Hallo iloveuguys,

nein, das ist ganz sicher nicht normal! Was hinter Deinen Selbstmordgedanken tatsächlich steckt, kann hier niemand beurteilen! Um feststellen zu lassen, was mit Dir nicht stimmt, kann ein Besuch beim Arzt sehr hilfreich sein. Das könnte zunächst Dein Hausarzt sein, der Dich ggf. an einen Facharzt bzw. Therapeuten überweisen kann.

Wichtig ist, dass Du Deine Gedanken und Gefühle selbst ernst nimmst und möglichst rasch etwas unternimmst! Falls Du noch bei Deinen Eltern wohnst, wäre es sicher wichtig, auch mit ihnen ganz offen zu sprechen. Vielleicht können sie Dir ja besser helfen, als Du Dir im Moment denkst!

Auf keinen Fall aber ist es gut, alles in sich hineinzufressen! Wenn man Sorgen hat, braucht man einfach jemanden, der gut zuhören und sich mitfühlend in die Lage anderer hineindenken kann. Allein schon mit jemanden, der einen ernst nimmt, über seine Gefühle zu sprechen, kann schon eine heilende Wirkung haben!

Darüber hinaus gibt es auch offizielle Stellen, an die Du Dich wenden kannst. Eine sehr häufig genutzte Krisen-Hotline ist die Telefon-Seelsorge. Hier sprichst Du nicht mit einem "Seelsorger", sondern mit fachlich geschulten Leuten, die Menschen in verschiedensten Krisen Rede und Antwort stehen können. Hier sind drei Nummern, die Du anwählen kannst:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Wenn Du dort nicht sogleich durchkommst, so versuche es zu verschiedenen Zeiten! Es kann sein, dass diese Nummern zu den Stoßzeiten überlastet sind.

Ebenso anonym und kostenlos (vom Handy und vom Festnetz) ist die Nummer gegen Nummer: 116 111. Die Telefon-Sprechzeiten sind von Montag bis Samstag von 14.00-20.00 Uhr. Und hier gibt es eine Übersicht über Krisen-Notdienste: http://www.internet-notruf.de/

Wie Du siehst, Du wirst mit Deinen Problemen nicht allein gelassen! Du magst es anfangs für schwer bis unmöglich halten, mit jemandem über Deine Probleme zu sprechen. Doch wenn Du merkst, dass Dich Dein Gesprächspartner versteht, mag es Dir leichter fallen, Dich zu öffnen. Und ist das Eis erst einmal gebrochen, magst Du es als sehr erleichternd empfinden, Dich jemandem mitgeteilt zu haben!

Ich weiß ja nicht, wie Du dazu stehst, doch falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott sieht genau, womit Du zu kämpfen hast, und Du bist ihm nicht gleichgültig! Du denkst vielleicht: Wie kann man da sicher sein? In der Bibel steht: "Du hast mein Elend gesehen. Du kennst meinen großen Kummer" (Psalm 31:7, NW 2013).

Aber sieht denn Gott nur zu, wenn wir leiden und tut nichts? Ganz bestimmt nicht. Er sichert denen, die sich im Glauben an ihn wenden, folgendes zu: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist das nicht ein ergreifender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du bald einen Weg aus der Krise findest und Du wieder fröhlich sein kannst! Und denke bitte daran, dass Menschen da sind, die Dir helfen können und wollen! Du stehst also nicht allein da! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo IchhabeFragenn,

um wirklich etwas zu verändern, reicht es nicht, nur an der Oberfläche zu bleiben. Doch Mühe und Anstrengung, wenn sie in die richtige Richtung gehen, lohnen sich immer! Du könntest zuerst einmal überleben, wo evtl. die Ursachen für Deinen Mangel an Selbstbewusstsein liegen könnten.

Es kann zum Beispiel an verkehrten Selbstwahrnehmung liegen. Vielleicht hast Du es Dir angewöhnt, mehr Deine schlechten als Deine guten Seiten zu sehen, wodurch ein verzerrtes Selbstbild entstanden ist. Eine andere Ursache könnte sein, dass Du in der Vergangenheit außergewöhnlich viel Kritik einstecken musstest und selbst mal ein Lob kam.

Ein erster Schritt könnte sein, wenn Du versuchst, wertvolle Eigenschaften und Fähigkeiten an Dir besser wahrzunehmen! Vielleicht musst Du erst eine Weile nachdenken, um Deine Vorzüge zu entdecken. Doch ich bin mir sicher, dass es auch bei Dir ein paar Dinge gibt, die Dich zu einem besonderen Menschen machen!

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl liegt auch darin, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Könnte das vielleicht genau Dein Problem sein? Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Deiner Fähigkeiten kritisierst oder runter machst. Tu das nicht weiter! Selbstkritik kann zwar grundsätzlich hilfreich sein, doch wenn man wie Du wenig Selbstvertrauen hat, sollte man damit erst einmal sehr zurückhaltend sein.

Viele haben einen inneren Kritiker in sich, doch kann man letztendlich selbst bestimmen, wie groß man diesen Kritiker werden lässt. Es bringt einen nämlich nicht weiter, sich selbst immer wieder schlechtzumachen. Im Gegenteil: man beraubt sich so mehr und mehr seiner Selbstachtung und das Selbstwertgefühl rutscht in den Keller!

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dir wegen Kleinigkeiten Vorwürfe zu machen, wäre es dagegen viel besser, wenn Du auf Deine Fehler eher verständnisvoll und wohlwollend reagierst. Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto mehr Selbstvertrauen wirst Du aufbauen können! Wenn Du aber mehr auf Deine Fehler und Unzulänglichkeiten schaust, fällt es Dir sehr schwer, Dich in einem ausgeglichenen Licht zu sehen.

Lässt Du Dich durch das, was andere über Dich sagen, leicht verunsichern? Dagegen kannst Du etwas tun: Wenn Dich z.B. jemand heruntermacht oder sonst wie respektlos behandelt, brauchst Du das nicht einfach so hinnehmen. Du kannst demjenigen in sachlichem aber bestimmtem Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten oder Reden nicht gefällt.

Ein guter Schritt in Richtung zu mehr Selbstvertrauen wäre, wenn Du in Dir selbst, statt in anderen Sicherheit suchst. Ansonsten machst Du Dich sehr leicht von dem Urteil anderer abhängig. Denke immer daran, dass Deine Meinung genauso viel zählt wie die der anderen! Und wenn Du meinst, alle anderen seien besser als Du, dann stelle gedanklich eine Weiche, die Dich in eine andere Richtung lenkt! Je öfter Du nämlich diese falschen Gedanken hast, umso mehr wird er sich in Deinem Kopf festsetzen!

Besser wäre es, wenn Du lernst, auf Dein eigenes Können und auf Dein eigenes Urteilsvermögen zu vertrauen und eigenständige Entscheidungen triffst. Bleibe aber dennoch für Kritik offen und sei bereit, Dich, falls nötig, zu korrigieren. So übernimmst Du mehr Eigenverantwortung, was sich wiederum positiv auf Dein Selbstbewusstsein auswirken kann.

Kommen wir noch einmal auf die Kritik anderer zu sprechen, die ja an Deinem Selbstwertgefühl ziemlich kratzen kann. Sofern es um sachliche Kritik geht, brauchst Du Dich als ganzer Mensch verurteilt zu fühlen! Denke stattdessen darüber nach, wie Dich die Kritik nach vorn bringen kann.

Uns sollte Dich jemand wegen Deines Aussehens oder Deines Verhaltens kritisieren, dann sieh das als seine persönliche Meinung. Andere Menschen mögen die Sache schon wieder ganz anders sehen. Es gibt keinen Grund, sich wegen irgendwelcher dummen Sprüche verunsichern zu lassen!

Ein guter Tipp, um Dein Selbstbewusstsein zu stärken ist es, den Mut aufzubringen, auch einmal nein zu sagen. Manchmal verlangen andere von einem Dinge, wovon man genau weiß, dass sie einem entweder nicht gut tun oder sie einen überfordern könnten. Hier ist dann ein klares Nein angebracht. Du bist nicht der Erfüller der Forderungen und Wünsche anderer! Denn wenn Du versuchst, es allen Recht zu machen, bleibst Du am Ende selbst auf der Strecke!

Dann möchte ich noch einen wichtigen Punkt anführen, der eng mit dem Selbstbewusstsein in Verbindung steht. Es geht um die persönliche Ausstrahlung, also wie Du auf Deine Umgebung wirkst. Das fängt z. B. damit an, welche Körperhaltung Du einnimmst oder auch, was Du anderen durch Deine Mimik und Gestik zum Ausdruck bringst.

Wenn Du zum Beispiel Deinen Körper aufrichtest, strahlst Du mehr Selbstbewusstsein aus, was wiederum Rückwirkungen auf Deine Gefühle hat. Auch das Sprechen kann ausschlaggebend sein. Versuche Dir durch ausreichend lautes und deutliches Sprechen bei anderen Gehör zu verschaffen. Halte das, was Du zu sagen hast, nicht für unwichtig oder unbedeutend! Auch Deine Meinung zählt, nicht nur die der anderen!

Du siehst also, es gibt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten, an seinem Selbstvertrauen gezielt zu arbeiten. Sei nicht entmutigt, wenn sich Fortschritte nicht so schnell einstellen, wie Du es Dir wünschst. Mehr Selbstvertrauen zu entwickeln gleicht, wie anfangs gesagt, einem Dauertraining. Doch wenn Du nicht aufgibst, wirst Du positive Veränderungen an Dir wahrnehmen können.

Und noch ein letztes Wort: Falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott hält Dich persönlich für wichtig! Ja, jeder Einzelne bedeutet ihm etwas und er nimmt sich gern der Menschen an, die niedergeschlagen und bedrückt sind. Das wird an einigen Stellen in der Bibel sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Hier heißt es z.B.: "Ich, der Hohe und Erhabene...wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung“ (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle). Tut es nicht gut, zu wissen, dass sich Gott um diejenigen kümmert, die aufgrund verschiedener Lebensumstände niedergedrückt sind? Eine Hilfe kann für Dich sein, wenn Du ihm im Gebet alles sagst, was Dir auf dem Herzen ist!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit Hilfe dieser Tipps gelingt, nach und nach mehr Selbstwertgefühl aufzubauen! Setze Dich nicht unter Druck, da eben alles eine bestimmte Zeit braucht, besonders wenn es ums Denken und Fühlen geht!

LG Philipp

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Hallo CoverSK,

erst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass ein Mangel an Selbstvertrauen durch Lernerfahrungen in der Kindheit entstehen kann! Andere haben Dir evtl. nicht das Gefühl vermittelt, gut, wertvoll und liebenswert zu sein. Dadurch ist ein unausgewogenes Selbstbild entstanden. Damit brauchst Du jedoch nicht für den Rest Deines Lebens herumlaufen! Was Du daran ändern und verbessern kannst, will ich Dir nachfolgend gern darlegen.

Ein guter Tipp wäre z.B., wenn Du Dir eine Liste mit positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen von Dir anfertigst. Vielleicht musst Du ja eine Zeit lang überlegen, da Du es ja eher gewohnt bist, Kritikpunkte an Dir zu finden. Doch je mehr Du an Pluspunkten bei Dir ausfindig machst, desto leichter fällt es Dir, Dich in einem positiveren Licht zu sehen.

Was die Selbstachtung auch sehr stärkt ist, wenn Du Dir jeden Abend vor Augen führst, was Du an dem vergangenen Tag gut gemacht hast. Konzentriere Dich nicht auf das, was evtl. schief gelaufen ist - schließlich macht ja jeder Fehler. Richte Deinen Fokus hingegen auf das, was Dir gut gelungen ist, selbst wenn Du meinst, es sei doch eigentlich unbedeutend.

Bei dieser Übung geht es also darum, von dem selbstkritischen und selbst verurteilenden Denken weg zu kommen. Oder mit anderen Worten: Ersetze negatives Denken durch positive Gedanken! Das geht nicht in einem Schritt, sondern muss immer und immer wieder eingeübt werden.

Ganz wichtig ist es, nachsichtig mit sich und seinen Fehlern umzugehen. Vielleicht ist Dir im Laufe des Tages etwas schief gegangen oder Du hast nicht annähernd das erreicht, was Du Dir vorgenommen hast. Bringt es Dich wirklich weiter, wenn Du jetzt zornig auf Dich bist? Das wäre so, als ob Du Salz in Deine Wunden streust.

Sei doch vielmehr wohlwollend und verständnisvoll zu Dir! Behandle Dich so, wie Du einen guten Freund behandeln würdest. Alles andere zieht Dich nur wieder nach unten! Lerne Dich so anzunehmen, wie Du bist, mit Deinen Fehlern und Schwächen (was natürlich nicht heißen soll, dass Du aufhörst, an Dir zu arbeiten).

Wenn Du das Gefühl hast, in Deinem Leben nicht erfolgreich zu sein, dann mache Dir klar, dass man nur dann wirklich weiterkommt, wenn man sich in Aktion setzt. Niemandem fällt so einfach etwas in den Schoß. Auch die Erfolgreichen müssen sich bewusst anstrengen und setzten Zeit und Kraft ein, um ihre Ziele zu erreichen, womit wir beim nächsten Punkt wären.

Es ist wichtig, sich nicht nur dahintreiben zu lassen, sondern sich erreichbare Ziele zu setzen! Tust Du das nicht, dann werden das andere für Dich tun. Wenn Du die Erfahrung machst, von Dir selbst gewählte Ziele zu verfolgen, gibt Dir das einfach ein gutes Gefühl und stärkt Dein Selbstvertrauen.

Solltest Du ein Ziel auch nicht erreichen, ist das kein Grund, sich als Versager zu sehen. Jeder scheitert irgendwann in seinem Leben. Dann heißt es, wieder aufzustehen und ein anderes Ziel zu wählen und daran zu arbeiten, es zu erreichen.

Jemand, der mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hat, schreckt leicht davor zurück, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Ein Grund mag darin liegen, Angst zu haben, in einer neuen Aufgabe zu versagen.

Auch wenn die Möglichkeit des Scheiterns besteht, kann es doch durchaus sein, dass Du die Aufgabe erfolgreich meisterst. Je mehr Erfolgserlebnisse Du in Deinem Leben sammelst, desto größer wird Dein Selbstvertrauen werden! Nimm Dir also nicht selbst von vornherein die Chance, positive Erfahrungen zu machen!

Zum Schluss noch ein Gedanke, der Dich ermuntern kann, falls Du an Gott glaubst. Was meinst Du: Liebt Gott mehr diejenigen, die vor Selbstbewusstsein strotzen oder eher die Bescheidenen und Zurückhaltenden?

Die Antwort der Bibel: " Der Herr ist groß, und doch sorgt er für die Demütigen, von den Stolzen aber hält er sich fern " (Psalm 138:6, Neues Leben.Die Bibel). Will man Gott näher kommen, dann ist also eher Bescheidenheit gefragt. Es sollte daher nicht unbedingt Dein Ziel sein, übermäßig selbstbewusst zu sein, sondern ein gesundes Mittelmaß anzustreben.

Wie Du siehst, gibt es viel, was Du in Deiner Einstellung zu Dir selbst tun kannst. Bedenke, dass sich Änderungen in der Persönlichkeit nur langsam vollziehen. Daher ist Ausdauer gefragt!

Selbstwertgefühl zu entwickeln gleicht einem ausdauernden Training. Wenn Du also nicht schnell aufgibst und täglich an Dir arbeitest, wirst Du allmählich positive Änderungen feststellen. Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und gutes Gelingen!

LG Philipp

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Hallo Julian,

zweifellos kann man mit einem ständigen Mangel an Selbstwertgefühl nur schwer leben! Um ausgeglichen und zufrieden mit sich zu sein, braucht man eine gewisse innere Sicherheit und Stabilität. Fehlen diese auf Dauer, dann hat man Schwierigkeiten mit sich selbst und damit, mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.

An diesem Zustand kann man jedoch etwas ändern! Zunächst wäre es aber wichtig, die Sache einmal ein wenig zu durchdenken und von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

Manche scheinen vor Selbstvertrauen geradezu zu strotzen und werden von anderen darum beneidet. Ist das aber wirklich wünschenswert? Nicht unbedingt!

Wer ein übersteigertes Selbstvertrauen hat, macht zum einen schneller Fehler, da er es nicht gewohnt ist, sich zu hinterfragen, und zum anderen nimmt er die Belange der ihn umgebenden Menschen nicht so leicht wahr. Das kann ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen und trägt nicht unbedingt zu einem harmonischen Miteinander bei.

Du siehst also, dass ein sehr starkes Selbstbewusstsein nicht unbedingt erstrebenswert ist. Hin und wieder Selbstzweifel zu haben, kann nämlich auch seine Vorteile haben. Man fährt dann nicht so leicht wie ein D-Zug nur in eine bestimmte Richtung, sondern man ist eher bereit, sich zu korrigieren und Änderungen vorzunehmen. Das bringt einen im Leben letztendlich weiter!

Wichtig ist also, in jedem Fall auf Ausgeglichenheit bedacht zu sein! Und sei Deinen Erwartungen an Dich selbst realistisch. Jeder hat eine andere Vergangenheit und unterschiedliche Lebenserfahrungen, die ihn geprägt haben.

Außerdem hat man bestimmte Charaktermerkmale und Eigenschaften vererbt bekommen. Man kann also nicht erwarten, sich völlig umkrempeln und ein ganz anderer Mensch werden zu können. Dennoch lassen sich auf jeden Fall Verbesserungen erzielen! Aber wie?

Wenn man mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hat, redet man sich oft ein, die eigenen Leistungen seien nicht gut genug und die der anderen seien doch viel besser. Wenn es Dir auch so ergeht, dann frage Dich doch einmal: "Stimmt das wirklich? Bin ich tatsächlich so schlecht, oder sehe ich mich nur so?"

Du machst Dich selbst runter, wenn Du Deine Leistungen immer nur kleinredest! Denke doch einmal an das, was Du besonders gut kannst, vielleicht sogar besser als die meisten anderen. Das könnte im Bereich der Schule, im Beruf oder in einem Hobby sein.

Es muss ja auch nicht immer nur um Können und um Leistung gehen. Vielleicht bist Du ja ein sehr einfühlsamer Mensch, der sich leicht in die Lage anderer hineinversetzen kann oder nimmst Stimmungen schneller und intensiver wahr als andere. Es mag auch sein, dass Du besonders hilfsbereit bist und immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer hast. Sind das nicht schon viele Pluspunkte?

Wie dem auch sei, es geht darum, dass Du Deine Augen für all Deine guten Seiten öffnest, die Du zweifellos besitzt! Sieh nicht immer nur auf Deine Fehler und Dein Versagen! Bedenke, dass jeder Fehler macht und hier und da auch mal versagt. Das ändert jedoch nichts an dem eigentlichen Wert einer Person!

Wusstest Du, dass selbst große Persönlichkeiten mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hatten? Mir fällt da z.B. der biblische Moses ein (bin eben jemand, der noch an Gott glaubt). Der Bericht in der Bibel zeigt, dass Gott ihn dazu gebrauchte, sein mehrere Millionen zählendes Volk aus dem Land Ägypten herauszuführen und zahlreiche Wunder zu wirken. Dennoch fühlte er sich zunächst dieser Aufgabe überhaupt nicht gewachsen!

Er sagte zu Gott: "Entschuldige, Jehova, aber ich bin kein gewandter Redner, weder seit gestern noch seit vorher, noch seitdem du zu deinem Knecht redest, denn ich bin schwerfällig von Mund und schwerfällig von Zunge" (2. Mose 4:10). Weißt Du, wie alt Moses war, als er das sagte? Etwa 80 Jahre! Obwohl er sich mit seiner Aufgabe restlos überfordert fühlte, ließ er sich darauf ein und wurde schließlich ein sehr erfolgreicher Führer!

Dieses Beispiel zeigt, dass man auch einmal etwas wagen sollte. Neue Herausforderungen anzunehmen und sie zu meistern, kann sehr stärkend sein und sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken. Aber auch hierbei sollte man realistisch bleiben und nicht etwas auf sich nehmen, das keine wirkliche Aussicht auf Erfolg hat!

Du siehst, dass es Möglichkeiten gibt, sich in eine positive Richtung zu verändern und zu mehr Selbstvertrauen zu gelangen. Das alles braucht aber Zeit. Je mehr und je intensiver Du aber an Dir arbeitest, desto schneller und größer werden Deine Erfolge sein!

LG Philipp

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Hallo TrinaFinchen,

ich kann Dir nur raten, ärztliche Hilfe zu suchen! Du könntest zu Deinem Hausarzt gehen, der vermutlich gewisse Erfahrungen in der Behandlung depressiver Patienten gesammelt hat. Es mag sein, dass er Dich erst einmal krank schreibt, damit Du innerlich wieder zur Ruhe kommen kannst. Stress ist nämlich das, was Du momentan ganz sicher nicht gebrauchen kannst!

Was ich Dir nun nachfolgend schreibe, ist grundsätzlicher Natur, und es mag einiges auf Deine spezielle Situation nicht genau passen. Vielleicht findest Du hier aber Anregungen, die Dir etwas von Deiner Zuversicht zurückgeben mögen.

Zum Beispiel wäre es durchaus hilfreich, mit jemandem, dem Du vertraust (evtl. Deine Eltern), offen über Deine Empfindungen zu sprechen. Allein das Reden kann schon eine heilsame Wirkung haben!

Wenn Dein Gesprächspartner Dich versteht und mit Dir mitfühlt, wird es Dir ganz bestimmt leichter ums Herz werden. Auch frage Dich immer, was Du verbessern kannst, selbst wenn es nur relativ kleine Dinge sind. Aktiv zu werden nimmt einem das Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit.

Wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nicht immer nur über die Krise und über das, was sie verursacht hat, nachdenkst. Richte Deinen Sinn auf die vielen kleinen schönen Dinge im Leben: das Singen der Vögel, ein prächtiger Sonnenuntergang, ein leckeres Essen, die gemütliche Tasse Kaffee usw. Manchmal verliert man den Blick dafür und nimmt sie als zu selbstverständlich, ohne sich wirklich daran zu erfreuen.

Bedenke, dass das Leben aus mehr als nur aus Sorgen besteht! Die vielen kleinen Freuden im Leben wahrzunehmen hilft einem, manches aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Wenn Du den Eindruck hast, alles wachse Dir über den Kopf, dann gestehe Dir ein, dass Du Hilfe brauchst. Hilfe zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil! Hier ist eine kleine Auswahl von Anlaufstellen, die Dir vielleicht weiterhelfen können:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

Es mag sein, dass Du Dich im Moment ziemlich schwach und mit allem überfordert fühlst. Da kann es Dir helfen, wenn Du Dich an Deine alten Stärken erinnerst. Denke z.B. darüber nach, was Du bisher schon alles bewältigt hast und was Dir in Deinem Leben gut gelungen ist. Das hilft Dir dabei, zu erkennen, dass Du auch jetzt nicht völlig hilflos bist.

In Dir steckt wahrscheinlich mehr, als Du Dir im Moment zutraust. Knüpfe daher an Deine früheren Leistungen und Erfahrungen an und Du wirst erkennen, dass Du in Wirklichkeit gar nicht so schwach bist.

Auch wenn für Dich im Moment alles grau und trübe aussieht, bedenke, dass das nicht für immer so bleiben muss! Dinge verändern sich und es mag sein, dass Du in einigen Monaten das, was Dich gerade so herunterzieht, nicht mehr als ganz so schlimm ansiehst. Oder es mag sein, dass es Dir gelungen ist, das eine oder andere Problem besser zu bewältigen. Es gibt also keinen Grund, in Trübsal und Hoffnungslosigkeit zu versinken!

Wenn Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass er von Deinen Problemen weiß und er Dir gern helfen möchte. In der Bibel lässt er den Niedergedrückten sagen: "Ich, der Hohe und Erhabene, der ewige und heilige Gott, wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung" (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle).

Wie aber kann Gott Dir neuen Mut geben? Wenn Du Dich ihm zuwendest, in seinem Wort liest und darüber nachdenkst! Darin findest Du viele tröstende Gedanken. Ich denke da z.B. an die Psalmen, die größtenteils von Menschen geschrieben wurden, die sich zeitweise in auswegloser Lage befanden, dann aber die Erfahrung machten, dass Gott ihnen oft auf unerwartete Weise geholfen hat.

Ich wünsche Dir, dass es trotz allem, was Du gerade durchmachst, in Deinem Leben bald wieder bergauf geht! Auch wenn es momentan noch sehr schwer ist, denke bitte daran, dass auch die längste Krise irgendwann überwunden ist. Beachte die genannten Tipps und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass irgendwann nicht mehr alles so hoffnungslos aussieht!

LG Philipp

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Hallo Mila1601,

zweifellos kann man mit einem ständigen Mangel an Selbstwertgefühl nur schwer leben! Um ausgeglichen und zufrieden mit sich zu sein, braucht man eine gewisse innere Sicherheit und Stabilität. Fehlen diese auf Dauer, dann hat man Schwierigkeiten mit sich selbst und damit, mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.

An diesem Zustand kann man jedoch etwas ändern! Zunächst wäre es aber wichtig, die Sache einmal ein wenig zu durchdenken und von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

Manche scheinen vor Selbstvertrauen geradezu zu strotzen und werden von anderen darum beneidet. Ist das aber wirklich wünschenswert? Nicht unbedingt!

Wer ein übersteigertes Selbstvertrauen hat, macht zum einen schneller Fehler, da er es nicht gewohnt ist, sich zu hinterfragen, und zum anderen nimmt er die Belange der ihn umgebenden Menschen nicht so leicht wahr. Das kann ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen und trägt nicht unbedingt zu einem harmonischen Miteinander bei.

Du siehst also, dass ein sehr starkes Selbstbewusstsein nicht unbedingt erstrebenswert ist. Hin und wieder Selbstzweifel zu haben, kann nämlich auch seine Vorteile haben. Man fährt dann nicht so leicht wie ein D-Zug nur in eine bestimmte Richtung, sondern man ist eher bereit, sich zu korrigieren und Änderungen vorzunehmen. Das bringt einen im Leben letztendlich weiter!

Wichtig ist also, in jedem Fall auf Ausgeglichenheit bedacht zu sein! Und sei Deinen Erwartungen an Dich selbst realistisch. Jeder hat eine andere Vergangenheit und unterschiedliche Lebenserfahrungen, die ihn geprägt haben.

Außerdem hat man bestimmte Charaktermerkmale und Eigenschaften vererbt bekommen. Man kann also nicht erwarten, sich völlig umkrempeln und ein ganz anderer Mensch werden zu können. Dennoch lassen sich auf jeden Fall Verbesserungen erzielen! Aber wie?

Wenn man mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hat, redet man sich oft ein, die eigenen Leistungen seien nicht gut genug und die der anderen seien doch viel besser. Wenn es Dir auch so ergeht, dann frage Dich doch einmal: "Stimmt das wirklich? Bin ich tatsächlich so schlecht, oder sehe ich mich nur so?"

Du machst Dich selbst runter, wenn Du Deine Leistungen immer nur kleinredest! Denke doch einmal an das, was Du besonders gut kannst, vielleicht sogar besser als die meisten anderen. Das könnte im Bereich der Schule, im Beruf oder in einem Hobby sein.

Es muss ja auch nicht immer nur um Können und um Leistung gehen. Vielleicht bist Du ja ein sehr einfühlsamer Mensch, der sich leicht in die Lage anderer hineinversetzen kann oder nimmst Stimmungen schneller und intensiver wahr als andere. Es mag auch sein, dass Du besonders hilfsbereit bist und immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer hast. Sind das nicht schon viele Pluspunkte?

Wie dem auch sei, es geht darum, dass Du Deine Augen für all Deine guten Seiten öffnest, die Du zweifellos besitzt! Sieh nicht immer nur auf Deine Fehler und Dein Versagen! Bedenke, dass jeder Fehler macht und hier und da auch mal versagt. Das ändert jedoch nichts an dem eigentlichen Wert einer Person!

Wusstest Du, dass selbst große Persönlichkeiten mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hatten? Mir fällt da z.B. der biblische Moses ein (bin eben jemand, der noch an Gott glaubt). Der Bericht in der Bibel zeigt, dass Gott ihn dazu gebrauchte, sein mehrere Millionen zählendes Volk aus dem Land Ägypten herauszuführen und zahlreiche Wunder zu wirken. Dennoch fühlte er sich zunächst dieser Aufgabe überhaupt nicht gewachsen!

Er sagte zu Gott: "Entschuldige, Jehova, aber ich bin kein gewandter Redner, weder seit gestern noch seit vorher, noch seitdem du zu deinem Knecht redest, denn ich bin schwerfällig von Mund und schwerfällig von Zunge" (2. Mose 4:10). Weißt Du, wie alt Moses war, als er das sagte? Etwa 80 Jahre! Obwohl er sich mit seiner Aufgabe restlos überfordert fühlte, ließ er sich darauf ein und wurde schließlich ein sehr erfolgreicher Führer!

Dieses Beispiel zeigt, dass man auch einmal etwas wagen sollte. Neue Herausforderungen anzunehmen und sie zu meistern, kann sehr stärkend sein und sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken. Aber auch hierbei sollte man realistisch bleiben und nicht etwas auf sich nehmen, das keine wirkliche Aussicht auf Erfolg hat!

Du siehst, dass es Möglichkeiten gibt, sich in eine positive Richtung zu verändern und zu mehr Selbstvertrauen zu gelangen. Das alles braucht aber Zeit. Je mehr und je intensiver Du aber an Dir arbeitest, desto schneller und größer werden Deine Erfolge sein!

LG Philipp

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Hallo IsotopGut24,

es gibt zwar Milliarden, die sich offiziell zum Christentum bekennen, doch bedeutet das dann automatisch, dass sie auch wirklich Christen sind? Vielleicht wäre es hilfreich, sich einmal zu überlegen, was das Christentum eigentlich ausmacht, um daraus abzuleiten, wer sich gem. den Worten Jesu tatsächlich auf dem "schmalen Weg zum Leben" befindet und wer nicht.

An Jesus zu glauben, ist zwar ein wichtiger Grundpfeiler christlichen Glaubens, doch gehört noch weitaus mehr dazu! Wenn man verstehen will, was einen Christen wirklich ausmacht, kommt man nicht umhin, sich etwas genauer mit dem zu beschäftigen, was Jesus hierüber sagte. Um die Antwort nicht zu lange werden zu lassen, möchte ich hier jedoch nur einige wesentliche Punkte herausgreifen.

Das wohl herausragendste Erkennungsmerkmal für einen Christen ist zweifellos die Liebe. Jesus brachte das mit den deutlichen Worten zum Ausdruck: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:35). Diese Art von Liebe auszuleben schließt natürlich vieles ein.

Wie weit diese Liebe geht und wie umfassend sie sein sollte, bracht Jesus einmal wie folgt zum Ausdruck: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe" (Johannes 15:12,13). Jesus hatte seinen Jüngern vorgelebt, was wahre Liebe bedeutet, ja dass sie sogar die Bereitschaft einschließen muss, für seine Brüder zu sterben.

Liebe darf sich also nicht allein in Worten oder in Mitleid erschöpfen. Sie zeigt sich vor allem durch selbstlose Taten. Die Bibel sagt: "Wenn jemand aber materiellen Besitz hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sich dennoch weigert, ihm Mitgefühl zu zeigen, wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm? 18 Liebe Kinder, wir sollten nicht nur mit Worten lieben, sondern auch in Tat und Wahrheit." (1. Johannes 3:17,18).

Wie dieser Text zeigt, ist die Liebe zu Gott unabdingbar mit der Liebe zu den Menschen verknüpft. Wenn also jemand behauptet, er liebe Gott und Jesus Christus, und es fehlt ihm an echter Nächstenliebe, dann sind seine Reden in Wirklichkeit hohl und leer. Demnach steht und fällt alles mit tätiger Nächstenliebe!

Außer der Liebe gibt es noch etwas, was jemanden als echten Christen kennzeichnet. Jesus sagte: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete" (Johannes 15:14). Ein wesentliches Gebot ist, wie gerade gezeigt, die Liebe zum Nächsten und seinen Brüdern. Doch Jesus misst jemanden, der sein Nachfolger zu sein behauptet auch daran, ob er sich auch an alle anderen Gebote hält.

Eines dieser wichtigen Gebote ist das, was Jesus kurz vor seiner Himmelfahrt seinen Jüngern als eine Art Vermächtnis hinterließ, als er ihnen gebot: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20).

Mit das Wesentlichste am Christentum ist nach wie vor das Verkünden des Evangeliums (oder der "guten Botschaft"). Das Predigen und Lehren war auch im Leben Jesu sehr wichtig, denn er predigte unermüdlich landauf und landab Gottes Königreich. Ja selbst in den schwersten Stunden seines irdischen Lebens, z.B. kurz vor seinem Tod, lehrte er anderen Gottes Wort und machte ihnen Mut!

Wenn jemand ein echter Nachfolger Jesu sein möchte, dann gehört demnach auch die Verkündigung des Wortes Gottes dazu. Eifriges Predigen und Lehren ist mit dem Ziel, Jünger zu machen, ist untrennbar mit dem wahrem Christentum verbunden!

Als letzten Punkt möchte ich das erwähnen, was eigentlich alles andere, auch die bereits erwähnten Dinge mit einschließt. Als man Jesus einmal fragte, welches das wichtigste Gebot im Gesetz sei, nannte er das erstes Gebot, nämlich Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Sinn und ganzer Kraft zu lieben (siehe Matthäus 22:37,38).

Somit ist die bedingungslose Liebe zu Gott das, was alles andere mit einschließt. Fehlt es an dieser Liebe, steht ein Christ in der Gefahr, lau zu werden und mag dann nur noch der Form halber an seinem Glauben festhalten.

Wenn Du all das bedenkst, hast Du dann den Eindruck, dass es sehr viele Menschen gibt, die genau das tun, was ich hier gerade anhand der Bibel dargelegt habe?

LG Philipp

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Hallo Xxxliebeeexx123,

Menschen definieren Glück sehr unterschiedlich. Oftmals wird Glück mit Geld, Besitz, Erfolg oder Gesundheit in Verbindung gebracht. Obwohl das alles eine gewisse Freude bereiten kann, ist wirkliches Glück doch etwas weitaus tiefer Gehendes!

Echtes Glück ist also durchaus möglich, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist echte Zufriedenheit. Schon in der Bibel steht, dass Geld und Besitz nur eine untergeordnete Rolle spielen, wenn es um Zufriedenheit und Glück geht.

Der biblische König Salomo schrieb : "Wer Silber liebt, wird nie von Silber satt, und wer Reichtum liebt, nie von Einkünften. Auch das ist Sinnlosigkeit" (Prediger 5:10). Mit anderen Worten, wer dem Geld hinterher jagt, wird nie genug davon bekommen und folglich niemals zufrieden sein.

Da Salomo zu seiner Zeit einer der reichsten Menschen auf der Erde war, wusste er ganz genau, wovon er sprach. Trotz seines riesigen Vermögens kam er zu dem Schluss: "Doch als ich über all die Werke nachdachte, die meine eigenen Hände vollbracht hatten, und über all die harte Arbeit, die ich mit viel Mühe geleistet hatte, sah ich, dass alles sinnlos war— so, als wollte man den Wind einfangen." (Prediger 2:11).

Für König Salomo war also ein Leben in Reichtum und Prunk ziemlich leer und inhaltslos. Viele Menschen in der heutigen Zeit können das voll und ganz bestätigen. Sie haben gemerkt, dass Geld nicht wirklich glücklich macht, eher im Gegenteil!

Was auch sehr zur Zufriedenheit und zum Glück beiträgt ist, dass man keine Neidgefühle entwickelt, sondern mit den eigenen Leistungen und dem eigenen Besitz zufrieden ist. Neid kann Beziehungen zerstören und einen innerlich derart vergiften, dass man die schönen Seiten des Lebens gar nicht mehr genießen kann.

Ein Mittel dagegen ist Demut und Bescheidenheit, Eigenschaften die mehr oder weniger aus der Mode gekommen sind. Die Bibel gibt dazu den passenden Tipp, wenn sie sagt: "Wir wollen nicht egoistisch werden, nicht miteinander wetteifern oder uns gegenseitig beneiden" (Galather 5:26).

Zum Glücklichsein gehört auch, zu lieben und von anderen geliebt zu werden. Das bedeutet, dass man in festgefügten Beziehungen menschliche Wärme und Geborgenheit findet. Die Bibel drückt das so aus: "Außer allen diesen Dingen aber [kleidet euch mit] Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit" (Kolosser 3:14).

Was das Leben leichter macht, ist das Bemühen, aus allem das Beste zu machen und Rückschläge zum Vorteil zu nutzen. Das trägt dann mit dazu bei, innere Stärke zu entwickeln und sich nicht mit Sätzen fertig zu machen, wie: "Ich tauge ja zu nichts", oder "ich bin ein totaler Versager."

Wer akzeptiert, dass es zum Leben dazugehört, Fehler zu machen und zu versagen, kommt im Leben weitaus besser zurecht. Wer ständig mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Halt und wird nicht glücklich werden.

LG Philipp

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Hallo Elomod,

ich glaube, dass es Geister/Dämonen gibt, weil zum einen die Bibel davon spricht und zum anderen zahlreiche Erfahrungen dies auch bestätigen! Die Bibel erklärt genau, wer oder was Dämonen sind. Auf keinen Fall sind sie irgendwelche erfundenen Gestalten, wie manche denken. Woher aber kommen sie dann?

Lange bevor Gott den Menschen erschuf, erschuf er Engel, mächtige Geistwesen, denen Gott bestimmte Aufträge gibt. So wurden einige der Engel auf die Erde gesandt, um Menschen bestimmte Botschaften zu überbringen.

Die meisten der Engel blieben Gott bis heute treu. Der erste jedoch, der gegen Gott rebellierte war der Engel, der uns heute als Satan der Teufel bekannt ist. Ihm folgten später noch andere Engel und zwar in der Zeit vor der Sintflut. Sie nahmen Menschengestalt an und gingen mit Frauen auf der Erde Verbindungen ein.

Der Bibelbericht sagt: "Nun geschah es, als die Menschen auf der Oberfläche des Erdbodens zahlreich zu werden anfingen und ihnen Töchter geboren wurden, daß dann die Söhne des [wahren] Gottes die Töchter der Menschen zu beachten begannen [und gewahrten], daß sie gut aussahen; und sie nahmen sich dann Frauen, nämlich alle, die sie erwählten" (1.Mose 6:1,2).

Dass es sich bei den "Söhnen des wahren Gottes" um Engel handelt, zeigt der Vergleich zu einem anderen Bibeltext: "Und die Engel, die ihre ursprüngliche Stellung nicht bewahrten, sondern ihre eigene rechte Wohnstätte verließen, hat er mit ewigwährenden Fesseln unter dichter Finsternis für das Gericht des großen Tages aufbehalten" (Judas 6,7).

Diese abgefallenen Engel werden in der Bibel Dämonen genannt und üben, zusammen mit ihrem Anführer, Satan den Teufel, einen verderblichen Einfluss auf die Menschen aus. Das heißt aber nicht, dass sie regelrecht Gewalt über alle Menschen haben und sie nach Belieben quälen oder sie krank machen können.

In den Tagen Jesus wird zwar von Personen berichtet, die z.B. einen "stummen Dämon" hatten oder in einem anderen Fall bekam ein junger Mann epileptische Anfälle. Doch in beiden Beispielen waren die betroffenen Personen regelrecht von Dämonen besessen.

Normalerweise geschieht das jedoch nur dann, wenn sich jemand mit Spiritismus beschäftigt und zulässt, dass Dämonen Gewalt über ihn ausüben. Ansonsten können die Dämonen oder Satan uns nicht krank machen oder sonst wie Gewalt über uns ausüben. Sie hätten zwar grundsätzlich die Macht dazu, doch hat Gott ihre Möglichkeiten beschnitten. Würde Gott den Dämonen freie Hand gewähren, so kannst Du Dir sicher sein, dass entweder niemand mehr am Leben wäre oder jeder von uns mit allerlei schlimmen Krankheiten geschlagen wäre. So aber hat Gott ihre Macht begrenzt.

Wie bereits gesagt, arbeiten die Dämonen mit dem Teufel Hand in Hand und unterstützen ihn bei seinen Machenschaften. Auch wenn wir keinen direkten Kontakt mit ihnen haben (wie z.B. durch den Spiritismus), sollten wir uns dennoch vor ihrem Einfluss in acht nehmen. Der Bericht der Bibel zeigt, wie sehr ihr Einfluss in den Tagen vor der Sintflut dazu beitrug, die Menschen zu verderben und sie zu bösen Handlungen zu verleiten.

Sie agieren heute zwar aus dem Unsichtbaren heraus, doch genau das macht sie so gefährlich. Wer wollte bestreiten, dass die Welt von heute ähnlich verdorben ist wie damals? Und dass so viele unvorstellbar schreckliche Dinge auf der Erde geschehen, ist nicht zuletzt ihrem Einfluss zuzuschreiben!

Wir brauchen jedoch nicht meinen, wir Menschen seien im Grunde nur wehrlose Opfer der Dämonen. Weit gefehlt! Die Bibel deckt nämlich die Taktiken und Vorgehensweisen der Dämonen auf und zeigt uns, wie man sich schützen kann. Auch zeigt sie, dass ihre Tage gezählt sind und ihr übler Einfluss bald aufhören wird. Das ist sicher ein Grund mehr, sich einmal genauer mit der Bibel zu beschäftigen.

LG Philipp

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Hallo SheldonCooperX,

bei der Sünde gegen den heiligen Geist geht es um eine willentliche und vorsätzliche Lästerung gegen den heiligen Geist, der einem bösen Herzen entspringt. Der Apostel Paulus beispielsweise, war, wie er selbst sagte, einst ein "Lästerer", da er die ersten Christen verfolgt und dem Tod überliefert hatte.

Hatte er aber gegen den heiligen Geist gesündigt? Paulus schrieb einmal von der Zeit, bevor er Christ war, folgendes: "...obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte (1. Timotheus 1:13).

Rein menschlich gesehen, könnte man denken, Gott könne dem Paulus wegen des Ausmaßes seiner Sünden nicht mehr vergeben; dennoch tat er es, da ihm zum Zeitpunkt seiner Taten nicht bewusst war, wie schlimm das, was er getan hatte, in Wirklichkeit war. Nachdem ihm jedoch die Schwere seiner Sünde klar wurde und er von Herzen bereute, vergab Gott ihm bereitwillig. Paulus hatte also, obwohl er schwer gesündigt hatte, eindeutig nicht die unvergebbare Sünde begangen.

Gegen den heiligen Geist zu sündigen heißt, sich ihm willentlich zu widersetzen, und zwar aus dem Grund, weil das Herz durch und durch böse geworden ist, so dass es kein Zurück mehr gibt. Es gibt in der Bibel Beispiele von Personen, die sich der Sünde gegen den heiligen Geist schuldig gemacht haben. Dazu zählten z.B. die Pharisäer und Schriftgelehrten, als Gruppe gesehen.

Obwohl sie mit eigenen Augen gesehen hatten, welche Wunder Jesus Christus durch Gottes Geist vollbracht hatte, widerstanden sie ihm und schmiedeten sogar Mordpläne gegen ihn. Ihr Herz hatte einen Grad von Bosheit erreicht, der keinen Gedanken an Reue mehr zuließ.

Das gleiche kann von Judas Iskariot gesagt werden, der von Jesus als "Sohn der Vernichtung" bezeichnet wird (Johannes 17:12). Obwohl er als einer der 12 Apostel zu Jesu engsten Vertrauten gehört hatte und viele seiner Wunder aus nächster Nähe beobachtet hatte, war seine Habgier größer als die Liebe zu seinem Herrn. 30 Silberstücke reichten ihm, um ihn zu verraten. Sein Handeln entsprang einem durch und durch bösen Herzen. In einem Artikel mit dem Titel "Was ist die unvergebbare Sünde?" hieß es u.a. :

"Wer sein sündiges Verhalten hasst und sich wirklich ändern möchte, hat die unvergebbare Sünde nicht begangen. Gott kann selbst jemandem vergeben, der wiederholt in dasselbe sündige Verhaltensmuster zurückgefallen ist — vorausgesetzt, er hat sich Gott gegenüber nicht verschlossen (Sprüche 24:16).

Manche werden allerdings immer wieder von Schuldgefühlen gequält und denken deswegen, sie hätten sich der unvergebbaren Sünde schuldig gemacht. Die Bibel sagt aber, dass wir uns nicht immer auf unsere Gefühle verlassen können (Jeremia17:9). Gott hat uns nicht das Recht gegeben, über jemanden ein Urteil zu fällen — nicht einmal über uns selbst (Römer 14:4.12). Er kann uns vergeben, sogar wenn wir uns selbst nicht vergeben können (1. Johannes 3:19,20)" (Quelle: jw org - Bibel und Praxis - Fragen zur Bibel).

Wie Du also siehst, geht es bei der "unvergebbaren Sünde" darum, dass jemand aus einem durch und durch bösen Herzen handelt, in dem nicht mehr der Wunsch nach Änderung und Besserung vorhanden ist. Wer jedoch wegen einer bestimmten Sünde, die er für die "Sünde gegen den heiligen Geist" hält, Reue empfindet, hat diese Sünde wahrscheinlich nicht begangen!

LG Philipp

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Freund leidet sehr an Tod seiner Schwester - wie kann ich helfen?

Halle liebe Community,

wie ihr der Frage entnehmen könnt - geht es um ein schwieriges Thema: Der Tod der Schwester eines guten Freundes.

Er wohnt nicht in Deutschland, ich kann somit nicht für ihn persönlich da sein. Keinem anderen hat er je von seiner Trauer erzählt. Ich bin wohl die einzige, die jemals mit ihm über seine Schwester geredet hat. Mit seiner Familie redet er ebenfalls nicht darüber. Viel eher wird es von allen Mitgliedern verdrängt.

Ich bin ihm sehr Nahe, und würde ihm gerne helfen. Nur finde ich nicht die richtigen Worte. Er hat mir mehrfach erzählt, dass er mit keinem darüber redet, weil er es hasst bemitleidet zu werden. Mit einem „Es tut mir so leid.." oder „Es muss schwer sein", „Du bist stark" bin ich also absolut an der falschen Adresse.

Seine Schwester ist aufgrund einer Krankheit ums Leben gekommen, als diese gerade mal 19 Jahre alt war. Dies liegt mittlerweile ca. 4 Jahre zurück. Er selber war zu dem Zeitpunkt noch sehr jung. Auch konnte er nie damit abschließen, da ihm seine Eltern den Zugang zu seiner Schwester verwehrt haben. Mit dem Gedanken ihn schützen zu wollen, haben diese ihm die schlechte Lage seiner Schwester verschwiegen. Solange bis er keine Zeit mehr hatte, sich richtig zu verabschieden. Er hat große Probleme damit, sich und seinen Eltern dies zu verzeihen.

Immer wieder bemerke ich, wie ihm dieses schreckliche Ereignis einholt. Dann wendet er sich ab. Jedoch habe ich dass Gefühl, das er unbedingt darüber reden muss. Besonders mit seiner Familie. Das lehnt er aber ab.

Über Ratschläge wäre ich unfassbar dankbar.

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Hallo HardLess,

es ist sehr traurig, was Deinem Freund passiert ist! Der Verlust geliebter Menschen, vor allem wenn es sich um nahe Angehörige handelt, gehört wohl mit zu dem Schlimmsten, das man im Laufe seines Lebens durchmachen muss! Ich habe das leider auch schon hinter mir, da ich vor wenigen Jahren mehrere meiner engsten Familienangehörigen verloren habe und im letzten Jahr sogar meine Frau.

In so einer Situation hat man leicht das Gefühl, dass das Geschehene einfach nicht wahr sein kann. Man kann sich einfach nicht damit abfinden, dass der Verstorbene nun nicht mehr da ist. Oder man fühlt sich innerlich leer und empfindungslos. Es kann auch sein, dass der anfängliche Schmerz so groß ist, dass man meint, es gar nicht aushalten zu können. Wahrscheinlich geht es Deinem Freund im Moment ja genauso. Was aber könntest Du tun, um ihm beizustehen?

Du könntest ihm auf jeden Fall anbieten, sich bei Dir auszusprechen, sofern ihm überhaupt danach ist. Manche Trauernde suchen das Gespräch und möchten anderen gern ihr Herz ausschütten, andere wiederum verschließen sich zunächst und möchten gern mit sich allein sein. Sie brauchen erst einmal Zeit, um ihren inneren Schmerz verarbeiten zu können. Du kannst ihm jedoch signalisieren, dass Du zu einem späteren Zeitpunkt gern bereit bist, mit ihm zu sprechen.

Einem Trauernden hilft es auch, das Gefühl vermittelt zu bekommen, dass man jederzeit für ihn da ist, auch wenn bereits längere Zeit verstrichen ist. Die Trauer ist zwar am Anfang am größten, doch erstreckt sie sich in der Regel über einen längeren Zeitraum.

So kann es leicht passieren, dass zwar unmittelbar nach dem Tod viele ihre Hilfe anbieten, der Trauernde sich jedoch zu einem späteren Zeitpunkt verlassen fühlt, weil dann niemand mehr für ihn da ist. Es ist also wichtig, sich nicht nach einiger Zeit von ihm zurückzuziehen, da man denkt, er brauche einen nun nicht mehr. Daher wäre es gut, wenn Du von Zeit zu Zeit Dich immer mal wieder danach erkundigst, wie es ihm geht und ihm Deine Hilfe anbietest.

Am Anfang ist auch praktische Hilfe ganz wichtig! Der Trauernde befindet sich in einem Ausnahmezustand und es mag ihm schwerfallen, alle Angelegenheiten in Verbindung mit dem Tod des Angehörigen regeln. Biete ihm daher Deine Unterstützung an und frage ihn, was Du ihm abnehmen könntest.

Gib ihm auch den Rat, sich gerade jetzt genügend Schlaf zu gönnen, und sage ihm, wie wichtig körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung ist. Es kann nämlich sein, dass der Trauernde sich total hängen lässt und es ihm sehr schwerfällt, in den Alltag zurückzufinden. Man muss natürlich sehr darauf achten, ihm nicht das Gefühl zu geben, sich in sein Leben einzumischen. Man braucht beim Ratgeben also immer sehr viel Fingerspitzengefühl!

