Wie hoch sollte die Schutzgebühr für einen Hund sein?

6 Antworten

Du kannst ja die Fahrt mit einem Kurzurlaub verbinden.... Die Schutzgebühr ist sicher geringer als ein "normaler" Welpenpreis, sieh es auch als Hilfe für andere Hunde an, die von der Organisation betreut werden. Wenn ihr gut zueinander passt und lange miteinander glücklich lebt, lohnt sich der finanzielle Aufwand auf alle Fälle, und ist auch nicht teurer als ein Jahr Futter, Impfung, Wurmkur, Flohmittel und Hundesteuer. Sei dir sicher, für Kaukrams und Leckerlies gibst du später auf Dauer weit mehr aus!

Die Schutzgebühren werden von der Organisation festgelegt, da gibt es keine festen Gebührenvorgaben. Du wirst in jedem Fall Impfung, Wurmkur, eigentlich alle Unkosten, die entstanden sind, zahlen, natürlich nicht das Futter und auch haben die Flugkosten eigentlich nichts mit der Schutzgebühr zu tun. Aber das ist im Grunde auch egal, denn Tierschutz kostet Geld, damit kann man nichts verdienen. Solltest Du zehn Euro mehr zahlen, als das Tier auf dem Papier bisher gekostet hast, kommen diese 10 Euro wieder einem anderen armen Tier zugute. Spender gibt es leider immer viel zu wenige, auch wenn Du hier auf den Community-Seiten liest, was manche Leute von sich geben, wenn sie ein Tier aus dem Tierheim holen, wie entrüstet sie sind, daß sie auch noch etwas zahlen sollen! Am liebsten hätten sie einen stubenreinen, erzogenen, geimpften, kastrierten Rassewelpen, und mindestens 200 Euro noch obendrauf.

Ich habe selbst Jahrzehntelang Tierschutz im Ausland gemacht und Hunde und Katzen mit dem Auto und dem Flugzeug geholt. Es ist toll, daß Du einem Tierheimhund eine Chance geben willst.

Das einzige, was mich stutzig macht, ist die lange Verweildauer im Tierheim. Gerade ausländische Hunde werden wegen ihres oftmals wunderbaren Sozialverhaltens meistens schneller vermittelt, als einheimische. Was haben denn die Tierheim-Mitarbeiter gesagt, weshalb die Hündin dort noch sitzt? War sie schon einmal vermittelt, und wenn ja, warum ist sie zurückgekommen? Bedenke bitte auch, daß Tiere, die so lange im Tierheim sind, noch viel mehr Zuwendung und vor allen Dingen Verständnis brauchen, als "normale" Hunde. Es könnte z. B. sein, daß sie nicht stubenrein ist, daß sie Angst vor Männern oder Kindern hat, daß sie Katzen jagt. Natürlich kann dies auch bei allen anderen Hunden der Fall sein. Ich will Dir auch im Gottes Willen den Hund nicht ausreden, im Gegenteil, Du solltest nur wissen, worauf Du Dich einläßt, und da lassen es viele Tierschützer an Informationen fehlen. Wenn sie den Hund schon so lange haben, müssen sie auch ganz viele Details wissen, frag den Leuten am besten Löcher in den Bauch.

Für die Besuchsfahrt könntest Du über die Mitfahrerzentrale eine Fahrt organisieren, das ist meistens billiger als mit Bus und Bahn. Würdest Du den Hund dann auf der Rückfahrt sofort mitnehmen wollen? Auch da kannst Du über Facebook Ansprechpartner finden. Habe ich dankenswerterweise jetzt auch mit meinen beiden Katzen gehabt.

Wenn Du Dich entschieden hast und es zwischen Euch Liebe ist, dann melde Dich doch noch mal, sage mir, wo Du den Hund her holst und wohin er soll, dann könnte ich versuchen, Dir beim günstigen Transport zu helfen. Liebe Grüße

Vielen Dank für deine tolle Antwort!
Ich habe eben mit der zuständigen telefoniert. Dabei kamen dann einige Eigenschaften zur Absprache, die in der ausführlichen Beschreibung leider nicht erwähnt wurden. Sie ist sehr dominant und knurrt einen wohl sehr an wenn man ihr zB die Pfoten abtrocknen möchte. Ich würde mir zwar zutrauen, dass ich damit gut umgehen kann, allerdings habe ich dann Angst gerade was den Umgang mit Kindern betrifft. Sie ist wohl auch nicht so interessiert an Nähe.
Laut der Beschreibung war es wirklich Liebe auf den ersten Blick, aber nach dem Telefonat lasse ich mir das denke ich nocheinmal durch den Kopf gehen. Schade. Aber sie bekommt am Wochenende einen Besuch von einer jungen Frau die eine Patenschaft für sie aufnehmen würde, immerhin :-)
Aber falls ich mich gegen sie entscheiden sollte, werde ich trotzdem nach einem "Bedürftigen" Hund Ausschau halten. Man spürt oft sehr viel von deren Dankbarkeit!

