Wie kann ich meinen Glauben ausüben?

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9 Antworten

Ein Auszuag aus der Germanische Mythologie: „Ragnarök und die neue Welt“

"Es wird eine Zeit kommen, in der auch die Götter sterben werden. Diese Zeit heißt Ragnarök. Dort beschließt sich das Endschicksal der Götter. Es ist die Zeit der Apokalypse, dem endgültigen Kampf zwischen guten und dunklen Mächten. Ganz Midgard wird in Kriegen versinken und erfüllt sein von Blut.

Danach kommt die Zeit des Fimbulwinters. 3 Jahre lang wird die Erde von einem schrecklichen Winter heimgesucht werden. Die Kälte wird unerträglich sein. Die Sonne wird sich weigern zu scheinen und die Erde nicht mehr erwärmen.

Danach folgt das Zeitalter des Wolfes. Die Riesin Angrboda füttert die Wölfe Hati und Skoll solange, bis sie schließlich doch die Sonne und den Mond einholen. Sie werden die Sonne und den Mond verschlingen. Die Sterne werden vor Trauer nicht mehr scheinen und die Erde wird in Finsternis gehüllt sein. Durch diese Finsternis werden die Fesseln aller magischen Ketten zerstört und die Dämonen werden wieder frei sein.

Nidhögg, der Drache, wird es schaffen, die Wurzel der Weltesche Yggdrasil durchzubeißen und der Baum wird erschüttern bis in die Höhen Asgards. Genau zu diesem Zeitpunkt werden die Hähne krähen und das Ende verkünden. Das wird für Heimdall das Zeichen sein, ein letztes mal in sein Horn Gjallar zu blasen und die Götter und Einherjar zur letzten Schlacht zu rufen. Alle ziehen nach Wigrid, dem Ort der letzten Schlacht.

Aber auch die Gegner der Götter, die Riesen und das Volk der Unterwelt werden diesen Ruf hören und zu den Waffen greifen. Wenn alle Mächte versammelt sind, wird die letzte Schlacht mit ihrem furchtbaren Gemetzel lostoben. Die Götter und ihre Gegner ziehen aufeinander los. Ganz Wigrid wird von Kampfschreien erhallt sein.

Fast alle Götter, Einherjar, Walküren, Zwerge, Alben, Menschen, Untote, Fels-, Reif- und Feuerriesen werden in dieser Schlacht ausgelöscht werden. Dann wird der Schlachtenlärm verhallen und Wigrid mit toten Körpern übersät sein. Surtr wird sein Feuerschwert schwingen die 9 Welten in Brand setzen. Wenn die Welt zerstört ist, wird sie im Meer versinken.

Aus dem Ozean wird nach Ragnarök eine neue Welt emporsteigen. Eine neue Sonne wird am Himmel scheinen und wird die Erde mit einem frischen Grün überziehen. Yggdrasil wird Früchte tragen und seine Wurzeln tief in der neuen Erde verankert haben.

Einige Götter werden Ragnarök überleben. Es werden Odins Söhne Widar und Vali und Thors Söhne Magni und Modi sein. Auch Vil, der Bruder Odins, der einst mit Odin und Ve die Menschen und die Welt schuf, wird überleben. Aus dem untergegangenen Hel wird Baldr mit seinem geliebten Bruder Hödr wiederkehren. Sie werden eine Festung bauen, die größer und schöner ist, als Asgard es jemals war. Auch die Menschheit wird überleben, da sich zwei Menschen vor dem grausigen Ereignissen in den Ästen von Yggdrasil verstecken können. Es werden Lif und Lifthrasir (Leben und Lebenskraft) sein. So wird der Fortbestand der Menschheit gesichert sein.