Viele Trauernde stellen sich die Frage, wo nun der Verstorbene wohl ist. Vielleicht im Himmel? Oder irgendwo sonst im Jenseits? Es könnte durchaus sein, dass Du mit solchen oder ähnlichen Fragen konfrontiert wirst. Was könntest Du darauf sagen?

Die Bibel lässt uns ins in der Frage, was nach dem Tod geschieht, nicht im Ungewissen. Sie sagt: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst" (Prediger 9:5). Das bedeutet, dass die Toten nicht irgendwo weiterleben. Sie befinden sich sozusagen im Todesschlaf, aus dem es jedoch nach der Bibel auch wieder ein "Erwachen" gibt. Wie ist das zu verstehen?

Nun, Gott ist dazu in der Lage, sich an jeden Menschen, der einmal gelebt hat, in allen Einzelheiten zu erinnern. So hat er sich vorgenommen, eines Tages die Gräber zu lehren, indem er die Toten wieder zum Leben bringt. Die Bibel gebraucht dafür den Begriff "Auferstehung". Gott erschafft die Verstorbenen mit einem neuen Körper, der dem gleicht, den sie in ihrem früheren Leben hatten.

Wenn also die Toten wiederkommen, dann ist es so, als ob sie gleichsam von einer langen Reise zurückgekehrt wären. Jesus Christus sprach klar und deutlich von der Auferstehung, als er sagte:

"Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden" (Johannes 5:28,29). Wenn das geschehen ist, kann man all die lieben Verwandten und Freunde wieder in seine Arme schließen! Ist das für einen Trauernden nicht ein großer Trost? Ganz bestimmt!

Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Deinem Freund in der Trauer beizustehen und ihm zu helfen, den schlimmen Schmerz über den Verlust nach und nach zu überwinden!

LG Philipp

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Hallo Blackdiam0nd,

auf jeden Fall ist ein Mangel an Selbstvertrauen kein unabänderliches Schicksal ist! Du könntest erst einmal überlegen, wie Deine Selbstzweifel überhaupt entstehen und dann die richtigen Schritte in Richtung zu mehr Selbstwertgefühl tun. Was könnte Dir dabei helfen?

Wenn Du selbstbewusster werden willst, solltest Du eines auf keinen Fall tun: Dich mit anderen zu vergleichen! Das kann nämlich sehr leicht zu Unzufriedenheit und Frustration führen.

Bedenke bitte: Jeder hat bestimme Persönlichkeitsmerkmale und sein Aussehen vererbt bekommen. Dass Du Dich von anderen unterscheidest, zeigt, dass Du einzigartig bist! Um Dich wohl zu fühlen, brauchst Du doch keine "Kopie" von jemand anderem sein! Stehe daher zu Dir, zu Deinem Wesen, Deiner Persönlichkeit und Deinem Aussehen! Das fällt Dir wahrscheinlich am Anfang sehr schwer, doch je öfter Du das tust, umso selbstverständlicher wird es Dir werden!

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt in der Regel von den Eltern oder auch von anderen, die Einfluss auf Dich ausgeübt haben.

Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren?

Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst.

Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag mich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen.

Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du eben nicht perfekt bist!

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind, wie bereits erwähnt, Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du sofern Du an Gott glaubst - auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren: Du bist wertvoll in seinen Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, wie wertvoll sie für Gott waren.

Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7).

Die Wendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeutet, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er sozusagen die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Ist das nicht ein sehr schöner Gedanke, der Dir helfen kann, Dich in einem besseren Licht zu sehen?

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Dein mangelndes Selbstwertgefühl zu tun. Du kannst jederzeit damit anfangen! Mit der Zeit wirst Du Veränderungen in Deinem Denken und Fühlen feststellen und Dich in eine positive Richtung entwickeln!

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesen Tipps und hoffe, dass sie Dich etwas weiterbringen!

LG Philipp

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Hallo jrnnyxx,

innerer Schmerz und Hoffnungslosigkeit können manchmal so stark werden, dass man nur noch einen Ausweg sieht, um der unerträglich gewordenen Situation zu entkommen: den Selbstmord. Aber ist er wirklich der einzige Weg, um Erleichterung zu bekommen?

Eines steht fest: Es gibt Wege und Möglichkeiten, die Dich aus dem Tal des Kummers herausführen können! Es ist wichtig, dass Du diese Hilfen kennenlernst und Dir zunutze machst!

Mache doch einen Anfang, indem Du bei einer Krisenhotline anrufst! Hier hast Du zwei Möglichkeiten:

- Bei der deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, Tel: 0921-28 33 01

- Bei der Telefon-Seelsorge:

0800-111 0 111 (evang.)

0800- 111 0 222 (kath.)

Es mag sein, dass Du Dir dessen nicht bewusst bist: In vielen Fällen steht hinter Selbstmordgedanken eine psychische Erkrankung. Um das abklären zu lassen, wäre auf jeden Fall der Besuch bei einem Arzt (das kann durchaus Dein Hausarzt sein) erforderlich! Gegebenenfalls kann er eine notwendige Behandlung in die Wege leiten oder Dich an einen Fachkollegen überweisen.

Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das kann in entsprechenden Foren geschehen, wobei hierbei der Vorteil ist, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Allein zu wissen, dass andere ähnliche Lebenserfahrungen hinter sich haben und zu hören, wie sie damit umgegangen sind, kann schon eine echte Hilfe sein! Hier ist ein Beispiel für ein Selbsthilfeforum:

erfahrungen-fallberichte.de/viewforum.php?f=23

Unterschätze auch nicht den Wert von Gesprächen mit Freunden und Angehörigen! Es mag zwar sein, dass Du den Eindruck hast, dass sie Dich nicht völlig verstehen, doch schon ihr Interesse an Deinem Wohl kann Dir sehr guttun!

Und wenn Du Glück hast, gibt es jemanden, der geduldig, verständnisvoll und einfühlsam zuhört. Wichtig ist aber, dass Du nicht wartest, bis Dich jemand anspricht. Andere können ja nicht wissen, wie es in Deinem Inneren aussieht und mit welchen verzweifelten Gedanken Du zu kämpfen hast. Auch wenn es Dir anfangs schwerfällt, gehe dennoch auf andere zu!

Selbstmordgedanken können ein so gefangennehmen und so beherrschen, dass man an nichts anderes mehr denken kann. Versuche daher, wenn irgend möglich, Dich abzulenken.

Tue etwas, was Du schon immer gern gemacht hast: vielleicht einen Lieblingsfilm ansehen, einen schönen Spaziergang machen oder in einem Restaurant etwas Leckeres essen. Wichtig ist einfach, etwas zu tun, was Dich auf andere Gedanken bringt und Dir ein bisschen von Deinem alten Lebensgefühl zurückbringt.

Solltest Du irgendwann den Eindruck haben, dass Deine Selbstmordgedanken nicht mehr beherrschbar sind und Du allmählich die Kontrolle über Dich verlierst, dann scheue nicht, in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses zu fahren oder noch besser Dich fahren zu lassen.

Und hier noch ein letzter Gedanke: Falls Du an Gott glaubst, hast Du Dich vielleicht schon gefragt, ob er Dir irgendwie helfen könnte. In der Bibel gibt er uns Zusicherungen, die er auch ganz bestimmt erfüllen wird! Eine davon steht in dem Buch Jesaja und lautet:

"Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben" (Jesaja 57:15, NW 2013).

Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott unseren Schmerz sieht und bereit ist, uns wieder neue Kraft zu geben? Wir können uns jederzeit an ihn wenden und mit ihm so sprechen wie zu einem guten Freund!

Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder neue Perspektiven in Deinem Leben siehst und Deine Selbstmordgedanken allmählich verschwinden! Gib bitte nicht auf und nimm die Hilfe anderer an! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Schule macht mich psychisch krank?

Hey..

ich weiß nicht mehr was ich tun sollte. Ich bin 15 und gehe in ein Gymnasium in die 10. Klasse. Die Schule hat gerade einmal vor 2 Tagen begonnen und ich bin schon wieder komplett am Ende.. ich weine jeden Tag, weil ich den Druck jetzt schon nicht mehr aushalte. Ich habe wirklich Panik davor in die Schule zu gehen und ich bekomm immer sehr starke Kopfschmerzen..

Psychisch gehts mir schon seit längerem nicht gut. Ich ritze mich und bin völlig am Ende. Ich habe Tage an denen ich nichts esse und einfach nur in meinem Zimmer mental zusammenbreche. Ich habe zu nichts mehr Motivation bzw ich habe alle meine Hobbys aufgegeben, da ich einfach keine Freude und Kraft mehr dazu habe. Zum konzentrieren fällt es mir in letzter Zeit auch schwer, da ich wirklich miese Gedanken im Kopf umher schwirren habe.. es fallen mir sogar alltägliche Aufgaben schwer, da ich gerade sehr mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu kämpfen habe.. noch dazu habe ich wirklich sehr starke Angst, wenn es darum geht in der Öffentlichkeit zu sein, sprich ich habe Angst mir Leuten zu sprechen, habe Angst davor was die über mich denken,&&&.. es fällt mir wirklich schwer das Haus zu verlassen mit diesen Ängsten..

Ich war noch nie beim Arzt/Psychologen, da niemand bekommen sollte, wie es mir wirklich geht.. Und jetzt hab ich keine Ahnung mehr was ich tun sollte. Es ist so schwer stark zu bleiben, weil ich keine Kraft mehr dazu habe. Ich will die Schule abbrechen, aber dann würde ich meine Träume aufgeben, aber was bringt es mir denn noch weiter zu machen, wenn ich mich damit selber zerstöre.

meine Frage wäre jetzt, ob es vielleicht für mich sinnvoll wäre mit dem Schulpsychologen darüber zu reden.. ich habe nur Angst, dass er es dann meinen Eltern sagen könnte..

danke im voraus über eure antworten...:)

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Hallo mfirco,

der Alltag in der Schule wird von vielen Kindern und Jugendlichen wegen dem vielen Stress oft als sehr belastend empfunden. Insofern stehst Du mit Deinem Gefühl nicht ganz allein da!

Lehrer treiben die Schüler zu Höchstleistungen an, wovon Du ja sicher auch ein Lied singen kannst. Was könntest Du tun, um mit dem Stress besser umzugehen und aus Deiner Situation das Beste zu machen?

Zunächst einmal wäre es unrealistisch zu denken, Stress in der Schulzeit ließe sich völlig vermeiden. Es kommt allerdings auf das Ausmaß an. Manchmal fühlt man sich eben von allem überfordert und den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Was kann man dann tun, um die Lage wenigstens zu verbessern?

Finde z.B. heraus, wann und wie der Stress entsteht. Analysiere als nächstes, welche Stressfaktoren Dich am meisten belasten. Sind es die Hausaufgaben, die bevorstehenden Klassenarbeiten, die hohen Erwartungen, die Deine Eltern, Deine Lehrer, oder auch Du selbst an Dich stellst?

Wenn es beispielsweise um die Hausaufgaben geht, könntest Du einmal Deine Lerngewohnheiten unter die Lupe nehmen. Wie sieht es mit einer guten Zeiteinteilung aus? Werden die Hausaufgaben hinten angeschoben oder haben sie in Deiner Zeiteinteilung oberste Priorität?

Ein guter Tipp wäre auch, die Stressauslöser in zwei Kategorien einzuteilen. Welche hast Du selbst in der Hand und an welchen kannst Du nichts ändern? Konzentriere Dich am besten auf die Probleme, die Du lösen kannst, statt Dir all zu sehr Deinen Kopf über die unlösbaren Probleme zu zerbrechen. Dann gehe gezielt an die Probleme heran und schiebe sie nicht lange vor Dir her.

Es gibt noch etwas, was Dir helfen kann, den Stress zu reduzieren: Bitte um Hilfe und Unterstützung! Versuche nicht, Deine Sorgen alleine zu tragen. Wann immer möglich, sprich auch mit Deinen Eltern und Deinem Vertrauenslehrer (oder eben mit dem Schulpsychologen) darüber und bitte sie um Lösungsvorschläge.

Es ist also wichtig, dass Du Deine Problem und den ganzen Druck nicht in Dich einschließt. Allein schon das Sprechen darüber kann sehr erleichternd für Dich sein! Ein Sprichwort lautet: "Geteiltes Leid ist halbes Leid".

Hier noch ein kleiner Tipp: Du kannst besser mit Stress umgehen und Deine Gedächtnisleistung steigern, wenn Du genügend Schlaf bekommst? Für einen jungen Menschen in der Schulzeit sind 8-10 Stunden Schlaf angemessen. Schläfst Du auf Dauer erheblich weniger, bekommst Du Probleme!

Falls Du an Gott glaubst, könnte auch der folgende Gedanke Dich ermutigen. In der Bibel werden Christen aufgefordert: "Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch" (1. Petrus 5:7, Hoffnung für alle). Viele glauben zwar heutzutage nicht mehr daran, dass sich Gott für uns Menschen interessiert, doch der eben zitierte Text zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist! Vielen Jugendlichen hat ein enges Verhältnis zu Gott geholfen, mit den heutigen Problemen und dem Stress besser fertig zu werden.

Ich wünsche Dir, dass Du die eine oder andere Verbesserung erreichen kannst und allmählich Deine Freude und Deine Kraft zurückkehren! Und nimm alle Hilfen an, die Dir angeboten werden und die für Dich sinnvoll sind! Alles Gute!

LG Philipp

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Hallo TheCreepyGirl,

Liebeskummer kann wirklich sehr schmerzhaft und manchmal kaum zu ertragen sein! Doch die gute Nachricht ist: Es muss nicht für immer so schlimm bleiben! Wahrscheinlich kannst Du Dir das nur schwer vorstellen, da Du ja noch mitten in einem Tief steckst.

In so einer Situation kann es sehr hilfreich sein, mit einer Person seines Vertrauens zu sprechen. Das Mitgefühl und die guten Worte eines anderen können sehr tröstend und erleichternd sein. Sollte in Deinem Umfeld niemand dafür infrage kommen, kannst Du Dich auch an eine der folgenden Stellen wenden:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111

0800 - 111 0 222

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Hotline, bei der Du Dich über die zur Verfügung stehenden Anlaufstellen informieren kannst: 0800 – 3344533, Sprechzeiten : Mo, Die, Do: 13.00-17.00 Uhr, Mi, Fr: 08.30-12.30 Uhr. 

Auch wenn Dir in Deiner jetzigen Situation nicht danach ist und Du Dich schwach und kraftlos fühlst: Tue etwas, um Dich abzulenken und werde aktiv! Das mag Dir besonders am Anfang sehr schwerfallen, doch im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass es funktioniert. Dich in Dein Schneckenhaus zurückzuziehen kann am Anfang vielleicht ganz hilfreich sein, doch sollte es nicht zur Gewohnheit werden.

Versuche, Neues zu erleben und triff Dich mit Bekannten und Freunden. Das bringt Dich auf andere Gedanken und mildert den Schmerz ab.Und vor allem bringt es Deinem Herzen Erleichterung, wenn Du, wie anfangs gesagt, mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, über Deine Gefühle sprichst.

Wenn man am Boden ist, dann braucht man einfach jemanden, bei dem man sich so richtig ausheulen kann. Wenn man dann merkt, dass der andere mitfühlend zuhört und einen ernst nimmt, kann das helfen, nicht mehr ganz so betrübt zu sein!

Zum Schluss möchte ich noch auf einen Aspekt hinweisen, der von vielen, die in ernsten Schwierigkeiten sind, heutzutage übersehen wird. Ich weiß ja nicht, ob Du an Gott glaubst. Doch falls ja, denkst Du nicht, dass er Deine Gefühle versteht und Dir gern helfen möchte?

Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der mir sehr zu Herzen gegangen ist. Er lautet: "Er [Gott] heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden" (Psalm 147:3, Hoffnung für alle).Fühlst Du Dich nicht gerade so, wie hier beschrieben, "innerlich zerbrochen" und voll emotionaler "Wunden"?

Wäre es nicht schön, von Gott Erleichterung zu bekommen? Du kannst ihm alles sagen, was Dich bewegt, denn in den Psalmen steht: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8). Ja, Du kannst zu Gott so reden, wie zu einem guten Freund und Du kannst sicher sein, dass er Dich hört!

Ich hoffe, dass es Dir mit Hilfe anderer gelingt, Deinen Liebeskummer allmählich in den Griff zu bekommen! Habe Geduld und denke vor allem daran: Die schlimmen Gefühle, die Du im Moment hast, werden im Laufe der Zeit schwächer und irgendwann vielleicht sogar ganz verschwinden. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Josefine,

Selbstmordgedanken entstehen sehr leicht dann, wenn man in einer unerträglichen Situationen keinen Ausweg mehr sieht! Heißt das aber, dass es auch tatsächlich keinen Ausweg gibt?

Stell Dir doch einmal folgende Szene vor: Ein Schiffbrüchiger treibt schon längere Zeit auf offener See. Anfangs hatte er gehofft, auf Land zu treffen oder von einem vorüberfahrenden Schiff entdeckt zu werden. Doch nun verlassen ihn so langsam die Kräfte und die Hoffnung, doch noch zu überleben, sinkt von Stunde zu Stunde. Irgendwann ist er so weit, dass er sich nur noch wünscht, dass endlich alles vorbei ist. Sein Lebenswille ist auf dem Nullpunkt angelangt.

Kannst Du Dich in diesem Beispiel wiederfinden? Auch Du hattest vielleicht am Anfang gehofft, alles würde irgendwann besser werden, doch haben sich Deine Erwartungen nicht erfüllt. Vielleicht bist Du immer wieder von Menschen enttäuscht worden und Du glaubst, von niemandem so richtig verstanden zu werden.

Du magst einen Sog fühlen, der Dich immer weiter nach unten zieht und Du siehst möglicherweise keinen Grund mehr, auf Besserung zu hoffen. Du möchtest, dass Dein Schmerz endlich aufhört und Du endlich Deine Ruhe findest.

Kehren wir noch einmal zu dem Schiffbrüchigen zurück. Was wäre, wenn er plötzlich doch noch in weiter Ferne rettendes Land sieht? Würde er nicht wohl alle Kraft zusammennehmen und versuchen, das Land zu erreichen? Wäre nicht aus völliger Hoffnungslosigkeit plötzlich Zuversicht geworden?

Könnte das nicht auch auf Dich und Dein Leben zutreffen? Könnte es einen Grund für Dich geben, doch noch am Leben bleiben zu wollen? Könnte es vielleicht doch einen Ausweg aus der Krise geben? Wahrscheinlich kannst Du Dir das im Augenblick einfach nicht vorstellen.

Eines steht jedenfalls fest: Je mehr Du Dich mit dem Suizid beschäftigst, desto weniger nimmst Du andere mögliche Wege wahr. Gib Dir doch einmal die Chance, diese Wege kennenzulernen und darüber nachzudenken! Menschen, die Dir dabei helfen können (ohne dabei Dir den Selbstmord ausreden zu wollten), findest Du z.B.bei folgenden Anlaufstellen:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de . Ein Online-Beratungsangebot, bei dem suizidgefährdete Jugendliche von spezielle ausgebildeten Gleichaltrige beraten werden, ist hier zu finden: http://www.u25-deutschland.de

- Informationen stehen für Dich auch auf der Website deutschen Gesellschaft für Suizidprävention zur Verfügung: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige

Wenn Du Dich dort lieber telefonisch beraten lassen möchtest, so kannst Du dies unter folgender Nummer tun: 0921-283301

Ein wichtiger Schritt wäre auch, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Einen Termin für ein Erstgespräch bekommst Du in der Regel recht kurzfristig. Ein solches Gespräch kann Dir sehr dabei helfen, wieder Perspektiven zu sehen.

Möglicherweise brauchst Du insbesondere dann eine therapeutische und ärztliche Begleitung, falls z.B. Depressionen mit im Spiel sind. Mit einer schweren Depression kann man nämlich nicht allein fertig werden; wird sie richtig behandelt, kann sie sogar wieder vollständig verschwinden und damit auch die Selbstmordgedanken.

Sollte es so sein, dass Deine Selbstmordgedanken einmal übermächtig werden und Du Dich nicht mehr völlig unter Kontrolle hast, dann kannst Du entweder die Notrufnummer 112 wählen oder Dich von jemanden in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses fahren lassen. Dort wird man Dich auf keinen Fall abweisen, sondern sich entsprechend um Dich kümmern.

Sehr erleichternd kann es auch sein, wenn Du Dich jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, mitteilst. Das könnte ein guter Freund, ein Bekannter oder Verwandter sein. Wichtig ist es jedenfalls, dass Du mit Deinen trüben Gedanken nicht allein bist.

Es braucht Dir auch nicht peinlich zu sein, über Deine Selbstmordgedanken zu sprechen. Diejenigen, die Dich lieben, werden wahrscheinlich froh sein, dass Du sie angesprochen hast. Wenn Du merkst, dass Dein Zuhörer Dich versteht und das, was Du sagst, akzeptiert, kann das sehr befreiend für Dich sein.

Wahrscheinlich macht Dir auch ein mangelndes Selbstwertgefühl zu schaffen. Du fühlst Dich möglicherweise von anderen nicht richtig geschätzt und geliebt. Was könntest Du tun? Versuche einmal verstärkt Deine liebenswerten Eigenschaften und wertvollen Fähigkeiten zu sehen.

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl besteht auch darin, sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Fähigkeiten kritisierst. Viele haben so einen Kritiker in sich selbst, der streng und unbarmherzig ist und sie immer wieder heruntermacht. Doch man kann sich gegen diesen Kritiker zur Wehr setzten!

Anstatt Dir z.B.Vorwürfe zu machen, wie z. B.: "Ich mache immer alles falsch", wäre es besser, wenn Du auf Fehler, die Du machst, verständnisvoll und wohlwollend reagierst. Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto eher gelingt es Dir, Dein Selbstvertrauen aufzubauen.

Wenn Du Deinen Blick ständig auf Deine Fehler lenkst, entsteht ein verzerrtes Selbstbild. Sollte es einmal vorkommen, dass Dich jemand herunter macht oder respektlos Dir gegenüber ist, dann brauchst Du das nicht einfach so hinnehmen. Du kannst demjenigen in einem sachlichen Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten nicht gefällt und welche Veränderungen Du Dir wünscht.

Falls Du an Gott glaubst, dann solltest Du wissen, dass er Deinen Schmerz und Deine Verzweiflung sieht. Und vor allem: Du bist ihm nicht gleichgültig! Er ist sogar bereit, Dir zu helfen, denn in seinem Wort, der Bibel, sichert er denen, die sich hilfesuchend an ihn wenden, folgendes zu:

"Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott: Meine Entscheidung für dich steht fest, ich helfe dir. Ich unterstütze dich, indem ich mit meiner siegreichen Hand Gerechtigkeit übe" (Jesaja 41:10, Neues Leben.Die Bibel).

Das bedeutet nun nicht, dass Gott Dich durch ein Wunder von all Deinem Leid mit einem Schlag befreit. Er kann Dir aber Wege und Möglichkeiten zeigen, damit Du wieder neuen Mut und Kraft schöpfen kannst. Es gibt also keinen Grund, dass Du Dich gänzlich verlassen fühlen musst! Gott wird für Dich da sein, wenn Du ihn ernsthaft suchst.

Wie Du also siehst, ist Deine Lage keinesfalls so hoffnungslos, wie Du vielleicht bis gerade gedacht hast! Es gibt Menschen, die bereit sind, Dir zu helfen und Dir wieder Perspektiven zu geben. Es liegt nun an Dir, diese Hilfen auch in Anspruch zu nehmen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg für Dich findest, der Dich aus dem Tal der Hoffnungslosigkeit herausführt und Dir wieder neuen Lebensmut gibt!

LG Philipp

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Hallo Jotaro239,

leider hat man überall (ob in der Schule oder auch anderswo) mit Menschen zu tun, die sich wenig Gedanken um die Gefühle anderer machen. Sie sind weit davon entfernt, sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen und fragen sich auch nicht, wie sehr ihre Worte und Taten einen anderen verletzen können. Ja, warum gibt es überhaupt Menschen, die andere heruntermachen und benachteiligen?

Da gibt es verschiedene Gründe. Z. B. ist es manchen früher ähnlich ergangen. Manchmal sind es auch die schlechten Vorbilder, die jemand zu Hause hatte. Des weiteren kann auch die eigene Unsicherheit oder ein Minderwertigkeitskomplex dahinter stecken. Wer andere erniedrigend behandelt, spielt den Starken, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken.Wichtig ist auch zu wissen, wen sich diejenigen, die andere heruntermachen gern als Opfer aussuchen.

Das ideale Opfer ist jemand, der wenig Freunde hat und meistens allein dasteht. Auch kann ein andersartiges Aussehen, wie beispielsweise die Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Behinderung einem diskriminierendem Verhalten Vorschub leisten.

Man wird auch dann schnell zum Opfer, wenn man wenig Selbstvertrauen hat. Der Täter hat es bei solchen Personen ziemlich leicht, da sie sich meistens nicht wehren. Nun aber zum wichtigsten Punkt: Was kannst Du selbst tun, um aus der Opferrolle frei zu kommen? Hier sind einige Strategien, die Dir helfen könnten:

Versuche gelassen zu bleiben. Wer gelassen und ruhig bleibt, nimmt dem Angreifer den Wind aus den Segeln. Er bietet ihm keine Angriffsfläche mehr, da seine Schikanen ins Leere führen.

Wenn man also dem anderen offen seine Gefühle zeigt, dann ist man ähnlich ungeschützt, wie in alter Zeit eine Stadt ohne Mauern - für jeden Feind eine leichte Beute. Wer jedoch seine Gefühle im Zaum hält, der ist für den Angreifer gleichsam uneinnehmbar. Das sagt sich natürlich leichter, als es ist und erfordert eine Menge Selbstbeherrschung.

Trete den Rückzug an, wenn es gefährlich wird. Es ist immer das Beste, Situationen und Orte zu meiden, wo der Angreifer ein leichtes Spiel hat. Hier gilt nicht das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" sondern der Rückzug. Das hat nichts mit Feigheit, sondern eher mit Klugheit zu tun.

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, der feindschaftlich gesinnten Person gegenüberzutreten und ihm mit fester Stimme zu sagen, dass man sein Verhalten überhaupt nicht mag, dass es nicht witzig ist und es einen verletzt. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, nicht herausfordernd oder beleidigend aufzutreten.

Suche auf jeden Fall das Gespräch mit einem verantwortlichen Erwachsenen! Es wäre gut, ihm genau Deine Situation zu erklären und ihn um Unterstützung zu bitten. Wenn es um hartnäckige Beleidigungen u.ä. geht, dann solltest Du auf keinen Fall zögern, Dir schnell Hilfe und Unterstützung zu holen. Allein wirst Du mit der Situation wahrscheinlich nicht fertig.

Wer Opfer von diskriminierendem Verhalten geworden ist, den mögen auch folgende Gedanken trösten: Gott versteht genau, was Menschen durchmachen, die schlecht behandelt werden und sie sind ihm nicht gleichgültig. Ich fand einen Text der Bibel besonders trostreich, der sehr gefühlvoll beschreibt, dass sich Gott um die Benachteiligten und Schwachen kümmern wird:

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen "(Psalm 72:12-14).

Dieses Versprechen schließt auch diejenigen ein, die von anderen auf die eine oder andere Weise mies behandelt werden. Ich habe die Bibel auch deswegen angeführt, weil sie einem in Notzeiten viel Trost und auch hilfreiche Ratschläge geben kann. Sie zeigt auch, dass die Zeit kommen wird, in der es keine Menschen mehr geben wird, die andere diskriminieren und schlecht von ihnen reden.

Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, Dich künftig besser gegen die Angriffe der anderen wehren zu können, ohne dabei jedoch einen Gedanken an Rache zu haben. Versuche einfach, so gut es Dir möglich ist, die obigen Ratschläge umzusetzen. Sie haben schon vielen geholfen, der Sache ein Ende zu setzen oder zumindest besser damit umgehen zu können.

Was Dein Verdacht bzgl. Depessionen betrifft, so könntest Du das mal bei einem Arzt überprüfen lassen. Wenn Du nämlich tatsächlich daran leidest, wäre professionelle Hilfe durchaus angebracht. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Maracuja467,

Du kannst vielleicht in 7 Tagen lernen, anderen vorzuspielen, Du seist selbstsicher, doch ich denke, das bringt Dich auf Dauer nicht viel weiter! Um auch innerlich sicherer und damit selbstbewusster zu werden, braucht es schon etwas längere Zeit!

Wenn Du selbstbewusster werden willst, solltest Du eines auf keinen Fall tun: Dich mit anderen zu vergleichen! Das kann nämlich sehr leicht zu Unzufriedenheit und Frustration führen.

Bedenke bitte: Jeder hat bestimme Persönlichkeitsmerkmale und sein Aussehen vererbt bekommen. Dass Du Dich von anderen unterscheidest, zeigt, dass Du einzigartig bist! Um Dich wohl zu fühlen, brauchst Du doch keine "Kopie" von jemand anderem sein! Stehe daher zu Dir, zu Deinem Wesen, Deiner Persönlichkeit und Deinem Aussehen! Das fällt Dir wahrscheinlich am Anfang sehr schwer, doch je öfter Du das tust, umso selbstverständlicher wird es Dir werden!

Einem Idealbild von Dir hinterherzulaufen, trägt ebenfalls nicht zu einer gesunden Selbstachtung bei. Solch ein Idealbild hast Du Dir höchst wahrscheinlich nicht selbst erdacht, sondern stammt in der Regel von den Eltern oder auch von anderen, die Einfluss auf Dich ausgeübt haben.

Besser wäre es, wenn Du selbst entscheidest, wer oder was Du sein möchtest - sei also ganz Du selbst! Das gibt Dir eher ein Gefühl von Stärke und Sicherheit. Nachfolgend möchte ich Dir noch ein paar Tipps geben, die Du einmal ausprobieren könntest:

Nimm Dir z. B. eine kleine Sache vor (Zimmer aufräumen, Arbeiten im Haushalt etc.) und zieh sie durch. Je öfter Du das tust, desto mehr kleine Erfolgserlebnisse wirst zu haben. Der Erfolg wiederum stärkt Dein Selbstvertrauen.

Suche auch regelmäßig nach einer Möglichkeit, Dich körperlich zu betätigen und auszupowern. Vielleicht versuchst Du es ja mal mit schwimmen, Fahrrad fahren, joggen etc. Das führt zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, was wiederum Glücksgefühle auslöst.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich kreativ betätigst. Baue oder bastele etwas Sinnvolles. Etwas zustande gebracht zu haben, hebt das Selbstbewusstsein. Wie wäre es damit, einmal etwas Neues auszuprobieren?

Du könntest z. B. an einem Kurs teilnehmen, ein Musikinstrument erlernen o. ä. Dabei kommst Du mit anderen Menschen zusammen und erwirbst neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch das könnte Deinem Selbstvertrauen einen neuen Schub geben.

Vielen, denen es an Selbstwertgefühl mangelt, haben kein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich. Sie haben ständig an sich etwas auszusetzen und sind nie mit Ihren Leistungen zufrieden. Sie denken permanent schlecht von sich und lassen kein gutes Haar an sich selbst.

Wenn es Dir auch so ergeht, dann wird es höchste Zeit, das Steuer herumzureißen. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

Probiere doch einmal die einfache Übung aus, indem Du immer wieder zu Dir selbst sagst: "Ich mag mich!" Vielleicht kommt Dir das ein wenig albern vor, doch mit der Zeit wird es Wirkung zeigen.

Damit gibst Du Dir das, was Du bisher von anderen zu wenig oder gar nicht gehört hast. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann auch nur dann entstehen, wenn Du Dich selbst bedingungslos annimmst. Knüpfe diese Selbstannahme nicht an Bedingungen, wie z. B. Leistung oder Perfektion. Nimm Dich also auch dann an, wenn Du eben nicht perfekt bist!

Was das Selbstvertrauen enorm stärkt, sind, wie bereits erwähnt, Erfolge. Da jeder Mensch irgendwo Erfolge erzielt, sie aber nicht immer wahrnimmt, sollte er es lernen, sie sich bewusst zu machen. Wenn Du glaubst, nicht erfolgreich zu sein, dann könnte es daran liegen, dass Du einfach nicht von Deinen Fähigkeiten und Leistungen überzeugt bist. Lerne es daher, an Dich zu glauben. Versuche auch an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Jeder hat andere Talente und Fähigkeiten mitbekommen und ist in einer anderen sozialen Umgebung aufgewachsen. Allein schon aus diesen Gründen bringt es nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Besser ist es, auf das zu blicken, was Du im Laufe Deines Lebens alles zustande gebracht und erreicht hast. Bestimmt gibt es auch Dinge, die Du besonders gut kannst, besser als die meisten anderen.

Neben all den genannten Tipps solltest Du sofern Du an Gott glaubst - auch eines nicht aus dem Blickfeld verlieren: Du bist wertvoll in seinen Augen! Das geht z. B. aus den Worten Jesu hervor, durch die er seinen Jüngern klar machen wollte, wie wertvoll sie für Gott waren.

Jesus sagte: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen. Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge" (Lukas, Kapitel 12, Verse 6 u. 7).

Die Wendung "die Haare eures Hauptes sind gezählt", bedeutet, dass Gott sich so sehr für jedes Detail unseres Lebens interessiert, als ob er sozusagen die komplette Anzahl unserer Haare wüsste. Ist das nicht ein sehr schöner Gedanke, der Dir helfen kann, Dich in einem besseren Licht zu sehen?

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Dein mangelndes Selbstwertgefühl zu tun. Du kannst jederzeit damit anfangen! Mit der Zeit wirst Du Veränderungen in Deinem Denken und Fühlen feststellen und Dich in eine positive Richtung entwickeln!

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit diesen Tipps und hoffe, dass sie Dich etwas weiterbringen!

LG Philipp

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Hallo Julia,

die meisten Menschen haben von Zeit zu Zeit mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Wenn diese jedoch anhaltend sind und regelrecht Dein Leben bestimmen, ist es sicher an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Aber was?

Eine Hilfe kann sein, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast und der eine gewisse Reife besitzt, offen sprichst. Sage ihm, was Du über Dich selbst denkst und wie Du fühlst. Allein dadurch, dass Du Dich jemandem mitteilst, kann schon eine große Last von Deinen Schultern genommen werden.

Vielleicht kann Dir Dein Gesprächspartner ja helfen, Dich selbst in einem besseren Licht zu sehen. Es kann nämlich sehr leicht passieren, dass wir mit uns viel zu streng und unbarmherzig sind. Wir nehmen uns jeden kleinsten Fehler übel und bestrafen uns durch harte Selbstkritik. Wenn ein Außenstehender darauf blickt und seine Sicht schildert, kann uns das zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen.

Dann ist es auch wichtig, zu lernen, an sich zu glauben! Natürlich muss man immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sich nicht selbst überschätzen. Doch oftmals ist es eher so, dass man sich eher zu wenig zutraut als zu viel, nicht wahr?

Statt einfach abzuwarten und in Lethargie zu verfallen, könnte man versuchen, die Dinge einfach anzupacken. Du kennst sicher das Sprichwort: "Ohne Fleiß kein Preis". Bedenke, dass den meisten nichts so einfach in den Schoß fällt. Für das, was sie erreicht haben, mussten sie sich anstrengen, sowie Fleiß und Ausdauer entwickeln!

Das kannst auch Du! Setze Dir realistische, erreichbare Ziele und verfolge sie dann! Das kann bedeuten, dass Du bereit sein musst, Deine Komfortzone zu verlassen und Dich in Bewegung zu setzen. Wenn Du dann ein Ziel (und sei es noch so gering) erreichst, gibt es Dir ein gutes Gefühl und den Mut, Dein nächste Ziel anzuvisieren.

Was aber, wenn Du scheiterst? Dann heißt es aufstehen und weiterlaufen! Misserfolge gehören zum Leben dazu und passieren nicht nur Dir! Statt also aufzugeben und in Mutlosigkeit zu versinken, könntest Du über die Fehler, die Du evtl. gemacht hast, nachdenken und überlegen, wie Du sie künftig vermeiden kannst. Oder Du findest neue und bessere Wege, die Dich Deinen Zielen näherbringen!

Zum Schluss möchte ich Dir noch einen Gedanken mit auf den Weg geben, der Dich ermutigen kann, sofern Du an Gott glaubst. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, mit welchen Augen er Dich sieht? Was meinst Du: Sieht er hauptsächlich Deine Fehler und Schwächen oder konzentriert er sich eher auf das Gute in Dir?

Die Bibel bringt Gottes Sichtweise mit folgenden Worten sehr schön zum Ausdruck: "Jehova [oder Gott] ist barmherzig und mitfühlend, wird nicht schnell zornig und ist reich an loyaler Liebe. Er wird uns unsere Fehler nicht endlos vorhalten noch für immer nachtragend sein" (Psalm 103:8,9). Wenn Gott uns so sieht, wer sind wir dann, wenn wir uns immer nur verurteilen? Es kann sein, dass wir erst einmal lernen müssen, sanft mit uns selbst umzugehen!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit der Zeit gelingt, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln! Das macht Dich innerlich zufriedener und trägt ganz sicher zu vermehrtem Lebensglück bei!

LG Philipp

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Hallo aniemelover,

viele junge Leute machen ähnliche Erfahrungen wie Du! Leider gibt es überall Personen, die darauf aus sind, anderen absichtlich zu schaden und sie auf die eine oder andere Weise zu quälen! Sie machen sich einfach nicht die Mühe, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen und fragen sich auch nicht, wie sehr ihre Worte und Handlungen andere verletzen können.

Zunächst einmal die Frage: Warum gibt es überhaupt Menschen, die andere mobben? Da gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel wurden manche Mobber früher selbst einmal gemobbt.

Manchmal sind es auch die schlechten Vorbilder, die Kinder zu Hause haben, wenn Kinder sehen, wie Eltern, ältere Geschwister oder auch andere in der Familie miteinander umgehen. Des weiteren kann auch die eigene Unsicherheit oder ein Minderwertigkeitskomplex dahinter stecken. Der Mobber spielt den Starken, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken.

Wichtig ist auch zu wissen, wen sich Mobber gern als Opfer aussuchen. Das ideale Mobbingopfer ist jemand, der wenig Freunde hat und meistens allein dasteht. Auch kann ein andersartiges Aussehen, wie beispielsweise aufgrund der Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Behinderung dem Mobbing Vorschub leisten.

Man wird auch dann schnell zum Opfer, wenn man wenig Selbstvertrauen hat. Der Mobber hat es bei solchen Personen ziemlich leicht, da sie sich meistens nicht wehren. Nun aber zum wichtigsten Punkt: Was kannst Du selbst tun, um aus der Opferrolle frei zu kommen?

Nun, wer andere mobbt, der überschreitet Grenzen, denn schließlich ist jeder Menschen verletzbar, wenn er lästerlich oder sonst wie unwürdig behandelt wird! Einem Mobber müssen einfach Grenzen aufgezeigt werden! Außerdem kannst Du durch entsprechendes Verhalten bewirken, dass Du nicht weiter ein Mobbingopfer bleibst.

Versuche in kritischen Situationen z.B. gelassen zu bleiben. Wer gelassen und ruhig bleibt, auch wenn er herausgefordert wird, nimmt dem Mobber den Wind aus den Segeln. Er bietet ihm keine Angriffsfläche mehr, da dann seine Schikanen ins Leere führen.

Wenn man jedoch dem Mobber offen seine Gefühle zeigt, dann ist man ähnlich ungeschützt, wie in alter Zeit eine Stadt ohne Mauern - für jeden Feind eine leichte Beute! Wer jedoch seine Gefühle im Zaum hält, der ist für den Mobber gleichsam uneinnehmbar. Das sagt sich natürlich leichter, als es ist und erfordert eine Menge Selbstbeherrschung.

Trete den Rückzug an, wenn es gefährlich wird! Es ist immer das Beste, Situationen und Orte zu meiden, wo der Mobber ein leichtes Spiel hat. Hier gilt nicht das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" sondern der Rückzug. Das hat nichts mit Feigheit, sondern eher mit Klugheit zu tun.

Versuche bei hartnäckigem Mobbing die Sache klarzustellen. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dem Mobber gegenüberzutreten und ihm mit fester Stimme zu sagen, dass man sein Verhalten überhaupt nicht mag, dass es nicht witzig ist und es einen verletzt (so zeigst Du ihm seine Grenzen auf). Dabei ist es jedoch sehr wichtig, nicht herausfordernd oder beleidigend aufzutreten.

Suche auf jeden Fall darüber hinaus auch das Gespräch mit einem verantwortlichen Erwachsenen. Es wäre gut, ihm genau Deine Situation zu erklären und ihn um Unterstützung zu bitten. Wenn es um hartnäckiges Mobbing geht, dann solltest Du auf keinen Fall zögern, Dir schnell Hilfe und Unterstützung zu holen. Allein wird man damit in der Regel nicht fertig, allenfalls bei leichteren Formen des Mobbing.

Wer Mobbingopfer geworden ist, den mögen auch folgende Gedanken trösten: Gott versteht genau, was Menschen durchmachen, die gemobbt werden und sie sind ihm nicht gleichgültig. Ich fand einen Text der Bibel besonders trostreich, der sehr gefühlvoll beschreibt, dass sich Gott um die Benachteiligten und Schwachen kümmern wird:

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen "(Psalm 72:12-14). Dieses Versprechen schließt auch diejenigen ein, die von Mobbing betroffen sind.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, das Mobbing zu stoppen! Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Wenn Du jedoch die richtigen Maßnahmen ergreifst, sollte das Mobben allmählich nachlassen bzw. ganz aufhören.

LG Philipp

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Hallo ehrenplayboy05,

Liebeskummer kann wirklich sehr schmerzhaft und manchmal kaum zu ertragen sein! Doch die gute Nachricht ist: Es muss nicht für immer so schlimm bleiben! Wahrscheinlich kannst Du Dir das nur schwer vorstellen, da Du ja noch mitten in einem Tief steckst.

In so einer Situation kann es sehr hilfreich sein, mit einer Person seines Vertrauens zu sprechen. Das Mitgefühl und die guten Worte eines anderen können sehr tröstend und erleichternd sein. Sollte in Deinem Umfeld niemand dafür infrage kommen, kannst Du Dich auch an eine der folgenden Stellen wenden:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111

0800 - 111 0 222

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Hotline, bei der Du Dich über die zur Verfügung stehenden Anlaufstellen informieren kannst: 0800 – 3344533, Sprechzeiten : Mo, Die, Do: 13.00-17.00 Uhr, Mi, Fr: 08.30-12.30 Uhr. 

Auch wenn Dir in Deiner jetzigen Situation nicht danach ist und Du Dich schwach und kraftlos fühlst: Tue etwas, um Dich abzulenken und werde aktiv! Das mag Dir besonders am Anfang sehr schwerfallen, doch im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass es funktioniert. Dich in Dein Schneckenhaus zurückzuziehen kann am Anfang vielleicht ganz hilfreich sein, doch sollte es nicht zur Gewohnheit werden.

Versuche, Neues zu erleben und triff Dich mit Bekannten und Freunden. Das bringt Dich auf andere Gedanken und mildert den Schmerz ab.Und vor allem bringt es Deinem Herzen Erleichterung, wenn Du, wie anfangs gesagt, mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, über Deine Gefühle sprichst.

Wenn man am Boden ist, dann braucht man einfach jemanden, bei dem man sich so richtig ausheulen kann. Wenn man dann merkt, dass der andere mitfühlend zuhört und einen ernst nimmt, kann das helfen, nicht mehr ganz so betrübt zu sein!

Zum Schluss möchte ich noch auf einen Aspekt hinweisen, der von vielen, die in ernsten Schwierigkeiten sind, heutzutage übersehen wird. Ich weiß ja nicht, ob Du an Gott glaubst. Doch falls ja, denkst Du nicht, dass er Deine Gefühle versteht und Dir gern helfen möchte?

Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der mir sehr zu Herzen gegangen ist. Er lautet: "Er [Gott] heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden" (Psalm 147:3, Hoffnung für alle).Fühlst Du Dich nicht gerade so, wie hier beschrieben, "innerlich zerbrochen" und voll emotionaler "Wunden"?

Wäre es nicht schön, von Gott Erleichterung zu bekommen? Du kannst ihm alles sagen, was Dich bewegt, denn in den Psalmen steht: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8). Ja, Du kannst zu Gott so reden, wie zu einem guten Freund und Du kannst sicher sein, dass er Dich hört!

Ich hoffe, dass es Dir mit Hilfe anderer gelingt, Deinen Liebeskummer allmählich in den Griff zu bekommen! Habe Geduld und denke vor allem daran: Die schlimmen Gefühle, die Du im Moment hast, werden im Laufe der Zeit schwächer und irgendwann vielleicht sogar ganz veschwinden. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo FelixvB,

wie Menschen sind gesellige Wesen; daher brauchen wir Menschen um uns, die uns schätzen und uns mögen und mit denen wir uns austauschen können! Ja, Freundschaften sind elementar wichtig, damit wir uns emotional wohlfühlen und ausgeglichen sind. Wir Menschen sind nicht als Einzelgänger erschaffen worden, sondern brauchen die enge Gemeinschaft anderer, um auf Dauer psychisch gesund zu bleiben.

Das ist aber in der heutigen Zeit gar nicht so einfach! Viele denken nur an sich und den eigenen Vorteil und sind daher für echte Freundschaften denkbar ungeeignet. So kann es leicht geschehen, dass man zwar täglich mit vielen Menschen zu tun hat, aber niemand da ist, der sich wirklich für einen interessiert. Dadurch macht sich schnell Einsamkeit breit.

In einem Buch heißt es: "„Einsamkeit ist keine Krankheit, Einsamkeit ist ein gesunder Hunger . . ., ein natürliches Zeichen dafür, dass es uns an Freundschaften fehlt" ( In Search of Intimacy). Ein kleiner Trost mag für Dich sein, dass Du mit diesem Problem nicht allein dastehst. Dennoch solltest Du nicht in Mutlosigkeit versinken, denn allein zu sein ist kein unabänderliches Schicksal! Was also könntest Du tun?

Probleme neue Freunde zu finden, kann das natürlich viele Ursachen haben. Eine könnte sein, dass Du Dir selbst im Weg stehst. Damit meine ich, dass es darauf ankommt, wie Du zu Dir selbst stehst.

Wenn Du Dich z.B. als nicht liebenswert oder unattraktiv ansiehst, wirst Du wahrscheinlich große Probleme damit haben, auf andere zuzugehen, weil Du denkst, Du könntest zurückgewiesen werden. Sollte das auf Dich zutreffen, dann ist es an der Zeit, einmal über Dein negatives Selbstbild nachzudenken und es gegebenenfalls zu korrigieren.

Was könntest Du beispielsweise tun, wenn es um das äußere Erscheinungsbild geht? Selbstverständlich sollte es sein, auf ein gepflegtes Äußeres zu achten, ohne jedoch übertrieben modisch gekleidet zu sein. Dazu gehört auch, dass Du auf eine gesunde Ernährung achtest, Dich ausreichend bewegst und genügend Schlaf bekommst. Solche guten Lebensgewohnheiten wirken sich vorteilhaft auf Dein Aussehen, was sie wiederum positiv auf Deine Selbstachtung auswirkt.

Es geht auch nicht vorwiegend darum wie Du äußerlich auf andere wirkst. Wenn Du Dich nur darauf konzentrierst, wirst Du verkrampft und steif. Es kommt vielmehr darauf an, dass Du eine positive, lebensbejahende innere Einstellung hast. Diese wirkt sich nämlich entscheidend auf Deine Ausstrahlung aus!

Zum Beispiel gibt es kaum etwas, was sich anziehender auf andere auswirkt, als ein freundliches Lächeln. Kommt dazu noch eine Prise Humor, fühlen sich andere automatisch zu Dir hingezogen. Das ist aber noch nicht alles!

Wenn Du echte Freunde hinzugewinnen willst, ist eines sehr wichtig: offen zu sein. Das bedeutet, dass Du anderen von Dir erzählst, sie wissen lässt, was wirklich in Dir vorgeht. Das heißt natürlich nicht, dass Du allzu offenherzig bist und gleich jedem Deine innersten Geheimnisse anvertraust. Erst muss einmal eine gewisse Vertrauensbasis da sein, bevor man sein Inneres preisgibt. Diese entsteht jedoch am besten dann, wenn Du Dich so gibst wie Du wirklich bist und nicht so wie du denkst, was andere von Dir erwarten.

Wenn Du in einer Beziehung ganz Du selbst bist, dann wirkst Du ohne Frage liebenswert und anziehend. Andererseits solltest Du aber auch nicht nur von Dir selbst erzählen, sondern Dich auch für Dein Gegenüber interessieren. Stelle ihm Fragen und höre dann gut zu! Ja, ein offener Gedankenaustausch ist für eine Freundschaft das A und O!

Wenn Du Freunde finden willst, dann ist es wichtig, selbst die Qualitäten eines guten Freundes zu haben. Jemand hat einmal gesagt: "Es gibt nur einen Weg, Freunde zu gewinnen; selbst einer zu sein" (Ralph Waldo Emerson). Der Schlüssel dazu ist das selbstlose Interesse an anderen. Dazu fällt mir ein, was Jesus Christus hierüber einmal sagte und was als "Die goldene Regel" bekanntgeworden ist: "Wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun, so tut auch ihnen" (Lukas 6:31).

Ein selbstloser Freund ist man vor allem dann, wenn man gerne gibt. Ja, wenn einem die Bedürfnisse des Freundes wichtiger sind, als die eigenen Vorlieben und Bequemlichkeiten, dann ist man tatsächlich ein echter Freund!

Auch hierzu ist der Rat der Bibel sehr passend: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35). Dominiert in einer Beziehung das Geben, dann fördert das nicht nur die Freundschaft, sondern macht einen sogar selbst viel glücklicher! Das wird in der heutigen Zeit leider vielfach vergessen und so gehen viele Freundschaften wieder in die Brüche.

