht schildert, kann uns das zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen.

Dann ist es auch wichtig, zu lernen, an sich zu glauben! Natürlich muss man immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sich nicht selbst überschätzen. Doch oftmals ist es eher so, dass man sich eher zu wenig zutraut als zu viel, nicht wahr?

Statt einfach abzuwarten und in Lethargie zu verfallen, könnte man versuchen, die Dinge einfach anzupacken. Du kennst sicher das Sprichwort: "Ohne Fleiß kein Preis". Bedenke, dass den meisten nichts so einfach in den Schoß fällt. Für das, was sie erreicht haben, mussten sie sich anstrengen, sowie Fleiß und Ausdauer entwickeln!

Das kannst auch Du! Setze Dir realistische, erreichbare Ziele und verfolge sie dann! Das kann bedeuten, dass Du bereit sein musst, Deine Komfortzone zu verlassen und Dich in Bewegung zu setzen. Wenn Du dann ein Ziel (und sei es noch so gering) erreichst, gibt es Dir ein gutes Gefühl und den Mut, Dein nächste Ziel anzuvisieren.

Was aber, wenn Du scheiterst? Dann heißt es aufstehen und weiterlaufen! Misserfolge gehören zum Leben dazu und passieren nicht nur Dir! Statt also aufzugeben und in Mutlosigkeit zu versinken, könntest Du über die Fehler, die Du evtl. gemacht hast, nachdenken und überlegen, wie Du sie künftig vermeiden kannst. Oder Du findest neue und bessere Wege, die Dich Deinen Zielen näherbringen!

Zum Schluss möchte ich Dir noch einen Gedanken mit auf den Weg geben, der Dich ermutigen kann, sofern Du an Gott glaubst. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, mit welchen Augen er Dich sieht? Was meinst Du: Sieht er hauptsächlich Deine Fehler und Schwächen oder konzentriert er sich eher auf das Gute in Dir?

Die Bibel bringt Gottes Sichtweise mit folgenden Worten sehr schön zum Ausdruck: "[Gott] ist barmherzig und mitfühlend, wird nicht schnell zornig und ist reich an loyaler Liebe. Er wird uns unsere Fehler nicht endlos vorhalten noch für immer nachtragend sein" (Psalm 103:8,9). Wenn Gott uns so sieht, wer sind wir dann, wenn wir uns immer nur verurteilen? Es kann sein, dass wir erst einmal lernen müssen, sanft mit uns selbst umzugehen!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit der Zeit gelingt, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln! Das macht Dich innerlich zufriedener und trägt ganz sicher zu vermehrtem Lebensglück bei!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Mia,

es wäre sicher hilfreich, mit jemandem über Dein selbstverletzendes Verhalten (=SVV) zu sprechen. Es sollte jemand sein, der eine gewisse Reife besitzt, Dich ernst nimmt und Dich nicht unter Druck setzt. Wenn Du also jemandem davon erzählst, kann allein das schon große Erleichterung bringen.

Hast Du schon einmal daran gedacht, Deine Eltern deswegen anzusprechen? Wahrscheinlich fällt Dir dieser Schritt nicht ganz leicht. Bedenke jedoch, dass Du ihnen bestimmt sehr am Herzen liegst und sie gewiss möchten, dass es Dir gutgeht! Sollte es Dir, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, vernünftig mit Deinen Eltern zu reden, dann hast Du die Möglichkeit, Dich hier zu melden:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

Was könntest Du immer dann tun, wenn der Drang, Dich zu verletzen, erneut in Dir entsteht? Wenn Du weinen musst, dann versuch es auf keinen Fall zu unterdrücken, denn Weinen kann ein Ventil für das sein, was sich seelisch aufgestaut hat. Körperliche Bewegung, wie joggen, spazieren gehen oder Sport zu treiben eignet sich ebenfalls gut dazu, inneren Stress abzubauen.

Hast Du es schon einmal mit Ablenkung versucht, z. B. mit einem Hobby, Hausarbeiten oder Musik hören? Auch etwas völlig Neues zu lernen (wie z. B. ein Musikinstrument) oder sich kreativ zu betätigen (malen, Gedichte oder Tagebuch schreiben) kann ein wichtiger Schritt sein, der Dich von dem SVV wegbringt.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist.

Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für SVV. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen.

Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.). Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen. Wird es nicht besser, könntest Du Dir überlegen, vielleicht professionell Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Eines solltest Du, sofern Du an Gott glaubst, jedoch auch nicht vergessen: Er sieht, was Du durchmachst, und er kann Dir helfen! Und vergiss bitte nicht: Er hat besonderes Interesse an denen, die voller Schmerzen und Sorgen sind!

Das geht sehr deutlich aus folgendem Text in der Bibel hervor: "Geduldig hoffte ich auf die Hilfe des Herrn, und er wandte sich mir zu und hörte mein Schreien. Er rettete mich aus dem Sumpf der Verzweiflung, aus Matsch und Schlamm. Er stellte mich auf festen Boden und gab meinen Füßen festen Halt" (Psalm 40:1,2, Neues Leben.Die Bibel). Ist das nicht ein tröstender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du die benötigten Hilfen bekommst, damit Du wieder seelisch gefestigter wirst und die Probleme, die ursächlich für Deine Selbstverletzungen sind, allmählich in den Griff bekommst. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo FeschesHorsi,

wenn man in einer Krise steckt, ist es nicht immer ganz einfach, weiterzumachen und nach vorn zu schauen. Doch es ist auch nicht unmöglich, wenn man die richtigen Schritte tut, die einem dabei helfen, sie zu überwinden. Aber wie soll das gehen?

Nun, es gibt manche Ereignisse im Leben, die lassen sich nicht mehr ändern oder rückgängig machen. Es nützt nichts, sich mit aller Kraft dagegen aufzubäumen. Am besten ist es, so schwer es auch fallen mag, sich mit dem, was nicht zu verändern ist, abzufinden und die Sache so gut wie möglich abzuschließen.

Es geht also darum, dem Unabänderlichen nicht endlos nachzutrauern, sondern den Fokus auf das zu richten, was man verändern und beeinflussen kann.Statt also in eine Art Schockstarre zu verfallen, könntest Du Dich fragen, was Dir in Deiner Situation am besten helfen kann.

Zum Beispiel wäre es durchaus hilfreich, mit jemandem, dem Du vertraust, offen über Deine Empfindungen zu sprechen. Allein das Reden kann schon eine heilsame Wirkung haben!

Wenn Dein Gesprächspartner Dich versteht und mit Dir mitfühlt, wird es Dir ganz bestimmt leichter ums Herz werden. Auch frage Dich immer, was Du verbessern kannst, selbst wenn es nur relativ kleine Dinge sind. Aktiv zu werden nimmt einem das Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit.

Wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nicht immer nur über die Krise und über das, was sie verursacht hat, nachdenkst. Richte Deinen Sinn auf die vielen kleinen schönen Dinge im Leben: das Singen der Vögel, ein prächtiger Sonnenuntergang, ein leckeres Essen, die gemütliche Tasse Kaffee usw. Manchmal verliert man den Blick dafür und nimmt sie als zu selbstverständlich, ohne sich wirklich daran zu erfreuen.

Bedenke, dass das Leben aus mehr als nur aus Sorgen besteht! Die vielen kleinen Freuden im Leben wahrzunehmen hilft einem, manches aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Wenn Du den Eindruck hast, alles wachse Dir über den Kopf, dann gestehe Dir ein, dass Du Hilfe brauchst. Hilfe zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil! Hier ist eine kleine Auswahl von Anlaufstellen, die Dir vielleicht weiterhelfen können:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Es mag sein, dass Du Dich im Moment ziemlich schwach und mit allem überfordert fühlst. Da kann es Dir helfen, wenn Du Dich an Deine alten Stärken erinnerst. Denke z.B. darüber nach, was Du bisher schon alles bewältigt hast und was Dir in Deinem Leben gut gelungen ist. Das hilft Dir dabei, zu erkennen, dass Du auch jetzt nicht völlig hilflos bist.

