Wie hängt die Molmasse mit den Aggregatszuständen zusammen?

3 Antworten

Zu aller erst: Die Molmasse ist in keinster Weise abhängig von dem Aggregatzustand!

Ein Mol ist eine ganz bestimmte Teilchenzahl und beträgt genau 6,02214129 * 10^23 Teilchen. Wenn man von einem Stoff ein Mol (also 6,02214129 * 10^23 Teilchen) hat, dann ist die Atommasse/Molekülmasse u gleich mit der Grammzahl.

Die Molmasse ist vom Stoff abhängig. Denn Atome und Moleküle sind unterschiedlich schwer. Ein Mol Wasser wiegt z.B. 18 Gramm, denn ein H20 Molekül wiegt 18 u.

Der einzige Zusammenhang zwischen Molmasse und dem Aggregatzustand ist das Volumen. Ein Mol flüssiges Wasser hat ein wesentlich geringeres Volumen als gasförmiges Wasser.

Wann ein Stoff den Aggregatzustand ändert, ist von den Kräften abhängig die zwischen den Atomen herrschen. Das wären einerseits Wasserstoffbrückenbindungen, aber auch Dipol-Dipol Kräfte und Van der Waals Kräfte. Je höher die sind, desto höher liegt der Schmelz-und Siedepunkt. Eine weitere Einflussgröße ist der Druck unter dem das System liegt.

  1. "Kein" kann man genauso wie "einzig" nicht steigern.

  2. Es soll auch nicht die Molmasse anhängig sein vom Aggregatzustand, sondern umgekehrt.

0

Über die Fixpunkte (Schmelz- und Siedepunkt). Ab einer Teilchenmasse von ca. 250 habe ich jetzt geschätzt) sind unpolare Stoffe ohne Wasserstoffbrücken bei Zimmertemperatur fest. Wasser: Nein. Auch seine Dipol Eigenschaften spielen eine Rolle.

Ab einer Teilchenmasse von was? Gramm, Kilogramm, Tonnen?

0

Aber die WBB hängen doch mit den Dipoleigenschaften zusammen...

0
@JackFou

Nein. Es gibt auch Wasserstoffbrücken bei unpolaren Stoffen, z.B. Kohlenhydraten. Wasserstoffbrücken brauchen ein freies Elektronenpaar und einen polar gebundenen Wasserstoff.

0
@jobul

Okay, da hast du sicher Recht.

Aber für WBB brauche ich trotzdem immer delta+ und delta- sprich ich brauch stark polare Bindungen zwischen Wasserstoff und Heteroatom.

Ich hätte vielleicht sagen sollen, dass im Wasser die WBB und die Dipoleigenschaft zusammenhängen. Denn die WBB sind in dem Falle nichts anderes als die Anziehung zwischen dem positiven und negativen Teil des Dipols.

Ich brauche also immer zwei polarisierte Gruppen, die sich anziehen können, auch wenn das Gesamtmolekül nicht zwangsläufig Dipoleigenschaften aufweisen muss.

0

Eine genaue Zahl kann ich dir nicht nennen. Allerdings gilt allgemein schon, dass ein Stoff umso eher flüssig oder fest sein wird, je höher seine molekulare Masse ist.

Dass es davon Ausnahmen geben kann, hast du ja schon selbst erkannt - vgl. z.B. Wasser und Methan. Zwischenmolekulae Kräfte spielen also eine mindestens ebenso große Rolle, wenn nicht sogar die größere Rolle als das Molekulargewicht.

Was möchtest Du wissen?