Du siehst also, es gibt viele Möglichkeiten, Menschen als seine Freunde zu gewinnen. Wenn Du die genannten Tipps beachtest und umsetzt, dann wirst Du wahrscheinlich eines Tages nicht mehr so einsam sein und mehr Menschen um Dich haben, die Dich lieben und schätzen. Und bleibe bitte auch dann weiter am Ball, wenn die Ergebnisse vielleicht erst einmal auf sich warten lassen. Um erfolgreich zu sein, ist auf jeden Fall Ausdauer gefragt!

LG Philipp

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Hallo M11ax,

in der Bibel steht keineswegs "eindeutig", dass Menschen für immer in eine Hölle kommen können! In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn der zugrundeliegenden Wörter aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder. Das hat viel zur Verwirrung beigetragen und lässt noch immer viele Menschen an die Hölle glauben. Doch die wirkliche Aussage der Bibel ist eine andere!

Tatsächlich ist in vielen (oft älteren) Bibelübersetzungen der Begriff "Hölle" an verschiedenen Stellen zu finden. Dazu muss man aber folgendes wissen: In den hebräischen Ursprungstexten findet man z. B. das Wort "scheol". Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, doch vermitteln diese Wörter nicht die eigentliche Bedeutung dieses hebräischen Begriffs!

In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“ Damit ist "scheol" einfach das Grab der Menschen.Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments.

Ein Beispiel dazu ist das, was in Prediger 9:5,10 zu lesen ist, wo es heißt: Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist. Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst."

Dazu folgende Überlegung: Wenn die Toten "nichts mehr wissen", können sie auch keine Qualen empfinden, nicht wahr? Somit ist der Tod ein Zustand der Nichtexistenz.

Die Lehre von einem Ort feuriger Qualen stammt also eindeutig nicht aus Bibel sondern hat in babylonischen und assyrischen Überlieferungen ihren Ursprung, wonach das Totenreich einen Ort darstellt, der von mächtigen Göttern und Dämonen bewohnt wird.

Manche kirchliche Lehrer und auch Bibelübersetzer wurden durch die griechische Mythologie des "Hades" - die griechische Entsprechung des Wortes "scheol" - beeinflusst, der angeblich ein Ort sei, an dem die Toten weiterleben würden und der von dem gleichnamigen Gott beherrscht werde. Hier liegen die eigentlichen Ursprünge der Höllenlehre.

Die Gesamtaussage der Bibel über den Tod ist immer die gleiche: Der Tod ist ein Zustand ohne jegliches Bewusstsein und damit die Nichtexistenz. In diesem Zustand werden die Toten jedoch nicht für immer verbleiben, da Gott in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes Einzelnen zu erinnern und ihn eines Tages (in der Bibel Auferstehung genannt) zum Leben zurückbringt, indem er ihn neu erschaffen wird.

Durch die Lehre von einer Feuerhölle, in der der Teufel Menschen für immer quält, hat man sich von der klaren Lehre der Bibel leider weit entfernt. Jahrhunderte lang und bis auf den heutigen Tag hat man mit dieser Lehre unter den Gläubigen Angst und Schrecken verbreitet.

Kirchliche Lehrer haben sich auch keine Gedanken darüber gemacht, welches Bild von Gott sie damit ihren Anhängern vermitteln. Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)?

Und außerdem: In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte.

Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6).

Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Denkst Du nicht auch, dass es viel leichter ist, an einen solchen Gott zu glauben und ihn zu lieben?

LG Philipp

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Mit Depressionen zur Schule gehen?

Guten Tag,

Ich bin 15 Jahre alt und mir geht es seit drei Jahren psychisch überhaupt nicht gut. Ich bin nur selten gut gelaunt und optimistisch und auch sehr oft fehlt mir die Lust und die Motivation mich aus dem Bett zu bekommen und in den Tag zu starten. Es hat eigentlich damit begonnen als sich meine Eltern trennten. Jedenfalls denke ich, dass ich Depressionen haben könnte und manchmal bekomme ich auch so was wie Panikattacken, sicher bin ich mir jedoch nicht ,denn ich bin ja kein Arzt oder Psychologe. Ich werde auch gleich in Therapie gehen, denn so kann das definitiv nicht weiter gehen. Ich weiß jetzt jedoch nicht was ich tun soll, denn in 2 Wochen fängt wieder die Schule an und wenn es mir selbst in den Ferien beschissen ging obwohl ich da eigentlich relativ wenig Stress hatte, möchte ich erst gar nicht wissen wie es ist wenn die Schule wieder anfängt. Ich habe das letzte Jahr gerade so geschafft ohne völlig durchzudrehen. Dazu kommt noch dass ich dieses Jahr alle Fächer auf Französich haben werde und ich eine absolute Niete in Französich bin. Dieses Schuljahr wäre schon schwer genug ohne meine Depressionen sag ich mal und ich kann null mit Stress umgehen. Ich wollte jetzt mal fragen ob jemand weiß wie man mit diesem Stress mit der Schule und dem privaten Stress umgehen kann und wie es am wenigsten scheiße ist mit ''Depressionen'' zur Schule gehen zu müssen. Vielleicht kann mir ja jemand aus eigener Erfahrung einen Tipp geben?

Würde mich sehr über eine Antwort freuen😊Liebe Grüße😄(P.S Sorry für meine Schreibfehler🤣)

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Hallo Angie561,

Du schreibst, dass Du "gleich in Therapie gehen" wirst, doch zuvor erklärst Du, dass Du noch nicht einmal weißt, ob Du Depressionen hast! Wie passt das zusammen? Oder meist Du mit "gleich", dass Du vorhast, eine Therapie zu beginnen?

Nun zum Stress in der Schule. Zunächst einmal wäre es unrealistisch zu denken, Stress in der Schulzeit ließe sich völlig vermeiden. Es kommt allerdings auf das Ausmaß an. Manchmal fühlt man sich eben von allem überfordert und den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Was kann man dann tun, um die Lage wenigstens zu verbessern?

Finde z.B. heraus, wann und wie der Stress entsteht. Analysiere als nächstes, welche Stressfaktoren Dich am meisten belasten. Sind es die Hausaufgaben, die bevorstehenden Klassenarbeiten, die hohen Erwartungen, die Deine Eltern, Deine Lehrer, oder auch Du selbst an Dich stellst?

Wenn es beispielsweise um die Hausaufgaben geht, könntest Du einmal Deine Lerngewohnheiten unter die Lupe nehmen. Wie sieht es mit einer guten Zeiteinteilung aus? Werden die Hausaufgaben hinten angeschoben oder haben sie in Deiner Zeiteinteilung oberste Priorität?

Ein guter Tipp wäre auch, die Stressauslöser in zwei Kategorien einzuteilen. Welche hast Du selbst in der Hand und an welchen kannst Du nichts ändern? Konzentriere Dich am besten auf die Probleme, die Du lösen kannst, statt Dir all zu sehr Deinen Kopf über die unlösbaren Probleme zu zerbrechen. Dann gehe gezielt an die Probleme heran und schiebe sie nicht lange vor Dir her.

Es gibt noch etwas, was Dir helfen kann, den Stress zu reduzieren: Bitte um Hilfe und Unterstützung! Versuche nicht, Deine Sorgen alleine zu tragen. Wann immer möglich, sprich auch mit Deinen Eltern und Deinem Vertrauenslehrer darüber und bitte sie um Lösungsvorschläge.

Hier noch ein kleiner Tipp: Weißt Du, dass Du besser mit Stress umgehen kannst und Deine Gedächtnisleistung steigerst, wenn Du genügend Schlaf bekommst? Für einen jungen Menschen in der Schulzeit sind 8-10 Stunden Schlaf angemessen.

Und hier noch ein letzter Gedanke: Falls Du an Gott glaubst, könnte auch der folgende Hinweis aus der Bibel ermutigen: "Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch" (1. Petrus 5:7, Hoffnung für alle). Viele glauben zwar heutzutage nicht mehr daran, dass sich Gott für uns Menschen interessiert, doch der eben zitierte Text zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist! Vielen Jugendlichen hat ein enges Verhältnis zu Gott geholfen, mit den heutigen Problemen und dem Stress besser fertig zu werden.

Ich wünsche Dir, dass Du die eine oder andere Verbesserung erreichen kannst und Du auch Deine Depressionen nach und nach überwinden kannst! Alles Gute!

LG Philipp

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Hallo Anony742,

wenn Du zum Arzt gehst, bedeutet das ja nicht, dass Du unbedingt Tabletten nehmen musst. Das ist immer Deine eigene Entscheidung. Wichtig ist, dass Du Dich vielleicht erst einmal von einem Facharzt (notfalls auch der Hausarzt) beraten und informieren lässt. Du könntest Dir auch eine Überweisung zu einem Psychotherapeuten geben lassen, wobei Du allerdings mit einer längeren Wartezeit rechnen muss.

Auch wenn aus meiner Sicht fachliche Hilfe wichtig ist, kannst Du auch eine ganze Menge selbst tun. Es gehört zum Wesen einer schweren Depression, das Gefühl zu haben, zu nichts mehr richtig in der Lage zu sein. Am liebsten möchte man nur noch im Bett bleiben. Es wäre jedoch ein Fehler, diesen Gefühlen nachzugeben, da einen das überhaupt nicht weiterbringt!

Um aktiv zu werden, könnte man mit ganz kleinen Schritten anfangen, z.B. mit einem kurzen Spaziergang. Diesen könnte man nach und nach ausdehnen. Ebenso könnte man bei der Hausarbeit oder anderen Aktivitäten vorgehen.

Es ist klar, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Vorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und treibst Dich noch tiefer in die Depression!

Sehr wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression in der Regel nicht ewig dauert, wenn sie richtig behandelt wird!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast! Unterschätze nie, wie sehr Dich auch kleine Erfolge weiterbringen können!

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich die Gedanken wahrscheinlich ständig um die eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen diese Negativspirale tun?

Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Vielleicht gibt es Menschen in Deinem Leben, die für Dich da sind. Oder Du hast ein schönes Zuhause und brauchst Dir um materielle Dinge keine Gedanken zu machen. Manchmal vergisst man auch die vielen kleinen schönen Dinge im Leben, die einem selbstverständlich geworden sind.

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeit lang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Achtsamkeitstraining nennt man das.

Bei der Behandlung einer Depression hat es sich sehr bewährt, sich möglichst mehrmals am Tag körperlich zu bewegen (sofern aus Sicht des Arztes nichts dagegen spricht). Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf.

Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden.

Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es einen anfangs große Überwindung kostet sich in Bewegung zu setzen, wird man feststellen, dass sich die Stimmung mehr und mehr aufhellt.

Wenn man depressiv ist, dann sucht man verständlicherweise Hilfe und Trost bei anderen. Leider sind in unserer hektischen Zeit viele mit ihren eigenen Problemen und Sorgen beschäftigt und haben nicht immer die Gedanken frei, einem anderen mitfühlend und geduldig zuzuhören. Wenn Du das schon erlebt hast, dann kann das für Dich sehr verletzend sein.

Wenn Du an Gott glaubst, bedenke, dass er Deinen Schmerz kennt und mit Dir mitfühlt! Es gibt viele Stellen in der Bibel, die zeigen, dass Gott ein Herz für die Benachteiligten und Niedergedrückten hat. Ein Text, der sehr viel Mut machen kann, ist folgender:

"Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist es nicht schön, dass Gott an unserem Leben Anteil nimmt und uns Hilfe zusichert?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es nach und nach schaffst, Dein seelisches Gleichgewicht wiederzuerlangen und allmählich wieder Freude in Dein Leben zurückkehrt! Gib bitte nicht auf, auch wenn im Moment noch alles trübe und grau aussieht! Das Leben verändert sich und es bleibt nicht alles so, wie es gerade ist. Alles Gute und viel Kraft!

Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ.

LG Philipp

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Hallo Precious857,

auch wenn Du Dich über einen längeren Zeitraum depressiv fühlst, muss das nicht heißen, dass Du auch tatsächlich eine Depression hast! Eine Depression ist nämlich eine vielschichtige seelische Erkrankung, die nicht anhand weniger Symptome feststellbar ist. Eine genaue Diagnose kann immer nur ein Arzt stellen!

Manchmal sind es ganz einfach auch andauernder Stress oder verschiedene andere Lebensumstände, die einen niederdrücken und in eine depressive Stimmungslage versetzen. Was kann man dann tun? Viele machen den Fehler, ihre Probleme für sich zu behalten. Sie denken entweder, es interessiere sich sowieso niemand für sie oder es ist ihnen peinlich, darüber zu sprechen.

Wie dem auch sei: Gerade das Gespräch mit einer verständnisvollen und mitfühlenden Person kann äußerst hilfreich sein! Wenn man es erst einmal geschafft hat, all das, was einen so sehr belastet, mit jemandem zu teilen, kann allein das schon große Erleichterung bringen!

Ich weiß ja nicht, wie Du dazu stehst, doch falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott sieht genau, womit Du zu kämpfen hast, und Du bist ihm nicht gleichgültig! Du denkst vielleicht: Wie kann man da sicher sein? In der Bibel steht: "Du hast mein Elend gesehen. Du kennst meinen großen Kummer" (Psalm 31:7, NW 2013).

Aber sieht denn Gott nur zu, wenn wir leiden und tut nichts? Ganz bestimmt nicht. Er sichert denen, die sich im Glauben an ihn wenden, folgendes zu: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist das nicht ein ergreifender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du bald einen Weg aus der Krise findest und Du wieder fröhlich sein kannst! Und denke bitte daran, dass Menschen da sind, die Dir helfen können und wollen! Du stehst also nicht allein da! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo leonwurst,

ganz wichtig ist, dass Eltern von den Selbstmordgedanken ihres Kindes wissen! Hast Du schon einmal mit ihnen darüber gesprochen? Vielleicht können sie Dir besser helfen, als Du Dir im Moment denkst! Auf jeden Fall aber wissen sie wahrscheinlich, an wen Du Dich in Deiner Not am besten wenden kannst.

Vielen ist nicht bewusst, dass Selbstmordgedanken mit einer psychischen Krankheit in Zusammenhang stehen können. Wird diese dann richtig behandelt, verschwinden auch oft die Suizidgedanken wieder.

Es wäre daher in jedem Fall (natürlich mit Zustimmung Deiner Eltern) der Besuch beim Arzt anzuraten! Das kann zunächst durchaus Dein Hausarzt sein. Sollte er eine Erkrankung feststellen, wird er mit Dir über die Möglichkeiten einer Behandlung sprechen.

Es mag sein, dass Du bisher noch mit niemanden über Deine Ausweglosigkeit gesprochen hast. Suche daher das Gespräch (außer mit einem Arzt) mit jemandem, der Dir kompetent helfen kann (wie gesagt, vornehmlich mit Deinen Eltern).

Sollte das aber aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, dann brauchst Du dennoch nicht zu verzweifeln. Es gibt Menschen, die Dir helfen können und wollen!

Ein erster Anlaufpunkt könnte beispielsweise die Telefonseelsorge sein. Die Nummern, die übrigens gebührenfrei sind, lauten: 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222. Neben Gesprächen, hast Du dort auch die Möglichkeit, zu chatten oder Dich per Mail auszutauschen. Wie Du siehst, stehst Du also nicht völlig allein da!

Unterschätze auch nicht den Wert von Gesprächen jemandem Vertrauten (sofern er oder sie alt und reif genug sind, Dir beizustehen)! Es mag zwar sein, dass Du den Eindruck hast, dass er oder sie Dich nicht völlig verstehen, doch schon ihr Interesse an Deinem Wohl kann Dir sehr guttun!

Und wenn Du Glück hast, gibt es jemanden, der geduldig, verständnisvoll und einfühlsam zuhört. Wichtig ist aber, dass Du nicht wartest, bis Dich jemand anspricht. Andere können ja nicht wissen, wie es in Deinem Inneren aussieht und mit welchen verzweifelten Gedanken Du zu kämpfen hast. Auch wenn es Dir anfangs schwerfällt, gehe dennoch auf jemanden zu, der kompetent ist, Dir helfen zu können.

Selbstmordgedanken können ein so gefangennehmen und so beherrschen, dass man an nichts anderes mehr denken kann. Versuche daher, wenn irgend möglich, Dich abzulenken.Tue etwas, was Du schon immer gern gemacht hast: vielleicht einen Lieblingsfilm ansehen, einen schönen Spaziergang machen oder in einem Restaurant etwas Leckers essen. Wichtig ist einfach, etwas zu tun, was Dich auf andere Gedanken bringt und Dir ein bisschen von Deinem alten Lebensgefühl zurückbringt.

Solltest Du aber den Eindruck haben, dass Deine Selbstmordgedanken nicht mehr beherrschbar sind und Du allmählich die Kontrolle über Dich verlierst, dann scheue Dich nicht, Dich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses fahren zu lassen und informiere auf jeden Fall Deine Eltern!

Hier noch ein letzter Gedanke: Falls Du an Gott glaubst, hast Du Dich vielleicht schon gefragt, ob er Dir irgendwie helfen könnte. In der Bibel gibt er uns Zusicherungen, die er auch ganz bestimmt erfüllen wird! Eine davon steht in dem Buch Jesaja und lautet:

"Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben" (Jesaja 57:15, NW 2013).

Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott unseren Schmerz sieht und bereit ist, uns wieder neue Kraft zu geben? Wir können uns jederzeit an ihn wenden und mit ihm so sprechen wie zu einem guten Freund!

Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder neue Perspektiven in Deinem Leben siehst und Deine Selbstmordgedanken allmählich verschwinden! Gib bitte nicht auf und nimm die Hilfe anderer an! Und stütze Dich, sofern möglich, auch auf Deine Eltern! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo LeonAverage,

in der heutigen Zeit ist es nicht ganz leicht, echte Freunde zu finden. Mit "echten Freunden" meine ich Menschen, auf die man immer zählen kann und die einen nie im Stich lassen. Man kann zwar sehr schnell Freundschaften schließen, doch nicht immer hat man es dabei mit wirklichen Freunden zu tun. Freundschaften sind auch nicht plötzlich da; sie müssen erst nach und nach wachsen.

Dennoch ist es keine Sache reinen Zufalls oder glücklicher Umstände, Freude zu finden. Es kostet uns schon etwas. Wir müssen vor allem so eingestellt sein, dass wir Interesse am Wohl anderer haben. Das kann man z.B. dadurch zeigen, dass man sich bei seinem Gesprächspartner erkundigt, wie es ihm geht und ihm dann gut zuhört. Dabei sollte jedoch nicht der Eindruck entstehen, man frage ihn aus. Auch indiskrete Fragen sind ein No-go!

Es ist zwar gut, auch von sich zu erzählen, doch wenn man es damit übertreibt, denkt der andere, man habe kein Interesse an ihm. Es kommt bei einer guten Kommunikation also vor allem darauf an, ein interessierter Zuhörer zu sein. Dabei reicht es nicht, sich lediglich Kurznachrichten zu schicken oder sich über soziale Netzwerke auszutauschen. Vielmehr sind Gespräche von Person zu Person wichtig, damit aus einem Bekannten evtl. irgendwann ein echter Freund wird.

Ein sehr wichtiger Punkt ist auch, dass man in eine Freundschaft investieren muss. Konkret heißt das, den anderen spüren zu lassen, dass er einem wichtig ist und sich um ihn kümmern. Warte nicht, bis er sich bei Dir meldet, sondern ergreife Du die Initiative! Natürlich geht es nicht darum sich ausnutzen zu lassen, doch wird es gern gesehen, wenn Du hilfsbereit und fürsorglich bist.

Einfach auf den Punkt gebracht, heißt das: Bevor Du Freunde suchst, bemühe Dich, selbst ein guter Freund zu sein! Versetze Dich in den Lage des anderen und frage Dich: Was könnte er sich jetzt von mir wünschen? Wie sollte ich am besten reagieren, damit er sich von mir verstanden und geschätzt fühlt?

Wenn das mit neuen Freundschaften klappen soll, dann sei auch in Deinen Erwartungen realistisch! Erwarte von den anderen keine Vollkommenheit und bleibe geduldig, wenn Fehler gemacht werden. Mir fällt in diesem Zusammenhang ein Rat aus der Bibel ein, der hier sehr gut passt.Er lautet:

"Ertragt einander weiterhin und vergebt einander großzügig, selbst wenn jemand Grund hat, sich über einen anderen zu beklagen" (Kolosser 3:13). Es wird immer etwas geben, was einen bei jemand anderen stört oder sogar regelrecht aufregt. Wäre es dann aber gut, aufbrausend oder gereizt zu reagieren? Wenn man bereit ist, gern zu vergeben, fördert das freundschaftliche Kontakte.

Erlaube mir bitte, noch einmal die Bibel zu bemühen. Der folgende Rat wirkt sich nicht nur im Hinblick auf Freundschaften gut aus, sondern erleichtert überhaupt jegliches menschliche Miteinander: "Vergeltet niemandem Böses mit Bösem...Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden" (Römer 12;17,18). Ja, wenn Frieden statt Streit oder Feindschaft von uns ausgeht, werden andere gern mit uns zusammen sein und der Weg zu echten Freundschaften ist geebnet!

Du siehst also, dass es bei einer Freundschaft sehr auf Dich und Dein Verhalten ankommt. Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, neue Kontakte aufzubauen, um daraus im Laufe der Zeit Freundschaften werden zu lassen!

LG Philipp

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Hallo Hanna9104,

nein, das ist auf keinen Fall normal! Es tut mir sehr leid, dass Du Dich im Moment so ausweglos fühlst, dass Du mit Selbstmordgedanken zu kämpfen hast! Wenn das im Moment für Dich auch schwer vorstellbar ist: Es kann auch in Deinem Leben wieder bergauf gehen!

Meistens ist keine Situation so ausweglos, dass es keinen Grund gibt, auf eine Besserung zu hoffen. Denke einmal über die folgenden drei Gründe nach, weswegen es sich doch noch lohnen könnte, weiterzuleben.

Lebensumstände ändern sich - Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich nach und nach zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Beziehung in die Brüche geht. Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern.

Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation, trotz dem Schmerz, der damit verbunden ist, etwas positiver zu sehen.

Man wird eher danach Ausschau halten, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. Vielleicht entdeckt man Hilfen und Möglichkeiten, an die man zuvor nicht gedacht hat und die einem wieder Auftrieb geben.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, dann schafft man es vielleicht in mehreren Etappen. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen. Wichtig ist, dass man sich nicht von ihnen erdrücken lässt, sondern überlegt, was man (evtl. mit Hilfe anderer) tun kann, um sie zu überwinden.

Hilfen stehen zur Verfügung - Eine Hilfe können z.B. Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— doch es gibt Behandlungsmöglichkeiten.

Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de . Ein Online-Beratungsangebot, bei dem suizidgefährdete Jugendliche von spezielle ausgebildeten Gleichaltrige beraten werden, ist hier zu finden: http://www.u25-deutschland.de

- Informationen stehen für Dich auch auf der Website deutschen Gesellschaft für Suizidprävention zur Verfügung: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige

Wenn Du Dich dort lieber telefonisch beraten lassen möchtest, so kannst Du dies unter folgender Nummer tun: 0921-283301

Vergiss bitte nicht, dass Du z.B. aus einer schweren seelischen Krise allein nicht wieder herauskommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es durchaus schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung ihrer Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Es besteht Aussicht auf Besserung- Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine jetzige Lage kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt.

Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Falls Du an Gott glaubst, magst Du Dich davon angesprochen fühlen. Ich fand einen sehr ermutigenden Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können.

Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder alle schlimmen Umstände beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein schlimmes seelisches Tief zu überwinden und nach und nach merkst, dass es sich trotz allem lohnt, weiterzuleben. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo ShadowBoy356,

Freundschaften sind elementar wichtig, damit wir uns emotional wohlfühlen und ausgeglichen sind. Wir Menschen sind nicht als Einzelgänger erschaffen worden, sondern brauchen die enge Gemeinschaft anderer, um auf Dauer psychisch gesund zu bleiben.

Das ist aber in der heutigen Zeit gar nicht so einfach! Viele denken nur an sich und den eigenen Vorteil und sind daher für echte Freundschaften denkbar ungeeignet. So kann es leicht geschehen, dass man zwar täglich mit vielen Menschen zu tun hat, aber niemand da ist, der sich wirklich für einen interessiert. Dadurch macht sich schnell Einsamkeit breit.

In einem Buch heißt es: "„Einsamkeit ist keine Krankheit, Einsamkeit ist ein gesunder Hunger . . ., ein natürliches Zeichen dafür, dass es uns an Freundschaften fehlt" ( In Search of Intimacy). Ein kleiner Trost mag für Dich sein, dass Du mit diesem Problem nicht allein dastehst. Dennoch solltest Du nicht in Mutlosigkeit versinken, denn allein zu sein ist kein unabänderliches Schicksal! Was also könntest Du tun?

Probleme neue Freunde zu finden, kann das natürlich viele Ursachen haben. Eine könnte sein, dass Du Dir selbst im Weg stehst. Damit meine ich, dass es darauf ankommt, wie Du zu Dir selbst stehst.

Wenn Du Dich z.B. als nicht liebenswert oder unattraktiv ansiehst, wirst Du wahrscheinlich große Probleme damit haben, auf andere zuzugehen, weil Du denkst, Du könntest zurückgewiesen werden. Sollte das auf Dich zutreffen, dann ist es an der Zeit, einmal über Dein negatives Selbstbild nachzudenken und es gegebenenfalls zu korrigieren.

Was könntest Du beispielsweise tun, wenn es um das äußere Erscheinungsbild geht? Selbstverständlich sollte es sein, auf ein gepflegtes Äußeres zu achten, ohne jedoch übertrieben modisch gekleidet zu sein. Dazu gehört auch, dass Du auf eine gesunde Ernährung achtest, Dich ausreichend bewegst und genügend Schlaf bekommst. Solche guten Lebensgewohnheiten wirken sich vorteilhaft auf Dein Aussehen, was sie wiederum positiv auf Deine Selbstachtung auswirkt.

Es geht auch nicht vorwiegend darum wie Du äußerlich auf andere wirkst. Wenn Du Dich nur darauf konzentrierst, wirst Du verkrampft und steif. Es kommt vielmehr darauf an, dass Du eine positive, lebensbejahende innere Einstellung hast. Diese wirkt sich nämlich entscheidend auf Deine Ausstrahlung aus!

Zum Beispiel gibt es kaum etwas, was sich anziehender auf andere auswirkt, als ein freundliches Lächeln. Kommt dazu noch eine Prise Humor, fühlen sich andere automatisch zu Dir hingezogen. Das ist aber noch nicht alles!

Wenn Du echte Freunde hinzugewinnen willst, ist eines sehr wichtig: offen zu sein. Das bedeutet, dass Du anderen von Dir erzählst, sie wissen lässt, was wirklich in Dir vorgeht. Das heißt natürlich nicht, dass Du allzu offenherzig bist und gleich jedem Deine innersten Geheimnisse anvertraust. Erst muss einmal eine gewisse Vertrauensbasis da sein, bevor man sein Inneres preisgibt. Diese entsteht jedoch am besten dann, wenn Du Dich so gibst wie Du wirklich bist und nicht so wie du denkst, was andere von Dir erwarten.

Wenn Du in einer Beziehung ganz Du selbst bist, dann wirkst Du ohne Frage liebenswert und anziehend. Andererseits solltest Du aber auch nicht nur von Dir selbst erzählen, sondern Dich auch für Dein Gegenüber interessieren. Stelle ihm Fragen und höre dann gut zu! Ja, ein offener Gedankenaustausch ist für eine Freundschaft das A und O!

Wenn Du Freunde finden willst, dann ist es wichtig, selbst die Qualitäten eines guten Freundes zu haben. Jemand hat einmal gesagt: "Es gibt nur einen Weg, Freunde zu gewinnen; selbst einer zu sein" (Ralph Waldo Emerson). Der Schlüssel dazu ist das selbstlose Interesse an anderen. Dazu fällt mir ein, was Jesus Christus hierüber einmal sagte und was als "Die goldene Regel" bekanntgeworden ist: "Wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun, so tut auch ihnen" (Lukas 6:31).

Ein selbstloser Freund ist man vor allem dann, wenn man gerne gibt. Ja, wenn einem die Bedürfnisse des Freundes wichtiger sind, als die eigenen Vorlieben und Bequemlichkeiten, dann ist man tatsächlich ein echter Freund!

Auch hierzu ist der Rat der Bibel sehr passend: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35). Dominiert in einer Beziehung das Geben, dann fördert das nicht nur die Freundschaft, sondern macht einen sogar selbst viel glücklicher! Das wird in der heutigen Zeit leider vielfach vergessen und so gehen viele Freundschaften wieder in die Brüche.

Du siehst also, es gibt viele Möglichkeiten, Menschen als seine Freunde zu gewinnen. Wenn Du die genannten Tipps beachtest und umsetzt, dann wirst Du wahrscheinlich eines Tages nicht mehr so einsam sein und mehr Menschen um Dich haben, die Dich lieben und schätzen. Und bleibe bitte auch dann weiter am Ball, wenn die Ergebnisse vielleicht erst einmal auf sich warten lassen. Um erfolgreich zu sein, ist auf jeden Fall Ausdauer gefragt!

LG Philipp

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Ich versuche alles richtig zu machen um meinen selbsthass zu vergessen?

Hallo,

Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, daher schreibe ich einfach so drauf los.

Bis vor etwa 1 Jahr habe ich kaum etwas gemacht. Ich saß immer rum, habe nicht im Haushalt geholfen und immer nur Serien usw geschaut. Gehasst habe ich mich schon immer. Teils wegen meinem Übergewicht welches ich seit Jahren versuche zu bekämpfen (bisher erfolglos), wegen dem Rest an meinem Aussehen und meinen Charakter hasse ich auch.

Dann habe ich beschlossen wenn ich so scheiße bin und keine Werte habe mache ich sonst alles richtig, dann ist es akzeptabel.

Seitdem stehe ich jeden Tag um 5 auf, räume auf und putze die Wohnung, spüle das Geschirr, gehe einkaufen täglich, Zeige nie das es mir schlecht geht um den anderen Leuten nicht auf die nerven zu gehen. Abends so um 21 Uhr schaue ich dann nen Film und fühle mich dann schlecht weil ich nichts mache obwohl ich den ganzen Tag was mache und kaum schlafe.

Seit etwa 6 Monaten ziehe ich nur noch Jogginghosen und weite Pullis an, Pflege mich zwar gut aber möchte einfach nicht angeschaut werden weil ich mich so schäme. Ich wiege um die 100 kilo und bin 17.

Ich weiß nicht ob es so weitergehen kann.

Seit fast 1 Monat nehme ich Anti-Depressiva, bis jetzt ohne Wirkung. Die kommende Woche kriege ich eine Betreuerin die mit mir Sachen unternimmt. In der Schule war ich seit einigen Monaten nicht (bin auch nicht mehr Schulpflichtig aufgrund psychischer Probleme) aber werde nächsten Sommer wahrscheinlich wieder in einer anfangen und bald eine Psychotherapie starten.

Ich hoffe das hilft, aber ich fühle mich so schlecht wenn ich mal kurz nichts mache oder mich jemand dabei erwischt wie ich esse.

Ich hasse mich.

Meine Frage ist. Wie kann ich mich selber mögen? Mich schätzen? Ich hasse meinen Charakter obwohl ich weiß das ich ein freundlicher Mensch bin der versucht für alle da zu sein. Ich weiß nicht weiter.

Sorry falls ich Leute mit dieser Frage nerve.

Liebe Grüße und noch eine schöne Woche.

Ps:

Das mit dem abnehmen habe ich seit ein paar Monaten beiseite geschoben, ich möchte eine Pause von dem ganzen versuchen.

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Hallo Summergirl442,

Du selbst hast zwar ein ziemlich negatives Bild von Deinem Äußeren; das muss jedoch nicht bedeuten, dass die anderen Dich mit den gleichen Augen sehen! Es kann bei jungen Menschen eben sehr leicht passieren, dass sie ins Extrem fallen und zu viel Wert auf ihr Aussehen legen.

Es ist zwar völlig normal und auch richtig, dass Du Dir über Dein Aussehen Gedanken machst. Allerdings kann es sehr leicht geschehen, dass man in eine Art Schönheitswahn verfällt.

Für viele junge Mädchen bedeutet schön zu sein gleich dünn zu sein. Die superschlanken Modells, die man im Fernsehen und auf Werbeplakaten sieht, suggerieren ein falsches Bild von Schönheit! Abgesehen davon, dass solche Bilder meistens durch Fotoshopbearbeitung zustande gekommen sind und die Modells sich der Gefahr des Hungertodes aussetzen, um ihre Figur zu halten. Sind das die Personen, die Du Dir zum Vorbild nehmen möchtest?

Was bei vielen jungen Menschen zu einer Fehleinschätzung ihres Aussehens führt, ist, dass sie ein verzerrtes Selbstbild haben. Man hat festgestellt, dass sich oft viele junge Mädchen als übergewichtig bezeichneten, obwohl das gar nicht auf sie zutraf.

Was aber, wenn Du tatsächlich etwas stabiler gebaut bist? Es ist in der Regel so, dass die Gene zum größten Teil bestimmen, welche Figur jemand hat. Manche sind einfach nicht dafür konzipiert, dünn zu sein. Damit Dein Gewicht nicht völlig aus dem Ruder läuft, kannst Du mit etwas mehr Bewegung und der richtigen Ernährung Dein Normalgewicht erreichen.

Manche versuchen es mit Radikaldiäten, die jedoch nur kurzzeitig Erfolge bringen. Eine bessere Methode, um abzunehmen ist ein gesunder Ernährungsplan und ein sinnvolles Fitnessprogramm.

Appetitzügler sind dagegen keine echte Lösung, da sie zwar das Hungergefühl für einige Zeit unterdrücken, doch es tritt schnell eine Gewöhnung ein und die alte Esslust kehrt zurück. Die Nebenwirkungen dieser Mittel sind auch nicht ohne: Schwindel, hoher Blutdruck und Angstzustände.Außerdem besteht die Gefahr, davon abhängig zu werden.

Es gibt auch einen guten Tipp, wie man den Hunger etwas unterdrücken kann, indem man vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser zu sich nimmt. Besser ist es, dass Du vernünftige Essgewohnheiten entwickelst und diese mit regelmäßiger Bewegung kombinierst. Dazu brauchst Du kein aufwendiges Fitnessprogramm, sondern flottes Gehen und Treppensteigen können bereits ausreichen.

Um ausgeglichen zu sein, hilft Dir vielleicht auch folgender Gedanke: Es gibt eine Art Schönheit, die nichts mit Äußerlichkeiten und bestimmten Körpermerkmalen zu tun hat. Man spricht von einer inneren Schönheit, die sich durch bestimmte anziehende Eigenschaften offenbart. Wenn jemand ein gutes Herz entwickelt, wird sich das auch in seiner Handlungsweise und seinen Eigenschaften zeigen.

Besonders anziehend wirkst Du auf andere, wenn Du Dich durch verschiedene gute Eigenschaften auszeichnest. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich an dieser Stelle einmal die Bibel mit ins Spiel bringe. Dort werden nämlich folgende sehr wichtige Eigenschaften genannt: "Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung" ( Galater 5:22,23).

Innere Schönheit erlangt man auch dann, wenn man nach der in der Bibel beschriebenen "goldenen Regel" lebt und die von Jesus aufgestellt wurde:"Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun." (Matthäus 7:12)

Je mehr Du an Deiner inneren Schönheit arbeitest - d. h. an Deinen guten Eigenschaften - desto attraktiver wirst Du auf andere wirken und von Dir wird eine positive Ausstrahlung ausgehen. Das hat auch eine Wirkung auf Dich selbst und trägt zu einem gesunden Selbstvertrauen bei. Dann steht nicht mehr allein Dein Äußeres für andere nicht mehr so sehr im Mittelpunkt. Sie nehmen Dich mehr als Person war, als auf Äußerlichkeiten zu achten.

Bedenke auch, dass eine tolle Figur und ein nettes Aussehen allein kein Garant dafür sind, in anderen Sympathien zu wecken. Aus diesem Grund wäre es sehr unausgewogen, wenn Du ausschließlich Wert auf ein perfektes Aussehen legst. Das soll jedoch nicht heißen, dass das Aussehen überhaupt keine Rolle spielt. Für eine gute Körperpflege und ein adrettes Aussehen kann jeder sorgen. Es kommt aber darauf an, in jedem Fall ausgeglichen zu sein.

LG Philipp

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Hallo lijana73737,

fast jeder hat hier und da mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Das ist auch völlig normal, denn niemand ist perfekt! Manchen fehlt es jedoch fast völlig an Selbstvertrauen. Da es Dir offenbar ähnlich ergeht, möchte ich Dir gern Mut machen und einige praktische Tipps geben, wie Du Deine Situation verbessern kannst.

Erst einmal ist es wichtig, dass Du zu Dir selbst und zu Deinem "Style" stehst. Ich denke nicht, dass es ungewöhnlich ist, dass sich Mädchen in Deinem Alter schminken. Du schreibst ja auch, dass Du es ganz dezent tust. Wenn dann jemand einen "blöden Kommentar" zu Deinem Aussehen macht, könntest Du z.B. schlagfertig kontern: "Wenn es dir nicht gefällt, kannst du ja wegschauen." Es gibt also keinen Grund, Dich verunsichern zu lassen!

Ein Schlüssel zu mehr Selbstwertgefühl ist auch eine realistische Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung. Das bedeutet zum Beispiel, dass Du Dir darüber klar wirst, über welche Fähigkeiten und Stärken Du eigentlich verfügst, die Du vielleicht bisher völlig aus dem Blick verloren hast.

Wenn man wenig Selbstvertrauen besitzt, neigt man dazu, seine guten Seiten entweder herunterzuspielen oder sie überhaupt nicht wahrzunehmen. Dadurch entsteht ein Denkmuster, das irgendwie alles in eine negative Richtung verschiebt. Wie kannst Du hier gegensteuern?

Denke immer wieder bewusst darüber nach, wo Deine besonderen Fähigkeiten und Stärken liegen und baue diese weiter aus! Ein Beispiel: Angenommen, Du kennst Dich auf einem Gebiet besonders gut aus. Vertiefe hier Deine Kenntnisse und werde ein Spezialist auf Deinem persönlichen Fachgebiet! Das hebt Dich in gewisser Weise von der übrigen Masse der Menschen ab und macht Dich zu jemand Besonderen. Das Gleiche gilt natürlich auch für bestimmte Hobbys oder irgendwelche besonderen Fertigkeiten oder Fähigkeiten.

Was Selbstzweifeln ebenfalls entgegenwirkt ist, wenn Du auf Deine bisherigen Erfolge zurückschaust. Vielleicht denkst Du, dass Du bisher nichts besonderes in Deinem Leben geleistet hast. Bestimmt fallen Dir aber bei längerem Nachdenken immer mehr Dinge ein, bei denen du besonders gut warst oder wo Du schon einmal gelobt worden bist.

Natürlich ist es nicht damit getan, sich auf den Lorbeeren von früher auszuruhen. Wenn Du Dir realistische, erreichbare Ziele setzt und diese auch verfolgst, kannst Du bald weitere Erfolge erzielen. Und denke daran: Erfolge machen Dich stärker und sicherer!

Hier noch ein letzter Gedanke: Wenn Du an Gott glaubst – immerhin tun das noch einige – dann denke bitte daran, dass Du für ihn sehr wertvoll bist! Du magst Dich nun fragen: „Warum sollte ich für Gott wichtig und wertvoll sein?“

Nun, ein Schreiber der Bibel drückte das einmal so aus: „ Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau“ (Psalm 139:1, Neue Genfer Übersetzung). Das sagt folgendes aus: Wenn Gott uns durchforscht und uns genau kennt, dann muss er sich doch für uns interessieren! Daher weiß er ganz genau, wie Du Dich fühlst und was in Dir vorgeht, und er möchte Dir helfen. Wie er das tut, steht auch in der Bibel, was ein Grund mehr ist, sich mit ihr zu beschäftigen!

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du einen Weg findest, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Allerdings braucht eben alles seine Zeit! Du wirst also nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch sein. Bleibe am Ball und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass sich mit der Zeit Veränderungen einstellen werden!

LG Philipp

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Hallo Sabrina,

wenn Du meine Antwort liest, hast Du Deinen Termin beim Psychologen wahrscheinlich schon hinter Dir! Trotzdem möchte ich Dir noch ein paar Tipps zum Thema Angststörungen geben.

Als sehr wirkungsvoll hat sich eine Kombination aus Medikamenten und einer Psychotherapie erwiesen. Es gibt verschiedene Arten von Therapien, wobei die sog. kognitive Verhaltenstherapie im Hinblick auf diese Erkrankung sehr hilfreich ist.

Bei dieser Therapie geht es darum zu erkennen, inwieweit Deine Angst durch bestimmte Gedanken und Verhaltensweisen entsteht und welche Änderungen dabei helfen können, die Spirale der Angst zu unterbrechen. Bei einer Angststörung ist es daher auf jeden Fall sehr wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Neuere Forschungen haben ergeben, dass es (neben den sog. Tranquilizern, also chemische Präparate) auch ein sehr wirksames pflanzliches Mittel gegen Angst gibt: Lavendelöl (in Kapselform). Es löst innere Anspannungen und verhilft auch zu besserem Schlaf. Es ist nicht verschreibungspflichtig und wird in den Apotheken unter dem Handelsnamen Lasea geführt. Du kannst Dich ja mal bei Deinem Arzt oder Apotheker darüber erkundigen.

Du kannst aber auch (neben fachlichen Hilfsangeboten) selbst einiges gegen Deine Ängste tun. Zum Beispiel ist das Erlernen einer Entspannungstechnik ein wirksames Mittel, um innere Spannungen, die durch die Angst entstehen, abzubauen. Bekannte Verfahren sind z.B die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen" oder auch das "Autogene Training". Einige Grundübungen zur progressiven Muskelentspannung kannst Du z.B. in dem folgenden Video erlernen:

https://www.apotheken-umschau.de/Entspannung/Video-Progressive-Muskelentspannung--Grunduebungen-zum-Nachmachen-31648.html

Manche versuchen, mit dem Verstand gegen die Angst zu halten. Sie sagen sich, dass es ja eigentlich nichts gibt, wovor sie Angst haben müssten. Doch durch Verstandesgründe lässt sich die Angst in der Regel nicht ausschalten. Manchmal ist es besser, sich der Angst zu stellen und sie zuzulassen.

Je mehr man sich dagegen wehrt, desto mehr besteht die Gefahr, dass sie sich verselbständigt. Besser ist es, mit jemanden, zu dem man Vertrauen hat und der über eine gewisse Reife und innere Stärke verfügt, über seine Ängste zu sprechen. Allein schon das Sprechen über die schlimmen Gefühle kann große Erleichterung bringen.

Auch das Führen eines Angst-Tagebuches kann helfen. Warum ist das sinnvoll und empfehlenswert? Nun, durch ein Angst-Tagebuch lernt man seine Ängste und die möglichen Auslöser besser kennen und kann so gezielter dagegen vorgehen. Wie Du ein solches Tagebuch führen kannst und welche Vorteile es sonst noch hat, kannst Du hier kennenlernen (dort findest Du auch eine PDF-Vorlage für ein Angst-Tagebuch):

http://raus-aus-der-angst.de/angst-tagebuch-basis-fuer-diagnostik-verhaltenstherapie/

Dann gibt es da noch eine simple, aber wirksame Methode zur Angstbekämpfung: das Singen. Studien haben nämlich gezeigt, dass man durch Singen Angst und Stress viel leichter bewältigen kann. Woran liegt das? Nun, beim Singen wird ein bestimmtes Hormon, Oxytocin, ausgeschüttet, das euphorische und zugleich auch beruhigende Gefühle hervorruft. Auch Glückshormone werden freigesetzt. Das Ganze kann man noch dadurch steigern, dass man nicht nur allein, sondern auch in einem Chor singt.

Natürlich hast Du ja nicht immer einen ganzen Chor zur Hand, wenn Dich mal wieder Angstgefühle plagen. Wie also könntest Du vorgehen? Suche Dir Dein Lieblingslied (evtl. auch ein Lied aus Deiner Kindheit), mit dem Du angenehme Gefühle verbindest und singe es immer dann, wenn eine angstauslösende Situation entsteht oder Du unter großem Stress stehst.

Je nachdem wo Du Dich gerade befindest, kannst Du jedoch nicht unbedingt laut singen. Das ist auch gar nicht notwendig, denn auch das leise Summen eines Liedes kann einen beruhigenden Effekt haben. Denke daran: Solange Du singst oder summst, ist es Deinem Gehirn gar nicht möglich, Angst zu produzieren! Probiere es doch einfach mal selbst aus und Du wirst Dich wundern, was das Singen (oder auch Summen) mit Dir macht!

Für jemand, der an Gott glaubt, kann auch der Gedanke hilfreich sein, dass er sich für uns und unsere inneren Empfindungen interessiert. Als derjenige, der uns, einschließlich unserer Psyche, erschaffen hat, weiß er besser über uns Bescheid als jeder noch so gut ausgebildete Arzt oder Therapeut! Von daher kann er auch genau verstehen, warum wir über bestimmte Dinge beunruhigt sind oder Angst vor ihnen haben.

Obwohl die Bibel kein Gesundheitsratgeber ist, enthält sie doch viele gute Tipps, die sehr zu unserem körperlichen und auch psychischen Wohlergehen beitragen. Das ist gerade in unserer Zeit mit ein Grund dafür, dass wir uns mit ihr einmal genauer beschäftigen sollten.

Für diejenigen, die zu Gott ein vertrauensvolles Verhältnis haben, gelten die Worte: " Deshalb beugt euch unter Gottes mächtige Hand. Dann wird Gott euch aufrichten, wenn seine Zeit da ist. Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch" (1. Petrus 5:6,7). Das Gefühl zu haben, dass Gott hinter einem steht und genau versteht, was in uns vorgeht, kann inneren Ängsten sehr entgegenwirken!

Wie Du also siehst, gibt es Möglichkeiten, etwas gegen Deine Angst zu unternehmen. Allein schon zu wissen, dass Du der Angst nicht hilflos ausgeliefert bist, kann sehr beruhigend sein. Ich wünsche Dir, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Deine Angst zu überwinden und Dein Leben wieder in ruhigeren Bahnen verläuft! Alles Gute und viel Kraft!

(Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ.)

LG Philipp

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Hallo Laura,

die Gefühle, die man nach einer Trennung hat, können wirklich sehr, sehr schlimm sein! Der Schmerz kann so groß sein, dass man glaubt, es nicht aushalten zu können. So hat Dich der Verlust Deines Freundes zweifellos total aus der Bahn geworfen.

Nichts ist mehr so wie vorher und Du denkst vielleicht, es habe keinen Sinn, weiterzuleben. Obwohl Dich all das in eine schwere seelische Krise gebracht hat, besteht die Aussicht, dass Du Dein inneres Gleichgewicht wiedererlangst! Aber wie?

Natürlich kann man die Gefühle, die man für den anderen nach einer Trennung immer noch hat, nicht so einfach abschütteln. Daher gibt es auch kein Patentrezept gegen Liebeskummer. Die gute Nachricht ist jedoch: Der ganz große Schmerz bleibt, wenn man einige grundsätzliche Dinge beachtet, nicht für immer! Damit Du über diese schwierige Zeit besser hinwegkommst, wäre es jedoch gut, einiges besser nicht zu tun, um nicht Dein Leid nicht noch zu vergrößern.

Was in der Regel nicht ratsam ist, wenn man Anstrengungen unternimmt, denjenigen, der sich von einem getrennt hat, wieder zurückgewinnen zu wollen oder den Kontakt zu ihm auf irgendeine Weise aufrechtzuerhalten (was natürlich nur dann gilt, wenn die Beziehung unwiederbringlich verloren ist). Dadurch zieht man sein Leid nur unnötig in die Länge.

Andererseits solltest Du auch keinen Hass entwickeln und ihn bei anderen schlechtmachen. Liebe kann nämlich leider sehr schnell in Hass umschlagen; dieser würde Dich jedoch eher zerfressen, statt Dir zu helfen.

Was auch nicht funktioniert ist, wenn Du versuchst, einfach zur Tagesordnung überzugehen und so zu tun, als wäre nichts geschehen. Habe Verständnis für Deine schlimmen Gefühle und lasse sie zu! Trauer braucht Zeit und am besten ist es, sie zu durchleben.

Dazu gehört auch, sich so richtig auszuweinen. Durch Weinen lösen sich innere Spannungen und es mag Dir wieder ein wenig leichter ums Herz werden. Den Liebesschmerz ganz bewusst zuzulassen, tut zwar weh, ist jedoch Teil Deiner Trauer und führt letztendlich dazu, ihn zu überwinden.

Andererseits wäre es auch nicht hilfreich, wenn Du in Deiner Wohnung Gegenstände aufheben würdest, die Dich immer wieder an Deinen Exfreund erinnern. Am besten ist es, sie einzusammeln, in eine Kiste zu packen und weit weg zu stellen.

Je mehr es gibt, was Dich an ihn erinnert, desto länger wird die Leidenszeit andauern. Erinnerungen an Deinen Ex-Partner wachzuhalten wäre so wie das Stochern in einer alten Wunde. Zum einen kann dann die Wunde nicht zuheilen und zum anderen wird immer wieder neuer Schmerz hervorgerufen.

Die Erfahrung zeigt, dass es nicht weiterhilft, wieder Kontakt zu seinem früheren Partner aufzunehmen. Denn wenn Du Deinen Freund wieder triffst, können nämlich sehr leicht die alten Gefühle zurückkehren und Du magst Dir Hoffnungen machen, die sehr wahrscheinlich nicht erfüllt werden.

Doch selbst wenn Du den Kontakt zwar meidest, könntest Du jedoch in alten Erinnerungen an Eure gemeinsame Zeit schwelgen. Das wäre nicht gut, da alte Gefühle wieder aufflammen könnten und Du nicht zur Ruhe kommen kannst!

Am besten ist es, die Sache so gut wie möglich abzuschließen. Innerlich Abstand zu nehmen ist sicher nicht einfach und es mag auch eine ganze Weile dauern, bis Du es geschafft hast. Dieser Schritt ist jedoch in der Regel unumgänglich, um innerlich wieder ausgeglichen werden zu können. Dann ist zu hoffen, dass Deine Gefühle allmählich wieder zur Ruhe kommen und der Schmerz irgendwann nachlässt.