In Dir steckt wahrscheinlich mehr, als Du Dir im Moment zutraust. Knüpfe daher an Deine früheren Leistungen und Erfahrungen an und Du wirst erkennen, dass Du in Wirklichkeit gar nicht so schwach bist.

Auch wenn für Dich im Moment alles grau und trübe aussieht, bedenke, dass das nicht für immer so bleiben muss! Dinge verändern sich und es mag sein, dass Du in einigen Monaten das, was Dich gerade so herunterzieht, nicht mehr als ganz so schlimm ansiehst. Oder es mag sein, dass es Dir gelungen ist, das eine oder andere Problem besser zu bewältigen. Es gibt also keinen Grund, in Trübsal und Hoffnungslosigkeit zu versinken!

Wenn Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass er von Deinen Problemen weiß und er Dir gern helfen möchte. In der Bibel lässt er den Niedergedrückten sagen: "Ich, der Hohe und Erhabene, der ewige und heilige Gott, wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung" (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle).

Wie aber kann Gott Dir neuen Mut geben? Wenn Du Dich ihm zuwendest, in seinem Wort liest und darüber nachdenkst! Darin findest Du viele tröstende Gedanken. Ich denke da z.B. an die Psalmen, die größtenteils von Menschen geschrieben wurden, die sich zeitweise in auswegloser Lage befanden, dann aber die Erfahrung machten, dass Gott ihnen oft auf unerwartete Weise geholfen hat.

Ich wünsche Dir, dass es trotz allem, was Du gerade durchmachst, in Deinem Leben bald wieder bergauf geht! Auch wenn es momentan noch sehr schwer ist, denke bitte daran, dass auch die längste Krise irgendwann überwunden ist. Beachte die genannten Tipps und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass irgendwann nicht mehr alles so hoffnungslos aussieht!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Bokatan,

erst einmal möchte ich Dich für Deine Frage loben! Sie zeigt, dass Du die Sache mit dem Sündenfall wirklich durchdacht hast. Die Bibel gibt tatsächlich eine Antwort darauf.

Gott besitzt zwar die Fähigkeit, alles zu wissen, doch macht er davon nicht uneingeschränkt Gebrauch! Hier kommt eine Lehre mit ins Spiel, die als "Prädestinationslehre" bekannt ist und die besagt, dass Gott alles weiß, ihm also auch jedes Ereignis, ob im irdischen oder im himmlischen Bereich, im Voraus bekannt ist.

Des weiteren schließt diese Lehre mit ein, dass Gott alles vorherbestimmt, jedes Detail im Leben eines Menschen. Die Prädestinationslehre wird jedoch nicht in der Bibel gestützt. Um also Deine Frage richtig beantworten zu können, gestatte mir, dass ich auch ein wenig auf diese Lehre eingehe.

Drehen wir dazu das Rad der Zeit einmal sehr weit zurück, an den Anfang der Menschheit. Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, entwickelte sich im Herzen einer dieser Engel ein verkehrtes Verlangen. Es entstand in ihm der Wunsch, ebenso wie Gott angebetet zu werden. So näherte er sich Eva durch eine Schlange und brachte sie dazu, sich gegen Gott aufzulehnen.

Sie, und auch später ihr Mann Adam, sagten sich von Gott los und begaben sich, ohne sich dessen richtig bewusst zu sein, unter die Herrschaft des Satan. Durch diesen Akt der Rebellion ist letztendlich all das Leid entstanden, was es in der Vergangenheit bis heute gab und gibt.

Hätte Gott tatsächlich diese Entwickelung vorausgesehen, dann wäre er im Grunde für das ganze Leid verantwortlich, das sich in der Folge ergeben hat! Macht das zu glauben jedoch wirklich Sinn, wenn man zum Beispiel daran denkt, dass Gott "Liebe ist" (1. Johannes 4:8)? Diese Formulierung bringt zum Ausdruck, dass jede Handlung Gottes von Liebe bestimmt und durchdrungen ist. Das würde aber ganz und gar nicht zum Vorherwissen bzgl. des Handelns der ersten Menschen passen!

