Wie lange sollte Kaminholz vor dem Verbrennen lagern?

12 Antworten

Zum Trocknen von Brennholz gibt es eine interessante Studie:

http://lwksh.de/cms/fileadmin/user_upload/Presse/Archiv_2007/PDF_4807_01.12.2007/48-49_Hartmann.pdf

Diese widerspricht der allgemein verbreiteten Regel von "mindestens 2 Jahren" insofern, als sowohl Buche als auch Kiefer, damit zwei Hölzer unterschiedlicher Art und Eigenschaft, sofern sie im Winter aufgesetzt werden, schon nach 8-10 Monaten eine Feuchte unter 20% erreichen und damit schon in der jeweils folgenden Heizsaison eingesetzt werden können. Das weitere Jahr Wartezeit bringt insgesamt keinen spürbaren Vorteil bei der Trocknung. Vorausgesetzt werden annähernd optimale Lagerbedingungen, es funktioniert aber sowohl in einem regenreichen als auch in einem trockenen Sommer. Der Wettereinfluss ist demnach eher gering.

Mindestens 2 Jahre, wenn es während des Trocknens gut durchlüftet wurde. Ein Feuchtigkeitsgehalt von höchstens 18-20%.

Deiner Antwort im ersten Satz stimme ich zu.

Den Feuchtigkeitsgehalt kann ich nicht messen. Wie soll ich das tun?

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@LittleArrow

Feuchtigkeitsprüfer kannst Du Dir bei jedem Schreiner oder Kaminkehrer ausleihen.

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@LittleArrow

Das merkst Du schon, wenn Du die ersten Scheite anbrennst.

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Da Holz ein Naturprodukt ist, unterliegt sein Aufbau und seine Zusammensetzung immer gewissen Schwankungen, was sich auch auf den Heizwert auswirken kann. Der Heizwert kann massenbezogen - z. B. in Kilowattstunde pro Kilogramm (kWh/kg) - oder volumenbezogen - z. B. in Kilowattstunde pro Kubikdezimeter (kWh/dm³) - angegeben werden.

Beim Heizwert je Masseneinheit (kWh/kg oder MWh/t) spielt die unterschiedliche Dichte der Holzarten keine Rolle. Wichtig ist jedoch der Wasseranteil, er wird angegeben als Wassergehalt w% (Wassermasse bezogen auf Gesamtmasse) oder als Holzfeuchte u% (Wassermasse bezogen auf Trockenmasse), wobei ein Wassergehalt von 50% einer Holzfeuchte von 100% entspricht.

Der Heizwert von feuchtem Holz ergibt sich aus dem Heizwert der in ihm enthaltenen Trockenmasse, von welchem die Energie abgezogen werden muss, die zum Verdampfen des Wasseranteils benötigt wird. Diese beträgt 0,68 Kilowattstunden je Kilogramm Wasser.

Absolut trockenes Laubholz hat einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Der Heizwert von Nadelholz liegt mit 5,2 kWh/kg aufgrund der anderen chemischen Zusammensetzung des Holzes etwas höher.

Weiter Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Brennholz

Die Frage war, wie lange Holz lagern soll, vor dem Verbrennen. Und meine Antwort : Weichhölzer wie Fichte ca. 1 Jahr, und Harthölzer wie Eiche min. 3 Jahre, ist verständlich und leicht zu merken ! Das ist doch wohl das wichtigste, oder etwa nicht ????????????

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Es kommt aufs Holz an ! Weiche Hölzer wie Fichte und Kiefer nur ein Jahr. Harthölzer wie Eiche und Buche 3 Jahre. Wenn Holz zu lange lagert, verliert es an Brennwert.Aber verheißen tu ich natürlich trotzdem alles.

Da alle von Dir einen Kommentar bekommen haben, bekommst Du einen von mir. Ich weiß es nicht besser, ich frage nur aus Interesse: Wo steckt der Brennwert und weshalb geht er bei längerer Lagerung verloren? Oxidiert (Verbrennung ist ja auch eine schnelle exotherme Oxidation) das Holz beim Lagern irgendwie?

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Da hat er sich aber ein schönes Eigentor geschossen, der Aufbereiter...

http://www.brennholz-partner.de/showpage.php?subident=16&glows=3

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@sender

Eigentor ? Ist das ein Wettstreit hier ? Dachte, es geht um das beantworten von Fragen ! Habe ich mich wohl getäuscht. Übrigens gibt es in dem Link, keinerlei Info, zu der oben gestellten Frage. Vielen Dank, Sender !!!

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Hi @all:

also, es kommt auch darauf an, wo und wie es gelagert wird und auf welche Länge es geschnitten wurde und auf welche größe es gespalten wurde.

Ich habe 3 Ablageorte:

1 komplett überdachte Terrasse zwischen 2 Häusern, wo sich die Hitze drunter etwas staut. Hier liegt das Holz von letztem Jahr (Hauptsächlich Kiefer) und kleiner Aststücke von den in diesem Jahr gefällten Bäumen ( Durchmesser 8 bis 15cm)

Hier habe ich das Holz für das aktuelle Jahr gespeichert und dort bewahre ich auch mein Anzündholz auf, welches ich DIESES Jahr im Wald aufgelesen habe (Meist Fällkeilreste). Dieses Holz (Eiche) hatte eine Restfeuchte von über 40% bis 25%. Nach drei Monaten liegt es nun bei ca. 14% und es werden noch ein paar wärme Tage kommen. Man darf auch nicht vergessen, das trockenes Holz auch wieder durch die Luft Feuchtigkeit aufnimmt.

Ich säge mein Holz ofenfertig auf ca. 33cm und spalte es je nach Stammdicke in 4 bis 6 Kuchenstücke. Das trocknet natürlich schneller, wie 1/4 oder 1/2 Stammstück oder 1m lange, gerissene Hölzer.

Die anderen gespaltenen Hölzer lagern im Hof (einmal unter einem großen Vordach) Die Bäume wurden im März gefällt und von mir im Juli/August gesägt, gespalten, und aufgesetzt. Und zwar so, das von allen Seiten Luft durchkommt. Dieses Holz hatte beim Aufsetzen eine Feuchtigkeit von 28 bis 18%. Nach den paar heißen Tagen war es an den Schnittkanten schon bei 18 bis 16%. Dieses Holz (Eiche) werde ich bestimmt nächstes Jahr anfgangen zu verbrennen.

Natürlich bin ich für jeden sachlichen Kommentar zu meinem eigenen Bericht (wie ich es vorhabe) dankbar.

bis denne

Stihl-Henry

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