Die neue Welt wird sauber und rein sein. Es wird keinen Hass mehr geben. Gemeinsam werden die übrig gebliebenen Götter mit den Menschen leben, denn es wird ein allmächtiger Gott wiederkehren und herrschen. Ihn hat es schon immer gegeben und es wird ihn immer geben. Er wird keinen Namen haben. Dieser Gott hatte einst auch das Universum erschaffen. In einigen Überlieferungen wird er auch Allvater genannt. So werden sich denn Ende und Neuanfang begeben."

=> Ob mit diesem Gott der Gott der Bibel gemeint ist? Einige Aspekte passen auf jeden Fall: Allvater, allmächtig, Schöpfer des Universums usw. Aber man kann wohl leicht Gefahr laufen, dass man zu viel hineininterpretiert...

Ohne damit weitere Kommentare oder Diskussionen auslösen zu wollen: Ich bin fest davon überzeugt, dass man die Bibel lesen muss, wenn man Gott kennen lernen will. Aber das war ja nicht die Frage, die gestellt wurde...

Ob mit diesem Gott der Gott der Bibel gemeint ist? Einige Aspekte passen auf jeden Fall: Allvater, allmächtig, Schöpfer des Universums usw. Aber man kann wohl leicht Gefahr laufen, dass man zu viel hineininterpretiert...

Dein Text ist eine Zusammenfassung aus christlicher Sicht. Trotzdem hat er was ... Wotan wird auch immer wieder Allvater genannt. Gemäß den Prophezeiungen stirbt Wotan zwar im Kampf, wird aber in einer anderen Form wiedergeboren. Lies mal hier

http://de.wikipedia.org/wiki/Ragnarök

Durch den Ausgleich von Ordnung und Chaos wird ein Gleichgewicht entstehen, das dem wiedergeborenen Allvater Fimbultyr (Odin) verhilft, eine neue Welt zu schaffen. ... Man hat Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts einen Einfluss christlicher Eschatologie feststellen wollen. Inzwischen hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass Weltuntergangsvorstellungen im gesamten indogermanischen Raum heimisch waren und ein christlicher Einfluss eher unwahrscheinlich ist. ...

Aber mir als Wotanisten scheint die biblische Schöpfungsmythologie auf Wotan hinzudeuten. Zunächst muss man festhalten, dass die biblische Schöpfungsmythologie vermutlich sumerischen Ursprungs ist, oder noch älter - also von einer polytheistischen Quelle und dann auf Monotheismus umgearbeitet worden. Interessant ist dabei, dass das Wasser gemäß 1. Mose 1,1 bis 3 "unerschaffen" ist und "der Geist Gottes" mit dem Wasser irgendwie verknüpft ist. Es ist nicht "Gott" der über dem Wasser schwebt, sondern sein Geist. Offensichtlich hat sich hier ein Rest der ursprünglichen Schöpfungsmythologie erhalten, die behauptet, die ersten Götter wären als Mix aus materiellem Wasser und Bewusstsein entstanden. Ich hatte oben auf die frühe Phase nach dem "Urknall" hingewiesen, in der die Temperatur der Hintergrundstrahlung überall im Universum flüssiges Wasser ermöglicht hat, das Universum aber trotzdem nur ganz wenig Leben enthielt, weil die schweren Elemente noch so selten waren.

Ich bin fest davon überzeugt, dass man die Bibel lesen muss, wenn man Gott kennen lernen will.

Auch hier widerspricht dir der Wotanismus nicht, nur sagt er, dass das ein viel zu hohes Ziel für einen Menschen ist. Ein Physiker muss zunächst lernen zwischen Raum, Zeit, Masse und Kraft zu unterscheiden (Energie ist sind nur eine mathematisch abgeleitete Größen und keine Urentität). Erst der Spitzenphysiker kann sich sinnvoll Gedanken machen, ob Materie auch eine Eigenschaft des Raumes ist und der Raum auch eine Eigenschaft der Materie. In derselben Weise muss der Magier zunächst lernen zwischen dem Aufenthaltsort ("Gott") für Bewusstseinseinheiten und Bewusstseinseinheiten zu unterscheiden. Erst der Spitzenmagier kann sich sinnvoll Gedanken machen, ob Gott auch eine eigene Bewusstseinseinheit erzeugt, oder ob Bewusstseinseinheiten einen Bewusstseinsort erzeugen.