Ist aber Gott tatsächlich vollkommen und allwissend, wenn er beschlossen hat, nicht jedes Ereignis im Voraus zu kennen? Einige argumentieren so. Dazu ist folgendes Zitat aus einem Bibellexikon sehr interessant und aufschlussreich:

" Die Behauptung, Gott wäre nicht vollkommen, wenn er nicht alle künftigen Ereignisse und Situationen bis ins einzelne vorherwüßte, verrät in Wirklichkeit eine willkürliche Ansicht über Vollkommenheit. Vollkommenheit im eigentlichen Sinn des Wortes verlangt keine solch absolute, uneingeschränkte Anwendung, denn ob etwas vollkommen ist, hängt davon ab, inwieweit es den Maßstäben der Vortrefflichkeit entspricht, die jemand, der dafür kompetent ist, festgelegt hat. (Siehe VOLLKOMMENHEIT.) Letzten Endes sind Gottes Wille und Wohlgefallen — nicht die Meinungen oder Auffassungen von Menschen — ausschlaggebend dafür, ob etwas vollkommen ist oder nicht (5Mo 32:4; 2Sa 22:31; Jes 46:10).

Als Veranschaulichung diene Gottes grenzenlose Machtfülle, die unleugbar vollkommen ist und keinerlei Beschränkungen unterliegt (1Ch 29:11, 12; Hi 36:22; 37:23). Doch seine Vollkommenheit an Kraft erfordert nicht, daß er in jedem Fall den vollen Umfang seiner grenzenlosen Machtfülle einsetzt. Sonst wären bereits vor langer Zeit durch den Vollzug der Strafgerichte Gottes, die von machtvollen Äußerungen der Mißbilligung und des Zorns begleitet waren — wie bei der Flut und bei anderen Gelegenheiten —, nicht nur bestimmte Städte und einige Nationen des Altertums vernichtet worden, sondern die Erde und alles darauf (1Mo 6:5-8; 19:23-25, 29; vgl. 2Mo 9:13-16; Jer 30:23, 24).

Gottes Machtentfaltung ist daher nicht einfach eine Entladung seiner grenzenlosen Kraft; diese wird statt dessen immer durch seinen Vorsatz bestimmt und, sofern es angebracht ist, durch seine Barmherzigkeit gemildert (Ne 9:31; Ps 78:38, 39; Jer 30:11; Klg 3:22; Hes 20:17).

Wenn es Gott unter gewissen Umständen gefällt, von seinem uneingeschränkten Vorherwissen wahlweise und in beliebigem Umfang Gebrauch zu machen, hat bestimmt weder ein Mensch noch ein Engel das Recht, zu ihm zu sagen: „Was tust du?“ (Hi 9:12; Jes 45:9; Da 4:35). Es geht daher nicht um die Frage der Fähigkeit, d. h. darum, was Gott vorhersehen, vorherwissen und vorherbestimmen kann — denn „bei Gott . . . sind alle Dinge möglich“ (Mat 19:26) —, sondern darum, ob Gott es für angebracht hält, etwas vorherzusehen, vorherzuwissen und vorherzubestimmen, denn „alles, was er Lust hatte zu tun, hat er getan“ (Ps 115:3).(Quelle: Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1247).

Wie hier angedeutet wird, macht Gott wahlweise von seinem Vorherwissen Gebrauch. Das bedeutet, dass er beschließen kann, nicht alle Taten seiner Geschöpfe vorherzuwissen. Die Bibel lässt an verschiedenen Stellen erkennen, dass Gott zunächst eine aktuelle Situation untersucht und aufgrund dieser Untersuchung dann eine Entscheidung trifft. Dazu noch einmal ein Auszug aus dem eben zitierten Bibellexikon:

" So wird in 1. Mose 11:5-8 beschrieben, daß Gott seine Aufmerksamkeit der Erde zuwandte, sich mit der Situation in Babel beschäftigte und sofort beschloß, etwas zu unternehmen, um dem unlauteren Vorhaben dort ein Ende zu bereiten. Nach der Entwicklung der Bosheit in Sodom und Gomorra unterrichtete Jehova Abraham von seiner Entscheidung, (durch seine Engel) eine Untersuchung vorzunehmen, um „zu sehen, ob sie ganz nach dem darüber erhobenen Geschrei handeln, das zu mir gekommen ist, und wenn nicht, kann ich es erfahren“ (1Mo 18:20-22; 19:1).