Auch wenn Dir in Deiner jetzigen Situation nicht danach ist und Du Dich schwach und kraftlos fühlst: Tue etwas, um Dich abzulenken und werde aktiv! Das mag Dir besonders am Anfang sehr schwerfallen, doch im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass es funktioniert. Dich in Dein Schneckenhaus zurückzuziehen kann am Anfang vielleicht ganz hilfreich sein, doch sollte es nicht zur Gewohnheit werden.

Versuche, Neues zu erleben und triff Dich mit Bekannten und Freunden. Das bringt Dich auf andere Gedanken und mildert den Schmerz ab. Und vor allem bringt es Deinem Herzen Erleichterung, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast, über Deine Gefühle sprichst.

Wenn man am Boden ist, dann braucht man einfach jemanden, bei dem man sich so richtig ausheulen kann. Wenn man dann merkt, dass der andere mit einem mitfühlt und einen ernst nimmt, ist alles schon nicht mehr ganz so schlimm.

Zum Schluss möchte ich noch auf einen Aspekt hinweisen, der von vielen, die in ernsten Schwierigkeiten sind, heutzutage übersehen wird. Ich weiß ja nicht, ob Du an Gott glaubst. Doch falls ja, denkst Du nicht, dass er Deine Gefühle versteht und Dir gern helfen möchte?

Ich bin einmal auf einen Text in der Bibel gestoßen, der mir sehr zu Herzen gegangen ist. Er lautet: "Er [Gott] heilt die Menschen, die innerlich zerbrochen sind, und verbindet ihre Wunden" (Psalm 147:3, Hoffnung für alle). Fühlst Du Dich nicht gerade so, wie hier beschrieben, "innerlich zerbrochen" und voll emotionaler "Wunden"? Wäre es nicht schön, von Gott Erleichterung zu bekommen?

Du kannst ihm alles sagen, was Dich bewegt, denn in den Psalmen steht: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:8). Ja, Du kannst zu Gott so reden, wie zu einem guten Freund und Du kannst sicher sein, dass er Dich hört!

Ich hoffe, dass Dir die genannten Tipps ein wenig dabei helfen, Deinen Liebeskummer nach und nach in den Griff zu bekommen! Denke vor allem daran: Die schlimmen Gefühle, die Du im Moment hast, bleiben nicht für immer so stark! Der Schmerz lässt irgendwann nach und die Freude kehrt allmählich wieder in Dein Herz zurück. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo vicibrucker,

Du könntest Deinem Freund sagen, dass er eine ärztliche Diagnose braucht, um dann eine entsprechende Behandlung zu bekommen. Er könnte erst einmal zu seinem Hausarzt gehen, um abzuklären, ob und welche seelische Erkrankung vorliegt. Dieser kann eine Behandlung einleiten, die dann evtl. von einem Facharzt und einem Psychotherapeuten weitergeführt wird.

Ich finde es sehr lobenswert von Dir, dass Du Deinem Freund helfen möchtest! Das zeichnet eben eine echte Freundschaft aus! Wenn Du noch sehr jung bist und Du Dich dann wahrscheinlich mit der Situation überfordert fühlst, wäre es sicher gut, eine reife erwachsene Person hinzuzuziehen, am besten jemand, der sich mit dem Thema "Depression" auskennt und gut damit umgehen kann. Nachfolgende Tipps können Dir dabei helfen, Deinem Freund in dieser schwierigen Lage besser beizustehen.

Ganz wichtig ist, dass Dein Freund, wie eingangs gesagt, vor allem ärztliche Hilfe sucht! Was aber kannst Du selbst für Deinen Freund tun? Wichtig ist es für ihn gerade jetzt, dass Du zu ihm stehst und ihm das Gefühl gibst, nicht allein dazustehen. Sei ein guter Zuhörer und ermuntere ihn, sein Herz auszuschütten. Möglichst frei über seine Empfindungen zu sprechen wird ihm guttun.

Auch wenn Du über einiges, was er Dir erzählt, anders denkst oder es Dir vielleicht sogar unsinnig vorkommen mag, versuche nicht, ihn zu korrigieren oder ihm seine Gedanken ausreden zu wollen. Das würde nur dazu führen, dass er sich von Dir abwendet und sich völlig in sich zurückzieht.

Du könntest Deinen Freund auch auf die folgenden Adressen und Anlaufstellen aufmerksam machen:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Info-Telefon, bei dem Du Dich über die zur Verfügung stehenden Anlaufstellen informieren kannst: 0800 – 3344533, Sprechzeiten : Mo, Die, Do: 13.00-17.00 Uhr, Mi, Fr: 08.30-12.30 Uhr. 

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen und deren Angehören Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Du kannst die Kontaktdaten beim Gesundheitsamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Weitere Informationen bekommst Du hier: http://www.sozialpsychiatrische-dienste.de

- Übersicht über Krisen-Notdienste findest Du hier: http://www.internet-notruf.de/

- Hompage "Deutsche Depressionshilfe" - Hier findest Du in einer Suchfunktion die Adressen von Krisendiensten und Sozialpsychiatrischen Diensten in Deutschland. Der Link dazu:

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/wo-finde-ich-hilfe/krisendienste-und-beratungsstellen

-Selbsthilfegruppen, die man über NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) finden kann:

https://www.nakos.de/

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

Sage Deinem Freund, dass er neben der professionellen Hilfe auch eine ganze Menge selbst gegen seine Depressionen unternehmen kann. Da ist zum Beispiel Sport und Bewegung zu nennen. Die moderne Medizin hat z. B. erkannt, dass Sport ein sehr wirkungsvolles und nicht zu unterschätzendes Mittel gegen Depressionen sein kann!

Auch wenn es Deinem Freund anfangs möglicherweise schwer fallen mag, seinen Körper in Bewegung zu setzen, wird er nach einiger Zeit erstaunt sein, welche Wirkung diese einfache Maßnahme auf seine psychische Verfassung hat.

Selbst bei schweren Depressionen gilt Sport als ausgezeichnetes Mittel zur unterstützenden Behandlung. Dieser große Erfolg ist zum Teil darauf zurückzuführen, das Ausdauersport zur vermehrten Ausschüttung von sogenannten Endorphinen führt. Diese Stoffe erzeugen Glücksgefühle und dämpfen Angstgefühle.

In vielen Fällen kommt man allerdings nicht umhin, auch Antidepressiva einzusetzen. Diese wirken stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und angstlösend. Am besten wäre es, wenn sich Deine Freund hierüber einmal von einem Facharzt beraten ließe!

Ermuntere ihn auch dazu, sich ein persönliches Notfallset zuzulegen. Wie könnte dies aussehen? Darin könnte er sich die Kontaktdaten aller Personen aufschreiben, an die er sich wenden könnte, wenn es ihm besonders schlecht geht.

Eine weitere Möglichkeit wäre, wenn er sich eine Kartei mit Fotos von Personen anlegen würde, denen er viel bedeutet. Oder er hört sich Lieder an, die ihn in eine gute Stimmung bringen. Auch wäre das Führen eines Tagebuchs, in das man besonders schöne Gedanken und Erlebnisse schreibt, von Vorteil.

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeitlang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für die Seele!

Falls Dein Freund gläubig bist, könntest Du ihm Bibelstellen aufschreiben oder vorlesen, die in seiner Situation sehr Mut machend sind, wie z.B. Psalm 34:18, Jesaja 41:10 und Philipper 4:6,7. Erinnere ihn daran, dass Gott ihn nicht vergessen hat und ermuntere ihn dazu, sich immer wieder im Gebet an ihn zu wenden. Das mag ihm Halt und Trost geben.

Es gibt also eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie man einem Depressiven helfen kann. Unterschätze nie, wie hilfreich es für jemand, der niedergeschlagen ist, sein kann, einen guten und treuen Freund an seiner Seite zu haben!

Dennoch braucht der Kranke auch unbedingt professionelle Hilfe. Ermuntere daher Deinen Freund, in jedem Fall auch ärztliche Hilfe zu suchen! Ich wünsche Dir viel Kraft und gutes Gelingen!

LG Philipp

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Mobbing, Ausgrenzung. Keine Lust mehr am Leben?

Hallo. Seit dem letztem Schuljahr gehe ich auf eine andere Schule. Auf meinen Vorherigen Schulen hatte ich noch nie Probleme. Als ich auf die neue Schule kam wurde ich immer beleidigt und ausgegrenzt. Die Schüler hier Mobben mich und das schlimmste daran ist, ich weiß nicht wieso und sie finden es lustig und amüsieren sich dabei mich fertig zu machen. Man kann nicht normal mit ihnen reden ohne eine Antwort wie Huren**hn, Miss***urt oder Bast*rd zu bekommen. Und ich verstehe nicht wieso ich gemobbt werde. Sie lachen auch immer, wenn sie mich mobben, was ein ganz schlimmes Gefühl ist, zu wissen, dass sie Spaß bei solchen Sachen haben. Im Unterricht provuzierren sie mich auch und klauen meine Schulsachen. Und sie werfen mit Sachen durch die Gegend und machen Geräusche und beschuldigen mich dabei. Ich kann nur sagen, dass ich es nicht war, aber wenn ich sage, wer solche Sachen macht, wird alles nur noch schlimmer und sie drohen mir, mich zu schlagen. Ich rede auch mit Meinen Eltern darüber und mit einem Beratungslehrer. Ich hatte gehofft, dass sie dieses Schuljahr damit aufhören (ich gehe in die achte Klasse) aber heute haben sie wieder damit angefangen. Ich habe immer wieder Selbstmordgedanken und gerade jetzt auch. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich habe versucht die andere Backe hinzuhalten, so wie Jesus es gesagt hat und es funktioniert bei einzelnen Leuten auch ganz gut, aber wenn mich mehrere Leute beleidigen und nicht locker lassen, wird es zu schlimm für mich und ich sage auch, dass sie aufhören sollen und irgendwann rutscht mir auch ein Wort raus. Gewalt wende ich nie an, weil ich andere Leute nicht schlagen kann und noch nie eine Prügelei hatte. Es ist einfach brutal Menschen so zu verletzten deswegen tue ich es auch nicht. In den Pausen bin ich oft alleine. Handyspiele oder so etwas spiele ich nicht mehr, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt alleine zu sein. Besser keine Freunde als solche Freunde. Ich kann mich dieser Jugend einfach nicht anschließen und interessiere mich auch nicht für diese Jugend. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Was hilft, wenn sie nicht mehr aufhören, obwohl ich schon beim Beratungslehrer war? Was soll ich überhaupt noch in diesem Leben machen? Ich verliere meinen Lebenswillen immer mehr.

LG

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Hallo Marvin,

viele junge Leute machen ähnliche Erfahrungen wie Du! Leider gibt es überall Personen, die darauf aus sind, anderen absichtlich zu schaden und sie auf die eine oder andere Weise zu quälen! Sie machen sich einfach nicht die Mühe, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen und fragen sich auch nicht, wie sehr ihre Worte und Handlungen andere verletzen können.

Zunächst einmal die Frage: Warum gibt es überhaupt Menschen, die andere mobben? Da gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel wurden manche Mobber früher selbst einmal gemobbt.

Manchmal sind es auch die schlechten Vorbilder, die Kinder zu Hause haben, wenn Kinder sehen, wie Eltern, ältere Geschwister oder auch andere in der Familie miteinander umgehen. Des weiteren kann auch die eigene Unsicherheit oder ein Minderwertigkeitskomplex dahinter stecken. Der Mobber spielt den Starken, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken.

Wichtig ist auch zu wissen, wen sich Mobber gern als Opfer aussuchen. Das ideale Mobbingopfer ist jemand, der wenig Freunde hat und meistens allein dasteht. Auch kann ein andersartiges Aussehen, wie beispielsweise aufgrund der Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Behinderung dem Mobbing Vorschub leisten.

Man wird auch dann schnell zum Opfer, wenn man wenig Selbstvertrauen hat. Der Mobber hat es bei solchen Personen ziemlich leicht, da sie sich meistens nicht wehren. Nun aber zum wichtigsten Punkt: Was kannst Du selbst tun, um aus der Opferrolle frei zu kommen?

Nun, wer andere mobbt, der überschreitet Grenzen, denn schließlich ist jeder Menschen verletzbar, wenn er lästerlich oder sonst wie unwürdig behandelt wird! Einem Mobber müssen einfach Grenzen aufgezeigt werden! Außerdem kannst Du durch entsprechendes Verhalten bewirken, dass Du nicht weiter ein Mobbingopfer bleibst.

Versuche in kritischen Situationen z.B. gelassen zu bleiben. Wer gelassen und ruhig bleibt, auch wenn er herausgefordert wird, nimmt dem Mobber den Wind aus den Segeln. Er bietet ihm keine Angriffsfläche mehr, da dann seine Schikanen ins Leere führen.

Wenn man jedoch dem Mobber offen seine Gefühle zeigt, dann ist man ähnlich ungeschützt, wie in alter Zeit eine Stadt ohne Mauern - für jeden Feind eine leichte Beute! Wer jedoch seine Gefühle im Zaum hält, der ist für den Mobber gleichsam uneinnehmbar. Das sagt sich natürlich leichter, als es ist und erfordert eine Menge Selbstbeherrschung.

Trete den Rückzug an, wenn es gefährlich wird! Es ist immer das Beste, Situationen und Orte zu meiden, wo der Mobber ein leichtes Spiel hat. Hier gilt nicht das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" sondern der Rückzug. Das hat nichts mit Feigheit, sondern eher mit Klugheit zu tun.

Versuche bei hartnäckigem Mobbing die Sache klarzustellen. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dem Mobber gegenüberzutreten und ihm mit fester Stimme zu sagen, dass man sein Verhalten überhaupt nicht mag, dass es nicht witzig ist und es einen verletzt (so zeigst Du ihm seine Grenzen auf). Dabei ist es jedoch sehr wichtig, nicht herausfordernd oder beleidigend aufzutreten.

Suche auf jeden Fall darüber hinaus weiterhin das Gespräch mit Deinen Eltern und der Schule! Bringe sie auf den neuesten Stand und sage ihnen, dass das Mobbing nicht nachgelassen hast und welche schlimmen seelischen Auswirkungen es bei Dir hat.

Sollte Dein Beratungslehrer nicht in der Lage sein, das Mobbing abzustellen, dann könntest Du Dich (am besten gemeinsam mit Deinen Eltern) an die Schulleitung wenden. Hier sollte am besten sehr schnell eine Lösung gefunden werden!

Wer wie Du Mobbingopfer geworden ist, den mögen auch folgende Gedanken trösten: Gott versteht genau, was Menschen durchmachen, die gemobbt werden und sie sind ihm nicht gleichgültig. Ich fand einen Text der Bibel besonders trostreich, der sehr gefühlvoll beschreibt, dass sich Gott um die Benachteiligten und Schwachen kümmern wird:

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen "(Psalm 72:12-14). Dieses Versprechen schließt auch diejenigen ein, die von Mobbing betroffen sind.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, das Mobbing zu stoppen! Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Wenn Du jedoch die richtigen Maßnahmen ergreifst, sollte das Mobben allmählich nachlassen bzw. ganz aufhören.

LG Philipp

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Hallo whyme894,

vielleicht könntest Du Dich ja mal von Deinem Vertrauenslehrer beraten lassen. Außerdem gibt es auch zahlreiche Berufe, für die man überhaupt kein Abitur braucht! Wichtig ist in jedem Fall, dass Du nicht alles mit Dir selbst ausmachst, sondern Dich an jemanden, zu dem Du Vertrauen hast, wendest.

Wenn Dein Gesprächspartner Dich versteht und mit Dir mitfühlt, wird es Dir ganz bestimmt leichter ums Herz werden. Auch frage Dich immer, was Du verbessern kannst, selbst wenn es nur relativ kleine Dinge sind. Aktiv zu werden nimmt einem das Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit.

Wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nicht immer nur über das Negative in Deinem Leben nachdenkst. Richte Deinen Sinn auf die vielen kleinen schönen Dinge im Leben: das Singen der Vögel, ein prächtiger Sonnenuntergang, ein leckeres Essen, die gemütliche Tasse Kaffee usw. Manchmal verliert man den Blick dafür und nimmt sie als zu selbstverständlich, ohne sich wirklich daran zu erfreuen.

Bedenke, dass das Leben aus mehr als nur aus Sorgen besteht! Die vielen kleinen Freuden im Leben wahrzunehmen hilft einem, manches aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Außerdem liegt ja noch die ganze Zukunft mit all ihren vielfältigen Möglichkeiten vor Dir!

Wenn Du dennoch den Eindruck hast, alles wachse Dir über den Kopf, dann gestehe Dir ein, dass Du Hilfe brauchst. Hilfe zu suchen, ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil! Hier ist eine kleine Auswahl von Anlaufstellen, die Dir vielleicht weiterhelfen können:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Es mag sein, dass Du Dich im Moment ziemlich schwach und mit allem überfordert fühlst. Da kann es Dir helfen, wenn Du Dich an Deine alten Stärken erinnerst. Denke z.B. darüber nach, was Du bisher schon alles bewältigt hast und was Dir in Deinem Leben gut gelungen ist. Das hilft Dir dabei, zu erkennen, dass Du auch jetzt nicht völlig hilflos bist.

In Dir steckt wahrscheinlich mehr, als Du Dir im Moment zutraust. Knüpfe daher an Deine früheren Leistungen und Erfahrungen an und Du wirst erkennen, dass Du in Wirklichkeit gar nicht so schwach bist.

Auch wenn für Dich im Moment alles grau und trübe aussieht, bedenke, dass das nicht für immer so bleiben muss! Dinge verändern sich und es mag sein, dass Du in einigen Monaten das, was Dich gerade so herunterzieht, nicht mehr als ganz so schlimm ansiehst. Oder es mag sein, dass es Dir gelungen ist, die momentanen Problem zu bewältigen. Es gibt also keinen Grund, in Trübsal und Hoffnungslosigkeit zu versinken!

Wenn Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass er von Deinen Problemen weiß und er Dir gern helfen möchte. In der Bibel lässt er den Niedergedrückten sagen: "Ich, der Hohe und Erhabene, der ewige und heilige Gott, wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung" (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle).

Wie aber kann Gott Dir neuen Mut geben? Wenn Du Dich ihm zuwendest, in seinem Wort liest und darüber nachdenkst! Darin findest Du viele tröstende Gedanken. Ich denke da z.B. an die Psalmen, die größtenteils von Menschen geschrieben wurden, die sich zeitweise in auswegloser Lage befanden, dann aber die Erfahrung machten, dass Gott ihnen oft auf unerwartete Weise geholfen hat.

Ich wünsche Dir, dass es trotz allem, was Du gerade durchmachst, in Deinem Leben bald wieder bergauf geht! Auch wenn es momentan noch sehr schwer ist, denke bitte daran, dass auch die längste Krise irgendwann überwunden ist. Beachte die genannten Tipps und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass irgendwann nicht mehr alles so hoffnungslos aussieht!

LG Philipp

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Hallo RicWirchow,

da ich Dich und Deine genauen Lebensumstände nicht kenne, kann ich Dir nur einen allgemeinen Rat geben. Bedenke bitte: Wenn man in einer Krise steckt, ist es nicht ganz einfach, wieder Mut zu fassen und nach vorn zu schauen. Wichtig ist, zu verstehen, dass Du einiges auch selbst in der Hand hast, vielleicht sogar mehr, also Du denkst!

Nun, es gibt manche Umstände oder Ereignisse im Leben, die lassen sich nicht mehr ändern oder rückgängig machen. Es nützt nichts, sich mit aller Kraft dagegen aufzubäumen. Am besten ist es, so schwer es auch fallen mag, sich mit den Gegebenheiten abzufinden und die Sache so gut wie möglich abzuschließen. Es geht also darum, seine Gedanken nicht ständig um das Unveränderbare kreisen zu lassen, sondern den Fokus auf das zu richten, was man verändern bzw. beeinflussen kann.

Frage Dich doch einmal, was Dir in Deiner Situation am besten helfen könnte. Zum Beispiel wäre es durchaus hilfreich, mit jemandem, dem Du vertraust, offen über Deine Empfindungen zu sprechen. Allein das Reden kann schon eine heilsame Wirkung haben!

Wenn Dein Gesprächspartner Dich versteht und mit Dir mitfühlt, wird es Dir ganz bestimmt leichter ums Herz werden. Auch frage Dich immer, was Du verbessern kannst, selbst wenn es nur relativ kleine Dinge sind. Aktiv zu werden nimmt einem das Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit.

Wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nicht immer nur über die Krise und über all das, was sie verursacht hat, nachdenkst. Richte Deinen Sinn auf die vielen kleinen schönen Dinge im Leben: das Singen der Vögel, ein prächtiger Sonnenuntergang, ein leckeres Essen, die gemütliche Tasse Kaffee usw. Manchmal verliert man den Blick dafür und nimmt sie als zu selbstverständlich, ohne sich wirklich daran zu erfreuen.

Es mag sein, dass Du Dich im Moment ziemlich schwach und mit allem überfordert fühlst. Da kann es Dir helfen, wenn Du Dich an Deine alten Stärken erinnerst. Denke z.B. darüber nach, was Du bisher schon alles bewältigt hast und was Dir in Deinem Leben gut gelungen ist. Das mag Dir helfen zu erkennen, dass Du auch jetzt nicht völlig hilflos bist.

In Dir steckt möglicherweise mehr, als Du im Moment für möglich hältst. Knüpfe daher an Deine früheren Leistungen und Erfahrungen an und Du magst erkennen, dass Du in Wirklichkeit gar nicht so schwach bist.

Auch wenn für Dich im Moment alles grau und trübe aussieht, bedenke, dass das nicht für immer so bleiben muss! Dinge verändern sich und es mag sein, dass Du in einigen Monaten das, was Dich gerade so herunterzieht, nicht mehr als ganz so schlimm ansiehst. Oder es mag sein, dass es Dir gelungen ist, das eine oder andere Problem besser zu bewältigen. Es gibt also keinen Grund, in Trübsal und Hoffnungslosigkeit zu versinken!

Wenn Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass er von Deinen Problemen weiß und er Dir gern helfen möchte. In der Bibel lässt er den Niedergedrückten sagen: "Ich, der Hohe und Erhabene, der ewige und heilige Gott, wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung" (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle).

Wie aber kann Gott Dir neuen Mut geben? Wenn Du Dich ihm zuwendest, in seinem Wort liest und darüber nachdenkst! Darin findest Du viele tröstende Gedanken. Ich denke da z.B. an das Buch der Psalmen, die größtenteils von Personen geschrieben wurden, die sich zeitweise in auswegloser Lage befanden, dann aber die Erfahrung machten, dass Gott ihnen oft auf unerwartete Weise geholfen hat.

Es mag sein, dass Du nicht alles, was ich Dir geschrieben habe, auch umsetzen kannst. Versuche aber bitte dennoch, die Spielräume und Möglichkeiten, die Dir geblieben sind, so gut es geht zu nutzen! Und nimm am besten alle Hilfen an, die Dir zur Verfügung stehen! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo nicokru,

natürlich ist eine gewisse Angst vor dem Tod völlig normal. Schließlich sind wir Menschen ursprünglich für ein ewiges Leben erschaffen worden und tragen daher den Wunsch in uns, mit unseren Lieben für immer in Frieden und Glück leben. Wie Du gleich sehen wirst, ist das auch kein unerfüllbarer Traum!

Die Angst vor dem Tod kann dadurch entstehen, dass man vielleicht nicht weiß, was danach kommt oder weil der Gedanke, einfach nicht mehr da zu sein und das für immer, ganz schrecklich ist.

Obwohl wir uns damit abfinden müssen, eines Tages zu sterben, empfinden wir den Tod als etwas Unnatürliches. Viele trösten sich daher mit der Vorstellung vom Weiterleben im Jenseits. In etlichen Religionen glaubt man, der Mensch habe eine unsterbliche Seele, die den Tod des Körpers überdauert.

Das lehrt die Bibel jedoch nicht. Sie zeigt, dass der Tod kein Übergang in ein anderes Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz. Das geht aus folgenden Worten der Bibel sehr deutlich hervor:

"Die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist... Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10, NW 2013).

Heißt das aber, dass mit dem Tod für immer alles vorbei ist? Nein, denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird. Sie spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen... zu einer Auferstehung des Lebens."

Ein treuer Diener Gottes namens Hiob, der lange Zeit vor Jesus lebte, kannte bereits die Hoffnung der Auferstehung. Es sagte: "Alle Tage meiner ... [Zeit im Grab] werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen und ich, ich werde antworten." (Hiob 14:14, 15).

Die Hoffnung der Auferstehung, wie sie die Bibel lehrt, hat dem Tod den Schrecken genommen. Damit in Verbindung werden sich eines Tages auch die folgenden prophetischen Worte erfüllt haben: "Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15:55). Dann wird er Tod die Menschen nicht mehr gleichsam wie ein Stachel durchbohren, da es ihn einfach nicht mehr geben wird!

Wo aber wird die Auferstehung stattfinden? Viele glauben, dass die Auferweckten einmal bei Gott im Himmel leben werden. Es stimmt, die Bibel verheißt himmlisches Leben. Das gilt jedoch nur für eine bestimmte Gruppe treuer Diener Gottes.

Die meisten - und dazu zählen auch Menschen, die niemals an Gott geglaubt haben - werden zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt. Über sie heißt es in einer alten Prophezeiung: "Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:11).

Für diejenigen, die auferweckt werden wird es so sein, als seien sie aus einem langen Schlaf erwacht. Das Leben, das sie dann erwartet, wird alles bisher Bekannte übertreffen: Niemand wird mehr alt oder krank werden, alle werden satt und es wird auch nirgendwo auf der Erde mehr Kriege geben.

In dieser Zeit werden die Auferstandenen die Chance erhalten, Gott kennenzulernen und ihm zu dienen. Jeder, der Gott von Herzen liebt und ihm treu bleibt, wird dann für immer auf der neu gestalteten Erde am Leben bleiben!

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges?

Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten:"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn dieses schöne Versprechen in Erfüllung gegangen ist, dann braucht sich niemand mehr Gedanken ums Sterben oder den Tod zu machen. Dann liegt eine Zeit endlosen Lebens in Glück und Frieden vor uns! Zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn man der Bibel vertraut, die schon tausendfach bewiesen hat, dass ihre Vorhersagen immer in Erfüllung gehen!

LG Philipp

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Bin ich wieder depressiv?

Hallo, mir (M15) ging es letztes Jahr ziemlich beschissen. Ein Schulfreund hat mich beim Lehrer verraten. Danach hatte ich nur noch Stress mit den Lehrern und mit meinen Eltern. Über die Zeit habe ich mich auch mit 'nem Teppichmesser geritzt und wollte am Ende sogar Suizid begehen. Aber ich bin nicht vom Brückengeländer gesprungen, da ich gedacht habe "Es muss doch noch eine andere Lösung geben. Ich darf nicht aufgeben. Ich könnte's sonst später immernoch tun.". Nach einer Weile hat sich alles selbst wieder beruhigt. Es war Weihnachten und ich hatte Ferien.

Nun geht's mir wieder schlechter. Und ich habe bis jetzt niemandem (auch nicht meinen Eltern) von all dem erzählt. Dann habe ich vor kurzem mal um damit besser klarzukommen den Leuten, die ich von Discord her kenne und denen ich vertraue davon erzählt. Darauf hat mir ein Freund auf Discord (auch M15) erzählt, dass er aktuell auch Suizidgedanken hat und am liebsten sterben würde. Seit Wochen versuche ich ihn zu motivieren und abzuhalten. Aber was, wenn er's doch irgendwann tut? Ich würde total durchdrehen. Und ich habe das Gefühl, dass es mir selbst wieder schlechter geht.

  • Ich habe nie Hunger/Durst und fühle mich nach 1 Brötchen schon satt für den ganzen Tag
  • Ich habe kaum Kraft
  • Ich schlafe noch weniger(2h), als normal(3-4h) (Könnte aber auch daran liegen, dass ich eben immer mit dem Freund rede/schreibe)
  • Ich habe keine wirkliche Lust auf die Aktivität, die man halt als Jugendlicher halt so macht
  • Ich habe eigentlich auf garkeine Aktivität wirklich Lust

Was meint ihr?

Danke für jede Antwort! ^^

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Hallo Tiberium40000,

auch wenn Du Dich über einen längeren Zeitraum depressiv fühlst, muss das nicht heißen, dass Du auch tatsächlich eine Depression hast! Eine Depression ist nämlich eine vielschichtige seelische Erkrankung, die nicht anhand weniger Symptome feststellbar ist. Eine genaue Diagnose kann immer nur ein Arzt stellen!

Manchmal sind es ganz einfach auch andauernder Stress oder verschiedene andere Lebensumstände, die einen niederdrücken und in eine depressive Stimmungslage versetzen. Was kann man dann tun? Viele machen den Fehler, ihre Probleme für sich zu behalten. Sie denken entweder, es interessiere sich sowieso niemand für sie oder es ist ihnen peinlich, darüber zu sprechen.

Wie dem auch sei: Gerade das Gespräch mit einer verständnisvollen und mitfühlenden Person kann äußerst hilfreich sein! Wenn man es erst einmal geschafft hat, all das, was einen so sehr belastet, mit jemandem zu teilen, kann allein das schon große Erleichterung bringen!

Hast Du schon einmal Deine Eltern angesprochen? Eltern werden manchmal unterschätzt, wenn es darum geht, mit Krisen ihrer Kinder umzugehen. Sie verfügen über eine Menge an Lebenserfahrung und kennen möglicherweise selbst die Gefühle, die Du gerade hast.

Du magst es anfangs für schwer bis unmöglich halten, mit ihnen über Deine Probleme zu sprechen. Doch wenn Du merkst, dass Deine Eltern Dich verstehen, fällt es Dir sicher leichter, Dich zu öffnen. Und ist das Eis erst einmal gebrochen, ist es auch nicht mehr so schwer, mit ihnen auch über Deine innersten Gedanken zu sprechen!

Ich weiß ja nicht, wie Du dazu stehst, doch falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott sieht genau, womit Du zu kämpfen hast, und Du bist ihm nicht gleichgültig! Du denkst vielleicht: Wie kann man da sicher sein? In der Bibel steht: "Du hast mein Elend gesehen. Du kennst meinen großen Kummer" (Psalm 31:7, NW 2013).

Aber sieht denn Gott nur zu, wenn wir leiden und tut nichts? Ganz bestimmt nicht. Er sichert denen, die sich im Glauben an ihn wenden, folgendes zu: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist das nicht ein ergreifender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du bald einen Weg aus der Krise findest und Du wieder fröhlich sein kannst! Und denke bitte daran, dass Menschen da sind, die Dir helfen können und wollen! Du stehst also nicht allein da! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Nina,

da Du im Moment keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, will ich Dir ein paar Tipps geben, wie Du Dir selbst helfen kannst.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder eine sonstige reife und mitfühlende Person sein, die in der Lage ist, mit einer depressiven Person richtig umzugehen.

Wenn Du lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und nicht daran zu arbeiten, macht hingegen alles nur noch schlimmer!

Dein Gesprächspartner könnte Dir, sofern er geschickt vorgeht, auch dabei helfen, verkehrte Denkweisen zu korrigieren, die evtl. bei der Entstehung der Depressionen mit beigetragen haben. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges von dem, was Dich so sehr belastet, aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele dieser krankmachenden Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: "Bei mir läuft immer alles schief".

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen aufzuspüren und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren eine Depression und halten sie am Dasein!

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand, möglicherweise durch unbedachtes Reden oder Handeln, irgendwie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen".

Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Es ist gut, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit abzuschließen und nicht immer wieder darüber nachzugrübeln (es sei denn, der entstandene seelische Schaden ist so groß, dass man nicht so einfach darüber hinweggehen kann). Dadurch durchlebt man alles erneut und gibt dem Verursacher die Macht, einem immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen die Depressionen erfolgreich sein möchtest, benötigst Du eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt.

Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere! Lass Dir durch die Bewertungen und die Kritik anderer nie Dein Selbstwertgefühl rauben! Egal, was andere sagen: Du verlierst niemals Deinen Wert als Mensch! Mache Dir daher immer wieder klar, dass Du wertvoll und liebenswert bist!

Ich möchte Dich, sofern Du an Gott glaubst, noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermutigende Aussagen. Sehr oft wird darin beschrieben, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen.

In den Psalmen heißt z.B. es: "Er wird Mitleid haben mit den Benachteiligten und den Armen und das Leben der Armen wird er retten. Von Unterdrückung und Gewalt wird er sie befreien und ihr Blut wird in seinen Augen kostbar sein" (Psalm 72:13,14, NW 2013).

Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Es gibt also viele Möglichkeiten, gegen Depressionen anzukämpfen. Schöpfe am besten alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir in absehbarer Zeit auch wieder besser gehen! Alles Gute und viel Kraft dabei!

(Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ).

LG Philipp

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Hallo GlagolevFedor,

die Situation von jemandem, der wie Du mit Selbstmordgedanken zu kämpfen hat, ist mit einer Person zu vergleichen, die sich in einem Irrgarten verlaufen hat und nun den Ausgang nicht mehr findet. In einem Irrgarten befinden sich bekannterweise zahlreiche Wege, von denen die meisten jedoch in einer Sackgasse enden. Doch es gibt auch einen Weg, der nach draußen führt. Man muss ihn nur finden!

Du denkst möglicherweise , dass Du Dich in einer endlosen Sackgasse befindest, aus der Du nie wieder herauskommen kannst. Du siehst keinen Weg mehr, der Dich aus Deiner unerträglich gewordenen Situation herausführt. Du hast Dich regelrecht festgefahren. Auch wenn Du Dir das gerade nicht vorstellen kannst: Es gibt einen Weg aus dem Dilemma! Du brauchst nur jemanden, der Dir dabei hilft, ihn zu finden.

Daher ist es ganz wichtig, dass Du Dich jemandem anvertraust, der dazu in der Lage ist, mitfühlend zuzuhören und wirksam Hilfe zu leisten. Das könnte eine Person aus Deinem Bekannten- oder Freundeskreis, ein Verwandter oder noch besser ein professioneller Berater (z.B. ein Arzt oder Sozialarbeiter) sein.

Falls Du jedoch niemanden hast, mit dem Du über Deine innersten Gefühle sprechen kannst, stehen Dir eine ganze Reihe von möglichen Ansprechpartnern zur Verfügung. Hier sind einige Anlaufstellen, bei denen Dir professionell geholfen wird:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

 Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

 - Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

 - Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

 - Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de . Ein Online-Beratungsangebot, bei dem suizidgefährdete Jugendliche von spezielle ausgebildeten Gleichaltrige beraten werden, ist hier zu finden: http://www.u25-deutschland.de

- Informationen stehen für Dich auch auf der Website deutschen Gesellschaft für Suizidprävention zur Verfügung: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige

Wenn Du Dich dort lieber telefonisch beraten lassen möchtest, so kannst Du dies unter folgender Nummer tun: 0921-283301

Sehr wichtig ist es, wie bereits anfangs erwähnt, dass Du gerade jetzt mit Deinen Gedanken und Gefühlen nicht allein bist. Deine Sorgen und inneren Nöte mit jemandem zu teilen, der Dir wirklich zuhört und Dich ernst nimmt, kann schon eine enorme Erleichterung sein.

Rufe daher jemanden an, zu dem Du Vertrauen hast und sage ihm ganz offen, was in Dir vorgeht und wie Du Dich fühlst. Es sollte jedoch eine Person sein, die reif genug und in der Lage ist, mit Deinem Problem richtig umzugehen. Vielleicht siehst Du nach dem Gespräch wieder klarer und erkennst, dass Dein Leben doch nicht so perspektivlos ist, wie Du zuvor gedacht hast.

Es könnte auch sein, dass Du Dein Selbstvertrauen weitgehend verloren hast. Du fragst Dich vielleicht, wozu Du eigentlich nützlich bist und denkst, dass Dich ja sowieso keiner mag. Solche Gedanken ziehen Dich jedoch nur noch weiter nach unten. Versuche eine andere Denkrichtung einzuschlagen! Aber wie?

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein und zeige Verständnis für Deine Fehler und Schwächen. Versuche Dich selbst immer so zu behandeln, wie Du einen Dir sympathischen Menschen behandeln würdest: Liebevoll, geduldig und verständnisvoll.

Solltest Du Dir jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machen und Selbstkritik üben, streust Du in gewisser Weise Salz in Deine Wunden. Sei Dir darüber im Klaren, dass Du Dich und Dein Leben nicht verbesserst, wenn Du Sich selbst ablehnst oder Dein eigenes Ich hasst. Halte Deinen inneren Kritiker möglichst klein, in dem Du Dich nicht immer wieder von unerbittlichen Selbstkritik herunterziehen lässt!

Vielen, die in eine unerträglich erscheinende Situation geraten sind, haben gemerkt, wie sehr ihnen ihr Glaube geholfen hat. Ich weiß zwar nicht, wie Du dazu stehst, doch falls Gott für Dich real ist, mag für Dich das folgende Versprechen sehr ermutigend sein:

"Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat. Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr! " (Psalm 34:19, Hoffnung für alle). Tut es nicht gut, zu wissen, dass sich Gott der Verzweifelten gerne annimmt? Er ist nicht unnahbar, sondern möchte, dass wir uns mit unseren Sorgen und Nöten an ihn wenden!

Ich wünsche Dir, dass Du Mut schöpfen und Dein Leben wieder als lebenswert ansehen kannst! Und denke bitte daran: Es gibt Hilfen und Auswege! Ein beratendes Gespräch kann schon einmal ein guter Anfang sein!

 LG Philipp

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Hallo Miregal8,

wenn Du aus Überzeugung etwas an Dir veränderst, dann bleibe dabei, auch wenn andere eine andere Meinung vertreten. Bedenke bitte: Es ist nichts weiter als ihre Meinung! Wer sagt denn, dass Deine Meinung schlechter ist als die anderer Personen?

Außerdem: Wenn Du Dir selbst treu bleibst und Standfestigkeit beweist, steigst Du letztendlich in der Achtung der anderen! Wenn Du aber immer wieder versuchst, es allen recht zu machen, verlierst Du Dich selbst! Du tust Dir nichts Gutes, der Spielball von anderen zu sein. Du beweist eher Charakter, wenn Du Dein Ding durchziehst (es sei denn, es sprechen vernünftige Gründe dagegen).

Es gibt aber noch vieles weitere, was Dir zu einem größeren Selbstwertgefühl verhilft. Ein erster Schritt könnte sein, wenn Du versuchst, wertvolle Eigenschaften und Fähigkeiten an Dir besser wahrzunehmen! Vielleicht musst Du erst eine Weile nachdenken, um Deine Vorzüge zu entdecken. Doch ich bin mir sicher, dass es auch bei Dir ein paar Dinge gibt, die Dich zu einem besonderen Menschen machen!

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl liegt auch darin, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Könnte das vielleicht genau Dein Problem sein? Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Deiner Fähigkeiten kritisierst oder runter machst. Tu das nicht weiter! Selbstkritik kann zwar grundsätzlich hilfreich sein, doch wenn man wie Du wenig Selbstvertrauen hat, sollte man damit erst einmal sehr zurückhaltend sein.

Viele haben einen inneren Kritiker in sich, doch kann man letztendlich selbst bestimmen, wie groß man diesen Kritiker werden lässt. Es bringt einen nämlich nicht weiter, sich selbst immer wieder schlechtzumachen. Im Gegenteil: man beraubt sich so mehr und mehr seiner Selbstachtung und das Selbstwertgefühl rutscht in den Keller!

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dir wegen Kleinigkeiten Vorwürfe zu machen, wäre es dagegen viel besser, wenn Du auf Deine Fehler eher verständnisvoll und wohlwollend reagierst. Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto mehr Selbstvertrauen wirst Du aufbauen können! Wenn Du aber mehr auf Deine Fehler und Unzulänglichkeiten schaust, fällt es Dir sehr schwer, Dich in einem ausgeglichenen Licht zu sehen.

Ein guter Schritt in Richtung zu mehr Selbstvertrauen wäre auch, wenn Du in Dir selbst, statt in anderen Sicherheit suchst. Ansonsten machst Du Dich sehr leicht von dem Urteil anderer abhängig.

Denke, wie schon gesagt, immer daran, dass Deine Meinung genauso viel zählt wie die der anderen! Und wenn Du meinst, alle anderen seien besser als Du, dann stelle in Gedanken eine Weiche, die Dich in eine andere Richtung bringt! Je öfter Du nämlich diese falschen Gedanken hast, umso mehr wird er sich in Deinem Kopf festsetzen!

Besser wäre es, wenn Du lernst, auf Dein eigenes Können und auf Dein eigenes Urteilsvermögen zu vertrauen und eigenständige Entscheidungen triffst. Bleibe aber dennoch für Kritik offen und sei bereit, Dich, falls nötig, zu korrigieren. So übernimmst Du mehr Eigenverantwortung, was sich wiederum positiv auf Dein Selbstbewusstsein auswirken kann.

Kommen wir noch einmal auf die Kritik anderer zu sprechen, die ja an Deinem Selbstwertgefühl ziemlich kratzen kann. Sofern es um sachliche Kritik geht, brauchst Du Dich als ganzer Mensch verurteilt zu fühlen! Denke stattdessen darüber nach, wie Dich die Kritik nach vorn bringen kann.

Uns sollte Dich jemand wegen Deines Aussehens oder Deines Verhaltens kritisieren, dann sieh das als seine persönliche Meinung. Andere Menschen mögen die Sache schon wieder ganz anders sehen. Es gibt keinen Grund, sich wegen irgendwelcher dummen Sprüche verunsichern zu lassen!

Ein guter Tipp, um Dein Selbstbewusstsein zu stärken ist es, den Mut aufzubringen, auch einmal nein zu sagen. Manchmal verlangen andere von einem Dinge, wovon man genau weiß, dass sie einem entweder nicht gut tun oder sie einen überfordern könnten. Hier ist dann ein klares Nein angebracht. Du bist nicht der Erfüller der Forderungen und Wünsche anderer! Denn wenn Du versuchst, es allen Recht zu machen, bleibst Du am Ende selbst auf der Strecke!

Dann möchte ich noch einen wichtigen Punkt anführen, der eng mit dem Selbstbewusstsein in Verbindung steht. Es geht um die persönliche Ausstrahlung, also wie Du auf Deine Umgebung wirkst. Das fängt z. B. damit an, welche Körperhaltung Du einnimmst oder auch, was Du anderen durch Deine Mimik und Gestik zum Ausdruck bringst.

Wenn Du zum Beispiel Deinen Körper aufrichtest, strahlst Du mehr Selbstbewusstsein aus, was wiederum Rückwirkungen auf Deine Gefühle hat. Auch das Sprechen kann ausschlaggebend sein. Versuche Dir durch ausreichend lautes und deutliches Sprechen bei anderen Gehör zu verschaffen. Halte das, was Du zu sagen hast, nicht für unwichtig oder unbedeutend! Auch Deine Meinung zählt, nicht nur die der anderen!

Du siehst also, es gibt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten, an seinem Selbstvertrauen gezielt zu arbeiten. Sei nicht entmutigt, wenn sich Fortschritte nicht so schnell einstellen, wie Du es Dir wünschst. Mehr Selbstvertrauen zu entwickeln gleicht, wie anfangs gesagt, einem Dauertraining. Doch wenn Du nicht aufgibst, wirst Du positive Veränderungen an Dir wahrnehmen können.

Und noch ein letztes Wort: Falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott hält Dich persönlich für wichtig! Ja, jeder Einzelne bedeutet ihm etwas und er nimmt sich gern der Menschen an, die niedergeschlagen und bedrückt sind. Das wird an einigen Stellen in der Bibel sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Hier heißt es z.B.: "Ich, der Hohe und Erhabene...wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung“ (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle). Tut es nicht gut, zu wissen, dass sich Gott um diejenigen kümmert, die aufgrund verschiedener Lebensumstände niedergedrückt sind? Eine Hilfe kann für Dich sein, wenn Du ihm im Gebet alles sagst, was Dir auf dem Herzen ist!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit Hilfe dieser Tipps gelingt, nach und nach mehr Selbstwertgefühl aufzubauen! Setze Dich nicht unter Druck, da eben alles eine bestimmte Zeit braucht, besonders wenn es ums Denken und Fühlen geht!

LG Philipp

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Hallo Anonyym88,

zum Thema Aussehen möchte ich ein paar grundsätzliche Bemerkungen machen, die Dir vielleicht helfen, die Sache nicht in einer so großen Dimension zu sehen. Vielleicht finden Dich ja eine ganze Reihe von Leuten sehr hübsch! Kannst Du wirklich wissen, dass es nicht so ist? Auf Deinen eigenen Eindruck kannst Du Dich nicht absolut verlassen!

Du selbst hast zwar ein ziemlich negatives Bild von Deinem Äußeren; das muss jedoch nicht bedeuten, dass die anderen Dich mit den gleichen Augen sehen! Es kann bei jungen Menschen eben sehr leicht passieren, dass sie in ein Extrem fallen und zu großen Wert auf ihr Aussehen legen.

Es ist zwar völlig normal und auch richtig, dass Du Dir über Dein Aussehen Gedanken machst. Allerdings kann es sehr leicht geschehen, dass man in eine Art Schönheitswahn verfällt und an nichts anderes mehr denken kann.

Kann es sein, dass die anderen vermeintliche Fehler an Dir entweder gar nicht oder zumindest nicht so stark wie Du wahrnehmen? Und selbst wenn Du das, was Du an Dir auszusetzen hast, als gravierend empfindest: Bedeutet das dann, dass es Deinen Wert als Mensch vermindert?

Außerdem: Kennst Du irgendeinem Menschen, an dem wirklich alles perfekt ist? Falls nicht, ist es dann vernünftig, wenn Du das von Dir selbst erwartest? Wärest Du nicht viel entspannter, wenn Du etwas weniger streng mit Dir bist und Deinen Fokus auf das richtest, was gut und attraktiv an Dir ist?

Könnte es sein, dass Du einem Schönheitsideal hinterherläufst, das es gar nicht gibt? Und meinst Du nicht, dass es nur zu Frustration und Enttäuschung führt, wenn Du Erwartungen versuchst zu erfüllen, die gar nicht erfüllbar sind?

Um ausgeglichen zu sein, hilft Dir vielleicht auch folgender Gedanke: Es gibt über die rein körperliche Attraktivität hinaus eine Art Schönheit, die nichts mit Äußerlichkeiten und bestimmten Körpermerkmalen zu tun hat. Man spricht von einer inneren Schönheit, die sich durch bestimmte anziehende Eigenschaften zeigt.

Ich denke da zum Beispiel an Eigenschaften wie Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Einfühlungsvermögen u.ä. Bedenke: Je mehr Du solche Eigenschaften im Umgang mit anderen zeigst, desto beliebter wirst Du werden!

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich an dieser Stelle einmal die Bibel ins Spiel bringe. Dort werden nämlich folgende, für das Zusammenleben sehr wichtige, Eigenschaften genannt: "Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung" ( Galater 5:22,23).

Menschen, die sich vorwiegend durch diese oder ähnliche Eigenschaften auszeichnen, werden in der Regel als besonders wertvoll angesehen. Wäre es daher nicht ein Anreiz, mehr nach solchen inneren Werten zu streben, statt sich ausschließlich um Äußerlichkeiten Gedanken zu machen?

Innere Schönheit erlangt man auch dann, wenn man nach der in der Bibel beschriebenen "goldenen Regel" lebt. Sie wurde von Jesus aufgestellt und lautet:"Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun" (Matthäus 7:12). Stell Dir einmal vor, wie angenehm es ist, mit Menschen zusammen zu sein, die nach dieser Lebensregel leben!

Je mehr Du an Deiner inneren Schönheit arbeitest - d. h. an Deinen guten Eigenschaften - desto attraktiver wirst Du auf andere wirken und von Dir wird eine positive Ausstrahlung ausgehen! Das wiederum hat auch eine Wirkung auf Dich und Dein Selbstbild! Und je mehr Du mit Dir selbst im Reinen bist, umso glücklicher und ausgeglichener wirst Du sein!

Und hier noch ein letzter Gedanke: Eine tolle Figur und ein nettes Aussehen allein sind kein Garant dafür, bei anderen beliebt zu sein. Wäre es daher nicht ziemlich unausgewogen, wenn Du vorwiegend Wert auf ein perfektes Aussehen legst?

Das soll natürlich nicht heißen, dass das Aussehen eine völlig untergeordnete Rolle spielt! Man tut sich selbst und anderen einen Gefallen, wenn man für ein gutes Aussehen, adrette Kleidung und ein gepflegtes Äußeres sorgt. Doch sollte dabei immer Ausgeglichenheit im Vordergrund stehen!

LG Philipp

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Hallo Jaslae,

wie Du ja selbst schilderst, scheinen Deine Suizidversuche in engem Zusammenhang mit Deinen Depressionen zu stehen. Werden Depressionen richtig behandelt, verschwinden auch oft die Selbstmordgedanken wieder. Es wäre daher in jedem Fall der Besuch beim Arzt anzuraten! Das kann zunächst durchaus Dein Hausarzt sein. Sollte er eine Erkrankung feststellen, wird er mit Dir über die Möglichkeiten einer Behandlung sprechen.

Es mag sein, dass Du bisher noch mit niemanden über Deine Ausweglosigkeit gesprochen hast. Suche daher das Gespräch (außer mit einem Arzt) mit jemandem, der Dir kompetent helfen kann.

Ein erster Anlaufpunkt könnte beispielsweise die Telefonseelsorge sein. Die Nummern, die übrigens gebührenfrei sind, lauten: 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222. Neben Gesprächen, hast Du dort auch die Möglichkeit, zu chatten oder Dich per Mail auszutauschen. Wie Du siehst, stehst Du also nicht völlig allein da!

Vermutlich hast Du schon oft versucht, etwas an Deiner Situation zu ändern und bist nun an einen Punkt angelangt, an dem Du keinen echten Ausweg mehr siehst. Ist es aber tatsächlich so, dass es keine Lösungen mehr gibt oder nimmst Du sie vielleicht einfach nicht wahr oder kennst sie nicht?

