Wie kann man als Atheist die Angst vorm Tod verlieren?

46 Antworten

Niemand kann dir die Angst vor dem Tod nehmen. du musst es so sehen wie es ist: ob es für dich gut ist wenn du tot bist (und mit "tot" meine ich nicht himmel und gott und so) oder nicht gut, denn es zählt wie man sein leben vor dem tod gestaltet und seine kostbare zeit sollte man nicht mit dem Gedanken an Tod und damit verbundene Ängste vergeuden :)

PS: ich glaube auch nicht an die von der Kirche verbeiteten dinge ;) aber um dir es ein bisschen leichter zu machen stell dir doch einfach vor, dir würde es nach dem tod gut gehen und mach dir deine Phantasie vom "leben nach dem tod" geschmackvoll und wie sie dir gefällt!

lg Felix

Meine These ist einfach: es gibt keinen Grund, Angst vor dem Tod zu haben. Solange der Lebenswille überwiegt, macht das Leben Sinn. Irgendwann bist du müde, genug gekämpft. Seelische und körperliche Schmerzen werden immer stärker, dein Lebenswille schwächer. Dann kommt der Punkt und du freust dich auf deinen wohlverdienten ewigen Schlaft und empfindest den Tod sogar als schön/Erlösung.

Indem man schlicht und einfach akzeptiert, dass der Tod genau so zum "Leben" gehört wie Geburt, Kindheit, Pubertät, Erwachsenwerden (oder auch nicht), Erwachsensein, Altern. Und wenn man das akzeptiert, dann macht das Leben (nämlich das vor dem Tod!) auch Spaß und du fängst an, es sehr zielstrebig und erfüllt zu gestalten. Wenn Du der Meinung bist, dass es "danach" noch irgendwo und irgendwie weitergeht, dann kannst Du Dich doch beruhigt zurück lehnen und alles "Schöne", so Du es zu Lebzeiten nicht erlebst oder erleben willst bzw. kannst, auf die Zeit "danach" verschieben und hoffen, hoffen, hoffen ...(bis der Deckel zuschlägt).

...die mir aufobtruierte angst, habe ich erst verloren, als ich atheist geworden bin, und das ist ein sehr schönes gefühl, und umsomehr, wenn ich mich an die zeit als anerzogener gläubiger erinnere...

Sterben müssen wir alle, das ist der Lauf der Natur. Werden und Vergehen ist das Prinzip des Universums. Nichs bleibt, wie es ist. Der Mensch ist ein Zufallsprodukt wie alle anderen Lebewesen auf der Erde. Er wird irgendwann genau so verschwinden, wie er gekommen ist. Klar möchte niemand sterben, aber das kann keiner verhindern. Und das ist gut so, denn jede alte Generation muss Platz machen für eine neue. Ansonsten würden sich die Menschen gegenseitig zerfleischen um einen Platz zu bekommen. Dann hätte die neue Generation keine Chance zum Überleben. Unser ursprünglichster Sinn ist Nachkommen zu zeugen und dann zu verschwinden. Was dazwischen liegt, ist halt menschliches Handeln und damit verbunden Veränderung an Umwelt und Ressourcen. Da der Mensch der größte Ressourcenvernichter ist, dürfte ihm das gleiche Schicksal wiederfahren, wie den Dinos. Also, sterben ist was ganz natürliches und nicht abwendbar!

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