Gott sprach davon, daß er ‘mit Abraham bekannt und vertraut geworden’ war, und nachdem Abraham tatsächlich versucht hatte, Isaak zu opfern, sagte Jehova: „Jetzt weiß ich wirklich, daß du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast“ (1Mo 18:19; 22:11, 12; vgl. Ne 9:7, 8; Gal 4:9)" (Quelle: Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 1247).

Somit geht also aus der Bibel deutlich hervor, dass Gott bestimmte Ereignisse nicht im Voraus gewusst hat, weil er sie nicht wissen wollte. Genauso verhält es sich auch im Hinblick auf die Geschehnisse am Anfang der Menschheit, die letztendlich zu all dem Leid, das wir heute beobachten, geführt hat. Obwohl Gott also nicht für diese Entwicklung verantwortlich ist, hat er für einen Weg aus dem Dilemma gesorgt! Aber für welchen?

Dazu möchte ich noch einmal auf das zurückblenden, was damals im Garten Eden geschehen ist. Die Auflehnung gegen Gott war die erste Sünde, der dann zahllose weitere folgten. Es war jedoch noch etwas geschehen, das die im Entstehen begriffene Menschheit in Schwierigkeiten brachte: Die Menschen rebellierten nicht nur gegen Gott, sondern sie unterstellten sich gleichzeitig auch der Herrschaft jemandes, der es nicht gut mit ihnen meinte, der Herrschaft des Widersachers Gottes, Satans des Teufels.

Seinem bösen Einfluss haben wir es letztendlich zu verdanken, dass wir in dieser kaputten Welt leben müssen. Wie weitreichend sein Eingreifen in die Geschicke der Menschen ist, zeigt die Bibel mit den Worten: "Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist" (1. Johannes 5:19). Im Johannesevangelium nennt Jesus ihn deswegen auch den "Herrscher der Welt" (Johannes 14:30).

Satan der Teufel ist nicht, wie einige meinen, ein Fabelwesen, denn die Bibel beschreibt ihn als einen Engel, der von Gott abfiel, um selbst von Menschen angebetet zu werden. Dieses mächtige Geistwesen treibt zusammen mit seinen Mitstreitern (weiteren abgefallenen Engeln - die Bibel bezeichnet sie als Dämonen) ein böses Spiel. Aus diesem Grund dürfen wir uns über die chaotischen Zustände auf dieser Erde nicht wundern.

Allerdings gibt es einen Trost: Gott lässt nur vorübergehend zu, dass der Teufel einen solch großen Einfluss nehmen kann. In der ersten Prophezeiung der Bibel wird bereits sein Ende mit den Worten angekündigt: "Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen" (1. Mose 3:15).

Ohne jetzt auf jede Einzelheit in dieser Prophezeiung eingehen zu wollen; mit "Er" ist der Messias gemeint, der eines Tages dem Teufel "den Kopf zermalmen", das heißt, ihn für immer vernichten wird. Dann wird es seinen üblen Einfluss nicht mehr geben und ein neues Zeitalter wird anbrechen.

Die Zustände, die dann unter der Menschheit herrschen werden, werden im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung wie folgt beschrieben: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese Worte wahr geworden sind, dann wird sich auch die millionenfach geäußerte Bitte des Vaterunser erfüllt haben: "Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde" (Matthäus 6:10). Dann wird es niemanden mehr geben, der die Umwelt verschmutzt oder sonst irgend etwas Schlechtes tut. Unter göttlichem Einfluss wird es dann auch gelingen, dass der Mensch schließlich wieder zum "Ebenbild Gottes" zurückkehrt, d.h. seine Vollkommenheit wiedererlangen wird.

Jeder, der diese Zeit einmal erleben möchte, muss allerdings schon heute etwas tun: Gott kennenlernen und seinen Willen tun. Diejenigen, die sich für diesen Weg entschieden haben, empfinden ihn nicht als eine Bürde, sondern sehen darin den besten Lebensweg, der ihnen den wahren Sinn des Lebens und dauerhaftes Glück vermittelt.