Bedenke bitte: Jeder Mensch verfügt sowohl über innere als auch äußere Kraftquellen, um Konflikten und Belastungen begegnen zu können. Eine solche Kraftquelle können möglicherweise Freunde und Angehörige sein.

Ein gutes und trostreiches Wort von einer verständnisvollen Person kann schon eine Menge Gutes bewirken. Du solltest daher auf keinen Fall versuchen, allein mit Deinen Problemen fertig zu werden. Versuche doch einmal, bei jemandem, der Dich versteht, Dein Herz auszuschütten. Das kann Deine Gefühle beruhigen und Du siehst die Sache vielleicht aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Vielleicht kommt es Dir so vor, als würde Dein Schmerz niemals aufhören. Bedenke jedoch, dass andere Ähnliches durchgemacht haben wie Du und sie haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Situation ändern kann und wird. Versuche also, wieder neuen Mut zu schöpfen und lass Dir von anderen dabei helfen!

Denke bitte auch daran, dass sich noch sehr viel in Deinem Leben ändern kann. Es ist ganz wichtig, nicht bei Dir selbst die Schuld zu suchen und es zu lernen, ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein zu entwickeln. Auch wenn frühere negative Erlebnisse bei Dir emotionelle Narben hinterlassen haben, solltest Du daran denken, dass dies nichts an Deinem Wert als Mensch ändert.

Daher solltest Du Dich um eine ausgeglichene Ansicht über Deinen wahren Wert als Person bemühen. Vergiss nie: Du bist ein wertvoller Mensch, und es ist schön dass es Dich gibt! Wahrscheinlich haben andere es versäumt, Dir das immer wieder zu sagen. Doch das ist nicht Deine Schuld. Wenn Du Dich selbst als einen liebenswerten Menschen siehst - was Du möglicherweise erst lernen musst - dann siehst Du Dein Leben auch wieder als lebenswert an.

Was auch immer der Grund für Deine Selbstmordgedanken ist, eines ist sicher: Es gibt jemanden der Deine innersten Empfindungen auf jeden Fall versteht und dem Du nicht gleichgültig bist. Ja, es ist Gott, an den Du möglicherweise nicht oder nicht mehr so richtig glauben kannst. Doch in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, hat er Gedanken aufschreiben lassen, die eindeutig sein Interesse an uns, und besonders an den Niedergedrückten, zum Ausdruck bringen.

Ein Schreiber der Bibel, der von innerer Verzweiflung geplagt wurde, schrieb einmal: "Als mich Sorgen überwältigten, hast du mich getröstet und beruhigt" (Psalm 94:19, NW 2013). Zeigt dieser Text nicht, dass Gott sich gern derer annimmt, die im Leben keinen Ausweg mehr sehen? An ihn kannst Du Dich zu jeder Zeit wenden, da er sich selbst ja als der "Hörer des Gebets" bezeichnet.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du bald wieder von Deinen Suizidgedanken freikommst und feststellst, dass es sich doch lohnt, weiterzuleben! Nimm bitte alle Hilfen an, die zur Verfügung stehen, damit damit Du irgendwann wieder klarer siehst! 

Es gibt Menschen, die Dir helfen können, wieder auf die Beine zu kommen! Gib also nicht auf und fasse Mut! Auch kannst Du mir jederzeit eine Freundschaftsanfrage schicken. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Habe ich Depressionen?

Hallo,

ich wusste nicht wo ich fragen soll, da ich keinen persönlich kenne, der so fühlt wie ich :/

Kurz zu mir: Ich bin 16 Jahre jung und bin weiblich.

Schon früher hatte ich das Problem, dass ich sehr gerne meine Freizeit Zuhause alleine in meinem Zimmer war. Ich bin eher selten mit Jemanden rausgegangen und als die Zeit kam, wo mein Freundeskreis sich deutlich vergrößerte und ich tagtäglich unterwegs war, gefiel es mir auch eigentlich sehr gut, doch ich war eine Person, die leider nie richtig den Kontakt zu einer Person erhalten kann.

Meist bricht der Kontakt von meiner Seite ab, da ich bin distanziere und nicht melde. Ich merke einfach oft wie ich meine Freundschaften selbst kaputt mache, weil ich einfach mich nicht melde. Dieses Verhalten wollte ich oft ändern, doch es hat sich jetzt einfach verschlimmert.

Es interessiert mich kaum mehr, ob jemand mit mir Kontakt haben will oder nicht. Ich gehe auch gar nicht mehr raus. Ich habe nur noch eine beste Freundin (die mir auch völlig reicht) Sie ist die Einzige bei der es mich wirklich interessiert ob der abbricht oder nicht aber selbst bei ihr tu ich mich schwer.

Ihr denkt vielleicht, dass das doch normal wäre und ich mir keine Sorgen machen soll, aber es ist wirklich sehr komisch für mich.

Ich habe einfach auf nichts Lust. Ich bin im Monat vielleicht einmal draußen gewesen sonst will ich einfach nur Zuhause sein und schlafen.

Ganze Zeit schlafen von morgens bis abends und mit keinem reden.

Ich mag keine Menschen um mir herum haben und will keine Freunde.

Mein zweites Problem ist:

Ich fühle mich leer und es fühlt sich in meinem Inneren (so Brustkorb) so kaputt an als wäre mein Herz gebrochen (Nicht wegen Liebeskummer oder so) Ich fühle mich einfach dauerhaft traurig oder ich werde auch schnell sauer und wütend. Ich weiß nicht. Ich hatte es als Kind nicht leicht (große Familie und Probleme mit meinem Vater, da er erkrankt ist und selbst Depresionen hat)

Ich weiß einfach nicht weiter :/

So, ich möchte einfach nur wissen, ob es normal ist, dass ich mich so „isoliere“ und mich dauerhaft traurig fühle (Es liegt aber nicht an der „Isolierung“ !, Ich fühlte mich auch traurig und kaputt, als ich jeden Tag damals rausging und mit Freunden war!)

Ich danke jeden, der sich die Zeit genommen hat um meinen Text hier zu lesen und natürlich auch für alle kommende Antworten.

Bitte nur ernste Antworten

Danke.

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Hallo umbrellathingz,

all das, was Du beschreibst, hört sich eher nicht "normal" an. Bedenke bitte, dass man seine eigenen Empfindungen nicht immer richtig einschätzen kann, besonders wenn es in den Bereich der Psyche geht! Seelische Erkrankung können sehr komplex sein und als Laie ist man nicht in der Lage, diese auseinanderzuhalten. Eine sichere Diagnose kann nur ein Arzt stellen!

Was Depressionen betrifft, sie sind nicht nur ein vorübergehender Zustand, sondern eine ernste psychische Erkrankung, die unbedingt fachlich behandelt werden sollte! Es gibt eine Reihe typischer Symptome, die zwar eine gewisse Orientierung geben können; sie sollen jedoch keiner Eigendiagnose dienen! Dazu zählen u.a. folgende:

- Anhaltend pessimistische und negative Gedanken

- Das Gefühl, das Leben sei sinnlos und es bestehe absolut keine Aussicht auf Besserung

- Neigung zu Suizidgedanken

- Konzentrationsstörungen und Unsicherheit bei Entscheidungen

- Man kann sich zu nichts aufraffen und ist schnell erschöpft

- Nachlassen der Libido

- Appetitlosigkeit

- Ein- und Durchschlafstörungen

- Traurigsein bis hin zu tiefster Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung

- Kein Empfinden mehr für Freude und Glück im Leben

- Unfähigkeit, überhaupt noch irgend etwas zu empfinden

- Starke Minderwertigkeits- und Schuldgefühle

- Körperliche Symptome wie Magen- Rücken- oder Kopfschmerzen, Enge in der Brustgegend ohne organische Ursache

Wenn Du etliche dieser Merkmale bei Dir feststellst, dann wäre es wichtig, damit erst einmal zu Deinem Hausarzt zu gehen. Er ist mit der Problematik vertraut und kann, im Fall einer Erkrankung, eine entsprechende Behandlung vorschlagen oder Dich an einen Facharzt/Therapeuten überweisen.

Was auch immer der Grund für Deine seelische Krise ist: Wichtig ist, dass Du Dich (außer Deinem Arzt) jemanden mitteilst und ganz offen über Deine Empfindungen sprichst! Das könnten z.B. Deine Eltern, ein guter Freund oder Verwandter sein, der die nötige Reife besitzt, Dir zu helfen.

Sollte Dir niemand einfallen oder möchtest Du erst einmal anonym mit jemanden sprechen, dann könntest Du Dich z.B.an die Telefon-Seelsorge wenden. Diese ist rund um die Uhr besetzt und kostenfrei. Hier sind die entsprechenden Telefonnummern:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Übrigens erhältst Du über die Telefonseelsorge auch Auskunft über soziale Hilfsdienste und Einrichtungen.

Ebenso anonym und kostenlos (vom Handy und vom Festnetz) ist die Nummer gegen Nummer: 116 111. Die Telefon-Sprechzeiten sind von Montag bis Samstag von 14.00-20.00 Uhr.

Hier gibt es eine Übersicht über Krisen-Notdienste: http://www.internet-notruf.de/

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du Dich an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden würdest, den es in jeder Stadt oder Gemeinde gibt (die Kontaktdaten kannst Du über das Gesundheitsamt erfragen). Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Eine Online-Beratung für die verschiedensten Probleme (Schule, Elternhaus, Freunde oder persönliche Probleme) findest Du hier: https://jugend.bke-beratung.de/views/home/index.html

Wenn Du lieber ein persönliches Gespräch hättest, dann kannst Du Dir auch selbst eine Beratungsstelle suchen. Folgende Website hat eine entsprechende Suchfunktion, die Dir hilft, eine Beratungsstelle in Deiner Nähe zu finden: https://www.trau-dich.de/deine-hilfe

Wie Du siehst, gibt es auf jeden Fall Menschen, die für Dich ein offenes Ohr haben und Dir kompetent helfen können. Und noch eines: Falls Du an Gott glaubst, dann bedenke, dass er großes Mitgefühl für Menschen hat, die sich in seelischer Not befinden und ihnen gern helfen möchte. Warum kann man da so sicher sein? Nun, in der Bibel wird an vielen Stellen gezeigt, dass sich Gott gern für Verzweifelte und Hilfsbedürftige einsetzt und ihnen beisteht.

Das zeigt z.B. der folgende Mut machende Text: "Als ich den Herrn um Hilfe bat, antwortete er mir und befreite mich von meinen Ängsten. Wer zum Herrn aufschaut, der strahlt vor Freude, und sein Vertrauen wird nie enttäuscht. Ich war am Ende, da schrie ich zum Herrn, und er hörte mich; aus aller Bedrängnis hat er mich befreit. Der Engel des Herrn stellt sich schützend vor alle, die Gott ernst nehmen, und bringt sie in Sicherheit." (Psalm 34:5-9, Hoffnung für alle). Tut es nicht gut zu wissen, dass Gott ein Herz für die Bedrückten hat und bereit ist, ihnen zu helfen?

Ich wünsche Dir, dass Du die für Dich passenden Hilfen findest, damit es Dir bald wieder besser geht! Du stehst nicht allein da mit alle Deine Problemen und Schwierigkeiten, vergiss das nicht! Suche Dir aus all den Hilfsangeboten das für Dich passende aus und Du wirst bald wieder eine Perspektive für Dein Leben sehen! Alles Gute!

LG Philipp

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Hallo Limnaidia,

durch den Selbstmord verliert man alles, was man hat! Kann man da von "sich lohnen" sprechen? Allerdings: Innerer Schmerz und Hoffnungslosigkeit können manchmal so stark werden, dass man nur noch einen Ausweg sieht, um der unerträglich gewordenen Situation zu entkommen: den Selbstmord. Aber ist er wirklich der einzige Weg, um Erleichterung zu bekommen?

Eines steht fest: Es gibt Wege und Möglichkeiten, die Dich aus dem Tal des Kummers herausführen können! Es ist wichtig, dass Du diese Hilfen kennenlernst und Dir zunutze machst!

Mache doch einen Anfang, indem Du bei einer Krisenhotline anrufst! Hier hast Du zwei Möglichkeiten:

- Bei der deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, Tel: 0921-28 33 01

- Bei der Telefon-Seelsorge:

0800-111 0 111 (evang.)

0800- 111 0 222 (kath.)

Es mag sein, dass Du Dir dessen nicht bewusst bist: In vielen Fällen steht hinter Selbstmordgedanken eine psychische Erkrankung. Um das abklären zu lassen, wäre auf jeden Fall der Besuch bei einem Arzt (das kann durchaus Dein Hausarzt sein) erforderlich! Gegebenenfalls kann er eine notwendige Behandlung in die Wege leiten oder Dich an einen Fachkollegen überweisen.

Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das kann in entsprechenden Foren geschehen, wobei hierbei der Vorteil ist, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Allein zu wissen, dass andere ähnliche Lebenserfahrungen hinter sich haben und zu hören, wie sie damit umgegangen sind, kann schon eine echte Hilfe sein! Hier ist ein Beispiel für ein Selbsthilfeforum:

erfahrungen-fallberichte.de/viewforum.php?f=23

Unterschätze auch nicht den Wert von Gesprächen mit Freunden und Angehörigen! Es mag zwar sein, dass Du den Eindruck hast, dass sie Dich nicht völlig verstehen, doch schon ihr Interesse an Deinem Wohl kann Dir sehr guttun!

Und wenn Du Glück hast, gibt es jemanden, der geduldig, verständnisvoll und einfühlsam zuhört. Wichtig ist aber, dass Du nicht wartest, bis Dich jemand anspricht. Andere können ja nicht wissen, wie es in Deinem Inneren aussieht und mit welchen verzweifelten Gedanken Du zu kämpfen hast. Auch wenn es Dir anfangs schwerfällt, gehe dennoch auf andere zu!

Selbstmordgedanken können ein so gefangennehmen und so beherrschen, dass man an nichts anderes mehr denken kann. Versuche daher, wenn irgend möglich, Dich abzulenken.

Tue etwas, was Du schon immer gern gemacht hast: vielleicht einen Lieblingsfilm ansehen, einen schönen Spaziergang machen oder in einem Restaurant etwas Leckeres essen. Wichtig ist einfach, etwas zu tun, was Dich auf andere Gedanken bringt und Dir ein bisschen von Deinem alten Lebensgefühl zurückbringt.

Solltest Du irgendwann den Eindruck haben, dass Deine Selbstmordgedanken nicht mehr beherrschbar sind und Du allmählich die Kontrolle über Dich verlierst, dann scheue nicht, in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses zu fahren oder noch besser Dich fahren zu lassen.

Und hier noch ein letzter Gedanke: Falls Du an Gott glaubst, hast Du Dich vielleicht schon gefragt, ob er Dir irgendwie helfen könnte. In der Bibel gibt er uns Zusicherungen, die er auch ganz bestimmt erfüllen wird! Eine davon steht in dem Buch Jesaja und lautet:

"Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben" (Jesaja 57:15, NW 2013).

Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott unseren Schmerz sieht und bereit ist, uns wieder neue Kraft zu geben? Wir können uns jederzeit an ihn wenden und mit ihm so sprechen wie zu einem guten Freund!

Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder neue Perspektiven in Deinem Leben siehst und Deine Selbstmordgedanken allmählich verschwinden! Gib bitte nicht auf und nimm die Hilfe anderer an! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Tipps gegen Demütigung?

Hi guteFrage Community, ich (m/15) werde schon länger Aufgrund meiner Genetik (bin 1,87 groß und relativ dünn ) oftmals beleidigt, hat schon angefangen als ich 11 Jahre alt war, erst wars mir oftmals egal was andere sagen, aber so mit dem alter vergleicht man sich oft mit anderen und da kotzt es einen irgendwann schon echt an, wenn der ein oder andere ne Wunder genetik hat und dich jedes mal fertig machen muss vor allen anderen, zu dem wurde ich noch mit einer Trichterbrust geboren ( 2,25 cm tief aktuell ) und musste auch beim Schwimmbad mega oft blöde sprüche wegstecken,oft zeigen auch viele dann mit dem finger auf einen , ab dem alter von 13 jahren habe ich mit kraftsport angefangen ( Zuhause mit dem eigenen Körpergewicht trainiert ) , Tage später nach meinem 15. Geburtstag durfte ich mich dann beim gym Anmelden ( hab auf jeden Fall auch schon was aufgebaut, mein Rundrücken existiert nicht mehr, habe jetzt eine gerade Körperhaltung, aber naja habe das Gefühl es wird nie aufhören und ich hasse meine Genetik dafür sehr :( .. )werde bald 16 und bin immer noch dabei, mein Problem is nur das diese Sprüche nie aufhören, egal ob ich beim Fußballtraining, in der Familie, in der Schul Klasse, unter Freunden, im Sommer Lager ( sogar beim Praktikum wurde ich mehrfach darauf angesprochen ) jedesmal muss ich so tuen als ob ich es nicht schlimm finden würde, aber innerlich macht es mich sehr fertig das ich mir am liebsten wünschen würde einfach abstand zu nehmen. Gab sogar insgesamt 2 Momente wo ich mich nicht unter Kontrolle halten konnte und sehr emotional wurde, generell kommen mir oftmals abends beim raus gehen mit dem hund tränen. Klar kann man sagen man, dann bist du eben so, hör einfach nicht auf die anderenm, das Problem ist das ich selber so nicht mehr sein will, weshalb einige Wörter für mich zu Messerstichen geworden sind. Das ist auch der Grund weshalb mein Selbstwertgefühl nicht mehr existiert, ebenso habe ich auch kein Selbstvertrauen mehr. Ich denke ich bin selber ein sehr introvertierter Mensch und kann mit den meisten eh nichts anfangen.

jetzt meine Frage an euch, hat irgendwer ähnliches erlebt ?

habt ihr tipps um das Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl zu stärken ?

LG Taichiii

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Hallo Taichiii,

erst einmal möchte ich Dir zum Trost sagen, dass Du mit 15 Jahren noch in der Pubertät steckst, und sich Dein Körper noch weiterentwickeln wird. Das heißt, dass Dein Körper auch ohne Dein Zutun allmählich männlichere Formen annehmen wird.

Natürlich ist es sehr verletzend, wegen seines Körperbaus immer wieder angesprochen oder sogar verspottet zu werden. Da Du die anderen aber nicht ändern kannst, ist es wichtig, wie Du innerlich mit dem Problem umgehst und wie Du Dich selber siehst.

Ein Schlüssel, trotz gewisser Mängel, mit seinem Aussehen zufrieden zu sein, ist Bescheidenheit. Bescheidenheit steht zwar in der heutigen Zeit nicht mehr so hoch im Kurs, doch sie kann mit dazu beitragen, innerlich ausgeglichener und selbstsicherer zu sein.

Und außerdem: Bescheidenheit ist durchaus ein charakterlicher Vorzug und sollte nicht mit Schwäche verwechselt werden. Im Gegenteil: Ein bescheidener Mensch ist frei von Stolz und hat es gelernt, trotz gewisser Grenzen mit sich uns seinem Leben zufrieden zu sein.

Viele sind von sich total überzeugt und kommen ziemlich selbstsicher daher und nehmen wenig Rücksicht auf andere. Sie werden vielleicht von vielen beneidet und bewundert. Doch möchtest Du wirklich so sein wie sie? Besteht das Wertvolle bei einem Menschen nicht darin, dass er einfühlsam, mitfühlend und rücksichtsvoll ist? Die allzu selbstsicheren Typen von heute sind jedoch alles andere als das! Ihr Auftreten und Benehmen ist ist eher abstoßend als anziehend!

Du siehst also, dass es weitaus besser ist, eher ein gesundes Maß an Selbstvertrauen zu entwickeln. Vielleicht bist Du da ja gar nicht so weit davon entfernt, wie Du denkst! Was könnte Dir außer einer anderen Denkweise noch helfen, mit Dir zufrieden zu sein?

Ein Schlüssel zu mehr Selbstvertrauen liegt darin, mehr an sich zu glauben, an seine Stärken, Talente und Fähigkeiten. Stelle Herausforderungen an Dich und versuche,so gut Du kannst, sie zu meistern! Bedenke: Jeder Erfolg, und sei er noch so klein, fördert Deine Selbstachtung!

Natürlich kann es auch sein, dass Du hin und wieder scheiterst. Nimm diese Erfahrung jedoch nicht zum Anlass, Dich zu verurteilen und runter zu machen. Analysiere die Situation genau und frage Dich, was Du beim nächsten Mal besser machen kannst. So lernst Du aus Deinen Fehlern und nutzt Erfahrungen, um weiterzukommen.

Um Dein Selbstwertgefühl aufzubauen könnte die Unterstützung anderer durchaus sehr hilfreich sein. Es könnte sein, dass Du manchmal so am Boden bist, dass Du einfach jemanden brauchst, der Dich stärkt und wieder aufbaut. Das könnte ein guter Freund oder jemand aus Deiner Familie sein. Ein liebes und gutes Wort zur richtigen Zeit kann oft mehr bewirken, als man denkt!

Und vergiss bitte eines nicht: Es bringt Dich nicht weiter, nach außen immer den Starken spielen zu wollen. Jeder hat im Leben hier und da auch schwache Momente und ist froh, wenn jemand da ist, der ihn aufrichtet. Es ist also keine Schande, die Hilfe anderer anzunehmen!

Und hier noch ein letzter Aspekt: Solltest Du an Gott glauben, dann denke einmal darüber nach, wie er Dich sieht! Glaubst Du, dass Du ihm persönlich wichtig bist? Ein Schreiber der Bibel, war davon überzeugt, dass sich Gott für ihn interessierte, denn er schrieb:

„Du [Gott) hast mich durchforscht und du kennst mich.Du weißt, wann ich mich setze und wann ich aufstehe. Aus der Ferne erkennst du meine Gedanken. Ob ich unterwegs bin oder mich hinlege, du beobachtest mich. Mit allen meinen Wegen bist du vertraut“ (Psalm 139:1-3).

Überlege einmal: Wenn Du Gott, obwohl er der Höchste ist, wichtig bist, solltest Du Dir es nicht auch sein? Es gibt also keinen Grund, dass Du irgendwie negativ über Dich denkst. Wenn Dir das sehr schwerfällt, dann denke doch einmal über Deine Perspektive, aus der Du Dich selbst betrachtest, nach. Das mag ein erster und wichtiger Schritt zu einem gesunden Selbstwertgefühl sein!

LG Philipp

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Hallo lochnet,

offenbar fehlt es Dir an einem natürlichen Maß an Selbstwertgefühl! Dagegen kannst Du aber etwas tun, wenngleich Du nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch werden kannst.

Ein ganz wichtiger Faktor ist die Selbstakzeptanz. Das bedeutet, dass Du lernen kannst, Dich so anzunehmen, wie Du bist. Statt davon zu träumen, ein ganz anderer Mensch zu sein, ein besseres Aussehen zu haben oder über mehr Fähigkeiten zu verfügen, wäre es gut, mit Dir und Deinen Leistungen zufrieden zu sein.

Das soll natürlich nicht heißen, dass Du Dich nun bequem zurücklehnst und Dich nicht mehr darum bemühst, Dich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Vielmehr geht es darum, eine realistische Bestandsaufnahme von Dir und Deinen Möglichkeiten zu machen. Das hilft Dir, nicht einem Wunschbild hinterherzulaufen, das Du wahrscheinlich doch niemals erreichen kannst. Es führt nämlich nur zu Frustration und Enttäuschung, nach den Sternen (also dem Unerreichbaren) zu greifen!

Wenn Du Dir und Deiner Fähigkeiten nicht sicher bist, weil Du vielleicht schon den einen oder anderen Misserfolg hast einstecken müssen, dann denke bitte daran, dass das Versagen zum Leben dazugehört. Jeder hat hier und da Rückschläge und muss mit Enttäuschungen fertig werden. Es gibt niemanden, der immer nur Erfolge verbuchen kann!

Was Dich sicherer manchen kann, wäre, wenn Du Dich regelmäßig gewissen Herausforderungen stellst. Doch dürfen diese nicht zu groß sein, damit das Scheitern nicht bereits vorprogrammiert ist. Suche Herausforderungen (in Schule, Beruf, Hobby, Sport etc.), die zwar durchaus etwas schwierig sein können, die Du aber höchstwahrscheinlich erfolgreich meistern kannst. Denke daran: Jeder Erfolg bringt Dich ein Stückchen weiter und macht Dich sicherer! Und wenn Du eine Sache geschafft hast, dann belohne Dich in irgendeiner Weise dafür!

Lerne es auch, Dich selbst zu lieben! Das funktioniert jedoch nur dann, wenn Du Dich und Deine Leistungen nicht schlechtredest! Und wenn Du einmal Fehler machst, dann verurteile Dich nicht dafür. Selbstkritik kann zwar gut sein, doch so lange Du Dich noch so unsicher fühlst, ist sie mehr ein Hindernis als eine Hilfe!

Eigenliebe ist nur dann schlecht, wenn man nur sich und nicht auch die anderen sieht! Doch gibt es auch ein gesundes Maß an Eigenliebe, das weder Dir noch anderen schadet. Du kennst ja sicher auch das Gebot: „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“. Anders ausgedrückt: Mit der Nächstenliebe funktioniert es nur dann, wenn man sich auch selbst annimmt und liebt.

Da ich die Bibel für ein schlaues Buch halte, zitiere ich immer mal wieder gerne daraus. Falls Du an Gott glaubst, könnte der Gedanke Dir helfen, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Du bist für ihn nicht nur irgendeine Nummer, die er gar nicht richtig wahrnimmt. Im Gegenteil, der interessiert sich ganz persönlich für Dich und möchte Dir sogar helfen! Warum kannst Du Dir da sicher sein?

Nun, in der Bibel steht: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen“ (Jesaja 41:10). Ist das nicht ein sehr schöner Vers? Er zeigt, dass Gott nicht nur unser Leid sieht, sondern auch bereit ist, uns beizustehen und zu helfen! Jetzt kommt es nur darauf an, wie sehr wir auf ihn vertrauen.

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du nach und nach mehr Selbstwertgefühl entwickelst! Und denke bitte daran, dass Dich viele kleine Schritte auch an Dein Ziel bringen. Gib daher niemals auf, auch wenn es hier und da Rückschläge gibt! Wenn Du fällst, stehe wieder auf und laufe weiter! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo since2014,

auf jeden Fall brauchst Du Hilfe und zwar dringend! Gerade bei Suizidgedanken sollte man nicht lange zögern, sich Hilfe zu holen! Innerer Schmerz und Hoffnungslosigkeit können manchmal so stark werden, dass man nur noch einen Ausweg sieht, um der unerträglich gewordenen Situation zu entkommen: den Selbstmord. Aber ist er wirklich der einzige Weg, um Erleichterung zu bekommen?

Eines steht fest: Es gibt Wege und Möglichkeiten, die Dich aus dem Tal des Kummers herausführen können! Es ist wichtig, dass Du diese Hilfen kennenlernst und Dir zunutze machst!

Mache doch einen Anfang, indem Du bei einer Krisenhotline anrufst! Hier hast Du zwei Möglichkeiten:

- Bei der deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, Tel: 0921-28 33 01

- Bei der Telefon-Seelsorge:

0800-111 0 111 (evang.)

0800- 111 0 222 (kath.)

Es mag sein, dass Du Dir dessen nicht bewusst bist: In vielen Fällen steht hinter Selbstmordgedanken eine psychische Erkrankung. Um das abklären zu lassen, wäre auf jeden Fall der Besuch bei einem Arzt (das kann durchaus Dein Hausarzt sein) erforderlich! Gegebenenfalls kann er eine notwendige Behandlung in die Wege leiten oder Dich an einen Fachkollegen überweisen.

Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das kann in entsprechenden Foren geschehen, wobei hierbei der Vorteil ist, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Allein zu wissen, dass andere ähnliche Lebenserfahrungen hinter sich haben und zu hören, wie sie damit umgegangen sind, kann schon eine echte Hilfe sein! Hier ist ein Beispiel für ein Selbsthilfeforum:

erfahrungen-fallberichte.de/viewforum.php?f=23

Unterschätze auch nicht den Wert von Gesprächen mit Freunden und Angehörigen! Es mag zwar sein, dass Du den Eindruck hast, dass sie Dich nicht völlig verstehen, doch schon ihr Interesse an Deinem Wohl kann Dir sehr guttun!

Und wenn Du Glück hast, gibt es jemanden, der geduldig, verständnisvoll und einfühlsam zuhört. Wichtig ist aber, dass Du nicht wartest, bis Dich jemand anspricht. Andere können ja nicht wissen, wie es in Deinem Inneren aussieht und mit welchen verzweifelten Gedanken Du zu kämpfen hast. Auch wenn es Dir anfangs schwerfällt, gehe dennoch auf andere zu!

Selbstmordgedanken können ein so gefangennehmen und so beherrschen, dass man an nichts anderes mehr denken kann. Versuche daher, wenn irgend möglich, Dich abzulenken.

Tue etwas, was Du schon immer gern gemacht hast: vielleicht einen Lieblingsfilm ansehen, einen schönen Spaziergang machen oder in einem Restaurant etwas Leckeres essen. Wichtig ist einfach, etwas zu tun, was Dich auf andere Gedanken bringt und Dir ein bisschen von Deinem alten Lebensgefühl zurückbringt.

Solltest Du irgendwann den Eindruck haben, dass Deine Selbstmordgedanken nicht mehr beherrschbar sind und Du allmählich die Kontrolle über Dich verlierst, dann scheue nicht, in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses zu fahren oder noch besser Dich fahren zu lassen.

Und hier noch ein letzter Gedanke: Falls Du an Gott glaubst, hast Du Dich vielleicht schon gefragt, ob er Dir irgendwie helfen könnte. In der Bibel gibt er uns Zusicherungen, die er auch ganz bestimmt erfüllen wird! Eine davon steht in dem Buch Jesaja und lautet:

"Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben" (Jesaja 57:15, NW 2013).

Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott unseren Schmerz sieht und bereit ist, uns wieder neue Kraft zu geben? Wir können uns jederzeit an ihn wenden und mit ihm so sprechen wie zu einem guten Freund!

Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder neue Perspektiven in Deinem Leben siehst und Deine Selbstmordgedanken allmählich verschwinden! Gib bitte nicht auf und nimm die Hilfe anderer an! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Keinen Sinn im Leben?

Hallo,

ehrlich gesagt weiß ich nicht so ganz wie ich anfangen soll.. Also, ich bin 17 Jahre alt und seit ungefähr 6 Jahren geht es mir so. Ich habe von verschiedenen Psychologen die Diagnose mittelschwere Depressionen bekommen, habe verschiedene Medikamente durch, viele Therapien hinter mir und doch, bin ich seit so vielen Jahren jeden Tag an dem Punkt, wo ich mich frage, was ich noch tun kann. Ob das alles gewesen sein soll, ob jeder Tag so weitergehen soll.

Ich würde fast sagen dass ich fast immer traurig bin, mal fühle ich nur Leere und mal habe ich so eine Wut in mir das ich komplett auto-aggressiv werde. Verletze mich auch schon um die 5 Jahre selber. Seit knappe 3 Jahren nehme ich diverse Drogen, war auch schon von einiges abhängig, konnte diese Sucht aber Gott sei Dank mehr oder weniger loswerden. Ich bin nur am nachdenken, schaffe es gar nicht meinen Kopf quasi auszuschalten und kann kaum noch essen geschweige denn schlafen. Mittlerweile geht das auch schon ziemlich auf meinen Körper, habe sehr oft Kopfschmerzen und Bauchschmerzen und immer sagen Ärzte das ist psychosomatisch.

Ich habe wirklich Angst vor meiner Zukunft, falls ich überhaupt eine haben werde. In eine Klinik möchte ich nicht nochmal, jedes mal kam ich unglücklicher raus.

Da hier so eine große Community ist, hatte ich die Hoffnung, dass es vielleicht wenigstens eine Person gibt die weiß, wie ich mich fühle und mir vielleicht etwas weiterhelfen kann, ich bin nämlich echt am Ende mittlerweile.

Danke an jeden der sich das hier durchgelesen hat!

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Hallo weirdthink,

es tut mir leid, dass Du schon so lange gegen Deine Depressionen ankämpfen musst! Neben einer fachlichen Behandlung, die ja bisher offenbar nicht so erfolgreich war, gibt es einiges, worauf man in dem Kampf gegen Depressionen auch selbst achten könnte.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder eine sonstige reife und mitfühlende Person sein, die in der Lage ist, mit einer depressiven Person richtig umzugehen.

Wenn Du lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und nicht daran zu arbeiten, macht hingegen alles nur noch schlimmer!

Dein Gesprächspartner könnte Dir, sofern er geschickt vorgeht, auch dabei helfen, verkehrte Denkweisen zu korrigieren, die evtl. bei der Entstehung der Depressionen mit beigetragen haben. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges von dem, was Dich so sehr belastet, aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele dieser krankmachenden Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: "Bei mir läuft immer alles schief".

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen aufzuspüren und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren eine Depression und halten sie am Dasein!

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand, möglicherweise durch unbedachtes Reden oder Handeln, irgendwie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen".

Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Es ist gut, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit abzuschließen und nicht immer wieder darüber nachzugrübeln (es sei denn, der entstandene seelische Schaden ist so groß, dass man nicht so einfach darüber hinweggehen kann). Dadurch durchlebt man alles erneut und gibt dem Verursacher die Macht, einem immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen die Depressionen erfolgreich sein möchtest, benötigst Du eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt.

Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere! Lass Dir durch die Bewertungen und die Kritik anderer nie Dein Selbstwertgefühl rauben! Egal, was andere sagen: Du verlierst niemals Deinen Wert als Mensch! Mache Dir daher immer wieder klar, dass Du wertvoll und liebenswert bist!

Ich möchte Dich, sofern Du an Gott glaubst, noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermutigende Aussagen. Sehr oft wird darin beschrieben, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen.

In den Psalmen heißt z.B. es: "Er wird Mitleid haben mit den Benachteiligten und den Armen und das Leben der Armen wird er retten. Von Unterdrückung und Gewalt wird er sie befreien und ihr Blut wird in seinen Augen kostbar sein" (Psalm 72:13,14, NW 2013).

Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Es gibt also viele Möglichkeiten, gegen Depressionen anzukämpfen. Schöpfe am besten alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir in absehbarer Zeit auch wieder besser gehen! Alles Gute und viel Kraft dabei!

(Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ).

LG Philipp

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Ich weiß nicht mehr weiter, brauch andere Meinungen?

 Also erstmal etwas über mich. Ich leide seitdem ich 13 Jahre alt bin an (*schweren, *wurde erst 2018 diagnostiziert) Depressionen, Suizidgedanken und Sozialphobie. Ich überspring mal die ganze Geschichte...

Bin mittlerweile 19 Jahre alt, war schon 2 mal in verschiedenen Kliniken und über ein Jahr in ambulanter Behandlung. Die Sozialphobie hat sich durch das ganze enorm verbessert. (Hab keine Probleme mehr in die Stadt zu gehen oder andere Dinge zu unternehmen, keine Panikattacken mehr)

Die Depressionen sind unverändert (Nehme Antidepressiva, die helfen etwas aber an sich keine großartige Verbesserung) und die Suizidgedanken werden immer stärker.

Nun bin ich an einem Punkt wo ich für mich entschlossen habe, dass ich es beenden will. Ich will dieses Leben nicht mehr und habe damit auch abgeschlossen. Lebe nur noch vor mich hin und warte auf 'ne Möglichkeit/Idee.

Was mich derzeit davon abhält sind meine 3 kleinen Geschwister, die mich (leider) sehr mögen und es nicht verstehen würden wenn ich aufeinmal nicht mehr wäre.. Denk ich jedenfalls, vielleicht ist es auch so das sie es halt nicht verstehen und deswegen nicht mega traurig sind. Bin mir da halt nicht sicher...

Was meine Freunde angeht...Diese werden klar kommen, da bin ich mir relativ sicher. Sie werden vielleicht etwas schockiert sein das ich es wirklich umgesetzt habe aber sonst...

Frage mich jetzt was ich machen soll. Eines Tages Abends aus Haus gehen und nicht mehr wieder kommen und es beenden oder mit meinen Eltern drüber reden und Ihnen sagen das ich nicht mehr will. Weiß nur nicht was es bringen sollte meinen Eltern das zu sagen, würden mich daraufhin einweisen wollen... Was sagt ihr? Bin so ziemlich am Ende.

Find den Gedanken doof einfach zu gehen ohne noch etwas gesagt zu haben.

Am liebsten wäre mir ein natürlicher Tot wo ich nichts für kann...

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Hallo Toxicl,

bevor ich auf Deine Frage eingehe, möchte ich folgendes anmerken: Meine Antwort erscheint zwar als "Expertenantwort", doch Experte bin ich nur aufgrund einer gewissen Anzahl von hilfreichsten Antworten geworden. Im Fall einer psychischen Erkrankung, gleich welcher Art, sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden!

Nun aber zu Deiner Frage. Du schreibst, dass Dir die Antidepressiva nicht viel bringen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Falls Du noch nicht mit Deinem behandelnden Arzt darüber gesprochen hast, kann ich Dir nur dringend dazu raten!

Ich halte es außerdem für angebracht, mit ihm über Deine Selbstmordgedanken zu sprechen, da manche Antidepressiva als mögliche Nebenwirkung Suizidgedanken haben können! Vielleicht muss ja eine Medikamentenumstellung vorgenommen werden. Um das zu überprüfen, braucht Dein Arzt unbedingt Informationen und Rückmeldungen von Dir!

Neben einer fachlichen Behandlung gibt es einiges, worauf man in dem Kampf gegen Depressionen auch selbst achten könnte. Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder eine sonstige reife und mitfühlende Person sein, die in der Lage ist, mit einer depressiven Person richtig umzugehen.

Wenn Du lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und nicht daran zu arbeiten, macht hingegen alles nur noch schlimmer!

Dein Gesprächspartner könnte Dir, sofern er geschickt vorgeht, auch dabei helfen, verkehrte Denkweisen zu korrigieren, die evtl. bei der Entstehung der Depressionen mit beigetragen haben. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges von dem, was Dich so sehr belastet, aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele dieser krankmachenden Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: "Bei mir läuft immer alles schief".

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen aufzuspüren und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren eine Depression und halten sie am Dasein!

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand, möglicherweise durch unbedachtes Reden oder Handeln, irgendwie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen".

Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Es ist gut, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit abzuschließen und nicht immer wieder darüber nachzugrübeln (es sei denn, der entstandene seelische Schaden ist so groß, dass man nicht so einfach darüber hinweggehen kann). Dadurch durchlebt man alles erneut und gibt dem Verursacher die Macht, einem immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen die Depressionen erfolgreich sein möchtest, benötigst Du eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt.

Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere! Lass Dir durch die Bewertungen und die Kritik anderer nie Dein Selbstwertgefühl rauben! Egal, was andere sagen: Du verlierst niemals Deinen Wert als Mensch! Mache Dir daher immer wieder klar, dass Du wertvoll und liebenswert bist!

Ich möchte Dich, sofern Du an Gott glaubst, noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermutigende Aussagen. Sehr oft wird darin beschrieben, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen.

In den Psalmen heißt z.B. es: "Er wird Mitleid haben mit den Benachteiligten und den Armen und das Leben der Armen wird er retten. Von Unterdrückung und Gewalt wird er sie befreien und ihr Blut wird in seinen Augen kostbar sein" (Psalm 72:13,14, NW 2013).

Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Es gibt also viele Möglichkeiten, gegen Depressionen anzukämpfen. Schöpfe am besten alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir in absehbarer Zeit auch wieder besser gehen! Alles Gute und viel Kraft dabei!

(Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ).

LG Philipp

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Hallo Infinitum8,

ich gehe mal davon aus, dass Du diese Frage nicht rein theoretisch stellst, sondern selbst betroffen bist. Wenn man in einer Krise steckt, ist es nicht ganz einfach, wieder Mut zu fassen und nach vorn zu schauen. Wichtig ist, zu verstehen, dass Du einiges auch selbst in der Hand hast, vielleicht sogar mehr, also Du denkst!

Nun, es gibt manche Umstände oder Ereignisse im Leben, die lassen sich nicht mehr ändern oder rückgängig machen. Es nützt nichts, sich mit aller Kraft dagegen aufzubäumen. Am besten ist es, so schwer es auch fallen mag, sich mit den Gegebenheiten abzufinden und die Sache so gut wie möglich abzuschließen. Es geht also darum, seine Gedanken nicht ständig um das Unveränderbare kreisen zu lassen, sondern den Fokus auf das zu richten, was man verändern bzw. beeinflussen kann.

Frage Dich doch einmal, was Dir in Deiner Situation am besten helfen könnte. Zum Beispiel wäre es durchaus hilfreich, mit jemandem, dem Du vertraust, offen über Deine Empfindungen zu sprechen. Allein das Reden kann schon eine heilsame Wirkung haben!

Wenn Dein Gesprächspartner Dich versteht und mit Dir mitfühlt, wird es Dir ganz bestimmt leichter ums Herz werden. Auch frage Dich immer, was Du verbessern kannst, selbst wenn es nur relativ kleine Dinge sind. Aktiv zu werden nimmt einem das Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit.

Wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nicht immer nur über die Krise und über all das, was sie verursacht hat, nachdenkst. Richte Deinen Sinn auf die vielen kleinen schönen Dinge im Leben: das Singen der Vögel, ein prächtiger Sonnenuntergang, ein leckeres Essen, die gemütliche Tasse Kaffee usw. Manchmal verliert man den Blick dafür und nimmt sie als zu selbstverständlich, ohne sich wirklich daran zu erfreuen.

Es mag sein, dass Du Dich im Moment ziemlich schwach und mit allem überfordert fühlst. Da kann es Dir helfen, wenn Du Dich an Deine alten Stärken erinnerst. Denke z.B. darüber nach, was Du bisher schon alles bewältigt hast und was Dir in Deinem Leben gut gelungen ist. Das mag Dir helfen zu erkennen, dass Du auch jetzt nicht völlig hilflos bist.

In Dir steckt möglicherweise mehr, als Du im Moment für möglich hältst. Knüpfe daher an Deine früheren Leistungen und Erfahrungen an und Du magst erkennen, dass Du in Wirklichkeit gar nicht so schwach bist.

Auch wenn für Dich im Moment alles grau und trübe aussieht, bedenke, dass das nicht für immer so bleiben muss! Dinge verändern sich und es mag sein, dass Du in einigen Monaten das, was Dich gerade so herunterzieht, nicht mehr als ganz so schlimm ansiehst. Oder es mag sein, dass es Dir gelungen ist, das eine oder andere Problem besser zu bewältigen. Es gibt also keinen Grund, in Trübsal und Hoffnungslosigkeit zu versinken!

Wenn Du an Gott glaubst, dann vergiss nicht, dass er von Deinen Problemen weiß und er Dir gern helfen möchte. In der Bibel lässt er den Niedergedrückten sagen: "Ich, der Hohe und Erhabene, der ewige und heilige Gott, wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung" (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle).

Wie aber kann Gott Dir neuen Mut geben? Wenn Du Dich ihm zuwendest, in seinem Wort liest und darüber nachdenkst! Darin findest Du viele tröstende Gedanken. Ich denke da z.B. an das Buch der Psalmen, die größtenteils von Personen geschrieben wurden, die sich zeitweise in auswegloser Lage befanden, dann aber die Erfahrung machten, dass Gott ihnen oft auf unerwartete Weise geholfen hat.

Es mag sein, dass Du nicht alles, was ich Dir geschrieben habe, auch umsetzen kannst. Versuche aber bitte dennoch, die Spielräume und Möglichkeiten, die Dir geblieben sind, so gut es geht zu nutzen! Und nimm am besten alle Hilfen an, die Dir zur Verfügung stehen! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo FrageDeineLogik,

ich habe zwar keine Motivationsvideos parat, doch kann ich Dir ein paar Tipps dazu geben!

Zweifellos kann man mit einem ständigen Mangel an Selbstwertgefühl nur schwer leben! Um ausgeglichen und zufrieden mit sich zu sein, braucht man eine gewisse innere Sicherheit und Stabilität. Fehlen diese auf Dauer, dann hat man Schwierigkeiten mit sich selbst und damit, mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.

An diesem Zustand kann man jedoch etwas ändern! Zunächst wäre es aber wichtig, die Sache einmal ein wenig zu durchdenken und von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

Manche scheinen vor Selbstvertrauen geradezu zu strotzen und werden von anderen darum beneidet. Ist das aber wirklich wünschenswert? Nicht unbedingt!

Wer ein übersteigertes Selbstvertrauen hat, macht zum einen schneller Fehler, da er es nicht gewohnt ist, sich zu hinterfragen, und zum anderen nimmt er die Belange der ihn umgebenden Menschen nicht so leicht wahr. Das kann ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringen und trägt nicht unbedingt zu einem harmonischen Miteinander bei.

Du siehst also, dass ein sehr starkes Selbstbewusstsein nicht unbedingt erstrebenswert ist. Hin und wieder Selbstzweifel zu haben, kann nämlich auch seine Vorteile haben. Man fährt dann nicht so leicht wie ein D-Zug nur in eine bestimmte Richtung, sondern man ist eher bereit, sich zu korrigieren und Änderungen vorzunehmen. Das bringt einen im Leben letztendlich weiter!

Wichtig ist also, in jedem Fall auf Ausgeglichenheit bedacht zu sein! Und sei Deinen Erwartungen an Dich selbst realistisch. Jeder hat eine andere Vergangenheit und unterschiedliche Lebenserfahrungen, die ihn geprägt haben.

Außerdem hat man bestimmte Charaktermerkmale und Eigenschaften vererbt bekommen. Man kann also nicht erwarten, sich völlig umkrempeln und ein ganz anderer Mensch werden zu können. Dennoch lassen sich auf jeden Fall Verbesserungen erzielen! Aber wie?

Wenn man mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hat, redet man sich oft ein, die eigenen Leistungen seien nicht gut genug und die der anderen seien doch viel besser. Wenn es Dir auch so ergeht, dann frage Dich doch einmal: "Stimmt das wirklich? Bin ich tatsächlich so schlecht, oder sehe ich mich nur so?"

Du machst Dich selbst runter, wenn Du Deine Leistungen immer nur kleinredest! Denke doch einmal an das, was Du besonders gut kannst, vielleicht sogar besser als die meisten anderen. Das könnte im Bereich der Schule, im Beruf oder in einem Hobby sein.

Es muss ja auch nicht immer nur um Können und um Leistung gehen. Vielleicht bist Du ja ein sehr einfühlsamer Mensch, der sich leicht in die Lage anderer hineinversetzen kann oder nimmst Stimmungen schneller und intensiver wahr als andere. Es mag auch sein, dass Du besonders hilfsbereit bist und immer ein offenes Ohr für die Probleme anderer hast. Sind das nicht schon viele Pluspunkte?

Wie dem auch sei, es geht darum, dass Du Deine Augen für all Deine guten Seiten öffnest, die Du zweifellos besitzt! Sieh nicht immer nur auf Deine Fehler und Dein Versagen! Bedenke, dass jeder Fehler macht und hier und da auch mal versagt. Das ändert jedoch nichts an dem eigentlichen Wert einer Person!

Wusstest Du, dass selbst große Persönlichkeiten mit Gefühlen der Wertlosigkeit zu kämpfen hatten? Mir fällt da z.B. der biblische Moses ein. Der Bericht in der Bibel zeigt, dass Gott ihn dazu gebrauchte, sein mehrere Millionen zählendes Volk aus dem Land Ägypten herauszuführen und zahlreiche Wunder zu wirken. Dennoch fühlte er sich zunächst dieser Aufgabe überhaupt nicht gewachsen!

Er sagte zu Gott: "Entschuldige, Jehova, aber ich bin kein gewandter Redner, weder seit gestern noch seit vorher, noch seitdem du zu deinem Knecht redest, denn ich bin schwerfällig von Mund und schwerfällig von Zunge" (2. Mose 4:10). Weißt Du, wie alt Moses war, als er das sagte? Etwa 80 Jahre! Obwohl er sich mit seiner Aufgabe restlos überfordert fühlte, ließ er sich darauf ein und wurde schließlich ein sehr erfolgreicher Führer!

Dieses Beispiel zeigt, dass man auch einmal etwas wagen sollte. Neue Herausforderungen anzunehmen und sie zu meistern, kann sehr stärkend sein und sich positiv auf das Selbstwertgefühl auswirken. Aber auch hierbei sollte man realistisch bleiben und nicht etwas auf sich nehmen, das keine wirkliche Aussicht auf Erfolg hat!

Du siehst, dass es Möglichkeiten gibt, sich in eine positive Richtung zu verändern und zu mehr Selbstvertrauen zu gelangen. Das alles braucht aber Zeit. Je mehr und je intensiver Du aber an Dir arbeitest, desto schneller und größer werden Deine Erfolge sein!

LG Philipp

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Hallo Cupcake2703,

natürlich kannst Du die Angst, rot zu werden, nicht mit einem mal abstellen. Eine Hilfe könnte aber sein, wenn Du es als gar nicht so schlimm ansiehst, hier und da rot zu werden. Denke daran: Fast jeder kennt, wie es ist, rot zu werden! Sieh es also nicht als etwas an, was die Welt gleich untergehen lässt!

Im übrigen könntest Du einiges dafür tun, um an Selbstbewusstsein zuzunehmen. Versuche doch einmal stärker Deine guten Eigenschaften und wertvollen Fähigkeiten zu sehen und wahrzunehmen! Vielleicht musst Du erst eine Weile nachdenken, um Deine Vorzüge zu entdecken. Doch ich bin mir sicher, dass es auch bei Dir ein paar Dinge gibt, die Dich zu einem besonderen Menschen machen!

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl liegt auch darin, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Könnte das vielleicht genau Dein Problem sein? Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Deiner Fähigkeiten kritisierst oder runter machst. Tu das nicht weiter! Selbstkritik kann zwar grundsätzlich hilfreich sein, doch wenn man wie Du wenig Selbstvertrauen hat, sollte man damit erst einmal sehr zurückhaltend sein.

Sich immer wieder selbst irgendwelche Vorwürfe zu machen, wirkt sich auf Dein Inneres zerstörerisch aus! Wie wäre es denn, wenn Du auf Deine Fehler vielmehr verständnisvoll und wohlwollend reagierst? Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto mehr Selbstvertrauen wirst Du aufzubauen. Wenn Du aber mehr auf Deine Fehler und Unzulänglichkeiten schaust, entsteht mit der Zeit ein verzerrtes Selbstbild.