Deshalb empfiehlt der Katholizismus richtigerweise nicht Gott, sondern die Heiligen oder Jesus um Hilfe zu bitten. Denn zu diesen Bewusstseinseinheiten im Jenseits kann ein Mensch einen Kontakt finden; dagegen ist Gott viel zu anders und fremd, als dass eine Verständigung mit ihm möglich wäre.

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Ich habe zwar im Internet einige grobe Beschreibung über die Verehrung der Götter gefunden

Vielmehr wirst du nicht finden. Es gibt keine zusammenhängende Beschreibung der alten Religion, das meiste, was wir darüber wissen, stammt von Christen, die entweder früher mal die Asen verehrt haben, oder eben meist von Missionaren, die das, was sie über diese Religion in Erfahrung bringen konnten, zu Pergament gebracht haben (Papier war in Europa noch unbekannt).

Da keiner von denen ein Lehrbuch dieser Religion schreiben wollte, gibt es viele Lücken in den Darstellungen, die von heutigen Verehrern der Asen mit mehr oder weniger viel Fantasie ausgefüllt werden. Zum Teil handelt es auch um die Fantasien von deutschtümelnden Professoren aus dem 19. Jh. Will sagen: ein nicht unbeträchtlicher Teil der "neuheidnischen" Religionen ist keine 200 Jahre alt. Natürlich könnte es zufällig genau das sein, was Germanen vor 1600 oder mehr Jahren getan haben, das lässt sich nicht widerlegen (aber eben auch nicht beweisen).

Wie führe ich die entsprechenden Rituale und Gebete aus?

Die einzige seriöse Antwort darauf wäre "das weiß ich nicht". Natürlich wirst du Leute finden, die behaupten, das zu wissen. Nur ist das nicht seriös. Wobei die Leute, die dir das erzählen, subjektiv ehrlich sein können und nur weitergeben, was sie von Anderen gelernt haben - nur wenn du nach Quellen suchst, woher das letztlich kommt, ... siehe oben.

Um eine gute Übersicht zu bekommen, auch gefühlsmäßig, ist Ralph Metzner, "Brunnen der Erinnerung" sehr gut.

Tiefer bin ich aber in die germanische Mythologie nicht eingestiegen.

Soweit ich weiß, erwarteten die germanischen Götter nicht, dass ihre Anhänger sich in irgendwelchen Kirchen versammelten und ihnen immer wieder huldigten. Außerdem erzählten sie ihnen nicht, dass sie dieses essen sollten und jenes nicht. Und hielten sich auch sonst mit Vorschriften zurück.

Du brauchst also gar keine großartigen Rituale oder Gebete. Wenn Du darauf aus bist, musst Du Dich an eine monotheistische Religion wenden.

Ein kleines Trankesopfer von Deinem nächsten Bier kommt aber bestimmt gut an. ;-)

Scahu mal im Internet nach einer gemeinde, die für dich in Frage kommen würde. Die kannst du dann man anschreiben oder besser anrufen und dich von denen beraten lassen.

Es gibt genug Heiden, frag die doch mal wie sie es halten.
Persönlich finde ich es ist genau so ein Schwachfug wie jede andere von Menschen ausgedachte Religion aber das muss ja jeder selber wissen^^

Es gibt nichts was den gläubigen Monotheisten mehr verärgert, als ein Animist oder Polytheist. Ich garantiere dir, da kommst du als Atheist nicht dran.