Sorry, dass die Antwort so lang geworden ist!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Leon,

erst einmal möchte ich auf Deine Hauptfrage eingehen, ob Du irgendwann einmal in die Hölle kommen wirst. Die Antwort aus der Bibel: Definitiv nein! Es stimmt zwar, dass in vielen Bibelübersetzungen das Wort "Hölle" erscheint, doch gibt dieser Begriff nicht richtig die Bedeutung der zugrundeliegenden Wörter aus den Ursprachen der Bibel wieder.

An vielen Stellen, wo in manchen Bibeln das Wort "Hölle" gebraucht wird, ist nichts weiter als das Grab gemeint. Wenn in Zusammenhang mit der Bestrafung von bösen Menschen von einem Feuer gesprochen wird, ist damit kein buchstäbliches Feuer gemeint, sondern dort steht Feuer als ein Symbol ewiger Vernichtung (nicht ewiger Qual)!

Das ist auch in Übereinstimmung mit dem, was die Bibel über den Zustand der Toten sagt. Dort steht z.B.:"Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist. Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet!

Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7).

Egal, welche Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

Auf Deine zweite Frage, was Du tun musst, um Jesus zu akzeptieren, werde ich in einer speraten Antwort eingehen.

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Younervous,

der Alltag in der Schule wird von vielen Kindern und Jugendlichen wegen dem vielen Stress oft als sehr belastend empfunden. Lehrer treiben die Schüler zu Höchstleistungen an, wovon Du ja sicher auch ein Lied singen kannst. Was könntest Du tun, um mit dem Stress besser umzugehen und aus Deiner Situation das Beste zu machen?

Zunächst einmal wäre es unrealistisch zu denken, Stress in der Schulzeit ließe sich völlig vermeiden. Es kommt allerdings auf das Ausmaß an. Manchmal fühlt man sich eben von allem überfordert und den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Was kann man dann tun, um die Lage wenigstens zu verbessern?

Finde z.B. heraus, wann und wie der Stress entsteht. Analysiere als nächstes, welche Stressfaktoren Dich am meisten belasten. Sind es die Hausaufgaben, die bevorstehenden Klassenarbeiten, die hohen Erwartungen, die Deine Eltern, Deine Lehrer, oder auch Du selbst an Dich stellst?

Wenn es beispielsweise um die Hausaufgaben geht, könntest Du einmal Deine Lerngewohnheiten unter die Lupe nehmen. Wie sieht es mit einer guten Zeiteinteilung aus? Werden die Hausaufgaben hinten angeschoben oder haben sie in Deiner Zeiteinteilung oberste Priorität?

Ein guter Tipp wäre auch, die Stressauslöser in zwei Kategorien einzuteilen. Welche hast Du selbst in der Hand und an welchen kannst Du nichts ändern? Konzentriere Dich am besten auf die Probleme, die Du lösen kannst, statt Dir all zu sehr Deinen Kopf über die unlösbaren Probleme zu zerbrechen. Dann gehe gezielt an die Probleme heran und schiebe sie nicht lange vor Dir her.

Es gibt noch etwas, was Dir helfen kann, den Stress zu reduzieren: Bitte um Hilfe und Unterstützung! Versuche nicht, Deine Sorgen alleine zu tragen. Wann immer möglich, sprich auch mit Deinen Eltern und Deinem Vertrauenslehrer darüber und bitte sie um Lösungsvorschläge.

Hier noch ein kleiner Tipp: Weißt Du, dass Du besser mit Stress umgehen kannst und Deine Gedächtnisleistung steigerst, wenn Du genügend Schlaf bekommst? Für einen jungen Menschen in der Schulzeit sind 8-10 Stunden Schlaf angemessen.