Sehr leicht kann es auch passieren, dass man sich durch andere verunsichern lässt. Wenn Dich daher jemand heruntermacht oder sonst wie respektlos behandelt, dann brauchst Du das nicht hinzunehmen. Du kannst Deinem Gegenüber in sachlichem aber bestimmtem Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten nicht gefällt und was Du von ihm erwartest. So verlierst Du nicht so leicht Deine Selbstachtung!

Ein guter Schritt in Richtung zu mehr Selbstvertrauen wäre, wenn Du in Dir selbst, statt in anderen Sicherheit suchst. Ansonsten machst Du Dich allzu leicht von dem Urteil anderer abhängig. Warum sollte denn immer das stimmen, was andere sagen? Vergiss nicht: auch Deine Meinung zählt!

Besser wäre es, wenn Du lernst, auf Dein eigenes Können und auf Dein eigenes Urteilsvermögen zu vertrauen und Dich nicht von anderen verunsichern lässt! Damit übernimmst Du mehr Eigenverantwortung, was sich wiederum positiv auf Dein Selbstbewusstsein auswirken kann. Natürlich solltest Du für sachliche Kritik immer offen sein und diese als Möglichkeit sehen, Dich zu verbessern.

Manchmal legen es andere darauf an, Dich persönlich anzugreifen oder schlechtzumachen. Damit es Dich nicht in Deinem Inneren trifft, könntest Du das, was der andere sagt, als seine persönliche Meinung sehen. Und nur weil er seine Meinung äußert, muss er ja nicht Recht haben! Andere nehmen Dich wahrscheinlich ganz anders wahr.

Ein guter Tipp, um das Selbstbewusstsein zu stärken ist es, den Mut aufzubringen, auch einmal nein zu sagen. Man kann es unmöglich allen recht machen, ohne selbst dabei auf der Strecke zu bleiben! Außerdem macht man sich dadurch, dass man hin und wieder einen Wunsch abschlägt oder auf eine Forderung nicht eingeht, nicht unbedingt unbeliebt. Wenn Du grundsätzlich als ein hilfsbereiter Mensch bekannt bist, ändert auch ein zeitweiliges Nein überhaupt nichts daran!

Hier noch ein letzter Tipp: Auch Deine Körperhaltung bestimmt darüber, wie Du Dich innerlich fühlst. Gehe nicht gebeugt einher, sondern richte Dich auf! Dadurch strahlst Du Selbstbewusstsein auf andere aus, was Dir ein gutes Gefühl und mehr innere Sicherheit gibt.

Du siehst also, es gibt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten, an seinem Selbstvertrauen gezielt zu arbeiten. Sei nicht entmutigt, wenn sich Fortschritte nicht so schnell einstellen, wie Du es Dir wünschst. Mehr Selbstvertrauen zu entwickeln gleicht einem Training, an dem man ausdauernd und hart arbeiten muss.

Falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott hält Dich persönlich für wichtig! Ja, jeder Einzelne bedeutet ihm etwas und er nimmt sich gern derer an, die niedergeschlagen und bedrückt sind. Das wird an einigen Stellen in der Bibel sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Hier sagt Gott selbst: "Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben“ (Jesaja 57:15). Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott für Menschen da ist, die niedergeschlagen und bedrückt sind? Außerdem kann es sehr erleichternd sein, Gott im Gebet alles zu sagen und sein Herz auszuschütten!

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, nach und nach mehr Selbstwertgefühl aufzubauen! Gib nicht auf, auch wenn es immer mal wieder Rückschläge gibt. Jede Entwicklung braucht Zeit, und je mehr Du lernst, in die richtige Richtung zu denken, umso besser wirst Du Dich fühlen!

LG Philipp

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Anderes....

Hallo JerryDerWolf,

ich kann den Wunsch, selbst entscheiden zu dürfen, wann man geht, sehr gut verstehen. Doch beruht der sog. "Freitod" nicht immer auf einer völlig freien Entscheidung. Zum einen mag man aufgrund einer sehr schwierigen Lebenslage in einem negativen Gedankenkarussell gefangen sein, zum anderen sind oft psychische Erkrankungen mit im Spiel.

Viele, die vor einem Selbstmord bewahrt worden sind, waren im Nachhinein froh, nachdem sich ihre Verhältnisse bzw. ihre Erkrankung gebessert hatte. Daher möchte ich Dich ermuntern, doch erst einmal all die Hilfen auszuschöpfen, die Dir zur Verfügung stehen!

Hast Du Dich denn schon einmal mit jemandem - vielleicht einem Therapeuten, Arzt oder Sozialarbeiter - beraten und seine Vorschläge in Erwägung gezogen? Falls das noch nicht geschehen ist, solltest Du Dir nicht wenigstens die Chance geben, das anzuhören, was andere Dir vorschlagen? Hilfe findest Du z.B. auch bei folgenden Stellen:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

  • 0800 - 111 0 111
  • 0800 - 111 0 222
  • 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
  • Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de . Ein Online-Beratungsangebot, bei dem suizidgefährdete Jugendliche von spezielle ausgebildeten Gleichaltrige beraten werden, ist hier zu finden: http://www.u25-deutschland.de

- Informationen stehen für Dich auch auf der Website deutschen Gesellschaft für Suizidprävention zur Verfügung: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/fuer-betroffene-und-angehoerige

Wenn Du Dich dort lieber telefonisch beraten lassen möchtest, so kannst Du dies unter folgender Nummer tun: 0921-283301

Da der Selbstmord ja unwiderruflich ist, solltest Du Dich auf jeden Fall erst einmal mit allen Hilfsangeboten beschäftigen. Vielleicht siehst Du hinterher Deine Situation nicht mehr als so ausweglos an und Du wirst später froh sein, Dir diese Chance gegeben zu haben.

Bedenke auch, dass nicht alles immer so bleibt wie es ist. Das Leben verändert sich und einiges, was Dir im Moment als unlösbar erscheint, kann sich in späterer Zeit geändert haben.

Selbst wenn Du das, was Dich belastet, nicht wirklich ändern kannst, bleibt Dir immer noch, Deine Einstellung dazu ändern. Das mag mit dazu beitragen, Deine Situation nicht mehr als so belastend anzusehen. Damit Dir das gelingt, könnte das Gespräch mit einem professionellen Helfer sehr hilfreich sein.

Falls Du an Gott glaubst, hier noch ein letzter Gedanke: Es gibt ein Hilfsangebot, dass heutzutage von den meisten übersehen wird. Es zeigt, dass Gott Anteil an unserem Leiden nimmt und wir ihm nicht gleichgültig sind. Betrachte doch einmal folgende Zusage aus der Bibel:

"Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit"(Jesaja 41:10). Ist das nicht ein sehr tröstender Gedanke? Und wäre das nicht ein Grund, sich Gott zuzuwenden und seine Nähe zu suchen?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es nach und nach schaffst, von Deinen Suizidgedanken freizukommen und feststellst, dass es sich lohnt, weiterzuleben! Nimm bitte alle Hilfen an, die zur Verfügung stehen, damit Du Deine seelische Krise zu überwinden kannst. und versuche nicht, irgendwie allein mit allem klarzukommen.

Es gibt Menschen, die Dir helfen können, wieder auf die Beine zu kommen! Gib also nicht auf und fasse Mut! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Janina387,

das tut mir leid! Wenn man viel Schlimmes hinter sich hat oder auch gegenwärtig Schweres zu ertragen hat, mag man irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem man nicht mehr weiterkommt. Man mag sogar das Gefühl haben, dass das Leben keinen Sinn mehr hat, da kein Ausweg zu sehen ist. Was könnte hier helfen?

Denke bitte immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, oft ändern oder zumindest verbessern lassen. Selbst wenn sich das nicht so schnell umsetzen lässt, wie man sich das wünscht, sollte man nicht verzweifeln, sondern jeden Tag für sich sehen. Veränderungen im Leben vollziehen sich, auch wenn man sie selbst steuern bzw. beeinflussen kann, in der Regel nur allmählich.

Natürlich gibt es auch Gegebenheiten und Umstände, die sich einfach nicht mehr ändern lassen. Doch auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung und die Gedanken dazu ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich, soweit möglich, innerlich damit abfinden. Dann gelingt es meist besser, die gegenwärtige Situation in einem positiveren Licht zu sehen.

Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Krise klarkommen kann, statt völlig in trüben Gedanken zu versinken. So kommt man viel schneller an den Punkt, sich in einer ausweglos erscheinenden Situation nicht mehr so hilflos und ausgeliefert zu fühlen.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig und unüberwindbar sie einem vorkommen!

Es gibt etwas, was Du in jedem Fall tun kannst: Mit jemandem über Deine Situation zu reden, zum Beispiel mit einem Freund/Freundin oder einem Familienangehörigen. Es sollte aber jemand sein, der über eine gewisse Reife und Einfühlungsvermögen verfügt und zu dem Du Vertrauen hast.

Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.Da andere ja nicht unbedingt von außen erkennen können, wie schlecht es Dir geht, ist es sicher nötig, die Initiative zu ergreifen und auf jemanden zuzugehen. Sollten diese Gespräche aber nicht helfen, ist möglicherweise professionelle Hilfe nötig.

Wenn Du gerade auch ziemlich am Boden bist, heißt das nicht, dass das für immer so bleiben muss. Manches lässt sich durchaus ändern oder zumindest verbessern, so dass man wieder Hoffnung schöpfen kann. Deine momentane Situation mag einem Tunnel gleichen, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt.

Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auch in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch am besten eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung völlig zu verlieren, egal wie dunkel es gerade um Dich herum aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir, sofern Du an Gott glaubst, zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand darin einmal einen sehr schönen Text, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet:

"Vertraut auf ihn zu allen Zeiten.Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 65:2). Viele haben die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder all unsere Probleme beiseite schafft. Zum Beispiel kann er uns einen Weg finden lassen, der Erleichterung bringt.

Ich wünsche Dir. dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Deine Krise zu überwinden und es in Deinem Leben allmählich wieder bergauf geht! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo,

warum solltest Du "dumm" sein? Wenn man in der Schule nicht so gut und nicht so schnell ist wie die anderen, bedeutet das auf keinen Fall, dass man deswegen dumm ist. Rede Dir das bitte nicht ein! Vielleicht liegen Deine Fähigkeiten ja eher im praktischen Bereich! Wichtig ist, dass Du Dich nicht weiter in einem so schlechten Licht siehst und an Deinem Selbstwertgefühl arbeitest! Aber wie?

Ein erster Schritt könnte sein, wenn Du versuchst, wertvolle Eigenschaften und Fähigkeiten an Dir besser wahrzunehmen! Vielleicht musst Du erst eine Weile nachdenken, um Deine Vorzüge zu entdecken. Doch ich bin mir sicher, dass es auch bei Dir ein paar Dinge gibt, die Dich zu einem besonderen Menschen machen!

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl liegt auch darin, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Könnte das vielleicht genau Dein Problem sein? Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Deiner Fähigkeiten kritisierst oder runter machst. Tu das nicht weiter! Selbstkritik kann zwar grundsätzlich hilfreich sein, doch wenn man wie Du wenig Selbstvertrauen hat, sollte man damit erst einmal sehr zurückhaltend sein.

Viele haben einen inneren Kritiker in sich, doch kann man letztendlich selbst bestimmen, wie groß man diesen Kritiker werden lässt. Es bringt einen nämlich nicht weiter, sich selbst immer wieder schlechtzumachen. Im Gegenteil: man beraubt sich so mehr und mehr seiner Selbstachtung und das Selbstwertgefühl rutscht in den Keller!

Solltest Du Dir angewöhnt haben, Dir wegen Kleinigkeiten Vorwürfe zu machen, wäre es dagegen viel besser, wenn Du auf Deine Fehler eher verständnisvoll und wohlwollend reagierst. Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto mehr Selbstvertrauen wirst Du aufbauen können! Wenn Du aber mehr auf Deine Fehler und Unzulänglichkeiten schaust, fällt es Dir sehr schwer, Dich in einem ausgeglichenen Licht zu sehen.

Lässt Du Dich durch das, was andere über Dich sagen, leicht verunsichern? Dagegen kannst Du etwas tun: Wenn Dich z.B. jemand heruntermacht oder sonst wie respektlos behandelt, brauchst Du das nicht einfach so hinnehmen. Du kannst demjenigen in sachlichem aber bestimmtem Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten oder Reden nicht gefällt.

Ein guter Schritt in Richtung zu mehr Selbstvertrauen wäre, wenn Du in Dir selbst, statt in anderen Sicherheit suchst. Ansonsten machst Du Dich sehr leicht von dem Urteil anderer abhängig. Denke immer daran, dass Deine Meinung genauso viel zählt wie die der anderen! Und wenn Du meinst, alle anderen seien besser als Du, dann legen in Gedanken eine Weiche! Je öfter Du nämlich diese falschen Gedanken hast, umso mehr wird er sich in Deinem Kopf festsetzen!

Besser wäre es, wenn Du lernst, auf Dein eigenes Können und auf Dein eigenes Urteilsvermögen zu vertrauen und eigenständige Entscheidungen triffst. Bleibe aber dennoch für Kritik offen und sei bereit, Dich, falls nötig, zu korrigieren. So übernimmst Du mehr Eigenverantwortung, was sich wiederum positiv auf Dein Selbstbewusstsein auswirken kann.

Kommen wir noch einmal auf die Kritik anderer zu sprechen, die ja an Deinem Selbstwertgefühl ziemlich kratzen kann. Sofern es um sachliche Kritik geht, brauchst Du Dich als ganzer Mensch verurteilt zu fühlen! Denke stattdessen darüber nach, wie Dich die Kritik nach vorn bringen kann.

Uns sollte Dich jemand wegen Deines Aussehens oder Deines Verhaltens kritisieren, dann sieh das als seine persönliche Meinung. Andere Menschen mögen die Sache schon wieder ganz anders sehen. Es gibt keinen Grund, sich wegen irgendwelcher dummen Sprüche verunsichern zu lassen!

Ein guter Tipp, um Dein Selbstbewusstsein zu stärken ist es, den Mut aufzubringen, auch einmal nein zu sagen. Manchmal verlangen andere von einem Dinge, wovon man genau weiß, dass sie einem entweder nicht gut tun oder sie einen überfordern könnten. Hier ist dann ein klares Nein angebracht. Du bist nicht der Erfüller der Forderungen und Wünsche anderer! Denn wenn Du versuchst, es allen Recht zu machen, bleibst Du am Ende selbst auf der Strecke!

Dann möchte ich noch einen wichtigen Punkt anführen, der eng mit dem Selbstbewusstsein in Verbindung steht. Es geht um die persönliche Ausstrahlung, also wie Du auf Deine Umgebung wirkst. Das fängt z. B. damit an, welche Körperhaltung Du einnimmst oder auch, was Du anderen durch Deine Mimik und Gestik zum Ausdruck bringst.

Wenn Du zum Beispiel Deinen Körper aufrichtest, strahlst Du mehr Selbstbewusstsein aus, was wiederum Rückwirkungen auf Deine Gefühle hat. Auch das Sprechen kann ausschlaggebend sein. Versuche Dir durch ausreichend lautes und deutliches Sprechen bei anderen Gehör zu verschaffen. Halte das, was Du zu sagen hast, nicht für unwichtig oder unbedeutend! Auch Deine Meinung zählt, nicht nur die der anderen!

Du siehst also, es gibt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten, an seinem Selbstvertrauen gezielt zu arbeiten. Sei nicht entmutigt, wenn sich Fortschritte nicht so schnell einstellen, wie Du es Dir wünschst. Mehr Selbstvertrauen zu entwickeln gleicht, wie anfangs gesagt, einem Dauertraining. Doch wenn Du nicht aufgibst, wirst Du positive Veränderungen an Dir wahrnehmen können.

Und noch ein letztes Wort: Falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott hält Dich persönlich für wichtig! Ja, jeder Einzelne bedeutet ihm etwas und er nimmt sich gern der Menschen an, die niedergeschlagen und bedrückt sind. Das wird an einigen Stellen in der Bibel sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Hier heißt es z.B.: "Ich, der Hohe und Erhabene...wohne in der Höhe, im Heiligtum. Doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung“ (Jesaja 57:15, Hoffnung für alle). Tut es nicht gut, zu wissen, dass sich Gott um diejenigen kümmert, die aufgrund verschiedener Lebensumstände niedergedrückt sind? Eine Hilfe kann für Dich sein, wenn Du ihm im Gebet alles sagst, was Dir auf dem Herzen ist!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit Hilfe dieser Tipps gelingt, nach und nach mehr Selbstwertgefühl aufzubauen! Setze Dich nicht unter Druck, da eben alles eine bestimmte Zeit braucht, besonders wenn es ums Denken und Fühlen geht!

LG Philipp

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Gehört das zu meiner Depression?

Hallo ich bin 17 Jahre alt (w) und leide seit 5 Jahren an einer Depression.

Sie war immer verschieden ausgeprägt und ca. Seit ich 15 bin ist sie stark immer mit mir dabei.

Ich war bis vor einigen Wochen in einer Therapie und nehme Cipralex (antidepressiva). Leider wurde meine Therapie abgebrochen nach 2 Jahren bei der Psychiaterin weil Sie für eine Zeit ihre Praxis schliesst. Leider hab ich bis jetzt noch keine neue Fachperson gefunden.

In letzter Zeit hab ich mein befinden klarer empfunden und kann es auch in Worte fassen. Es ist als hätte ich einen Teufel in meinem Kopf der mir alles kapput redet. Egal was, er taucht auf und gibt mir die härteste Zeit.

Ich vergleich das ganz bewusst mit nem Teufel da ich sogar ein Tattoo hab mit einem X und zwei Teufelshörner was genau mein befinden beschreibt mit welchem ich zu Kämpfen hab.

Beispielsweise redet der Teufel in meinem Kopf mir alles schlecht dass ich keine Hoffnung in nix hab. Ich hab mich einwenig in jemanden verkuckt und wir haben ne gute Zeit zusammen aber der Teufel redet mir alles schlecht und gibt mir das gefühl er mag mich nicht ect. Obwohl es keinen Grund dafür gibt.

Und was kann ich allenfalls machen, dass es besser wird?

Er macht mir vieles kapput und stielt mir meine Psychische Kraft und das gibt mir sehr zu schaffen. Ich frag bewusst hier da ich gerne die Ansicht einiger Personen hören möchte und nicht nur von zb. Einer Fachperson, denn das ich eine Depression hab weiss ich schon und vieleicht kennen einige dieses Gefühl und erleben.

Grüsse

Sophie

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Hallo Sophie,

es tut mir leid, dass Du schon so lange unter Deinen Depression zu leiden hast! Da hast Du schon sicher eine Menge durchgemacht. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn Du Deine Therapie bei einem neuen Therapeuten oder einer Therapeutin bald fortsetzen könntest. Ich wünsche Dir dabei viel Glück!

Du schreibst davon, dass Du das Empfinden hast, als würde ein "Teufel in Deinem Kopf" mit Dir reden. Ich glaube zwar, dass es einen Teufel gibt, doch das, was Du hier beschreibst, könnte durchaus aufgrund Deiner Depressionen erklärbar sein (nichtsdestotrotz solltest Du Dich von allem fernhalten, was auch nur im entferntesten mit Spiritismus zu tun hat).

Neben einer fachlichen Behandlung (die ja im Moment leider nicht möglich ist) gibt es einiges, worauf man in dem Kampf gegen Depressionen auch selbst achten könnte.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder eine sonstige reife und mitfühlende Person sein, die in der Lage ist, mit einer depressiven Person richtig umzugehen.

Wenn Du lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und nicht daran zu arbeiten, macht hingegen alles nur noch schlimmer!

Dein Gesprächspartner könnte Dir, sofern er geschickt vorgeht, auch dabei helfen, verkehrte Denkweisen zu korrigieren, die evtl. bei der Entstehung der Depressionen mit beigetragen haben. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges von dem, was Dich so sehr belastet, aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele dieser krankmachenden Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: "Bei mir läuft immer alles schief".

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen aufzuspüren und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren eine Depression und halten sie am Dasein!

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand, möglicherweise durch unbedachtes Reden oder Handeln, irgendwie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen".

Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Es ist gut, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit abzuschließen und nicht immer wieder darüber nachzugrübeln (es sei denn, der entstandene seelische Schaden ist so groß, dass man nicht so einfach darüber hinweggehen kann). Dadurch durchlebt man alles erneut und gibt dem Verursacher die Macht, einem immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen die Depressionen erfolgreich sein möchtest, benötigst Du eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt.

Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere! Lass Dir durch die Bewertungen und die Kritik anderer nie Dein Selbstwertgefühl rauben! Egal, was andere sagen: Du verlierst niemals Deinen Wert als Mensch! Mache Dir daher immer wieder klar, dass Du wertvoll und liebenswert bist!

Ich möchte Dich, sofern Du an Gott glaubst, noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermutigende Aussagen. Sehr oft wird darin beschrieben, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen.

In den Psalmen heißt z.B. es: "Er wird Mitleid haben mit den Benachteiligten und den Armen und das Leben der Armen wird er retten. Von Unterdrückung und Gewalt wird er sie befreien und ihr Blut wird in seinen Augen kostbar sein" (Psalm 72:13,14, NW 2013).

Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Es gibt also viele Möglichkeiten, gegen Depressionen anzukämpfen. Schöpfe am besten alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir in absehbarer Zeit auch wieder besser gehen! Alles Gute und viel Kraft dabei!

(Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ).

LG Philipp

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Hallo Katrin,

in vielen Fällen ist bei einer Depression eine professionelle Behandlung hilfreich und teilweise sogar unumgänglich. Bevor Du etwas in diese Richtung unternimmst, könntest Du Dich ja mal von Deinem Hausarzt oder einem Facharzt beraten lassen.

Andererseits hast auch Du selbst einige Möglichkeiten, wirksam gegen die Depressionen vorzugehen. Das, was ich nun schreibe, bezieht sich auf eher schwere Verläufe.

Es gehört zum Wesen einer schweren Depression, das Gefühl zu haben, zu nichts mehr richtig in der Lage zu sein. Am liebsten möchte man nur noch im Bett bleiben. Es wäre jedoch ein Fehler, diesen Gefühlen nachzugeben, da einen das überhaupt nicht weiterbringt!

Um aktiv zu werden, könnte man mit ganz kleinen Schritten anfangen, z.B. mit einem kurzen Spaziergang. Diesen könnte man nach und nach ausdehnen. Ebenso könnte man bei der Hausarbeit oder anderen Aktivitäten vorgehen.

Es ist klar, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Vorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und treibst Dich noch tiefer in die Depression!

Sehr wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression in der Regel nicht ewig dauert, wenn sie richtig behandelt wird!

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast! Unterschätze nie, wie sehr Dich auch kleine Erfolge weiterbringen können!

Wenn man eine Depression hat, dann saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf. Außerdem drehen sich die Gedanken wahrscheinlich ständig um die eigene schlimme Situation und immer wieder kommt Negatives in den Sinn. Was könntest Du gegen diese Negativspirale tun?

Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Vielleicht gibt es Menschen in Deinem Leben, die für Dich da sind. Oder Du hast ein schönes Zuhause und brauchst Dir um materielle Dinge keine Gedanken zu machen. Manchmal vergisst man auch die vielen kleinen schönen Dinge im Leben, die einem selbstverständlich geworden sind.

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeit lang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Achtsamkeitstraining nennt man das.

Bei der Behandlung einer Depression hat es sich sehr bewährt, sich möglichst mehrmals am Tag körperlich zu bewegen (sofern aus Sicht des Arztes nichts dagegen spricht). Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf.

Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden.

Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es einen anfangs große Überwindung kostet sich in Bewegung zu setzen, wird man feststellen, dass sich die Stimmung mehr und mehr aufhellt.

Wenn man depressiv ist, dann sucht man verständlicherweise Hilfe und Trost bei anderen. Leider sind in unserer hektischen Zeit viele mit ihren eigenen Problemen und Sorgen beschäftigt und haben nicht immer die Gedanken frei, einem anderen mitfühlend und geduldig zuzuhören. Wenn Du das schon erlebt hast, dann kann das für Dich sehr verletzend sein.

Wenn Du an Gott glaubst, bedenke, dass er Deinen Schmerz kennt und mit Dir mitfühlt! Es gibt viele Stellen in der Bibel, die zeigen, dass Gott ein Herz für die Benachteiligten und Niedergedrückten hat. Ein Text, der sehr viel Mut machen kann, ist folgender:

"Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist es nicht schön, dass Gott an unserem Leben Anteil nimmt und uns Hilfe zusichert?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es nach und nach schaffst, Dein seelisches Gleichgewicht wiederzuerlangen und allmählich wieder Freude in Dein Leben zurückkehrt! Gib bitte nicht auf, auch wenn im Moment noch alles trübe und grau aussieht! Das Leben verändert sich und es bleibt nicht alles so, wie es gerade ist. Alles Gute und viel Kraft!

Hier noch eine kurze Anmerkung: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich im Hinblick auf gesundheitliche Probleme und deren Behandlung keine bestimmten Empfehlungen geben möchte - das ist immer Sache des Arztes. Verstehe daher bitte meine Antwort rein informativ.

LG Philipp

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Hallo hulchfranz,

fast jeder hat hier und da mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Das ist auch völlig normal, denn niemand ist perfekt! Manchen fehlt es jedoch fast völlig an Selbstvertrauen. Da es Dir offenbar ähnlich ergeht, möchte ich Dir gern Mut machen und einige praktische Tipps geben, wie Du Deine Situation verbessern kannst.

Ein Schlüssel zu mehr Selbstwertgefühl ist eine realistische Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung. Das bedeutet zum Beispiel, dass Du Dir darüber klar wirst, über welche Fähigkeiten und Stärken Du eigentlich verfügst, die Du vielleicht bisher völlig aus dem Blick verloren hast.

Wenn man wenig Selbstvertrauen besitzt, neigt man dazu, seine guten Seiten entweder herunterzuspielen oder sie überhaupt nicht wahrzunehmen. Dadurch entsteht ein Denkmuster, das irgendwie alles in eine negative Richtung verschiebt. Wie kannst Du hier gegensteuern?

Denke immer wieder bewusst darüber nach, wo Deine besonderen Fähigkeiten und Stärken liegen und baue diese weiter aus! Ein Beispiel: Angenommen, Du kennst Dich auf einem Gebiet besonders gut aus. Vertiefe hier Deine Kenntnisse und werde ein Spezialist auf Deinem persönlichen Fachgebiet! Das hebt Dich in gewisser Weise von der übrigen Masse der Menschen ab und macht Dich zu jemand Besonderen. Das Gleiche gilt natürlich auch für bestimmte Hobbys oder irgendwelche besonderen Fertigkeiten oder Fähigkeiten.

Was Selbstzweifeln ebenfalls entgegenwirkt ist, wenn Du auf Deine bisherigen Erfolge zurückschaust. Vielleicht denkst Du, dass Du bisher nichts besonderes in Deinem Leben geleistet hast. Bestimmt fallen Dir aber bei längerem Nachdenken immer mehr Dinge ein, bei denen du besonders gut warst oder wo Du schon einmal gelobt worden bist.

Natürlich ist es nicht damit getan, sich auf den Lorbeeren von früher auszuruhen. Wenn Du Dir realistische, erreichbare Ziele setzt und diese auch verfolgst, kannst Du bald weitere Erfolge erzielen. Und denke daran: Erfolge machen Dich stärker und sicherer!

Hier noch ein letzter Gedanke: Wenn Du an Gott glaubst – immerhin tun das noch einige – dann denke bitte daran, dass Du für ihn sehr wertvoll bist! Du magst Dich nun fragen: „Warum sollte ich für Gott wichtig und wertvoll sein?“

Nun, ein Schreiber der Bibel drückte das einmal so aus: „ Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau“ (Psalm 139:1, Neue Genfer Übersetzung). Das sagt folgendes aus: Wenn Gott uns durchforscht und uns genau kennt, dann muss er sich doch für uns interessieren! Daher weiß er ganz genau, wie Du Dich fühlst und was in Dir vorgeht, und er möchte Dir helfen. Wie er das tut, steht auch in der Bibel, was ein Grund mehr ist, sich mit ihr zu beschäftigen!

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du einen Weg findest, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Allerdings braucht eben alles seine Zeit! Du wirst also nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch sein. Bleibe am Ball und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass sich mit der Zeit Veränderungen einstellen werden!

LG Philipp

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Hallo Darksoul3,

hinter Selbstmordgedanken kann sich vieles verbergen! Eines aber steht fest: Es gibt Wege und Möglichkeiten, die Dich aus dem Tal des Kummers herausführen können! Es ist wichtig, dass Du diese Hilfen kennenlernst und Dir zunutze machst!

Mache doch einen Anfang, indem Du bei einer Krisenhotline anrufst! Hier hast Du zwei Möglichkeiten:

- Bei der deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, Tel: 0921-28 33 01

- Bei der Telefon-Seelsorge:

0800-111 0 111 (evang.)

0800- 111 0 222 (kath.)

Es mag sein, dass Du Dir dessen nicht bewusst bist: In vielen Fällen steht hinter Selbstmordgedanken eine psychische Erkrankung. Um das abklären zu lassen, wäre auf jeden Fall der Besuch bei einem Arzt (das kann durchaus Dein Hausarzt sein) erforderlich! Gegebenenfalls kann er eine notwendige Behandlung in die Wege leiten oder Dich an einen Fachkollegen überweisen.

Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das kann in entsprechenden Foren geschehen, wobei hierbei der Vorteil ist, dass die Anonymität gewahrt bleibt. Allein zu wissen, dass andere ähnliche Lebenserfahrungen hinter sich haben und zu hören, wie sie damit umgegangen sind, kann schon eine echte Hilfe sein! Hier ist ein Beispiel für ein Selbsthilfeforum:

erfahrungen-fallberichte.de/viewforum.php?f=23

Unterschätze auch nicht den Wert von Gesprächen mit Freunden und Angehörigen! Es mag zwar sein, dass Du den Eindruck hast, dass sie Dich nicht völlig verstehen, doch schon ihr Interesse an Deinem Wohl kann Dir sehr guttun!

Und wenn Du Glück hast, gibt es jemanden, der geduldig, verständnisvoll und einfühlsam zuhört. Wichtig ist aber, dass Du nicht wartest, bis Dich jemand anspricht. Andere können ja nicht wissen, wie es in Deinem Inneren aussieht und mit welchen verzweifelten Gedanken Du zu kämpfen hast. Auch wenn es Dir anfangs schwerfällt, gehe dennoch auf andere zu!

Selbstmordgedanken können ein so gefangennehmen und so beherrschen, dass man an nichts anderes mehr denken kann. Versuche daher, wenn irgend möglich, Dich abzulenken.

Tue etwas, was Du schon immer gern gemacht hast: vielleicht einen Lieblingsfilm ansehen, einen schönen Spaziergang machen oder in einem Restaurant etwas Leckeres essen. Wichtig ist einfach, etwas zu tun, was Dich auf andere Gedanken bringt und Dir ein bisschen von Deinem alten Lebensgefühl zurückbringt.

Solltest Du irgendwann den Eindruck haben, dass Deine Selbstmordgedanken nicht mehr beherrschbar sind und Du allmählich die Kontrolle über Dich verlierst, dann scheue nicht, in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses zu fahren oder noch besser Dich fahren zu lassen.

Und hier noch ein letzter Gedanke: Falls Du an Gott glaubst, hast Du Dich vielleicht schon gefragt, ob er Dir irgendwie helfen könnte. In der Bibel gibt er uns Zusicherungen, die er auch ganz bestimmt erfüllen wird! Eine davon steht in dem Buch Jesaja und lautet:

"Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben" (Jesaja 57:15, NW 2013).

Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott unseren Schmerz sieht und bereit ist, uns wieder neue Kraft zu geben? Wir können uns jederzeit an ihn wenden und mit ihm so sprechen wie zu einem guten Freund!

Ich wünsche Dir, dass Du bald wieder neue Perspektiven in Deinem Leben siehst und Deine Selbstmordgedanken allmählich verschwinden! Gib bitte nicht auf und nimm die Hilfe anderer an! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Paxluuuul,

auch wenn Du Dich über einen längeren Zeitraum depressiv fühlst, muss das nicht heißen, dass Du auch tatsächlich eine Depression hast! Eine Depression ist nämlich eine vielschichtige seelische Erkrankung, die nicht anhand weniger Symptome feststellbar ist. Eine genaue Diagnose kann immer nur ein Arzt stellen!

Manchmal sind es ganz einfach auch andauernder Stress oder verschiedene andere Lebensumstände, die einen niederdrücken und in eine depressive Stimmungslage versetzen. Was kann man dann tun? Viele machen den Fehler, ihre Probleme für sich zu behalten. Sie denken entweder, es interessiere sich sowieso niemand für sie oder es ist ihnen peinlich, darüber zu sprechen.

Wie dem auch sei: Gerade das Gespräch mit einer verständnisvollen und mitfühlenden Person kann äußerst hilfreich sein! Wenn man es erst einmal geschafft hat, all das, was einen so sehr belastet, mit jemandem zu teilen, kann allein das schon große Erleichterung bringen!

Spricht denn wirklich etwas dagegen, einmal Deine Mutter anzusprechen? Eltern werden manchmal unterschätzt, wenn es darum geht, mit Krisen ihrer Kinder umzugehen. Sie verfügen über eine Menge an Lebenserfahrung und kennen möglicherweise selbst die Gefühle, die Du gerade hast.

Du magst es anfangs für schwer bis unmöglich halten, mit ihr über Deine Probleme zu sprechen. Doch wenn Du merkst, dass Deine Mutter Dich versteht, fällt es Dir sicher leichter, Dich zu öffnen. Und ist das Eis erst einmal gebrochen, ist es auch nicht mehr so schwer, mit ihr auch über Deine innersten Gedanken zu sprechen!

Ich weiß ja nicht, wie Du dazu stehst, doch falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott sieht genau, womit Du zu kämpfen hast, und Du bist ihm nicht gleichgültig! Du denkst vielleicht: Wie kann man da sicher sein? In der Bibel steht: "Du hast mein Elend gesehen. Du kennst meinen großen Kummer" (Psalm 31:7, NW 2013).

Aber sieht denn Gott nur zu, wenn wir leiden und tut nichts? Ganz bestimmt nicht. Er sichert denen, die sich im Glauben an ihn wenden, folgendes zu: "Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen. Ich werde dich wirklich festhalten mit meiner rechten Hand der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10, NW 2013). Ist das nicht ein ergreifender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du bald einen Weg aus der Krise findest und Du wieder fröhlich sein kannst! Und denke bitte daran, dass Menschen da sind, die Dir helfen können und wollen! Du stehst also nicht allein da! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Lostlost385,

dagegen kannst Du eine Menge tun! Wichtig ist, dass Du Dich auf keinen Fall über Deine Figur definierst! Nun gut, Du wünscht Dir, etwas schlanker zu sein, doch welche junge Frau wünscht sich das nicht? Lerne es, zu Dir selbst zu stehen, mit all Deinen Fehlern und Macken! Und wenn Du meinst, an dem einen oder anderen Punkt etwas ändern zu können, dann tue es!

Ein ganz wichtiger Faktor ist also die Selbstakzeptanz. Das bedeutet, dass Du lernen kannst, Dich so anzunehmen, wie Du bist. Statt davon zu träumen, ein ganz anderer Mensch zu sein, ein besseres Aussehen zu haben oder über mehr Fähigkeiten zu verfügen, wäre es gut, mit Dir und Deinen Leistungen zufrieden zu sein.

Das soll natürlich nicht heißen, dass Du Dich nun bequem zurücklehnst und Dich nicht mehr darum bemühst, Dich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Vielmehr geht es darum, eine realistische Bestandsaufnahme von Dir und Deinen Möglichkeiten zu machen. Das hilft Dir, nicht einem Wunschbild hinterherzulaufen, das Du wahrscheinlich doch niemals erreichen kannst. Es führt nämlich nur zu Frustration und Enttäuschung, nach den Sternen (also dem Unerreichbaren) zu greifen!

Wenn Du Dir und Deiner Fähigkeiten nicht sicher bist, weil Du vielleicht schon den einen oder anderen Misserfolg hast einstecken müssen, dann denke bitte daran, dass das Versagen zum Leben dazugehört. Jeder hat hier und da Rückschläge und muss mit Enttäuschungen fertig werden. Es gibt niemanden, der immer nur Erfolge verbuchen kann!

Was Dich sicherer manchen kann, wäre, wenn Du Dich regelmäßig gewissen Herausforderungen stellst. Doch dürfen diese nicht zu groß sein, damit das Scheitern nicht bereits vorprogrammiert ist. Suche Herausforderungen (in Schule, Beruf, Hobby, Sport etc.), die zwar durchaus etwas schwierig sein können, die Du aber höchstwahrscheinlich erfolgreich meistern kannst. Denke daran: Jeder Erfolg bringt Dich ein Stückchen weiter und macht Dich sicherer! Und wenn Du eine Sache geschafft hast, dann belohne Dich in irgendeiner Weise dafür!

Lerne es auch, Dich selbst zu lieben! Das funktioniert jedoch nur dann, wenn Du Dich und Deine Leistungen nicht schlechtredest! Und wenn Du einmal Fehler machst, dann verurteile Dich nicht dafür. Selbstkritik kann zwar gut sein, doch so lange Du Dich noch so unsicher fühlst, ist sie mehr ein Hindernis als eine Hilfe!

Eigenliebe ist nur dann schlecht, wenn man nur sich und nicht auch die anderen sieht! Doch gibt es auch ein gesundes Maß an Eigenliebe, das weder Dir noch anderen schadet. Du kennst ja sicher auch das Gebot: „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“. Anders ausgedrückt: Mit der Nächstenliebe funktioniert es nur dann, wenn man sich auch selbst annimmt und liebt.

Da ich die Bibel für ein schlaues Buch halte, zitiere ich immer mal wieder gerne daraus. Falls Du an Gott glaubst, könnte der Gedanke Dir helfen, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Du bist für ihn nicht nur irgendeine Nummer, die er gar nicht richtig wahrnimmt. Im Gegenteil, der interessiert sich ganz persönlich für Dich und möchte Dir sogar helfen! Warum kannst Du Dir da sicher sein?

Nun, in der Bibel steht: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott. Ich werde dich stärken, ja, ich werde dir helfen“ (Jesaja 41:10). Ist das nicht ein sehr schöner Vers? Er zeigt, dass Gott nicht nur unser Leid sieht, sondern auch bereit ist, uns beizustehen und zu helfen! Jetzt kommt es nur darauf an, wie sehr wir auf ihn vertrauen.

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du nach und nach mehr Selbstwertgefühl entwickelst! Und denke bitte daran, dass Dich viele kleine Schritte auch an Dein Ziel bringen. Gib daher niemals auf, auch wenn es hier und da Rückschläge gibt! Wenn Du fällst, stehe wieder auf und laufe weiter! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Anonym726627,

einfach gesagt: indem man einem Selbstwertgefühl arbeitet! Denke zunächst einmal über die Ursachen nach, die für ein mangelndes Selbstbewusstsein infrage kommen können. Zum Beispiel kann es sein, dass man in der Kindheit nie bzw. viel zu selten gelobt wurde. Oder ein Lob wurde von besonderen Leistungen abhängig gemacht, die man vielleicht gar nicht erbringen konnte, weil sie viel zu hoch angesetzt waren.

Andere haben die Erfahrung gemacht, dass das, was sie getan haben, den Eltern nie genügt hat. Da die Eltern die ersten und wichtigsten Bezugspersonen für ein Kind sind, wird das schlechte Selbstbild, was die Eltern dem Kind vermittelt haben, ungefragt übernommen. Damit wird sozusagen der Grundstock für eine Mangel an Selbstwertgefühl gelegt.

Das mag dann dazu führen, dass sich der Betreffende nicht viel zutraut und vor Schwierigkeiten und Herausforderungen zurückschreckt. Da er nicht gelernt hat, an sich und seine Fähigkeiten zu glauben, wird ihm dann auch tatsächlich vieles nicht so gut gelingen! Und kommt es dann im Leben hier und da zum Versagen, wird das als Bestätigung der verzerrten Selbstwahrnehmung gesehen. Je öfter das geschieht, desto eher setzt sich ein falsches Denkmuster fest.

Jedem, dem es so oder ähnlich ergangen ist, sollte begreifen, dass er auf einer falschen Schiene läuft! Allerdings: Man kann einen verkehrten Weg auch wieder verlassen! Das ist zwar nicht so ganz einfach, da die verkehrte Sichtweise wahrscheinlich zu einem Teil von einem selbst geworden ist, doch ist es auch nicht unmöglich!

Wenn Du Dich hier wiederfinden kannst, magst Du Dich fragen, was Du dagegen kannst. Nun, ohne gewisse Gegenmaßnahmen bleibt natürlich alles beim alten. Was könnte denn zu solchen Gegenmaßnahmen zählen?

Du könntest z.B. damit anfangen, Dein Denken und Fühlen immer wieder zu reflektieren und zu hinterfragen. Wenn Selbstzweifel in Dir aufsteigen, könntest Du Dich fragen, ob es dafür einen tatsächlich Grund gibt. In der Regel wird es so sein, dass diese Zweifel weniger einen äußeren Grund haben, als vielmehr durch ein inneres Empfinden ausgelöst werden, das auf der anfangs beschriebenen verkehrten Selbstwahrnehmung beruht.

Versuche mehr und mehr ein offenes Auge für Deine positiven Seiten zu haben. Fertige doch einmal eine Liste mit all den guten Eigenschaften an, die Du an Dir entdeckt hast. In diese Liste könntest Du auch das eintragen, was Dir gut gelungen ist (zum Beispiel eine bestandene Prüfung, eine gute Note in der Schule, ect.) und auch das, was Du besonders gut kannst. Denke auch an bestimmte Talente und Fertigkeiten über die Du verfügst und spiele sie nicht herunter! Jeder hat ja irgendetwas, was er besser kann als die meisten anderen.

Eine weiter Möglichkeit, Dein Selbstwertgefühl zu stärken, wäre, Herausforderungen anzunehmen. Es sollten natürlich Aufgaben sein, die Dich nicht überfordern. Setzt Du den Maßstab nämlich zu hoch an, könnte der Misserfolg gleich vorprogrammiert sein.

Wichtig ist es, immer wieder kleinere und größere Erfolge zu erzielen. Das gibt Dir mehr und mehr innere Sicherheit und Du wirst Dir künftig mehr zutrauen. Je länger und je häufiger Du diese Erfahrungen machst, umso mehr entsteht ein vernünftiges Maß an Selbstvertrauen.

Falls Du an Gott glaubst, könnte es Dir auch eine Hilfe sein, zu verstehen, wie er über Dich denkt und wie viel Wert Du ihm bist. Viele glauben, Gott sehe nur die Masse der Menschheit und nicht jeden Einzelnen. Jesus Christus aber sagte einmal etwas, was deutlich macht, dass sich Gott sehr wohl mit jedem Einzelnen von uns beschäftigt. Er sagte zu seinen Jüngern:

„Was zahlt man schon für zwei Spatzen? Eine Münze, die kaum etwas wert ist. Trotzdem fällt keiner von ihnen auf den Boden, ohne dass euer Vater es weiß. Und sogar die Haare auf eurem Kopf sind alle gezählt. Deshalb keine Angst: Ihr seid mehr wert als ein ganzer Spatzenschwarm“ (Matthäus 10:29-31).

Was wollte Jesus hier sagen? Wenn Gott schon bemerkt, wenn ein kleiner, Vogel, zum Beispiel ein Spatz, auf die Erde fällt, wieviel eher nimmt er dann jeden einzelnen Menschen wahr! Ja, Gott interessiert sich für uns ganz persönlich und zwar so genau, dass er ein so unbedeutendes Detail wie die Zahl unserer Haare genau kennt! Ist das nicht ein ergreifender Gedanke?

Daher kannst Du sicher sein, dass Gott auch von Deinen Problemen weiß und Dir gerne helfen möchte. Ist es nicht schön, dass Du jederzeit zu ihm beten und ihm all Deine Sorgen mitteilen kannst?

Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, im Laufe der Zeit ein natürliches Selbstwertgefühl zu entwickeln! Berücksichtige bitte dabei, dass sich Veränderungen im Deinem Denken und Fühlen nicht unbedingt so schnell vollziehen werden, wie Du es Dir vielleicht wünscht. Gib trotzdem nicht auf und bleibe weiter am Ball! Du wirst sehen, dass sich Deine Mühe und Deine Ausdauer lohnen wird!

LG Philipp

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Hallo Cervisiam,

da Du 14 Jahre bist, steckst Du voll in der Pubertät! In dieser Zeit ist man oft sehr unsicher und hat daher wenig Selbstbewusstsein. Unabhängig davon, kannst Du einiges tun, um innerlich sicherer zu werden.

Eine Hilfe kann sein, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast und der eine gewisse Reife besitzt, offen sprichst. Sage ihm, was Du über Dich selbst denkst und wie Du fühlst. Allein dadurch, dass Du Dich jemandem mitteilst, kann schon eine große Last von Deinen Schultern genommen werden.

Vielleicht kann Dir Dein Gesprächspartner ja helfen, Dich selbst in einem besseren Licht zu sehen. Es kann nämlich sehr leicht passieren, dass wir mit uns viel zu streng und unbarmherzig sind. Wir nehmen uns jeden kleinsten Fehler übel und bestrafen uns durch harte Selbstkritik. Wenn ein Außenstehender darauf blickt und seine Sicht schildert, kann uns das zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen.

Dann ist es auch wichtig, zu lernen, an sich zu glauben! Natürlich muss man immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sich nicht selbst überschätzen. Doch oftmals ist es eher so, dass man sich eher zu wenig zutraut als zu viel, nicht wahr?

Statt einfach abzuwarten und in Lethargie zu verfallen, könnte man versuchen, die Dinge einfach anzupacken. Du kennst sicher das Sprichwort: "Ohne Fleiß kein Preis". Bedenke, dass den meisten nichts so einfach in den Schoß fällt. Für das, was sie erreicht haben, mussten sie sich anstrengen, sowie Fleiß und Ausdauer entwickeln!

Das kannst auch Du! Setze Dir realistische, erreichbare Ziele und verfolge sie dann! Das kann bedeuten, dass Du bereit sein musst, Deine Komfortzone zu verlassen und Dich in Bewegung zu setzen. Wenn Du dann ein Ziel (und sei es noch so gering) erreichst, gibt es Dir ein gutes Gefühl und den Mut, Dein nächste Ziel anzuvisieren.

Was aber, wenn Du scheiterst? Dann heißt es aufstehen und weiterlaufen! Misserfolge gehören zum Leben dazu und passieren nicht nur Dir! Statt also aufzugeben und in Mutlosigkeit zu versinken, könntest Du über die Fehler, die Du evtl. gemacht hast, nachdenken und überlegen, wie Du sie künftig vermeiden kannst. Oder Du findest neue und bessere Wege, die Dich Deinen Zielen näherbringen!

Zum Schluss möchte ich Dir noch einen Gedanken mit auf den Weg geben, der Dich ermutigen kann, sofern Du an Gott glaubst. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, mit welchen Augen er Dich sieht? Was meinst Du: Sieht er hauptsächlich Deine Fehler und Schwächen oder konzentriert er sich eher auf das Gute in Dir?

Die Bibel bringt Gottes Sichtweise mit folgenden Worten sehr schön zum Ausdruck: "Jehova [oder Gott] ist barmherzig und mitfühlend, wird nicht schnell zornig und ist reich an loyaler Liebe. Er wird uns unsere Fehler nicht endlos vorhalten noch für immer nachtragend sein" (Psalm 103:8,9). Wenn Gott uns so sieht, wer sind wir dann, wenn wir uns immer nur verurteilen? Es kann sein, dass wir erst einmal lernen müssen, sanft mit uns selbst umzugehen!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit der Zeit gelingt, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln! Das macht Dich innerlich zufriedener und trägt ganz sicher zu vermehrtem Lebensglück bei!

LG Philipp

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Hallo Leila 2705,

Obst essen ist zwar grundsätzlich gut und gesund, doch sollte man es nach 17:00 Uhr nicht mehr tun! Um abzunehmen, sind Diäten meist nicht der richtige Weg. Besser ist die Umstellung auf eine dauerhaft gesunde Lebens- und Ernährungsweise. Hier sind zwei hilfreiche Artikel mit nützlichen Tipps dazu:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/esssucht-uebergewicht-ia.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunde-ernaehrung-die-regeln.html

Der berühmte Heißhunger abends entsteht nicht oder nicht so leicht, wenn man sich tagsüber ausreichend und gesund ernährt hat! Außerdem gibt es zahlreiche gesunde Snacks (zahlreiche Videos dazu findest Du auf Youtube).

Alles Gute und viel Erfolg!

LG Philipp

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Hallo Mattea673,

es würde Dir sicher weiterhelfen, mit jemandem über Dein selbstverletzendes Verhalten (=SVV) zu sprechen. Es sollte jemand sein, der eine gewisse Reife besitzt, Dich ernst nimmt und Dich nicht unter Druck setzt. Wenn Du also jemandem davon erzählst, kann allein das schon große Erleichterung bringen.

Hast Du schon einmal daran gedacht, Deine Eltern deswegen anzusprechen? Wahrscheinlich fällt Dir dieser Schritt nicht ganz leicht. Bedenke jedoch, dass Du ihnen bestimmt sehr am Herzen liegst und sie gewiss möchten, dass es Dir gutgeht! Sollte es Dir, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, vernünftig mit Deinen Eltern zu reden, dann hast Du die Möglichkeit, Dich hier zu melden:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

Was könntest Du immer dann tun, wenn der Drang, Dich zu verletzen, erneut in Dir entsteht? Wenn Du weinen musst, dann versuch es auf keinen Fall zu unterdrücken, denn Weinen kann ein Ventil für das sein, was sich seelisch aufgestaut hat. Körperliche Bewegung, wie joggen, spazieren gehen oder Sport zu treiben eignet sich ebenfalls gut dazu, inneren Stress abzubauen.