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@FreundGottes

Ich bin kein Atheist, halte nur nichts von reglementierten Glaubensrichtungen ;) irgendwas gibt es sicher, es kümmert sich aber nicht persönlich um unser Seelenheil, das müssen wir schon selber schaffen. Agnostiker kommt dem wohl noch am Nächsten, das verstehen weder Gläubige noch Atheisten lach

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Du willst also eine neue Religion erfinden?

Dann bist du eigentlich völlig frei: erfinde einfach vor dich hin...

Ich will damit sagen: du weisst, dass es keine Kontinuität in dieser Religion gibt. Du hast die Riten nicht von deinen Eltern gelernt, du hast sie nicht in der Gesellschaft gesehen, deine Religion hat in der Gegenwart keine Tradition. Also kannst du auch nicht hoffen, was "authentisches" zu machen, sondern du erfindest dir einfach deine neue religion. Und wenn du erfindest, bist du frei, zu erfinden,w as du willst. Da aber deine Religion nicht in der Gesellschaft verankert ist, wird sie es schwer haben, anerkannt zu werden. Du wirst bestenfalls als isolierter Spinner oder, wenn du eine Gruppe bildest, als Sekte betrachtet.

Und pass auf, dass du nicht in die Hände der Neo-nazis fällst. germanische götter werden sehr mit Nazis in Verbindung gebracht.

joo... mit der Nazi-Keule kann man so einige Sub-Kulturen klein halten.

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Google einfach mal nach Odinismus, Asatru oder Wotanismus. Dann eine Email zu einer der Organisationen schicken und nach den nächsten Treffen in deiner Nähe fragen.

Ich bin selber Wotanist. Der Wotanismus glaubt, dass der Gott der Monotheisten nur ein Ort ist, in dem sich Bewusstseinseinheiten aufhalten. So wie in der Physik zwischen Raum und Materie unterschieden werden muss, und der Physiker weiß, dass der Raum nicht selber Materie ist, sondern lediglich unter bestimmten Umständen Materie den Raum verformen kann, so weiß der Wotanist, dass der monotheistische Gott kein eigenes Bewusstsein hat, sondern lediglich Bewusstseinseinheiten unter bestimmten Umständen "Gott" beeinflussen können.

Das kosmologische Modell des Wotanismus ist das ekpyrotische Universum nach Steinhardt und Turok. Der Wotanismus glaubt, dass die von ihm verehrten Götter, wie z.B. Wotan, Donar und Freya, mächtige Bewusstseinseinheiten aus einer sehr frühen Zeit des Universums sind. Es gab eine Zeit, als die Temperatur der Hintergrundstrahlung fast überall im Universum flüssiges Wasser ermöglichte. Jedoch gab es damals noch kaum schwere Elemente, so dass auch damals nur sehr wenig Lebewesen in unserem Teil des Universums entstanden. Diese Lebewesen waren mehrere Lichtjahre groß. Um ihren Körper zu beherrschen, entwickelten sie viel größere telepathische Kräfte, als es dem Menschen möglich ist. Dadurch hatten diese frühen Lebewesen auch noch nach ihrem Tod, in der anderen Bran unseres Kosmos, große Kräfte, viel mehr als ein Mensch nach seinem Tod.

Die Eisriesen sind Naturkräfte des Universums, die einmal jedes Leben im Diesseits und Jenseits unmöglich machen werden. Götter und Menschen kämpfen im Diesseits und im Jenseits gemeinsam gegen die Eisriesen, schlicht weil sie leben wollen. Du kannst es dir nach dem irdischen Tod aussuchen, ob du mit den Göttern im Jenseits kämpfen willst, ob du nicht mehr sein willst, oder ob du nach einer Zeit wieder inkarnieren willst.

Die Religionen dieser Erde wurden von zeitreisenden Menschen gegründet, die den damaligen Menschen versuchten den Stand der Wissenschaft der Zukunft, aus der sie kamen, zu erklären. Die Zeitreisenden wurden aber sehr häufig missverstanden und falsch überliefert. Außerdem wurden sie oft versehentlich für die Götter gehalten, von denen sie erzählt haben.

