Wie trainiert man Bauchmuskeln fürs Pferd effektiv?

3 Antworten

Richtig reiten reicht (Paul Stecken).

Man stärkt nicht immer nur eine Muskelgruppe - Übungen für die untere Bauchmuskulatur betreffen auch immer Rückenmuskulatur und Hinterhand.

Letztendlich trainiert alles, was den Rücken aufwölbt - Rückwärtsrichten, Stangenarbeit, Übergänge, insbesondere Schritt-Galopp, jegliche Seitengänge, ...

Wie man sie erkennt... Nimm dir ein gutes Anatomie-Buch (Anatomie verstehen - besser reiten von Higgins z.B.) und eigne dir entsprechendes Wissen an, fühle und sieh dir dein Pferd genau an.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.

Das Pferd braucht keinen „Sixpack“. Es muß den Brustkorb anheben, um den Reiter gesund tragen zu können. Dafür muß man „von hinten nach vorn“ arbeiten. Einfach (😉) entsprechend der Ausbildungsskala...

Übergänge, korrekte Paraden, Seitengänge....

Dankeschön! Hilft Stangenarbeit auch?

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@EllaSilverpony

Ja, auch durchs Wasser waren, bergauf im Schritt reiten.. Eben auch alles, was erst mal die Hinterhand aktiviert. Denn der Motor ist hinten.

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Immer schön v/a reiten

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit meinem 6.Lebensjahr und habe zwei Pferde

V/A alleine bringt das Pferd nur auf die Vorhand und bringt nicht allzu viel für die Bauchmuskulatur. Die Mischung machts eher - Stichwort Anspannen und entspannen.

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@Punkgirl512

Korrekt VA SOLLTE eigentlich nicht auf der Vorhand sein... Aber klar, wo sieht man es schon richtig geritten; bei jemand, der hier nach Trainingsmöglichkeiten fragen muß, wohl eher nicht

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@Shiraunddati

Was ich damit sagen wollte: Nur aus V/A reiten trainiert man fast nichts - ewiges V/A reiten (über mehrere Minuten) lässt das Pferd immer wieder auf die Vorhand kommen. Das ist kein Hinterhandtraining. Die Hinterhand wird gestärkt durch Versammelnde Arbeit, nicht durch V/A. Wenn Kopf und Hals nach vorne und ein wenig nach unten "ziehen" kann der Brustkorb nicht mehr angehoben werden. Das ist anatomisch schlichtweg nicht möglich. Das geht erst, wenn die Kopf/Hals-Position wieder hoch kommt. Zu tief blockiert es die Hüfte und verhindert das Absenken der Hüfte. Dauerhafte Dehnung tut übrigens echt weh. Deshalb Anspannen und entspannen: Aufrichten, Entspannen, Aufrichten, Entspannen. Viel sinnvoller.

Dazu kommt die Schwierigkeit, ein wirklich korrektes V/A zu reiten - in 95% der Fälle nämlich voll auf der Vorhand und nicht nur teilweise. Dann ist es besser, das Pferd in eine Arbeitshaltung zu bringen, da hat es wenigstens eher die Chance, den Brustkorb anzuheben.

Ein V/A mal kurz für 1-2 Runden ist kein Problem, aber nicht über mehrere Minuten.

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@Punkgirl512

Doch, mit KORREKTEM V/A über Monate, wenn nicht sogar Jahre, legt man die allerbeste Grundlage für Versammlung. Das Problem liegt im korrekt, denn man sieht es viel zu viel falsch gemacht. Korrektes V/A ist die Dehnung der Oberlinie und nichts anderes und ich darf nichts anderes anfangen, ohne dass diese Grundlage der Dehnung der Oberlinie absolut über die komplette Trainingszeit sitzt. Wenn ich aufrichte, wenn die Wirbelkörper nicht maximal voneinander entfernt sind, verschleiße ich mein Pferd.

Nur aufgrund dessen, dass man auch viel missverstandenes V/A sieht, weil man sich vielleicht zu sehr an den Begriffen "vorwärts" (übereilt) und "abwärts" (zu tief dehnen) orientiert, darf man nicht die Basis vernachlässigen. Auch im V/A ist der höchste Punkt das Genick.

Pferde bis 7 Jahre sind, wenn man ihnen die Zeit geben kann, generell ausschließlich V/A auf langen, geraden Linien zu trainieren.

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