Hast Du es schon einmal mit Ablenkung versucht, z. B. mit einem Hobby, Hausarbeiten oder Musik hören? Auch etwas völlig Neues zu lernen (wie z. B. ein Musikinstrument) oder sich kreativ zu betätigen (malen, Gedichte oder Tagebuch schreiben) kann ein wichtiger Schritt sein, der Dich von dem SVV wegbringt.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist.

Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für SVV. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen.

Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.). Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen. Wird es nicht besser, könntest Du Dir überlegen, vielleicht professionell Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Eines solltest Du jedoch auch nicht vergessen: Es gibt auf jeden Fall jemanden, der Dich versteht und Dir helfen kann. Ich spreche hier von Gott, von dem Du wahrscheinlich am wenigsten Hilfe erwartest. Er hat besonderes Interesse an denen, die voller Schmerzen und Sorgen sind!

Das geht sehr deutlich aus folgendem Text in der Bibel hervor: "Geduldig hoffte ich auf die Hilfe des Herrn, und er wandte sich mir zu und hörte mein Schreien. Er rettete mich aus dem Sumpf der Verzweiflung, aus Matsch und Schlamm. Er stellte mich auf festen Boden und gab meinen Füßen festen Halt" (Psalm 40:1,2, Neues Leben.Die Bibel). Ist das nicht ein tröstender Gedanke?

Ich wünsche Dir, dass Du die benötigten Hilfen bekommst, damit Du wieder seelisch gefestigter wirst und die Probleme, die ursächlich für Deine Selbstverletzungen sind, allmählich in den Griff bekommst. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo edauknow511,

zugegeben, Freundschaften fallen einem nicht so einfach in den Schoß! Es kostet oft einiges an Anstrengungen, bis man echte Freunde findet. Es geht aber nicht nur darum, sich auf die Suche nach Freunden zu machen; noch wichtiger ist es, dass Du daran arbeitest, selbst ein guter Freund zu sein!

Dabei kann es eine Hilfe sein, erst einmal seine Persönlichkeit unter die Lupe zu nehmen. Frage Dich doch einmal, wie Du auf andere wirkst! Welche Signale sendest Du aus? Bist Du anderen gegenüber zuvorkommend, freundlich und aufgeschlossen? Oder neigst Du dazu, Deine schlechte Laune heraushängen zu lassen?

Das erste, was andere oft von einem wahrnehmen, ist das Gesicht. Hat es einen freundlichen Ausdruck? Lächelst Du andere öfter an, auch wenn Du sie noch nicht kennst? Bist Du innerlich zufrieden und ausgeglichen, wird sich das auch in Deinem Gesicht widerspiegeln!

Ja, eine positive Ausstrahlung wirkt auf andere anziehend und sie fühlen sich in Deiner Gegenwart wohl. Das ist die beste Ausgangslage, um neue Kontakte zu schließen. Ob Dich andere mögen oder nicht, hast Du also zum Teil selbst in der Hand.

Was aber wenn Du schüchtern und zurückhaltend bist? Dann bist Du wahrscheinlich schnell verletzt, wenn andere Dir keine oder zu wenig Beachtung schenken. Gerade dann ist es wichtig, dass Du Dich nicht gleich die Flinte ins Korn wirst und Dich in Dein Schneckenhaus zurückziehst!

Stehe Dir nicht selber im Weg! Versuche über Deinen Schatten zu springen und geh auf andere zu! Warte nicht, bis andere Dich ansprechen, sondern ergreife selbst die Initiative. Zeige vor allem persönliches Interesse an Deinem Gegenüber und sprich nicht zu viel von Dir selbst. Nur so entstehen neue Kontakte und daraus später vielleicht sogar Freundschaften.

Im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen gibt es einen sehr wertvollen Rat, der auch als "Die goldene Regel" bekannt ist. Er lautet: "Alles daher, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun" (Matthäus 7:12).

Wusstest Du, dass dieser Spruch von Jesus Christus stammt? Es gibt einen etwas ähnlich lautenden Ausspruch, der Dir wahrscheinlich noch besser vertraut ist: "Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu". Dieser Satz stammt von einem anderen weisen Mann, Konfuzius.

Doch der erste Spruch, der von Jesus stammt, ist der bessere, da er einen positiven Aspekt hervorhebt: Wenn man möchte, dass andere einen gut behandeln, dann muss man zuvor auch selbst das Gleiche getan haben.

Auf Freundschaften bezogen heißt das: Wenn Du möchtest, dass andere Deine Freunde werden, musst Du zuerst einmal Du selbst die Eigenschaften eines guten Freundes aufweisen. Arbeite also beständig an Deiner Persönlichkeit und Du wirst mit der Zeit jemand werden, den andere sich zum Freund wünschen.

LG Philipp

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Hallo TinoXD,

fast jeder hat hier und da mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Das ist auch völlig normal, denn niemand ist perfekt! Manchen fehlt es jedoch fast völlig an Selbstvertrauen. Da es Dir offenbar ähnlich ergeht, möchte ich Dir gern Mut machen und einige praktische Tipps geben, wie Du Deine Situation verbessern kannst.

Ein Schlüssel zu mehr Selbstwertgefühl ist eine realistische Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung. Das bedeutet zum Beispiel, dass Du Dir darüber klar wirst, über welche Fähigkeiten und Stärken Du eigentlich verfügst, die Du vielleicht bisher völlig aus dem Blick verloren hast.

Wenn man wenig Selbstvertrauen besitzt, neigt man dazu, seine guten Seiten entweder herunterzuspielen oder sie überhaupt nicht wahrzunehmen. Dadurch entsteht ein Denkmuster, das irgendwie alles in eine negative Richtung verschiebt. Wie kannst Du hier gegensteuern?

Denke immer wieder bewusst darüber nach, wo Deine besonderen Fähigkeiten und Stärken liegen und baue diese weiter aus! Ein Beispiel: Angenommen, Du kennst Dich auf einem Gebiet besonders gut aus. Vertiefe hier Deine Kenntnisse und werde ein Spezialist auf Deinem persönlichen Fachgebiet! Das hebt Dich in gewisser Weise von der übrigen Masse der Menschen ab und macht Dich zu jemand Besonderen. Das Gleiche gilt natürlich auch für bestimmte Hobbys oder irgendwelche besonderen Fertigkeiten oder Fähigkeiten.

Was Selbstzweifeln ebenfalls entgegenwirkt ist, wenn Du auf Deine bisherigen Erfolge zurückschaust. Vielleicht denkst Du, dass Du bisher nichts besonderes in Deinem Leben geleistet hast. Bestimmt fallen Dir aber bei längerem Nachdenken immer mehr Dinge ein, bei denen du besonders gut warst oder wo Du schon einmal gelobt worden bist.

Natürlich ist es nicht damit getan, sich auf den Lorbeeren von früher auszuruhen. Wenn Du Dir realistische, erreichbare Ziele setzt und diese auch verfolgst, kannst Du bald weitere Erfolge erzielen. Und denke daran: Erfolge machen Dich stärker und sicherer!

Hier noch ein letzter Gedanke: Wenn Du an Gott glaubst – immerhin tun das noch einige – dann denke bitte daran, dass Du für ihn sehr wertvoll bist! Du magst Dich nun fragen: „Warum sollte ich für Gott wichtig und wertvoll sein?“

Nun, ein Schreiber der Bibel drückte das einmal so aus: „ Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau“ (Psalm 139:1, Neue Genfer Übersetzung). Das sagt folgendes aus: Wenn Gott uns durchforscht und uns genau kennt, dann muss er sich doch für uns interessieren! Daher weiß er ganz genau, wie Du Dich fühlst und was in Dir vorgeht, und er möchte Dir helfen. Wie er das tut, steht auch in der Bibel, was ein Grund mehr ist, sich mit ihr zu beschäftigen!

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du einen Weg findest, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Allerdings braucht eben alles seine Zeit! Du wirst also nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch sein. Bleibe am Ball und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass sich mit der Zeit Veränderungen einstellen werden!

LG Philipp

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Ich habe keine Freunde und will nicht mehr weiter leben?

Hi. Ich bin 17 Jahre alt und bin seit 3 Wochen bereits zu Hause (Es sind Sommerferien, in der Schulzeit ist es jedoch auch so) und war 4x draußen. Ich stehe jeden Tag um 13 Uhr auf, da ich stets bis 06:00 Uhr morgens wach bin, da ich nicht schlafen kann. Zuviele Gedanken. Ich habe keine Freunde, überhaupt keine. Meine WhatsApp Chats bestehen aus Personen aus dem Internet (Internet Freunde, die wenigstens nett zu mir sind).

Auf Instagram sehe ich jeden Tag wie Personen aus meiner Schule Spaß haben (Im Kino sind, feiern gehen, mit Ihren Liebespartnern im Park sind usw) jeden Tag. Deren Alter verläuft von 15-18 und Sie haben mehr Erfahrung, als ich je mals haben werde. Ich bin 17 und hatte noch nie einen ersten Kuss von einem Mädchen, geschweige denn wenigstens einen Freund, mit dem ich was machen kann.

Meine Jugend neigt sich dem Ende zu. Ich sehe wie 13 Jährige bereits mehr erlebt haben, als ich selbst.

Eventuell könnte man argumentieren: Dann mach doch endlich mal was! - Das habe ich schon. Ich war Tage auf der Suche nach neuen Kontakten, aber es geht einfach nicht. Die meisten machen sich sowieso nur über mich lustig. Es ist nun soweit dass ich nichtmal mehr was spüre. Früher habe ich geweint, heute liege ich emotionslos da. Meine Eltern sagen ich solle was mit Freunden unternehmen, ich verschweige jedoch dass ich keine habe.

Wären meine Eltern nicht da, hätte ich mich schon längst umgebracht und ich weiß schon perfekt wie. Ich habe sowieso keinen Bock mehr auf dieser zynisch, kranken Welt voller Mord, Armut, Krieg zu leben. Was ist das bitte für ein drecks Leben. Und ich bin eigentlich optimistisch! Es klingt zwar pessimistisch, aber trotzdessen kämpfe ich immer weiter.

Ich schreibe auch bereits ein Dokument wieso ich nicht mehr leben möchte mit all meinen Problemen, das geht schon 30 Seiten...Also es gebe noch viel mehr zu erzählen

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Hallo LonelyBoy,

ich kann Deine Resignation verstehen! Freundschaften sind nämlich elementar wichtig, damit wir uns emotional wohlfühlen und ausgeglichen sind. Wir Menschen sind nicht als Einzelgänger erschaffen worden, sondern brauchen die enge Gemeinschaft anderer, um auf Dauer psychisch gesund zu bleiben.

Das ist aber in der heutigen Zeit gar nicht so einfach! Viele denken nur an sich und den eigenen Vorteil und sind daher für echte Freundschaften denkbar ungeeignet. So kann es leicht geschehen, dass man zwar täglich mit vielen Menschen zu tun hat, aber niemand da ist, der sich wirklich für einen interessiert. Dadurch macht sich schnell Einsamkeit breit.

In einem Buch heißt es: "„Einsamkeit ist keine Krankheit, Einsamkeit ist ein gesunder Hunger . . ., ein natürliches Zeichen dafür, dass es uns an Freundschaften fehlt" ( In Search of Intimacy). Ein kleiner Trost mag für Dich sein, dass Du mit diesem Problem nicht allein dastehst. Dennoch solltest Du nicht in Mutlosigkeit versinken, denn allein zu sein ist kein unabänderliches Schicksal! Was also könntest Du tun?

Probleme neue Freunde zu finden, kann das natürlich viele Ursachen haben. Eine könnte sein, dass Du Dir selbst im Weg stehst. Damit meine ich, dass es darauf ankommt, wie Du zu Dir selbst stehst.

Wenn Du Dich z.B. als nicht liebenswert oder unattraktiv ansiehst, wirst Du wahrscheinlich große Probleme damit haben, auf andere zuzugehen, weil Du denkst, Du könntest zurückgewiesen werden. Sollte das auf Dich zutreffen, dann ist es an der Zeit, einmal über Dein negatives Selbstbild nachzudenken und es gegebenenfalls zu korrigieren.

Was könntest Du beispielsweise tun, wenn es um das äußere Erscheinungsbild geht? Selbstverständlich sollte es sein, auf ein gepflegtes Äußeres zu achten, ohne jedoch übertrieben modisch gekleidet zu sein. Dazu gehört auch, dass Du auf eine gesunde Ernährung achtest, Dich ausreichend bewegst und genügend Schlaf bekommst. Solche guten Lebensgewohnheiten wirken sich vorteilhaft auf Dein Aussehen, was sie wiederum positiv auf Deine Selbstachtung auswirkt.

Es geht auch nicht vorwiegend darum wie Du äußerlich auf andere wirkst. Wenn Du Dich nur darauf konzentrierst, wirst Du verkrampft und steif. Es kommt vielmehr darauf an, dass Du eine positive, lebensbejahende innere Einstellung hast. Diese wirkt sich nämlich entscheidend auf Deine Ausstrahlung aus!

Zum Beispiel gibt es kaum etwas, was sich anziehender auf andere auswirkt, als ein freundliches Lächeln. Kommt dazu noch eine Prise Humor, fühlen sich andere automatisch zu Dir hingezogen. Das ist aber noch nicht alles!

Wenn Du echte Freunde hinzugewinnen willst, ist eines sehr wichtig: offen zu sein. Das bedeutet, dass Du anderen von Dir erzählst, sie wissen lässt, was wirklich in Dir vorgeht. Das heißt natürlich nicht, dass Du allzu offenherzig bist und gleich jedem Deine innersten Geheimnisse anvertraust. Erst muss einmal eine gewisse Vertrauensbasis da sein, bevor man sein Inneres preisgibt. Diese entsteht jedoch am besten dann, wenn Du Dich so gibst wie Du wirklich bist und nicht so wie du denkst, was andere von Dir erwarten.

Wenn Du in einer Beziehung ganz Du selbst bist, dann wirkst Du ohne Frage liebenswert und anziehend. Andererseits solltest Du aber auch nicht nur von Dir selbst erzählen, sondern Dich auch für Dein Gegenüber interessieren. Stelle ihm Fragen und höre dann gut zu! Ja, ein offener Gedankenaustausch ist für eine Freundschaft das A und O!

Wenn Du Freunde finden willst, dann ist es wichtig, selbst die Qualitäten eines guten Freundes zu haben. Jemand hat einmal gesagt: "Es gibt nur einen Weg, Freunde zu gewinnen; selbst einer zu sein" (Ralph Waldo Emerson). Der Schlüssel dazu ist das selbstlose Interesse an anderen. Dazu fällt mir ein, was Jesus Christus hierüber einmal sagte und was als "Die goldene Regel" bekanntgeworden ist: "Wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun, so tut auch ihnen" (Lukas 6:31).

Ein selbstloser Freund ist man vor allem dann, wenn man gerne gibt. Ja, wenn einem die Bedürfnisse des Freundes wichtiger sind, als die eigenen Vorlieben und Bequemlichkeiten, dann ist man tatsächlich ein echter Freund!

Auch hierzu ist der Rat der Bibel sehr passend: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35). Dominiert in einer Beziehung das Geben, dann fördert das nicht nur die Freundschaft, sondern macht einen sogar selbst viel glücklicher! Das wird in der heutigen Zeit leider vielfach vergessen und so gehen viele Freundschaften wieder in die Brüche.

Du siehst also, es gibt viele Möglichkeiten, Menschen als seine Freunde zu gewinnen. Wenn Du die genannten Tipps beachtest und umsetzt, dann wirst Du wahrscheinlich eines Tages nicht mehr so einsam sein und mehr Menschen um Dich haben, die Dich lieben und schätzen. Und bleibe bitte auch dann weiter am Ball, wenn die Ergebnisse vielleicht erst einmal auf sich warten lassen. Um erfolgreich zu sein, ist auf jeden Fall Ausdauer gefragt!

LG Philipp

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Hallo KaYozZ,

es ist verständlich, dass Du Deiner Freundin gern helfen möchtest! Doch das ist nicht so einfach! Es kommt vor allem darauf an, ob Du reif genug und auch selbst seelisch gefestigt bist, jemanden in einer so schwierigen Lage beizustehen.

In jedem Fall aber ist es ratsam, noch jemanden hinzuzuziehen, der in der Lage ist, wirksam Hilfe zu leisten! Versuche auf keinen Fall, die Situation allein zu meistern! Erschwerend kommt ja noch hinzu, dass Du ziemlich weit weg von ihr wohnst. Jemand, der suizidgefährdet ist, benötigt aber vor allem professionelle Hilfe!

Mit einer Person richtig umzugehen, die sich mit dem Gedanken trägt, Selbstmord zu begehen, ist ganz sicher kein leichtes Unterfangen! Wahrscheinlich bist Du sehr verunsichert und möchtest auch nichts falsch machen. Was ist also in einer solchen Situation am besten zu tun (oder auch nicht zu tun)?

Grundsätzlich sollte man einen angedrohten Selbstmord ernst nehmen. Man kann nämlich nicht davon ausgehen, dass es lediglich bei einer Androhung bleiben wird. Immerhin versuchen über zwei Drittel von denen, die einen Selbstmord ankündigen, diesen innerhalb von 24 Stunden auch auszuführen, sofern sie sich danach im Stich gelassen fühlen! Daher ist es auf jeden Fall gerade jetzt sehr wichtig, mit Deiner Freundin in Kontakt zu bleiben.

Gib ihr die Gelegenheit, sich bei Dir, sofern Du seelisch dazu in der Lage bist, auszusprechen und signalisiere ihr, dass sie Dir alles sagen kann, was sie bewegt, ohne dafür einen Vorwurf zu bekommen. Und klammere das Thema "Selbstmord" auf gar keinen Fall aus! Mit ihr darüber zu sprechen bedeutet keineswegs, dass Du sie dazu ermunterst. Wenn es auch schwierig ist, in dem Gespräch ruhig zu bleiben, versuche es trotzdem, so gut es geht! Andernfalls könnte das Gespräch schnell zu Ende sein.

Auch wenn Du Dir große Sorgen machst, ist es im Moment nicht sehr hilfreich, ihr den Selbstmord lediglich ausreden zu wollen. Wichtiger ist es zunächst einmal, ihr das Gefühl zu geben, ernst genommen und verstanden zu werden.

Nenne ihr Gründe, für die es sich lohnt, weiterzuleben. Und gib ihr den guten Rat, sich ärztliche und psychotherapeutische Unterstützung zu holen. Bei den allermeisten Menschen (über 90%), die Selbstmordgedanken oder -absichten haben, liegt eine psychische Erkrankung zugrunde. Daher ist professionelle Hilfe mehr als angebracht!

Es kann gut sein, dass Deine Freundin Dir von ihren Problemen erzählt, die letztendlich zu ihren Selbstmordgedanken geführt haben. Lasse Dich nicht dazu verleiten, ihr in Aussicht zu stellen, diese Probleme lösen zu können bzw. zu wollen. Dazu ist ein Laie sowieso nicht in der Lage. Da, wie gesagt, in den meisten Fällen psychische Probleme dahinterstehen, ist nur ein professioneller Helfer geeignet, wirksame Hilfe zu leisten.

Wenn Deine Freundin akut suizidal ist, ist es ganz wichtig, dafür zu sorgen, dass sie in den nächsten Tagen nicht allein ist! Daher muss unbedingt jemand vor Ort sein, der sich um Deine Freundin kümmert und sie beaufsichtigt.

Sollte sie jedoch ganz konkrete Selbstmordpläne haben und hat sie evtl. sogar Vorbereitungen für den Selbstmord getroffen, dann ist es höchste Zeit zum Handeln. In einem solchen Fall ist es angebracht, die Polizei zu rufen, die dann die erforderlichen Schritte (Einweisung in eine psychiatrische Klinik) vornehmen wird, um sie vor sich selbst zu schützen. Vielen ist schon auf diese Weise geholfen worden, und sie waren hinterher froh, dass jemand so beherzt eingeschritten ist.

Soweit also einige praktische Ratschläge zum Umgang mit Deiner suizidgefährdeten Freundin. Du fragst Dich möglicherweise, was jemanden so ausweglos werden lässt, dass er nur noch in der Selbsttötung einen Ausweg sieht. Und warum werden anscheinend immer mehr Menschen psychisch krank?

Nun, wir leben leider in einer sehr gefühlskalten Welt, in der einer die Probleme des anderen nicht mehr wahrnimmt,vielleicht weil er selbst mit allem Möglichen beschäftigt oder mit verschiedenen kleineren und auch größeren Problemen belastet ist. Dennoch sollte uns das nicht für die Bedürfnisse des anderen blind werden lassen .

In diesem Zusammenhang finde ich einen Text aus der Bibel sehr passend. Er lautet: "Denn wie kann Gottes Liebe in einem Menschen sein, wenn dieser die Not seines Bruders vor Augen hat, sie ihm aber gleichgültig ist? Und das, obwohl er selbst alles hat, was er zum Leben braucht! Deshalb, meine Kinder, lasst uns einander lieben: nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger Liebe und in aller Aufrichtigkeit" (1. Johannes 3:17,18, Hoffnung für alle).

Wichtig ist es also, ein Auge für die Probleme und Bedürfnisse der Menschen in unserer näheren Umgebung zu haben und rechtzeitig unsere Hilfe anzubieten. Wir sollten es auch lernen, mehr Zeit füreinander zu haben, und dem anderen wirklich zuhören, wenn er über Sorgen und Problem mit uns sprechen möchte. So kann es uns gelingen, die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit der Unterstüztung anderer gelingt, Deiner Freundin soweit helfen zu können, dass sie professionelle Hilfe annimmt und dann irgendwann auch wieder Perspektiven in ihrem Leben sieht. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Hallo Mina,

erst einmal zu Deine gesundheitlichen Problemen. Was die Akne betrifft, so fand ich einmal einen sehr hilfreichen Artikel, welche ganzheitlichen Maßnahmen man ergreifen kann:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/akne.html

Natürlich kann auch die Bekämpfung von Übergewicht ein großes Problem sein. Hier helfen aber nicht irgendwelche Diäten; es müssen erst einmal die Entstehungsursachen für Übergewicht erkannt werden und dann ein neuer Weg bzgl. der Ernährung gefunden werden. Auch dazu ein aus meiner Sicht sehr guter Artikel:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/esssucht-uebergewicht-ia.html

Dann schreibst Du, dass Du ein Problem mit Mobbing hast. In der Tat kann Mobbing so sehr zusetzen, dass man im Laufe der Zeit Selbstmordgedanken entwickelt. Daher ist es wichtig, dass Du die richtigen Schritte tust, um nach Möglichkeit dem Mobbing ein Ende zu setzen.

Leider gibt es überall Personen, die darauf aus sind, anderen absichtlich zu schaden und sie auf die eine oder andere Weise zu quälen! Sie machen sich einfach nicht die Mühe, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen und fragen sich auch nicht, wie sehr ihre Worte und Handlungen andere verletzen können.

Zunächst einmal die Frage: Warum gibt es überhaupt Menschen, die andere mobben? Da gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel wurden manche Mobber früher selbst einmal gemobbt.

Manchmal sind es auch die schlechten Vorbilder, die Kinder zu Hause haben, wenn Kinder sehen, wie Eltern, ältere Geschwister oder auch andere in der Familie miteinander umgehen. Des weiteren kann auch die eigene Unsicherheit oder ein Minderwertigkeitskomplex dahinter stecken. Der Mobber spielt den Starken, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken.

Wichtig ist auch zu wissen, wen sich Mobber gern als Opfer aussuchen. Das ideale Mobbingopfer ist jemand, der wenig Freunde hat und meistens allein dasteht. Auch kann ein andersartiges Aussehen, wie beispielsweise aufgrund der Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Behinderung dem Mobbing Vorschub leisten.

Man wird auch dann schnell zum Opfer, wenn man wenig Selbstvertrauen hat. Der Mobber hat es bei solchen Personen ziemlich leicht, da sie sich meistens nicht wehren. Nun aber zum wichtigsten Punkt: Was kannst Du selbst tun, um aus der Opferrolle frei zu kommen? Hier sind einige Strategien, die bei leichteren Formen des Mobbing sehr hilfreich sein können.

Versuche gelassen zu bleiben. Wer gelassen und ruhig bleibt, nimmt dem Mobber den Wind aus den Segeln. Er bietet ihm keine Angriffsfläche mehr, da seine Schikanen ins Leere führen.

Wenn man also dem Mobber offen seine Gefühle zeigt, dann ist man ähnlich ungeschützt, wie in alter Zeit eine Stadt ohne Mauern - für jeden Feind eine leichte Beute. Wer jedoch seine Gefühle im Zaum hält, der ist für den Mobber gleichsam uneinnehmbar. Das sagt sich natürlich leichter, als es ist und erfordert eine Menge Selbstbeherrschung.

Trete den Rückzug an, wenn es gefährlich wird! Es ist immer das Beste, Situationen und Orte zu meiden, wo der Mobber ein leichtes Spiel hat. Hier gilt nicht das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" sondern der Rückzug. Das hat nichts mit Feigheit, sondern eher mit Klugheit zu tun.

Versuche bei hartnäckigem Mobbing die Sache klarzustellen. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dem Mobber gegenüberzutreten und ihm mit fester Stimme zu sagen, dass man sein Verhalten überhaupt nicht mag, dass es nicht witzig ist und es einen verletzt. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, nicht herausfordernd oder beleidigend aufzutreten.

Suche auf jeden Fall das Gespräch mit einem verantwortlichen Erwachsenen. Es wäre gut, ihm genau Deine Situation zu erklären und ihn um Unterstützung zu bitten. Wenn es um hartnäckiges Mobbing geht, dann solltest Du auf keinen Fall zögern, Dir schnell Hilfe und Unterstützung zu holen. Allein wird man damit in der Regel nicht fertig, allenfalls bei leichteren Formen des Mobbing.

Wer Mobbingopfer geworden ist, den mögen auch folgende Gedanken trösten: Gott versteht genau, was Menschen durchmachen, die gemobbt werden und sie sind ihm nicht gleichgültig. Ich fand einen Text der Bibel besonders trostreich, der sehr gefühlvoll beschreibt, dass sich Gott um die Benachteiligten und Schwachen kümmern wird:

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen "(Psalm 72:12-14). Dieses Versprechen schließt auch diejenigen ein, die von Mobbing betroffen sind.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, das Mobbing zu stoppen! Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Wenn Du jedoch die richtigen Maßnahmen ergreifst, sollte das Mobben allmählich nachlassen bzw. ganz aufhören.

LG Philipp

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Hallo pizzamermaid,

ich kann Dir zwar kein bestimmtes Buch nennen, Dir aber ein paar Tipps geben, wie Du Deine Schüchternheit überwinden und Dein Selbstbewusstsein stärken könntest.

Eine Hilfe kann sein, wenn Du mit jemandem, zu dem Du Vertrauen hast und der eine gewisse Reife besitzt, offen sprichst. Sage ihm, was Du über Dich selbst denkst und wie Du fühlst. Allein dadurch, dass Du Dich jemandem mitteilst, kann schon eine große Last von Deinen Schultern genommen werden.

Vielleicht kann Dir Dein Gesprächspartner ja helfen, Dich selbst in einem besseren Licht zu sehen. Es kann nämlich sehr leicht passieren, dass wir mit uns viel zu streng und unbarmherzig sind. Wir nehmen uns jeden kleinsten Fehler übel und bestrafen uns durch harte Selbstkritik. Wenn ein Außenstehender darauf blickt und seine Sicht schildert, kann uns das zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen.

Dann ist es auch wichtig, zu lernen, an sich zu glauben! Natürlich muss man immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sich nicht selbst überschätzen. Doch oftmals ist es eher so, dass man sich eher zu wenig zutraut als zu viel, nicht wahr?

Statt einfach abzuwarten und in Lethargie zu verfallen, könnte man versuchen, die Dinge einfach anzupacken. Du kennst sicher das Sprichwort: "Ohne Fleiß kein Preis". Bedenke, dass den meisten nichts so einfach in den Schoß fällt. Für das, was sie erreicht haben, mussten sie sich anstrengen, sowie Fleiß und Ausdauer entwickeln!

Das kannst auch Du! Setze Dir realistische, erreichbare Ziele und verfolge sie dann! Das kann bedeuten, dass Du bereit sein musst, Deine Komfortzone zu verlassen und Dich in Bewegung zu setzen. Wenn Du dann ein Ziel (und sei es noch so gering) erreichst, gibt es Dir ein gutes Gefühl und den Mut, Dein nächste Ziel anzuvisieren.

Was aber, wenn Du scheiterst? Dann heißt es aufstehen und weiterlaufen! Misserfolge gehören zum Leben dazu und passieren nicht nur Dir! Statt also aufzugeben und in Mutlosigkeit zu versinken, könntest Du über die Fehler, die Du evtl. gemacht hast, nachdenken und überlegen, wie Du sie künftig vermeiden kannst. Oder Du findest neue und bessere Wege, die Dich Deinen Zielen näherbringen!

Zum Schluss möchte ich Dir noch einen Gedanken mit auf den Weg geben, der Dich ermutigen kann, sofern Du an Gott glaubst. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, mit welchen Augen er Dich sieht? Was meinst Du: Sieht er hauptsächlich Deine Fehler und Schwächen oder konzentriert er sich eher auf das Gute in Dir?

Die Bibel bringt Gottes Sichtweise mit folgenden Worten sehr schön zum Ausdruck: "Jehova [oder Gott] ist barmherzig und mitfühlend, wird nicht schnell zornig und ist reich an loyaler Liebe. Er wird uns unsere Fehler nicht endlos vorhalten noch für immer nachtragend sein" (Psalm 103:8,9). Wenn Gott uns so sieht, wer sind wir dann, wenn wir uns immer nur verurteilen? Es kann sein, dass wir erst einmal lernen müssen, sanft mit uns selbst umzugehen!

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit der Zeit gelingt, mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln und Deine Schüchternheit allmählich hinter Dir zu lassen! Das macht Dich innerlich zufriedener und trägt ganz sicher zu größerem Lebensglück bei!

LG Philipp

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Hallo mohamedwallaa,

Menschen definieren Glück sehr unterschiedlich. Oftmals wird Glück mit Geld, Besitz, Erfolg oder Gesundheit in Verbindung gebracht. Obwohl das alles eine gewisse Freude bereiten kann, ist wirkliches Glück doch etwas weitaus tiefer Gehendes!

Echtes Glück ist also durchaus möglich, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist echte Zufriedenheit. Schon in der Bibel steht, dass Geld und Besitz nur eine untergeordnete Rolle spielen, wenn es um Zufriedenheit und Glück geht.

Der biblische König Salomo schrieb : "Wer Silber liebt, wird nie von Silber satt, und wer Reichtum liebt, nie von Einkünften. Auch das ist Sinnlosigkeit" (Prediger 5:10). Mit anderen Worten, wer dem Geld hinterher jagt, wird nie genug davon bekommen und folglich niemals zufrieden sein.

Da Salomo zu seiner Zeit einer der reichsten Menschen auf der Erde war, wusste er ganz genau, wovon er sprach. Trotz seines riesigen Vermögens kam er zu dem Schluss: "Doch als ich über all die Werke nachdachte, die meine eigenen Hände vollbracht hatten, und über all die harte Arbeit, die ich mit viel Mühe geleistet hatte, sah ich, dass alles sinnlos war— so, als wollte man den Wind einfangen." (Prediger 2:11).

Für König Salomo war also ein Leben in Reichtum und Prunk ziemlich leer und inhaltslos. Viele Menschen in der heutigen Zeit können das voll und ganz bestätigen. Sie haben gemerkt, dass Geld nicht wirklich glücklich macht, eher im Gegenteil!

Was auch sehr zur Zufriedenheit und zum Glück beiträgt ist, dass man keine Neidgefühle entwickelt, sondern mit den eigenen Leistungen und dem eigenen Besitz zufrieden ist. Neid kann Beziehungen zerstören und einen innerlich derart vergiften, dass man die schönen Seiten des Lebens gar nicht mehr genießen kann.

Ein Mittel dagegen ist Demut und Bescheidenheit, Eigenschaften die mehr oder weniger aus der Mode gekommen sind. Die Bibel gibt dazu den passenden Tipp, wenn sie sagt: "Wir wollen nicht egoistisch werden, nicht miteinander wetteifern oder uns gegenseitig beneiden" (Galather 5:26).

Zum Glücklichsein gehört auch, zu lieben und von anderen geliebt zu werden. Das bedeutet, dass man in festgefügten Beziehungen menschliche Wärme und Geborgenheit findet. Die Bibel drückt das so aus: "Außer allen diesen Dingen aber [kleidet euch mit] Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit" (Kolosser 3:14).

Was das Leben leichter macht, ist das Bemühen, aus allem das Beste zu machen und Rückschläge zum Vorteil zu nutzen. Das trägt dann mit dazu bei, innere Stärke zu entwickeln und sich nicht mit Sätzen fertig zu machen, wie: "Ich tauge ja zu nichts", oder "ich bin ein totaler Versager."

Wer akzeptiert, dass es zum Leben dazugehört, Fehler zu machen und zu versagen, kommt im Leben weitaus besser zurecht. Wer ständig mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Halt und wird nicht glücklich werden.

LG Philipp

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Hallo KoroSensei4ever,

viele sind heutzutage ähnlich bedrückt wie Du, wenn sie über den Sinn ihres Daseins nachdenken! Wem es jedoch gelingt, den wirklichen Sinn zu finden, der sieht sein Leben möglicherweise aus einer ganz anderen Perspektive!

Ein Überlebender des Holocaust, der Neurologe Viktor E. Frankl, schrieb einmal im Hinblick auf die Frage nach dem Lebenssinn: "Ich wage zu sagen, dass es nichts in der Welt gibt, was jemandem sogar unter den schlimmsten Verhältnissen so viel Überlebenshilfe geben kann, wie der Gedanke, dass es einen Sinn im Leben gibt."

Über dieses Thema ist zwar schon viel philosophiert worden, doch sind aus meiner Sicht vor allem in der Bibel zufriedenstellende Antworten zu finden. Warum aber ausgerechnet in der Bibel? Nun, wer könnte uns denn besser sagen, wie das Leben "funktioniert" als der, von dem das Leben kommt und der unser geniales Gehirn erdacht und erschaffen hat?

Einen ersten Hinweis zum Sinn des Lebens liefert der berühmte König Salomo. Er verfügte über sämtliche materielle Güter der damaligen Zeit und konnte somit sämtliche Freuden des Lebens in vollen Zügen genießen. Dennoch stellte fest, dass ihn das nicht wirklich zufrieden und glücklich machte. Was dem Leben einen echten Sinn gibt, brachte er einmal mit folgenden Worten auf den Punkt:

"Das Fazit, nachdem man alles gehört hat, ist: Hab Ehrfurcht vor dem wahren Gott und halte seine Gebote — das ist die ganze Pflicht des Menschen" (Prediger12:13). Vor Gott „Ehrfurcht“ zu haben, hat aber nichts mit Angst vor Strafe zu tun. Es geht vielmehr um den Wunsch, nichts zu tun, was Gott enttäuschen oder verletzen würde. Daher entspringt die Ehrfurcht vor Gott einem guten und freundschaftlichen Verhältnis zu ihm. Ja, eine Freundschaft mit Gott macht unser Leben wirklich wertvoll und gibt ihm einen Sinn!

Die Bibel lädt uns daher ein:" Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (Jakobus 4:8). Für den, der diese Einladung annimmt, bekommt das Leben eine völlig neue Bedeutung und man erkennt, warum und wofür man eigentlich lebt.

Außerdem hat uns Gott etwas sehr Wertvolles gegeben: sein geschriebenes Wort, die Bibel. Sie ist natürlich nicht wie ein Roman geschrieben, den man mal eben von vorn bis hinten durchlesen könnte. Neben vielen Erzählungen und Geschichten enthält sie sehr wertvollen Rat für uns, der auch in unserer modernen Zeit noch sehr praktikabel und hilfreich ist. Hält man sich daran, bleibt einem viel Leid und Kummer erspart.

Jesus Christus, der den Sinn des Lebens wie kein anderer kannte, sagt einmal: " Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Johannes 18:36). Als er hier auf der Erde war, setzte er viel Zeit dafür ein, mit anderen über Gott und seine Botschaft zu sprechen. Das erfüllte ihn mit tiefer Zufriedenheit. Als Christ kann man Ähnliches erleben, wenn man seinem Beispiel folgt und das, was man über Gott weiß, mit anderen teilt.

Jesus lehrte außerdem noch etwas sehr Wichtiges, das mit dem Sinn des Lebens zu tun hat. Er sagte: „Glücklich sind die, denen bewusst ist, dass sie Gott brauchen“ (Matthäus 5:3). Brauchen wir aber Gott wirklich, um glücklich zu sein?

Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Diesen „tieferen Sinn“ kann man ohne Gott eben nicht finden!

Wenn man Gott nicht kennt, können ähnliche Gefühle entstehen wie bei einem Kind, das nicht weiß, wer sein leiblicher Vater oder seine leibliche Mutter ist. Es kommt sich irgendwie verloren vor! Gott braucht für uns aber nicht der große Unbekannte bleiben, denn er zeigt uns durch sein Wort, die Bibel, was für eine Person er ist. Er stellt sich uns dort als ein liebevoller Vater vor, der sehr an uns Menschen interessiert ist und immer unser Wohl im Sinn hat.

Jesus lehrte außerdem, dass unser Leben dadurch sinnvoller wird, dass wir nicht nur für die eigenen Interessen und Wünsche leben, sondern auch für andere da sind und ihnen Gutes tun. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang folgendes Bibelwort bekannt, das da lautet: "Beglückender ist Geben als Empfangen" (Apostelgeschichte 20:35).

Kennst Du nicht auch das Gefühl, das über einen kommt, wenn man sieht, wie der andere sich über ein Geschenk oder eine gute Tat freut? Oder wie ist es, wenn man jemandem, der in Not geraten ist, geholfen hat? Erzeugt das nicht ein großes Glücksgefühl?

Die Sache mit dem Sinn des Lebens lässt sich auch folgendermaßen veranschaulichen: Ein kompliziertes Gerät, beispielsweise ein Computer, funktioniert nur dann einwandfrei, wenn man ihn gemäß den Herstellerangaben bedient. Wenn schon ein technisches Gerät eine Anleitung benötigt, wie viel mehr dann unser komplexes und kompliziertes Leben!

Wir können nur dann geistigen, körperlichen oder emotionellen Schaden vermeiden, wenn wir so leben, wie es Gott für uns vorgesehen hat. Da es jedoch die Menschen im allgemeinen versäumen, in die "Gebrauchsanleitung", sprich die Bibel, hineinzuschauen und danach zu leben, scheitern sie sehr oft im Leben.

Aus der Bibel kann man so viel Interessantes und Nützliches erfahren, dass es sich lohnt, sich näher mit ihr zu befassen. Zum Beispiel ist es begeistert es viele, wenn sie erfahren, dass Gott bald dafür sorgen wird, dass die Erde wieder ein wunderschöner Planet wird, auf dem glückliche Menschen für immer leben können. Das klingt vielleicht wie ein schönes Märchen, doch ist es genau das, was Jesus, als er hier auf der Erde lebte, als „gute Botschaft“ verkündete! Denkst Du nicht, dass es einen beflügeln kann, wenn man erkennt, dass uns ein solches Leben in Aussicht steht?

LG Philipp

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wie gewinne ich Selbstbewusstsein und stärke mental health?

Hey,

ich bin w/15 und ich weiß nicht mehr, was ich machen kann. Ich hab gar kein Selbstbewusstsein, wenn mich irgendwie jemand anschaut denk ich mir immer "der denkt bestimmt grad wie hässlich ich bin" und obwohl Freundinnen natürlich sagen, dass ich schön bin usw. SEH ich doch wie ich auf Bildern und im Spiegel aussehe. Aber ich will nichtmal mein äußeres Erscheinungsbild ändern (weil das schlecht geht in meinem Alter haha) sondern ich brauche einfach Selbstbewusstsein...

Ich brauche eine richtig andere Einstellung, denn mir ist es SO WICHTIG was andere von mir denken, dabei könnte es mir doch soo egal sein. Mir hilft es auch nicht wenn jetzt jemand sagt "Ist doch egal was andere denken, ist dein Leben" etc. weil das weiß ich ja! Das Problem ist mir ist das komplett bewusst aber es ist so schwierig das umzusetzen, also dass es einem echt egal ist was andere denken.

Ich bin mental absolut kaputt deswegen und ich denke immer, dass ich nicht gut genug bin. Außerdem werde ich so schnell eifersüchtig, z.B. trifft sich meine (eigentlich) beste Freundin oder gute Freundin mit zwei anderen aus meiner Klasse und hat mich dafür so wie "versetzt" und nichtmal gefragt ob ich auch dazukommen will.

Es ist so anstrengend weil ich doch WEISS dass sie sich treffen kann mit wem sie will und ich WEISS dass ich doch eig gut genug bin aber trotzdem muss ich die ganze Zeit daran denken und es fickt meinen Kopf :/

Ich brauche einfach dieses Selbstbewusstsein dass es mir egal ist was andere tun oder über mich denken.

jetzt meine Frage: Wie bekomme ich das????

danke für alle die das bis hierhin durchgelesen haben. schreibt einfach irgendwas, ich brauche das so unbedingt :))

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Hallo,

erst einmal ist es wichtig, Dein eigener Manager zu werden! Lass nicht andere bestimmen, wie Du zu fühlen und zu denken hast, sondern übernimm wieder selbst die Regie! Das ist natürlich ein Prozess, der nicht von heute auf morgen klappt. Doch könnten Dir die nachfolgenden Tipps dabei eine Hilfe sein.

Versuche doch einmal stärker Deine guten Eigenschaften und wertvollen Fähigkeiten zu sehen und wahrzunehmen! Vielleicht musst Du erst eine Weile nachdenken, um Deine Vorzüge zu entdecken. Doch ich bin mir sicher, dass es auch bei Dir ein paar Dinge gibt, die Dich zu einem besonderen Menschen machen!

Ein Schlüssel für ein größeres Selbstwertgefühl liegt auch darin, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen. Könnte das vielleicht genau Dein Problem sein? Beobachte Dich einmal selbst, wie oft Du Dich wegen Deines Aussehens, Deiner Leistungen oder Deiner Fähigkeiten kritisierst oder runter machst. Tu das nicht weiter! Selbstkritik kann zwar grundsätzlich hilfreich sein, doch wenn man wie Du wenig Selbstvertrauen hat, sollte man damit erst einmal sehr zurückhaltend sein.

Sich immer wieder selbst irgendwelche Vorwürfe zu machen, wirkt sich auf Dein Inneres zerstörerisch aus! Wie wäre es denn, wenn Du auf Deine Fehler vielmehr verständnisvoll und wohlwollend reagierst? Je mehr Du Dich auf Deine Stärken und guten Eigenschaften konzentrierst, desto mehr Selbstvertrauen wirst Du aufzubauen. Wenn Du aber mehr auf Deine Fehler und Unzulänglichkeiten schaust, entsteht mit der Zeit ein verzerrtes Selbstbild.

Sehr leicht kann es auch passieren, dass man sich durch andere verunsichern lässt. Wenn Dich daher jemand heruntermacht oder sonst wie respektlos behandelt, dann brauchst Du das nicht hinzunehmen. Du kannst Deinem Gegenüber in sachlichem aber bestimmtem Ton erklären, was Dir an seinem Verhalten nicht gefällt und was Du von ihm erwartest. So verlierst Du nicht so leicht Deine Selbstachtung!

Ein guter Schritt in Richtung zu mehr Selbstvertrauen wäre, wenn Du in Dir selbst, statt in anderen Sicherheit suchst. Ansonsten machst Du Dich allzu leicht von dem Urteil anderer abhängig. Warum sollte denn immer das stimmen, was andere sagen? Vergiss nicht: auch Deine Meinung zählt!

Besser wäre es, wenn Du lernst, auf Dein eigenes Können und auf Dein eigenes Urteilsvermögen zu vertrauen und Dich nicht von anderen verunsichern lässt! Damit übernimmst Du mehr Eigenverantwortung, was sich wiederum positiv auf Dein Selbstbewusstsein auswirken kann. Natürlich solltest Du für sachliche Kritik immer offen sein und diese als Möglichkeit sehen, Dich zu verbessern.

Manchmal legen es andere darauf an, Dich persönlich anzugreifen oder schlechtzumachen. Damit es Dich nicht in Deinem Inneren trifft, könntest Du das, was der andere sagt, als seine persönliche Meinung sehen. Und nur weil er seine Meinung äußert, muss er ja nicht Recht haben! Andere nehmen Dich wahrscheinlich ganz anders wahr.

Ein guter Tipp, um das Selbstbewusstsein zu stärken ist es, den Mut aufzubringen, auch einmal nein zu sagen. Man kann es unmöglich allen recht machen, ohne selbst dabei auf der Strecke zu bleiben! Außerdem macht man sich dadurch, dass man hin und wieder einen Wunsch abschlägt oder auf eine Forderung nicht eingeht, nicht unbedingt unbeliebt. Wenn Du grundsätzlich als ein hilfsbereiter Mensch bekannt bist, ändert auch ein zeitweiliges Nein überhaupt nichts daran!

Hier noch ein letzter Tipp: Auch Deine Körperhaltung bestimmt darüber, wie Du Dich innerlich fühlst. Gehe nicht gebeugt einher, sondern richte Dich auf! Dadurch strahlst Du Selbstbewusstsein auf andere aus, was Dir ein gutes Gefühl und mehr innere Sicherheit gibt.

Du siehst also, es gibt eine ganze Anzahl an Möglichkeiten, an seinem Selbstvertrauen gezielt zu arbeiten. Sei nicht entmutigt, wenn sich Fortschritte nicht so schnell einstellen, wie Du es Dir wünschst. Mehr Selbstvertrauen zu entwickeln gleicht einem Training, an dem man ausdauernd und hart arbeiten muss.

Falls Du an Gott glaubst, könnte Dir auch folgender Gedanke helfen: Gott hält Dich persönlich für wichtig! Ja, jeder Einzelne bedeutet ihm etwas und er nimmt sich gern derer an, die niedergeschlagen und bedrückt sind. Das wird an einigen Stellen in der Bibel sehr schön zum Ausdruck gebracht.

Hier sagt Gott selbst: "Ich wohne an dem hohen und heiligen Ort, aber auch bei den Zerschlagenen und im Geist Niedergedrückten, um den Geist der Niedergedrückten und das Herz der Zerschlagenen zu beleben“ (Jesaja 57:15). Tut es nicht gut, zu wissen, dass Gott für Menschen da ist, die niedergeschlagen und bedrückt sind? Außerdem kann es sehr erleichternd sein, Gott im Gebet alles zu sagen und sein Herz auszuschütten!

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt, nach und nach mehr Selbstwertgefühl aufzubauen! Gib nicht auf, auch wenn es immer mal wieder Rückschläge gibt. Jede Entwicklung braucht Zeit, und je mehr Du lernst, in die richtige Richtung zu denken, umso besser wirst Du Dich fühlen!

LG Philipp

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Nein

Hallo RicVirchow,

ich bin der festen Überzeugung, dass es nie einen Weltuntergang geben wird! Wenn man sich allerdings die heutige Welt anschaut, könnte man durchaus denken, sie ginge tatsächlich eines Tages unter. Die bestehenden Probleme sind auf jeden Fall besorgniserregend und so wie es aussieht, sind die Menschen nicht dazu in der Lage, tiefgreifende und dauerhafte Verbesserungen herbeizuführen.

Doch ganz so hoffnungslos, wie es im Moment aussieht, ist die Lage dennoch nicht! Warum? Weil es jemanden gibt, der mächtig genug ist, für die notwendigen Veränderungen zu sorgen. Ich spreche vom Schöpfer und Eigentümer der Erde.

Auch wenn die Menschen im allgemeinen Gott aus ihrem Bewusstsein weitgehend verdrängt haben und behaupten, Gott, wenn es ihn überhaupt gäbe, kümmere sich nicht um das, was hier auf Erden geschieht.

In seinem geschriebenen Wort, der Bibel, hat er uns jedoch mitteilen lassen, was er tun wird, um eine dauerhafte Lösung für sämtliche Probleme der Menschheit herbeizuführen. Ich möchte einmal nur kurz zwei Problembereiche herausgreifen: die Umweltverschmutzung und die Kriege.

Dass Gott dafür sorgen wird, dass bald niemand mehr die Erde zerstört, geht aus dem letzten Bibelbuch, der "Offenbarung", hervor, wo es u.a. heißt, dass "Gott die vernichten wird, die die Erde zerstören" (Offenbarung 11:18).

Auch in den Psalmen wurde schon vorhergesagt: "Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; Und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht dasein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens". (Psalm 37:10,11).

Stell Dir einmal vor: eine Welt, die frei ist von irgendwelchen Menschen mit bösen Absichten! Niemand wird mehr dasein, der das zerstörerische Werk auf der Erde fortsetzen wird. Die Menschen werden es unter dem Einfluss göttlicher Weisheit gelernt haben, im Einklang mit der Natur zu leben, ohne ihr dauerhaft zu schaden.

Kriege und zerstörerische Waffenarsenale, mit denen man alle Menschen sogar mehrfach auslöschen könnte, gehören immer noch zu den größten Bedrohungen für den Fortbestand der Menschheit.

Gott sagt voraus, dass diese Bedrohung bald ein Ende haben wird. Ebenfalls in den Psalmen wurde vorausgesagt: "Weltweit macht er dem Krieg ein Ende. Den Bogen zerbricht er, den Speer zersplittert er, die Kriegswagen verbrennt er“ (Psalm 46:9).

Keine Waffen und keine Kriegsgeräte mehr! Der friedliche Zustand, der dann hier auf der Erde eintreten wird, wird mit folgenden, zu Herzen gehenden Worten so beschrieben: "Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7).

Gott ist tatsächlich dazu in der Lage, für einen dauerhaften friedlichen Zustand auf Erden zu sorgen, der in jedem Bereich des Lebens spürbar sein wird. Sind das nicht herrliche Aussichten?

Wie wird das Gott zustande bringen, mag man nun fragen? Die Antwort lautet: durch seine Regierung, in der Bibel "Gottes Königreich" genannt. Bereits Jesus Christus lehrte uns im Vater-unser um diese Regierung zu beten, als er sagte: "Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde" (Matthäus 6:9,10).