Es ist nicht nötig, die Götter in Ritualen zu verehren. Es heißt:

Besser gar nicht geopfert, als zu viel geopfert,

besser gar nicht geglaubt, als zu viel geglaubt.

Wenn die Götter dich für Wert erachten, werden sie zu dir kommen, zumeist im Traum, manchmal in der Anderwelt.

So viel in Kurzform zum Wotanismus.

P.S. Unsere Treffen werden natürlich nicht jedem mitgeteilt.

Ich bin selber Wotanist.

Das ist jetzt was anderes als Asatru, oder?

das ekpyrotische Universum nach Steinhardt und Turok

Also aus dem Jahr 2002. Das klingt nicht nach dem, wonach Gigantopithecus sucht.

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@helmutwk
Das ist jetzt was anderes als Asatru, oder?

Das ist so wie mit römisch-katholisch, griechisch-orthodox, evangelisch ... alles mehr oder weniger das gleiche. Ich für meinen Teil erachte den Wotanismus natürlich dem Odinismus und Asatru als überlegen, aber das soll jeder selbst für sich entscheiden.

Also aus dem Jahr 2002. Das klingt nicht nach dem, wonach Gigantopithecus sucht.

Doch, das kosmologische Modell wurde von polytheistischen Schöpfungsmythologien inspiriert. Muspellsheim und Niflheim sind die beiden Branen, die sich im leeren Raum Ginnungagap treffen. [Hinweis: Im ekpyrotischen Modell gibt es den leeren Raum vor dem Urknall, während im Standardmodell der Raum erst mit dem Urknall entsteht].

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@WotansAuge
Doch, das kosmologische Modell wurde von polytheistischen Schöpfungsmythologien inspiriert.

Klar, und die Relativitätstheorie wurde von der Bibel inspiriert ;) Da ist ja auch ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag, und das Licht ist absolut (weshalb sich Jesus das Licht der Welt nennt).

Siehst du, ich kann das auch.

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@helmutwk

Warum denn auch nicht? In der Bibel steht auch viel Weisheit und Wahrheit. Der Wotanismus lehrt, dass alle alten Religionen ihren Ursprung in den Erzählungen von menschlichen Zeitreisenden haben. Auch in der Bibel lassen sich viele Textstellen finden, die auf Zeitreisende hindeuten. Ich hatte ja auch schon zuvor geschrieben, dass die biblische Schöpfungsgeschichte einige "Perlen" enthält, die von den Monotheisten gar nicht bemerkt werden. Z.B. das Wasser ist unerschaffen und der Geist Gottes mit diesem Wasser verknüpft.

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@WotansAuge
Z.B. das Wasser ist unerschaffen

Nö. Gott schuf Himmel und Erde (1.Ms 1,1), und dann gab es das Wasser (1.Ms 1,2), das natürlich mit Himmel und Erde erschaffen wurde.

Aber was du vielleicht übersehen hast: die Relativitätstheorie, die vor über 100 Jahren entstand, wurde nicht von der Bibel inspiriert. Mein Hinweis sollte deutlich machen, dass deine Begründung, warum das Universum nach Steinhardt und Turok "von polytheistischen Schöpfungsmythologien inspiriert" wurde, auch nicht besser ist als die Pseudo-Argumentation von mir.

und der Geist Gottes mit diesem Wasser verknüpft

Aber nicht im Schöpfungsbericht. Der Geist ist nicht im Wasser, sondern darüber.

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@helmutwk

Ihr Monotheisten versteht eure eigenen Texte nicht. Mit "Erde" ist nicht der Planet gemeint, sondern eine Landmasse, oder allgemeiner ein fester Stoff. Außerdem musst du lernen zwischen "Gott" und dem "Geist Gottes" zu unterscheiden. Denke einfach mal ehrlich drüber nach. Bei solchen Fragen steht dir die Exegesekunst deines Theologiestudiums natürlich im Weg, aber du kannst ja auch logisch denken.

