Wie hätten sich die Dinosaurier entwickelt wenn sie nie ausgesorben wären?

4 Antworten

Eine sehr interessante Frage! Von SlowPhil hast du schon eine sehr gute Antwort bekommen, aber ich möchte noch etwas mehr ins Detail gehen.

Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, so hätten sie trotzdem einigen drastischen Umweltveränderungen ins Auge sehen müssen. Vor allen das Absinken des Meeresspiegels, der am Ende der Kreidezeit immer noch 90m über dem heutigen Niveau lag, hätte die Erde völlig verändert. In den Meeren hätten trotzdem Mosasaurier und Plesiosaurier dafür gesorgt, dass Wale keine Chance gehabt hätten, sich zu entwickeln. Die Meere hätten weiterhin den Reptilien gehört - wahrscheinlich sogar bis heute.

Auch an Land hätten die Säugetiere nur ein Schattendasein führen können. Das kretazische maritime Klima wäre schon am Ende des Paläozäns zu einem extrem heißen Kontinentalklima geworden, wodurch die Dinosaurier wahrscheinlich eine weitere Blütezeit erlebt hätten - denn so ein Klima ist fantastisch für große Reptilien. Mit mehr Land als Lebensraum ist es denkbar, dass sich wie bereits im Jura und in der späten Unterkreide dann im Eozän und Oligozän wieder gewaltige Sauropoden (langhalsige Pflanzenfresser) entwickelt hätten - denn auch unter den Säugetieren haben sich in dieser Zeit wahre Giganten entwickelt.

Eine extreme Veränderung der Pflanzenwelt hätte die Pflanzenfresser dazu gezwungen, bessere Verdauungsmöglichkeiten zu entwickeln, um auch die Zellulose vom Gras verdauen zu können, denn Gras hatte es zu ihrer Zeit noch gar nicht gegeben. Ich bin aber optimistisch, dass die Natur einen Weg gefunden hätte, auch die Dinosaurier mit Wiederkäuermägen oder anderen Strategien ausgestattet hätte, die nun vorherrschende Pflanze zu verwerten.

Am Ende des Eozäns hätte dann aber ein weltweiter Klimakollaps zu einem Massenaussterben geführt. Die Antarktis begann zu jener Zeit zu gefrieren, was zuerst in den Meeren und dann auch an Land zu einer Abkühlung sorgte. Der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre begann nun zu sinken. Die Zeit der großen Dinosaurier wäre nun zuende gegangen, aber ich bin sicher, dass viele Arten totzdem überlebt hätten. Im Miozän wäre aber auch kaum ein Dinosaurier noch schwerer als vielleicht zehn, fünfzehn Tonnen geworden.

Als dann vor 2,5 Millionen Jahren die Eiszeit begann, wären die Dinosaurier vor ihre schwerste Herausforderung gestellt worden. Sogar die größten Arten hätten sich ein isolierendes Federkleid und eine dicke Fettschicht zulegen müssen, was einige sehr bizarre Wesen hervorgebracht hätte. Stell dir mal einen Mix aus Triceratops, Vogel Strauß und Mammut vor. =)

Ich halte es außerdem für möglich, dass sich in Aithiopien aus baumbewohnenden fruchtfressenden Dinosauriern, die möglicherweise die Nachfahren der Raptoren gewesen wären, sich im Wald-Savannen-Mix sogar eine aufrechtgehende, menschenähnliche Dinosaurierspezies entwickelt hätte. Und wer weiß, vielleicht wäre diese irgendwann auch auf dem Mond gelandet und hätte Atome gespalten.

Dass es unmöglich gewesen wäre, dass sich Wale entwickeln, kann ich nicht guten Gewissens unterschreiben. Immerhin hat es durchgehend Haie gegeben, ohne dass dies die Entwicklung von Walen verhindert hätte.

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@SlowPhil

Die größten Haie des Palöozäns und Eozäns waren kaum länger als drei Meter und Bewohner des offenen Meeres. Alle großen Meeresreptilien und auch die Wale haben sich jedoch aus Süßwasser- und Brackwasserbewohnern entwickelt, die dann irgendwann auch ins offene Meer vorgedrungen sind. Und ein Faunenwechsel dort hat sich immer nach einem Artensterben im Meer vollzogen: Die Plesiosaurier und Pliosaurier entwickelten sich erst, nachdem die riesigen Ichthyosaurier am Ende der Trias ausgestorben waren, und die Mosasaurier erst, als die Pliosaurier vor eta 90 Millionen Jahren ebenfalls bereits sehr selten geworden  und in den meisten Gegenden ausgestorben waren. Haie haben für diese Faunenwechsel keine Rolle gespielt, sie haben auch bei den anderen "Eroberungen" höchstens eine Statistenrolle innegehabt.

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Das kann man so pauschal nicht sagen, denn das globale Klima in der Kreidezeit war ein ganz anderes als heute, es war eher tropisch warm und es gab damals noch keine Eispole. Selbst in den polnahen Regionen lag die Temp. noch bei etwa 20 Grad. Der massive Klimaumschwung bezogen auf das heutige Klima hätte möglicherweise viele Arten aussterben lassen, evtl. würde es sie heute vielleicht garnicht mehr geben. Falls doch, dann glaub ich eher das es deutlich kleinere Arten wären, denn große Tierarten können sich viel schwerer an Veränderungen der Umwelt anpassen als kleine. Möglich wäre auch, dass es Dinos heute nur noch in tropischen Regionen geben würde, also z.B. in den Regenwäldern.


Das pauschale Bild von einem durchweg warmen Mesozoikum scheint überholt zu sein. Vor 125 Millionen Jahren beispielsweise soll es durchaus gemäßigtes und kaltes Klima gegeben haben, gegen das sich Dinosaurier durchaus mit Federn schützen mussten.

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Es ist ein verbreiteter Irrtum, die Dinosaurier seien ausgestorben.

Es sind nur die meisten Dinosaurier ausgestorben, wie übrigens auch die meisten Säugetiere. Einige wenige haben die Katastrophe(n) zur KT-Wende überlebt, und zwar die kleinen, unter den Dinosauriern vor allem die mit zahnlosen Schnäbeln, die fliegen konnten und so noch immer in der Lage waren, Nahrung zu finden: Die Vögel.

Ohne das Massenaussterben gäbe es vermutlich selbst die früher dem Jura zugeschriebenen Sauropoden noch, und vielleicht gäbe es auch völlig armlose Tyrannosauriden. Daneben gäbe es wahrscheinlich kleine fleischfressende und allesfressende Arten mit ausgeprägtem Sozialverhalten und Intelligenz. Säuger gäbe es ebenfalls, vermutlich aber nicht so große und nicht ganz so vielfältig. Immerhin gab es in der früheren Kreidezeit einen Säuger von der Größe eines Wolfes, den Reponomamus Giganticus.

Eines darf man nicht vergessen: Die Zeit seit dem Aussterben der meisten Dinosaurier ist relativ kurz, viel kürzer als die Kreidezeit.

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