Wie kann ich das sechste Gebot gut verstehen?

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Das 6. Gebot lautet: Du sollst nicht ehebrechen.

Nur derjenige hat ein Problem mit dem 6. Gebot, der auch die Ehe bricht. Punkt.

Natürlich sind die 10 Gebote Komprimierungen von komplexen Lebens- und Glaubensregeln. Deshalb kann da schon mal etwas mehr darunter fallen, was nun nicht in einem einzigen Satz gesagt wird. Fang an, das zu leben, was du verstehst und du wirst verstehen. Mark Twain (US-amerikanischer Schriftsteller; "Tom Sawyer und Huckleberry Finn") hat mal gesagt, ihn beunruhigen nicht die Abschnitte der Bibel, die er nicht versteht, sondern die er sehr wohl versteht. Ein Problem mit der Sünde hat nur der, der sie tut. Alles andere sind Verständnisfragen, aber keine Probleme. Über ein bestimmtes Verständnis kann man diskutieren und Stellung dazu nehmen. Ein persönliches Problem kann es erst werden, wenn jemand bestimmte moralische Maßstäbe für sich übernimmt und feststellt, dass die eigene Lebensweise nicht dazu passt und sich dann weigert, sich zu ändern. Das Problem ist aber dann nicht das Gebot, sondern die andere Lebensweise.

Danke für deine Antwort.

"Ein persönliches Problem kann es erst werden, wenn jemand bestimmte moralische Maßstäbe für sich übernimmt"

Ja, so ist es. Und wenn ich eine bestimmte kirchliche Gemeinschaft schätze, dann bemühe ich mich, deren moralische Maßstäbe zu übernehmen. Heißt das aber, dass es keinen objektiven moralischen Maßstab gibt und doch jeder selber mit seinem Gewissen vereinbaren muss, was er in Ordnung findet und was nicht? Und wie kann ich dann erkennen, ob ich mich selbst betrüge oder einfach noch nicht weit genug gedacht habe, wenn ich lockerere Maßstabe anlege?

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Das ist auch schon das "Problem", denn das "6.Gebot" betrifft das "töten" (2.Mose 20,13).

Der "Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14) hat das 2. Gebot (kein Bildnis machen) weggelassen und das 10. Gebot zweigeteilt, damit es nicht auffällt (Ofb.17,1-5).

Das 4.Gebot wurde auch geändert (2.Mose 20,11).

Du kannst dir aber aussuchen, "wem" du glauben willst (Jes.45,22; Joh.14,6).

Satan wird eh' in Bälde verhaftet (Offb.20,2).

Woher ich das weiß:Recherche

Sex in der Ehe ohne Lust nur zur Zeugungsabsicht geht nicht - dann würde Sex in der Ehe zur Tortur werden und kaum eine Ehe halten (da würden vermutlich viele Ehebruch begehen....). Die Ehe-Sex-Verbotsliste ist bei einigen Fanatikern (Mormonen, Katholiken) so lang, dass nur der "ehrbare, reine, natürliche" Vaginalsex (GV) erlaubt ist, der alleine viele Frauen nicht befriedigt und oft nur ein stupides Rein-Raus-Rein-Gerammel ist (eine Masturbation in die Ehefrau). Für mich ist ehelicher Sex ohne Oralsex (zumindest als Vorspiel oder "Anheizer") und wechselseitige Masturbation kein befriedigender Sex. Die meisten Frauen in der Welt blasen gerne, lassen sich auch oral verwöhnen und werden durch die Art Sex erst "vorbereitet" für den vaginalen Geschlechtsverkehr. Wenn Oralsex, Petting, Handjob, wechselseitige Masturbation nicht erlaubt ist, kann ich auf Sex lieber ganz verzichten und die Ehe an den Nagel hängen. Aber das sieht jeder anders.

Dieser Artikel ist zu deiner Frage sehr interessant und empfehlenswert: http://www.erf.de/service/predigten/du-sollst-nicht-ehe-brechen/117-2670?range=detailDataset

Danke, das ist wirklich eine schöne Predigt, gut erklärt, nachvollziehbar,...

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Das sollte man gar nicht auffassen. Schließlich gab es ja auch in der jüngeren Vergangenheit einen Papst der abgedankt hat, obwohl das nicht mit dem Prinzip der 'lebenslangen Verpflichtung' vereinbar ist. Sprich, die klerikale Obrigkeit interessiert sich auch nur dann für Vorgaben wenn es ihr gerade in den Kram passt, warum sollte es dich dann interessieren?

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