Ich hoffe wir sind uns wenigstens darüber einig, dass einige Textstellen der Bibel auf menschliche Zeitreisende hinweisen.

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@WotansAuge
Ihr Monotheisten versteht eure eigenen Texte nicht.

Leere Behauptung.

Mit "Erde" ist nicht der Planet gemeint, sondern eine Landmasse

Nein, so oft wie mit "Himmel und Erde" das gesamte Universum gemeint ist (von 1.Ms 14,19 bis Of 20,11) , ist klar, dass je nach Zusammenhang "Erde" auch das Meer einschließen kann. Weshalb bei der Schöpfung von neuen Himmel und neuer Erde ausdrücklich dazu gesagt wird, dass es kein Meer mehr gibt (Of 21,1). Wenn Erde nur die feste Landmasse wär, wär die Bemerkung überflüssig ;)

Und wenn du jetzt genau liest: von einem "Planet" habe ich nicht gesprochen.

Außerdem musst du lernen zwischen "Gott" und dem "Geist Gottes" zu unterscheiden.

Wie kommst du darauf, dass ich das nicht tue? Ich hab nur darauf hingewiesen, dass"Gottes Geist bewegte sich über dem Wasser" eben nicht bedeutet, dass er im Wasser war.

deines Theologiestudiums

Ich hab nie Theologie studiert, auch wenn ich oft genug Kontakt (z.T. durchaus kontrovers) mit Theologen hatte, um auch in theologischer Fachliteratur zu stöbern. Studiert habe ich Sprachwissenschaft.

Aber mal ein Hinweis an dich: um die Bedeutung von Wörtern zu bestimmen, muss darauf geachtet werden, wie die benutzt werden. Eine Bibel mit "Strongs Konkordanz" kann helfen, alle einschlägigen Bibelstellen zu finden, und wenn es davon genug gibt, kann Mensch auch selbst anhand der Stellen sich erarbeiten, was das Wort bedeutet. Bei selten vorkommenden Worten oder in der Bibel selten Vorkommenden Nebenbedeutungen (z.B. pistis; Apg 17,31 = "Beweis") klappt das so nicht, dafür sind Wörterbücher da.

Und da es für das antike Hebräisch fast nur das AT als schriftliches Dokument gibt, gibt es im AT Stellen, an denen die Bedeutung einiger Wörter höchst unsicher ist. Da helfen eigentlich nur die Kommentare der Rabbiner, die Übersetzer der LXX und Wörter aus verwandten Sprachen - mit allen Unsicherheiten, die sich da ergeben.

Ich hoffe wir sind uns wenigstens darüber einig, dass einige Textstellen der Bibel auf menschliche Zeitreisende hinweisen.

Nö, an die Halbwahrheiten von Däniken hab ich nie geglaubt.

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@helmutwk
Nö, an die Halbwahrheiten von Däniken hab ich nie geglaubt.

Das hat mit Däniken zwar nicht das geringste zu tun, aber du zeigst mit jedem Satz, dass dein starker Glaube deinem zweifellos ebenfalls starkem Verstand in der Erkenntnis der Wahrheit im Wege steht.

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@WotansAuge
Das hat mit Däniken zwar nicht das geringste zu tun

Ach ja, der hatte von Besuchern von fremden Planeten gesprochen und nicht von solchen aus der Zukunft.

Aber der hatte es auch drauf, irgendwelche Texte so zu präsentieren, dass da Hinweise auf hochtechnisch begabte "Besucher" rauskamen.

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Du lässt uns wissen, dass du an die nordischen Götter glaubst. - Könntest du dann zunächst einmal erklären an WAS du dabei inhaltlich glaubst?

Weiter solltest du erklären WARUM du diese Götter "verehren" willst. - Was macht sie denn im einzelnen so verehrungswürdig?