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@ylrebmik

Schön, daß ich Dir ein bißchen helfen konnte. Nicht jeden Hund bekommst Du dazu, sich die Pfoten abtrocknen zu lassen und Knurren kann manchmal auch der Ausdruck von Unsicherheit sein, nicht immer ist es Dominanzverhalten. Die Hündin hat sich wahrscheinlich immer durchsetzen müssen und weiß, daß sie bei Artgenossen durch Knurren ihr Verhalten durchsetzen kann. Du müßtest also in jedem Fall mit ihr entweder zur Hundeschule oder zum Hundepsychologen. was haben denn die Leute im TH zu ihrem Verhalten zu Kindern gesagt und wie alt sind Deine Kinder? Wenn sie Hunde kennen und den Hund nicht bedrängen, könnte alles gut gehen. Ist es ein Podenco-Ibizenco? Da gibt es noch besondere Dinge zu beachten. Es wäre natürlich toll, wenn die arme Maus nach so langer Zeit endlich ein Zuhause bekäme, aber das mußt Du wirklich mit allen Konsequenzen wollen und durchziehen. Wenn Du Dir auch nur in einem Punkt nicht sicher bist, bringt es gar nichts.

Aber die Geschichte mit der Patin kannst du glauben, oder auch nicht. Vielleicht wollte man Dir Dein schlechtes Gewissen nehmen, wenn Du den Hund nun doch erst mal nicht nehmen oder noch überlegen willst. Du fühlst Dich in jedem Fall besser, wenn Du weißt, daß sich noch jemand anderes kümmert, oder? Solche Sachen sagen Tierheime gern. Schön, daß Du in jedem Fall einem armen "Schwein" aus dem TH helfen willst. Da sitzen so wunderbare Lebewesen, die die Welt nicht mehr verstehen, warum sie dort gelandet sind, und die nur eines wollen:  ein Zuhause! meld Dich doch bitte mal wieder. Mich würde interessieren, wie es weiter geht. Wenn es ein Podenco sein sollte, kann ich dir noch einen Ansprechpartner oder mehrere nennen, die sich mit diesen Hunden auskennen. LG

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Ja, das kann natürlich sein dass es aus Unsicherheit ist. Allerdings weiß ich selbst nicht genau ob ich in der Lage bin ihr zu helfen diese loszuwerden. Ich hatte bisher nur einen Rauhaardackel, der niee bei irgendwas Probleme gemacht hat. Und von daher mache ich mir eben auch Gedanken ob ich ihr das bieten könnte was sie benötigt.
Kinder habe ich bisher keine, sie sind allerdings geplant. Und auch in meiner Nachbarschaft sind viele kleine Mädchen, die Tiere über alles lieben und am besten alle Hunde mit in ihr Bett zum kuscheln nehmen würden hahhah. Und ich könnte nicht verantworten wenn dort dann mal etwas passieren sollte.
Nein ein podenco ist es nicht, sondern ein mischling. Ich vermute etwas in Richtung Schäferhund/Husky-Mix

Ich halte dich auf dem laufenden!
Vielen Dank nochmal! :)

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@ylrebmik

Ja, bitte tu das. Leider werden ja in Spanien Huskies gezüchtet, weil dort ja auch die idealen Bedingungen für solche Hunde sind. Fahr doch einfach (ich weiß, es ist weit) mal in das deutsche Tierheim und sieh sie Dir an, Du hast doch bestimmt an manchen Wochenenden nichts vor, oder? Vielleicht ist sie es ja. Aus Liebe tut man viele Dinge, die einem sonst unmöglich erscheinen. Ich freue mich auf Nachricht. LG

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Was denkt ihr wird die Schutzgebühr Ca kosten?

darüber kann Dir nur die Orga Auskunft geben.

sowas kommt auf den Aufwand und die Kosten an die die Rettung des Hundes bisher verursacht hat. Impfen, kastrieren, chipppen, entflohen etc. kostet auch Geld.

Schutzgebühr und Schutzvertrag sind rechtlich gesehen Schwachsinn. Man zahlt einen Kaufpreis und bekommt dafür den Hund als Eigentum. Den Preis legt der Verkäufer fest. Solltest du einfach vorher erfragen, damits nachher kein böses Erwachen gibt.

Die Schutzgebühr kann sehr unterschiedlich sein. Mein Mann und ich hatten uns einen Hund aus Griechenland geholt und haben 350 Euro Schutzgebühr bezahlt. Das setzte sich zusammen aus Impfkosten und einen Teil des Fluges. Das ist meiner Meinung nach meistens so. Es wird ja oft auch gespendet so das die Kosten klein gehalten werden

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