Falls Du an Gott glaubst, könnte auch der folgende Gedanke Dich ermutigen. In der Bibel werden Christen aufgefordert: "Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch" (1. Petrus 5:7, Hoffnung für alle). Viele glauben zwar heutzutage nicht mehr daran, dass sich Gott für uns Menschen interessiert, doch der eben zitierte Text zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist! Vielen Jugendlichen hat ein enges Verhältnis zu Gott geholfen, mit den heutigen Problemen und dem Stress besser fertig zu werden.

Ich wünsche Dir, dass Du die eine oder andere Verbesserung erreichen kannst und Du Dich künftig nicht mehr so sehr gestresst fühlst! Alles Gute!

LG Philipp

...zur Antwort

Hallo Luicie,

vor allem als junger Mensch macht man sich total viele Gedanken, wie man äußerlich auf andere wirkt, und das ist auch grundsätzlich nicht verkehrt! Fast jeder möchte attraktiv und bei anderen beliebt sein. Doch besteht auch die Gefahr, dass man es damit übertreibt und denkt, dass allein das Äußere darüber bestimmt, ob man bei anderen gut ankommt oder nicht.

Wenn es um das Aussehen geht, hat man einiges selbst in der Hand, anderes nicht. Zum Beispiel macht es schon eine Menge aus, ob und wie man gepflegt ist und ob man geschmackvolle und saubere Kleidung trägt. Worüber man allerdings nicht bestimmen kann, sind bestimmte Körpermerkmale wie Größe, teilweise das Gewicht, die Haut und das Gesicht, um nur einiges zu nennen. Manchmal sind auch bestimmte Krankheiten mit im Spiel, die das Aussehen negativ beeinflussen können.

Bedenke jedoch bitte, dass ein Mensch sich nicht allein über sein Äußeres definiert! Was vielen nicht wirklich klar ist, wie wichtig die Ausstrahlung ist! Mit einer positiven Ausstrahlung kann man vieles wettmachen, was einem auf der rein körperlichen Ebene (z.B. zu geringe Körpergröße, Übergewicht etc.)versagt bleibt. Was gehört alles dazu?

Eine gute Ausstrahlung bekommt man, wie das Wort schon sagt, vor allem dann, wenn man eine positive Lebenseinstellung hat, die sich zum Beispiel in strahlenden Augen und einem Lächeln zeigt. Wer begegnet nicht gerne einem Menschen, der ihn freundlich anlächelt?

Das Gleiche trifft auf das Interesse an anderen zu. Wenn diejenigen, mit denen ich Kontakt habe, merken, dass ich mich für sie interessiere und ihnen dabei offen, interessiert und freundlich in die Augen blicke, steigt automatisch meine Attraktivität. Auch die Art und Weise, wie ich mich bewege und spreche, zählen mit zur Ausstrahlung. Zum Beispiel wird es in der Regel sehr geschätzt, wenn man laut (doch nicht zu laut) und deutlich und nicht zu schnell spricht.

Und nicht zuletzt geht es auch um unsere Manieren. Ja, Du hast richtig gelesen, auch in unserer Zeit zählen noch immer gute Manieren! Beispiel: Lasse ich die anderen ausreden und falle ihnen nicht ins Wort? Bin ich höflich und bescheiden, oder versuche ich immer im Mittelpunkt zu stehen? Benehme ich mich in Alltagssituationen rücksichtsvoll und eher zurückhaltend, oder bin ich in erster Linie auf meinen eigenen Vorteil bedacht?

Wie Du siehst, gibt es eine ganze Menge, das Du selbst in der Hand hast und was entscheidend darüber bestimmt, ob Du bei anderen beliebt bist oder nicht. Dabei ist das Äußere eher zweitrangig.

Wenn Du an Gott glauben solltest, dann denke daran, dass er sich ebenfalls weniger für Dein Äußeres interessiert, als vielmehr für Deine inneren Werte. In der Bibel steht: „ Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; [Gott] aber, er sieht, wie das Herz ist“ (1. Samuel 16:8).

Achte daher hauptsächlich darauf, was Du für ein Mensch innerlich bist, und Du kannst Dir sicher sein, dass das von anderen nicht unbemerkt bleiben wird. Und dann wird für Dich das rein Äußerliche nicht mehr einen so hohen Stellenwert haben wie bisher.

LG Philipp

...zur Antwort