Man kann dir sonst schlecht raten, wie du deinen Glauben ausüben kannst. - Am einfachsten wäre es natürlich, du könntest die Ahnen fragen, wie die es gemacht haben.

Könntest du dann zunächst einmal erklären an WAS du dabei inhaltlich glaubst?

Es ist wie bei allen polytheistischen Religionen. Der Polytheist glaubt, dass Götter einst Lebewesen aus einer sehr frühen Zeit des Universums waren, die nach ihrem natürlichen Tod als Bewusstseinseinheit zwischen dem Jenseits und Diesseits wechseln können. Im Diesseits nehmen sie zumeist Menschengestalt an, wenn sie mit Menschen kommunizieren.

Weiter solltest du erklären WARUM du diese Götter "verehren" willst.

Einmal, weil sie so viel drauf haben. Darüber hinaus weil sie den Menschen und allen Lebewesen wohl gesonnen sind. Zum Dritten weil sie gemeinsam mit den Menschen gegen die Eisriesen kämpfen möchten. Die Eisriesen sind Naturkräfte, die jedes Leben im Diesseits wie im Jenseits langsam, aber stetig, unmöglich machen. Man kann sie aufhalten, verzögern, aber eigentlich nicht besiegen.

Was macht sie denn im einzelnen so verehrungswürdig?

Es sind einfach tolle Charaktere.

Am einfachsten wäre es natürlich, du könntest die Ahnen fragen, wie die es gemacht haben.

Wir sind heute weiter, als unsere Ahnen waren. Jedoch holen wir uns regelmäßig Rat bei den Ahnen.

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@WotansAuge

Aber momentan sieht es ja nicht so aus, als ob Eisriesen das Leben im Diesseits langsam, aber stetig unmöglich machen, sondern als wenn es der Mensch ist durch Umweltzerstörung. Also gegen irgendwelche Eisriesen kämpfen, statt für den Erhalt der Erde, das bringt doch nichts. Und das ist wiederum mehr eine konkrete nicht- übersinnliche Sache. Um die Bienen zu erhalten nützt es mehr, auf seinem Balkon Blumen zu haben, von denen sich die Bienen ernähren können, als irgend wen anzubeten oder gar irgend wen zu bekämpfen.

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@Draggyblackdots
Aber momentan sieht es ja nicht so aus, als ob Eisriesen das Leben im Diesseits langsam, aber stetig unmöglich machen, sondern als wenn es der Mensch ist durch Umweltzerstörung.

Der Animismus germanischer Prägung ist VIEL VIEL weitsichtiger angelegt. Mit den Eisriesen ist hauptsächlich der Kältetod des Universums gemeint, der sich aus einer Gleichverteilung der Energie gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik ergibt. Mit der "Erde" ist die Materie des Universums gemeint, wobei Materie im Wotanismus alles ist, was sich aus Elementarteilchen zusammensetzt, denen man einen Spin (egal ob halbzahlig oder ganzzahlig) zuweisen kann.

Also gegen irgendwelche Eisriesen kämpfen, statt für den Erhalt der Erde, das bringt doch nichts.

Der Wotanismus glaubt an Reinkarnation, solange man die neue Inkarnation nicht als unter seiner Würde empfindet. Als Mensch kann man sich auch auf anderen Planeten als Alien inkarnieren - und umgekehrt.

Und das ist wiederum mehr eine konkrete nicht- übersinnliche Sache.

Da hast du die volle Zustimmung des Wotanismus. Er empfiehlt hauptsächlich durch Überlegung und Weisheit für den Erhalt des Lebens zu kämpfen. Deshalb auch der Spruch:

Besser gar nicht geopfert, als zuviel geopfert,

besser gar nicht geglaubt, als zuviel geglaubt.

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Es wäre mal höchst spannend, wenn Du mir diese Fragen in Bezug auf Deine Gottvariante beantworten würdest.

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