Ja, Gottes Königreich wird bald dafür sorgen, dass Gottes Wille auch hier auf Erden geschieht. Dann wird sich auch eine sehr zu Herzen gehende Prophezeiung erfüllen, die da lautet:

"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Bis es so weit ist, wird es natürlich weiterhin schlimme Nachrichten und schreckliche Schlagzeilen geben. Die Bibel lässt jedoch auch erkennen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Gott in das Weltgeschehen eingreifen wird, um dem schlechten Treiben der Menschen endlich ein Ende zu setzen.

Das Beste, was man in der verbleibenden Zeit tun kann, ist, Gott kennenzulernen und zu ihm ein enges persönliches Verhältnis aufzubauen. Dann werden wir all das Schöne erleben, was die gerade zitierten Prophezeiungen über die herrliche Zukunft sagen, die die Erde erwartet.

LG Philipp

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Hallo Samuel,

ich kann gut verstehen, dass Du Deine liebe Oma vermisst! Ich habe im vorletzten Jahr meine Frau verloren (und einige Jahre davon meine Eltern). Ein geliebter Mensch hinterlässt beim Tod eine riesige Lücke, und der Schmerz der Trauer kann überwältigend groß sein!

Dennoch ist es tatsächlich so, dass man, wie Du selbst schreibst, seine toten Familienangehörigen und Freunde im Paradies wiedersehen kann. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung der Toten! Was ist damit gemeint?

Nun, Auferstehung heißt nichts anderes, als dass Gott den vielen bisher Verstorbenen wieder neues Leben gibt und zwar in einem Körper aus Fleisch und Blut. Für die Auferstandenen wird es so sein, als seien sie aus einem langen, traumlosen Schlaf erwacht. Das wird allerdings erst in der Zukunft geschehen!

Bleibt noch die Frage, wo die Auferstehung stattfinden wird. In der Offenbarung steht: „Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und das Grab gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als Einzelne beurteilt, entsprechend ihren Taten“ (Offenbarung 20:13). Das „Meer“ und das „Grab“ sind Orte hier auf der Erde. Somit findet die hier beschriebene Auferstehung auf der Erde, und nicht wie viele meinen, im Himmel statt!

In der Zeit der Auferstehung beginnt sich auch ein langersehnter Traum der Menschheit zu erfüllen: ein Paradies auf Erden! Die Menschen werden es lernen, einander zu lieben und in Frieden miteinander auszukommen.

Alle leben als große, geeinte Menschheitsfamilie und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt: aus der Erde einen Planeten zu machen, der dem ursprünglichen Paradies, dem Garten Eden, in seiner Pracht und Schönheit entsprechen wird. Armut, Alter, Krankheit und Tod wird es nicht mehr geben; stattdessen ein Leben in vollkommenem Glück (siehe Offenbarung 21:3,4)!

Denkst Du jetzt, das sei doch zu schön, um wahr zu sein? Doch gibt es nicht den geringsten Grund, daran zu zweifeln, denn die Vorhersagen der Bibel haben sich immer zu einhundert Prozent erfüllt! Der Tod ist zwar schlimm und bringt für die Hinterbliebenen Leid und Schmerz mit sich. Doch wird es eines Tages dieses schlimme Elend nicht mehr geben, da dann der Tod für immer aus dem Leben der Menschen verschwunden sein wird (siehe 1. Korinther 15:26).

LG Philipp

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Hallo DreckiegerGo,

die Frage, was nach dem Tod geschieht, haben sich Menschen schon vor vielen Jahrhunderten gestellt. Schon der Patriarch Hiob, nach dessen Name ein Buch der Bibel benannt ist, stellte die Frage: "Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?" (Hiob 14:14).

Diese Frage wurde im Laufe der Zeit auf unterschiedlichste Weise beantwortet. Die alten Griechen beispielsweise glaubten, die Seele der Toten lebe in einem unterirdischen Bereich, "Unterwelt" genannt, weiter. Bei anderen Völkern des Altertums war die Vorstellung verbreitet, die Seelen der Toten würden sich in Sterne oder Kometen verwandeln.

Auch in vielen heutigen Religionen glaubt man an ein Leben nach dem Tod. Hindus und Buddhisten glauben an eine Reinkarnation, Muslime an eine Seele, die den Tod des Leibes überlebt und beim Jüngsten Gericht entweder in ein Paradies oder in die Hölle komme. Eine ähnliche Vorstellung vertritt man auch in der evangelischen und katholischen Kirche.

Auch wenn sich diese Glaubensauffassungen voneinander unterscheiden, so ist man sich doch über eines weitgehend einig, dass die Seele unsterblich ist. In einer katholischen Enzyklopädie heißt es daher: "Die Lehre, dass die Menschenseele unsterblich ist und nach dem Tod des Menschen weiter existiert ... ist einer der Ecksteine der Kirchenphilosophie und Theologie." (New Catholic Encyclopedia) Obwohl diese Lehre sehr weiter verbreitet ist, stammt sie nicht aus der Bibel, sondern aus der heidnischen Philosophie!

Wenn die Bibel das Wort "Seele" (hebräisch néphesch) verwendet, dann meint sie damit nicht einen unsichtbaren, unsterblichen Teil des Menschen, sondern den ganzen Menschen. In 1. Mose 2:7 ist daher zu lesen: "Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele."

Zu beachten ist, dass es hier ja heißt, dass der Mensch eine Seele wurde und keine Seele bekam. In der bereits zitierten Enzylopädie heißt es über den Begriff "Seele": "Die Seele ist gemäß dem AT kein Teil des Menschen, sondern der ganze Mensch - der Mensch als lebendiges Wesen." (New Catholic Encyclopedia).

Wenn also gemäß der Bibel die Seele kein schattenhaftes Geistwesen ist, das nach dem Tod des Körpers weiterlebt, was geschieht dann mit dem Menschen, wenn er stirbt? Da ja, wie wir gesehen haben, die Seele die Person als Ganzes darstellt, stirbt somit beim Tod des Menschen die Seele. Das bestätigt auch die Bibel, wenn sie sagt: "Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben" (Hesekiel 18:4).

In welchem Zustand befinden sich also die Toten? Da sämtliche Sinne mit unserem physischen Körper verbunden sind, erlöschen beim Tod eines Menschen sämtliche Organfunktionen. Er hört somit auf zu existieren. Daher steht in den Psalmen geschrieben: "Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt. Sein Geist [d. h. seine Lebenskraft] geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich" (Psalm 146:3, 4).

Das heißt jedoch nicht, dass mit dem Tod für immer alles vorbei ist. Die Bibel zeigt, dass Gott die Toten eines Tages wieder zum Leben bringen wird. Jesus Christus sagte daher voraus: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28, 29). Dann wird auch eine andere alte Prophezeiung in Erfüllung gehen, die besagt, dass Gott "den Tod für immer verschlingen" wird (Jesaja 25:8).

Es wird also eine Zeit geben, in der Gott nicht nur die Gräber der Toten leeren wird, sondern auch dafür sorgen wird, dass die Auferweckten für immer am Leben bleiben können. Dann wird der ursprüngliche Plan Gottes mit der Erde und den Menschen verwirklicht werden. Die Erde wird zu einem wunderschönen Paradies werden, in dem es weder Kriege noch Hunger noch sonstiges Leid mehr geben wird.

Es bricht also ein neues Zeitalter an, dass im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4).

Somit braucht man, wenn man an den Tod denkt, eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein. Der Tod ist einfach eine Unterbrechung des Lebens. Was jedoch dann folgt, ist schöner, als man es sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen könnte. Wer denkt, das sei zu schön, um war zu sein, der sei dazu aufgerufen, sich einmal von der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Bibel zu überzeugen. Doch das ist ein anderes Thema.

LG Philipp

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Hallo Kurde3672,

fast jeder hat hier und da mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Das ist auch völlig normal, denn niemand ist perfekt! Manchen fehlt es jedoch fast völlig an Selbstvertrauen. Da es Dir offenbar ähnlich ergeht, möchte ich Dir gern Mut machen und einige praktische Tipps geben, wie Du Deine Situation verbessern kannst.

Ein Schlüssel zu mehr Selbstwertgefühl ist eine realistische Selbsteinschätzung und Selbstwahrnehmung. Das bedeutet zum Beispiel, dass Du Dir darüber klar wirst, über welche Fähigkeiten und Stärken Du eigentlich verfügst, die Du vielleicht bisher völlig aus dem Blick verloren hast.

Wenn man wenig Selbstvertrauen besitzt, neigt man dazu, seine guten Seiten entweder herunterzuspielen oder sie überhaupt nicht wahrzunehmen. Dadurch entsteht ein Denkmuster, das irgendwie alles in eine negative Richtung verschiebt. Wie kannst Du hier gegensteuern?

Denke immer wieder bewusst darüber nach, wo Deine besonderen Fähigkeiten und Stärken liegen und baue diese weiter aus! Ein Beispiel: Angenommen, Du kennst Dich auf einem Gebiet besonders gut aus. Vertiefe hier Deine Kenntnisse und werde ein Spezialist auf Deinem persönlichen Fachgebiet! Das hebt Dich in gewisser Weise von der übrigen Masse der Menschen ab und macht Dich zu jemand Besonderen. Das Gleiche gilt natürlich auch für bestimmte Hobbys oder irgendwelche besonderen Fertigkeiten oder Fähigkeiten.

Was Selbstzweifeln ebenfalls entgegenwirkt ist, wenn Du auf Deine bisherigen Erfolge zurückschaust. Vielleicht denkst Du, dass Du bisher nichts besonderes in Deinem Leben geleistet hast. Bestimmt fallen Dir aber bei längerem Nachdenken immer mehr Dinge ein, bei denen du besonders gut warst oder wo Du schon einmal gelobt worden bist.

Natürlich ist es nicht damit getan, sich auf den Lorbeeren von früher auszuruhen. Wenn Du Dir realistische, erreichbare Ziele setzt und diese auch verfolgst, kannst Du bald weitere Erfolge erzielen. Und denke daran: Erfolge machen Dich stärker und sicherer!

Hier noch ein letzter Gedanke: Wenn Du an Gott glaubst – immerhin tun das noch einige – dann denke bitte daran, dass Du für ihn sehr wertvoll bist! Du magst Dich nun fragen: „Warum sollte ich für Gott wichtig und wertvoll sein?“

Nun, ein Schreiber der Bibel drückte das einmal so aus: „ Herr, du hast mich erforscht und kennst mich ganz genau“ (Psalm 139:1, Neue Genfer Übersetzung). Das sagt folgendes aus: Wenn Gott uns durchforscht und uns genau kennt, dann muss er sich doch für uns interessieren! Daher weiß er ganz genau, wie Du Dich fühlst und was in Dir vorgeht, und er möchte Dir helfen. Wie er das tut, steht auch in der Bibel, was ein Grund mehr ist, sich mit ihr zu beschäftigen!

Ich hoffe, dass Dir diese Tipps ein wenig weiterhelfen und Du einen Weg findest, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Allerdings braucht eben alles seine Zeit! Du wirst also nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch sein. Bleibe am Ball und gib nicht auf, und Du wirst sehen, dass sich mit der Zeit Veränderungen einstellen werden!

LG Philipp

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Hallo loje5,

die Bibel gibt nur eine indirekte Antwort darauf, warum uns Gott überhaupt erschuf. Aus dem, was sie über ihn und seine Eigenschaften sagt, kann man jedoch gewisse Rückschlüsse ziehen.

Über Gott wird in der Bibel z. B. folgendes gesagt: "Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2).

Dieser Text sagt etwas über Gott, was wir Menschen nicht völlig begreifen können: Gott existiert schon seit ewiger Zeit. Irgendwann ging er dann daran, schöpferisch tätig zu werden; er erschuf als erstes seiner Werke seinen einziggezeugten Sohn (Jesus Christus). Später dann erschuf er Millionen von weiteren Engeln und erst dann brachte er auch die materielle Schöpfung (das Universum) hervor.

Es gab also einmal eine Zeit, in der Gott völlig alleine existierte. Da er in der Bibel auch als der "glückliche Gott" bezeichnet wird, kann man davon ausgehen, dass er weder Engel noch Menschen braucht, um selbst glücklich zu sein (1. Timotheus 1:11). Gott ist in sich so vollständig und vollkommen, dass er auf nichts und niemanden angewiesen ist. Somit fühlte er sich auch niemals einsam und allein. Er benötigt auch keine Geschöpfe, die ihm Liebe erweisen oder ihm dienen.

Warum hat er aber dennoch damit begonnen, Geschöpfe hervorzubringen, die ihm ähnlich sind? Hierzu möchte ich eine andere ganz wesentliche Aussage über Gott aus der Bibel weitergeben: "Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist" (1. Johannes 4:8).

Da Gott also die Liebe nicht nur als eine von vielen Eigenschaften besitzt, sondern die Liebe gleichsam verkörpert, geschieht alles, was er tut letztendlich aus diesem Beweggrund heraus. Gottes Wunsch war es also, diese Liebe, die in ihm in einer solchen Fülle vorhanden ist, mit anderen zu teilen. Das ist es offensichtlich, was Gott veranlasst hat, uns Menschen ins Dasein zu bringen.

Hat Gott diese Welt auch deshalb erschaffen, damit wir ein erfülltes und angenehmes Leben haben? Davon können wir ganz sicher ausgehen, denn Gott hat den Menschen ja einen wundervollen Anfang in einem schönen Paradies gegeben. Wäre der Mensch Gott gehorsam geblieben, dann wäre auf der Erde ein Paradies, bevölkert mit vollkommenen Menschen,entstanden, in dem es weder Krankheit, Tod noch anderes Leid gegeben hätte. Wie kam es dazu, dass diese Welt so schrecklich wurde? Was ist schief gelaufen?

Nun, Eva und später auch Adam taten etwas, was dazu führte, dass sie ihre Vollkommenheit und auch ihre schöne Wohnstätte, das Paradies, einbüßten. Aus Undankbarkeit rebellierten sie gegen Gott und wurden ihm ungehorsam. Da sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Kinder hervorgebracht hatten, konnten sie später nur noch ihr unvollkommenes Leben an ihre Nachkommen weitergeben.

Darüber sagt die Bibel: "Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12).

Auch wenn manche sagen, Gott habe bei der Erschaffung des Menschen einen Fehler gemacht, war es ja nicht Gott, der diese schlechte Entwicklung herbeiführte. Allerdings gab Gott den Menschen bei der Erschaffung auch ein sehr wertvolles Geschenk: Den freien Willen. Diesen missbrauchten die ersten Menschen jedoch, indem sie einen Weg wählten, der sie von Gott trennte. Sie sagten sich von Gott los, weil sie von ihm unabhängig sein wollten.

Diese Unabhängigkeit hatte jedoch auch einen Preis: Der Verlust des vollkommenen ewigen Lebens. Das Gott ihnen die Möglichkeit ließ, Kinder hervorzubringen, war eigentlich ein Akt der Barmherzigkeit. Dass sich die Menschenwelt von da an zum Schlechten entwickelte, hat also die Ursache in der ersten Sünde des Menschen.

Dennoch hat Gott von Anfang an die Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Er erdachte sich einen Weg, um Menschen die Möglichkeit zu geben, eines Tages von Sünde und Tod befreit zu werden und ewiges Leben zu erlangen. Diese Rettungsvorkehrung, auf die ich hier nicht im einzelnen eingehen möchte, hat etwas mit Jesus Christus zu tun, der sein Leben dahin gab, um Menschen, die an ihn glauben, von Sünde und Tod zu befreien. Dadurch kann Gott seinen ursprünglichen Vorsatz, den er mit der Erde und den Menschen gefasst hat, verwirklichen.

Das verloren gegangene Paradies wird wiederhergestellt werden und es wird weder Leid noch Böses geben. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird uns ein Ausblick auf diese herrliche Zeit gegeben. Dort heißt es:

" Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3,4).

LG Philipp

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Hallo Laura,

dass Du Dir Gedanken über den Sinn des Lebens machst, zeigt nur, dass Du Dich in Richtung Erwachsensein weiterentwickelst! Soweit ist das also völlig normal.

Allerdings stößt man beim Nachdenken über Fragen, wie z.B. "Was geschieht beim Tod?" oder "Warum leben wir überhaupt?" schell an seine Grenzen. Doch gibt die Bibel zufriedenstellende und vernünftige Antworten darauf! Da Du offenbar vor allem über den Tod nachdenkst, möchte ich nachfolgend etwas näher darauf eingehen.

Eine weitverbreitete Vorstellung ist die, dass nach unserem physischen Tod noch ein Teil von uns an einem Ort im Jenseits weiterlebt! Viele sprechen hier von der unsterblichen Seele. Doch wie gut begründet ist diese Vorstellung und woher kommt sie?

Nun, die Lehre von der unsterblichen Seele stammt nicht, wie viele denken, aus der Bibel, sondern hat ihren Ursprung in der persischen, griechischen und ägyptischen Mythologie. Besonders der griechische Philosoph Plato betonte nachdrücklich die Unterscheidung zwischen Leib und Seele.

In einem evangelischen Katechismus heißt es allerdings: „Evangelische Theologen in neuerer Zeit bestreiten diese Kombination griechischer und biblischer Auffassungen. . . . Sie lehnen die Aufspaltung des Menschen in Leib und Seele ab“ (Evangelischer Erwachsenenkatechismus).

Das entspricht auch dem, was die Bibel darüber sagt, was beim Tod geschieht: „Seinen Atem haucht er aus, er kehrt zum Erdboden zurück. Am selben Tag ist es vorbei mit seinen Gedanken“ (Psalm 146:4). Was hier zum Ausdruck gebracht wird ist, dass wir beim Tod aufhören zu existieren. Es gibt auch keinen Teil in uns, der danach weiterlebt.

Allerdings bleiben wir nicht immer im Tod gefangen! Es wird eine Auferstehung geben und damit ein Befreiung aus den Fängen des Todes! So steht es in der Bibel! Hier heißt es zum Beispiel: „Wie in Adam alle sterben, so werden auch im Christus alle lebendig gemacht werden“ (1. Korinther 15:22).

Du magst Dich vielleicht fragen, was mit der Auferstehung eigentlich genau gemeint ist. Nun, Auferstehung heißt nichts anderes, als dass Gott den vielen bisher Verstorbenen wieder neues Leben gibt und zwar in einem Körper aus Fleisch und Blut. Für die Auferstandenen wird es so sein, als seien sie aus einem langen, traumlosen Schlaf erwacht. Das wird allerdings erst in der Zukunft geschehen!

Bleibt noch die Frage, wo die Auferstehung stattfinden wird. In der Offenbarung steht: „Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und das Grab gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als Einzelne beurteilt, entsprechend ihren Taten“ (Offenbarung 20:13). Das „Meer“ und das „Grab“ sind Orte hier auf der Erde. Somit findet die hier beschriebene Auferstehung auf der Erde, und nicht wie viele meinen, im Himmel statt!

In der Zeit der Auferstehung beginnt sich auch ein langersehnter Traum der Menschheit zu erfüllen: ein Paradies auf Erden! Die Menschen werden es lernen, einander zu lieben und in Frieden miteinander auszukommen.

Alle leben als große, geeinte Menschheitsfamilie und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt: aus der Erde einen Planeten zu machen, der dem ursprünglichen Paradies, dem Garten Eden, in seiner Pracht und Schönheit entsprechen wird. Armut, Alter, Krankheit und Tod wird es nicht mehr geben; stattdessen ein Leben in vollkommenem Glück (siehe Offenbarung 21:3,4)!

Denkst Du jetzt, das sei doch zu schön, um wahr zu sein? Doch gibt es nicht den geringsten Grund, daran zu zweifeln, denn die Vorhersagen der Bibel haben sich immer zu einhundert Prozent erfüllt! Der Tod ist zwar schlimm und bringt für die Hinterbliebenen Leid und Schmerz mit sich. Doch wird es eines Tages dieses schlimme Elend nicht mehr geben, da dann der Tod für immer aus dem Leben der Menschen verschwunden sein wird (siehe 1. Korinther 15:26).

LG Philipp

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Hallo SorenVC,

eine Möglichkeit, Freunde hinzuzugewinnen ist, Vereinen oder Organisationen beizutreten, die auf ehrenamtlicher Basis engagiert sind. Hier findest Du Menschen, die nicht auf sich selbst bezogen sind, sondern anderen gern von ihrer Kraft und Zeit geben. Das allein sind schon gute Voraussetzungen für enge Freundschaften! Es kommt aber vor allem auf Dich selbst an!

Natürlich wünscht sich jeder Freunde, von denen er sich ernst genommen und verstanden fühlt und auf die er sich jederzeit verlassen kann! Doch solche Freunde muss man erst einmal finden, was nicht unbedingt ganz einfach ist.

Heutzutage denken leider viele zuerst an sich und daran, wie sie selbst am besten vorwärts kommen. Daher ist es für Dich wichtig, nicht nur Menschen zu finden, mit denen Du gemeinsam Zeit verbringen kannst, sondern solche, die die Qualitäten eines guten Freundes aufweisen!

Das bedeutet, dass Du unbedingt wählerisch sein solltest, denn nicht jeder angebliche Freund ist auch ein echter Freund! Worauf könntest Du also bei der Auswahl Deiner Freunde achten?

Nun, das, was einen Menschen wirklich wertvoll macht, sind doch seine guten Eigenschaften, oder? Solche Eigenschaften könnten z.B. Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Geduld, Vertrauenswürdigkeit usw. sein. Worauf könntest Du bei einem guten Freund noch Wert legen? Eine wichtige Frage wäre, welche Werte Dein künftiger Freund vertritt. Andernfalls könnte es sein, dass Du an Leute gerätst, die einen schlechten Einfluss auf Dich ausüben.

Ich fand in einem alten Buch einmal den Satz: "Wer mit Weisen wandelt, wird weise werden, wer sich aber mit den Unvernünftigen einlässt, dem wird es schlecht ergehen" (Sprüche 13:20). Die in diesem Text als "Unvernünftigen" bezeichneten sind eigentlich Personen, die sich nichts sagen lassen wollen und sich aus moralischen Werten nicht viel machen.

Wenn Du neue Leute kennenlernst, könntest Dich fragen: Üben sie einen positiven Einfluss auf mich aus, oder würden sie mich zu irgendwelchen schlechten Dingen verleiten? Es kann nämlich leicht passieren, dass man das tut, was andere wollen, nur um dazuzugehören. Freundschaften um jeden Preis zu schließen bringt Dich sicher nicht weiter und das würde Dich auf Dauer eher unglücklich machen.

Wenn Du Freunde finden willst, dann reicht es nicht, einfach nur passiv abzuwarten, dass andere auf Dich zukommen. Besser ist es, selbst initiativ zu werden und in die Offensive zu gehen.Bevor sich also andere für Dich interessieren, solltest Du Dich zuerst für sie interessieren.

Gehe auf sie zu und erkundige Dich nach Ihnen oder lade sie, wenn Du sie schon etwas besser kennst, zu Dir ein. Und sei vor allem ein guter Zuhörer! Nimm Dir für andere Zeit und zeige Interesse an dem, was sie interessiert. Bist Du außerdem freundlich und zuvorkommend und zeigst uneigennütziges Interesse an ihnen, gewinnst Du ganz sicher an Sympathie und man wird gern mit Dir zusammen sein wollen.

Wenngleich auch nicht jeder darauf anspringt und es sein kann, dass Erfolge auf sich warten lassen, gib nicht gleich auf, sondern halte durch! Es mag durchaus sein, dass sich im Laufe der Zeit dann doch die eine oder andere Freundschaft entwickelt.

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich noch einmal die Bibel zu Wort kommen lasse. Doch der folgende Tipp ist in diesem Zusammenhang sehr passend: "Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben" (Philipper 2:4, Hoffnung für alle). Das zeigt, wie wichtig es für eine gut funktionierende Beziehung ist, echtes Interesse am anderen zu haben und dies auch zu zeigen.

Es wird Dir außerdem ganz sicher leichter fallen, Freunde zu finden, wenn Du von anderen keine Vollkommenheit erwartest. Niemand ist perfekt, macht keine Fehler und besitzt nur gute Eigenschaften. Sei daher nicht zu kritisch, sondern vielmehr nachsichtig, wenn sich andere nicht so verhalten, wie Du es von ihnen erwartest. Sei auch nicht allzu fordernd, denn echte Freunde werden für Dich da sein, wenn Du sie brauchst.

Es ist sicher nicht ganz einfach, gute Freunde zu finden. Ausdauer und Einsatz sind auf jeden Fall gefragt! Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du Menschen findest, mit denen Du gerne zusammen bist und sie mit Dir! Und wahrscheinlich wird sich daraus die eine oder andere Freundschaft entwickeln!

LG Philipp

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Hallo Rillie,

die Frage, was nach dem Tod mit uns geschieht, beschäftigt die Menschen schon viele Jahrhunderte. Die Religionen geben unterschiedliche Antworten, die sich jedoch oftmals widersprechen und daher eher verunsichern, als eine klare Orientierung zu geben.

Eine Ansicht, die man sehr häufig hört ist, dass zwar unser Körper stirbt, die Seele jedoch im Jenseits weiterlebt. Diese Vorstellung basiert auf der Lehre der unsterblichen Seele. Doch haben wir Menschen tatsächlich einen unsichtbaren, nicht materiellen Teil in uns, der den Tod des Körpers überdauert?

Das Wort Seele, wie es die Bibel gebraucht, ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes néphesch bzw. des griechischen Wortes psyché. Wörtlich stehen diese Begriffe für "atmendes Geschöpf" bzw. "Lebewesen". Mit „Seele“ ist somit der Mensch als ganzes gemeint und nicht nur ein Teil von ihm!

Durch folgenden Bibeltext wird dies bestätigt: "Da bildete Gott, der HERR, den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele" (1. Mose 2:7 Elberfelder Bibel). Beachte bitte, dass es hier heißt, dass der Mensch eine Seele wurde und nicht, dass er eine Seele bekam.

Das ist ein großer Unterschied. Somit bezeichnet der Begriff "Seele " in der Bibel den ganzen Menschen, nicht einen Teil von ihm. Der Mensch ist also die Seele. Daher übersetzen viele Bibelübersetzer das hebräische Wort für Seele, néphesch, richtigerweise als "Lebewesen" oder "lebende Person".

Da mit „Seele“ also lediglich der Mensch gemeint ist, gibt es in uns demnach keinen unsterblichen Teil! Das stimmt auch mit folgender Aussage der Bibel überein: „Denn wie es den Menschen ergeht, ergeht es auch den Tieren: Beide nehmen dasselbe Ende. Wie der eine stirbt, so stirbt der andere, und sie alle haben denselben Geist. Der Mensch ist den Tieren somit nicht überlegen“ (Prediger 3:19).

Allerdings gibt es für Menschen, die gestorben sind, einen entscheidenden Unterschied zu den Tieren: Sie werden auferstehen! Was ist aber mit der Auferstehung der Toten gemeint? Folgender Vergleich macht die Sache etwas verständlicher.

Angenommen, ein Haus brennt bis auf die Grundmauern ab und der gesamte Schutt wird weggeräumt. Das Haus existiert also nicht mehr. Wenn jedoch der Architekt dieses Hauses noch die Baupläne hat, dann ist er in der Lage, dieses Haus mit neuen Materialien wieder aufzubauen. Das neue Haus gleicht dann dem alten dann ganz genau, bis auf die Verfallserscheinungen, die das alte Haus bereits hatte.

Genauso ist es bei der Auferstehung der Toten. Gott verfügt aufgrund seines grenzenlosen Gedächtnisses über die Möglichkeit, jeden Menschen, der irgendwann einmal gelebt hat, wieder neu zu erschaffen, mit all seinen Charaktermerkmalen, seinen Erinnerungen und natürlich seinem Aussehen. Daher kann die Auferstehung der Toten als das größte Wunder überhaupt bezeichnet werden.

Jesus Christus sprach von diesem Wunder, als er seinen Jüngern folgendes Versprechen gab: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28, 29). Dann wird auch eine andere alte Prophezeiung in Erfüllung gehen, die besagt, dass Gott "den Tod für immer verschlingen" wird (Jesaja 25:8).

Es wird also eine Zeit geben, in der Gott nicht nur die Gräber der Toten leeren wird, sondern auch dafür sorgen wird, dass die Auferweckten für immer am Leben bleiben können. Dann wird das ursprüngliche Vorhaben Gottes mit der Erde und den Menschen verwirklicht werden: Die Erde wird zu einem wunderschönen Paradies werden, in dem es weder Kriege noch Hunger noch sonstiges Leid mehr geben wird.

Es bricht also ein neues Zeitalter an, dass im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3, 4). Sind das nicht großartige Aussichten?

LG Philipp

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Hallo zigahd,

viele junge Leute machen ähnliche Erfahrungen wie Du! Leider gibt es überall Personen, die darauf aus sind, anderen absichtlich zu schaden und sie auf die eine oder andere Weise zu quälen! Sie machen sich einfach nicht die Mühe, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen und fragen sich auch nicht, wie sehr ihre Worte und Handlungen andere verletzen können.

Zunächst einmal die Frage: Warum gibt es überhaupt Menschen, die andere mobben? Da gibt es verschiedene Gründe. Zum Beispiel wurden manche Mobber früher selbst einmal gemobbt.

Manchmal sind es auch die schlechten Vorbilder, die Kinder zu Hause haben, wenn Kinder sehen, wie Eltern, ältere Geschwister oder auch andere in der Familie miteinander umgehen. Des weiteren kann auch die eigene Unsicherheit oder ein Minderwertigkeitskomplex dahinter stecken. Der Mobber spielt den Starken, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken.

Wichtig ist auch zu wissen, wen sich Mobber gern als Opfer aussuchen. Das ideale Mobbingopfer ist jemand, der wenig Freunde hat und meistens allein dasteht. Auch kann ein andersartiges Aussehen, wie beispielsweise aufgrund der Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Behinderung dem Mobbing Vorschub leisten.

Man wird auch dann schnell zum Opfer, wenn man wenig Selbstvertrauen hat. Der Mobber hat es bei solchen Personen ziemlich leicht, da sie sich meistens nicht wehren. Nun aber zum wichtigsten Punkt: Was kannst Du selbst tun, um aus der Opferrolle frei zu kommen? Hier sind einige Strategien, die bei leichteren Formen des Mobbing sehr hilfreich sein können.

Versuche gelassen zu bleiben. Wer gelassen und ruhig bleibt, nimmt dem Mobber den Wind aus den Segeln. Er bietet ihm keine Angriffsfläche mehr, da seine Schikanen ins Leere führen.

Wenn man also dem Mobber offen seine Gefühle zeigt, dann ist man ähnlich ungeschützt, wie in alter Zeit eine Stadt ohne Mauern - für jeden Feind eine leichte Beute. Wer jedoch seine Gefühle im Zaum hält, der ist für den Mobber gleichsam uneinnehmbar. Das sagt sich natürlich leichter, als es ist und erfordert eine Menge Selbstbeherrschung.

Trete den Rückzug an, wenn es gefährlich wird! Es ist immer das Beste, Situationen und Orte zu meiden, wo der Mobber ein leichtes Spiel hat. Hier gilt nicht das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" sondern der Rückzug. Das hat nichts mit Feigheit, sondern eher mit Klugheit zu tun.

Versuche bei hartnäckigem Mobbing die Sache klarzustellen. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dem Mobber gegenüberzutreten und ihm mit fester Stimme zu sagen, dass man sein Verhalten überhaupt nicht mag, dass es nicht witzig ist und es einen verletzt. Dabei ist es jedoch sehr wichtig, nicht herausfordernd oder beleidigend aufzutreten.

Suche auf jeden Fall das Gespräch mit einem verantwortlichen Erwachsenen. Es wäre gut, ihm genau Deine Situation zu erklären und ihn um Unterstützung zu bitten. Wenn es um hartnäckiges Mobbing geht, dann solltest Du auf keinen Fall zögern, Dir schnell Hilfe und Unterstützung zu holen. Allein wird man damit in der Regel nicht fertig, allenfalls bei leichteren Formen des Mobbing.

Wer Mobbingopfer geworden ist, den mögen auch folgende Gedanken trösten: Gott versteht genau, was Menschen durchmachen, die gemobbt werden und sie sind ihm nicht gleichgültig. Ich fand einen Text der Bibel besonders trostreich, der sehr gefühlvoll beschreibt, dass sich Gott um die Benachteiligten und Schwachen kümmern wird:

"Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen "(Psalm 72:12-14). Dieses Versprechen schließt auch diejenigen ein, die von Mobbing betroffen sind.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, das Mobbing zu stoppen! Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Wenn Du jedoch die richtigen Maßnahmen ergreifst, sollte das Mobben allmählich nachlassen bzw. ganz aufhören.

LG Philipp

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Hallo Aaron733,

dazu hört man sehr unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen! Viele Religionen sprechen von einem Weiterleben als Seelen im Jenseits. Andere wiederum sprechen davon, wiedergeboren zu werden. Wie dem auch sei, die Bibel zeigt sehr deutlich, was nach dem Tod mit uns geschieht.

Hier heißt es z.B.:"Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich" (Psalm 146:4). In einem anderen Bibelbuch steht, dass sich die Toten "nichts wissen" (Prediger 9:5). In der Bibel wird der Tod auch mit dem Schlaf verglichen, ebenfalls ein Zustand völliger Bewusstlosigkeit. Somit lehrt die Bibel keinesfalls ein Weiterleben nach dem Tod!

Vielen mag es schwerfallen, zu glauben, dass außer unseren sterblichen Überresten nichts mehr von uns da ist. Sie meinen, irgendetwas von uns müsse doch weiterleben.

Wenn es Dir auch so geht, dann denke doch einmal an die Flamme einer Kerze. Wenn man sie ausbläst, geht sie einfach aus und brennt nicht irgendwo weiter. Unser Leben ist mit dieser Flamme vergleichbar. Wenn wir den letzten Atemzug tun, hauchen wir gleichsam das Leben aus und hören auf zu existieren.

Obwohl letztendlich dem Tod niemand entrinnen kann, ist er kein dauerhafter Zustand. Es wird eine Rückkehr zum Leben geben, und zwar durch die Auferstehung! Die Frage, die sich hier stellt, ist die, in welcher Form die Toten wiederkehren werden. Auch hierüber gibt die Bibel eine zufriedenstellende Antwort, denn sie zeigt, dass Gott die Verstorbenen mit einem neuen Körper auferwecken wird.

Dies geht u. a. Aus folgendem Bibeltext hervor: "Dennoch wird jemand sagen: „Wie werden die Toten auferweckt werden? Ja, mit was für einem Leib kommen sie?“ Gott aber gibt ihm einen Körper, so wie es ihm gefallen hat"(1. Korinther 15:35, 38). Nach diesem Text ist man nach der Auferstehung also nicht körperlos.

Für diejenigen, die zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt werden, bedeutet das, dass sie wieder einen Körper aus Fleisch und Blut haben werden, der dem gleicht, den sie vor ihrem Tod hatten. Nur so kann einer den anderen wiedererkennen. Die Auferweckten werden auch auch all die Erinnerungen aus ihrem früheren Leben wiedererlangen, ja ihre gesamte Identität.

Jesus sprach einmal davon, dass der Tag herbeikommen wird, an dem er die Gräber leeren wird. Er sagte: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine [Jesu] Stimme hören und herauskommen werden (Johannes 5:28, 29).

Wenn also die Toten wieder zum Leben erweckt werden, ergibt sich die Frage, wo sie leben werden; im Himmel oder auf der Erde? Für die meisten wird es eine Auferstehung zu einem Leben hier auf der Erde werden, denn nur eine relativ geringe Zahl von Menschen wird zu himmlischem Leben auserwählt. Die Bibel spricht immer wieder von einem künftigen Leben hier auf Erden. Hier sind nur zwei biblische Aussagen dazu:

"Die Gerechten werden die Erde besitzen und für immer auf ihr leben." (Psalm 37:29).

"Gott segnet die Freundlichen und Bescheidenen, denn ihnen wird die ganze Erde gehören" (Matthäus 5:5, Begegnung fürs Leben).

Du siehst also, dass es keinen Grund gibt, vor dem Tod oder der Zeit danach übermäßig Angst zu haben. Wenn die Auferstehung stattfindet, werden sich die Zustände auf der Erde grundlegend geändert haben und zwar nicht durch menschliches Bemühen, sondern durch ein Eingreifen Gottes. Er wird durch sein in der Bibel angekündigtes "Reich" dafür sorgen, dass es dann weder Hunger, noch Krankheit, noch Kriege noch sonst irgendwelche schlimme Dinge geben wird.

Das Leben nach der Auferstehung wird dann so sein, wie es im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4). Sind das nicht herrliche Aussichten?

Doch Gott erwartet auch etwas von uns. Damit ein Leben in der gerade beschriebenen Weise auf Dauer möglich ist, müssen die dann lebenden Menschen bereit sein, sich nach Gottes Standards und Grundsätzen auszurichten. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn man Gott und seine Mitmenschen vorn Herzen liebt (siehe erstes und zweites Gebot).

Daher haben sich viele schon heute entschlossen, Gottes Wort, die Bibel, näher kennenzulernen und zu Gott ein enges persönliches Verhältnis aufzubauen. Dadurch haben sie die beste Grundlage für dauerhaftes Glück gefunden. Außerdem stehen ihnen all die hier beschriebenen herrlichen Dinge in Aussicht.

LG Philipp

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Hallo irgendw3r,

Du selbst hast zwar ein ziemlich negatives Bild von Deinem Äußeren; das muss jedoch nicht bedeuten, dass die anderen Dich mit den gleichen Augen sehen! Es kann bei jungen Menschen eben sehr leicht passieren, dass sie ins Extrem fallen und zu viel Wert auf ihr Aussehen legen.

Es ist zwar völlig normal und auch richtig, dass Du Dir über Dein Aussehen Gedanken machst. Allerdings kann es sehr leicht geschehen, dass man in eine Art Schönheitswahn verfällt.

Für viele junge Mädchen bedeutet schön zu sein gleich dünn zu sein. Die superschlanken Modells, die man im Fernsehen und auf Werbeplakaten sieht, suggerieren ein falsches Bild von Schönheit! Abgesehen davon, dass solche Bilder meistens durch Fotoshopbearbeitung zustande gekommen sind und die Modells sich der Gefahr des Hungertodes aussetzen, um ihre Figur zu halten. Sind das die Personen, die Du Dir zum Vorbild nehmen möchtest?

Was bei vielen jungen Menschen zu einer Fehleinschätzung ihres Aussehens führt, ist, dass sie ein verzerrtes Selbstbild haben. Man hat festgestellt, dass sich oft viele junge Mädchen als übergewichtig bezeichneten, obwohl das gar nicht auf sie zutraf.

Was aber, wenn Du tatsächlich etwas stabiler gebaut bist? Es ist in der Regel so, dass die Gene zum größten Teil bestimmen, welche Figur jemand hat. Manche sind einfach nicht dafür konzipiert, dünn zu sein. Damit Dein Gewicht nicht völlig aus dem Ruder läuft, kannst Du mit etwas mehr Bewegung und der richtigen Ernährung Dein Normalgewicht erreichen.

Manche versuchen es mit Radikaldiäten, die jedoch nur kurzzeitig Erfolge bringen. Eine bessere Methode, um abzunehmen ist ein gesunder Ernährungsplan und ein sinnvolles Fitnessprogramm.

Appetitzügler sind dagegen keine echte Lösung, da sie zwar das Hungergefühl für einige Zeit unterdrücken, doch es tritt schnell eine Gewöhnung ein und die alte Esslust kehrt zurück. Die Nebenwirkungen dieser Mittel sind auch nicht ohne: Schwindel, hoher Blutdruck und Angstzustände.Außerdem besteht die Gefahr, davon abhängig zu werden.

Es gibt auch einen guten Tipp, wie man den Hunger etwas unterdrücken kann, indem man vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser zu sich nimmt. Besser ist es, dass Du vernünftige Essgewohnheiten entwickelst und diese mit regelmäßiger Bewegung kombinierst. Dazu brauchst Du kein aufwendiges Fitnessprogramm, sondern flottes Gehen und Treppensteigen können bereits ausreichen.

Um ausgeglichen zu sein, hilft Dir vielleicht auch folgender Gedanke: Es gibt eine Art Schönheit, die nichts mit Äußerlichkeiten und bestimmten Körpermerkmalen zu tun hat. Man spricht von einer inneren Schönheit, die sich durch bestimmte anziehende Eigenschaften offenbart. Wenn jemand ein gutes Herz entwickelt, wird sich das auch in seiner Handlungsweise und seinen Eigenschaften zeigen.

Besonders anziehend wirkst Du auf andere, wenn Du Dich durch verschiedene gute Eigenschaften auszeichnest. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich an dieser Stelle einmal die Bibel mit ins Spiel bringe. Dort werden nämlich folgende sehr wichtige Eigenschaften genannt: "Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung" ( Galater 5:22,23).

Innere Schönheit erlangt man auch dann, wenn man nach der in der Bibel beschriebenen "goldenen Regel" lebt und die von Jesus aufgestellt wurde:"Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun." (Matthäus 7:12)

Je mehr Du an Deiner inneren Schönheit arbeitest - d. h. an Deinen guten Eigenschaften - desto attraktiver wirst Du auf andere wirken und von Dir wird eine positive Ausstrahlung ausgehen. Das hat auch eine Wirkung auf Dich selbst und trägt zu einem gesunden Selbstvertrauen bei. Dann steht nicht mehr allein Dein Äußeres für andere nicht mehr so sehr im Mittelpunkt. Sie nehmen Dich mehr als Person war, als auf Äußerlichkeiten zu achten.

Bedenke auch, dass eine tolle Figur und ein nettes Aussehen allein kein Garant dafür sind, in anderen Sympathien zu wecken. Aus diesem Grund wäre es sehr unausgewogen, wenn Du ausschließlich Wert auf ein perfektes Aussehen legst. Das soll jedoch nicht heißen, dass das Aussehen überhaupt keine Rolle spielt. Für eine gute Körperpflege und ein adrettes Aussehen kann jeder sorgen. Es kommt aber darauf an, in jedem Fall ausgeglichen zu sein.

LG Philipp

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Hallo RaNdOm135,

Du kannst in gar keine Hölle kommen, da es diese in Wirklichkeit gar nicht gibt! Es stimmt zwar, dass in etlichen Bibelübersetzungen das Wort "Hölle" erscheint, doch gibt dieser Begriff nicht richtig die Bedeutung der zugrundeliegenden Wörter aus den Ursprachen der Bibel wieder.

An vielen Stellen, wo in manchen Bibeln das Wort "Hölle" gebraucht wird, ist nichts weiter als das Grab gemeint. Wenn in Zusammenhang mit der Bestrafung von bösen Menschen von einem Feuer gesprochen wird, ist damit kein buchstäbliches Feuer gemeint, sondern dort steht Feuer als ein Symbol ewiger Vernichtung (nicht ewiger Qual)!

Das ist auch in Übereinstimmung mit dem, was die Bibel über den Zustand der Toten sagt. Dort steht z.B.:"Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist. Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet!

Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7).

Egal, welche Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

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Hallo xDieSophieLoux,

erst einmal möchte ich anmerken, dass es Dämonen im Sinne von Wesen aus der Hölle in der Tat nicht gibt! Die Bibel erklärt hingegen genau, wer oder was Dämonen sind. Auf keinen Fall sind sie irgendwelche erfundenen Gestalten, wie manche denken. Woher aber kommen sie dann und was für Wesen sind sie?

Lange bevor Gott den Menschen erschuf, erschuf er Engel, mächtige Geistwesen, denen Gott bestimmte Aufträge gibt. So wurden einige der Engel auf die Erde gesandt, um Menschen bestimmte Botschaften zu überbringen.

Die meisten der Engel blieben Gott bis heute treu. Der erste jedoch, der gegen Gott rebellierte war der Engel, der uns heute als Satan der Teufel bekannt ist. Ihm folgten später noch andere Engel und zwar in der Zeit vor der Sintflut. Sie nahmen Menschengestalt an und gingen mit Frauen auf der Erde Verbindungen ein.

Der Bibelbericht sagt: "Nun geschah es, als die Menschen auf der Oberfläche des Erdbodens zahlreich zu werden anfingen und ihnen Töchter geboren wurden, daß dann die Söhne des [wahren] Gottes die Töchter der Menschen zu beachten begannen [und gewahrten], daß sie gut aussahen; und sie nahmen sich dann Frauen, nämlich alle, die sie erwählten" (1.Mose 6:1,2).

Dass es sich bei den "Söhnen des wahren Gottes" um Engel handelt, zeigt der Vergleich zu einem anderen Bibeltext: "Und die Engel, die ihre ursprüngliche Stellung nicht bewahrten, sondern ihre eigene rechte Wohnstätte verließen, hat er mit ewigwährenden Fesseln unter dichter Finsternis für das Gericht des großen Tages aufbehalten" (Judas 6,7).

Diese abgefallenen Engel werden in der Bibel Dämonen genannt und üben, zusammen mit ihrem Anführer, Satan den Teufel, einen verderblichen Einfluss auf die Menschen aus. Das heißt aber nicht, dass sie regelrecht Gewalt über alle Menschen haben und sie nach Belieben quälen oder sie krank machen können.

In den Tagen Jesus wird zwar von Personen berichtet, die z.B. einen "stummen Dämon" hatten oder in einem anderen Fall bekam ein junger Mann epileptische Anfälle. Doch in beiden Beispielen waren die betroffenen Personen regelrecht von Dämonen besessen.

Normalerweise geschieht das jedoch nur dann, wenn sich jemand mit Spiritismus beschäftigt und zulässt, dass Dämonen Gewalt über ihn ausüben. Ansonsten können die Dämonen oder Satan uns nicht krank machen oder sonst wie Gewalt über uns ausüben. Sie hätten zwar grundsätzlich die Macht dazu, doch hat Gott ihre Möglichkeiten beschnitten. Würde Gott den Dämonen freie Hand gewähren, so kannst Du Dir sicher sein, dass entweder niemand mehr am Leben wäre oder jeder von uns mit allerlei schlimmen Krankheiten geschlagen wäre. So aber hat Gott ihre Macht begrenzt.

Wie bereits gesagt, arbeiten die Dämonen mit dem Teufel Hand in Hand und unterstützen ihn bei seinen Machenschaften. Auch wenn wir keinen direkten Kontakt mit ihnen haben (wie z.B. durch den Spiritismus), sollten wir uns dennoch vor ihrem Einfluss in acht nehmen. Der Bericht der Bibel zeigt, wie sehr ihr Einfluss in den Tagen vor der Sintflut dazu beitrug, die Menschen zu verderben und sie zu bösen Handlungen zu verleiten.

Sie agieren heute zwar aus dem Unsichtbaren heraus, doch genau das macht sie so gefährlich. Wer wollte bestreiten, dass die Welt von heute ähnlich verdorben ist wie damals? Und dass so viele unvorstellbar schreckliche Dinge auf der Erde geschehen, ist nicht zuletzt ihrem Einfluss zuzuschreiben!

Wir brauchen jedoch nicht meinen, wir Menschen seien im Grunde nur wehrlose Opfer der Dämonen. Weit gefehlt! Die Bibel deckt nämlich die Taktiken und Vorgehensweisen der Dämonen auf und zeigt uns, wie man sich schützen kann. Auch zeigt sie, dass ihre Tage gezählt sind und ihr übler Einfluss bald aufhören wird. Das ist sicher ein Grund mehr, sich einmal genauer mit der Bibel zu beschäftigen.

LG Philipp

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ja

Hallo bloosomgirl,

bevor ich näher auf einige Gründe eingehe, die mich von der Existenz Gottes überzeugen, möchte ich ein paar grundlegende Anmerkungen machen: Der Glaube ist aus meiner Sicht immer etwas ganz Persönliches und Aussagen, die ich dazu treffe, müssen nicht unbedingt als allgemein verbindlich verstanden werden.

So werde ich z.B. nicht versuchen, die Existenz Gottes irgendwie zu beweisen, da dies (zumindest im wissenschaftlichen Sinn) gar nicht möglich ist. Meine Antwort schreibe ich allein aus meiner eigenen persönlichen Überzeugung heraus.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es viele gibt, die einen ganz anderen Standpunkt vertreten und meine Glaubensgründe nicht gelten lassen. Diese möchte ich bitten, meine Aussagen als Teil meiner Überzeugung zu respektieren.

Ich bin nicht ein Mensch, der mit Scheuklappen durch diese Welt läuft, und so habe ich mich auch eingehend mit der Evolutionstheorie beschäftigt, die ja bekannterweise die Existenz der Lebewesen ohne einen Schöpfer erklärt.

Dennoch erlaube ich mir, eine andere Meinung zu vertreten und mich nicht dem Mainstream der Wissenschaft anzuschließen. Das tun übrigens auch etliche ernstzunehmende Wissenschaftler, die nicht irgendwelche Sonderlinge sind, sondern sich durchaus auf ihrem Fachgebiet verdient gemacht haben. Sich nicht die Ansicht der Evolutionsbefürwortern zu eigen zu machen, ist also weder eine Sache mangelnder Intelligenz, noch die fehlender Einsichtsfähigkeit!

Wenn es um die Entstehung der verschiedenen Lebewesen geht, so kann niemand mit Bestimmtheit sagen, wie diese im einzelnen entstanden sind. Für mich als gläubiger Mensch, sind sie jedoch nicht das Produkt einer längeren Kette natürlicher Vorgänge, sondern eine von Gott gewollter schöpferischer Akt!

Wie Gott hierbei vorgegangen ist, entzieht natürlich unserer Kenntnis. Das ist auch nicht das Entscheidende! Vielmehr geht es für mich darum, eine grundlegende Aussage, die als erster Satz in der Bibel aufgeschrieben ist, anzuerkennen: "Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde" (1.Mose 1:1). Der Begriff "erschuf" setzt ein bewusstes, gewolltes, und intelligentes Vorgehen ein!

Alle Vorgänge in der Natur laufen natürlich nicht völlig ungerichtet ab, sondern gehorchen den bestehenden Gesetzmäßigkeiten. Durch die Naturgesetze laufen viele komplexe Vorgänge selbsttätig ab. Meine Überzeugung ist, dass d